Online-Marketing: Krebsliga

Ziel: Über die Banner sollen Raucher auf die Website geholt werden.

Ziel: Über die Banner sollen Raucher auf die Website geholt werden.Krebsliga Werbemittel: Fullbanner, Radiospots, Wettbewerb auf der Homepage. Einsatz: 9. Mai bis 24. Juni.
Auftraggeber: Krebsliga. Agentur: cR Kommunikation.

Die SP geht Links.ch

Nun kommt die SP-Parteizeitung, die Mitglieder und Sympathisanten aus erster Hand informiert

Nun kommt die SP-Parteizeitung, die Mitglieder und Sympathisanten aus erster Hand informiertLinks.ch, das neue Mitgliederblatt der SP Schweiz (SPS), ist am 20. Juni definitiv gestartet. Die Auflage des 24 Seiten starken, elfmal jährlich erscheinenden Blattes beträgt rund 50000 Exemplare. Noch hat der Monatstitel aber nach dem Abgang von SPS-Sprecherin Ursula Dubois, von der das Konzept stammt, keinen Chefredaktor. Interimistisch trägt SP-Nationalrat Hans-Jürg Fehr, im Hauptberuf Verleger der Schaffhauser AZ, die Verantwortung für den Inhalt des Mitgliederblattes.Gemäss Jean-Philippe Jeannerat vom SPS-Zentralsekretariat war man bei der SPS von der Nullnummer «enttäuscht», weshalb Links.ch nochmals überarbeitet werden musste. Das Blatt sollte journalistischer und weniger textlastig aufgemacht werden. Zudem bestand die SPS darauf, die Frontseite vierfarbig zu gestalten.
Gemäss Dubois’ Konzept sollte Links.ch auch Personen ausserhalb der SP-Parteigrenzen ansprechen. Doch darauf wird jetzt verzichtet. «Mit Links.ch sollen primär SP-Mitglieder und -Sympathisanten informiert werden. Das Blatt ist keine zweite WochenZeitung», stellt Jeannerat klar.
Links.ch sucht Werbung. Die Agentur Kretz AG, Verlag & Annoncen, in Feldmeilen ZH wurde mit der Akquisition beauftragt. Insgesamt weist Links.ch fünf Anzeigenseiten auf, zwei davon werden vierfarbig gedruckt. Eine ganze Seite schwarzweiss kostet 4000, vierfarbig 4900 Franken.
Der Inhalt im Mantel von Links.ch stammt von der SPS, jeweils vier Seiten in der Heftmitte werden in den verschiedenen Regionen verfasst – an Stelle von Mitgliederblättern der Regionalparteien. Eine Ausgabe für die Westschweiz ist in Vorbereitung. (mk)

News: schonendes Web

Wer sich täglich im Internet informiert, belastet die Umwelt weniger als der Leser einer Tageszeitung.

Wer sich täglich im Internet informiert, belastet die Umwelt weniger als der Leser einer Tageszeitung.Schonendes Web Noch besser schneidet das Fernsehen ab. Das geht aus der Ökobilanzstudie der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt (Empa) hervor. Die Herstellung von Fernseher und Computer belaste die Umwelt um ein Vielfaches weniger als die Herstellung einer Zeitung. Durch längere Nutzung elektronischer Medien nimmt die Belastung aber zu. Nach 20 Minuten Surfen hat die Ökobilanz des Internets jene der Tageszeitung eingeholt. Fernsehzuschauer dürfen es sich dagegen in ihren Sesseln bequem machen: Erst nach 80 Minuten vor der Mattscheibe (viermal die «Tagesschau») belasten sie die Umwelt so stark wie ein Zeitungsleser.
Contract Media lanciert neue SiteDie Zürcher Kommunikationsagentur Contract Media präsentiert sich mit einer neuen Website im Internet. Das Team rund um Ex-Blick-Chef Sacha Wigdorovits stellt sich selbst ebenso wie seine Kunden in Wort und Bild vor. Einmal monatlich will Contract Media ihr Know-how
in einem E-Mail-Newsletter weiter verbreiten.
Messen für MarketingfreaksAuf der Marketingmesse X’01 und X’Event in Zürich präsentieren auf über 15000 Quadratmetern rund 400 Aussteller neben Sonderschauen und Special Events die neuesten Entwicklungen und Trends aus Eventmarketing, New Media, Direktmarketing, Werbung, Sponsoring und Verkaufsförderung. Mehr Informationen zur Messe auf www.xpage.ch

News: JCDecaux senkt Ausgabepreis

Der französische Aussenwerbekonzern JCDecaux hat den Ausgabepreis seiner Aktien um rund 20 Prozent gesenkt.

Der französische Aussenwerbekonzern JCDecaux hat den Ausgabepreis seiner Aktien um rund 20 Prozent gesenkt.News JCDecaux senkt Ausgabepreis
Die Preisspanne für den Gang an die Pariser Börse, der diese Woche stattfindet, beträgt neu noch 16,5 bis 19,5 Euro pro Aktie. JCDecaux strebt immer noch einen Erlös von rund einer Milliarde Euro an. Dazu müssen nun 24 bis 27,5 Prozent der Aktien im Publikum platziert werden statt der geplanten 15 bis 20 Prozent.
Cave Anholt Jonason am EndeDie Londoner Kreativagentur Cave Anholt Jonason schliesst ihre Pforten nur acht Monate nach ihrer Gründung. Im Oktober hatten sich Mark Cave (Ex-Vizepräsident der Lowe Group), Simon Anholt (Gründer von World Writers) und Joakim Jonason (Mitgründer von Paradiset DDB, Stockholm) zusammengetan. Ihre Vision eines kreativen Hotshops, der von einem einzigen Standort aus internationale Etats betreut, scheiterte an persönlichen Differenzen. «Wir trennen uns, weil die Chemie zwischen uns einfach nicht stimmte», erklärte Mark Cave.
JVM für die Borers in BerlinDie Werbeagentur Jung von Matt/Berlin wurde von Botschafter Thomas Borer ins Organisationsteam für die 1.-August-Feier in der Schweizer Botschaft geholt. Am Nationalfeiertag soll ein grosser Event unter dem Motto «Schweiz Surprise» Öffentlichkeit und exklusive Gäste für die Schweiz einnehmen. Im vergangenen Jahr hatte Botschafter Borer zum ersten Mal einen solchen Event veranstaltet – damals unter Mithilfe von Weber Hodel Schmid, Berlin.
Kirchs Einstieg bei EM.TV verzögert
Der Einstieg der Kirch-Gruppe bei EM.TV verzögert sich. Auf Antrag der beiden Konzerne hat das deutsche Kartellamt die Frist für die Prüfung des Handels auf Ende September verlängert. Bis dahin müssen die kartellrechtlichen Bedenken ausgeräumt sein. Die Wettbewerbshüter machen zur Bedingung, dass EM.TV seine Anteile an der Tele-München-Gruppe verkauft.

Online-ABC: Affinitätsindex (= compositionindex)

Eignung eines Mediums zur Abdeckung einer bestimmten Zielgruppe.

Eignung eines Mediums zur Abdeckung einer bestimmten Zielgruppe.Online-ABC Affinitätsindex (= composition index)
Die Affinität setzt die Reichweite des Mediums in der Zielgruppe ins Verhältnis zur Reichweite des Mediums in der Bevölkerung.
AgentEin Programm, das im Auftrag des Users Suchprozesse im Internet verarbeitet oder eine automatisierte Abfrage durchführt. Teilweise auch mit Bot-Funktion. Siehe auch Bot.
Alternative TextBei Browsern, die keine Grafiken darstellen, erscheinen an Stelle von Werbebannern Textfelder. Bei Browsern, die Grafiken anzeigen, werden während der Ladezeiten Textfelder angezeigt.
Animated GIFGif-Format, welches mehrere Einzelbilder abspielt und somit einen Daumenkinoeffekt erzeugt. Siehe Gif.
AppletEin Programm, das innerhalb eines anderen Programms gestartet wird. Für die Nutzung eines Java-Applets wird nur ein normaler Browser benötigt.
AttachmentBeilage einer E-Mail. Attachements können Audio-, Grafik-, Text- oder Videodateien sein.
AuditingÜberprüfung der vom Ad-Server gelieferten Leistungsdaten durch eine dritte, unabhängige Partei. Überprüft werden können beispielsweise Ad-Impressions, Click-throughs usw.

Ausserdem: Neue Gesichter bei der Dialogmarketingagentur Fisch Meier Direkt.

Ausserdem Neue Gesichter bei der Dialogmarketingagentur Fisch Meier Direkt. Neue Assistentin von Agenturleiter Gilbert Fisch ist Susanne Kühne. Sie ersetzt Gisela Kopp, die die Agentur nach über sechs Jahren verlässt. Die neu geschaffene Stelle a

Ausserdem Neue Gesichter bei der Dialogmarketingagentur Fisch Meier Direkt. Neue Assistentin von Agenturleiter Gilbert Fisch ist Susanne Kühne. Sie ersetzt Gisela Kopp, die die Agentur nach über sechs Jahren verlässt. Die neu geschaffene Stelle als Leiterin Desktop übernimmt Gisela Hengartner. Sie war zuvor Abteilungsleiterin bei der Limmatdruck AG.
Die zu Euro RSCG gehörende Fullserviceagentur Catapult ernennt Tarzis Bono zum neuen Managing Director. Er wird gleichzeitig Mitglied im Swiss Management der Euro-Gruppe. Bono war zuletzt bei der Direktmarketingagentur Adim als Mitglied der Geschäftsleitung für Dialog- und Eventmarketing zuständig.
Gebi Bischoff wird im August Geschäftsführer der Update AG. Er entlastet Hans Ott, Gründer und Inhaber der Internetagentur. Ott will sich vermehrt kreativen Belangen innerhalb der Agentur widmen. Bischoff arbeitete die letzten acht Jahre als Account Director bei der Werbeagentur Zogg Kettiger Gasser.
Pucci Sulzer rüstet auf: Neu im Team sind Linda Terrasi (Beratung), Denise Ackermann (Text), Marcel Elsener (Text, Konzept) und Judith Frey (Grafik).
Dominique Wyss ist bei Sotheby’s Schweiz in Genf neu als Mediensprecherin tätig.
Werner Rüedi (46) hat per Mitte Juni die Geschäftsführung der auf Diensleistungen im Corporate Publishing spezialisierten Tochtergesellschaft Yukom Medien AG der HandelsZeitungs-Gruppe übernommen. Er ersetzt Gaston Haas, der das Unternehmen verlässt und sich neuen Aufgaben zuwendet.

«Wir wühlen gern ein bisschen tiefer»

Danielle Lanz und Markus Ruf am Take-off ihrer Agentur Ruf Lanz

Danielle Lanz und Markus Ruf am Take-off ihrer Agentur Ruf LanzWenn zwei Kreativasse mit viel Vorschusslorbeeren eine Agentur gründen, hegt die Branche grosse Erwartungen. Heissen die beiden Konzepter Danielle Lanz (Werberin des Jahres 1999) und Markus Ruf (Werber des Jahres 2000), dürfte das Renommee wie ein Mühlstein auf der Agentur lasten. Mit Ruf Lanz führt das Werberpaar seine Lebensfreundschaft zur geschäftlichen Partnerschaft.Bei Fusionen fällt die Einigung bei der Reihenfolge der Eigennamen für die Firma nicht immer leicht. Wer hat bei Ihnen nachgegeben und sich mit der zweiten Stelle zufrieden gegeben?
Danielle Lanz: (lacht) Da hat niemand nachgegeben. Wir haben uns erst mal gefragt, was besser tönt. Aber bei zwei so kurzen Namen gabs keine Präferenzen. Also haben wirs dem Zufall überlassen und «gehölzelt». Da hat Markus das Längere gezogen.
Markus Ruf, Ihnen war die berufliche Unabhängigkeit bekanntlich heilig. Wie viel haben Sie sich die Aufgabe Ihrer Freiheit kosten lassen?
Markus Ruf: Ich habe es genossen, auf verschiedenen Hochzeiten zu tanzen. Wyler Werbung, Guye & Partner, Publicis und andere waren tolle Bräute. Aber nach sieben Jahren war ich einer neuen Herausforderung nicht abgeneigt. Und da Danielle Lanz zur gleichen Zeit über eine Agenturgründung nachdachte, gab eins das andere. Die Anzahl Menschen, mit denen man sich eine geschäftliche Partnerschaft vorstellen kann, ist ja sehr begrenzt.
Sie konnten wegen des Agenturaufbaus die Weiterbildungsreise an die Côte d’Azur nicht antreten. Worauf mussten Sie in letzter Zeit verzichten, Danielle Lanz?
Lanz: Ich lasse Cannes dieses Jahr ebenfalls sausen. Übrigens nicht nur aus Zeitgründen. Das Geld, das man dort für Hotel, Festivalticket, Colombe d’or und Martinez-Bar ausgibt, investieren wir derzeit lieber in die Infrastruktur. Aber den Schweizer Finalisten drücken wir trotzdem die Daumen.
Wenn zwei der kreativsten und meist ausgezeichneten Werber zusammen eine Agentur gründen, ist die Erwartungshaltung bei Auftraggebern und Publikum hoch. Wie gehen Sie mit dem Druck um?
Ruf: Es freut uns, dass man uns was zutraut. Und wir haben die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass wir auch in der eigenen Agentur die nötige Zeit haben, kreativ überraschende Werbung zu machen. Deshalb ist von Anfang an auch Katja Barlogis als Leiterin der Beratung mit von der Partie, die uns ideal ergänzt. Im Übrigen gilt heute ja für jeden Kreativen: Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, trägt sie am falschen Ort.
Versteht sich die Ruf Lanz als Fullservice- oder eher als Kreativ-Consulting-Agentur?
Ruf: Trotz aller schönen Ausdrücke: als Werbeagentur. Dafür ist die Grösse nicht ausschlaggebend. Wir haben beide lange in Grossagenturen gearbeitet. Auch dort sind es nur zwei, drei Leute, die eine Kampagne erfinden und aufgleisen. Für Produktion, Media und Webdesign arbeiten wir mit sehr guten Partnern zusammen, die wir schon lange kennen.
Bekanntlich ergibt eins und eins nicht immer zwei, besonders, wenn zwei starke, ehrgeizige Persönlichkeiten gemeinsame Sache machen wollen. Welche Summe darf man bei Ihrer Addition erwarten?
Lanz: Wir machen ja nicht erst ab 1. Juli gemeinsame Sache, sondern haben die längste Probezeit der Welt hinter uns. Immerhin arbeiten wir seit sieben Jahren erfolgreich zusammen. In dieser Zeit haben wir gemerkt, dass wir uns ideal ergänzen. Dass wir jetzt nicht mehr für andere Agenturen Kampagnen machen, sondern für unsere Kunden, schmälert den Ehrgeiz bestimmt nicht.
Am Start Ihrer Agentur sind Sie zu dritt. Wie stellen Sie sich das weitere Wachstum von Ruf Lanz vor?
Lanz: Es ist nicht unser Ziel, möglichst schnell möglichst gross zu werden. Wenn eine Agentur Kunden annehmen muss, nur um Büromieten, Angestelltenlöhne und dergleichen bezahlen zu können, sind nachher meistens beide nicht recht glücklich. Lieber langsam, dafür qualitativ wachsen.
Mit welchen Prestigemandaten legen Sie los?
Ruf: Obwohl wir bisher noch gar nicht akquiriert haben und erst jetzt informieren, liegen bereits Anfragen vor. Solange keine Verträge unterschrieben sind, halten wir uns zurück mit Ankündigungen. Die erste Kampagne von Ruf Lanz war übrigens schon im April in der WerbeWoche zu sehen – jene für die Modekette BIG.
Ruf Lanz ist Ihre erste selbstständig geführte Werbeagentur. Setzen Sie beim Aufbau des Kundenportfolios Schwerpunkte, haben Sie Präferenzen bezüglich Branchen?
Ruf: Bezüglich Branchen nicht, aber bezüglich Bereitschaft zu kreativ überraschender Werbung. Wenn Werbung heute nicht überrascht, kann sie auch keinen Erfolg haben. Das Inserat wird überblättert. Das Plakat wird übersehen. Und der Fernsehspot löst höchstens das Bedürfnis aus, sich an ein stilleres Örtchen zu verziehen. Dieses Schicksal möchten wir unseren Kunden gerne ersparen.
Wie werden Sie die Kunden untereinander aufteilen?
Lanz: Vorerst arbeiten wir beide im Team auf allen Projekten. Wir könnten wie die Restaurants ein Schild vor die Tür stellen und drauf schreiben: Hier wirbt der Chef noch persönlich.
Nach welchen anderen Kriterien wollen Sie Ruf Lanz sonst in der Agenturlandschaft positionieren?
Lanz: Wir sehen uns als Trüffelschweine, die gerne ein bisschen tiefer wühlen, um an die schönsten Knollen respektive Ideen zu kommen. Kreativität in der Werbung ist ja kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für ihre Effizienz. Und bereitet damit mehr Spass. Denen, die sie machen. Denen, die sie sehen und lesen und hören. Und denen, die sie bezahlen. Interview: Luca Aloisi

Neue Gesichter im IGEM-Vorstand

An der diesjährigen Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft Elektronische Medien IGEM sind vier neue Vorstandsmitglieder gewählt worden.

An der diesjährigen Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft Elektronische Medien IGEM sind vier neue Vorstandsmitglieder gewählt worden.Sandra Tuttlies von TV 3 vertritt neu die privaten Schweizer TV-Veranstalter, Tarkan Özküp von RMB Switzerland die Kinovermarkter, Andy Lehmann von Optimedia und Corinna Schneider von Micom Carat die Mediaagenturen.Das vergangene Jahr hat einige Unruhe in den Vorstand gebracht: Stephan Küng, der von Mindshare zu Persönlich wechselte, schied aus dem Vorstand aus, ebenso Pierre C. Meier, der aus dem Verwaltungsrat von Initiative Media Western zurücktrat. Auf die beiden freien Sessel wurden aus vier Kandidaten Andy Lehmann und Corinna Schneider als neue Vertreter der Mediaagenturen gewählt.
Eine Rotation ergab sich im Bereich Vermarkter von Werbezeit in deutschen Programmen, wo IGEM-Mitgründer Klaus Kappeler Ende 2000 zurücktrat. Seinen Sitz übernahm Michi Frank im Zuge seines Wechsels zu IP-Multimedia. Frank gab dadurch einen Sitz der schweizerischen Privatfernsehveranstalter frei, auf den Sandra Tuttlies von TV3 gewählt wurde.
Auch der zweite IGEM-Mitbegründer, Matthias Luchsinger, ist aus dem Vorstand zurückgetreten. Seine Nachfolge tritt der einzige Kandidat, Tarkan Özküp, Chief Sales Officer bei RMB Switzerland, an.
Die IGEM ist inzwischen auf 35 Mitglieder angewachsen, eine Entwicklung, die IGEM Präsident Urs Renner als sehr positiv bewertet. «Wir sind noch nicht ganz vollständig, einige Mediaagenturen fehlen zum Beispiel noch», so Renner, «aber einen grossen Teil der anvisierten Mitglieder haben wir gewonnen.» Mehr Gewicht wird die Interessengemeinschaft künftig auf den Onlinebereich legen: «Elektronische Medien heisst für uns ganz klar nicht nur Fernsehen und Radio, sondern auch Internet», betont Urs Renner.
Im Bereich der Internetdienstleister kann die IGEM auch den stärksten Zuwachs verzeichnen: In den ersten Monaten dieses Jahres sind mit Ad Pepper Media Switzerland AG, Seven One Media (Schweiz) AG, banner.ch und Active Agent (Switzerland) GmbH bereits vier Firmen beigetreten. Geplant ist die Aufnahme eines Vertreters der Internetdienstleister in den Vorstand. Eine geeignete, vom Vorstand auszusuchende Person kann sich an der nächsten Mitgliederversammlung zur Wahl stellen. (ba)

Das heilige Tram von Zürich

Publicis’ Follow-up-Kampagne beweist die Vielseitigkeit der ZVV-Transportmittel

Publicis’ Follow-up-Kampagne beweist die Vielseitigkeit der ZVV-TransportmittelUnglaubliches geschieht dieser Tage an den Gestaden des Zürichsees. Ausgerechnet in der materialistisch gefärbten Zwinglistadt werden viele Menschen ihr Weltbild revidieren müssen. Hielten Ungläubige Petri Gang übers Wasser als eine pure Fiktion und Skeptiker als eine schöne Legende, straft sie jetzt die Zürcher Werbeagentur Publicis anhand eines Trams Lügen. Dieses wiederholt nämlich das Wunder vom See Genezareth auf verblüffend glaubwürdige Weise.Damit nicht genug: Während Petrus im Evangelium an der Kraft seines Glaubens zu zweifeln beginnt, darauf an Auftrieb verliert und unter die Wasseroberfläche zu sinken droht, hält sich das tonnenschwere öffentliche Verkehrsmittel des Zürcher Verkehrsverbunds tapfer über Was-
ser und spottet jeglicher Erdanziehungskraft. Dies soll den Betrachter in seinem Glauben an das benutzerfreundliche Zeit- und Zonensystem bestärken – so die Hoffnung der Verantwortlichen. Im zweideutigen Claim «ZVV – Richtig verkehrt» liest sich denn auch der Visualisierungsduktus der Kampagne. Seite 6

Die feine Art

Dass Werber auch an Kultur interessierte Zeitgenossen sind, zeigt der Ansturm auf die Tickets der exklusiven Vorpremiere der Basler Mediengruppe und der Publicitas für die weltweit anerkannte Kunstmesse Art.

Dass Werber auch an Kultur interessierte Zeitgenossen sind, zeigt der Ansturm auf die Tickets der exklusiven Vorpremiere der Basler Mediengruppe und der Publicitas für die weltweit anerkannte Kunstmesse Art.Von Beat Fritsch Jeweils am Dienstag vor der offiziellen Eröffnung haben geladene Gäste in der Rheinstadt die Gelegenheit, sich unter fachkundiger Führung durch Kunstexperten schon vorab ein Bild von den unzähligen Bildern zu machen.
Zugegeben: Die echte Haute-volee der Kunstsammler darf jeweils schon am Montag vor Eröffnung die Messe abgrasen, was zur Folge hat, dass an der offiziellen Vorpremiere die spannendsten Werke bereits mit dem berühmten roten Punkt gekennzeichnet sind. Gestört hat das die Gäste, vorwiegend Personen aus den Teppichetagen, nur wenig – die üblicherweise an Werberevents gesehenen Partyhänger waren nicht geladen. Schliesslich war man nicht des Kunsteinkaufs wegen erschienen – der gesellschaftliche Approach zählte. Wo sonst kann man in ungezwungener Atmosphäre mit Verleger Matthias Hagemann und dessen Ehefrau Brigitte über Kunst und Familie plaudern? Wo sonst trifft man ADC-Ehrenpräsident Jean Etienne Aebi in derart lockerer und aufgeräumter Stimmung an? Und wo sonst kann man auch mal wieder die Kollegen aus der Basler und Berner Werbeszene zu einem kurzweiligen Schwätzchen treffen?
Darunter befanden sich beispielsweise auch Altmeister John Schmid oder Roger Berthoud und Urs Schneider von Schneider Berthoud. Auf unserem Rundgang trafen wir auch auf die Basler Mediaspezialistinnen Jeanne Ruchat und Maja Fricker von The Whole Media. Béatrice und Werner Lang sowie Silvano Spezia von Lang Gysi Knoll wiederum nutzten den Anlass für einen Ausflug aus der Bundeshauptstadt nach Basel. Und von den Zürcher Besuchern verrieten uns CEO Markus Pekeler und CD Oliver Schneider von Impuls@TBWA, dass sich die Agentur fortan TBWA/Switzerland nennen wird: Die neuen Visitenkarten sind bereits gedruckt.
Hochkarätig war die Besetzung auch auf Expertenseite. Zwar sagte Expo.02-Direktor Martin Heller im letzten Moment ab, doch mit dem freien Kurator und Kunstkritiker Christoph Doswald, den Künstlerinnen Claudia und Julia Müller, deren Exponate auch an der Ausstellung zu sehen waren, und Dr. Gerald Matt von der Kunsthalle Wien waren die Gäste ebenso zufrieden.
Trotzdem: Wie immer blieben auch an diesem Anlass etliche Namenstäfelchen liegen, und bei genauerem Nachfragen stellte sich heraus, dass eine Abmeldung gemeinhin als nicht nötig erachtet wurde. Teilweise kann einem der fehlende Anstand der Werberinnen und Werber schon die Haare zu Berge stehen lassen. Solches müssen sich wohl auch Andrea Waltzer, Nicole Ehrat und Cécile Schumacher gedacht haben, die für den Empfang der Gäste zuständig waren.
So rein aus Neugier fragten wir übrigens an einem der Kunst-Outlets mal nach dem Preis der relativ günstig aussehenden Picassos. Bei der Antwort der netten Galeristin verschlug es uns allerdings die Sprache. 600000 Franken für eine einfache Tuschzeichnung sprengen das Budget schon ein bisschen. Dabei kriegt man solche Picassos in Florenz in jeder besseren Kellergalerie. Nicht signiert zwar und vermutlich auch nicht ganz so echt wie diejenigen an der Art. Aber genauso wirkungsvoll, wenn sie zu Hause rahmenlos an die Wand gepinnt und spasseshalber mit der eigenen Signatur versehen werden.
Beat Fritsch

meets Picasso, Matisse und Giacometti. Solch exklusive Exponate gabs an der Vorpremiere der Basler Kunstmesse Art zu sehen. Dorthin bittet jeweils die Direktion der Basler Mediengruppe ihre Kunden zu Kulturgenuss, Häppchen und Champagner, auf dass sich die Zürcher Werbeszene auch mal am Rheinknie treffe.
Wer sich ein Bild der Kunst macht oder Werbung als solche betrachtet, wird an den zahlreichen Veranstaltungen der Szene geortet. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch

News: Schweizer sind Top-Online-Shopper

17 Prozent der Schweizer über 16 Jahren haben in den letzten sechs Monaten online eingekauft. Damit liegt die Schweiz europaweit auf Platz 2 hinter Schweden (26 Prozent).

17 Prozent der Schweizer über 16 Jahren haben in den letzten sechs Monaten online eingekauft. Damit liegt die Schweiz europaweit auf Platz 2 hinter Schweden (26 Prozent).News Schweizer sind Top-Online-Shopper
Dritte sind die Dänen mit 16 Prozent. Der europäische Durchschnitt liegt bei 9 Prozent. Dies geht aus dem Global Internet Trends Report von Nielsen NetRatings für das erste Quartal 2001 hervor.
Jobpilot-Index
Das Karriereportal Jobpilot.ch und die Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz lancieren den Jobpilot-Index. Er will die zehn grössten Stellenplattformen, die Recruiting-Sites von zehn führenden Branchenvertretern und die quantitative Entwicklung bei den wichtigsten zehn Berufsgruppen und Branchen beobachten. Die Ergebnisse werden quartalsweise präsentiert.

So geht der Knopf auf.

Für Menschen, die ihrer Arbeit in piekfeines Tuch gekleidet nachgehen müssen, besteht das Erholsame des Sonntags auch darin, vom Krawattenzwang entbunden zu sein.

Für Menschen, die ihrer Arbeit in piekfeines Tuch gekleidet nachgehen müssen, besteht das Erholsame des Sonntags auch darin, vom Krawattenzwang entbunden zu sein. Diese Überlegung liegt jedenfalls einem ersten von drei geplanten Direct Mailings zu Grunde, das FCB Leutenegger Krüll, Wallisellen, unter dem Motto «mehr Lebenshilfe» für den SonntagsBlick konzipiert hat. Mit dem Mailing lässt das Sonntagsblatt 350 Inserenten und Mediaplanern eine im Blick-Rot gefärbte Krawatte zukommen, deren Oberfläche eine Anleitung zum Lösen des Krawattenknopfes ziert. Die Idee soll nach Angaben der Agentur die Positionierung «mehr Sonntag» vertiefen sowie einen Hinweis auf die leicht verständliche Art der Berichterstattung geben, die bei den Leserinnen und Lesern allenfalls vorhandene Knöpfe im Verständnis von Zusammenhängen auflöst.Neue Vitrine. Wenn das so weitergeht, muss sich Niklaus Troxler bald eine grössere Glasvitrine für seine Preise anschaffen. An der internationalen Plakat-Triennale von Hongkong gewann er mit dem Plakat für das letztjährige Jazz Festival Willisau in der Kategorie Kulturplakate den ersten Preis. Nach dem ADC-Europe-Gold Award für die Jahresserie der Jazzplakate für Willisau folgte Anfang Juni je ein Silber- und Bronze-Preis beim renommierten Art Directors Club of New York. Guten Gewissens darf also auf die Ausstellung «Plakate Schwarz-Weiss» hingewiesen werden, die vom 23. Juni bis 1. Juli im Rathaus Willisau stattfindet. Alle Infos dazu auf www.troxlerart.ch
Möbliertes Musikfestival. Vom 15. bis 24. Juni zieht die Fête fédéral de musique – sie findet nur alle fünf Jahre statt – in Freiburg an die 100000 Musikfreunde an. Als Sponsor dieses Events und des Schweizerischen Blasmusikverbandes (SBV) nutzt Möbel Pfister die Gelegenheit, um vor beschwingtem Ort witzig Nähe zur Musik zu demonstrieren. Die Brücke zur Musikwelt schlägt ein von Lowe Lintas GGK, Zürich, gestalteter, zum Schiebetürschrank umfunktionierter B12-Plakatsteller. Dessen Türe lassen sich gerade so weit öffnen, dass sie den Schriftzug nicht verdecken.
Ganz schön frech. Mit seinem neuesten Inserat brachte Cablecom Tele 24 um den Verdienst des Hauptsponsors, seinem Team zum Schweizer Meister zu gratulieren. Cablecom lancierte nämlich anlässlich von GCs Titelerfolg eine Inseratekampagne mit dem Slogan «Cablecom gratuliert dem Grasshopper-Club Zürich zum Schweizer Fussballmeister» und zwei
Sujets mit Kabelanschlüssen als Fussballschuhstollen und Fussballventile. Konzipiert wurden die Anzeigen von der Agentur Jung von Matt/Limmat. Ob Tele 24 – auf Grund seiner wirtschaftlichen Probleme – allerdings sonderlich unglücklich ist, dass Cablecom ihr dieses Privileg stahl, ist fraglich und Cablecom wohl ziemlich egal. Cablecom kam – dank (ungewollter oder gewollter?) Zurückhaltung von Tele 24 – als zukünftiger Hauptsponsor zu einer Chance, die man einfach nutzen muss. Ob das Unternehmen in den kommenden drei Jahren nämlich noch die Möglichkeit haben wird, ein solches Inserat zu schalten, liegt einzig und allein in den Fussballerbeinen von GCs Meistertruppe.
Wenn zwei sich streiten…darf sich Wirz Werbung, Zürich, ganz und gar freuen. Denn: Obwohl ihre Kampagne für die fusionierte Telecomfirma Sunrise bisher konzeptionell wie visuell alles andere als originell war und im Look&Feel der ZKB-Kampagne derselben Agentur stark gleicht, gelingt es ihr immerhin, in der Werbebranche hohe Wellen zu schlagen. Hat sie hier doch einen Familienzwist zwischen den beiden Interpublic-Marken Lowe Lintas GGK (ehemals Sunrise-Etathalterin) und McCann-Erickson, Zürich (Ex-Diax-Agentur) provoziert. In einem als pointierte Eigenwerbung verpackten Abschiedsinserat bedankte sich Erstere bei Sunrise in Wirz’ neuem Auftrittstil für die «äusserst erfolgreiche Zusammenarbeit in den letzten drei Jahren», in denen sie für Sunrise zwei Millionen Kunden gewonnen habe. Ganz schön peinlich, wie sich Lowe um 1,1 Millionen Kunden verrechnet, meint nun McCann. Schliesslich habe McCann diesen beachtlichen Kundenanteil mit ihrer Kommunikationsleistung für Diax erbracht.
Strich für Impuls. Die Küsnachter Werbeagentur Impuls@TBWA passt sich dem Auftritt des internationalen Netzwerks an. Der Name Impuls verschwindet. Stattdessen übernimmt die Agentur den «fallenden» Schrägstrich (Backslash) aus dem Logo der Mutteragentur TBWA. Laut TBWA symbolisiert der Strich die Fähigkeit der Agentur, die Möglichkeiten von morgen zu definieren und die Zukunft ihrer Kunden durch die Kraft einer Idee zu verändern.
Editorial

Ökonomie der Wahrnehmung
Während im aktuellen Kunstschaffen – im besten Falle – der Geist einer Zeit gerinnt, so verströmt die Werbung vor allem Zeitgeist. Sie will – und muss, falls sie ihren Zweck nicht verfehlen will – bei der anvisierten Zielgruppe auffallen, im besten Fall gefallen und einen entsprechenden Kaufreiz auslösen.
Je reicher und offener eine Gesellschaft ist, umso offener und aufwändiger wird
der Kampf um die Aufmerksamkeit ausgetragen. Der Ökonomie der Aufmerksamkeit können sich die Werbetreibenden am allerwenigsten entziehen. Nüchtern betrachtet ist die ganze Werbe-Inszenierung ein einziger Tanz um die Aufmerksamkeit. Der Königsweg zum Markterfolg führt nun einmal über den Bekanntheitsgrad eines Produkts.
In einer Zeit hoch industrieller Medientechnologie mit ihren Overloads an Aufmerksamkeitszumutungen ist die Ressource Aufmerksamkeit ein knappes Gut. So wie der Homo sapiens nun einmal beschaffen ist, kann er die Intensität seiner Wahrnehmung nicht in dem Masse steigern, in dem die Aufmerksamkeit heischenden Ereignisse zunehmen.
Das Überangebot zwingt zu subjektiver Selektion. Dieser Tatsache muss sich auch der Werbetreibende bewusst sein. Ob ein potenzieller Konsument wegzappt oder innerlich abschaltet, ist vor diesem Hintergrund letztlich gleichgültig. Als Adressat einer Botschaft ist er verloren. Mehr über dieses Thema und was der Vater der Konsumentenforschung, Professor Werner Kroeber-Riel, dazu meint, lesen Sie ab Seite 10. Samuel Helbling

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