Gefunden: Texter.

Auf unkonventionelle Weise hat im Juni die Werbeagentur Matter & Partner (M&P) neue Texter gesucht – und gefunden, mit einer simplen Überrumpelungstaktik.

Auf unkonventionelle Weise hat im Juni die Werbeagentur Matter & Partner (M&P) neue Texter gesucht – und gefunden, mit einer simplen Überrumpelungstaktik. In einem persönlichen Brief bestätigte die Zürcher Agentur jedem ihrer zehn Wunschkandidaten, am 1. Juli mit der Arbeit als Texter beginnen zu können. Wegen der «letzten kleinen Details betreffend Lohn und zukünftigen Kunden» würde CD Daniel Matter persönlich anrufen. Dem Brief beigelegt waren zudem neue M&P-Visitenkarten – mit Namen des jeweiligen Texters versehen. Die Aktion ist mit einer Erfolgsquote von 10 Prozent Effie-würdig: Seit Mitte November arbeitet Thomas Ammann als neuer Texter bei M&P.Neue Interaktivität bei Wirz. Wirz Interactive AG, das auf Beratung für Online Corporate Communications spezialisierte Unternehmen der Wirz-Gruppe, schliesst sich mit ihrer langjährigen Technologiepartnerin Endeed Interactive AG aus Cham zusammen. Als Assai Interactive AG startet die neue Unternehmung am 1. Januar 2002 im ausgebauten Hauptsitz der Wirz-Gruppe in Zürich mit 20 Mitarbeitenden. Designierter Präsident des Verwaltungsrates ist Jost Wirz. Für Michel Juhasz, Mitbegründer und designierter CEO des neuen Unternehmens, steht fest: «Diese Kombination macht uns zur ersten Adresse für Online-Kommunikation.»
Drei Sonntagstitel auf einen Streich. Voraussichtlich ab Februar überträgt Ringier der
Tamedia die Frühzustellung des SonntagsBlick. Diese wird das Blatt über die Vertriebsorganisation Zuvo und deren Partnerorganisationen in der ganzen Deutschschweiz verteilen. Ringier-Konzernsprecher Fridolin Luchsinger bestätigte dies auf Anfrage. Tamedia organisiert bereits die Frühzustellung für die eigene SonntagsZeitung und wurde auch von der NZZ mit der Frühzustellorganisation ab März für deren neues Sonntagsblatt beauftragt. Luchsinger zeigte sich erfreut über die Öffnung bei Tamedia und Zuvo. «Die Diskussionen um einen gemeinsamen Vertrieb sind alt, bisher sperrte sich die Tamedia aber dagegen», sagt er.
Stillos guter Geschmack. Seit 1986 wirbt McCann-Erickson, Genf, für den Schaumwein Martini Brut. Gut in Erinnerung geblieben sind die Kreationen aus Korkzapfen und Draht, die, subtil fotografiert, Jahr für Jahr überraschten. Schliesslich wurden die drahtigen Flatterohren von Prinz Charles durch ein blaues Auge von Ex-Miss Schweiz Melanie Winiger abgelöst. Das Bild wurde allerdings nicht überall geschätzt, weil es an eine Gewaltszene erinnerte. Beide Kampagnen mochten den Bekanntheitsgrad der Schaumweinmarke nicht zu steigern. Deshalb lanciert die Genfer Agentur zum Jahresende ein neues Werbekonzept mit zwei Plakatsujets, die mit Aufnahmen von Stillosigkeiten auf den guten Geschmack des Getränks hinweisen sollen. Na dann, salute!
Logisch: Biokäse aus Gras. Der Konsument soll sich beim Kauf von Bio-Produkten darauf verlassen können, dass er auch wirklich gesunde und biologisch angebaute Produkte erhält. Um diese Garantie zu dokumentieren, ist die Knospe als ein unabhängiges Bio-
Gütesiegel eingeführt worden. Wie der Konsument dieses Gütesiegel interpretieren soll, will nun Bio Suisse, Basel, der Bevölkerung wieder einmal ins Bewusstsein rufen. Der Kommunikationsauftrag wurde von Lowe Lintas GGK visuell mit einem Käse umgesetzt, der aus 100 Prozent biologisch reinem Gras besteht. Oder im Modell von Philippe Chrétin zumindest auf dem B12-Plakat so wirkt. CD Mark Stahel, AD Philipp Sträuli, Grafik Sebastian Hugelshofer, Text Alain Picard, Beratung Nicolas Edelmann, Kerstin Schnyder, Biologik Cordelia Galli.
Risiko bei der Nationalbank. Seit dem Jahr 2000 bietet die Schweizerische Nationalbank der Plakatsammlung des Museums für Gestaltung Gastrecht am Zürcher Stadthausquai. Dreimal jährlich wechseln seither die Ausstellungen in den Schaufenstern der Bank. Seit dem 15. November sind wertvolle Plakate zum Thema «Sicherheit» zu entdecken. Das Konzept zur Ausstellung stammt von Kurt Thaler.

Neuer City Guide in Zürich. Bisher haben in Zürich verschiedene Guides und Heftli um die Gunst der Gäste gebuhlt. Jetzt hat Zürich Tourismus entschieden, dass nur noch ein Produkt unterstützt werden soll: der City Guide Zürich vom Verlag Tourismus in Zürich (WW 25/01). Das «Schlüsselbüchlein» ist in den Zürcher Hotels bisher unter dem Namen Infoguide aufgelegen. Jetzt bekommt die Broschüre neben dem neuen Namen auch ein neues Layout. Verantwortlich für die neue visuelle Visitenkarte von Downtown Switzerland ist der Designer Kurt Schwerzmann (Facts, WoZ, Work). Der neue Guide erscheint viermal pro Jahr in einer Auflage von jeweils 200000 Exemplaren. Der neue offizielle Guide darf auch als Einziger die Marke «Zürich Downtown Switzerland» benützen. Der Mann hinter dem Verlag heisst Ursin Mirer, bekannt auch als Inhaber des Trendlokals Giesserei in Oerlikon. Pressechef beim Verlag Tourismus ist kein Geringerer als Bruno Bötschi, der Ex-gute-Geist von Salz & Pfeffer und Cigar.
Editorial

Die Markenmacht der Konsumenten Konsum ist zum universalen Kommunikationsmittel und zur erfolgreichsten Missionierungsbewegung des Planeten geworden; Marken und Logos sind Bestandteil internationaler Ereignisse. Vergessen geht bei dieser Markenseligkeit, dass der Kern einer Marke aus einer gemeinsamen Werthaltung besteht, die man nicht ohne Not und ungestraft verletzt. Konsumenten, die sich einer Marke verbunden fühlen, wollen ihre Werte in ihr gespiegelt sehen. Eine langfristig erfolgreiche Marke muss sich ethisch verhalten und somit ihr Versprechen einlösen. Thomas Otte bezeichnet dies als kategorischen Imperativ der Markenführung. Lesen Sie sein Interview auf Seite 37.
«No Logo», die Kampfschrift der Kanadierin Naomi Klein, entwickelte sich rasch zur Bibel der Globalisierungsgegner. Darin kritisiert sie den Widerspruch zwischen unmenschlichen Produktionsmethoden und dem Versprechen globaler Brands. Von Seattle bis Genua ziehen ihre Anhänger gegen die Markentyrannei der Konzerne zu Felde.
Der Brandingexzess grosser Marken fällt inzwischen auf diese zurück. Wenn emotionale Markenversprechen enttäuscht, wenn fragwürdige Produktionsmethoden bekannt werden – wie etwa Kinderarbeit oder Umweltzerstörung –, wird die Enttäuschung zum Bumerang für die Konzerne. Bei einer Demonstration vor der Nike-Zentrale in New York sagte ein Junge aus der Bronx in die Newskameras: «Nike, wir haben dich gemacht. Und wir können dich auch vernichten.»
Eines scheinen die machtbewussten Konsumenten begriffen zu haben: Wenn alles Konsum geworden ist, lässt sich die Welt nur noch mit Konsum und dessen Gegenteil, dem Boykott, verändern – Alternativen dazu gibt es in unserer Überflussgesellschaft mehr als genug. Samuel Helbling, Chefredaktor

Sesselwechsel bei WHA

Die Werbeagentur Weber Harbeke Alborghetti verliert per 1. Januar 2002 den letzten Teil ihres Namens und wird ab dann wieder unter dem Namen Weber Harbeke firmieren.

Die Werbeagentur Weber Harbeke Alborghetti verliert per 1. Januar 2002 den letzten Teil ihres Namens und wird ab dann wieder unter dem Namen Weber Harbeke firmieren.Der Grund dafür ist der Weggang von Reto Alborghetti, der sich beruflich neu orientieren will. Bis Ende Jahr wird Alborghetti seinen Nachfolger Michael Breuer einarbeiten, der ab 1. Dezember 2001 der Agentur als Client Service Director beitritt. Breuer nimmt Einsitz in die Geschäftsleitung, aber nicht in den Firmennamen. «Vorläufig ist das noch kein Thema», kommentiert CD Thomas Harbeke. Er, Weber und Breuer kennen sich vom gemeinsamen Arbeitgeber Wirz Werbeberatung her. Breuer arbeitete zuletzt bei Lesch + Frei als Beratungsgruppenleiter und sammelte zwischenzeitlich Erfahrungen auf Kundenseite als Marketingleiter beim Blueprimus Internet-Shoppingcenter (Schweiz). Reto Alborghetti, der seit 1996 bei WHA arbeitete, wird vorerst eine berufliche Auszeit einschalten. (ba)

Aufgefallen: Es gibt doch keinen besseren Zeitpunkt, um solche perfekt inszenierten Anzeigen mit viel Haut zu schalten als zur Spätherbstzeit, wenn es draussen so richtig kalt und frostig ist

Es gibt doch keinen besseren Zeitpunkt, um solche perfekt inszenierten Anzeigen mit viel Haut zu schalten als zur Spätherbstzeit, wenn es draussen so richtig kalt und frostig ist, wenn sich selbst die Bäume entblättern und wenn sich die Hühnerhaut er

Es gibt doch keinen besseren Zeitpunkt, um solche perfekt inszenierten Anzeigen mit viel Haut zu schalten als zur Spätherbstzeit, wenn es draussen so richtig kalt und frostig ist, wenn sich selbst die Bäume entblättern und wenn sich die Hühnerhaut erst nach der zweiten Maggi-Quick-Suppe zurückbildet. Was das nun wieder soll? Auf beiden Anzeigen werden Schuhe angepriesen, einmal oben und einmal unten ohne. Das keck äugende Ernesto-Esposito-Model darf dabei seine Hüftkurven inmitten neu aufgummierter Reifen posieren, während der frisch rasierte Boy gerade dabei ist, seine eng anliegende Hose zum Platzen zu bringen. Dennoch kommen beide Anzeigen derart ästhetisch daher, dass man nicht weiss, ob man ihr lieber einen netten Klaps auf den Allerwertesten geben möchte, oder ob man ihm beim Aufknöpfen der engen Hose helfen sollte. Eines ist so sicher wie der erste Neuschnee – an neue Schuhe denkt wieder einmal nur Chandra Kurt.
Kolumne

Zwei Zwillinge Von Dominik Imseng
Eine Idee sei «gut», wenn sie «aufs Wesentliche reduziert sei» und das heisse: «aufs Wesentliche reduzieren» werden gerade hiesige Kreative zu verkünden nicht müde. Ja, Frank Bodin, der für «Kult» schreibt, tatsächlich aber Chairman von Euro RSCG Switzerland ist, geht soweit, von «Essenzialismus» zu reden, denn er hat Matur.
Indes: Frank Bodin irrt, und es irrt mit ihm, wer meint, dass sich Wesentlichkeit zur Bewertung von Ideen eigne. Ideen sind nämlich immer wesentlich, sonst wären sie keine, weil das Wort «Idee» vom altgriechischen «eidos» stammt, das bedeutet «Wesen». Und insofern gibt es auch keine «guten» Ideen, was ein wenig traurig stimmt, dafür aber auch keine «schlechten», was tröstlich ist, besonders, wenn einem mal wieder nichts Brauchbares einfallen will.
«Wie sahen die Zwillinge aus?» «Keine Ahnung, aber es waren zwei.» – So redundant, so unwesentlich also ist es, von «essenzialistischen» Ideen zu reden. Weshalb sich nun gerade jene den Vorwurf des «Doppelt gemoppelt» gefallen lassen müssen, welche bei jeder Gelegenheit «Reduced to the max» schreien.
Klugscheisser, finden Sie? Stimmt, aber es geht noch ein paar Zeilen weiter. Denn was hinzukommt, ist, dass ich mich als Frank Bodin hüten würde, dieselbe Definition von Kreativität zu liefern wie Danielle Lanz, zum Beispiel, oder Tamás Kiss. Genauso wenig würde ich mich mit der Phrase «auf den Punkt bringen» erwischen lassen. Oder mit «den Produktenutzen überraschend dramatisieren». Oder mit «den Konsumenten nicht für dumm verkaufen». Stattdessen würde ich davon reden, dass eine Idee den Wüsten Regen bringt. Oder Krankheiten heilt. Oder Feinde versöhnt. Oder nein: Ich würde davon reden, dass gute Werbung Kunst sei.
Das wär doch mal etwas Neues.
[email protected]
Dominik Imseng ist Texter bei Jung von Matt/Limmat.
Sprachbeobachter

Blindtext (IV) zum Abschneiden Gestern Abend hat mir Franz von einem Land erzählt – es heisst Astoria oder Allotria oder so ähnlich –, in dem alles viel schöner und besser ist als in allen Ländern, die er schon gesehen hat. Dabei konnte er mir nicht mal sagen, wo dieses Land auf der Karte liegt. Der Spinner versuchte bloss, mir seine Version vom Paradies schmackhaft zu machen. «Und weisst du, was das Schönste ist?», sagte er zum Schluss: «Dort trinken die Menschen nicht, weil sie traurig sind, sondern aus Freude!» Wir ziehen um. Das Haus ist zu gross gewesen, als dass man es noch hätte aufräumen können. Beim Waschen entdeckt Simi vor dem Spiegel eine Narbe unter dem Schlüsselbein, die ihm bisher nicht aufgefallen ist. Er kann sich nicht erinnern, an dieser Stelle je verletzt worden zu sein, und fährt im Lauf des Tages immer wieder mit der Hand unter den Pullover. Noch bevor Anna das erste Wort an die neue Klasse richten kann, entdeckt sie einen Zettel auf ihrem Pult: «Ich werde nie einen Erwachsenen lieben, auch wenn ich selber einmal erwachsen werde.» Letztes Wochenende war ich bei Alexandra auf Besuch, die hat Mondsand zu Hause und das Bordbuch von Apollo 13, wenn man der sagte, sie darf bei einem Experiment mitmachen, wie man im All stirbt, die ginge sofort. Betrachtet man die materielle Wirklichkeit als real, so wirkt die im Computer erschaffene Wirklichkeit tatsächlich vergleichsweise irreal. Überlegt man sich jedoch, dass mittlerweile ein einziges falsch gesetztes Bit eine Katastrophe auslösen kann, dann kippt diese Vorstellung abrupt in ihr Gegenteil, und es kommt zu einer Art Verschmelzung zweier Stufen der Realität. Am Abend will Yvonne den Kuchen nicht essen, weil zu wenig Sahne drauf ist, und als die Mutter sagt, dann solle es ihn eben stehen lassen, es gebe nicht mehr Sahne, meint die Kleine finster, gut, dann rufe sie jetzt den Verhungerer, und wenn sie dann sterbe, dann sei die Mutter ganz allein schuld. Robi Mahrer ist jetzt 85 und kann sich an gar nichts mehr erinnern. Das einzige, was er besitzt, ist sein Körper, und nicht mal da ist er ganz sicher. Linda kommt zu spät, aber sie beeilt sich nicht, denn sie kommt noch früh genug zu spät. Es sind dann nur ein paar Minuten. Als ich am Morgen erwacht bin, ist Mike in meinem Zimmer gestanden, im Overall, und hat drei Maler herumdirigiert, die hatten die Möbel schon abgedeckt. Zu mir hat er eher beiläufig gesagt, wenn ich dann auch langsam aufstehen würde, könnten sie anfangen. Karin schreibt, der kleine Simon habe damit begonnen, die Welt einzuteilen in Dinge mit Motor, Dinge mit Stimme, Blumen und Unwichtiges. Joukie sucht sich eine Arbeit. Sie sitzt auf einem Stuhl, der ihr nicht gehört, an einem Tisch, der ihr nicht gehört, isst einen Apfel, der ihr nicht gehört, nichts gehört ihr, aber sie darf hier sein, sie arbeitet hier, so sagt man ihr, an Maschinen, die ihr nicht gehören, die anderen sagen es auch, und sie sagt es weiter, denn man bezahlt sie dafür, sie staunt selber, es ist wirklich unglaublich. Auf dem Parkplatz in der Unterführung streiten Andi, Role und Sybil um den Namen eines Schauspielers. Eltern, Bude, Tom, Märk, Pesche, Anna, Sonja, Petra, X steht neben den Tasten des Telefons, und natürlich drückt sie auf X, um zu sehen, wer das wohl ist. «Nanu?», staunt sie, denn auf der Anzeige erscheint ihre eigene Nummer, und am Abend fragt sie ihn: «Du, warum bin ich auf deinem Telefon nur ein X?» Er gibt zur Antwort, «das ist ein durchgestrichenes Nichts.» – «Auch das mit der Evolution ist ja so eine Sache», nimmt Hubi den Faden wieder auf und zeigt zum Himmel, «das ist so richtig die Idee eines in die Jahre gekommenen Majors, eines senilen alten Herrn. Der Stärkere frisst den Schwächeren – was für ein katastrophaler Blödsinn!» Kollege Kurer studiert nun im neunten Jahr an der Uni Zürich, und noch immer ist kein Abschluss, ja nicht einmal eine kleine Zwischenprüfung in Sicht. Was er eigentlich studiert, ist nicht aus ihm herauszubekommen. Vermutlich hat er die schwierige Laufbahn des Jenachdemikers eingeschlagen. Wir standen auf einer Anhöhe, gegen die Stämme einer Gruppe besonnter Bäume gelehnt, es lag Schnee, jemand rauchte, im Tal knallten ab und zu Schüsse, ihr Echo hallte von den Juraketten, irgendwo war eine Panzersperre, jemand sagte etwas, jemand lachte, und ich begriff auf einmal, warum das Schweizer Heimatgefühl so unauflöslich mit dem Militär verbunden ist. «Sobald die einen Porsche haben», sagt Tom, «werde ich auch Mitglied in der Autogenossenschaft.» – «Nein, Evi, das kannst du nicht machen, du hast schon letzte Woche abgesagt und vorletzte Woche auch …» – «Na und. Hör mal, es geht wirklich nicht, das ist sehr wichtig für mich, und wir können uns nächste Woche treffen, was ist denn schon dabei?» – «Ich … du bist mit Abstand der meistgestrichene Name in meiner Agenda …»
((durchlaufen lassen ohne einen Abschnitt und wenn der Platz aufgebraucht ist, mitten im Satz abschneiden; keine Unterschrift))

Les Welsch putten Deutsch

Golf & Country zieht die Westschweizer Ausgabe vom Markt

Golf & Country zieht die Westschweizer Ausgabe vom MarktGolf & Country (G & C) stellt seine französischsprachige Version per Anfang 2002 ein. Der Grund für das Aus nach fünf Jahren: Der Konkurrent Golf Suisse hat in der Westschweiz zu viele Leser abgeworben.Mit der Doppelnummer für die Monate November und Dezember erscheint die französischsprachige Version von Golf & Country zum letzten Mal. Die Ausgabe für die Romandie habe sich nicht mehr gerechnet, begründet Herausgeber Urs H. Dillier das Aus. «Allein die Kosten für die Übersetzung waren höher als die zusätzlichen Einnahmen, die sich im Westschweizer Markt generieren liessen», sagt Dillier.
Die negative Entwicklung hänge aber auch mit einer gesunkenen Nachfrage seitens der Leser zusammen. In den besten Zeiten habe G & C in der Romandie mehr als 1000 Abos abgesetzt. Jetzt sei man deutlich unter diesen Wert gerutscht.
Dillier hat seine Umsatzziele im Anzeigenmarkt erreicht
Den Hauptgrund für das geschwundene Interesse sieht er im Konkurrenzprodukt Golf Suisse. Die Mitgliederzeitschrift des Schweizer Golfverbandes ASG, die Piero Schäfer im Auftrag des Volketswiler Medienverlags Meier seit Frühjahr 1998 produziert, habe bei vielen Abonnenten die Lust auf ein kostenpflichtiges Heft vergällt.
Die Westschweizer Abonnenten werden laut Dillier aber nicht einfach aufgegeben. «Ein grosser Teil akzeptiert auch die deutschsprachige Version, mit der wir sie künftig beliefern werden», sagt er.
Dass es für den Lifestyle-Titel Golf & Country finanziell eng geworden sei, bestätigt Dillier hingegen nicht. «Wir haben unsere Umsatzziele im Inseratemarkt im laufenden Jahr sogar übertroffen», sagt der Verleger weiter. «Und dies, obschon seit April auch noch das Monatsheft Drive im gleichen Teich nach Inseraten fischt.» Daniel Schifferle

News: Blandices retour in die Romandie

Nach nur drei Ausgaben hat Suzanne Fournier, Herausgeberin der Westschweizer Frauenzeitschrift Blandice, die deutschsprachige Version bereits wieder eingestellt.

Nach nur drei Ausgaben hat Suzanne Fournier, Herausgeberin der Westschweizer Frauenzeitschrift Blandice, die deutschsprachige Version bereits wieder eingestellt.News Blandices retour in die Romandie Die Verlegerin war zu keiner Stellungnahme bereit. Vermutet wird aber, dass die Zeitschrift zu wenig auf die Bedürfnisse der Deutschschweizer Leserin zugeschnitten war und den Qualitätsansprüchen der Inserenten nicht gerecht wurde. Zudem erwägt die Vermarkterin Mediax in St.Gallen, die für die Inserateakquisition zuständig war, rechtliche Schritte gegen Blandice. In der Westscheiz hat sich Blandice neben Edelweiss von Ringier Romandie und Profil Femme von Audace Publishing gut etabliert. Noch im Frühjahr war Suzanne Fournier überzeugt gewesen, dass ihr Produkt auf dem Deutschschweizer Markt neue Massstäbe setzen würde (WW 6/01).

«Gut Stocks!»

So oder ähnlich lautet doch die Glückwunschformel bei irgendeiner Sportart.

So oder ähnlich lautet doch die Glückwunschformel bei irgendeiner Sportart.Von Beat Fritsch Curling kanns nicht sein, dort heissts «Gut Stein!»; beim Eishockey ruft man bestenfalls «Gut Stockbruch!»; «Timber!» schreien die Holzfäller und beim Golf – da ruft man «Fooooooor!». ist, so denken wir, der aufmunternde Wunsch, den sich Börsenhändler, Devisenbroker und Derivate-Gurus, Ospels und Mühlemanns zurufen, bevor sie sich in ihren täglichen Kampf im Aktien- und Devisendschungel stürzen.
Zutreffend war der Ausdruck ganz sicher letzte Woche, als das Schweizer Anleger-Magazin selben Namens zur Verleihung der Stocks-Awards ins LakeSide Zürihorn rief. Und damit gleichzeitig zur Party zum einjährigen Bestehen des Wochentitels der Verlagsgruppe HandelsZeitung, der Anleger jeweils mit Börseninfos versorgt. In der Geburtstagsrede erinnerte Verleger Ralph Büchi an die Marktstimmung bei der Lancierung, damals noch geprägt von fetten Gewinnen und überbordendem Boom.
«Wenn wir das gewusst hätten, was dieses Jahr nicht nur an den Geldmärkten abgeht – unsere Knie wären zumindest weich gewesen», sagte Büchi in seiner Rede vor 250 Gästen. Während die Headline der ersten Stocks-Titelseite noch «Aktien für Sieger» lautete, wäre nur ein Jahr später der Anreisser «Aktien für Nervenstarke» einiges treffender gewesen. Trotzdem: Stocks habe in diesem Jahr negativ zum Markt korrelliert, und das sei für einmal eine Negativentwicklung, die Freude bereite, berichtete Büchi. Während die Börse übers Jahr immer mehr abbröckelte, gewann Stocks laufend dazu.
Grund zur Freude hatten darum auch Verlagsleiterin Patrizia Serra und Anzeigenleiter Musti Asaf, die wohl wesentlich zum Erfolg beigetragen haben. Und mit ihnen auch die Werber Daniel Matter und Erich Baumgartner von Matter & Partner, die das Stocks-Werbebudget betreuen. Demnächst wird die neueste Kampagne zu sehen sein.
Dafür, dass es sich um einen Bankeranlass handelte, war das Line-up der Werber und Medialeute übrigens beachtlich. Anscheinend hat sich in Partykreisen die Qualität der Stocks- und HandelsZeitungs-Anlässe herumgesprochen. Diese zeigte sich nicht zuletzt in der zügigen und professionellen Abwicklung der Awardzeremonie. Es wurden die drei besten Einzelanalysten, die drei besten Analystenteams sowie eine von den Lesern ausgewählte Aktie des Jahres honoriert. Stocks-Chefredaktor Reto Lipp und die Eventverantwortliche der Verlagsgruppe HandelsZeitung, Bettina Möhr, schafften es, die Verleihung in zügigem Tempo in einer halben Stunde durchzuziehen. Das wurde von den anwesenden Bankern goutiert, die mit der Berufsgruppe der Werber die Gemeinsamkeit teilen, dass sie nicht gerne allzu lange zuhören. Vor allem dann nicht, wenn draussen ein Apérobuffet wartet. Sonderkomplimente erhielt Möhr für ihre Moderation – Note 10 von 10. Wäre ein TV-Trendscout im Publikum gesessen, müsste der Verlag wohl bald um den Verbleib der Eventmanagerin bangen.
Dem Ganzen nicht viel abgewinnen mochte Gebi Schregenberger. Er sass im unteren Stock zuerst an der Bar, hatte dann aber Mitleid mit dem Croupier am vereinsamten Riverboatspieltisch und verlustierte sich drum ein wenig mit den Würfeln.
Beat Fritsch

ging «long» an der Party des Anlegermagazins Stocks. Und das bedeutet im Börsenjargon ein starkes Engagement (Buy) in einem Titel oder Rohstoff. Rotwein floss indes keiner, nur Weisswein und Champagner. Und das heisst dann auf Börsianisch, dass man mit dem Roten «short» ging, weil das die Kurzform für einen so genannten Leerverkauf ist.
Wer sonst Geburtstage feiert, Awards verteilt oder sich fein bewirten lässt, wird an verschiedensten Veranstaltungen der Szene geortet. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in
die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.wer bewoche.ch

Fax: EU greift Tabakwerbung wieder an

Die EU nimmt erneut einen Anlauf zu einem europaweiten Verbot von Tabakwerbung in Presse und Radio.

Die EU nimmt erneut einen Anlauf zu einem europaweiten Verbot von Tabakwerbung in Presse und Radio.Fax EU greift Tabakwerbung wieder an
Bei einer ersten Debatte der EU-Gesundheitsminister zeichnete sich eine breite Mehrheit für die Vorschläge der EU-Kommission ab. Nur Deutschland, Luxemburg und Griechenland wollen Lokal- und Regionalzeitungen sowie das lokale Radio von einer EU-weiten Regelung ausnehmen. Ein erstes Tabakwerbeverbot war im vergangenen Herbst an einer Klage der rot-grünen deutschen Regierung gescheitert.
Malone will zu Premiere World Der amerikanische Medienkonzern Liberty Media sucht den Einstieg bei Kirchs Pay-TV-Sender Premiere World. Liberty möchte den Anteil von Rupert Murdochs News Corp. (22,03 Prozent) übernehmen. Murdoch hatte in der Vergangenheit mehrfach angekündigt, er werde sich von Premiere World trennen, wenn der Sender in diesem Jahr seine Abonnentenziele nicht erreiche. Die Kirch-Gruppe hat erste Gespräche mit Liberty Media bestätigt.
Havas löst Netzwerk auf Der französische Werbekonzern Havas Advertising löst sein Agenturnetzwerk Diversified Agencies Group auf. Ein Grossteil der Mitgliedfirmen wird in die drei künftigen Hauptmarken von Havas, Euro RSCG, Arnold Worldwide und Media Planning Group, integiert. Die gewichtigste Agentur der Group, die Direktmarketingfirma Brann, gehört künftig zu Arnold Worldwide.
Grey gewinnt Mars in Europa Der Schokoladeriegel Mars wird in Europa künftig von Grey Worldwide werblich betreut. Grey setzte sich im Pitch gegen Etathalter D’Arcy und BBDO Worldwide durch. Alle drei Agenturen betreuen bereits andere Marken von Mars Inc. D’Arcy verliert schon das zweite Budget von Mars Inc. in nur kurzer Zeit. Anfang Oktober musste die Agentur bereits den Europaetat von Uncle-Ben’s-Reis an BBDO abtreten.

Ausserdem: Dominik Kaiser ist zum Geschäftsführer des Musik-TV-Senders Viva Plus ernannt worden.

Ausserdem Dominik Kaiser ist zum Geschäftsführer des Musik-TV-Senders Viva Plus ernannt worden. Die Viva Media AG relauncht unter diesem Namen Anfang 2002 ihren Sender Viva Zwei in einem Joint Venture mit AOL Time Warner. Die Sonntags

Ausserdem Dominik Kaiser ist zum Geschäftsführer des Musik-TV-Senders Viva Plus ernannt worden. Die Viva Media AG relauncht unter diesem Namen Anfang 2002 ihren Sender Viva Zwei in einem Joint Venture mit AOL Time Warner.
Die SonntagsZeitung verliert ihren Ressortleiter Trend. Jeroen van Roojien verlässt das Blatt nach nur drei Monaten und wird wieder freischaffend.
Auf Ende Januar wechselt Urs Paul Engeler von der SonntagsZeitung zu Roger Köppels neuem Wochenmagazin. Engeler hatte erst im September von der Weltwoche, wo er Bundeshausjournalist war, zur SonntagsZeitung gewechselt.
Partnerwechsel bei der Zürcher Werbeagentur Matter & Partner: Beratungsleiter Erich Baumgartner will sich beruflich neu ausrichten und verlässt die Agentur per 31. Dezember. Neuer Partner wird Andy Schlatter, der als geschäftsführender Partner ab Januar 2002 für die Beratung verantwortlich sein wird.
Nach rund zwei Jahren, zuerst als Redaktionsleiter und später als Leiter Produkte-Entwicklung, verlässt Reto Wüthrich den Inhalteanbieter Swisscontent.
Seit November ist Barbara Rutschi neue Bereichsleiterin Services und Mediensprecherin bei den Schweizer Jugendherbergen. Sie tritt die Nachfolge von Nic Kaufmann an.
Beat Stähli, stellvertretender Chefredaktor des Bieler Tagblatts, übernimmt auf Anfang Februar die Leitung der Fachstelle Kommunikation der reformierten Berner Kirche. Stähli tritt die Nachfolge von Hermann Battaglia an, der Ende Mai in den Ruhestand treten wird.

Marken kaufen leicht gemacht

Branders.ch wirkt seit kurzem im aargauischen Speicher als Verkaufs- und Kaufplattform für Marken im Internet.

Branders.ch wirkt seit kurzem im aargauischen Speicher als Verkaufs- und Kaufplattform für Marken im Internet.Das Schwesterunternehmen von Branders.de geht davon aus, dass immer mehr Markennamen benötigt werden (neue Produkte und Dienstleistungen, Start-ups und Fusionen). Die Suche nach neuen Namen gestaltet sich jedoch immer schwieriger, denn viele sind bereits geschützt oder die Domainnamen vergeben. Branders.ch bietet Namen an, die bereits geschützt und eingetragen sind, grösstenteils mit den dazugehörenden Domainnamen, und bald auch Namen mit einer Vergangenheit im Handelsregister. «Wir bringen Unternehmen, die einen Namen suchen, mit den Unternehmen oder Personen zusammen, die einen Namen verkaufen wollen», sagt CEO Jörg Pohlmann. Gleichzeitig bietet Branders Service für alle, die einen Namen schützen, kaufen oder verkaufen wollen. Dazu gehört eine Datenbankanbindung zur Recherche oder die Beratung bei der Anmeldung von Namen.Branders.ch, das zurzeit aus einem dreiköpfigen Team besteht, verzeichnet laut Pohlmann bereits über 100 registrierte Firmen. (dz)

Druck auf die Tränendrüsen

US-Fluggesellschaften schalten nach dem 11. September wieder erste TV-Spots

US-Fluggesellschaften schalten nach dem 11. September wieder erste TV-SpotsVon Thérèse Balduzzi Weniger als zwei Monate nach den Attacken auf Amerika haben die US-Fluggesellschaften neue Imagekampagnen lanciert. Die United Airlines sticht dabei heraus, weil sie persönlich gestaltet ist und explizit auf das Desaster vom 11. September Bezug nimmt.
Seit Anfang November haben verschiedene Airlines wieder begonnen, Imagekampagnen zu lancieren. Der Schritt war nötig, denn die Fluggesellschaften leiden noch unter einem Rückgang der Passagierzahlen von 25 Prozent. Auch Medienunternehmen haben durch das Ausbleiben dieser Einnahmequelle Millionen verloren.
In der von Leo Burnett, Chicago, gestalteten Delta-Kampagne «Person to Person» werden potenzielle Passagiere an Gründe erinnert, die eine Reise wert sind. Im ersten lancierten Spot erklären Flugpassagiere ihren Grund für den Flug: «This is not the kind of contract you can fax», sagt ein Mann. Andere Motive sind unter anderem Heimweh. Der Spot zu «Homesick» endet mit den Worten: «Everyone has a reason to see somebody. That’s the reason Delta flies.» Auch die kleine, junge Airline Jetblue, die sich bisher mit frechen Kampagnen von den grossen Fluggesellschaften abgrenzte, wirbt mit Gründen zum Reisen.
Spots, die stark auf die Tränendrüsen drücken
Aus den Kampagnen für Fluggesellschaften sticht die von United Airlines durch ihren persönlichen Touch heraus. In ihren sechs 60 Sekunden langen Spots kommen Angestellte von United Airlines in Uniform zu Wort. Fünf Spots sind aus Kurzstatements zusammengesetzt.
Im ersten Spot sprechen die Angestellten darüber, wie sie mit der Tragödie vom 11. September umgehen, und im zweiten Spot schildert eine Reihe Angestellter ihre Verbundenheit mit United, indem sie erzählen, wie lange sie schon für die Airline arbeiten. Am Ende erscheint das United-Logo und eine Off-Stimme sagt: «We are United.» In drei weiteren reden je ein Captain, ein Flight Attendant und eine Technikerin darüber, wie sie den Passagieren einen angenehmen und sicheren Flug gestalten.
Am rührendsten ist der Spot «Welcome», in dem eine Flugbegleiterin von einem Paar auf seiner Hochzeitsreise nach Hawaii erzählt. Der Ehemann ist in New York Feuerwehrmann und seine Frau wusste nicht, ob diese Reise jemals stattfinden würde. Der Captain hielt zu Ehren des Paares eine Ansprache. Es sei ein Held an Bord, worauf alle Passagiere klatschten.
Zuletzt erwähnt sie eine Nonne, die aufstand, um dem Paar eine glückliche Zukunft zu wünschen. Am Ende dieses Spots erscheint auch der Schriftzug: «To the two million people who have gotten back on board. Welcome back.» Die Spots wurden von Fallon aus Minneapolis gestaltet. Gefilmt wurden sie vom Dokumentarfilmer Errol Morris.
Während Delta verlauten lässt, es sei noch unklar, wann und ob sie ihre soeben gestartete Kampagne wieder aufnehme, heisst es bei United, das Unglück vom 12. November habe keinen Einfluss auf ihre neue Kampagne.

Neuer X-Art-Lehrgang zum Jubiläum

X-Art, die 1986 vom Grafiker und Lehrbeauftragten Hanspeter Paoli gegründete Privatschule für angewandte Gestaltung in Fahrweid ZH, feiert am 26. November mit einem Open Day ihr 15-jähriges Bestehen.

X-Art, die 1986 vom Grafiker und Lehrbeauftragten Hanspeter Paoli gegründete Privatschule für angewandte Gestaltung in Fahrweid ZH, feiert am 26. November mit einem Open Day ihr 15-jähriges Bestehen.Dabei präsentiert Paoli den neuen zweijährigen Lehrgang Texter/Designer Marketing-Kommunikation, der kommenden Februar starten soll. Paoli will mit der X-Art die Lücke zwischen den Kunstschulen schliessen, bei denen er eine Untergewichtung in Sachen Computeranwendungen feststellt, und den Computerschulen, bei denen vor allem die technische und weniger gestalterische Fertigkeiten vermittelt werden. Das Pièce de Résistance, der Diplomlehrgang Electronic Publisher und die Lehrgänge Multimedia Designer und das Kreativ-Jahr werden durch den neuen Kurs ergänzt.
Zu den Lerninhalten gehört laut Paoli «alles, was angehende Profis für die Entwicklung und Umsetzung von Werbekampagnen in Print- und AV-Medien wissen und können müssen». Gemeinsam besuchen sie die Fachblöcke Marketing und Werbeplanung, Kommunikationswissenschaft, Kreativitätstechniken, Recht und Visualisierung. Hinzu kommen spezifische Lerninhalte wie bei den Designerinnen Sehen/ Zeichen, Typografie oder interaktive Systeme/Multimedia und bei den Textern Linguistik, Sprachgestaltung oder Texte für verschiedene Medien und Anwendungen. Luca Aloisi

Nichts für schwache Blasen

Für das neue Nico-Jahrbuch wirbt McCann-Erickson mit Inkontinenzhumor

Für das neue Nico-Jahrbuch wirbt McCann-Erickson mit InkontinenzhumorWenn Lichtergirlanden die Schritte in Einkaufspaläste lenken, ist es soweit: Nicos gesammelte Karikaturen erscheinen beim Werd Verlag als Jahrbuch. Auch heuer wird der Band von einer Werbekampagne begleitet, die inzwischen zum siebten Mal vom Sohn des Tagi-Karikaturisten gestaltet wurde: Claude Catsky, Freelance-CD bei McCann-Erickson. Und weil der es versteht, dem Werbeauftritt immer wieder ein neues, glänzendes Konzept zu schenken, haben alle Kampagnen den Weg ins ADC-Jahrbuch geschafft, die letztjährige sogar in die Cannes-Shortlist. Catsky begründet den Erfolg damit, dass er jedes Mal versuche, die Benchmark seines Vaters zu toppen. Mit der «Pinkelkampagne» scheint es ihm wieder zu gelingen. Beim Betrachten des Bandes geht nämlich jegliche Kontinenz verloren, was unästhetische Folgen haben könnte. Die Warnung auf Seite 10.
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