Geld erhält eine Stimme

Peter Schellenberg ist neuer VR-Präsident von Publisuisse

Peter Schellenberg ist neuer VR-Präsident von PublisuisseVon Markus KnöpfliPeter Schellenberg, Direktor von SF DRS, ist neu auch Verwaltungsratspräsident bei Publisuisse, die für die SRG-TVs die Programme vermarktet. Neu im Publisuisse-Verwaltungsrat (VR) sitzt zudem Walter Rüegg, Direktor des werbefreien Radios DRS.
Die Generalversammlung der Publisuisse hat SF-DRS-Direktor Peter Schellenberg zum neuen VR-Präsidenten gewählt. Er löst den ehemaligen SRG-Finanzchef François Landgraf ab, der altershalber zurücktritt. Ebenfalls zurückgetreten ist Jean-Claude Gisling. Neu wurden Walter Rüegg, Direktor von Radio DRS, sowie Daniel Jorio, bei der SRG Leiter Finanzen & Controlling, in den VR gewählt. Weitere fünf Verwaltungsräte, unter ihnen Schellenbergs Direktorenkollegen Gilles Marchand (TSR) und Remigio Ratti (RTSI), wurden bestätigt.
Mit Schellenbergs neuer Doppelfunktion rücken Programm und Kommerz auch bei den SRG-TVs näher zusammen. Zwar sassen er und die anderen TV-Direktoren schon bisher im Publisuisse-VR. Erstmals hat nun aber einer dieser Direktoren den Vorsitz inne, noch dazu jener, der den SRG-Programmen mit den höchsten Reichweiten und Umsätzen vorsteht (siehe Tabelle).
Mit Schellenberg, der auch Mitglied der SRG-Geschäftsleitung ist, erhält die Publisuisse erstmals eine direkte Stimme im obersten SRG-Gremium. Landgraf hatte dort keinen Einsitz. Publisuisse-Direktorin Ingrid Deltenre erhofft sich von Schellenberg, dass er Publisuisse-Anliegen bei der GL einbringt. «Herr Schellenberg hat dafür nun ein Mandat, er wird von uns auch gefordert werden», sagt sie.
Spurt Rüeggs VR-Sitz auf das neue RTVG vor?
Wie aber vereinigt der Mann Geld und Programm, der bisher so tat, als interessiere ihn der kommerzielle Teil der SRG-TVs nicht? Gegenüber der WerbeWoche hielt Schellenberg via E-Mail fest, dass es «für mich keine Schere zwischen Kommerz und Programm gibt». Gleichzeitig betont er, dass Werbung bei der SRG «nie direkten Einfluss auf das Programm» habe – höchstens insofern: «Wenn wir erfolgreiche Programme machen, verkauft die Publisuisse erfolgreich Werbeplätze. Mit einem erfolgreichen Programm generieren wir Werbeeinnahmen und können damit noch bessere Sendungen produzieren.»
Interessanterweise wurde auch Rüegg als Vertreter der werbefreien DRS-Radios in den Publisuisse-VR gewählt. Soll das neue Radio- und TV-Gesetz schon mal vorgespurt werden? Rüegg selbst ist für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Deltenre stutzt. «Wir haben gar nicht besprochen, wie wir diese Wahl kommentieren», erklärt sie. SRG-Sprecherin Josefa Haas beruft sich auf einen neuen SRG-Grundsatz, wonach GL-Mitglieder stärker in den VR der SRG-Töchter präsent sein sollen. Rüegg ist GL-Mitglied. Doch wofür sitzen jetzt mit ihm, Schellenberg, Ratti und Marchand gleich vier GL-Mitglieder im Publisuisse-VR?

Jobsuche via Web gewinnt Bedeutung

Seit Januar misst der Jobpilot-Index die Entwicklung im Schweizer Onlinestellenmarkt

Seit Januar misst der Jobpilot-Index die Entwicklung im Schweizer OnlinestellenmarktStelleninserate in der Schweizer Presse nehmen seit einigen Monaten wieder ab; Onlineanzeigen hingegen haben zwischen Januar und April zugelegt. Dabei profitierte der Stellenmarkt im Internet auch vom Wachstum dieses Mediums auf relativ tiefem Niveau.Der von Jobpilot.ch und der Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz (FHSO) lancierte Jobpilot-Index weist fürs erste Quartal 2001 ein Wachstum von 5 Prozent aus. Der Vergleich der ersten beiden Erhebungen durch die FHSO zeigt, dass dazu vor allem Stellenausschreibungen auf Corporate Websites mit einem Plus von 14 Prozent beitrugen. Jobplattformen verzeichneten nur ein Plus von einem Prozent.
Am negativsten entwickelten sich Onlineanzeigen in den Berufen Marketing, Werbung und PR: Der Gesamtindex sank von 100 auf 77. Berufsgruppen mit der erfreulichsten Entwicklung waren Finanzen und Rechnungswesen sowie Medizin, Pflege und soziale Berufe. Der Gesamtindex stieg in diesen Bereichen von 100 auf 119 respektive 115 Punkte. Für den Jobpilot-Index werden viermal im Jahr Daten auf zehn Schweizer Stellenplattformen und zehn Corporate Websites von Schweizer Branchenleadern erhoben.
Onlinestellenmarkt mit bis zu 30 Millionen Franken Umsatz
Daniel Moschin, CEO Jobpilot .ch, hat mit Manpower Kontakt aufgenommen, um Gespräche über die Angleichung des Manpower-Index mit dem Jobpilot-Index zu führen. Nur so könne man den Markt in seiner Gesamtheit abbilden. Der Onlinestellenmarkt mit bis zu 30 Millionen Franken Umsatz sei keine zu vernachlässigende Grösse mehr.
25 Millionen Franken entsprechen etwa 5 Prozent des gesamten Stellenanzeigenmarktes. Vom Volumen her dürfte der Onlineanteil am Gesamtkuchen aber viel höher liegen, denn Printanzeigen sind immer noch deutlich teurer als Webanzeigen. In den nächsten Jahren wird das Internet als Rekrutierungskanal weiter an Bedeutung gewinnen. Die steigende Internetnutzung durch Privatpersonen, aber auch Firmen sowie die Internationalisierung des Stellenmarktes werden das Ihre dazu beitragen. Clemens Hörler

Muse & Musse: Simone Jörg

Muse & Musse Simone JörgWelche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?Simone Jörg: Das AC/DC-Konzert, krank, vom Waldrand auf dem Käferberg aus.Was lesen Sie gerade?Jörg: Stefan Marquards Kochschule. Warum? Zum Beispie

Muse & Musse Simone Jörg
Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?
Simone Jörg: Das AC/DC-Konzert, krank, vom Waldrand auf dem Käferberg aus.
Was lesen Sie gerade?
Jörg: Stefan Marquards Kochschule. Warum? Zum Beispiel wegen Zander in Kräuterkruste auf Tomatenchutney.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Jörg: «Pan Am, the sound of 70’s» von Yoshinori Sunahara.
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen?
Jörg: Alle Filme mit Philip Seymour Hoffman, weil gegen ihn kein Pitt was zu bieten hat.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Jörg: Habe keinen TV, schlafe aber auch so gut ein.
Welches ist Ihre neueste Entdeckung im Internet?
Jörg: www.krd.ch
Worauf könnten Sie nie verzichten?
Jörg: Knoblauch.
Was machen Sie in einer freien Minute?
Jörg: Keine rauchen.
Liebe ist…?
Jörg: …ich grüsse alle meine Lieben.

Thomas P. Hermann geht zu Ogilvy PR

Nach sieben Jahren bei Wirz, wo er zuletzt CEO der Public Relations AG war, wechselt Thomas P. Hermann zu Ogilvy.

Nach sieben Jahren bei Wirz, wo er zuletzt CEO der Public Relations AG war, wechselt Thomas P. Hermann zu Ogilvy.Dort wird er ab dem 2. Juli geschäftsführender Partner der neuen Schweizer Niederlassung von Ogilvy Public Relations Worldwide. Mit Hermann wechselt auch sein Assistent Yves Baer von Wirz zu Ogilvy sowie von den Kunden Medtronic, die führende Herzschrittmacher-Firma, Reifenhersteller Michelin, Big Star Jeans sowie das Kinderspital Zürich. «Das Verhältnis mit Wirz ist aber völlig unbelastet», erklärt Hermann.
Die besonderen Umstände: Ogilvy war mit einem IBM-Budget der Londoner Niederlassung über Jahre hinweg der wichtigste Kunde von Wirz PR.
Zu Ogilvy an der Bergstrasse in Zürich lockt Hermann die Tatsache, dass er hier «eine ähnliche Struktur wie bei Wirz – aber alles unter einem Brand» vorfinden werde. Hermann hat sich zudem schon immer für internationale Geschäfte interessiert. Ogilvy PR ist unter den Top 20 der Branche das weltweit am stärksten wachsende Agenturnetz und heute mit 53 Büros in 47 Märkten präsent. In der Schweiz setzt Hermann «eine mittelgrosse Agentur» als Ziel. (pan)

Ende der löwenlosen Spotjahre

Am 48. Int. Advertising-Festival in Cannes holte AY&R einen Lion d’Or mit dem Médecins-sans-Frontières-Spot

Am 48. Int. Advertising-Festival in Cannes holte AY&R einen Lion d’Or mit dem Médecins-sans-Frontières-SpotVon Samuel HelblingSouverän dominierten die USA und Grossbritannien das diesjährige Werbefestival an der Côte d’Azur. Rund 19000 Arbeiten aus mehr als 80 Nationen buhlten um die begehrtesten Werbetrophäen. 9000 Delegierte verfolgten das Werbespektakel. Erstmals seit 1994 kehrten die Schweizer wieder mit einem Goldlöwen in der Kategorie TV-Spots zurück.
Die Enttäuschung stand der Schweizer Cannes-Delegation Ende Woche förmlich ins Gesicht geschrieben. Sowohl bei Press & Poster als auch in der Kategorie Media und Cyberlions ging sie leer aus. Ihre letzten Hoffnungen ruhten auf einem Filmlöwen. Doch auch in der Königsdisziplin der Werbung schafften es lediglich 2 von 74 Arbeiten auf die Shortlist. Umso grösser war dafür die Freude, als am Freitagabend durchsickerte, dass der Spot für Médecins sans Frontières («Borders») von AY&R einen Löwen gewonnen hatte, und zwar in Gold. Dieselbe Arbeit, die im Januar von den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche zur Kampagne des Jahres gewählt wurde.
Fast wurde dem Spot zum Verhängnis, dass die Idee 2000 in der Kategorie Press & Poster bereits mit einem Goldlöwen bedacht worden war. Doch die Schweizer konnten glaubhaft nachweisen, dass sie den Etat für Médecins sans Frontières zuvor in einer Konkurrenzpräsentation gewonnen hatten. Ein Akt ausgleichender Gerechtigkeit, mit dem alle Beteiligten leben konnten. Der Autostopper-Spot für eine Temporärfirma von McCann-Erickson schaffte es zwar noch auf die engere Shortlist, blieb aber chancenlos (siehe dazu auch Interview mit Martin Spillmann).
Den diesjährigen Film-Grand-Prix gewann Cliff Freemann & Partners aus New York für den US-Sender Fox-Sports (WW 23/00). In dokumentarisch gefilmten Spots werden fiktive Sportarten aus exotischen Gegenden vorgeführt, die für die Beteiligten oft böse enden. In einem Spot fällen zwei Chinesen einen Baum, der vom dritten aufgefangen werden soll. Ein chancenloses Unterfangen … Die Spots wirken dermassen überdreht und absurd, dass sie die Lacher auf ihrer Seite haben. Ansonsten hatten im Filmwettbewerb wiederum Grossbritannien (16 Löwen) und die USA (16) die Nase vorn, gefolgt von Argentinien und Holland (je 6 Löwen).
In der Kategorie Press & Poster holte sich Paradiset DDB, Stockholm, den Grand Prix für ihre Diesel-Anzeige. Die Schweden konnten sich dabei knapp gegen die aussergewöhnliche New-Beetle-Kampagne von Arnold Worldwide in Boston durchsetzen (WW 23/00).
Die Kampagne für den Modehersteller Diesel parodiert den westlichen Ethnozentrismus und zitiert dabei die fiktive Zeitung «The Daily African», in der Europa und die USA als Dritte Welt und Afrika dagegen als reicher Kontinent dargestellt werden. Medaillenstärkste Nation in dieser Kategorie waren Brasilien und Spanien (je 15 Löwen), dicht gefolgt von den USA (14).
Skepsis gegenüber Begleitfilmen zur Mediaidee
Media oder Kreation? Die Frage trieb die Juroren des Media-Lions-Wettbewerbs um, der heuer zum dritten Mal durchgeführt wurde. Hier geht es um innovative Ideen und deren Umsetzung in der Mediastrategie. Die Jury hatte die Zielgruppenausrichtung einer Kampagne und die optimale Nutzung des vorhandenen Medienangebots zu beurteilen. Doch die Grenzen sind fliessend, entsprechend schwer tat sich die Jury mit ihren Entscheiden und relativierte diese bei der Preisverleihung laufend. Irritiert zeigten sich Mediavertreter über aufwändige Promotionsfilme, mit denen Mediaarbeiten für ihre Mediaidee warben. Wenn diese Begleitfilme Schule machen, werde es für uns eng, meinte Andy Lehman von Optimedia Schweiz: «Es ist absurd, wenn Werbefilme, die die Mediaidee verkaufen, ausgezeichnet werden und nicht die Idee selber.» Die Investitionsbereitschaft der Kunden für solche Commercials dürfte bei uns kaum gegeben sein.
In der Kategorie Media gibt es lediglich Lions und einen Grand Prix. Dieser ging in die USA in der Kategorie «Best use of Cinema», an die Agentur Crispin Porter + Bogusky, Miami, für den Spot «Secrets of a tobacco executive», eine Antiraucherkampagne. Die Spitze belegten die USA und Brasilien mit je vier Media-Lions, gefolgt von Spanien und Mexiko.
Zur Agency of the Year wurde F/Nazca Saatchi & Saatchi aus Brasilien gekürt, und die Palme d’Or ging an @radical.media (USA). Eine vollständige Übersicht über alle Löwen-Gewinner gibt es auf der Homepage www .canneslions.com.
Cyberlions und Press & Poster Shortlist

Bei den Cyberlions qualifizierte sich aus der Schweiz die Agentur RØSA in der Kategorie Brand Promotion mit Patman und Fashion Store. Die meisten Nennungen bei den Webauftritten erreichten die Brasilianer mit 54 und die USA mit 50 Shortlistplätzen. Bei den Press-&-Poster-Awards war die Schweiz mit acht Nennungen auf der Shortlist: Fruit Bowl, Hero Konfitüre, Matter & Partner; Don’t worry, New Beetle, Lowe Lintas GGK; Media-plan, TV3, WHS; Punchline, Books/Reini Weber & Erich Liebi, WHS; Plug, Panasonic/ John Lay, Jung von Matt/Limmat; Around the world in 80 days, VBZ, Advico Y&R; Long Jump, Berner Zeitung, Wirz Werbeberatung; Hamlet, Books/W. Jäggi, Lesch + Frei.

Fotografen im Portfolio.

Der Bund Freischaffender Foto-Designer in Stuttgart hat in einem Buch die neuesten Arbeiten von 60 Fotografen publiziert.

Der Bund Freischaffender Foto-Designer in Stuttgart hat in einem Buch die neuesten Arbeiten von 60 Fotografen publiziert. «Spots» präsentiert auch die Adressen der vorgestellten Fotografen, Hinweise auf weiter führende Bücher sowie diverse Fachartikel, zum Beispiel über Copyright. ISBN 3-933989-12-4. Werbeprominenz auf Schienen. Ab Mitte Juli werden Schweizer Werbegrössen mit bis zu 230 Stundenkilometern durch die Landschaft brausen. Als Promotionsevent für ihre Fahrzeugwerbung haben die SBB Vertreter der 50 grössten Schweizer Werbeagenturen und Marketingleiter der grössten Firmen zu einem Fotoshooting eingeladen. Dabei werden zwei Gruppenfotos erstellt, die für die kommenden sechs Monate die Seiten einer SBB-Lokomotive zieren werden. Die «Werberlok» verkehrt ab dem 12. Juli auf den Strecken Genf–St.Gallen und St.Gallen–Bern–Brienz. Der Anlass wurde von der Agentur Eventicum konzipiert.
Plattencovers als Zeitzeugen. Roman Hofer, AD bei der Kommunikationsagentur Mach in Baden, hat Hunderte Plattenhüllen aus seiner Sammlung dem Historischen Museum Baden zur Verfügung gestellt. An der Schnittstelle zwischen Kunst und Kulturgeschichte dokumentieren sie nicht nur den Wandel in der Eigenwerbung von Musikern und der Musikindustrie. Die Einflüsse zeitgenössischer Kunst von Warhol bis Magritte auf die Covergestaltung machen Plattenhüllen nicht zuletzt auch für Kunstinteressierte attraktiv.
neue SRG-Strategie. Einer der Eckpunkte der SRG-Strategie für den Zeitraum 2001 bis 2006 ist die Einführung eines Programmcontrollings, das qualitative und quantitative Zielvorgaben überprüft. Weiter erwägt die SRG, Tochterfirmen wie Publisuisse oder Publica Data in einer Finanzholding zusammenzufassen. In der Westschweiz ist zudem auf Mittelwelle ein Infokanal geplant, auf dem Radionachrichten mehrmals stündlich und rund um die Uhr aktualisiert werden. Schon in Umsetzung begriffen ist ein Ausbau der Verkehrsinformation. Dazu hat die SRG mit SBB und TCS die Firma Viasuisse gegründet, die ab 1. Oktober Verkehrsinfos auf verschiedenen Kanälen (Radio, WAP, SMS) verbreiten will. Erstmals hat die SRG einen Bericht vorgelegt, in dem sie ihren Begriff von Service public künftig jährlich mit Zahlen und Fakten untermauern will.
ERFOLG MIT ONELINE. Etwa zwei Drittel der Mitglieder des Forum Corporate Publishing (FCP) geben an, dass sie mit journalistischem Premium Content bereits zwischen 10 und 20 Prozent ihres Umsatzes im New-Media-Sektor bestreiten. Künftige Marktpotenziale werden von der Hälfte der FCP-Dienstleister als «gut» bis «sehr gut» bewertet. Das haben die CP-Spezialisten unter anderem an ihrer 3. Mitglieder-/Jahreshauptversammlung in Köln festgestellt. Die Schweiz ist im FCP-Vorstand mit Viviane Egli von der Zürcher Frontpage vertreten.
Volltanken in New York. Mit dem Werbekleber auf dem Zapfhahn an der Tankstelle oder neben dem Türgriff eines Lieferwagens hat Lowe Lintas GGK in New York den Finalist Award des International Midas Award 2001 gewonnen. Die Belowe-the-line-Massnahmen sind für Credit Suisse youtrade kreiert worden. Der Midas Award ist der erste globale Award für die Kategorie Financial Services Communications, organisiert von den New York Festivals. Verantwortlich für den Kleber waren CD Ercole Troisi, Texter Serge Deville, AD Nicole Domokos und Berater Reto Dürrenberg.

Bei Dorland ist im Sommer Neujahr. Die Zürcher Niederlassung des Networks Dorland verschickt ihre Jahresgrüsse jeweils nicht zu Weihnachten, sondern im Sommer. Am diesjährigen 21. Juni etwa erhielten rund hundert ausgewählte Adressaten die CD «Sol do meio dia» des brasilianischen Musikers Egberto Gismonti. Mit dem «unzeitigen» Versand trägt die Agentur dem Claim «where the sun never sets» Rechnung, den sich die Agenturgruppe auf die Fahne geschrieben hat. «Der Slogan enthält einige Versprechen: etwa das, dass wir zu einem Netzwerk gehören und strahlende Leistungen erbringen», sagt Creative Director Philipp Welti.
Coca-Colas cooler sommer. Mit einem mit Getränken gefüllten Mini-Kühlschrank, den sie am 21. Juni in den wichtigsten Redaktionen verteilen liess, bedankte sich Coca-Cola bei über 7000 Journalisten für eine gute Zusammenarbeit, stellte das neue Public-Affairs-Team vor und sorgte für eine gute Stimmung. Die Idee stammte von der Zürcher Coca-Cola-Light-Hausagentur Scotti & Jeanguenin. Mit «Cool down now» gab sie zugleich die Devise für den Sommer 2001 durch.
Editorial

Rette sich vor Awards, wer kann
Es lässt aufhorchen, wenn der Sprecher des ADC Deutschland, Sebastian Turner, seine Zunft dazu aufruft, dem Wettbewerbswahnsinn ein Ende zu setzen und nur noch eine Hand voll Festivals zu bestücken. Unmengen von Spots und Anzeigen werden jedes Jahr an Kreativfestivals eingereicht, um im Kampf um Rankingplätze und Neukunden brillant dazustehen. Für die Beweisführung ihrer kreativen Reputation betreiben die Agenturen einen immer gigantischeren finanziellen Aufwand. Locker lassen sich die Grossagenturen die Teilnahme an diesen Nabelschauen jährlich einige Hunderttausend Franken kosten.
Auch das Werbefestival in Cannes ist vor dieser wuchernden Awardinflation nicht gefeit: Es vergeht kein Festivaltag, an dem nicht irgendein Award, ein Titel oder sonst eine Auszeichnung verliehen wird. Kiloweise wird Bedrucktes an die Presse abgegeben und fast täglich eine Pressekonferenz angesetzt. Mit immer spezialisierteren Angeboten will man im Markt der Wettbewerbe Geld machen. Diesem Trend will (oder kann?) sich Cannes nicht entziehen und hängt jedes Jahr noch weitere Veranstaltungen an. Schade, denn Cannes gilt nach wie vor als sicherer Wert im immer unübersichtlicher werdenden Meer der Kreativwettbewerbe.
Leicht vergessen geht dabei die Tatsache, dass der Sinn von Kreativfestivals in erster Linie darin besteht, die kreative Qualität der Werbung zu fördern und den Markt transparenter
zu gestalten. Dieser Gedanke scheint bei der herrschenden Festivalinflation und Abzockerei zu kurz zu kommen. Ganz ohnmächtig sind die Agenturen dieser Situation aber nicht ausgesetzt, denn sie bestimmen letztlich die Nachfrage in diesem Markt. Mehr über das diesjährige Werbefestival an der Côte d’Azur auf den Seiten 6, 7, 23 und 24. Samuel Helbling

Le Temps mit neuen Aktionären

Eine frische Finanzspritze aus Privatbankkreisen soll die Zukunft der Tageszeitung sichern

Eine frische Finanzspritze aus Privatbankkreisen soll die Zukunft der Tageszeitung sichernVon Christophe BüchiIm Aktionariat der Westschweizer Tageszeitung Le Temps stehen grosse Änderungen bevor. Zwei Privatbankiers, darunter Bénédict Hentsch, sowie die Sandoz-Familienstiftung haben künftig neben Edipresse das Sagen. Die neuen Hauptaktionäre übernehmen Aktiven und Passiven der verstorbenen AG des Journal de Genève.
Auch bei Le Temps ändern sich die Zeiten. Die welsche Tageszeitung, die aus der Fusion des Journal de Genève mit der Edipresse-Zeitung Le Nouveau Quotidien hervorgegangen ist, wurde bisher zu je 47 Prozent von Edipresse einerseits und von der Aktiengesellschaft des verblichenen Journal de Genève anderseits kontrolliert (die restlichen 6 Prozent sind für die Redaktion von Le Temps reserviert). Damit sollte die Ebenbürtigkeit der beiden Fusionspartner gewahrt werden.
Die eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) schrieb zusätzlich vor, dass der Verwaltungsratspräsident von Le Temps keiner der beiden Aktionärsgruppen angehören darf. Dies war bis vor kurzem der frühere Wirtschaftsdiplomat David de Pury. Der Neuenburger, der als Hauptautor des Weissbuchs zeitweise als Galionsfigur der knallharten Schweizer Neoliberalen hingestellt wurde, ist jedoch unlängst überraschend gestorben.
Engel-Gruppe: Fusionsfeinde mit Störpotenzial
Die Aktionariatsstruktur von Le Temps hat sich einigermassen bewährt: Edipresse und die Vertreter des Ex-Journals im Verwaltungsrat scheinen sich gut zu verstehen. Dennoch stellte sich ein Problem: Das Aktionariat des verstorbenen Journal de Genève ist nämlich sehr zersplittert und seit der Agonie der früheren Genfer Zeitung auch ziemlich zerstritten. Man erinnert sich, dass der Entscheid, das angesehene liberale Blatt mit dem frechen Pilet-Baby Nouveau Quotidien zu fusionieren, in der guten Genfer Gesellschaft seinerzeit für einen Riesenwirbel gesorgt hatte. Dabei wurde gern vergessen, dass das liberale Journal de Genève einige Jahre zuvor das Waadtländer liberale Schwesterblatt Gazette de Lausanne geschluckt hatte …
Wie auch immer: Der Präsident der AG des Journal de Genève, der Genfer Ex-Ständerat Gilbert Coutau, welcher den Entscheid, das Journal mit dem Quotidien zu verschmelzen, gemeinsam mit gewichtigen Aktionären wie der Sandoz-Familienstiftung und dem Privatbankier Bénédict Hentsch durchgesetzt hatte, musste sich von Minderheitsaktionären immer wieder den Vorwurf gefallen lassen, er habe die Genfer Zeitung «verraten» und für ein Linsenmus an den Monopolisten Edipresse «verkauft». Der Wortführer der Fusionsfeinde, der Genfer Rechtsprofessor Pierre Engel, versuchte sogar gerichtlich, die Fusion zu verhindern, allerdings ohne Erfolg. Doch verfügte die kleine Engel-Gruppe bislang über ein nicht ganz unbeträchtliches Störpotenzial innerhalb der AG des Journal de Genève.
Das wird sich jetzt ändern. Denn am letzten Freitag wurde die «SA du Journal de Genève et Gazette de Lausanne», wie die AG mit vollem Namen heisst, aufgelöst. Der Restrukturierungsplan, der gleichzeitig den Aktionären vorgelegt wurde, sieht vor, dass die 47 Prozent des Le-Temps-Aktienkapitals, die bisher von der Journal-AG gehalten wurden, an eine Gruppe gehen, der vor allem drei wichtige Westschweizer Investoren angehören: nämlich die Genfer Privatbankiers Bénédict Hentsch und Guy Demole sowie die Sandoz-Familienstiftung.
Versüsste Abdankung für frühere Journal-Aktionäre
Die bittere Pille wird den Journal-Aktionären aber mit einem Zuckerguss versüsst. Denn die Investorengruppe ist bereit, immerhin elf Millionen Franken bereitzustellen und sämtliche Passiven der hoch verschuldeten AG zu übernehmen. Die Liquidation der Journal-AG wird wahrscheinlich zu einem kleinen Überschuss führen, der es erlauben sollte, den Aktionären eine Liquidationsdividende auszuzahlen, vermutlich in der Höhe des Nominalwerts der Aktie (12 Franken).
Und vor allem scheint dafür gesorgt zu sein, dass der Finanzbedarf von Le Temps, der auch in nächster Zeit beträchtlich sein dürfte, für einige Zeit gesichert ist. Wie Gilbert Coutau gegenüber der WerbeWoche ausführt, wollen sich die neuen Grossaktionäre von Le Temps in einem Aktionärspool zusammenschliessen. «Das Wichtige ist aber, dass Claude Demole, Bénédict Hentsch und die Familienstiftung bereit sind, neue Mittel einzuschiessen, um die künftige Entwicklung von Le Temps zu ermöglichen.»
Wettbewerbskommission hat Vorbehalte gegen Garelli
Schliesslich bekommt Le Temps auch einen neuen Verwaltungsratspräsidenten. Nachfolger von de Pury wird der Lausanner Ökonomieprofessor Stéphane Garelli. Allerdings war Garelli bislang Mitglied des Rats der Sandoz-Familienstiftung. Nun will die Weko nur dann ihre Einwilligung zur Garelli-Wahl geben, wenn dieser seine Verbindungen zur Sandoz-Stiftung löst oder sich die Familienstiftung aus dem Aktionariat von Le Temps zurückzieht, was aber unwahrscheinlich ist. So dürfte Garelli nichts anderes übrig bleiben, als auf sein Amt im Stiftungsrat zu verzichten.
Le Temps mit roten Zahlen

Im letzten Jahr hat Le Temps einen Verlust von 1,95 Millionen Franken eingefahren. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 51,2 Millionen Franken. Der Betriebsverlust geht vor allem auf die hohen Investitionen zurück, die für die Lancierung der Beilage TéléTemps nötig waren. Der kumulierte Verlust, die Zinsen und die Abschreibungen haben seit der Geburt von Le Temps im Jahr 1998 total 9,6 Millionen Franken erreicht.

Spillmann vergoldet!

Meistens kriegt ja eher neidische Reaktionen, wer in Zürich erzählt, dass er nach Cannes reisen darf. Zu Unrecht! Cannes ist nämlich Schwerstarbeit und setzt eine gute Kondition voraus.

Meistens kriegt ja eher neidische Reaktionen, wer in Zürich erzählt, dass er nach Cannes reisen darf. Zu Unrecht! Cannes ist nämlich Schwerstarbeit und setzt eine gute Kondition voraus.Von Beat Fritsch Es gab dieses Jahr exakt 6117 Spots zu visionieren, man wollte auch einen Blick auf die von den Young Creatives kreierten Arbeiten werfen, es wurde ein Wettbewerb für Media-Lions durchgeführt, und eine Ausmarchung für Press & Poster war auch noch dabei. Daneben stehen eine lange Reihe Seminare von internationalen Kreativgöttern wie Conrad, Vaske oder Schmetterer auf dem Tagungsprogramm. Viele Nebenveranstaltungen finden statt, und abends heisst es jeweils Party, Party, Party! Echte Schwerstarbeit, wie gesagt. Wer also nach Cannes delegiert wird, sollte sich zweimal überlegen, ob er diesen Job wirklich übernehmen will.
Dieses Jahr kamen besonders erschwerende Umstände hinzu: die unerträgliche Spannung, bis die Schweiz endlich auf einer Löwen-Gewinnerliste zu finden war. Freitagnacht machte das Gerücht die Runde, dass es doch noch eine Trophäe gebe. Am Samstag kam die Bestätigung! Es war ein Goldlöwe, und das gabs schon lange nicht mehr. Beschert wurde der Schweiz die goldene Raubkatze dank der von Advico Young & Rubicam erarbeiteten Kampagne für Médecins sans Frontières.
Aber beginnen wir die ereignisreiche Woche von vorne. Jeweils am Sonntag beginnen die Screenings, doch fällt die Mehrheit der Werber aus aller Welt erst ab Mittwoch an der Côte d’Azur ein. Was zur Folge hat, dass die Anlässe bis Wochenmitte einiges angenehmer sind. Man muss keine Kampfsau sein, um bis an die Tröge, sprich Buffet, zu kommen, und man steht frau nicht ständig auf die Füsse. Montags gibts noch keine offizielle Veranstaltung, deshalb begibt man sich ins «Martinez». Dort trifft man sich die ganze Woche nach dem Nachtessen bis in die frühen Morgenstunden, und auch hier gilt: Die «Martinez»-Terrasse sollte man bis Wochenmitte einmal besucht haben, nachher gibts kein Durchkommen mehr, und an der Bar wartet man eine Viertelstunde auf den Drink, der 100 Franc kostet, aber nur für 98 Franc schmeckt.
Cyber-Lions-Ceremony samt Gala-Diner hiess es am Dienstagabend. Die ersten Preise waren vergeben, und dabei hat ein halber Goldlöwe für die Schweiz rausgeschaut. Der Londoner Ableger der Publigroupe hat an einer von eMCSaatchi eingereichten Service-public-Kampagne mitgearbeitet. Otto Meier und Markus Ehrle freuten sich mit Serge Manoukian von der Londoner Agentur. Der Empfang an der «Martinez»-Beach war von den offiziellen Events übrigens der beste.
Jeweils am Mittwoch findet an der Plage du Gray d’Albion der Swisslunch statt, zu dem Matthias Luchsinger von RMB Switzerland einlädt. Hier in Cannes sind die meisten Schweizer en bloc und von Jung bis von Matt anzutreffen. Die meisten bringen ihre Partner mit, einige gleich den Nachwuchs. Jedenfalls wuselten mindestens vier angehende Nachwuchswerber um die Tische und sorgten für eine familiäre Atmosphäre.
Alex Taiganidis von Guye & Partner und Dave Hanselmann von Jung von Matt/Limmat vertraten die Schweiz am Young-Creatives-Wettbewerb. Ihre Arbeit war bereits am Dienstag beendet, so konnten sie mit Grischa Rubinick noch ein bisschen auf die Pauke hauen.
Roger Baur von Qualiclick nutzte die Gelegenheit, hatte doch RMB auch einige Geschäftsführer von Mediaagenturen einfliegen lassen. Und das sind ja schliesslich auch Baurs Kunden. Beispielsweise Urs Renner von The Media Edge, Andy Lehmann von Optimedia, Josy Baur von Adplus oder Chris Flückiger von Universal-McCann. Ebenfalls mit von der Partie war Headhunterin Hélène Müller. Die Personaljagd an der Côte ist eben wesentlich angenehmer als in Zürich. Überdies muss Nicole Steinegger von RMB noch ein besonderes Kränzchen gewunden werden: Sie hatte die Sache voll im Griff und besorgte uns mehr als einmal Einladungen und Tickets für Galas oder Partys.
Die Zeit von Dienstagabend bis Donnerstagmorgen ist übrigens die mit Abstand härteste Strecke der Woche. Gleich nach dem Swisslunch gings weiter mit den Young-Directors-Awards. Im Ballsaal des «Carlton» zeichnete der europäische Werbefilmproduzenten-Verband die Arbeiten von Jungregisseuren aus. Die Schweiz wurde dabei durch Martin Fueter vertreten, Preise gabs aber für unser Land leider keine. Der Anlass gehört übrigens noch nicht zu den offiziellen Teilen des Festivals, könnte aber durchaus einer werden, stehen ihm doch Topkreative wie Michael Conrad Pate.
«No Shirts, no Shorts, black Tie», lautete eine Stunde später der Dressingcode für die Media-Lions-Ceremony & Gala. Ein Anlass nur für handverlesene Gäste. Die Schweiz ist jeweils, dank des ständigen Engagements von Matthias Luchsinger, mit zwei Tischen vertreten. Die stehen zwar nicht gleich neben der Bühne, aber grössere Länder und Agenturen kriegen da teilweise nur einen Tisch.
Ebenfalls sehr begehrt sind die Tickets für die so genannte Holländerparty von Condor und Massive Music danach. Da kommen nur ausgebuffte Cannes-Profis ran. Das grosse Schweinetreiben (die Sau raus lassen!) fand dieses Jahr an der Plage Galion statt und ist eine der drei besten Partys des Festivals. Mehr gibts dazu eigentlich nicht zu sagen, denn im Normalfall kann man sich am nächsten Morgen an nichts mehr erinnern. Ich weiss noch, dass ich mit Bettina Bussey reingegangen bin, Reiner Roduner, Alberto Venzago und Schoscho Rufener im Menschengewühl gesehen habe, am nächsten Morgen im eigenen Hotelzimmer erwacht bin und demnach den Heimweg also noch gefunden habe.
Der strenge Mittwoch ist ein Grund, weshalb der Donnerstag in Cannes als ideal fürs Chill-out gilt. Und um nochmals aufzutanken fürs Wochenende, damit man beim Visionieren der Spots-Shortlist in den gut klimatisierten Kinosälen nicht wegdöst. Abends gings ausserdem weiter mit den Partys von Shots, das Werk und ORF Enterprises. Shots war ziemlich langweilig, das Werk ziemlich voll. Die ORF-Party erwies sich dann aber als der Event, der perfekt zum Chill-out-Tag passte. Nicht zu viele Gäste, genügend Platz, äusserst bequeme Sofas und feine Drinks. Der perfekte Ausklang eines ruhigen Tages.
Aufs Wochenende hin sollte man am Festival kleine Agenturanlässe bevorzugen. Zum Beispiel denjenigen von Bates, London, zu dem wir von Michael Bungey und John Fawcett gebeten wurden. Im Garten der Bates-Villa konnte man sich trefflich den Bauch mit leckeren Barbecues und Salaten vollschlagen. Um danach auf ein Glas Wein bei Reiner Roduner von Absolut Turnus vorbeizuschauen. Er mietet jeweils mit seinen Kumpels ein herrliches Anwesen in Mougins und hatte an jenem Freitag gut 20 Filmleute aus aller Welt zum Essen eingeladen.
Nach Reinis Party gings wieder nach Cannes hinunter. Und zwar einmal mehr an den Strand des Hotels «Martinez», genauer ans Fest von DDB Worldwide. Markus Cavegn hatte als CD von Seiler DDB natürlich Zugriff auf Tickets, was er gemäss eigenen Aussagen auch bis fast über die Schmerzgrenze hinaus ausnutzte. So waren auch diese Nacht einige Schweizerinnen und Schweizer anzutreffen, vorab natürlich die RMB-Crew, zu der sich mittlerweile auch Tarkan Özküps Mutter Inge gesellt hatte. Eine echt sympathische Person. Auch hier bewährte sich die Redensart einmal mehr, dass der Apfel doch alles andere als weit vom Stamm fällt.
Und endlich, endlich hiess es Samstag, Abschlussgala, Schlussbouquet. Eine harte Woche lag hinter uns, und etlichen Gesichtern rundherum war die Erleichterung deutlich anzusehen, dass das alles jetzt ein Ende hatte. Auch das Festival der Werberinnen und Werber im wunderschönen Cannes.
Apropos: Matthias Luchsinger und das WerbeWoche-Shortlistteam haben sich gegenseitig für einen weiteren Löwen vorgeschlagen. Den Eisernen. Für den eisernen Durchhaltewillen Tag und Nacht, für unermüdliches Partyhopping und dafür, dass sowohl Luchsinger und der Shortlistautor und noch unzählbar viele nette Helferinnen und Helfer an der Côte auch noch gearbeitet haben.
Beat Fritsch

meets Roger Hatchuel, graue Eminenz und Chairman des Festival de la Publicité, in Cannes. Der Mann ist ein Vollprofi und posierte, obwohl ihn jedermann an jeder Ecke will, geduldig fürs Shortlistfoto. Was der Shortlistautor sonst so über die Schweizer in Cannes herausfand, kann man auch im Internet nachlesen.
Wo sonst in der Werbeszene abgefeiert wird, orten wir an den verschiedensten Veranstaltungen der Szene. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche .ch/shortlist.

News: Fusion von True North und IPG

Die Interpublic Group of Companies (IPG) steht wieder an der Spitze der weltgrössten Marketingkonzerne: Letzte Woche schloss IPG die Übernahme der Werbeholding True North ab.

Die Interpublic Group of Companies (IPG) steht wieder an der Spitze der weltgrössten Marketingkonzerne: Letzte Woche schloss IPG die Übernahme der Werbeholding True North ab.News Fusion von True North und IPG
Die Teilhaber von True North stimmten dem Handel an einer ausserordentlichen Versammlung zu: Die anwesenden Anteilseigner sprachen sich zu 97,3 Prozent für den Verkauf an IPG aus. Die Übernahme kostet IPG rund 1,7 Milliarden Dollar.
Iomega sucht EuropaagenturDer US-Speichermedienhersteller Iomega hat seinen klassischen Werbeetat für ganz Europa zum Pitch ausgeschrieben. Um das über zehn Millionen Franken schwere Budget wetteifern die vier Londoner Agenturen Leith, Farm Communications, Myrtle und Springer & Jacoby International. Iomega, dessen Europasitz in Genf liegt, wird in den USA von Publicis Hal Riney betreut.
Philips-Mediaetat geht an CaratDer Elektronikkonzern Philips hat Carat als weltweite Mediaagentur gewählt. Carat, die Philips schon zuvor in Europa betreut hatte, setzte sich in der Endrunde des Pitchs gegen Initiative Media und Starcom Mediavest durch. Philips’ weltweiter Etat beträgt rund 600 Millionen Dollar. Nicht darin enthalten sind Mediaplanung und -einkauf in Lateinamerika, die vorderhand weiter von Starcom Mediavest betreut werden.
Schwacher Börsenstart für JCDecauxDer französische Aussenwerbekonzern JCDecaux verzeichnete einen schwachen Börsenstart. Am 21. Juni wurde der Zeichnungsprozess an der Pariser Börse abgeschlossen. Der Ausgabepreis lag mit 16.50 Euro am unteren Ende der vorgesehenen Preisspanne. Laut dem Konzern wurden 27,4 Prozent des Kapitals ausgegeben, womit – vor Ausübung der 15-prozentigen Greenshoe-Option – rund 680 Millionen Euro eingenommen wurden. Am ersten Börsentag verlor die JCDecaux-Aktie
0,2 Prozent auf 16.30 Euro.

«Gute Arbeiten waren nie gefährdet»

Filmjuror Martin Spillmann über den Jurierungsmarathon

Filmjuror Martin Spillmann über den Jurierungsmarathon«Gute Arbeiten waren nie gefährdet»
Über 6000 Spots hatte die diesjährige Filmjury zu begutachten. Trotz dieser Rekordzahl wurden lediglich 70 Löwen vergeben. Mit dem Spot für Médecins sans Frontières (MSF) von Advico Young & Rubicam (AY&R) gewann die Schweiz zum zweiten Mal einen Goldlöwen. Den letzten heimste 1994 ebenfalls die Gockhauser Agentur ein, und zwar mit ihrem Kuh-Spot für den ZVSM.
Gratulation zum Goldlöwen. Wie fühlen Sie sich nach dieser Woche?
Martin Spillmann: Wie wenn man eine Überdosis Werbefilme hinter sich hat: hundemüde. Ich habe während acht Tagen zehn Stunden juriert, das geht an die Substanz. Es ist ein schönes Gefühl, einen Goldlöwen gewonnen zu haben.
Zwei Filme auf der Shortlist und davon gewinnt einer Gold. Eine gute Ausbeute.
Spillmann: Zweifellos (lacht). Dafür sollten wir auch noch einen Effie bekommen. Im Ernst: Es war dieses Jahr sehr, sehr hart, auf die Shortlist zu kommen.
Mussten Sie in der Jury noch viel Überzeugungsarbeit leisten?
Spillmann: Nein, der Entscheid wurde einstimmig gefällt. Dies gab es insgesamt nur 10-mal. In der Regel brauchte es eine Zweidrittelmehrheit für einen Goldlöwen. Es gab bezüglich dieses Preises keine Diskussionen. Alle waren sich einig.
Immerhin wurde letztes Jahr eine ähnliche Idee in der Kategorie Press & Poster mit einem Goldlöwen ausgezeichnet.
Spillmann: Das gab zu reden. Wir konnten aber nachweisen, dass wir den Etat in der Schweiz in einer Konkurrenzpräsentation gewonnen hatten, als besagte Kampagne von McCann-Erickson, Madrid, noch gar nicht präsentiert worden war. Ein Fall von ausgleichender Gerechtigkeit.
Wurde der Preis der Spanier nachträglich aberkannt?
Spillmann: Nein, es kann sein, dass zwei Agenturen fast gleichzeitig dieselbe Idee gehabt haben. Daher finde ich es auch richtig, dass die andere Agentur den Preis behalten kann.
Warum gingen der Autostopper-Spot von McCann-Erickson, Zürich, und der Hakle-Spot leer aus?
Spillmann: Der Autostopper-Spot kam gerade noch auf die kleinere Shortlist – diese umfasst nur noch etwa 200 Spots – , bekam aber zu wenig Punkte, um weiter verfolgt zu werden. Ich habe immer wieder betont, dass der Hakle-Spot nicht mein Favorit war. Er polarisiert zu stark. Mit der Bezeichnung «zuerst trocken und dann feucht» rührt man bei den Amerikanern an eine Tabuzone. Implizit sagt der Spot, dass, wer nicht auch noch feucht putzt, ungenügend putzt. Das kam bei den Angelsachsen schlecht an, bei den Südländern war es gerade umgekehrt.
Wie war die Stimmung in der Jury?
Spillmann: Wir hatten ein sehr gutes Einvernehmen. Bob Isherwood machte einen hervorragenden Job. Zuerst hiess es, er habe Mühe, sich durchzusetzen; doch das Gegenteil war wahr: Er konnte sich gerade dann behaupten, wenn es darauf ankam; nicht laut, aber bestimmt und präzis. Es gibt nach wie vor den Gegensatz zwischen der Latino-Fraktion und den Angelsachsen, doch unsere Arbeit war dadurch nie blockiert. Gute Arbeiten waren nie gefährdet, weil die Jurymitglieder sich unkorrekt verhalten hätten. Die Suche nach guten Ideen liess die chauvinistischen Gefühle in den Hintergrund treten.
Haben Sie etwas Neues entdeckt?
Spillmann: Neue Trends habe ich keine gesehen. Es geht einfach darum, ausgetretene Pfade zu verlassen und zu versuchen, die Beziehung des Konsumenten zum Produkt neu zu erzählen. Als Juror ist man nicht Berufsidiot, sondern in erster Linie ein ganz normaler Konsument, der sich Werbung anschaut und dabei gerne unterhalten werden möchte. Langeweile ist Gift. So einfach ist das.
Was hat Sie dieses Jahr am meisten überrascht?
Spillmann: Die Autowerbung war dieses Jahr aussergewöhnlich stark, die stärkste Kategorie überhaupt. Das ist umso erfreulicher, weil die Autoindustrie gleichzeitig auch die werbeintensivste Branche ist. Früher war Autowerbung immer «gliddering horseshit». Das hat sich geändert. Auch Deutschland ist in dieser Hinsicht sehr positiv aufgefallen.
Welchen Rat geben Sie Schweizer Werbern auf den Heimweg?
Spillmann: Ideen suchen, die zusammen mit dem Produkt Relevanz haben und die Konsumentenperspektive einnehmen. Man sollte sich bei einer Kampagne immer wieder fragen: Wie verhält sich der Konsument mit dem Produkt im Alltag? Was für eine Beziehung hat er dazu, und wie kann ich dies als Werber neu und überraschend erzählen? Entscheidend ist, dass man sich in den Konsumenten hineindenkt.
Fällt Ihnen dazu ein Beispiel aus dem Wettbewerb ein?
Spillmann: Spontan fällt mir die Fleurop-Kampagne ein, die nach dem Motto funktioniert: «Schenke deiner Freundin oder Ehefrau Blumen, dann tut sie dir auch etwas zuliebe.» Der Spot zeigt nur die überraschende Reaktion der Frau. Das Ganze ist verblüffend umgesetzt. Die gängige und banale Aussage in der Blumenwerbung läuft dagegen meist nach folgendem Schema ab: «Wir haben schöne Blumen, mit denen Sie Ihre Ehefrau glücklich machen können.» So was funktioniert heute einfach nicht mehr.
Ihr Fazit von Cannes 2001?
Spillmann: Es war ein durchschnittlicher Jahrgang mit Highlights und Fortsetzungen bestehender Kampagnen wie etwa die «Whassup»-Kampagne von Budweiser.
Gerade diese Kampagne bekam aber nur noch Bronze.
Spillmann: Zu Recht. Papageien und Ausserirdische, die reden, haben wir doch schon oft gesehen. Nicht sonderlich originell. Es liegt auf der Hand, solche Kampagnen fortzusetzen, doch dafür kann man keine Goldlöwen mehr geben. Gut daran ist sicher, dass die Kampagne fortgeführt wird, weil das den Brand stärkt. Doch die Umsetzung war zu wenig verblüffend. Viel origineller fand ich dagegen den Fortsetzungsspot von Budweiser mit den Geschäftsleuten, die sich mit «What are you doing?» begrüssen und ein Heineken in der Hand halten. Interview: Samuel Helbling

Special Ads lanciert neue Werbeform

The sexiest place on air» lokalisiert zu haben, das behaupten Stefan Halter und Mehmet Inan von Special Ads, einer neuen Unternehmensabteilung der IP Multimedia.

The sexiest place on air» lokalisiert zu haben, das behaupten Stefan Halter und Mehmet Inan von Special Ads, einer neuen Unternehmensabteilung der IP Multimedia.Bei der neuen Werbeform handelt es sich um einen Werbetrenner, der zwischen Programmende und Werbeblock ausgestrahlt wird. So wird die Brücke zwischen Sendeprogramm und Werbung zum fliessenden Übergang, Jingle und Werbung verschmelzen. «Wer mit dem Trenner wirbt, holt den Kunden noch vor allen anderen ab», erklärt Special Ads Director Inan. «Und ausser uns kann niemand diese Plattform anbieten», führt Special Ads Manager Stefan Halter aus. Sunrise hat bereits von ihrem Angebot Gebrauch gemacht und geht diese Woche mit 60 Werbetrennern on air.Die IPM-Abteilung Special Ads existiert erst seit drei Monaten und bietet nur spezielle Werbeformen an. Konkret sind dies zurzeit der Werbetrenner, spezielles Sponsoring sowie Longspot-Module. «Unser Ziel ist, uns per Ende Jahr mit diesen drei Schwerpunkten im Markt zu etablieren», sagt Halter. Später sollen auch Werbeformen aus Deutschland während der Sendungen integriert werden. (ko)

Aufgefallen: Da steht er in Mannsgrösse und erklärt im Brustton der Überzeugung: «Ich sehe weit und breit kein anderes Buch, das einen Umfang von über 500 Seiten rechtfertigen würde.»

Da steht er in Mannsgrösse und erklärt im Brustton der Überzeugung: «Ich sehe weit und breit kein anderes Buch, das einen Umfang von über 500 Seiten rechtfertigen würde.» Recte dicit, lieber Marcel Reich-Ranicki, vulgo MRR. Sollen doch darum Telefonb

Da steht er in Mannsgrösse und erklärt im Brustton der Überzeugung: «Ich sehe weit und breit kein anderes Buch, das einen Umfang von über 500 Seiten rechtfertigen würde.» Recte dicit, lieber Marcel Reich-Ranicki, vulgo MRR. Sollen doch darum Telefonbücher kaufen, die Leute. Und was MRR zu Füssen liegt, taugt offenbar wenig. Mit Verlaub: Das ist Schwachsinn und hat doch Methode. Mit MRR den Verkauf von Telefonbüchern ankurbeln? Machen andere auch. Claudia Schiffer wirbt mit ihrem USP, viel Haut, für H&M. Bei MRR liegt der körpereigene Schwerpunkt woanders als beim Supermodel. Richtig, im Kopf. Zur Werbung gesellt sich die Ironie des Zufalls. Im Nachrichtenmagazin Der Spiegel schaffte es MRR vergangene Woche zum dritten Mal aufs Titelblatt. Chapeau! Der frei lesende und schreibende Literaturkritiker aus Frankfurt empfahl einen Kanon der Bücher, die zur geistigen Grundausstattung des Lesenden gehören. Wie aufmerksam doch die Mediaabteilung der Deutschen Telekom war: Exakt in jener Ausgabe fehlte die Anzeige mit dem grummelnden Autobiografen («Mein Leben»). Wetten, dass MRR keine Telefonbücher in den Kanon aufgenommen hat? Nicht nötig nachzulesen. Er hat – nicht. Dafür kommt auf seine Liste der Roman einer Lübecker Kaufmannsfamilie (exakt 758 Seiten) seines Lieblingsautors. Mann, so viel Widerspruch in einer Person, das schafft nur MRR. Carlo BernasconiKolumne

Die gute Idee
von peter lesch
Mit einer guten Idee beschäftigen sich in der Regel mehrere Personen. Sicher ist auch, dass eine gute Idee – kaum ist sie geboren, mehrere natürliche Feinde hat. Da wäre einmal der Texter, der sich immer weiter von ihr entfernt und nach Tagen mühseligen Schreibens irgendwo in die Unverständlichkeit abstürzt. Was aber keinen Einfluss auf die Arbeit des AD hat, weil der den Text nicht liest – im Gegensatz zum kundenorientierten Berater. Er weiss immer genau, was der Kunde nicht will. Die Gefahr ist gross, dass die Idee keine mehr ist, wenn sie dort landet, wo alle Ideen landen: auf dem Pult des Product Manager. Der Product Manager kommt vorwiegend in multinationalen Unternehmen vor. Er ist beflissen, korrekt im Umgang und in sorgfältig abgestecktem Rahmen initiativ. Und er ist mit einer Checklist ausgerüstet. Darauf steht: Verkauft diese Anzeige? Kauft uns das auch eine Grüne ab? Ist das nicht zu kreativ? Die Checklist ist eine nützliche Sache. Denn darauf kann man sich jederzeit berufen, wenn man exakt nach Checklist einen Flop produziert hat. Ohne Checklist hätte die Karriere dann einen irreparablen Knick, so aber kann sich der Product Manager beim Vorgesetzten für höhere Aufgaben empfehlen. Ausserdem weiss er dank der Checklist genau, was der Marketing Manager nicht will. Das dient nicht immer der Sache, macht aber den Umgang mit diesem einfacher. Der Marketing Manager weiss dank der Checklist ganz genau, was der Verwaltungsrat nicht will. Und ist gut vorbereitet für seinen Auftritt vor diesem Gremium. Zwischen den Traktanden «Überlebensstrategien im verschärften Konkurrenzumfeld» und «Neue Parkplatzordnung für Direktionsfahrzeuge» wird er die checklistgesicherte Kampagne präsentieren. Wobei er hofft, dass dieses Mal nicht wieder dieser externe Berater dabei ist. Hat der doch bei der letzten Präsentation gefragt: «Sagen Sie einmal, Schönenberger, was war eigentlich die Idee zu dieser Kampagne?»
[email protected]
Peter Lesch ist Inhaber von
Lesch+Frei, Zürich
Sprachbeobachter

Du oder Sie im Internet
Kürzlich stiess ich im Internet auf folgende Netiquette: «In the MausNet®, you usually do duzen each other – that means nothing for English readers because they do not know the difference between duzen and siezen. duzen means calling each other with du and is used between friends or any other people you know well and corresponds with the English you; siezen has no equivalent in modern English anymore and is used normally if you’re working …»
In einer anderen deutschen Netiquette steht unter Punkt 17 zur Frage «Du oder Sie?»: «Anders als im Englischen erwächst aus der Deutschsprachigkeit einer Information die Frage, ob man andere Netzteilnehmer in HTML-Seiten, Artikeln und Mails duzen oder siezen sollte. Dafür gibt es keine allgemein gültige Regel; es hat sich jedoch eingebürgert, den Anderen mit Du anzureden. 99,9 Prozent der Teilnehmer finden das zumindest im Bereich Mail und News auch völlig in Ordnung und würden es als eher absonderlich ansehen, wenn sie auf einmal gesiezt würden.»
In einer dritten Internet-Policy steht: «Das Sie und der normale Konversationston beginnen sich auch im Internet klar durchzusetzen. Deshalb der grundlegende Rat: Verwenden Sie im Internet das Sie und die normale Alltagssprache. Also: Sollten Sie hier noch Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfuegung.
Anstatt: Wenn du als Newbie da noch Bedarf hast, helfe ich dir gern auf die Spruenge.»
PS: Dass das Englische nur die Du-Form kennt, ist ein weit verbreiteter Irrtum. In Wirklichkeit siezen sich alle Englischsprachigen. Die Du-Form, wie wir sie noch von Shakespeare oder vom Vaterunser kennen (Hollowed Be Thy Name), ist längst untergegangen.
PPS: In den USA duzen sich die Firmenkader nur von oben nach unten. Ein Vizedirektor darf den Direktor noch Bob oder Jim nennen, den Generaldirektor muss er jedoch mit Sir ansprechen. Der Vize soll dank dieser Vertraulichkeit im Gefühl arbeiten, dass er seinem Vorgesetzten auch menschlich verpflichtet ist, und wird gerne ein paar Überstunden leisten, um seinen «Freund» nicht zu enttäuschen.
PPPS: Wenn Sie nicht wissen, wie Sie jemand ansprechen sollen, sagen Sie einfach hallo. Dieses Kunstwort wurde 1877 von Thomas Alva Edison erfunden, um eine Fernsprechmaschine namens Telefon zu testen. Hallo ist milliardenfach erprobt und eignet sich für Herrn Meier wie für Bruno. Beat Gloor, www.textcontrol.ch

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