Ausserdem: Anfang Februar hat Gregor Meier seine Tätigkeit als neuer Projektleiter Sportsponsoring beim SF DRS aufgenommen.

Ausserdem Anfang Februar hat Gregor Meier seine Tätigkeit als neuer Projektleiter Sportsponsoring beim SF DRS aufgenommen. Er tritt die Nachfolge von Urs Wieser an, der SF DRS auf Jahresbeginn verlassen hat. Rudolf Bächtold, seit 32 Jahre

Ausserdem Anfang Februar hat Gregor Meier seine Tätigkeit als neuer Projektleiter Sportsponsoring beim SF DRS aufgenommen. Er tritt die Nachfolge von Urs Wieser an, der SF DRS auf Jahresbeginn verlassen hat.
Rudolf Bächtold, seit 32 Jahren bei der Jean Frey AG tätig, unter anderem als geschäftsführender Chefredaktor der Weltwoche, verlässt das Haus per sofort und wechselt zum Ringier Verlag, wo er zunächst die Leitung von Projekten übernimmt. Bächtold verlässt die Jean Frey AG, weil die Gruppe an eine «branchenfremde Investorengruppe» verkauft worden sei.
Der Zürcher Lokalsender Hitradio Z wird weiter mit ehemaligen TV-3-Leuten verstärkt. Anfang März stösst Maria Rodriguez zur Z-Redaktion. Gleichzeitig mit Rodriguez beginnt auch der ehemalige TV-3-Redaktor Matthias Müller beim Lokalsender. Seit Anfang Februar ist Beni Leoni, ehemals Redaktionsleiter von TV 3, Chefredaktor von Hitradio Z.
Der neue Chefredaktor des Basler Gratisanzeigers Baslerstab heisst Markus Sutter. Er übernimmt das Amt auf Anfang Juni von Luc Bürgin, der im Januar seine Stelle gekündigt hat.
Nach sieben Jahren Beratertätigkeit bei Farner PR und Consulting in Bern hat Stefan Herrmann im Februar zu By the way Communications gewechselt.
Die frühere Mediensprecherin des Privatsenders TV 3, Andrea Hemmi, wird neue Direktorin für Corporate Communications beim Fastfoodkonzern McDonald’s Suisse Holding SA in Crissier VD. Sie tritt ihre Stelle im März an.
Der frühere Auslandchef der Weltwoche, Artur K. Vogel, geht zu Schweizer Radio DRS 1. Ab Anfang April vervollständigt er dort das neue Team der Tagesverantwortlichen.
Die Zürcher Werbeagentur Zogg Kettiger Gasser (ZKG) rüstet auf. Seit Anfang Jahr verstärkt Eugen Profeta die Beratung. Mit Art Director Benjamin Kurz wird auch die Kreation ausgebaut. Bereits im Dezember stiess die Werbeassistentin Sandra Jankovic zu ZKG.
Nach nur einem halben Jahr gibt Hanspeter Bürgin sein Amt als stellvertretender Chefredaktor und Nachrichtenchef der Aargauer Zeitung (AZ) wieder auf. Er wird künftig als Korrespondent aus Berlin für die AZ schreiben.
Der Werbezeitvermarkter IP Multimedia (Schweiz) hat seine Geschäftsleitung reorganisiert. Unter der Führung von CEO Michi Frank stehen folgende acht Verantwortungsbereiche mit ihren jeweiligen Leitern: Business Development (Urs Lehmann), Strategy (Marcel Zwahlen), Sales (Mehmet Inan), Key Account (Martin Schlenker), Product Management (Annette Brauer), Communications (Bettina Singeisen), Media Research (Giordano Giordani) und Broadcasting (Paolo Lococo). Die letzten Vier wurden neu in die Geschäftsleitung aufgenommen.
Herbert Fischer, Chefredaktor der Zuger Presse, verlässt die Zeitung auf eigenen Wunsch. Seine Nachfolge ist noch offen.
Am 2. Februar eröffnete die Micado Werbeagentur an der Zweierstrasse in Zürich ihre Pforten. Inhaber sind Corina Betzler und Alexander J. Brosi, beide zuvor in der Werbeabteilung von Calida Bodywear tätig.
Gert Bruderer wird neuer Chefredaktor der Heerbrugger Tageszeitung Der Rheintaler. Er tritt Mitte April die Nachfolge von Elmar Hürlimann an, der zu Radio Liechtenstein wechselt. Bruderer war bisher stellvertretender Chefredaktor.

Lauter Occasionen für die AZ Medien

Peter Wanner stopft Löcher im Wochenzeitungsnetz

Peter Wanner stopft Löcher im WochenzeitungsnetzVon Markus Knöpfli Mit dem Kauf der Kromer Medien AG in Lenzburg erhalten die AZ Medien vier weitere Wochenzeitungen. Zudem hat das Unternehmen die Auto Börse samt Website eingekauft. Beides bringt den AZ Medien einen Mehrumsatz von total 5 Millionen Franken.
Die AZ-Medien-Gruppe in Baden, die bereits über die Gratis-Wochenblätter Limmat-Zeitung (LIZ, 35011 Exemplare) sowie über den Titel Aargauer Woche (in Publicitas-Pacht) mit seinen vier Regionalausgaben Aargauer Woche (36881 Exemplare), Aarauer Woche (47828), Badener Woche (59144) und Freiämter Woche (31506) verfügt, ist durch den Kauf der Kromer Medien AG um vier Eigenregietitel wohlhabender. Neu im Portfolio hat sie die amtlichen Publikationsorgane Lenzburger Bezirks-Anzeiger (22428 Exemplare), Der Seetaler/Der Lindenberg (7753), Der Unterfreiämter (9896) und Die Wyna (13402).
Die AZ-Medien-Gruppe hat bereits angekündigt, dass sie die Kromer-Titel als amtliche Publikationsorgane und Eigenregietitel weiterführen und neu in Aarau drucken werde. Gleichzeitig will sie aber in Gebieten, in denen bisher sowohl ein Kromer-Blatt als auch ein Split der Aargauer Woche verteilt wurden, die Doppelbelegungen einstellen.
Wie sie das bewerkstelligen wird und ob sie deshalb den einen oder anderen Titel einstellt, ist noch nicht klar, sagte AZ-Verlagsleiter Ueli Eckstein auf Anfrage. Fest steht: Die Aargauer Woche mit ihren Splits (Gesamtauflage: 175359 Exemplare) einerseits und die vier Kromer-Titel (53479 Exemplare) andererseits weisen gemäss Eckstein in einigen Gebieten «markante Überlappungen» auf. Die kleineren Kromer-Titel haben einen Vorteil: Als amtliche Anzeiger dürfen sie auch Briefkästen mit Stoppklebern bedienen.
Wanner sichert sich auch den Kleinanzeigenmarkt für Autos
Das Familienunternehmen Kromer, das in der dritten Generation von Alleininhaber Theo Kromer geführt wird, beinhaltet nach dem Verkauf der Kromer Medien AG noch die Kromer Print AG (Kundendruck) und die Kromer Handels AG. Kromer war vor rund zehn Jahren lediglich im Besitz des Lenzburger Bezirks-Anzeigers, kaufte dann Der Seetaler/ Der Lindenberg aus der Konkursmasse und gründete schliesslich die beiden anderen Titel. Die Kromer Medien AG wurde nun verkauft, weil dafür in der Familie kein Nachfolger gefunden werden konnte.
Die AZ Medien werden die vier neuen Titel sowie die gesamte Aargauer Woche in der schon lange bestehenden, aber seit Jahren inaktiven AZ Wochenzeitungen AG mit neuem Sitz in Lenzburg zusammenfassen. Auf Verlangen von Theo Kromer wird die reaktivierte Firma ihren Sitz in Lenzburg haben. Dem Verwaltungsrat der AZ Wochenzeitungen werden neben Peter Wanner und Jürg Schärer von den AZ Medien übrigens auch Theo Kromer und Hans Ulrich Glarner von der Kromer Medien AG angehören. Geschäftsleiter ist Marcel Suter.
Die AZ Medien haben ferner per 1. Januar 2002 von der Emil-Frey-Gruppe die knappe Mehrheit an deren Tochterfirma eCarmarket AG in Mollis GL übernommen, der Rest bleibt bei den bisherigen Besitzern. eCarmarket gibt das Monatsmagazin Auto Börse (20000 Exemplare) heraus und betreibt die Internetplattform www.autoboerse.com für den Occasionenhandel. Die Firma bleibt in Mollis, gedruckt wird die Auto Börse aber neu in Aarau (bisher in Deutschland).
Die Auto Börse verfügt über eine grosse Zahl an Bildinseraten für Occasionsautos. Auf der Internetplattform sind monatlich rund 5000 aktuelle Angebote zu finden. Letztes Jahr wies die Site durchschnittlich 4641 Page Impressions pro Tag aus, täglich verweilen 500 Besucher während rund acht Minuten auf den verschiedenen Seiten der Homepage.

Putsch mit Unwägbarkeiten

Der zwischen Ringier und BM geplatzte Jean-Frey-Deal lässt weiter viele Fragen offen

Der zwischen Ringier und BM geplatzte Jean-Frey-Deal lässt weiter viele Fragen offenVon Daniel Schifferle Noch weiss man wenig über Absichten und Pläne der neuen Herren bei der Jean Frey AG
(siehe auch Interview auf Seite 5). Klar ist aber: Mit der Kehrtwende erhalten deren Titel eine radikal veränderte Zukunftsperspektive.
Wenn man Investmentbanker einsetzt, kann man innert kürzester Zeit alles auf den Kopf stellen. Das hat die Basler Mediengruppe (BM) drastisch vorgeführt. Mit der Kehrtwende beim Verkauf der Jean Frey AG hat sie sich aber auch rundum Kritik eingehandelt und muss sich nun den Vorwurf gefallen lassen, mit schlechtem Stil gehandelt zu haben.
Fakt ist: Der Presseputsch stellt die Chancen und Risiken für die Jean Frey AG in ein völlig neues Licht. Ringier hätte den Titeln eine berechenbare Struktur geboten, ist stattdessen am Wundenlecken. Bereits zum zweiten Mal wurde dem grössten Schweizer Medienunternehmen die Jean Frey AG vor der Nase weggeschnappt. Und wieder sind es Investoren, die zulangen. War es damals im Jahr 1987 Werner K. Rey, der mit dem besseren Angebot zuvorkam, so ist es heute die Privatbank Swissfirst.
Die wichtigste Botschaft der hastig aufgetischten Lösung: Alles ist wieder offen. Denn als unabhängiger Verlag steht der Jean Frey AG zweifellos eine ganz andere Zukunft bevor, als man bei einem Zusammengehen mit Ringier hätte erwarten können. Wobei noch völlig offen ist, wohin die Reise mit den neuen Exponenten Christoph Richterich (VR-Präsident) und Filippo Leutenegger (CEO) führen wird. Zumal beide im Verlagsgeschäft Branchenneulinge sind.
Viele Fragen bleiben vorderhand offen
Die im Moment dringendste Frage, die Klärung der Ungewissheit bezüglich der Investoren, wird noch länger unbeantwortet bleiben. Nicht vor April will der frisch gekürte VR-Präsident informieren. Und dies, obschon auch die Chefredaktoren der Jean Frey AG unisono auf sofortige Offenlegung der Investoren pochen. Zuerst müsse das Private Equity abgeschlossen sein, wie Richterich im Gespräch mit der WerbeWoche erklärt.
Er macht sich keine Sorgen, dass das Image der Jean Frey AG mit diesem Vertrösten Schaden nehmen könnte. «Wir haben sehr positives Feedback aus dem Markt. Es sind weitest gehend die Medienschaffenden selber, die im Moment damit noch Probleme haben», sagt Richterich.
Trotzdem tischen die Pressestimmen vom vergangenen Wochenende einige unangenehme oder zumindest provokative Fragen auf. Dabei wird nicht nur unisono Transparenz gefordert. Eine berechtigte Frage stellte Südostschweiz-Verleger Hanspeter Lebrument in der SonntagsZeitung: «Mich erstaunt, dass es keinem der grossen Medienhäuser gelungen ist, mit der Basler Mediengruppe einen Vertrag abzuschliessen.»
BM behält Druckauftrag für Weltwoche und TR7
Noch weiss man kaum etwas über die Pläne der Neuen bei der Jean Frey AG. Bis jetzt sind vor allem die Gelöbnisse von VR-Präsident und CEO bekannt, sie würden keinerlei Einfluss politischer oder welcher Art auch immer dulden. Im Gegenteil sei man unterwegs zu einem Verlagshaus frei von allen Bindungen. Ob dem tatsächlich so ist, wird die Offenlegung der Investoren zeigen.
Sichere Gewinnerin ist die Basler Mediengruppe. Sie bekommt nun einen wesentlich höheren Preis für die Jean Frey AG bezahlt. Von Ringier konnte sie einen Betrag um die 50 Millionen Franken erwarten. Oder sogar empfindlich darunter, nachdem die Due Dilligence ein Loch in der Pensionskasse von 12 bis 20 Millionen Franken zutage gefördert hatte. Wesentlich besser sieht der Handel hingegen mit der Swissfirst aus: Auch wenn vom genannten Transaktionsvolumen in der Höhe zwischen 90 und 110 Millionen Franken 20 bis 30 Millionen für die Kapitalerhöhung weggehen und zusätzlich das Pensionskassenloch zu stopfen ist, dürften trotzdem immer noch mehr als 60 Millionen Franken zur BM fliessen.
Ein weiterer Gewinn für die Basler: Sie können den Druckauftrag für TR7 und die Weltwoche behalten. Bei der Weltwoche allerdings nur so lange, wie sie noch eine Zeitung ist. Denn für das Magazinformat wären die Basler drucktechnisch nicht gerüstet.
Ringier wird wohl auf eine Klage verzichten
Offen ist, was Ringier in Sachen Vorwurf des Vertragsbruchs noch vom Stapel lassen wird. Ob man gegen die BM klage oder nicht, werde gegen Ende dieser Woche entschieden, sagt Ringier-Sprecher Fridolin Luchsinger. «Ich persönlich glaube eher, dass man davon absehen wird. Denn eine Klage bringt uns den Deal nicht zurück», erklärt er. Richterich seinerseits distanziert sich klar vom Vorwurf des Vertragsbruchs: «Das ist ein Problem zwischen Ringier und der Basler Mediengruppe. Falls es einen Teilvertragsbruch gibt, dann hat der sicher nichts mit uns zu tun.» Ein gutes Einvernehmen mit Ringier und grundsätzlich allen Medienunternehmen sei ihm ein sehr wichtiges Anliegen. Er werde deshalb demnächst von sich aus das Gespräch suchen.

News: FAZ zufrieden mit kostenpflichtigem Online-Archiv

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) meldet 16 Monate nach der Lancierung über 10000 Abonnenten für ihr kostenpflichtiges Online-Angebot FAZ-Archiv.de.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) meldet 16 Monate nach der Lancierung über 10000 Abonnenten für ihr kostenpflichtiges Online-Angebot FAZ-Archiv.de.News FAZ zufrieden mit kostenpflichtigem Online-Archiv
Für die Nutzung der Datenbank, die sämtliche Beiträge der FAZ seit 1993 sowie alle Artikel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und weiterer Titel des Verlags enthält, zahlen Abonnenten eine Jahresgebühr von 15 Euro. Dafür können sie monatlich fünf Artikel abrufen.
Adtech lässt Konfetti regnenDer Online-Werbedienstleister Adtech präsentiert ein neues, karnevaltaugliches Werbeformat: das Konfetti-Banner. Bewegt sich der Mauszeiger über das Banner, fliegt eine Wolke bunter Pixel explosionsartig über das Browserfenster. Der Werbekunde liefert dazu ein gewöhnliches Gif-Banner. Alle anderen Elemente fügt das Buchungstool von Adtech automatisch hinzu. Ein Beispiel dieser Werbeform ist auf der Adtech-Website zu finden.
Moneycab und E-Sider beerben Swissinvest Das Finanzinformationsportal Moneycab.com übernimmt per sofort von Swissinvest diverse Marketing- und Technologie-rechte. Gemeinsam mit E-Sider.com, dem Online-Broker der Waadtländer Kantonalbank, bietet Moneycab den Nutzern von Swissinvest ein neues Zuhause. Portfolio- und Watchlist-Besitzer von Swissinvest können ihre Daten kostenlos auf Moneycab übertragen lassen. E-Sider.com bietet Usern beider Plattformen neu einen direkten Zugang zu Dienstleistungen und Inhalten.
Rückgang bei Internet-Expo Die diesjährige Internet-Expo (iEx) hat einen Besucherschwund von 31,7 Prozent zu verzeichnen. Im Jahr 2001 wurden 41000 Eintritte in die Zürcher Messehallen gezählt (14 Prozent mehr als 2000), heuer waren es nur 28000. Auch die begleitende Konferenz fand mit 3000 Teilnehmenden weniger Interessenten als 2001 (4500). Zudem sank die Zahl der Aussteller von 560 auf 440.

Zwölfzylinderblatt Journal du Salon

Täglich lesen Besucher des Autosalons in einem Fachblatt letzte Branchennews

Täglich lesen Besucher des Autosalons in einem Fachblatt letzte BranchennewsBereits im vierten Jahrgang begleitet das Journal du Salon den Genfer Automobilsalon. Die offizielle und einzige internationale Tageszeitung der Messe informiert Fachbesucher, Aussteller und Journalisten neu über fünf statt wie bisher vier Ausgaben mit jeweils 100000 Exemplaren. Damit ist auch die Auflage gegenüber dem Vorjahr um 150 Prozent gesteigert worden. Das Journal du Salon liegt vom 5. bis 9. März täglich ab 6 Uhr in den 80 wichtigsten Hotels der Region Genf auf. Zusätzlich erfolgt die Verteilung über die SBB, an den Ständen der Aussteller selbst sowie als Versand an nahezu alle Entscheider des Schweizer Automobilgewerbes. Als Novität wird die gefragte Messezeitung auch am Kiosk vertrieben.Da die Publikation in der Westschweiz erscheint, werden 30 Prozent des redaktionellen Teils wie bisher in Französisch gedruckt. Der gesamte Umfang beträgt 32 Seiten. Traditionsgemäss veranstaltet die offizielle Salonzeitung am 7. März die Wahl von «Miss Salon».
Produziert wird das Fachblatt vor Ort von einem erfahrenen Journalistenteam aus internationalen Fachmagazinen. Profis und Insider der Autobranche berichten tagesaktuell aus den Messehallen über Neuheiten, Produkte und Strategien der Player im internationalen Automobilgeschäft.
Herausgegeben wird das Journal du Salon von der Emozio AG in Schlieren, in Kooperation mit BertelsmannSpringer (Schweiz) AG, zu dem auch der Verlag MediaDaten AG gehört, der die WerbeWoche herausgibt. Andreas Panzeri

Gerstners genauen Worte

Bei einem angeregten Essen im Elsass traf die WerbeWoche den GGK-Gründer Karl Gerstner, um mit ihm über Gott, die Werbung und die Welt nach dem Swissair-Debakel zu reden.

Bei einem angeregten Essen im Elsass traf die WerbeWoche den GGK-Gründer Karl Gerstner, um mit ihm über Gott, die Werbung und die Welt nach dem Swissair-Debakel zu reden.In dieser Form sind anschliessend die Inhalte in der WerbeWoche veröffentlicht worden. Leider ein bisschen zu früh, denn der Perfektionist Karl Gerstner hat sich nach unserem Treffen noch einmal grosse Mühe genommen, all seine rückblickenden Gedanken in seine gewohnt klaren Formen und überlegt formulierten Sätze zu bringen. Es war ein Missverständnis, dass wir nicht auf diese Überarbeitung gewartet und bereits die Tonband-abschrift publiziert haben. Für dieses Missverständnis möchten wir uns entschuldigen. Da die neue Version des Interviews mit Gerstner viele wertvolle Präzisierungen enthält, wollen wir diese auf unserer Homepage www .werbewoche.ch/Gerstner noch einmal öffentlich allen Leserinnen und Lesern zugänglich machen.

Best of North-West (4. Quartal 2001)

Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «Yuppieland»

Affinität der Anzeigen bei den Supportern im «Yuppieland»Best of Print Advertising Die Anzeigenhits 2001 aus dem Advertising-Index des Marktforschungsinstituts Demoscope
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der WerbeWoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der Resultate aus dem Advertising-Index (AX Print). Dieser Index (siehe Kasten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigensujets. In den oberen beiden Reihen befinden sich diejenigen Sujets, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe (siehe Windrose) die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die
bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, im 4. Quartal 2001 am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top Three» gezeigt.

M wie Millionär

Migros bewirbt ihre M-Budget-Linie erstmals mit einer Kampagne

Migros bewirbt ihre M-Budget-Linie erstmals mit einer KampagneDas Timing ist ein Rätsel: Just, als Coop eigene Discountprodukte in die Regale stellte, startete der Migros-Genossenschafts-Bund die allererste Imagekampagne für seine 1996 lancierte Discountlinie M-Budget. Nicht mit Preisen und schäbigen Fotos wird da gelockt. Die Migros-Leadagentur Exxtra verhilft dem Tiefpreissortiment zu einer Brand-stärkenden B12-Plakatkampagne, indem sie den hergebrachten Discountmief der Schweinebauchanzeigen durch Sexappeal, Inhalte und ironische Headlines ersetzt und sich so wohltuend von der Konkurrenz unterscheidet. Seite 6

News: Edipresse kauft in Polen ein

In Polen wird Edipresse per 1. März die beiden Frauenmagazine Pani und Uroda herausgeben.

In Polen wird Edipresse per 1. März die beiden Frauenmagazine Pani und Uroda herausgeben.News Edipresse kauft in Polen ein
Uroda existiert seit 1957 und richtet sich hauptsächlich an berufstätige Frauen, Pani wurde 1990 lanciert und hat den Charakter eines Lifestyle-Magazins. Mit den beiden Neuakquisitionen besitzt Edipresse in Polen acht Magazine, welche im Bereich People, Wellness, Gesundheit und Wohnen angesiedelt sind. Edipresse Polen war 2001 erstmals Nummer eins der Werbeeinnahmen im Printbereich.
Tele Top startet Fitnessprogramm Am 11. Februar 2002 lancierte der Ostschweizer Regionalsender Tele Top eine neue Sendung namens «Top fit» zu den Themen Gesundheit, Sport, Ernährung, Fitness und Schönheit. Sie wird während dreier Monate jeden zweiten Montag ausgestrahlt und dauert 20 Minuten. Moderatorin ist Alexandra Hartmann. Produziert wird bei Tele Top in Frauenfeld. Ausgestrahlt wird «Top fit» im Sendegebiet von Tele Top und Tele Südostschweiz.
Mbo bei Kümmerly + Frey Der Bereich Lehrsysteme des konkursiten Berner Verlagshauses Kümmerly + Frey wird im Rahmen eines Management-Buy-out als eigenständige Firma weitergeführt. Zwei Kadermitarbeiter und die Berner Paul Haupt AG sind Aktionäre der neuen Pro-Lehrsysteme AG. Damit bleiben zehn Arbeitsplätze erhalten. Kümmerly + Frey musste Anfang Dezember die Bilanz deponieren.
Viola Tami und C&A auf Radio 105
Die Schauspielerin («Lüthy & Blanc») und TV-Moderatorin Viola Tami ist neu auch auf Radio 105 zu hören. Sie präsentiert auf dem Jugendsender die wöchentliche Modesendung «105 World of Fashion», die in Kooperation mit dem Modehaus C&A und dessen Label Clockhouse produziert wird. Die zweiteilige Kurzsendung wird mittwochs und donnerstags ausgestrahlt. Laut Programmleiter Gabriel Felder kann sich Radio 105 auch vorstellen, Tamis Pensum auszubauen.

«Lange Zeit zu behäbig»

Jean-Jacques Zaugg über Erfolge und Misserfolge der PubliGroupe

Jean-Jacques Zaugg über Erfolge und Misserfolge der PubliGroupeLange Zeit stand das Lausanner Unternehmen Publicitas für Solidität. Wegen Fehlinvestitionen im US-Markt und allzu grosser Euphorie im Onlinegeschäft rutschte P in die roten Zahlen. Massnahmen zur Gesundung sind aber eingeleitet, sodass CEO Jean-Jacques Zaugg optimistisch bleibt.Angesichts der schlechten Resultate war Ihre allerletzte Pressekonferenz wohl einer der schwierigsten Medienanlässe in der Geschichte von PubliGroupe. Was haben Sie dabei empfunden?
Jean-Jacques Zaugg: Ich habe diesbezüglich keine Gefühlsregungen. Mir liegt daran, trotz der schwierigen Situation ein gewisses inneres Gleichgewicht zu bewahren. Das Leben besteht aus Höhen und Tiefen, so ist es auch im wirtschaftlichen Zyklus. Es gilt, bescheiden zu bleiben, wenn sich der Erfolg einstellt, und angesichts des Misserfolgs die nötige Gelassenheit zu haben. Und man muss auch den Mut haben, die Konsequenzen und entsprechenden Lehren daraus zu ziehen, um in Zukunft Fehler zu vermeiden.
Welche Erbschaft hinterlassen Sie Ihrem Nachfolger, der am 1. Juli sein Amt antritt?
Zaugg: Auf Grund der Massnahmen, die wir zur Gesundung des Unternehmens unverzüglich eingeleitet haben, kann ich Herrn Rohner ein Unternehmen mit solider Basis überlassen.
Und welchen Rat geben Sie Ihrem Nachfolger?
Zaugg: Antizyklisch zu reagieren. Und wenn ich das Beispiel von Panoramic in den USA zitieren darf, wo wir leider keine direkte Kontrolle auf das Unternehmen ausüben konnten, würde ich raten, künftig bei Akquisitionen in dieser Grössenordnung auf direkter Einflussnahme und Kontrolle zu bestehen.
Sie sind seit 1969 bei PubliGroupe. Welche Ereignisse bleiben Ihnen besonders in Erinnerung?
Zaugg: Der Zusammenschluss der verschiedenen Inserategesellschaften in der Schweiz. Diese Konsolidierung begann Anfang der Neunzigerjahre. Was mich auch besonders gefreut hat, war die Schaffung von Publimedia mit einem eigenständigen Image. Publimedia hat die Aktivitäten der PubliGroupe respektive von Publicitas in der Schweiz neu belebt. Was ich ebenfalls positiv bewerte, ist unsere deklarierte und umgesetzte Strategie in der Übernahme von Minderheitsbeteiligungen in Verlagsunternehmen. Sie stellt einen wichtigen Beitrag zur Kooperation zwischen verschiedenen Verlagshäusern dar, zum Beispiel mit der Konstituierung von neuen Zeitungssystemen, und ermöglicht somit die Bewahrung der Unabhängigkeit regionaler Verlage. Schliesslich möchte ich auch den Erfolg von PubliDirect hervorheben; diese Abteilung ist ein Eckpfeiler von PubliGroupe.
PubliGroupe ermöglicht dank seines Inserateverkaufsnetzes das Überleben von kleinen Zeitungen. Wird PubliGroupe diese Rolle auch weiterhin wahrnehmen?
Zaugg: Ich bin überzeugt, dass es sich für das Unternehmen und für die Presselandschaft auch in Zukunft lohnt, diese Rolle zu spielen. Die regionalen Verleger haben zudem Kooperationen geschaffen, die nützliche Synergien ergeben.
Während Jahrzehnten stand der Buchstabe P von Publicitas für Stabilität, Solidität und Zuverlässigkeit. Nun fällt der Aktienkurs, und die Hiobsbotschaften nehmen kein Ende. Was ist passiert?
Zaugg: Wir waren wohl während Jahren etwas zu behäbig. Dann haben wir uns für eine Expansionspolitik entschieden und entsprechende Akquisitionen durchgeführt, um die Gruppe andern Bereichen zu öffnen und um das Unternehmen zu dynamisieren. Was dann in den USA mit Panoramic Communication passiert ist, war ein Misserfolg. Auch im Onlinegeschäft war unser Engagement zu voreilig und zu aufwändig. Wir liessen uns von der herrschenden Euphorie mitreissen. Wir haben aber viel aus unseren Fehlern gelernt. Die neuen Technologien sind jedoch unverzichtbar, und deshalb sind unsere Investitionen in diesen Bereich auch nicht vollumfänglich verloren. Wir nutzen hier unsere Erfahrungen für unser Stammgeschäft.
Ist die Strategie von PubliGroupe, nämlich reagieren statt agieren, mitverantwortlich für die heute missliche Lage?
Zaugg: Wir haben ja nicht nur Misserfolge zu verbuchen. Für PubliDirect haben wir Akquisitionen getätigt, ohne die dieser Geschäftszweig nicht so erfolgreich wäre. Dies gilt auch für Publicitas-Promotion Network. Auch in den USA haben wir mit Erfolg Globe Media und Custom Marketing Group akquiriert.
Wie hat sich mit dem Eintritt in den Multimediabereich die Firmenkultur von PubliGroupe verändert?
Zaugg: Für die Mitarbeiter war es eine gute Gelegenheit, aus dem Arbeitsrhythmus und -umfeld auszubrechen, um sich mit neuen Arbeitsmethoden auseinander zu setzen. Das vollzog sich nicht überall reibungs- und schmerzlos.
Der Schweizer Markt scheint PubliGroupe kaum noch Expansionsmöglichkeiten zu bieten. Welche Länder haben in der Expansionsstrategie Priorität?
Zaugg: Nordamerika bleibt weiterhin ein wichtiger Markt. Neu expandieren wir seit letztem Jahr auch in Asien, wo wir Emphasis akquiriert haben, mit der wir uns im Inflight-Entertainment engagieren werden. Seit Herbst betreiben wir auch ein Joint Venture in der Volksrepublik China.
Was machen Sie nach dem 1. Juli 2002?
Zaugg: Ich werde sicher keine Verwaltungsratsmandate in Bereichen annehmen, die der PubliGroupe nahe stehen. Ich möchte mich aber für soziale Projekte engagieren. Und schliesslich will ich endlich reisen, um die Welt zu sehen. Ich habe nämlich während meiner Zeit als Direktor immer streng zwischen Geschäfts- und Privatreisen unterschieden. Interview: Anita Vaucher
PubliGroupe unter Insider-VerdachtDie PubliGroupe muss sich einer Untersuchung der Schweizer Börse SWX stellen. PubliGroupe wird vorgeworfen, die Vorschriften über die Ad-hoc-Publizität verletzt zu haben, schreibt die SDA. Die Untersuchung stehe im Zusammenhang mit den am 4. September veröffentlichten Halbjahreszahlen des Medienkonzerns. Jean-Denis Briod, Kommunikationsverantwortlicher der PubliGroupe, erklärte dazu, PubliGroupe habe im September von SWX einen Fragebogen erhalten. Dieser sollte klären, ob zwischen der Sitzung des Verwaltungsrates vom 27. August, an dem er die schlechten Ergebnisse von PubliGroupe absegnete, und der Veröffentlichung der Zahlen am 4. September nicht zu viel Zeit verstrichen sei. PubliGroupe habe den Fragebogen ordnungsgemäss ausgefüllt, seither aber nichts mehr von der Börse gehört. Die neueste Entwicklung habe PubliGroupe im Newsticker vernommen und sei vorher nicht informiert worden.
Massive Verluste Die PubliGroupe schliesst das Geschäftsjahr 2001 mit einem Verlust von 185 Millionen Franken ab. Das Ergebnis stieg damit weit über die Erwartungen der Analysten, die von 40 bis 100 Millionen Franken Verlust ausgegangen waren. Sämtliche Bereiche, ausser den Directories, erzielten weniger Einnahmen. Der konsolidierte Umsatz ohne Übernahmen ging um 9 Prozent zurück. Der Einbruch der Onlinewerbung und der anschliessende Verkauf des Internetwerbekonzerns Real Media rissen ein Loch von 84 Millionen Franken in die PubliGroupe-Kasse. Bei der neu aufgekauften US-Marketingagenturgruppe Panoramic resultierte ein Umsatzrückgang von 25 Prozent, sodass einzelne Unternehmen geschlossen werden mussten. Daher beschloss die PubliGroupe, Panoramic mit 105 Millionen Franken vollständig abzuschreiben. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet der an der Schweizer Börse kotierte Medienkonzern die Rückkehr in die Gewinnzone.

Aufgefallen: Es gab Zeiten, in denen man älteren Frauen in der Werbung nicht begegnete. Auf die Leinwand schafften sie es einzig als erfolgreiche Schauspielerinnen – wenn auch nur in begrenzter Stückzahl.

AufgefallenEs gab Zeiten, in denen man älteren Frauen in der Werbung nicht begegnete. Auf die Leinwand schafften sie es einzig als erfolgreiche Schauspielerinnen – wenn auch nur in begrenzter Stückzahl. Das ist Vergangenheit. Denn heute gelten S

Aufgefallen Es gab Zeiten, in denen man älteren Frauen in der Werbung nicht begegnete. Auf die Leinwand schafften sie es einzig als erfolgreiche Schauspielerinnen – wenn auch nur in begrenzter Stückzahl. Das ist Vergangenheit. Denn heute gelten Senioren ganz allgemein als trendy, in und integriert. Eine gesellschaftliche Evolution, die sich auch in der Werbung niederschlägt, wie die Beispiele von Moschino oder Benetton verdeutlichen. Ob allerdings auch immer hinter die Kulissen beziehungsweise unter den Rock geschaut werden muss…na ja, manchmal zeigt man doch besser nur die Spuren, die die Jahre auf dem Gesicht und nicht auch noch auf dem Körper hinterlassen haben. Denn bei diesen Perspektiven wünscht man sich die alte Ordnung wieder zurück, in der nicht alles gezeigt werden musste. Chandra Kurt [email protected]
Business Lunch Manchmal ists draussen wirklich schöner als drinnen
Man muss sich im Leben eben entscheiden: Entweder, man wird Kunstkritiker oder kritisiert die Kunst, mit Nahrungsmitteln Gerichte zuzubereiten. In beiden Fällen gehört noch ein bisschen Handwerk dazu. Ja, soll man denn Restaurants jetzt auch noch nach dem Kunstverstand ihrer Besitzer bewerten? Fehlte noch.
Im Taggenberg jedenfalls ist der Kunstverstand nicht weit gediehen: Die schon schmucklos zu nennende Bauernstube ob Winterthur, prachtvoll der Rundblick ins beruhigend Grüne, hat ihre Wände mit Bildern tapeziert. Die erinnern an einen amerikanischen Künstler, der jeweils sonntags zur Messe gegangen sein soll, mitten in Manhattan, um sich für die Arbeit in der Factory fit zu machen. Ja, dem Andy hätte das Taggenberg sicher gefallen – aber es wäre ihm wohl nie eingefallen, seine Bilder dort hängen zu sehen.
Das kulinarische Angebot wird mündlich vorgetragen. Die Servicedame artikuliert das Angebot laut und deutlich. Also kommen zu Tisch: eine Salatkomposition zum Timbale aufgeschichtet – lovely. Ein Thunfisch vom Grill auf Vongole mit einer schön säuerlichen Tomate. Die passt hervorragend zum braven Fisch. Als Hauptgang: Spanferkel mit Morcheln, gehaltreicher Sauce, Gemüse, so kleingehacktes Zeug halt, wie es heute in der gehobenen Gastronomie üblich ist. Sieht appetitlich aus und schmeckt auch so. Freilich, beim Spanferkel hätte man in meinem Falle noch die Knorpelchen und Knöchelchen weglassen dürfen. Ist aber halb so wild. Dafür fehlte das Schalottenkonfit auf dem Teller. Schade, ich habs wirklich vermisst. Fein, aber nicht aufregend am Ende das Dessert. War irgendsowas mit Erdbeeren.
Warum schon vergessen? Mich nervten zwei Gschaftlhuber, die unablässig in ihr Handy tröteten und dazwischen schweineteuren Wein soffen – zur Hölle mit diesen Handys an einem so schönen Orte; und hätte nicht die Bise geblasen, wäre ich in den Garten umgezogen. Ein Juwel ist er.
Wenige Offenweine im Ausschank, die Karte präsentierte sich in einer schäbigen Plastikmappe. Das passt nicht. Weder zum Stil des Hauses (den man nicht an den Wänden messen soll) noch zu den Preisen. Summa summarum kostete der Lunch mit einem Halbeli Weissen 170 Franken für zwei Personen. Achtung: Montag und Dienstag geschlossen. Viele Parkplätze ums Haus. Carlo Bernasconi [email protected]
Restaurant Taggenberg Peter und Margrit Schnaibel
Taggenbergstr. 79
8408 Winterthur
Tel. 052 222 05 22
BewertungEssen …………………..3
Getränke ………………3
Bedienung …………….3
Businessfaktor ……….2
5=top, 4=sehr gut, 3=o.k., 2=na ja, 1=flop
Kolumne Causa Köppel
Von Dominik Imseng
Die Palette reicht von «rechtsextrem» über «rechtskonservativ» bis hin zu «neurecht» im Sinne der Nouvelle Droite: Roger Köppel muss sich in der Tat und nicht erst seit seiner Ernennung zum Weltwoche-Chefredaktor einiges bieten lassen.
Zu Unrecht.
Gewiss (1): Köppel ist in einem Masse neoliberal, dass er fast schon einen Typus im Balzac’schen Sinne darstellt. Ein Entlassungsgespräch soll er mit den Worten «Bad news für dich» begonnen haben. Immerhin also wird der betreffende Journalist erzählen können, ihn habe ein Texttalent auf die Strasse gestellt.
Gewiss (2): Köppel ist unbürgerlich. Und zwar insofern, als ihm Mass und Wert,
die Grundfesten biedermännischer Solidität, abgehen. Bloss kein Mittelmass! Bloss kein Konsenszwang! «Radikalisiert das Leben!» ist statt dessen seine Losung: «Tanzt auf dem Vulkan!»
Gewiss (3): Köppel könnte auch von Rundstedt heissen. «Ich sage meinen Leuten: Ruhe bewahren, abwarten, zusammenbleiben», liess sich der Schreibtischgeneral während der Turbulenzen im Zuge der Ringier’schen Übernahmepläne zitieren. Und offenbarte der Wochenzeitung Die Zeit: «Eigentlich müsste man, wenn ich in die Redaktion komme, den Darth-Vader-Marsch spielen.»
Ein Rastignac des flexiblen Kapitalismus also. Ein Kriegsfreiwilliger des totalen Magazins.
Dennoch: Gerade der ist dem Projekt der Aufklärung verpflichtet, der uns so brillant alle Illusionen raubt. Der gegen die befohlene oder vielleicht auch nur gedankenlose Gewöhnung ans «Selbstverständliche» Einspruch erhebt. Dessen politische Intelligenz keinen Links-Rechts-Radikalismus zulässt.
Kurz: Roger Köppel ist einer der klügsten Köpfe im deutschen Sprachraum, dazu ein überlegener Stilist. Tragen wir Sorge zu ihm. Er wird noch früh genug den Spiegel chefredigieren. [email protected] Dominik Imseng ist Texter bei Jung von Matt/Limmat.

Radio 105 will Weko-Untersuchung gegen die SRG

Die Wettbewerbskommission soll eine Untersuchung gegen die SRG wegen Wettbewerbsbehinderung einleiten.

Die Wettbewerbskommission soll eine Untersuchung gegen die SRG wegen Wettbewerbsbehinderung einleiten.Das fordert Giuseppe Scaglione in einer Medienmitteilung. Er ist der Überzeugung, dass die SRG ihre marktbeherrschende Stellung missbräuchlich dazu verwende, UKW-Frequenzen zu belegen und sie damit Radio 105 und anderen Anbietern der Nutzung zu entziehen. «Gleich lange Spiesse für die SRG wie für die Marktteilnehmer bedeutet: gleich viele UKW-Frequenzen für die Lokalradios und Privatradios wie für die SRG», schreibt Scaglione. Für ihn betreibe die SRG unter dem Stichwort Service public im Radiobereich eine ausgesprochene Monopolpolitik, die darauf abziele, «die private Konkurrenz zu behindern». In diesem Sinne sei sein Radio 105 direkt davon betroffen gewesen, dass die SRG kurz nach dem Sendestart des privaten Jugendradios für ihr Konkurrenzprogramm Virus eine bundesrätliche Konzession erhielt. Ein UKW-Konzessionsgesuch von Radio 105 für ein sprachregionales Jugendradio wurde vom Bakom mit der Begründung der Frequenzknappheit abgelehnt. «Es ist jedoch vielmehr zu hinterfragen, wie die knappen Ressourcen verteilt sind», meint Scaglione weiter. Gesamthaft belege die SRG etwa 800 der rund 1000 Frequenzen in der Schweiz. Dieser Schlüssel werde unter anderem mit der Qualitätssicherung der technischen Versorgung begründet. Tatsache für Scaglione sei aber, dass die SRG viel mehr Radios via UKW verbreite, als das Gesetz vorsehe. (pan)
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