Null Chance für more of the same

Die diversen geplanten Kabelradios drohen an vollen Kabelnetzen zu scheitern

Die diversen geplanten Kabelradios drohen an vollen Kabelnetzen zu scheiternVon Daniel Schifferle Die eifrig projektierten Zweitprogramme der Privatradios stehen vor verschlossenen Kabelnetzen. Das wird für die meisten auch so bleiben. Denn nur wer das Sortiment der im Kabel empfangbaren Radios mit einem wirklich neuen Angebot zu bereichern verspricht, darf sich Chancen ausrechnen.
Die Enttäuschung für die geplanten Kabelradios kam in Etappen. Bereits im vergangenen Herbst hatte sich abgezeichnet, dass die gewünschte Distribution zum Null- oder zumindest zum Minimaltarif bei den Kabelnetzbetreibern auf kein Musikgehör stossen würde. Das ist auch heute nicht anders: Von den insgesamt acht fürs Kabel konzessionierten Programmen sind lediglich zwei auf Sendung: Top Two und 32 Goldies. Sämtliche der übrigen sechs Projekte – Sunshine Gold, Swiss Classik Rock, Hit Radio, Aktuell 2, 105 Classic und das senderunabhängige Swiss Music Radio – hatten ihren Start von kostengünstigen Bedingungen für die Aufschaltung in den Kabelnetzen abhängig gemacht (WW 42/01).
Doch daraus wird nichts. Denn der Marktleader unter den Kabelnetzbetreibern, die Cablecom, hat ihre Aufschaltpolitik gegenüber den Kabelradios definiert. Sie lässt kaum Spielraum. «Für sprachregionale gesamtschweizerische Programme sehen wir keine Möglichkeit, wenn sie nur more of the same bieten. Genau das ist aber bei diesen Zweitprogrammen mehrheitlich der Fall», erklärt Paul Winiker, der bei der Cablecom für das Sortiment zuständig ist. «Es müsste etwas ganz Neues sein, das unser Sortiment wirklich bereichert.» Weil diesen Anspruch aber nur ganz wenige unter den für eine Aufschaltung Schlange stehenden Kabelradios erfüllen können, siehts für die meisten schlecht aus. Lediglich eine einzige von rund 40 im Kabel verfügbaren Radiofrequenzen will die Cablecom neu zuteilen, jene des eingestellten
24plus.
Hoffnung auf Aufschaltung gibts nur noch für wenige
Entmutigend für die Gesuchsteller: Bei der Ausmarchung um den einzigen zu vergebenden Kanal ist die Mehrheit unter ihnen gar nicht dabei. Laut Winiker stehen lediglich drei oder vier Angebote in der engeren Wahl. Zu diesen gehöre allen voran das senderunabhängige Swiss Music Radio von George Wismer. Zudem werde man 105 Classic und den Internetsender DJ Radio genauer anschauen. Winiker: «Wir werden jetzt überprüfen, ob diese Sender tatsächlich ein spezielles und noch nicht abgedecktes Kundenbedürfnis ansprechen.»
Für die projektierten Kabelradios wird die Zeit jetzt allerdings knapp. Deshalb waren sie reihum gezwungen, beim Bakom Aufschub ihrer Starttermine zu beantragen. Was ihnen auch bereits gewährt wurde. Andere haben inzwischen ihr Distributionskonzept radikal geändert, um der verfahrenen Situation zu entkommen und um nun endlich ohne weitere Verzögerungen loslegen zu können. Zu Letzteren gehört Swiss Music Radio.
Das ausschliesslich auf Schweizer Interpreten setzende Radio ist auf Satellitenübertragung ausgewichen, demnächst wird der Sender europaweit empfangbar sein. Inhaber George Wismer hofft darauf, dass die Kabelnetze Swiss Music Radio auf Grund des Schweizer USP von sich aus direkt ab Satellit übernehmen werden.
Argovia denkt an ein stufenweises Vorgehen
Wieder andere Zweitprogramme versprechen sich eher Musikgehör bei den Kabelnetzbetreibern, wenn sie ihr Angebot regionalisieren. Zu diesem Schritt hat sich Sunshine-Chef Markus Ruoss durchgerungen. Er werde für sein Sunshine Gold ein neues Konzessionsgesuch mit Fokus auf der regionalen Ebene einreichen, sagte Ruoss gegenüber der WerbeWoche. Noch vorbehalten will sich Argovia-Chef Roland Baumgartner das weitere Vorgehen. Denkbar sei, dass die beiden Projekte Swiss Classik Rock und Hit Radio mit der regionalen Verbreitung beginnen würden und darauf etappenweise die sprachregionale Abdeckung hochfahren. Ob dieses Vorgehen überhaupt möglich ist, muss beim Bundesamt für Kommunikation abgeklärt werden. Doch auch für Baumgartner ist das Projekt auf der Kippe. «Wir werden noch diesen Sommer starten, oder dann lassen wir es sein», sagt er.
Doch das Regionalisieren garantiert noch keine Aufschaltung. «Auch die anderen Kriterien müssen stimmen», sagt Winiker. Immerhin hat er aber für die Abgewiesenen eine Alternative bereit: Swissfun, die digitale Plattform der Cablecom. Dort habe es Platz für neue Radioprogramme zuhauf. Allerdings ist die Reichweite noch stark beschränkt: Swissfun ist erst bei rund 50000 Haushalten im Einsatz, der grösste Teil davon in der Deutschschweiz (45000).

Markus Ruf

Jurypräsident Aussenwerbung (Serien)

Jurypräsident Aussenwerbung (Serien)Wie beurteilen Sie das Niveau in Ihrer Kategorie? : Im Grossen und Ganzen wars okay. Aber die ADC-Einsendegebühren sind offensichtlich so einladend, dass auch miserable Plakate eingereicht werden. Erfreulich aber ist, dass einige schon jahrelang laufende Kampagnen dank neuen Sujets immer noch taufrisch wirken: beispielsweise die Mobiliar-Schadenskizzen.
Sind Newcomer auszumachen, oder gewannen wieder einmal die ADC-Habitués?
Ruf: Den Löwenanteil dürften schon die bekannten Topagen-turen und -macher gewonnen haben. Es gibt aber auch dieses Jahr schöne Überraschungen. Zum Beispiel das «Freitag»-Buch.
Welchen Arbeiten geben Sie fürs Festival in Cannes Chancen?
Ruf: Allen, die keine Lokalkenntnisse voraussetzen und eine klare Botschaft verblüffend einfach rüberbringen. Da dürfte es beispielsweise die Nico-Jahrbuch-Kampagne mit den Pissflecken leichter haben als die ZVV-Kampagne mit den Züri-Trams im See.
Worauf legten Sie bei der Bewertung besonderes Augenmerk?
Ruf: Darauf, dass die Plakate eine überraschende Idee hatten. Und dass diese Idee so umgesetzt war, dass man sie auch ohne Erklärungsdia verstand.
Was fiel Ihnen beim Bewerten der Arbeiten auf?
Ruf: Dass vermehrt versucht wird, das Plakatumfeld in die Konzeption einzubeziehen. Das kann witzig sein, wie etwa die Graubünden-Warm-up-Skihocke auf den Toiletten. In anderen Fällen wirkte es eher bemüht.
Ist die Werbung mutiger geworden?
Ruf: Nein. Der Mut verhält sich leider oft umgekehrt proportional zur Budgethöhe. Und seit dem 11. September verwechseln einige Auftraggeber Langeweile offensichtlich mit Ernsthaftigkeit.
Welche Bedeutung messen Sie dem Lobbying bei solchen Wettbewerben bei?
Ruf: Praktisch keine. Am sichersten bringt man eine Arbeit ins Buch, wenn Idee und Umsetzung bestechend sind.
Würden Sie ausschliesslich und auf Grund der beim ADC eingereichten Werbung nun eines der preisgekrönten beworbenen Produkte kaufen?
Ruf: Hätte ich Ferien, würde ich tatsächlich eher bei Kuoni als bei Vögele reinschauen. Umgekehrt boykottiere ich Firmen, die doofe Werbung machen. Das ist die wirksamste Art, dagegen zu protestieren.
Hat dieser Wettbewerb bei Ihnen den Berufsstolz als Werber in ein neues Hoch steigen lassen?
Ruf: Nein.
Ist unter den Arbeiten eine dabei gewesen, die für Sie als Art Director Kunststatus erreicht hat?
Ruf: Nein. Aber das ist ja auch kein Zeichen für Qualität. Ich finde beispielsweise einen Werbespot wie den mit dem Hahn, der sich wegen des Weckprogramms von Radio DRS das Leben nehmen will, interessanter als eine Videoinstallation von Pipilotti Rist.

Ein TV-Pool für die ganze Schweiz

Christian Stärkle, Geschäftsführer der Belcom und von TeleNewsCombi, hat ein neues Projekt: einen Privat-TV-Pool, mit dem die ganze Schweiz abgedeckt werden kann.

Christian Stärkle, Geschäftsführer der Belcom und von TeleNewsCombi, hat ein neues Projekt: einen Privat-TV-Pool, mit dem die ganze Schweiz abgedeckt werden kann.Er will zum Deutschschweizer TeleNewsCombi mit den Mitgliedern Tele Züri, Tele Bärn, Tele Basel, Tele Top, Tele Ostschweiz, Tele Tell, Tele M1 und Tele Südostschweiz je ein Modul Ticino und Romandie hinzufügen. Stärkle stellt aber zwei Bedingungen: Die Programme der Tessiner und Westschweizer Privaten müssen sich den Deutschschweizer Sendern angleichen: je eine halbe Stunde News und Magazin mit stündlicher Wiederholung sowie Aufschaltung im Mediaoptimizer. Das Modul Ticino mit Tele Ticino wird wohl bis Mitte Jahr zu Stande kommen. Offen sei nur noch der Tarif, da Tele Ticino auf eigene Kosten Spots synchronisieren werde, sagt Geschäftsführer Filippo Lombardi. Anders in der Westschweiz. Der bestehende Télépool Romand mit Léman bleu, TVRL, Canal Alpha +, Ici TV, Canal TV und neu Canal 9 tut sich schwer mit den geforderten Programmanpassungen und dem teuren Mediaoptimizer. Die mangelnde Dichte an Telecontrolgeräten in einigen Sendegebieten erschwert das Ganze. Ein Entscheid wird dort frühestens Ende Februar fallen. (mk)

Daniel Matter

ADC-Jurychairman

ADC-JurychairmanWas ist an den diesjährigen Gold-Kampagnen so wegweisend? : Die Stärke der Kampagne für Sportplausch Wider: viele tolle Einzelideen, die ein Gesamtes ergeben. Die Stärke der Kampagne für den ZVV: eine tolle Gesamtidee, die in den Einzelteilen nicht langweilig wird. Die Stärke beider Kampagnen: witzig gedacht, gut gemacht.
Haben Sie neue Trends feststellen können?
Matter: Der Trend in allen Kategorien war: weniger Überdurchschnittliches, weniger Unterdurchschnittliches.
Wie ist es um die Qualität dieses Werbejahrgangs generell bestellt?
Matter: Für ein Jahr mit nur drei Quartalen kein schlechter Jahrgang. Er wäre besser, wären nicht Sachen unter dem Tisch gelandet, die im Ausland (Cannes, Epica etc.) bereits ausgezeichnet worden sind.
Ihr Fazit nach 26 Jahren ADC?
Matter: Schwierig. Spannend. Nötig.
Sind Newcomer auszumachen, oder gewannen wieder einmal die ADC-Habitués?
Matter: Ja. Gewisse Habitués in neuer Formation. RufLanz zum Beispiel. Oder Jung von Matt/ Limmat und Matter & Partner, die beide zugelegt haben. Die Frage ist allerdings immer: Wer konnte womit eine Auszeichnung gewinnen? Für Kunden, die einem alle Freiheiten geben, ist es einfacher.
Welchen Arbeiten geben Sie fürs Werbefestival in Cannes Chancen?
Matter: Was Gold oder Silber in Zürich gewonnen hat, hat Chancen in Cannes. Aber nicht nur das. Ich habe auch Bronze und sogar nicht ausgezeichnete Sachen gesehen, die es schaffen dürften.
Worauf legten Sie bei der Bewertung besonderes Augenmerk?
Matter: Respekt gegenüber den Leistungen anderer. Auch wenn sie nicht genügend gut sind, um ausgezeichnet zu werden. Professionalität bei der Bewertung, bei der Diskussion, bei der Entscheidung. Verzicht auf Eigeninteresse.
Werden Sie auf Grund der Werbung nun eines der preisgekrönten beworbenen Produkte kaufen?
Matter: Sicher. Ich glaube an Werbung. Vor allem an solche, die der ADC auszeichnet.
Ist eine Arbeit dabei gewesen, die für Sie als Art Director Kunststatus erreicht hat?
Matter: Es ist Kunst dabei, die Werbestatus erreicht hat. Das «Freitag»-Buch von Lars Müller, vielleicht noch die Illustrationen für Publicis’ Weihnachtsmailing. Ah, und dann noch die Kunst, es als ADC-Vorstand oder Jurychairman allen recht zu machen. Aber die ist womöglich weder Andreas Prokesch noch mir geglückt. Logisch.

Daniel Comte

Jurypräsident Aussenwerbung/Einzelmotive

Jurypräsident Aussenwerbung/EinzelmotiveWie beurteilen Sie das Niveau in Ihrer Kategorie?: In unserer Kategorie gab es nur Bronze und Silber. Dass wir das Medaillenkontingent von 25 Prozent der eingesandten Arbeiten bei weitem nicht ausschöpfen konnten, sagt eigentlich schon alles.
Wie ist es um die Qualität dieses Werbejahrgangs generell bestellt?
Comte: Die kriselnde Wirtschaftsstimmung hat sich nicht nur negativ auf die Werbebudgets, sondern auch auf die Innovationskraft der Ideen ausgewirkt. Ich würde sagen, ein durchschnittlicher Jahrgang mit schnellem Abgang.
Ihr Fazit nach 26 Jahren ADC: Hat sich das Niveau der eingesandten Arbeiten gesteigert, ist es gleich geblieben, oder hat es sich verschlechtert?
Comte: Da sich die Schweizer Werbung in den vergangenen Jahren vermehrt an Festivals mit ausländischen Kreationen misst, ist das Niveau der Arbeiten dank der internationalen Vorbilder aus England und Nord- und Südamerika erheblich gestiegen.
Sind Newcomer auszumachen, oder gewannen wieder einmal die ADC-Habitués?
Comte: Ja, die Newcomer in den etablierten ADC-Agenturen.
Welchen Arbeiten geben Sie fürs Festival in Cannes Chancen?
Comte: Die Laax/Flims- und Erotic-Book-Store-Printarbeiten und auch einige vom ADC leider zu wenig oder gar nicht ausgezeichnete Einsendungen, wie die Nico-Jahrbuch-Kampagne und das Printmotiv «Siegerpodest» für Tibet. Es gibt immer noch Juroren, die internationale Massstäbe ignorieren.
Worauf legten Sie bei der Bewertung besonderes Augenmerk?
Comte: Auf neue, überraschende Ideen und auf die Qualität ihrer Umsetzung. Also Arbeiten, die man nie vergessen wird.
Was fiel Ihnen beim Bewerten der Arbeiten auf?
Comte: Es gab viele Fortsetzungskampagnen, die schon letztes Jahr ausgezeichnet worden waren, und sehr wenige neue Einsendungen von grossen Auftraggebern, was wiederum auf die schlechte Auftragslage schliessen lässt.
Welche Bedeutung messen Sie dem Lobbying bei solchen Wettbewerben bei?
Comte: Kann mir irgendjemand sagen, wo heute irgendwo noch etwas ohne Lobbying läuft?
Werden Sie auf Grund der Werbung nun eines der preisgekrönten beworbenen Produkte kaufen?
Comte: Ja, Hakle feucht im Erotic Book Store.
Hat dieser Wettbewerb bei Ihnen den Berufsstolz als Werber in ein neues Hoch steigen lassen?
Comte: Nein, denn es gilt: Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.
Ist eine Arbeit dabei gewesen, die für Sie als Art Director Kunststatus erreicht hat?
Comte: Vielleicht das mit Gold prämierte «Freitag»-Buch.

Jean Etienne Aebi

Jurypräsident Gesamtkampagne sowie Editorial/Buchgestaltung

Jurypräsident Gesamtkampagne sowie Editorial/BuchgestaltungWas ist an der diesjährigen Gold-Kampagne so wegweisend?: Gold wurde dieses Jahr keiner Gesamtkampagne verliehen. Das Niveau dieser Kategorie war deswegen nicht schlechter – sie bot aber etwas weniger Überraschungen als auch schon.
Sehen Sie neue Trends?
Aebi: Ein Trend dürfte darin liegen, dass multidimensionale Kampagnen eine fast grenzenlose Variabilität (fraktale Marke) entwickeln, die im besten Fall Kultcharakter bekommt – weit mehr als zum Beispiel nur ein durchgehender visueller Stil. Ein Beispiel dafür war am ehesten Sportplausch Wider.
Ihr Fazit nach 26 Jahren ADC: Hat sich das Niveau der eingesandten Arbeiten gesteigert, ist es gleich geblieben, oder hat es sich verschlechtert?
Aebi: Heute wie damals gibt es Erfreuliches und wenig Bahnbrechendes. Auch an den Bewertungskriterien wird zu Recht festgehalten: 1. eine eigenständige Idee. 2. eine gewinnende Umsetzung. Und 3. eine Realisation, die das 1. und 2. nicht schlechter, sondern mehr daraus macht.
Sind Newcomer auszumachen, oder gewannen wieder einmal die ADC-Habitués?
Aebi: Newcomer und Nichtmitglieder waren auch dieses Jahr keineswegs handicapiert. So ging beispielsweise Gold in der Kategorie «Editorial» an die «Freitag»-Bücher von Lars Müller. Solche so gesehenen Aussenseitererfolge werden auch nicht durch Jurylobbying verhindert, wohl aber viele Auszeichnungen gerade an ADC-Habitués. Einerseits durch Juroren, die strenge Selektion damit verwechseln, anderen partout nichts gönnen zu wollen. Andererseits durch Einzelne, die selbst seit Jahren keine auszeichnungswürdige Arbeit mehr leisten, dann aber peinlicherweise verhindern wollen, dass Besserqualifizierte zu ihren verdienten Auszeichnungen kommen.

Blick.ch vorschnell verabschiedet

Dezember-Daten der Internetpanels von AC Nielsen und MMXI

Dezember-Daten der Internetpanels von AC Nielsen und MMXIGemäss MMXI haben im Dezember 2,397 Millionen Personen während durchschnittlich 323 Minuten von zu Hause aus im Internet gesurft und dabei 279 Seiten besucht. Gemäss den Daten von AC Nielsen waren es hingegen 2,057 Millionen Personen, die je während 336 Minuten surften und 508 Seiten besuchten.Dass Blick.ch primär als Überbringer schlechter Nachrichten gefragt ist (WW 1/02), war eine vorschnelle Vermutung. Nachdem sich die Site im November aus den Top-20-Domains verabschiedet hatte, kehrte sie im Dezember wieder zurück – und steht so gut da wie noch nie! Bei AC Nielsen landete sie direkt auf Platz 12, bei MMXI immerhin auf Rang 15.
Die Zahl der Internet-Heimuser, die MMXI im Dezember ausweist, ist um 150 000 Personen tiefer als noch im November. Ein solch plötzlicher und starker Rückgang ist dagegen bei AC Nielsen nicht ersichtlich, im Gegenteil: Dort wird mit 2,057 Millionen Nutzern ein neuer Rekord verzeichnet.
Auch MMXI weist einen Rekord aus: Bluewin.ch kommt auf seine bisherige Spitzenreichweite von 54,3 Prozent (2,8 Prozentpunkte mehr als im November), was zur Folge hat, dass die Distanz zum Zweitplatzierten mit 24,6 Prozentpunkten so gross ist wie noch nie. Mit dem Panel von AC Nielsen stimmt aber auch dies nicht überein: Die Reichweite von Bluewin.ch erreicht im Dezember mit 46,84 Prozent keinen Spitzenwert, sondern liegt um 0,06 Prozent tiefer als im November. Markus Knöpfli

Service: Messe-Award in der Toni-Molkerei

Mit dem neuen Club in der ehemaligen Zürcher Toni-Molkerei haben die Veranstalter des Xaver-Awards eine trendige Location für ihre Preisverleihung gefunden.

Mit dem neuen Club in der ehemaligen Zürcher Toni-Molkerei haben die Veranstalter des Xaver-Awards eine trendige Location für ihre Preisverleihung gefunden.Service Messe-Award in der Toni-Molkerei Am 7. März ab 19 Uhr wird erstmals der Preis für Event- und Messemarketing übergeben. Für die Jurierung wurden einige bekannte Namen gewonnen. Die Events werden unter anderem von Julian Garcia (Newton 21, Vorsitz), Christian König (CEO Farner PR) und René Hürlimann (Präsident BSW) beurteilt.
Ringier-Werbefibel 2002 erschienen Die jährliche Werbefibel mit aktuellen Daten zum Werbemarkt Schweiz kann ab sofort beim Ringier Verlag unter www. go4media.ch bezogen werden. Die Gratisbroschüre enthält die Eckdaten der grössten Schweizer Zeitungen und Zeitschriften, allgemeine demografische und Wirtschaftszahlen, eine Übersicht über die wichtigsten Mediastudien und anderes mehr.
CRM-Connect-Messe parallel zur x’02 Vom 20. bis 22. August 2002 findet in den Hallen der Messe Zürich zum dritten Mal die CRM Connect statt. Das Forum für Customer Relationship Marketing (CRM) und Call Center wird in diesem Jahr erstmals parallel zur X, der Fachmesse für Marketing, Kommunikation und Events, veranstaltet. Dadurch sollen sowohl thematisch als auch bezüglich Besucher und Teilnehmer Synergien erschlossen werden, heisst es in einer Mitteilung von CRM Connect.

Schon wieder abgestürzt?

Der Unternehmensberater Thomas Otte über den Namen für die neue Schweizer Fluggesellschaft

Der Unternehmensberater Thomas Otte über den Namen für die neue Schweizer Fluggesellschaftvon Thomas Otte*Die neue Schweizer Airline wird unter dem Namen Swiss fliegen. Nach monatelangem, aufgeregtem Rätselraten wurde vergangene Woche das Geheimnis um den neuen Airlinenamen gelüftet. Der Unternehmensberater Thomas Otte hält den Alleinvertretungsanspruch des Namens für das kollektive Vertrauen für gefährlich.
Die Schweiz wird geliebt, weil sie so schön schweizerisch ist. So schrieben wir vor einem knappen halben Jahr. Und Marken sind positive Vorurteile. Die Schweiz ist ein gigantisches positives Vorurteil, das heisst: Die Schweiz ist eine sehr starke Marke. Die frühere Schweizer Fluggesellschaft war als Marke unter anderem deswegen lange Zeit so erfolgreich, weil sie das von ihr selbst hergestellte positive Vorurteil «Swissair» inhaltlich weit gehend gleichgerichtet hatte mit dem Vorurteil der guten Herkunft. Insofern ist die klare inhaltliche und stilisti-
sche Bezugnahme auf den kollektiven Vertrauenszusammenhang «Schweiz» markenstrategisch natürlich richtig.
Damit ist das Positive zu dem neuen «Namen» aber auch schon gesagt. Mindestens drei Gründe bilden jedoch eine unkalkulierbare Hypothek für die Zukunft. Man wird sie alle erwogen und sehenden Auges verworfen haben.
Eine Marke ohne Produkt ist wie eine Seife ohne Wasser
«Kennst du schon die neue Swiss?» – «Swiss was denn? Ich kenne tausenderlei Swiss XY. Swiss cheese, Swiss chocolate, Swiss banking…?» Und wie klingt es, wenn uns jemand erklärt: «Ich fliege Deutsch.» – «Nein, ach was, Französisch fliegen, das bringts.»
Wir wollen hier nicht unbedingt an den guten, alten Markendreiklang – Marke, Produkt und Key Wording – erinnern, aber erfolgreiche Markenführung verträgt nun einmal sehr wenig kreative Experimente und besonders, wenn es sich um lebensgefährliche Dinge handelt. Der von den Entscheidungsträgern proklamierte hohe Leistungsanspruch verträgt sich nicht mit der kecken Négligeance des Produkts: Das Publikum ist durchaus vertrauensbedürftiger.
Eine Marke mit einem Alleinvertretungsanspruch
Mit den fünf Nationalbuchstaben proklamiert die neue Fluggesellschaft klar und eindeutig einen Alleinvertretungsanspruch, wie er umfassender nicht sein könn-te. Dieser Alleinvertretungsanspruch bezieht sich auf die gesamte Schweiz und alle ihre Teile, denn die verkehrsübliche Einschränkung auf ein Produkt oder eine Dienstleistung unterbleibt.
Der Chronist – noch so ein Ausländer, der die Schweiz beharrlich sehr hoch wertschätzt – fragt sich: Wie fühlt sich das Stimmvolk, wie fühlt sich der Protoschweizer, wie fühlen sich die nationalen Institutionen, wenn ein Wirtschaftsunternehmen – ausschliesslich dank grosszügiger Hilfe aus privater und steuerlicher, also wieder privater Hand – sich unversehens dazu aufschwingt, die warmherzigen Gönner gleich auch noch auf internationalem Parkett zu vertreten? Wie vereinbart sich das mit der von oberster Stelle erklärten neuen Bescheidenheit?
Dass eine Schweizer Maschine überhaupt abstürzt, war bis Halifax nur als theoretischer Fall denkbar. Aber dennoch: Halifax war wohl noch ein exogener Unfall. Wenn man eine Marke jedoch als ein lebendes System betrachtet – und das sollte man –, dann waren die beiden anderen mindestens teilweise endogene, das heisst vom System «Marke» selbst mitverschuldete Unfälle: Lebenswichtige Subsysteme haben unter der jahrelangen, nervenzerfetzenden Spannung tödliche Fehler gemacht.
Swiss XY – mitgegangen, mitgehangen
Für die Zukunft auszuschliessen sind dergleichen Horrorereignisse aber leider nicht, und sei es nur durch echtes Fremdverschulden. Die Schlagzeile wird lauten: «Swiss abgestürzt – wieder 35 Tote.» Da die Marke ohne Produkt, aber mit Alleinvertretungsanspruch für die gesamte Schweiz unterwegs ist, schlägt ein solches Ereignis direkt und ungefedert auf den kollektiven internationalen Vertrauenszusammenhang der ganzen Schweiz durch. Die medienübliche Verkürzungslust wird der Schweiz als Ganzes dann immer wieder die Frage um die Ohren schlagen: «Die Schweiz abgestürzt?»
* Thomas Otte ist Inhaber der Dr. Otte Brand Consulting/ Zürich.

Joni Müller

Jurypräsident Publikumsanzeigen (Serien)

Jurypräsident Publikumsanzeigen (Serien)Wie beurteilen Sie das Niveau in Ihrer Kategorie?: Gut. Es waren nur wenige wirklich schlechte Arbeiten dabei. Und sogar unter den durchgefallenen hatte es solche, die bei schwächerer Konkurrenz durchaus Bronze gemacht hätten. Neue Trends habe ich keine ausgemacht.
Wie ist es um die Qualität dieses Werbejahrgangs generell bestellt?
Müller: Im Durchschnitt durchschnittlich.
Ihr Fazit nach 26 Jahren ADC: Hat sich das Niveau der eingesandten Arbeiten gesteigert, ist es gleich geblieben, oder hat es sich verschlechtert?
Müller: Wie man weiss, war früher sowieso alles besser, also auch das Niveau der eingesandten Arbeiten. Allerdings ist dies ausser mit der üblichen präsenilen Verklärung der Vergangenheit auch damit zu erklären, dass man in der Erinnerung die Highlights von mindestens fünf Jahren in einen einzigen Jahrgang packt. Und da kann die Gegenwart schlecht mithalten. Aber höher als früher ist das Niveau auch nicht.
Sind Newcomer auszumachen, oder gewannen wieder einmal die ADC-Habitués?
Müller: Es gewannen wieder fast nur die gleichen Grossagenturen und die gewohnten Ausnahmen. Von den meisten Arbeiten weiss ich aber bloss, aus welcher Firma sie kommen, und nicht, wer sie gemacht hat. Möglicherweise war da intern schon der eine oder andere Newcomer am Werk.
Welchen Arbeiten geben Sie fürs Werbefestival in Cannes Chancen?
Müller: Flims Laax Falera sowie Radio DRS.
Worauf legten Sie bei der Bewertung besonderes Augenmerk?
Müller: Natürlich auf die Idee. Aber die Bally-Anzeigen sind so schön und perfekt gemacht, dass wir ihnen Bronze gaben, obwohl sie ideenfrei sind.
Was fiel Ihnen beim Bewerten der Arbeiten auf?
Müller: Nachdem der Text von den ADs schon immer nur als Grauwert betrachtet worden ist, wird er dies jetzt neu auch von den Textern beziehungsweise Konzeptern. Die Migros-Do-it-Kampagne von WHS war die einzige Arbeit, bei der der Text überhaupt eine Rolle spielt. Vielleicht bekam sie deshalb nur Bronze. Trotz der Gefahr, mich ins Lager der säuerlichen Kulturpessimisten zu manövrieren: Ich finde es schade, dass der Text heute so stiefmütterlich behandelt wird.
Ist Werbung mutiger geworden?
Müller: Nein. Und es ist zu befürchten, dass sie jetzt eher noch mutloser wird.
Welche Bedeutung messen Sie dem Lobbying bei solchen Wettbewerben bei?
Müller: Offiziell keine, inoffiziell grosse. Wobei es nicht Lobbying im engeren Sinne ist, sondern eher die stillschweigende Übereinkunft «Wie du mir, so ich dir». Das gleicht sich über die Jahre hinweg aus. Allerdings wird es dadurch für Einsender, die im ADC nicht oder schwach vertreten sind, schwieriger, etwas zu gewinnen.
Werden Sie auf Grund der Werbung nun eines der preisgekrönten beworbenen Produkte kaufen?
Müller: Ich werde ganz sicher weder Laax noch DRS 3 kaufen, aber weiterhin den ZVV benützen.
Hat dieser Wettbewerb bei Ihnen den Berufsstolz als Werber in ein neues Hoch steigen lassen?
Müller: Hochmut kommt vor dem Fall. (Spr. 16,18).
Ist eine Arbeit dabei gewesen, die für Sie als Art Director Kunststatus erreicht hat?
Müller: Nein.

Patrick Spahr alias Patman

Jurypräsident Electronic Publishing

Jurypräsident Electronic PublishingWie beurteilen Sie das Niveau in Ihrer Kategorie?Patman: Das Niveau war ernüchternd. Gerade mal fünf von 38 Arbeiten wurden mit Bronze ausgezeichnet, und dabei blieb es auch. Es fehlt an wirklichen Innovationen. Es gab nur sehr wenige wirkliche Überraschungen, die dann aber in der Tiefe an Substanz wieder verlieren. Als technologischer Trend war zu bemerken, dass über 50 Prozent der Websites vollständig mit Flash produziert wurden. Leider wurde diese Technologie aber in den meisten Fällen zu plump und zu herkömmlich angewendet. Immer die gleichen klassischen Effekte, die eher Langeweile als Emotionen weckten. Websites, die Flash nur punktuell als Mittel zum Zweck anwendeten, hatten im Normalfall die grössere Vielfalt. Doch insgesamt kann sich das Niveau noch stark verbessern. Es gibt in der Schweiz viele talentierte Leute, die sich auch international messen können. Ein Ende der Krise ist in Sicht, und ich denke, dass mit dem Aufschwung auch die Branche wieder neu belebt wird.
Ihr Fazit nach 26 Jahren ADC: Hat sich das Niveau der eingesandten Arbeiten gesteigert, ist es gleich geblieben, oder hat es sich verschlechtert?
Patman: Der ADC macht Werbung nicht besser, er zeichnet aber gute Werbung aus und legt dadurch eine Messlatte vor.
Sind Newcomer auszumachen, oder gewannen wieder einmal die ADC-Habitués?
Patman: Im Grossen und Ganzen hat sich nicht viel geändert. Die grossen Fische teilten sich die Spitze, und ein paar kleine bekannte Fische mischten sich darunter.

Arte Divina Culinaria

Einmal mehr stellte die Arbeitsgruppe «Essen mit Spass» des Art Directors Club (ADC) ihre gastronomische Kompetenz unter Beweis.

Einmal mehr stellte die Arbeitsgruppe «Essen mit Spass» des Art Directors Club (ADC) ihre gastronomische Kompetenz unter Beweis.Von Beat Fritsch Und die Mitglieder des Kreativclubs ihre nicht unbescheidenen Ansprüche, was die Kulinarik betrifft. Bekanntlich lässt sich der ADC seine Partys einiges kosten, wobei der grösste Budgetposten fürs Essen, der zweitgrösste fürs Trinken und die Portokasse für die Saalmiete draufgehen dürften. Kein Wunder, gelten die Tickets für diesen Event als die begehrtesten überhaupt.
So traf sich letzten Sonntag alles, aber auch wirklich alles, was in der Szene Rang und Namen hat, zum festlichen Stelldichein im Zürcher Kaufleuten – wie immer nach vorangegangener Würfelverleihung. Zu dieser gibts nur so viel zu sagen: Es wurde gleich hart juriert wie letztes Jahr. Es haben die Gleichen gewonnen wie letztes Jahr. Und darob haben sich die Gleichen echauffiert wie letztes Jahr.
Lange hält die Enttäuschung über entgangene Würfelehren sowieso nicht an. Das traditionell exklusive Essen mit viel Alkoholbegleitung lässt Ungemach rasch vergessen. Deshalb rückte zu aufgeräumter Stunde diese bange Frage in den Vordergrund: «Kann der ADC sein kulinarisches Spitzenangebot noch toppen?»
Während schon vor zwei Jahren ein ganzes Quartett von Starköchen – insgesamt über 50 «Gault Millau»-Punkte waren in corpore vertreten – aufgeboten wurde, gab anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums des ADC im letzten Jahr André Jaeger, auch er ein Halbgott in Weiss, vom Rheinhotel Fischerzunft zu Schaffhausen seine Künste zum Besten. Blieb heuer nur noch der weltweit tätige Schweizer Kochexport Anton Mosimann übrig, quasi ein Globalisierer der kulinarischen Künste, der normalerweise für gekrönte Häupter und Staatspräsidenten anzurichten pflegt. Und was kommt dann auf die Gastrotester des ADC zu? Man müsste schon Alain Ducasse oder die Gebrüder Troisgros einfliegen, um dieser Serie noch eins draufzusetzen!
So lecker sah es auf den Tellern aus: Carpaccio vom Lachs mit Krabbenfleisch, orientalischer Entensalat, Lammrücken in Senf-Kräuter-Kruste, gefüllt mit Shitake-Pilzen, dazu Marktgemüse. Grande Finale mit Tarte Tatin an Zimtglace und feinste Friandises zum Kaffee. Immer begleitet von den dazu passenden Alkoholika. Unbestritten eine Meisterleistung, die der stets perfekt frisierte Mosimann mit seiner zehnköpfigen Brigade für die gut 350 Gäste hinlegte. Meinten auch die Anwesenden, welche die Leistung mit einer Ovation würdigten. Und das will etwas heissen. Schlimmer als Werber seien als Gäste eigentlich nur noch Lehrer, berichtete Christian Bauer von der Schweizer Hotelfachschule Luzern. Er reiste mit zwei Carladungen voll Azubis an, die den Service besorgten. Zwar stolperte der eine oder die andere manchmal, aber angesichts des jugendlichen Alters der Hofa-Schülerinnen und -Schüler darf man die durchwegs souveräne Leistung loben.
Der Unbescheidenheit der Werber stellte Andreas Prokesch in seiner Dankesrede die Bescheidenheit der Gastronomen gegenüber. Während die Werber nur einen leisen Furz von sich zu geben bräuchten, um sogleich zu erwarten, dass dieser nächstens in der WerbeWoche stehe und auch noch mit einem Würfel belohnt werde, frage man bei Mosimanns ganz bescheiden: «Isch es rächt gsii?» Sehr recht sei es gewesen, fügte schmunzelnd und bescheiden der ADC-Präsident an.
Ein häufiges Thema, das wir bei den vielen Diskussionen an und zwischen den Tischen aufschnappten, war, natürlich neben den gewohnten Sach- und Lachgeschichten – man staune – die königlich-niederländische Traumhochzeit. Dass das letzte Wochenende im Zeichen der Monarchie stand, nutzte auch S. M. König Kraska, Herrscher über das ZEN- und A-ZENtrische WeltreiCH. Er gab statt den Oraniern dem Schweizer Werbe-Hochadel den Vorzug. Auch ernannte Seine Majestät seit längerem endlich wieder einmal einen neuen Würdenträger für seinen Hofstaat. Reini Weber darf seit letztem Sonntag den erstmals verliehenen Titel «k. u. k. HofsCHwul» führen. Honny soit qui mal y pense …!
Weniger wild und verwegen und mit nicht ganz so viel Werberchic präsentierte sich ein paar Tage vor der ADC-Sause die Houseparty bei der Linkgroup. Bei den Spezialisten für Prepress und Print waren es für einmal nicht die Kreativen, sondern die Produktionsfachleute, die gefragt und geladen waren. Auch hier liessen es sich über 250 Gäste nicht nehmen, einen lustigen Abend zu verbringen, und pilgerten dafür nach Wetzikon im Zürcher Oberland. Die beiden Gastgeber Jürg Trösch und Christoph Jäckle koppelten ihr Kundenfest mit einer Vernissage der iranischen Fotografin Shirana Shahbazi, deren Werke bei der Linkgroup in Buchform gebracht werden. So angenehm war die Atmosphäre und so intensiv die Gespräche, dass es auch nach Abfahrt der letzten S-Bahn immer noch Gäste gab, die partout nicht nach Hause wollten.
Hinter der Bar mussten Denis Lechmann und Reto Blöchlinger von Printlink ziemlich hart arbeiten. Die Produktionsspezialisten machten aber am Tresen eine gute Falle. Leicht ins Schleudern kamen sie lediglich, als kurzzeitig der Wodka ausging. Mit cleverer Improvisationsgabe und Feigenschnaps konnte aber dieser Engpass in der Liquidität locker überstanden werden. Improvisationsgabe war auch bei Jazzer Robi Weber gefragt. Er sorgte für die musikalische Unterhaltung, allerdings nicht mit seinem Stammquartett, sondern in einer Dreier-Formation. Was dem Hörgenuss keinen Abbruch tat, denn das Trio tönte so smooth und groovy, wie man es sich von Weber gewohnt ist.
Beat Fritsch

machte sich einmal mehr auf, die Anlässe der Zürcher Kommunikationsszene zu inspizieren. Was sich letzte Woche als harter Job erwies. Am Donnerstag lud die Linkgroup zum Kundenfest, am Samstag wurde im Volkshaus der Prix Courage verliehen (Bericht in der nächsten WerbeWoche), und am Sonntagabend gabs als verdienten Wochenabschluss das «Dîner Mosimann chez ADC». Die Schlemmermäuler des Kreativclubs haben einmal mehr einen grossen Kochstar engagiert, um ihrem Jahresfest eine besondere kulinarische Note zu verleihen.
Wer spitzenkochmässig bewirtet wird oder wer sich auch mit einem einfachen Catering zufrieden stellen lässt, wird an den verschiedensten Veranstaltungen der Szene geortet. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten (info@werbewo
che.ch). Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch

get_footer();