Cash von Lowe zu Seiler.
Nach elf Jahren bei Lowe Lintas GGK wird der Ringier-Titel Cash neu von Seiler DDB, Zollikerberg, betreut.
Wirb niemals mit einer Camel gegen das Rauchen. In Frankreich ist eine Antitabakkampagne geplatzt, weil sie mit ihrem Motiv zu sehr an das Logo der Zigarettenmarke Camel erinnert hätte. Ein Pariser Gericht entschied am Montag, die vom Verband zur Bekämpfung von Atemwegserkrankungen in Auftrag gegebene Kampagne verletze die Rechte des Camel-Herstellers JT International. Der Verband wollte ein Bild mit einem abgemagerten und erschöpften Dromedar zeigen, welches das Rauchen ablehnt.
Videcom und Laugh Track fusionieren. Die beiden Produktionsfirmen Videcom und Laugh Track fusionieren per 1. Januar. Videcom in St.Gallen produzierte unter anderem für SF DRS die Sitcoms «Fascht e Familie» und «ManneZimmer». Laugh Track, eine Tochter der Neuen deutschen Filmgesellschaft (NDF) aus München, produziert die DRS-Sitcom «Fertig lustig». Durch die Partnerin NDF hofft Videcom-Alleinbesitzer Christian Ledergerber, neue Kundensegmente auch in Deutschland zu erschliessen. Der Sitz des neuen Unternehmens ist in St.Gallen. Es beschäftigt 18 Angestellte und arbeitet projektspezifisch mit rund 70 freien Mitarbeitenden zusammen. Die Geschäftsleitung übernehmen Videcom-Geschäftsführerin Susanne Steinbock und Wolfgang Weber, Geschäftsführer von Laugh Track und NDF.
Werke aus der eigenen Reihe. TBWA/Switzerland präsentiert vom 5. Dezember bis 18. Januar mit der Ausstellung «antes de que nos olviden» Werke aus der eigenen Reihe: Künstler Carlos Mejia ist seit drei Jahren als Grafiker bei der Küsnachter Agentur angestellt. Die Ausstellung des aus Costa Rica stammenden Mejia wird von Gedichten lateinamerikanischer Schriftsteller begleitet. Der Titel der Ausstellung ist gleichzeitig die Überschrift eines Gedichtes des mexikanischen Schriftstellers Saúl Hernández.
Mit Humor gegen Amtsschimmel. Wen gelüstete es im letzten Jahr nicht, die Alpenarena (Flims, Laax, Falera) zu besuchen? Sie warb mit Einheimischen, die zum Saisonstart unter anderem 700 Kisten Bier, 2000 Packungen Kondome oder 600 Liter Wodka bestellten. Worüber die nebelgeplagte Bevölkerung voller Vorfreude schmunzelte, erzürnte das Bundesamt für Kommunikation. Es war der Meinung, der Spot verstosse gegen das Alkoholwerbeverbot. Anlass genug für die Hausagentur AY&R, den letztjährigen Spot neu zu vertonen: Die gleichen Einheimischen sind jetzt auf Softdrinks wie zum Beispiel Mineralwasser, Minzen- oder Frauenmäntelitee umgestiegen. Am Ende die Auflösung: «Was wir für die Wintersaison wirklich bestellt haben, sehen Sie wegen des Alkoholwerbeverbots nur im Kino.»
Vom Himmel hoch… Da kommt er nicht gerade her, der Engel auf dem Weihnachtsplakat von Intercoiffeur Dom Pi. Dafür aus dem Klosterviertel in St.Gallen, denn für die Aktion hat sich der Meister gleich selbst
ablichten lassen. Mit lockigem Haar, Federboa und verklärtem Blick erinnert Peter Wetter bestehende und potenzielle Kunden daran, dass Weihnachten auch die Zeit für Engelshaare ist – auch wenn die eher am Tannenbaum hängen. Verantwortlich für die himmlische Kreation ist Eugster Kommunikation, die für den Angelus Figaro auch schon früher Botschaften überbringen durfte.
Editorial
Wo sind die Projekte der Zukunft?Schwarzer Tag für das Privatfernsehen in der Schweiz: Diesen Freitag schliesst Tele 24, nur einen Monat später gehen bei TV 3 die Lichter aus. Der Schock sitzt tief. Mit den beiden Totalabstürzen wurden die Marktchancen für nationales Privatfernsehen in der Schweiz brutal verneint. Angebot, Markt und Medienrecht – in dieser Reihenfolge – haben das drastische Urteil gefällt. Ein Horrorszenario.
Es sind ja aber nicht nur Tele 24 und TV 3. Auch die anderen Hoffnungsträger der Medienhäuser sind am Boden. So ist vom Gründungsfieber am Vorabend des Jahrtausendwechsels kaum mehr etwas übrig, das als ernst zu nehmender Umsatzträger für die Zukunft taugt. Mit diesen Problemen steht Tamedia nicht alleine. Allen anderen Medienhäusern, die TV und Internet machen, geht es nicht besser. Sie kochen lediglich auf viel kleinerer Flamme, und deshalb siehts bei ihnen weniger dramatisch aus.
Den Börsenneuling Tamedia triffts besonders hart. Seine breitspurig angefahrene Multimediastrategie ist auf den Grossraum Zürich heruntergekocht. Die Sprösslinge aus dem New Economy Hype – Winner und Moneycab – sind Sorgenkinder.
Verständlich, dass Tamedia den Fokus für die Zukunft wieder näher beim Print setzen will. Doch auch dort wirds nächstes Jahr ungemütlicher. Denn mit der NZZ am Sonntag steht ein weiterer Konkurrent vor der Tür. Der Schweizer Medienmarkt ist im Moment kein Honiglecken. Kein Wunder, dass Hans Heinrich Coninx jetzt auch laut vom Ausland redet – ein Ort, der bisher auf der Expansionskarte von Tamedia nicht einfach zu finden war. Lesen Sie dazu das Interview ab Seite 33. Daniel Schifferle
