Good News für Good News und für 20 Minuten

Good News (GN), das Heft der gleichnamigen Schweizer Konzertagentur, steigert ab März 2002 seine Auflage von derzeit 50000 auf 350000 Exemplare.

Good News (GN), das Heft der gleichnamigen Schweizer Konzertagentur, steigert ab März 2002 seine Auflage von derzeit 50000 auf 350000 Exemplare.Dies dank einer Kooperation mit dem Pendlerblatt 20 Minuten. Die Inhalte des 48 Seiten starken Monatsmagazins werden auf 24 Seiten reduziert und jeweils am letzten Freitag des Monats bei 20 Minuten integriert. 50000 vollständige GN-Exemplare werden weiter an die Abonnenten verschickt und an Events verteilt.Beide Titel lancieren zudem ein Inseratekombi. Eine Anzeige in der GN-Gesamtauflage ist zum nationalen Tarif von 20 Minuten zu haben (1/1-Seite 4f, brutto: 23000 Franken). Wer nur die GN-Abonnenten ansprechen will, bezahlt 8200 Franken (bisher 10200 Franken).
Aus der Zusammenarbeit erhofft sich GN-Geschäftsführer André Béchir eine wesentlich grössere Verbreitung, mehr Abonnenten und Werbeeinnahmen. Rolf Bollmann, Verlagsleiter von 20 Minuten, rechnet für sein Blatt mit stärkerer Leserbindung und einem Zugang zu GN-Anzeigenkunden. Pikant: Bisher wurde GN von Ringier gedruckt, neu aber von der Vorarlberger Druckerei, die einen Teil von 20 Minuten druckt. (mk)

Fein, ein Schweizer chick’n zu sein

Chick ’n’ More ist auf rasantem Expansionskurs – auch ohne klassische Werbung

Chick ’n’ More ist auf rasantem Expansionskurs – auch ohne klassische WerbungVon Luca Aloisi Chick ’n’ More heisst die Fastfood-Kette, die seit knapp zwei Jahren den Schweizer Markt erobert. Mit anglophilem Image, aussichtsreichem Businessplan und genuinen Produkten scheint dem Schweizer Start-up-Trio gutes Gelingen garantiert. Eine geniale Idee, die im Kommunikationsmix fast ganz auf klassische Werbung verzichtet.
Während die Expansion der Fastfood-Giganten, allen voran McDonald’s, ins Stocken gerät, rollt ein einheimisches Gastrounternehmen den Schnellimbissmarkt auf: Chick ’n’ More (C’n’M). Mit durchschnittlich einer Neueröffnung im Monat will die Kette innert dreier Jahre in der Schweiz rund 50 Niederlassungen betreiben. Nicht die geeigneten Standorte sind das grösste Hindernis im Businessplan, sondern die Vorgabe, Konstanz in Qualität und Umsetzung mit den Teams zu erreichen. Eine weitere Expansion mit Partnern über die Grenzen in den deutschsprachigen Raum schliesst CEO Marc-Antoine Cornaz deshalb nicht aus. Mit Cornaz, ehemaliger Development Director und GL-Mitglied beim englischen Hauptsitz der Pepsico Restaurants Int. – Kentucky Fried Chicken und Pizza Hut –, sitzen Martin Wieland, Metrociné-Direktor, und Ivan Levy, Chef Body Shop, Schweiz, in der Geschäftsleitung.
Das Warten auf die Alternative hat ein Ende
Die Sterne stehen gut: Nach Antibiotika- und Bakterienfällen, Rinderwahnsinnskandalen und Maul- und Klauenseuche ist vielen Schweizern die Lust besonders auf Rinderhackplätzchen mit Garniergurke und Sesambrötchen vergangen. Von diesem angekratzten Image profitierte unter anderem das weisse, kalorienärmere Hähnchenfleisch.
Doch nicht nur deshalb rechnet sich C’n’M-CEO Cornaz für den Erfolg der Schweizer Poulet-Fastfood-Kette gute Chancen aus: Zum einen ist Fastfood das am schnellsten wachsende Segment in der europäischen Gastrobranche, in dem auch noch beträchtliches Wachstumspotenzial vorhanden sei, weiss Cornaz. Dazu sei die Markendurchdringung in der hoch fragmentierten Restaurantbranche Kontinentaleuropas noch sehr gering. Wenn das jemand beurteilen kann, dann er.
Zum anderen trägt er einen eindrücklichen Rucksack an Erfahrungen mit sich, hat doch der gelernte Hotelier, der zuletzt in London als Market Manager für Kentucky Fried Chicken England und als Immobilienverantwortlicher für Tricon UK tätig war, den ganzen europäischen Fastfood-Markt bestens kennen gelernt. Er weiss, worauf es bei der Lancierung und Etablierung eines neuen Restaurationsbrands im hiesigen Markt ankommt. Davon ist auch die Beteiligungsgesellschaft CommCept Trust überzeugt, weshalb sie die kürzlich gestartete Expansion mitträgt.
Um das Marktpotenzial abschätzen zu können, stützte sich der CEO auf zentrale Überlegungen und Marktdaten, die für die Expansion massgebend waren: Das sind zunächst einmal die steigende Kaufkraft, der Trend zum ausserhäuslichen Essen – die Verkehrs- und Konzeptgastronomie verzeichnet seit einiger Zeit jährliche Umsatzzunahmen von gegen 10 Prozent – sowie die Konkurrenz: Die 12 grössten Gastromarken führen weniger als 8 Prozent aller Restaurantbetriebe mit einem Umsatzanteil von etwa 15 Prozent. Schliesslich zählt auch die Bereitschaft vieler Konsumenten dazu, für Schweizer Natura-Poulet, Basis der C’n’M-Menüs, mehr zu bezahlen. Und unter den Marktleadern tritt nur McDonald’s mit einem fokussierten Angebot auf.
Darauf entwarf Cornaz eine innovative Restaurantformel, die im oberen Qualitäts- und Preisbereich angesiedelt ist und ein hoch flexibles effizientes Betriebssystem aufweist. Die Wettbewerbsvorteile will er auch durch schnelle Eroberung von Marktanteilen und gute Umsetzungsfähigkeit, vor allem aber durch eine hohe Kundenzufriedenheit erreichen. Letztere basieren auf der Markenerkennung, der hohen Produktkontinuität und einem überzeugenden Wertesystem.
«Die ersten zwei Standorte haben uns das auch bewiesen», sagt Cornaz nicht ohne Stolz. In diesen Niederlassungen konzentrierte sich das Unternehmen vorerst auf die Produkt- und Preispositionierung. Immerhin hatte der erste C’n’M-Take-away 1999 im Berner Bahnhof, trotz eines nahen und günstigeren Pouletbräters, den erhofften Erfolg und bald eine unerwartet hohe Kundenbindung. Der Umsatz jenes Konkurrenten ging kaum zurück, was darauf schliessen liess, dass C’n’M neue, bewusst konsumierende Kundenkreise erreicht hatte. Dasselbe stellte man in Vevey fest, wo C’n’M in direkter Konkurrenz zu McDonald’s wachsende Marktanteile erobern konnte.
Keine Printkampagne, kein TV-Spot und fast keine Plakate
Entsprechend will Cornaz den Brand für nicht gerade billigen Fingerfood über den USP Qualität klar profilieren und positionieren: Vor allem die Frische der Zutaten und die hochwertige Bearbeitung werden vermittelt – das Huhn wird hier nicht in der Fritteuse gebacken, sondern auf dem Rost gegrillt.
Und noch etwas ist anders bei C’n’M: Publizität wird nicht über klassische Kommunikationskanäle oder über den Preis erreicht, sondern direkt am Standort sowie lokal in der PR, vor allem in Form klar definierter Corporate Identity und Behaviour. Bei Neueröffnungen schliessen sich auch Verkaufsförderungsmassnahmen an.
Cornaz rechnet damit, dass das internationale Image und die Mundpropaganda den Aufbau der Bekanntheit zusätzlich unterstützen. Bei der angepeilten Zielkundschaft – hauptsächlich eine anspruchsvolle erwachsene und vor allem weibliche Klientel, die auf eine Alternative zu gängigen Fastfood-Restaurants wartete – macht dieser Kommunikationsmix Sinn.
Obwohl die Resonanz besonders bei den Early Innovators schon sehr gross ist, besteht bei Frauen eine «Image-Hürde», weil sie nicht zu den primären Fastfood-Konsumentinnen zählen. In der Markenkommunikation gilt es deshalb, die Balance zwischen einfachen Messages und den vielfältigen Inhalten von C’n’M zu erreichen. «Man muss immer versuchen, gewisse etablierte Branchenregeln bewusst und mutig zu brechen», sagt Cornaz und meint damit die ausserordentliche C’n’M-Positionierung in der Fastfood- und Take-away-Branche.
Ganz im Einklang mit dem unverfälschten Essen ist der Kommunikationsstil, der die Natürlichkeit und die Kernwerte der neuen Schweizer Gastromarke vermittelt. Vor allem das eingesetzte Hauptmotiv gibt diese Botschaft klar wieder: fit, food, fast, wobei die Alliteration zum Teil durch die Produktabbildung von Spezialitäten wie das Deluxe Sandwich oder das Salad Meal visuell und kulinarisch attraktiv gebrochen wird. Während die Agentur Ideenhaus, Nürnberg und London, die Markenstrategie in Corporate Design und Claim umsetzte und das Logo entwarf, in das sie symbolisch das Sandwich, die Duftwelle, aber auch Wellness, Flamme, Geflügel, Natürlichkeit und Frische grafisch hineinprojizierte, entwickelte die Basler Agentur Schenk Müller Bider die Mittel für die standortspezifische Kommunikation.
Echtheit, Persönlichkeit und Leidenschaft sind Markenkerne
Zwei Schritte sollen C’n’M zur erhofften Popularität und Beliebtheit führen: «Erstens versuchen wir, viele Trials zu generieren, weil nur so den Kunden der deutliche Unterschied spürbar wird. Und wenn man einen Markt aufbauen will, dann ist zweitens spielentscheidend, dass das notwendige Volumen so schnell wie möglich erreicht wird. Nur so können Marktanteile und Synergien gewonnen und verteidigt werden», ist Cornaz überzeugt.
Von der ersten Ladengeneration, die den Konzeptbeweis erbrachte, retteten die Gründer der Fastfood-Kette praktisch nur das Produkt und die Preispositionierung. Nach der Marktanalyse und den Kundenumfragen fiel Anfang 2001 der Startschuss zur schnellen Expansion und der emotionellen Positionierung der Marke, mit der C’n’M gegenüber dem üblichen Grillhähnchen differenziert werden soll.
Im Unterschied zu den meisten Fastfood-Ketten, die das Image des künstlichen Junkfoods haben, attestierten die Kunden den Produkten von C’n’M Echtheit. Geschätzt wurde auch der persönliche Service. Jedoch klaffte in der Wahrnehmung im emotionellen Bereich der Zielpositionierungsmatrix eine Lücke. Gerade weil rationale Kaufgründe im angepeilten Verpflegungsbereich überwiegen und für Anbieter entscheidend sind, kommen emotionalen Stimuli grosse Bedeutung zu, weil dieser Bereich wirtschaftlich der interessanteste ist.
Beispiele wie Häagen Dazs beweisen, dass in diesem Bereich die Preiselastizität ungleich grösser ist als bei Konkurrenzprodukten, die sich nicht im emotionalen Segment positionieren. Noch differenzieren sich aber die wenigsten Fastfood-Ketten über Leidenschaft, Lifestyle, Erotik und andere Assoziationswelten. C’n’M zielt auf Erlebnispositionierung und appelliert für das emotionale Involvement ans Vitalitätsbedürfnis. Cornaz sagt dazu: «Vitalität im Sinn von Wellness, sprich: einfaches, ausgeglichenes und gemütliches Essen, Zeitersparnis dank schnellem Service, warme, gemütliche Ambiance, in der man gerne auch etwas länger verweilt.»
Bei der Poulet-Kette liest sich diese Natürlichkeitsphilosophie nicht nur beim Frischpoulet, dem knusprigen Brot, das von Hiestand entwickelt wurde, bei den gebackenen Kartoffeln oder den ungesüssten Teesorten, sondern auch bei den gemütlichen Sitzgelegenheiten, die bei der Fastfood-Konkurrenz derart konzipiert ist, um die Kundenzirkulation künstlich zu erhöhen.
Bis ins letzte Detail wurde der differenzierende Markteintritt durchdacht: Selbst das übliche Tablett, das beim Einkauf mit voll beladenen Tüten hohe Jonglierfertigkeit des Gastes voraussetzt, wurde bei C’n’M durch einen Einkaufskorb ersetzt. Dieser hat zusätzlich den Vorteil, dass «er auch das Abräumen wesentlich vereinfacht», erklärt Cornaz. In konzeptionellen Partikularitäten wie diesen widerspiegelt sich das Natürliche, Einfache und Ursprüngliche des Poulet-Essens.
Gute Konzepte gibts viele – wenige sind multiplizierbar
Um langfristig auf der Zielgeraden zu bleiben, wurden Markenregeln definiert: So werden beispielsweise ausschliesslich ganze und frische Hähnchenstücke mit Herkunftsdeklaration verarbeitet, der Kunde wird vom Geschäftsführer persönlich an der Kasse bedient. «Der entscheidende Moment in einem Restaurant ist der einminütige Kundenkontakt, der sogar im bedienten Restaurant selten mit dem Chef geschieht», sagt Cornaz.
Alkohol wird bei C’n’M nicht ausgeschenkt, noch darf hier geraucht werden. Die standardisierten Werte machen einen strategischen Unterschied zur Konkurrenz erkennbar und sollen die Wiedererkennbarkeit der Marke steigern und deren Anonymität minimieren. «Auch im Fastfood, wo man den Service häufig unterschätzt, wird Kundenzufriedenheit zu über der Hälfte gerade durch dieses Erlebnis erwirkt», ist Cornaz überzeugt und zählt dazu Sauberkeit, Service, die richtige Auswahl, stimmende Rechnungen und anderes mehr.
30 bis 35 Prozent der Zufriedenheit wird mit dem Essen selbst gewonnen, und der Rest begründet sich im richtigen Value for Money. «Im Fastfood-Bereich heisse es deshalb: We’re in the entertainment business, and by the way there is something to eat.» Schliesslich verkaufe auch McDonald’s Unterhaltung, meint der CEO. Solches Know-how erarbeitete er sich bei Tricon, die viel Geld in umfangreiche Studien investiert hat. Entsprechend flexibel und effizient hat er das modulare C’n’M-System geplant, um besser mit Fluktuationen umzugehen als andere Gastrosysteme.
Technisch und räumlich stellt der Verzicht auf eine grosse Küche einen wesentlichen Vorteil bei der Standortbestimmung, der Umsetzung und bei den Kosten dar, was eine hohe Marktdurchdringung erlaubt. Die im internationalen Vergleich mittelmässigen Frequenzen, die in der Schweiz möglich sind, und, im Gegensatz dazu, die hohen Fixkosten – Immobilien und Personal – gleicht C’n’M mit einem kleineren Platz- und Personalbedarf aus. Nicht nur das: «Wir sind mit einem Produkt auf den Markt, der im höheren Preissegment ist, auch weil die Kaufkraft der einzige Weg ist, um diese Frequenznachteile zu kompensieren», sagt Cornaz.
Den eigentlichen Trumpf seiner Kette sieht er in der Multiplizierbarkeit. Und da bei diesem Gastromodell der Faktor People-Business ins Spiel kommt, ist er überzeugt, dass C’n’M von der Anziehungskraft einer dynamischen, expansiven Marke profitieren wird. Das gilt für Angestellte wie für Lieferanten, Partner und Stakeholders jeder Art.
Der Expansionsplan wurde zur Beweisführung von Westen her und konzentriert auf kleinere und mittelgrosse Städte aufgezogen. Nur mit stattlichem Volumen könne man auch in kompetitiveren Märkten wie Zürich auftreten. Auf keinen Fall wolle er mit dem Cash-flow einiger Filialen ein Geschäft an Toplage querfinanzieren. So wird man wohl – Wermutstropfen zum Schluss – noch ein wenig Geduld haben müssen, bis das erste Zürcher C’n’M-Restaurant seine Türen öffnet.

Muse & Musse: Gabi Wettstein

Muse & Musse Gabi Wettstein Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?Gabi Wettstein: Die Erstvisionierung des Kurzdokumentarfilms «Zeit-Frei» im Beisein von Regisseur und Pr

Muse & Musse Gabi Wettstein Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?
Gabi Wettstein: Die Erstvisionierung des Kurzdokumentarfilms «Zeit-Frei» im Beisein von Regisseur und Protagonisten.
Was lesen Sie gerade?
Wettstein: «Bellavista und die Liebe» von Luciano de Crescenzo, weil «Also sprach Bellavista» schon ein Kunststück war und «Die Kunst der Unordnung» mich immer begleitet.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Wettstein: Heute Leonard Cohens «Ten New Songs», Song Nr. 1, gestern Francis Cabrel, morgen Les Rita Mitsouko und immer wieder Bob Dylan.
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen?
Wettstein: «Alexis Zorbas» – für mich der schönste Film mit einem hervorragenden Anthony Quinn.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Wettstein: Weiss ich nicht mehr, habe geschlafen.
Welches ist Ihre neueste Entdeckung im Internet?
Wettstein: www.factmonster.com/spot/rama dan1.html (auf der Suche nach dem Beginn des Ramadans).
Worauf könnten Sie nie verzichten?
Wettstein: Mit guten Freunden und gutem Wein die Nacht zum Tag werden lassen.
Was machen Sie in einer freien Minute?
Wettstein: Geniessen und warten, bis sie vorbei ist.
Liebe ist…?
Wettstein:…nicht auf eine Antwort reduzierbar.

Service: Print-Media-Planer

Der Print-Media-Planer 2002 erscheint am 23. November bereits zum 26. Mal.

Der Print-Media-Planer 2002 erscheint am 23. November bereits zum 26. Mal.Service Print-Media-Planer Er enthält aktuelle Detaildaten zur Schweizer Presselandschaft, Ergebnisse der Studien Mach Basic, MA Net und MA Comis 2001 sowie die neuesten VSW-Verbreitungsdaten. Neu sind auch Preisangaben zu TV, Plakaten, Radio, Internet, Kino und Direct Mailing enthalten. Der Planer kann bei bjung [email protected] oder Tel. 021 317 76 66 bezogen werden.
Kobis Krimi Nach dem Debütroman von Matthias Steinmann erscheinen nun Band 2 und 3 der Reihe Lorenzini-Krimi. Das Berner Szenelokal Lorenzini und die Werbeagentur Contexta wollen damit unbekannten Krimiautoren die Chance zu einer Veröffentlichung geben. Band 2, «Black Day», stammt vom 30 Jahre alten Louis Hagedorn. Band 3 ist eine Neuauflage des Erstlingswerks von Contexta-Mitinhaber Fritz Kobi. Die Buchvernissage findet am 3. Dezember um 19 Uhr im Restaurant Du Théatre in Bern statt.
18 PR-Masters An der Universität von Lugano haben 18 Teilnehmer den zweiten MPR-Lehrgang abgeschlossen und dürfen sich künftig Master of Science in Communications Management nennen. Die erfolgreichen Kandidaten haben durchschnittlich 14 Jahre Berufserfahrung in der Kommunikation und nehmen bereits grossteils Kaderpositionen ein. Die Liste der neuen Masters of Science in Communications Management steht auf www.werbewoche.ch

Ungewisser denn je

Kabelnetzbetreiber in Genf und Lausanne gegen Aufschaltung des M6-Werbefensters

Kabelnetzbetreiber in Genf und Lausanne gegen Aufschaltung des M6-WerbefenstersVon Anita Vaucher Die Kabelnetzbetreiber der beiden grössten Westschweizer Agglomerationen, Genf und Lausanne, sperren sich gegen die Aufschaltung des geplanten M6-Werbefensters. Jetzt setzt sein Vermarkter IP Multimedia bei den Wirtschaftsverbänden Druck auf.
Das Verwirrspiel um das seit langem geplante Werbefenster des französischen Privatfernsehsenders M6 für die Westschweiz nimmt kein Ende. Was vergangene Woche noch als Gerücht zirkulierte, hat sich mittlerweile bestätigt: Die beiden Kabelanbieter TeleGenève (Genf) und Urbanet (Lausanne) haben signalisiert, dass sie auf die Aufschaltung des Werbefensters verzichten wollen.
TeleGenève, das unter anderem auch den Lokalsender Léman Bleue betreibt, erklärt, die Ausstrahlung des Werbefensters sei finanziell nicht interessant. Zudem unterscheide sich das «programme suisse», das M6 zusammen mit dem Schweizer Werbefenster anbiete, nicht wesentlich vom französischen Angebot.
Deshalb sei das Werbefenster allein für die Zuschauer nicht interessant, sagte Michel Vieux von TeleGenève. Und zu guter Letzt, so die sibyllinische Begründung, respektiere man die Haltung des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) und der Télévision Suisse Romande (TSR), die sich beide heftig ablehnend über das Werbefenster geäussert hatten.
Der Entscheid für oder gegen die Aufschaltung des Werbefensters in Neuenburg, dem dritten grossen Einzugsgebiet der Romandie, soll in den nächsten Tagen fallen. Dies sagte André Vuillemez vom zuständigen Kabelnetzbetreiber Video 2000 gegenüber der WerbeWoche. Sollte auch dieser Entscheid negativ ausfallen, wirds eng für das M6-Werbefenster.
IPM sucht jetzt Schützenhilfe der Wirtschaftsverbände
Indessen macht die Werbezeitvermarkterin IP Multimedia (IPM) weiterhin auf Optimismus und will das offizielle Verhandlungsergebnis der Westschweizer Kabelgesellschaften mit M6 abwarten. Beim Bakom in Biel ist man über die neueste Entwicklung bezüglich der Entscheide von TeleGenève und Urbanet nicht auf dem Laufenden und wartet angeblich immer noch auf die Kopie der Bewilligung für das Werbefenster, die die zuständige französische Behörde M6 bereits erteilt hat. Laut IPM-Sprecherin Bettina Singeisen müsse das Bakom diese Kopie aber längst erhalten haben.
Nach den Worten von Singeisen sucht IPM nun die Unterstützung der Wirtschaftsverbände, mit denen man Druck auf
die Kabelgesellschaften ausüben wolle. Schliesslich stünden wirtschaftliche Interessen auf dem Spiel, sagte sie. Zudem sei die Forderung der Werbeauftraggeber nach Alternativen zur TSR eine Tatsache. «Auch die Zuschauer profitieren weit mehr von der Werbung für Produkte, die sie in der Schweiz auch kaufen können», betont Singeisen.

Bereit für den Fight

IAA-Gesprächsrunde gibt NZZ am Sonntag und Facts die besseren Karten

IAA-Gesprächsrunde gibt NZZ am Sonntag und Facts die besseren KartenVon Daniel Schifferle Unterwegs zum sicheren Erfolg (NZZ am Sonntag), eine Trittbrettfahrerin (Facts) oder auf dem Weg zum Medienfriedhof (Weltwoche) – der IAA-Talk zum bevorstehenden «Kampf der Wochenpresse» teilte Risiken und Nebenwirkungen zu. Einigkeit gabs aber nur über eines: SonntagsZeitung, Weltwoche, Facts und sogar die NZZ-Samstagsausgabe werden im Inseratemarkt Federn lassen.
Dass mit dem Start der NZZ am Sonntag am 17. März 2002 gewisse andere Wochentitel wie SonntagsZeitung, Weltwoche und Facts um Leser und Inserenten fürchten müssen, ist klar. Wer aber im Schlachtenlärm unter- oder gestärkt hervorgehen wird, darüber kann man vorderhand nur streiten. Die IAA-Gesprächsrunde zum Thema Wochenpresse diskutierte eine Reihe Argumente, mit dem Ziel, die neue Konkurrenzsituation etwas berechenbarer zu machen.
Der Ausgang des Kampfes um Leser und Inserenten im nächsten Frühling ist durchaus absehbar, glaubt man den Noten von Medienberater René Grossenbacher (Publicom AG). Dabei schneidet nicht nur die NZZ am Sonntag erfreulich ab, auch Facts soll vom neuen Umfeld eher profitieren. Auf der Verliererseite sieht er die SonntagsZeitung (SoZ) und die Weltwoche.
Seine Prognosen stützte Grossenbacher auf Thesen. Eine unerwartete: Facts werde kaum leiden unter der NZZ am Sonntag. Im Gegenteil, die beiden hätten sogar das Zeug, zum künftigen Power-Pack zu werden. «Ein perfektes Gespann für die gestresste Infoelite». Facts sorgt dabei für den unterhaltungsorientierten Zugang zum «Pflichtstoff» der Infoelite. Bevor am Wochenende mit der NZZ am Sonntag der ernstere Gegenpart mehr Lesezeit fordert.
Von Banken, Medienverbünden und Auslaufmodellen
Dem neuen Produkt von der Falkenstrasse verteilt Grossenbacher reichlich Vorschusslorbeeren. Er erinnerte nicht nur an die potente Marke, die dem Zeitungskind eine starke Patin sein werde. Auch der Medienverbund mit St.Galler Tagblatt und Bund biete hervorragende Möglichkeiten für Vertrieb und Promotion. Und nicht genug: Auch am anderen wichtigen Faktor, dem Geld, mangelts nicht. «Die NZZ ist eine Bank, die auch noch eine Zeitung herausgibt», meinte Grossenbacher. Dem Baby ist ein kräftiger Wuchs gewiss. Auch das aktuelle Klima sei günstig für den Spross der NZZ. «Das Ende der Spassgesellschaft und die gute Nachrichtenlage – beides könnte für die NZZ am Sonntag sprechen», erklärte er.
Aber natürlich ist die «boomende» Sonntagspresse ohnehin auf der Sonnenseite, und auch die Tagespresse ist laut Grossenbacher stark positioniert. Nicht so die «darbende» politische Wochenpresse. Da liess Grossenbacher auch kaum Lichtblicke zu. Die Weltwoche sei ein Auslaufmodell – weil auf politische Wochentitel eher verzichtet werden könne. Eine These, die Medienwissenschafter Roger Blum bereits Anfang Jahr in der WerbeWoche vertreten hatte (WW 7/01).
Als schlechtes Zeichen für die Weltwoche deutete Grossenbacher zudem die radikalen Neuerungen und den Schritt von der Zeitung zum Magazin. «Solche Radikalkuren künden oft den Tod an», sagte er.
Probleme mit dem Lesermarkt sieht Grossenbacher aber auch auf die SoZ zukommen. Das Umsteigepotenzial, das er wittert, ist erklecklich: Jeder siebente SoZ-Leser – das sind nicht weniger als 106000 – ist auch NZZ-Leser. Die NZZ-Abonnenten unter ihnen werden sich ab nächstem Frühjahr kaum zwei Sonntagszeitungen zumuten, das ist jetzt schon klar. Und weil die NZZ am Sonntag ohnehin gratis kommt, ist der Entscheid bereits vorweggenommen. Verliererin ist die SoZ.
SoZ-Chefredaktor Andreas Durisch verteidigte sein Blatt allerdings als erfolgreichen Sonntagstitel – der werde im neuen Umfeld kaum viel zu befürchten haben. Darauf wandte Ralph Büchi ein: «Warum gibt die SoZ trotzdem 33 Prozent oder 49 Franken von ihrem Abotarif preis, wenn sie doch so erfolgreich ist?» Wenn die NZZ am Sonntag solch krasse Marketingmittel wie zum Beispiel die einjährige Gratislieferung an die NZZ-Abonnenten einsetze, dann müsse auch die SoZ etwas tun, konterte darauf Durisch.
NZZ am Sonntag kannibalisiert eigene Samstagsausgabe
Einig war man sich über die Entwicklungen im Inseratemarkt. Der Sonntag sei und bleibe ein toller Tag für die Werbung. Mit der NZZ am Sonntag werde eine Marktausweitung im Inseratemarkt Wirklichkeit. Aber nicht so üppig, dass alle davon profitieren könnten. «Die NZZ am Sonntag wird mehr Anzeigen absorbieren als generieren», prognostizierte Grossenbacher. «Die anderen werden sich warm anziehen müssen.» Mit leicht weniger Inseraten rechnet Durisch. Man suche jetzt das Gespräch mit den Kunden.
Auch Tobias Trevisan, Leiter Verlag NZZ, rechnete zwar mit einer Marktausweitung, aber gleichzeitig mit einem Verdrängungswettbewerb. Verliererin werde auch die Samstagsausgabe der NZZ selber sein, daraus machte Trevisan kein Hehl. Von den beiden anderen Sonntagstiteln werde vor allem die SoZ Inserate abgeben müssen.
«Die Weltwoche ist Stalingrad einfach»
Doch das ist immer noch gemütlich im Vergleich zu dem, was für die Weltwoche befürchtet wird. Wie man sich denn auf dem Weg zum Medienfriedhof fühle, fragte Büchi Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel. «Neuer Inhalt, neue Ausrichtung, neue Form – muten Sie Ihren Lesern nicht etwas viel aufs Mal zu, nachdem diese ja bereits in den vergangenen Jahren reichlich mit Wechselbädern konfrontiert worden sind?»
Köppel sagt, man habe lediglich zwei Optionen gehabt: «Entweder ein Euthanasieprogramm langfristig zu moderieren – oder etwas nachhaltig zu verbessern. Wir haben uns für den mutigeren Schritt entschieden», antwortete er. Die Prognosen für die Weltwoche erzeugten bei ihm aber auch Galgenhumor. Er habe damals seinen Kollegen bei der Tamedia gesagt: «Der Weggang zur Weltwoche ist Stalingrad einfach.»
NZZ am Sonntag wird «dritte Gratiszeitung der Schweiz»
Doch auch an die NZZ am Sonntag gabs einige kritische Fragen. Die neue Zeitung ein ganzes Jahr lang gratis abzugeben, sei eine riskante Sache. «Werden die Empfänger danach bereit sein, den Abo-Preis zu bezahlen?», fragte Büchi. Trevisan erklärte, die Preissensibilität bei den Abonnenten sei gar nicht so hoch, wie man oft meine. Dies habe eine Studie der NZZ am Sonntag gezeigt. In Zahlen ausgedrückt: Trevisan rechnet damit, dass 10 Prozent der NZZ-Leser gleich beim Start Nein sagen zur Sonntagsausgabe. Weitere 30 Prozent würden dies ein Jahr später bei der Rechnungsstellung tun. Das heisst, die NZZ am Sonntag geht heute davon aus, dass 60 Prozent der Gratisempfänger dereinst zu zahlenden Abonnenten gemacht werden können. Eine sehr optimistische Einschätzung, darüber war man sich einig.
Einer hatte am IAA-Anlass gefehlt: der SonntagsBlick. Er sei von den angesprochenen Leserzielgruppen nicht betroffen, er habe auch nur ganz wenige Doppelleser mit der NZZ. Deshalb darf das Medienhaus Ringier für einmal nur zuschauen, wenn sich die anderen Marktanteile abjagen.

«Dort bleiben wir»

Michael Ringier über seine Medienaktivitäten in Osteuropa

Michael Ringier über seine Medienaktivitäten in OsteuropaRingiers Auslandgeschäft, insbesondere jenes in Osteuropa, wächst schnell. Nach Einschätzung von Verleger Michael Ringier könnte es für den grössten Schweizer Medienkonzern schon bald mindestens ebenso wichtig werden wie der helvetische Markt.Das Auslandgeschäft von Ringier zeigt sich derzeit äusserst dynamisch. Was sind die Hintergründe für diese Entwicklung?
Michael Ringier: Erstens gehörten wir zu den Ersten, die vor zehn Jahren dort investierten. Dadurch verfügen wir heute über eine sehr gute Ausgangsposition. Zweitens konsolidieren sich nun diese Märkte, so wie dies bei uns in den letzten 20 bis 30 Jahren der Fall war. Jetzt gibt es in jedem Land nur noch zwei, drei, vielleicht vier grosse Verlage im Zeitungs- und Zeitschriftengeschäft. Nun ergaben sich aber Gelegenheiten, nochmals einige Blätter zu übernehmen oder sich an solchen zu beteiligen. Und diese Chance haben wir genutzt.
In den vergangenen Jahren hat sich Ringier im Auslandgeschäft immer wieder an Firmen beteiligt und dann gewartet, bis der Partner aussteigt. So geschah es in Tschechien und in der Slowakei, und so könnte es auch in Rumänien und Ungarn noch kommen. Ist das die Ringier-Strategie?
Ringier: Es ist richtig, wir gingen strategische Partnerschaften ein, auch aus der Notwendigkeit heraus, als Familienunternehmen nicht das ganze Risiko eingehen zu müssen. Aber unsere Absicht war immer ganz klar: Diese Länder sind ein Teil unserer Zukunft, dort bleiben wir, das ist eine Investition in die nächsten 50 Jahre. Und das hat sich ausbezahlt. Unsere jeweiligen Partner hingegen hatten zum Teil andere Absichten oder änderten ihre Meinungen, weshalb wir die Geschäfte immer wieder zu 100 Prozent übernehmen konnten. Die neue Partnerschaft mit Gruner + Jahr ist nun aber auch eine verlegerische, die wir weiterentwickeln müssen.
Sie spekulieren also nicht auf einen baldigen Ausstieg von Gruner + Jahr?
Ringier: Nein, das ist nicht die Meinung, aber man kann dies auch nicht ausschliessen.
In Polen ist Ringier nicht aktiv. Gibt es Gründe dafür?
Ringier: Wir hatten dort zwar eine Aktivität, sind aber doch zu spät eingestiegen. Polen ist das grösste unter den osteuropäischen Ländern, darum war es auch für andere Verlage am interessantesten. Wir sahen deshalb unsere Chancen in den kleineren Ländern, wo es zu Beginn weniger Konkurrenz gab. Später gaben wir dann das Engagement in Polen – und übrigens auch eines in Bulgarien – auf, weil wir nicht gleichzeitig in allen sechs Ländern investieren konnten.
Im vergangenen Jahr betrug der Anteil des Osteuropageschäfts am gesamten Ringier-Umsatz 12,9 Prozent. Wie entwickelt er sich weiter?
Ringier: Wir sind nächstes Jahr an rund 200 Millionen Franken Umsatz beteiligt. Aber man muss das langfristig sehen: All diese Länder werden in den nächsten Jahren Mitglieder der EU, und das bringt mehr Rechtssicherheit, Wachstum und Gewinnaussichten. Deshalb bin ich überzeugt, dass dieses Geschäft für Ringier in zehn Jahren eine enorme Bedeutung haben wird.
Mit welchem Anteil am Gesamtumsatz?
Ringier: Wenn das Wachstum so weiter geht, ist in den nächsten 10 bis 15 Jahren eine Steigerung auf 30 bis 50 Prozent absolut denkbar.
In einigen Märkten hat Ringier bereits eine marktbeherrschende Stellung, zudem ist wohl das Angebot an weiteren interessanten Titeln begrenzt. Wie gross ist Ihr Spielraum noch?
Ringier: Es gibt einzelne Titel, die für uns noch interessant wären, allerdings sind auch die Preise enorm gestiegen. Das ist einerseits schön, weil dies auch etwas über den Wert des eigenen Geschäftes aussagt, andererseits steckt uns das gewisse Grenzen. In Rumänien ist aber noch viel möglich, weil dieser Markt noch wenig konsolidiert ist. In Ungarn hingegen kann ich auch aus politischen Gründen im Zeitungsgeschäft kaum mehr Neues anfassen, im Zeitschriftengeschäft hingegen bestehen noch Möglichkeiten.
Dieses Jahr wird das Osteuropageschäft insgesamt schwarze Zahlen schreiben. Gibt es Länder, in denen dies noch nicht der Fall ist?
Ringier: Nein, im operativen Geschäft schreiben wir überall schwarz. Rechnen Sie aber die Abschreibungen hinzu, die sich aus unseren relativ teuren Akquisitionen ergeben, sieht es etwas anders aus.
Operativ schwarz – gilt dies auch fürs nächste Jahr?
Ringier: Wir hoffen es, die Konjunktur bleibt unsicher. In Osteuropa hat sie sich allerdings als relativ stabil gezeigt. Ob das so bleibt, ist jedoch offen.
Mit welchen Mitteln bezahlt Ringier diese Investitionen in Ost-
europa und Asien?
Ringier: Wie immer in dieser Firma haben wir diese Investitionen aus dem selbst erarbeiteten Cashflow finanziert. Zum Teil gingen wir aber, wie gesagt, auch Partnerschaften ein, um das Risiko zu mindern. Daran wird sich nichts ändern. Interview: Markus Knöpfli
Neue Investitionen in Tschechien

Weil Ringiers Boulevardblatt Blesk in Tschechien in den vergangenen fünf Jahren die Auflage um 61 Prozent auf 330000 Exemplare steigern konnte, hat der Konzern nun eine zweite Druckerei in Prag gekauft. Gleichzeitig beteiligte sich Ringier zu 51 Prozent an der Sporttageszeitung Cesko-slovensky Sport (Auflage: 60000 Exemplare). Erst vor einer Woche hatte Ringier zudem ein Joint Venture mit Gruner + Jahr in Ungarn, Tschechien und in der Slowakei bekannt gegeben (WW 42/01). In Rumänien hingegen gehen beide Konzerne nach wie vor getrennte Wege.

Ringier will Martin Kall noch, Tamedia muss warten

Das laufende Geschäftsjahr des Ringier-Konzerns sei «nicht zufriedenstellend», sagte Verleger Michael Ringier am Dienstag an einer Medienkonferenz.

Das laufende Geschäftsjahr des Ringier-Konzerns sei «nicht zufriedenstellend», sagte Verleger Michael Ringier am Dienstag an einer Medienkonferenz.Konkret erwartet er einen Gewinn zwischen 30 und 35 Millionen Franken. Letztes Jahr hatte Ringier einen Rekordgewinn von 50,4 Millionen Franken erreicht. Der Umsatz für 2001 dürfte bei 1,1 Milliarden Franken liegen, rund 10 Prozent mehr als im Jahr 2000.Das Zeitungsgeschäft sei mehr oder weniger stabil. Der SonntagsBlick habe die Auflage leicht gesteigert, der Blick habe sie halten können. Bei den Anzeigen hielten sich die Rückgänge in Grenzen. Cash hingegen habe kein gutes Jahr hinter sich. Über einen neuen Chefredaktor sei noch nicht entschieden.
Der Nachfolger von Martin Kall in der Konzernleitung von Ringier werde am 17. Dezember bekannt gegeben, sagte Ringier. Kall, bei Ringier Leiter des Konzernbereiches Europa und Zeitschriften, wird Nachfolger von Tamedia-Konzernchef Michel M. Favre. Kall muss bei Ringier aber noch die neuen Osteuropa-Akquisitionen (siehe Seite 24) in den Konzern integrieren, weshalb der Wechsel zu Tamedia kaum vor dem Sommer 2002 stattfinden werde, sagte Michael Ringier. (mk)

«Ein Risiko geht man beim Sponsoring von Sportlern immer ein»

Ralph P. Sauser, ATAG Asset Management AG, über das Sponsoring von Roger Federer

Ralph P. Sauser, ATAG Asset Management AG, über das Sponsoring von Roger FedererDas Schweizer Vermögensverwaltungsunternehmen ATAG Asset Management AG wirbt seit kurzem mit Roger Federer. Ralph P. Sauser, Geschäftsleitungsmitglied und Verantwortlicher für Marketing, erklärt, wie viel der Federer-Etat kostet und wo und wann die Anzeigenserie mit ihm geschaltet wird. Ralph P. Sauser, wie kamen Sie auf Roger Federer?
Ralph P. Sauser: Wir sahen uns schon lange nach einem passenden Einzelsportler für unsere Sponsoring- und Werbezwecke um. Als wir den Hinweis bekamen, dass sich Roger Federer nach neuen Partnern umsieht, haben wir nicht lange überlegt.
Wie lange dauert sein Vertrag?
Sauser: Drei Jahre plus Option auf weitere Zusammenarbeit.
Was beinhaltet die Zusammenarbeit mit Roger Federer?
Sauser: Wir dürfen als Finanzdienstleistungsunternehmen exklusiv mit Roger Federer werben. Zudem steht er uns für mindestens fünf Kundenanlässe pro Jahr zur Verfügung.
Sie haben mit ihm kürzlich eine Inserateserie lanciert. Folgen andere Werbevarianten?
Sauser: Vorerst konzentrieren wir uns auf die Werbung in den Printmedien. Mit unserer Werbeagentur haben wir aber verschiedene Varianten der laufenden Federer-Kampagne konzipiert.
Wo planen Sie die Inserate ein?
Sauser: In verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften, vorläufig aber nur in der Schweiz. Dies vorwiegend während grösserer Turniere und insbesondere, wenn er sich positiv in Szene setzt.
Was versprechen Sie sich davon?
Sauser: In erster Linie wollen wir den Bekanntheitsgrad der ATAG Asset Management im Markt weiter steigern und versprechen uns durch unsere Präsenz im Umfeld des Spitzensports neue Kontakte und Möglichkeiten.
Dazu gibt es in der Schweiz auch andere Sportlerpersönlichkeiten.
Sauser: Ja und nein. Roger Federer passt ideal zu unserer Firma.
Was gefällt Ihnen so gut an ihm?
Sauser: Er steht für Talent, Know-how, Ausdauer und absoluten Leistungswillen – Faktoren, die auch bei uns gelten.
Schön und gut. Spielte nicht auch sein Preis eine Rolle? Als aufstrebender Tennisspieler wird er kaum so teuer gewesen sein wie ein gestandener Spitzenspieler.
Sauser: Jein. Klar passt er besser in unser Werbebudget als ein Formel-1-Fahrer. Aber der Preis war nicht bestimmend. Uns war wichtiger, dass er zu unserer Firma und unseren Mitarbeitern passt.
Einen Tennisspieler als Aushängeschild zu nehmen verlangt auch Mut. Haben Sie keine Angst, dass der Schuss nach hinten losgehen könnte? Schliesslich haben Tennisspieler im Umgang mit Geld und der Wahl ihrer Finanzberater nicht gerade den besten Ruf.
Sauser: Ein Risiko geht man beim Sponsoring von Sportlern immer ein. Wir sind der Meinung, dass das Risiko mit Roger Federer so klein wie möglich ist. Zumal wir Roger Federer in Geldfragen beraten und somit sicher sein können, dass er in diesem Bereich keine Fehler macht.
Viele potenzielle Kunden werden Sie im Tennis nicht finden. Macht es für eine Upper-Class-Vermögensverwaltungsfirma Sinn, einen Tennisspieler zu sponsern?
Sauser: Ja. Schliesslich wollen wir mit dem Engagement von Roger Federer nicht nur neue Einzelkunden gewinnen, sondern insbesondere unseren Namen im Markt weiter etablieren.
Gäbe es dafür nicht idealere Sportarten? Beispielsweise Golf, Fechten oder Curling?
Sauser: Wir sind in diesem Segment ja bereits aktiv.
Ja, mit kleinen Engagements. Sie sponsern seit längerem die Frauen-Degennationalmannschaft, den Olympiadegenfechter und Wirtschaftsstudenten Marcel Fischer und das Berner Curlingteam CC Bern. So teuer wie Roger Federer werden diese aber kaum sein.
Sauser: Nein. Aber dennoch sind sie ein wichtiger Bestandteil unseres Marktauftritts.
Wie gross ist der Roger-Federer-Sponsoringetat?
Sauser: In erfolgreichen Jahren können alle Zahlungen zusammen schon mal eine halbe Million ausmachen.
Und wie viel Geld geben Sie total für Sponsoring von Sportlern aus?
Sauser: Knapp 700000 Franken. Das entspricht rund einem Drittel unseres gesamten Werbeetats von 2 Millionen.
Kann es auch sein, dass Sie auch mal Fussballer oder Eishockeyspieler sponsern werden?
Sauser: Nein. Mit dem Curling- und Fechtteam sowie Marcel Fischer und Roger Federer haben wir eine ideale Mischung.
Sponsern Sie auch Kulturelles?
Sauser: Ja. Und wir wollen unser kulturelles Engagement noch etwas ausbauen.
In welche Richtung?
Sauser: Wir planen, Tickets für Konzerte und Ausstellungsevents oder ganze Anlässe zu kaufen und unsere Kunden dazu einzuladen.
Mit einem Einzelsportler zu werben, birgt ein Risiko. Haben Sie dafür gesorgt, dass Roger Federer nichts macht, was Ihnen schadet?
Sauser: Zum Beispiel?
Dass er Fans beleidigt, den Schläger zertrümmert oder rassistische Sprüche klopft.
Sauser: Eine Klausel, die ihm das untersagt und uns die Möglichkeit zu Sanktionen gibt, haben wir nicht im Vertrag. Aber wir rechnen damit, dass Roger Federer weiss, wie man sich benimmt.
Ist sein Vertrag wenigstens leistungsbezogen?
Sauser: Ja, sehr stark sogar. Der Betrag besteht aus einer Grundpauschale und verschiedenen leistungsabhängigen Komponenten. Zudem ist auch die geschäftliche Zusammenarbeit zwischen Roger Federer und AAM ein wichtiger Bestandteil. Ob Federer allerdings unter den Top 3 oder Top 20 klassiert ist, spielt zwar finanziell eine Rolle, wir legen vorwiegend Wert auf seinen sympathischen Auftritt und auf tolle Leistungen auf dem Court.
Als Vermögensberatungsfirma bewerten sie ständig neue Aktien. Wie hoch schätzen Sie den inneren Wert der «Aktie» Federer ein?
Sauser: Als top. Gäbe es Aktien von ihm, würden wir diese sicher auf unsere Kaufliste setzen.
Wie legen Sie Federers Geld an?
Sauser: So, wie wir dies bei
allen anderen Kunden auch tun:
Es wird ein individuelles Portfolio zusammengestellt. Angelegt wird sein Geld in Aktien und Aktienfonds sowie Obligationen und weiteren massgeschneiderten Produkten.
Interview: Annelies Friedli

Tamedia fährt mit Radio 24 auf den Holzweg

Neuer Powerpool ist rechtlich nicht möglich und taktisch ungeschickt

Neuer Powerpool ist rechtlich nicht möglich und taktisch ungeschicktDie neue Eigentümerin Tamedia ändert wenig bei Radio 24, begeht aber den ersten Tritt ins Fettnäpfchen: Der neue Powerpool mit Radio Zürisee wird von den Leaderpool-Partnern nicht goutiert. Zudem könnte er Konkurrent Radio Z in die Hände spielen.Radio 24 erhält eine neue Abendsendung: «Downtown» ersetzt das bisherige «Top». «Downtown» ist ein breites Gefäss mit Ausgehtipps, Trends, Lifestyle, Live-Sportberichten, Klatsch und neuen CDs. Sonst bleibt unter Chefredaktor Peter Brunner aber nahezu alles beim Alten.
Anders beim Werbeverkauf. Zwar bleibt Radio 24 bei der Belcom, die in die Tamedia integriert wurde, doch hat nun Richi Gasser das Zepter übernommen und Christian Stärkle abgelöst. Dieser steht der Belcom noch beratend zur Seite. Das Verkaufsteam setzt sich weiter aus Tina E. Habegger, Urs Güntensperger, Rolf Niederhäuser und das Marketingteam aus Urs Arnold und Flurin Schüpfer zusammen.
Bei den Werbetarifen hat Radio 24 nun auch die von Radiocontrol ausgewiesene dritte Primetime um 17 Uhr berücksichtigt. Werktags kostet der Sender somit in der Morgen-Primetime (8 bis 9 Uhr) 34 Franken, von 12 bis 14 Uhr sowie von 17 bis 18 Uhr steigt der Preis neu auf 32 Franken. Im nationalen Verkauf will Gasser künftig auf Radiotele, Cover Media und Spot Promotion setzen. «Radio sollte sich professionell vermarkten, das machen neutrale Vermittler besser», sagt er. Die IP Multimedia, Vermarkterin von Radio Z, will er dagegen «nicht besonders pushen».
Die bisher nur leise oder gar nicht kommunizierte Crossmediastrategie von Radio 24 wird besser bekannt gemacht. Zum einen kooperiert der Sender mit Tele Züri (siehe Textkasten oben), andererseits führt er die noch junge Kooperation mit der Pendlerzeitung 20 Minuten weiter. Für das so genannte Power-Package wurde ein Zweijahresvertrag unterzeichnet. Dabei werden zwei Versionen mit Untervarianten angeboten – jeweils Spots kombiniert mit Printanzeigen.
Tamedia durch die Hintertüre wieder bei Radio Zürisee
Im Bereich Radiopool will sich Gasser vorläufig weder dem City-Pool noch dem Pool 2000 anschliessen. «Wir sind bisher alleine sehr gut gefahren», sagt er. Ende Jahr wird der Pool mit Radio 105 aufgelöst, der kaum benutzt worden war. In Zürich will Radio 24 dagegen seine Position ausbauen und hat dazu mit Radio Zürisee den neuen Powerpool (Nettotagesreichweite: 447200 Hörer im ersten Halbjahr 2001) lanciert, der am 1. Januar 2002 startet.
Ob es dazu kommt, ist fraglich. Radio Zürisee ist mit den Radios Top und Grischa bereits im Leaderpool liiert und darf gemäss Vereinbarung bei keinem anderen nationalen Pool mitmachen. Top und Grischa haben bereits schriftlich bei Radio Zürisee interveniert. «Wir müssen da noch eine Diskussion führen», bestätigt Heinz Gantenbein von Radio Zürisee. Er gibt sich aber zuversichtlich. Der Leaderpool sei ein Angebot für die nationale Lösung, die Liaison mit Radio 24 dagegen ziele auf den lokalen und regionalen Markt, sagt er.
Dem widerspricht Top-Chef Günter Heuberger vehement. Eine Kombination mit Radio 24 könne gar nicht bloss regionalen Charakter haben, sagt er. Er wisse zwar, dass der neue Pool nicht gegen Top oder Grischa gerichtet sei, sagt der Top-Chef. «Er richtet sich primär gegen Radio Z.»
Dennoch will Heuberger den neu entstehenden Powerpool nicht dulden. «Die Rechtsgrundlage ist klar.» Wie aber sieht man die Lage bei der Tamedia? Jürg Wildberger, dort zuständig für Radio 24, winkt ab. Radio Zürisee müsse dies schon selber regeln, sagt er.
Eigentlich erstaunlich, denn bis vor kurzem war die Tamedia noch an Radio Zürisee beteiligt, kennt also den Vertrag mit dem Leaderpool. Und noch aus einem andern Grund findet Heuberger das Tamedia-Vorgehen ungeschickt. Warum, so fragt er sich, lanciert der Medienkonzern ausgerechnet jetzt diesen Powerpool-«Schnellschuss»? Noch vor Ende des Jahres wird der Bundesrat über die von den Radios 24, Z und Argovia beantragten Gebietserweiterungen entscheiden. Da könnten Radio 24 nun plötzlich Nachteile erwachsen. Der Grund: Die Wettbewerbskommission hatte die Belcom-Übernahme der Tamedia nur zugestanden, wenn diese im Gegenzug ihre Beteiligung an Radio Zürisee verkaufe. Dies aus Sorge, die Tamedia würde mit beiden Radios im Zürcher Werbemarkt zu mächtig. Nun hat sich die Tamedia zwar von Radio Zürisee getrennt – und die beiden Radios sind doch wieder liiert. «Damit spielt die Tamedia Radio Z in die Hände», warnt Heuberger im Hinblick auf den bevorstehenden Gebietsentscheid. Markus Knöpfli

Den Wert der Grafik anheben

Izet Sheshivari gewinnt den 11. SGV-Förderpreis 2001

Izet Sheshivari gewinnt den 11. SGV-Förderpreis 2001Anlässlich einer Feier im LakeSide, Zürich, ist der 11. Förderpreis des Schweizer Grafiker Verbandes (SGV) an Izet Sheshivari für seine Projektarbeit zum Thema Kontakt verliehen worden. Der frisch gebackene Grafiker absolvierte die Ecole des arts décoratifs Genève. Die mit 12 000 Franken dotierte Auszeichnung wird vom SGV in Zusammenarbeit mit den Schweizer Schulen für Gestaltung, dem BBT (Bundesamt für Berufsbildung und Technologie) sowie den Prüfungskommissionen der neun Prüfungsregionen Basel, Bern/Biel, Genf, Jura, Luzern, St.Gallen, Tessin, Waadt und Zürich ausgerichtet.
Zur Förderpreisverleihung eingeladen werden jeweils die Studenten mit der besten Abschlussarbeit aus jeder Prüfungsregion. Aus der Region Jura wurde dieses Jahr keine Arbeit eingereicht.
Durch die Vergabe der Auszeichnung wollen die Veranstalter «die Gestaltungsethik positiv beeinflussen, Trends untersuchen und aufzeigen, Akzente und Massstäbe setzen und eine Aufwertung des Grafikerberufes erreichen».
Von Grund auf durchdacht und mit kreativem Potenzial besetzt
Die Jury begründete ihren Entscheid damit, dass Izet Sheshivari die konzeptuelle Sprache so gewählt habe, dass sie in Übereinstimmung mit dem Thema stehe. Vom technischen Standpunkt aus gesehen fehle der Arbeit zwar der letzte Schliff, der Inhalt sei aber neuartig dargestellt und durch Originalität geprägt.
Zudem sei die Arbeit durchdacht und der Zusammenhang zwischen der Idee und der realisierten Umsetzung überzeugend. Die Lösung erfülle alle Auswahlkriterien in einem so hohen Mass, dass sich die Jury entschieden habe, das künstlerische Potenzial Sheshivaris zu fördern.
Die Projektarbeiten aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind noch bis am 23. November im LakeSide, Zürich, ausgestellt. Eine Broschüre zum Förderpreis 2001 kann unter [email protected] angefordert werden. Ernst Weber

Neuschnee vereint

Bergradios bilden Special-Interest-Pool

Bergradios bilden Special-Interest-PoolVon Markus Knöpfli Die Radios Rottu, BeO, Central und Grischa/Piz haben mit einem neuen Pool ein Werbeangebot lanciert, das vor allem der Tourismusbranche nützen soll. Es nennt sich darum Tourismuspool.
Buchbar ist der Pool per sofort, offiziell startet die Werbeplattform erst am 1. Dezember, rechtzeitig zur Wintersaison in den Bergregionen. Die Clearingstelle ist bei Radiotele sowie Radio Berner Oberland (BeO). BeO-Sendeleiter Martin Muerner ist Initiant des neuen Pools.
Gemäss der Radiocontroldaten des ersten Halbjahres 2001 kommen die vier Bergradios zusammen auf eine Tagesnettoreichweite von 473000 Hörern. Dieses Publikum könnte, so Muerner, vor allem für die Tourismusbranche interessant sein. «Mit dem Special-Interest-Produkt konkurrenzieren wir andere Pools nicht», sagt Muerner, zugleich Leiter des Pool 2000.
Doch er sieht noch ein weiteres Zielpublikum: Die vielen auswärtigen Gäste, die von Radiocontrol höchstens teilweise erhoben werden. Weil viele dieser Gäste kein Deutsch verstehen, planen die vier Bergradios englischsprachige Sendungen, die mittels Prospekts in Hotels und Parahotels den Feriengästen bekannt gemacht werden sollen – nach dem Vorbild von Radio BeO, das dies bereits seit langem täglich tut. Gemeinsame Wettbewerbe sowie Events an Sportveranstaltungen sollen die Attraktivität des Pools steigern. Der Preis steht allerdings noch nicht fest.
Positiv reagierte Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus. Der neue Pool biete «eine fantastische Chance, die Gäste mit relevanten touristischen Informationen zu bedienen», liess er ausrichten. Zudem sicherte er «viele Ideen und Kooperationen» zu.
Vorsichtig optimistisch äussert sich dagegen Bruno Oetterli, Geschäftsleiter von Radiotele. «Das Produkt wird sich im Markt durchsetzen müssen», sagt er. Angesichts der «ansehnlichen Leistung» der vier Radios im Vergleich zu den (werbefreien) DRS-Sendern könne der Tourismuspool aber für einzelne Kunden «durchaus interessant sein».
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