Déformation professionelle – Berufskrankheiten in Werbung und Marketing

Axel Eckstein, Executive Creative Director bei Leo Burnett Schweiz, schreibt in der Werbewoche über Pathologisches in Werbung und Marketing. In der vierten Folge: Erfolgsschielen (strabismus successus).

Beschreibung

Die Augenbewegungen sind gewöhnlich so synchronisiert, dass sich beide Augen auf dasselbe zentrale Ziel (oft Marketing- oder Kommunikationsziel) richten. Beim Erfolgsschielen indes betrachtet ein Auge die eigene Marke, während das andere Auge gleichzeitig und ununterbrochen die gefährlichste Konkurrenzmarke fixiert.

Symptome

Das Erfolgsschielen kann zu Doppelbildern führen. Der selbst vermarktete Bohnenkaffee überlagert sich beispielsweise mit den Kapseln des Innovationsführers. Oder die eigene Smartphone-Philosophie kreuzt sich mit dem aktuellen Design des Challengers. Der Versuch, Doppelbilder direkt vom Gehirn auf konkrete Produkte oder Werbemedien zu übertragen, verursacht Kopfschmerzen. Allerdings nicht beim Schielenden, sondern bei allen anderen.

Therapie

Wird das gesunde Auge zugeklebt, beginnt das schielende Auge gezwungenermassen wieder auf die eigenen Stärken zu schauen. Sollte dies nicht eintreten, ist hingegen das schielende Auge abzudecken (inverse Okklusion). Zwar fängt dadurch auch das gesunde Auge zu schielen an, doch im besten Fall beobachtet es dann ebenso, was andere machen, und beide Sehachsen stimmen annähernd überein.

Operation

Kann der Betroffene einer Präsentation hauseigener Entwicklungen folgen und dabei unter dem Tisch Newsletter von Mitbewerbern auf dem Handy lesen, ist der Schielwinkel so gross, dass eine operative Korrektur sinnvoll ist.

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Umfrage «Euro Schock»: Bernhard Herzig

Werbewoche-Umfrage zur wirtschaftlichen Entwicklung nach dem «Euro Schock» und dessen Auswirkungen auf die Kommunikations- und Werbebranche: Bernhard Herzig, CEO Maxomedia

Der starke Franken übt grossen Druck auf die Kostenstrukturen der Werbeauftraggeber aus. Er beschleunigt dadurch indirekt die digitale Transformation in Unternehmen verschiedenster Branchen und als Folge letztlich in der gesamten Volkswirtschaft. Der resultierende Übergang zu kosteneffizienten Prozessen und Systemen betrifft massgeblich auch unsere Welt des Marketing und der Kommunikation. Die stärkere Fokussierung auf den Customer Journey und die angestrebte Konversion verstärkt die Konvergenz zwischen CRM, Werbung und digitalem Commerce. Hier bleibt nationales und lokales Knowhow von zentraler Bedeutung. Durch den Einsatz operativer Analytics verkürzt sich der Planungshorizont, aber der starke Werbefranken kann letztlich optimaler eingesetzt werden.
 

Umfrage «Euro Schock»: Mike Brodbeck

Werbewoche-Umfrage zur wirtschaftlichen Entwicklung nach dem «Euro Schock» und dessen Auswirkungen auf die Kommunikations- und Werbebranche: Mike Brodbeck, Geschäftsführender Partner, Polyconsult

Der Entscheid der SNB hat kurzfristig den Effekt, dass viele Unternehmen ihr Budget für 2015 überarbeiten müssen. Die Umsätze werden bei exportorientierten Branchen geringer ausfallen. Dementsprechend müssen für das laufende Jahr variable Kosten eingespart werden. Da Kommunikationsaufgaben wohl oder übel zu den variablen Kosten gehören, sparen hier einige ein. Davon betroffen sind eher imagefördernde Massnahmen. Verkaufsfördernde Aktivitäten werden beibehalten oder sogar noch ausgebaut. Die klassischen Kanäle – und hier v. a. Print – werden dabei deutlich mehr Einbussen in Kauf nehmen müssen. Online, Direct-Mail und v. a. promotionelle Aktivitäten werden eher zulegen – es hagelt hier auch schon von ersten Eurobonus-Kampagnen. In längerfristiger Zukunft wird es hier aber wieder eine Korrektur geben, wenn sich die Unternehmen auf die neue Währungssituation eingestellt haben.
 

Umfrage «Euro Schock»: Maurizio Rugghia

Werbewoche-Umfrage zur wirtschaftlichen Entwicklung nach dem «Euro Schock» und dessen Auswirkungen auf die Kommunikations- und Werbebranche: Maurizio Rugghia, Managing Director, Serranetga

Als inhabergeführte Agentur mit mehrheitlich Schweizer Kunden sind wir von der Frankenaufwertung nicht so stark betroffen. Überdies wurde Serranetga 2008 gegründet und ist entsprechend krisenerprobt. In der aktuellen BSW-Studie über die Erwartungen der Werbeauftraggeber geben 75 Prozent der Befragten an, künftig deutlich mehr Mittel in die digitale Kommunikation investieren zu wollen. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass in unserem Bereich nicht mit allzu grossen Einbrüchen zu rechnen ist. Zumal unsere Kernkompetenz, integrierte Kampagnen mit digitaler DNA zu entwickeln, in der Schweiz nicht weit verbreitet ist. Unabhängig von der konjunkturellen Lage wird in der Marketing- Kommunikation zunehmend auf die Effizienzmessung fokussiert. Auf Grund der besseren Messbarkeit und dem meist attraktiveren Preis-/Leistungsverhältnis geht deshalb die strukturelle Verschiebung von Print zu Digital ungebremst weiter.
 

Umfrage «Euro Schock»: Cornelia Harder

Werbewoche-Umfrage zur wirtschaftlichen Entwicklung nach dem «Euro Schock» und dessen Auswirkungen auf die Kommunikations- und Werbebranche: Cornelia Harder, CEO, FCB Zürich

Im Vergleich zur letzten Krise fällt auf, dass einige Schweizer Unternehmen z. B. Autobranche, Detailhandel viel schneller mit Preisrabatten (Euro-Rabatt, Euro-Bonus etc.) reagieren. Diese Preissenkungen müssen wohl oder übel auf verschiedenen Kostenpositionen eingespart werden. Werbeetats zu kürzen, scheint dabei das vermeintlich kleinste Übel zu sein. Dies wird in diesem Jahr unweigerlich zu Budgetkorrekturen bei Agenturen führen. Preisreduktionen sind langfristig sicher kein Erfolgsrezept. Die Zukunft fordert in vielen Branchen grundsätzliche strategische Überlegungen über neue Businessmodelle, Absatzmärkte, Vertriebskanäle und Kommunikationswege. Als lokal verankerte Werbeagentur mit internationaler Vernetzung sind wir allerdings nicht erst seit der Aufhebung der Euro-Mindestgrenze einem harten Konkurrenzumfeld mit grossem Kostendruck ausgesetzt. Für die Agenturen bedeutet dies, noch mehr Fokus auf zielgerichtete Kreativität, Lokalkompetenz und messbare Effizienz.
 

Wegen Blick: Juso beschwert sich beim Presserat

«Schüler zu dumm für die Lehre»: Wegen dieses Blick-Artikels von Anfang Februar hat die Juso Kanton Zürich eine Beschwerde beim Presserat eingereicht. Die Jungpartei kritisiert, dass darin alle Schulabgänger ohne Anschlusslösung pauschal als dumm dargestellt würden.

Der Blick verkenne in seinem Artikel, dass die Anforderungen an eine Bewerbung immer höher würden und der Druck auf angehende Lehrlinge laufend steige, schreibt die Juso in einer Mitteilung vom Mittwoch. Zudem gebe es einen gewaltigen Lehrstellenmangel, was der Blick in seinem Text nicht erwähne. Schülerinnen und Schüler ohne Anschlusslösung pauschal als «dumm» zu bezeichnen, sei eine üble Beleidigung und diskriminiere gezielt eine Personengruppe. Mit der Beschwerde beim Presserat will die Jungpartei der «tendenziösen Berichterstattung» ein Ende bereiten. (SDA)

Charlie Hebdo: «Es geht wieder los!»

Sieben Wochen nach den Anschlägen ist die neuste Ausgabe von Charlie Hebdo in den Handel gekommen. Die Ausgabe, mit der das Satireblatt eine Rückkehr zur Normalität einleiten will, erschien mit einer Auflage von 2,5 Millionen Exemplaren.

Vor den Anschlägen hatte Charlie Hebdo eine Auflage von rund 60'000 Exemplaren. Auch in der Schweiz ist die neue Ausgabe erhältlich: Über 20'000 Hefte wurden ausgeliefert, während vor den Anschlägen nur rund 300 Exemplare verkauft wurden. In der Romandie liegt die aktuelle Ausgabe seit Mittwochmorgen in den Kiosken auf. Bisher hatte sich die Auslieferung an die Geschäfte um ein oder zwei Tage gegenüber dem Verkaufsstart in Frankreich verzögert, wie die Westschweizer Kioskkette Naville Presse mitteilte. In der Deutschschweiz, wo insgesamt nur rund 500 Exemplare verteilt werden, ist das Satiremagazin bei Valora erst ab Freitag erhältlich.

«Es geht wieder los!»

Auf der Titelseite der neuesten Ausgabe wurde diesmal keine Mohammed-Karikatur abgedruckt. Abgebildet ist eine Karikatur auf rotem Grund, in der ein Hund mit einer Charlie Hebdo-Ausgabe in der Schnauze von einer geifernden Meute gehetzt wird. Unter den Verfolgern sind unter anderem ein Hund mit Kalaschnikow und Stirnband – als Karikatur eines Dschihadisten -, der Papst, der konservative Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy und die Chefin der rechtsextremen Front National (FN), Marine Le Pen. «Es geht wieder los!» steht dazu auf der Titelseite. Auf 16 Seiten befasst sich die Redaktion in Texten und Karikaturen intensiv mit dem Anschlag. Aber auch die Schändung eines jüdischen Friedhofs, die griechische Finanzlage oder die Grippewelle in Frankreich sind Themen der Ausgabe.

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Verkauf läuft langsamer an

Zuletzt war die am 14. Januar erschienen, eine Woche nach dem Anschlag auf ihre Redaktionsräume mit zwölf Toten. Die sogenannte Ausgabe «der Überlebenden» erschien mit einer in der französischen Pressegeschichte einmaligen Rekordauflage von acht Millionen Exemplaren und fand reissenden Absatz. Bei der neuesten Ausgabe lief der Verkauf etwas langsamer an, wie Zeitungsverkäufer am Mittwochmorgen in Paris und anderen Städten Frankreichs berichteten. «Nach der Gewalt, die wir erfahren haben, wollten wir eine etwas besänftigendere Titelseite», erläuterte der Chef von Charlie Hebdo mit Künstlernamen Riss. Er war beim Attentat von zwei Dschihadisten, die mit Kalaschnikows in die Redaktionsräume gestürmt waren und um sich gefeuert hatten, an der Schulter verletzt worden. (SDA)

20 Jahre Tele Bärn: Themenvielfalt und Promis

Tele Bärn  weist im Vergleich zu anderen Schweizer Regional-TV-Sendern eine grosse Themenvielfalt auf, ist aktuell und lässt viele Leute zu Wort kommen. Der Sender bringt aber überdurchschnittlich viele Promi-Geschichten und liegt bei der Sendungsvielfalt im Mittelfeld.

Das haben Analysen ergeben, welche Wissenschaftler der Universitäten Freiburg i. Ue. und Basel seit mehreren Jahren im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) durchführen. Diese Untersuchungen unter der Leitung von Klaus Neumann-Braun dienen dem Bakom als Grundlage für den Entscheid, ob ein konzessionierter Regional-TV-Sender die Programmauflagen erfüllt. Auch über Verbrechen und Unfälle berichte Tele Bärn eher überdurchschnittlich, sagt einer dieser Wissenschaftler, Steffen Kolb. Er ist Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin und Lehrbeauftragter der Uni Basel.

Seit mehreren Jahren gehört Tele Bärn zur Regional-TV-Senderfamilie der AZ Medien. Zu dieser Familie gehören auch Tele M1 mit Standort Aarau und Tele Züri. Er habe den Eindruck, sagt Kolb, das merke man dem Tele Bärn – Angebot je länger, je mehr an. Noch fehle allerdings die Analyse für 2014, welche diesen Eindruck möglicherweise bestätige. Tele Bärn-Chefredaktor Adrian Grob sagt dazu, diese Kooperation der Sender mit gemeinsam produzierten Gefässen wie Talk-Sendungen sei aus finanziellen Gründen einfach notwendig. Der Berner Sender erhalte mitunter Reklamationen wegen zu viel «Züritüütsch». Es gebe aber auch Moderatoren, die so gut akzeptiert seien, dass deren Dialekt gar nicht wahrgenommen werde.

Die Kooperation habe auch andere Vorteile, etwa bei der Ausbildung von Nachwuchsjournalisten und beim Austausch von Sportsendungen. Rund 45 Personen besetzen derzeit bei TeleBärn etwa 35 Vollzeitstellen. Auf der Redaktion arbeiten 20 Personen. (SDA)

Lego nach Hollywood-Hit auf Höhenflug

Der dänische Spielzeugriese Lego hat einen Rekordgewinn angehäuft. Nicht zuletzt dank Werbung durch den Kino-Hit «The Lego Movie» verdiente der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr 7 Milliarden dänische Kronen (gut 1 Milliarde Franken).

Das waren rund 900 Millionen Kronen mehr als im Vorjahr. Konzernchef Jørgen Vig Knudstorp sprach bei der Vorstellung der Zahlen am Mittwoch in Billund vom «besten Jahr überhaupt» für die Gruppe. Auch beim Umsatz stapelt Lego immer weiter in die Höhe: Mit 28,6 Milliarden Kronen (4,1 Milliarden Franken) lag er im vergangenen Jahr um 13 Prozent über Vorjahr. In der ersten Jahreshälfte war die Gruppe zum weltgrössten Spielzeughersteller aufgestiegen. Aufs Jahr gesehen ist US-Konkurrent Mattel zwar mit 6 Milliarden Dollar (5,7 Milliarden Franken) wieder umsatzstärker, verdiente aber 2014 mit rund 500 Millionen Dollar weniger als die Hälfte der Dänen.

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Der Chef singt und tanzt

Um dem Konkurrenten ertragsmässig weiter hinter sich zu lassen, plant Lego in Zusammenarbeit mit Warner Brothers schon neue Filmprojekte. Für 2017 haben die Dänen ausserdem einen zweiten Teil des Lego-Films angekündigt, dessen Titelsong «Hier ist alles super» («Everything Is Awesome») in diesem Jahr für einen Oscar nominiert war. Weltweit spielte die Geschichte des gewöhnlichen Bauklötzchen-Bauers Emmet, der zum Helden wird, rund 469 Millionen Dollar ein. «Heute ist einer dieser Tage, wo man aufwacht und sagt: Hier ist alles super!», sagte Knudstorp, der am Mittwoch vor lauter Freude vor Journalisten sang und tanzte. Die Gruppe wuchs nach eigenen Angaben 2014 in allen Märkten. In diesem Jahr soll unter anderem eine neue Klötzchenfabrik in China für den asiatischen Markt an den Start gehen.

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Mattel plant Gegenschlag

Die Serien «Lego City», «Lego Star Wars» und «Lego Friends» verkauften sich nach Angaben des Unternehmens besonders gut. Auch Erwachsene spielen demnach wieder mehr mit den Steinen mit den berühmten Noppen: Die Produktreihe «Lego Creator» für eine ältere Zielgruppe war 2014 ebenfalls beliebter. Der US-Spielzeugriese Mattel, dessen einstige Kassenschlager «Barbie» und «Ken» das Nachsehen haben, will den Höhenflug der Dänen nicht kampflos hinnehmen – und greift Lego mit dem Kauf des Bauklötze-Bauers «Mega Brands» an. Ob der Plan des Branchenprimus aufgeht, bleibt abzuwarten. (SDA)

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TBWA: Mmmust Have

Mit den neuen «Mmmust Have» Burger bietet McDonald’s den Gästen ein preiswertes Angebot – und noch mehr Abwechslung: Unter dem von TBWA\ZÜRICH entwickelten Label werden im Verlauf des Jahres immer wieder neue Burger-Kreationen angeboten.

Den Anfang machen ab sofort der «Must Have Deluxe» und der «Must Have TS». Zu sehen sind die neuen Kreationen bereits auf Plakaten, im Print, Online und natürlich in jedem McDonald’s Restaurant.

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Verantwortlich bei McDonald’s Schweiz: Thomas Truttmann (VP Marketing, Communications, Public Affairs, Supply Chain), Leonie Bringold (Marketing Manager), Bettina Lunelli (Marketing Consultant). Verantwortlich bei TBWA\Zürich: Bruce Roberts, Cyrill Wirz (Creative Direction), Bettina Klossner, Marek Zdarsky (Art Direction), Simon Rehsche (Strategie), Stephan Lanz, Ilenia Peluso, Katalin Bertyak (Beratung), Agnes Meier (Produktion), S+K Werbefotografie (Fotografie), Ben Fernandes (Bildbearbeitung). Verantwortlich bei Goldbach Interactive: Mario Kurmann, Larissa Mörgeli (Beratung).
 

ROG begrüsst EGMR-Entscheid

Die Schweizer Sektion von Reporter ohne Grenzen (ROG) begrüsst den Entscheid des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR), der den Einsatz einer versteckten Kamera durch den «Kassensturz» 2003 für rechtmässig befand.

Der EGMR widersprach damit den Entscheiden des Bundesgerichts wie auch des Zürcher Obergerichts (Werbewoche.ch berichtete). Die vier «Kassensturz»-Journalisten hatten die versteckte Kamera ein­gesetzt, um fragwürdige Geschäftspraktiken eines Versicherungsberaters zu doku­men­tieren. Gesicht und Stimme des Beraters waren im Film unkenntlich gemacht worden.

Für ROG ist dies ein wichtiger Sieg für die Informationsfreiheit, wie die Schweizer Sektion in einer Stellungnahme vom Mittwoch schreibt. Der EGMR habe anerkannt, dass das öffentliche Interesse für den Entscheid der SRF-Journalisten zu diesem Vorgehen aus­schlaggebend gewesen sei. ROG erinnert daran, dass versteckte Bild- und Tonaufnahmen bei den SRG-Redaktionen einer strikten Reglementierung unterliegen und immer Gegenstand einer sorgfältigen Güterabwägung sind. Die Europäische Menschenrechtskonvention, hält ROG fest, sei ein wichtiges Bollwerk zur Verteidigung der Menschenrechte, insbesondere der Informationsfreiheit – auch wenn eine politische Partei, die SVP, eine Volksinitiative plane, die den Vorrang des Schweizer Rechts vor dem Völkerrecht festlegen soll.

Master of Swiss Web: Nominationen stehen fest

Die Best-of-Swiss-Web-Jury hat zwölf Projekte nominiert, die sich deutlich von insgesamt 517 Einschreibugen und über alle Kategorien hinweg abgehoben haben.

Nachdem am 8. Februar 2015 die Shortlist mit den bestjurierten Teilnehmerprojekten veröffentlicht wurde (Werbewoche.ch berichtete), kann ab sofort eingesehen werden, welche Projekte von der Best of Swiss Web Jury für den Master of Swiss Web nominiert wurden. Im Sinne der Jahresthematik «E-Commerce» konnten Projekte mit aussergewöhnlich guten Lösungen für digitale Geschäftsabläufe in dieser fünfzehnten Edition besonders bei der Fachjury punkten.
 

Titel Kunde Agentur
Alpha Cover Shoot Samsung Serranetga
Coop Mondovino Coop Unic
Illusions Daros Latinamerica Eyekon
Migros – 100 Dinge Migros Jung von Matt/Limmat
Relaunch Swiss.com Swiss Hinderling Volkart
True Wealth True Wealth Gold Interactive; Ergon Informatik
Voilà ma Suisse Mazda JWT/Fabrikant
WWF Fundraising Portal WWF Schweiz Getunik
World of Swiss Microsite Swiss Hinderling Volkart
Zürich Tourismus Relaunch Zürich Tourismus Unic
Kitag: Neue E-Commerce Plattform Kitag Notch Interactive
Search.ch: Redesign Mobile Web Search.ch Notch Interactive

Die letzten zwei Schritte auf dem Weg zum Master-Titel sind nun in den Händen der Best of Swiss Web Community: Am 25. Februar startet das Voting für den «Master of Swiss Web» und an der Award Night vom 23. März 2015 wird das Publikum im Saal das letzte Drittel der Stimmen beitragen. Die Leserwahl findet online unter den Abonnenten des Netzwoche-Newsletters.

Die Auszeichnung der Gewinner aller elf Kategorien sowie des «Master of Swiss Web 2015» und weiteren zwei Spezialpreisen findet an der Award Night am Donnerstag, 26. März 2015 im Kongresshaus Zürich statt.

Unter diesem Link finden Sie die detaillierte Auflistung der diesjährigen Masterkandidaten.

 

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