News: Scheidung in Basel

Die beiden Veranstalter MCH Messe Basel AG und Interactive Publishing beenden ihre Partnerschaft beim Content Summit.

Die beiden Veranstalter MCH Messe Basel AG und Interactive Publishing beenden ihre Partnerschaft beim Content Summit.News Scheidung in Basel Die Messe Basel hatte bisher jeweils die «Content Show»-Messe beigetragen. Diese wird neu als «Content Expo» in die Computermesse Orbit integriert. Die Orbit findet vom 24. bis 27. September 2002 statt. Interactive Publishing veranstaltet weiterhin den Content Summit, das nächste Mal am 16. und 17. Januar 2003.
Heirat in Genf Die Verlagsgruppe Edipresse übernimmt einen Anteil von 20% an der Point Prod GmbH. Die Genfer Firma wurde 1996 von Vincent Gonet unter dem Namen La Rue Daubin gegründet und produziert Beiträge, Serien und TV-Spots. Hauptkunde ist das Westschweizer Fernsehen TSR, aber auch die französischen Sender TV 5 und M 6 arbeiten mit Point Prod. Edipresse zeigt sich überzeugt vom Nutzen, den der TV-Produktionsmarkt einer dynamischen Pressegruppe bringen könne.
St.Galler Warnung
Angesichts der Übernahme von Radio Basilisk durch Tamedia warnte Günter Heuberger, Präsident des Verbandes Schweizer Privatradios (VSP), vor den Folgen der fortschreitenden Medienkonzentration. Wenn die grossen Medienhäuser immer mehr lokale Radios übernähmen und diese ihre regionale Trägerschaft verlören, drohe eine Verarmung der regionalen Medienszene, mahnte er gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
Aargauer Relaunch Anfang Juni hat die AZ Wochenzeitungen AG (AZW) ihren Betrieb aufgenommen. Damit schliesst die AZ Medien Gruppe die Übernahme der Kromer Medien AG ab. Verlage und Redaktionen aller AZW-Titel sind am neuen Standort in Lenzburg angesiedelt, ebenso der Anzeigenverkauf der Wochenzeitungen und der Kromer-Titel sowie die Regionalvertretung der Aargauer Zeitung für den Raum Lenzburg und Freiamt. Zugleich wird ein neues Konzept für den Lenzburger Bezirks-Anzeiger und Der Seetaler/ Lindenberg umgesetzt.

Trauerspiel um Meyer’s geht in den zweiten Akt

Die Zukunft von Meyer’s bleibt nach wie vor ungeklärt.

Die Zukunft von Meyer’s bleibt nach wie vor ungeklärt.Das defizitäre Frauenheft sucht weiter nach einem Käufer und wird vorderhand weitergeführt. Dies wurde der Redaktion am Dienstag mitgeteilt. Für die in corpore gekündigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht damit die Ungewissheit über ihre Zukunft weiter.Es seien Gespräche mit neuen Interessenten im Gang. Mehr erfuhr die Redaktion am Dienstag auch nicht. Dabei hatten sich gerade erst Bruno Hug und Oliver Prange, Verleger von Obersee Nachrichten und Persönlich, mit Meyer’s tüchtig die Finger verbrannt. Nur drei Tage nachdem sie sich Hals über Kopf hineingestürzt hatten, wurde ihnen das vermeintliche Schnäppchen bereits zu heiss.
Hug und Prange hatten vor allem auf die Zeit gesetzt, in denen die gekündigte Redaktion noch bezahlt ist und zur Verfügung steht. «Das interessante am Geschäft war: Die Löhne sind für drei Monate bezahlt, in dieser Zeit wäre es möglich gewesen, einen neuen Stab aufzubauen», erklärt Hug. Anders gesagt: Man hätte den Titel danach auf Low-Cost-Produktion trimmen können, worin Hug und Prange viel Erfahrung haben. Doch dazu ist es nun nicht gekommen – die beiden warfen das Handtuch bereits wieder, als die bei Vertragsunterzeichnung noch verneinte Anbindung der Redaktion an den GAV bekannt wurde. Denn damit wären einige Hunderttausend Franken an zusätzlichen Mitarbeiterforderungen auf die neuen Besitzer zugekommen.
Ein Mitarbeiter ist überzeugt, der Patzer mit der verschwiegenen GAV-Unterstellung sei nicht mutwillig erfolgt, sondern Folge einer «katastrophalen Inkompetenz und Intransparenz» im Verlag Meyer AG. Offenbar habe eine Verwechslung stattgefunden mit dem GAV im Druckbereich, der 1996 gekündigt worden sei. Hug verzichtet auf eine Klage wegen der vorenthaltenen GAV-Unterstellung. «Ich habe keinen Schaden davongetragen, allenfalls einen Imageschaden», sagt er.
Mediaplaner sind nach wie vor der Meinung, Meyer’s müsse eine Zukunft haben. Der Deutschschweiz fehle sonst ein konservativer Frauentitel. Man darf gespannt sein, ob sich noch jemand findet, der die von Meyer’s abgedeckte Zielgruppe weiter bedienen will – und das Geld dazu hat. (dse)

Nomaden werben nachhaltig

Otto Schumacher führt in Zwillikon die erste explizite Businessnomadenagentur der Schweiz

Otto Schumacher führt in Zwillikon die erste explizite Businessnomadenagentur der SchweizVon Ernst Weber Er arbeitet mit kreativen und quer denkenden Köpfen auf der ganzen Welt zusammen und wandelt deren kreative Energie in Kommunikationslösungen um: Otto Schumacher in Zwillikon bei Zürich ist überzeugt, dass diese Form der Zusammenarbeit zu einer Form von Werbung führt, die länger im Bewusstsein bleibt.
Otto Schumacher war immer ein tief schürfender Werber. Das Markenzeichen seiner Arbeit war stets die Nachhaltigkeit. So verhalfen beispielsweise Layouts, die er als Freelancer gestaltete, den ersten wichtigen Kampagnen von Lesch+Frei zum Durchbruch, wie zum Beispiel dem Auftritt für das Zürcher Teppichhaus Schuster. Die Kampagnen, die seine Agentur Schumacher Glattfelder in den Achtzigerjahren etwa für Lancia, den Uhrmacher Harald Schade und das Modehaus Big konzipierte, bildeten die Substanz der Markenidentität in inniger Art und Weise ab. Die Sprachschule Inlingua ist noch heute «die strenge Sprachschule», als die er sie vor über zehn Jahren in einer Kampagne positioniert hat.
Vor etwas mehr als einem Jahr hat Otto Schumacher seine in Zürich domizilierte Agentur aufs Land verlegt. In eine kleine Ortschaft am Ende der Werbewelt, nach Zwillikon bei Zürich. Von vielen belächelt, richtete er in den hohen, hellen Fabrikräumen einer stillgelegten Weberei auf 600 Quadratmetern die Schaltzentrale eines Netzwerkes ein, an das Kreative und Planer aus England, Frankreich, Spanien und der Schweiz angeschlossen sind.
Schumacher fasste die Veränderung zu einem Zeitpunkt ins Auge, als 2001 der 1995 gewonnene Kunde SwissRe zur internationalen Netzwerkagentur Advico Young & Rubicam abgewandert war. Der Grund für den damaligen Agenturwechsel: Swiss Re wollte in den immer wichtiger werdenden Markträumen Amerika und Asien kommunikativ vor Ort vertreten sein. Praktisch gleichzeitig hatte der Vermieter von Schumachers Agenturräumlichkeiten Eigenbedarf angemeldet. Doch der Wegzug in die Werbeprovinz hatte mit Flucht nichts zu tun. Vielmehr war der Ortswechsel ein durch die Philosophie der Nachhaltigkeit begründeter, wohl überlegter Schritt.
Schumachers Wanderung zum Zentrum seiner Werbewelt
In die Werbung kam Otto Schumacher 1966. Ursprünglich wollte der 1941 geborene Luzerner Innenarchitekt werden. Während er an der Kunstgewerbeschule Luzern den Vorkurs absolvierte, begann er sich aber immer
stärker für die Werbung zu interessieren, so dass er sich schliesslich zu einer Grafikerlaufbahn entschloss.
Nach dem Lehrabschluss arbeitete er eineinhalb Jahre als Grafiker bei der Zürcher Agentur Klöti, die damals ein viel versprechender «Laden» war. Die nächste Station führte ihn zu Svenska Telegrambyrån nach Stockholm. Bei der schwedischen Kreativagentur, die zu jener Zeit 300 Mitarbeitende beschäftigte und die meisten «Goldenen Eier» (das Pendant zu den ADC-Würfeln) absahnte, war er während eines Jahres als Junior-AD tätig. Zu einem Amerika-Aufenthalt, den Otto Schumacher nach seiner Rückkehr in die Schweiz plante, kam es auf Grund der damaligen Entwicklung in der Kommunikationsbranche nicht.
«Es war eine interessante Zeit. Agenturen wie Lürzer Conrad, Eiler & Riemel und andere, die später bekannt wurden, entstanden. Auch in der Schweiz konnte man viel bewegen», erinnert sich der Werber, der nach dem Abstecher nach Schweden wiederum bei Klöti einstieg. Dort arbeitete er zehn Jahre, ehe er sich 1977 als Freelance-Art-Director selbstständig machte.
Bei Klöti hatte Schumacher den Berater Edi Glattfelder kennen gelernt. Mit ihm gründete er 1980 die Agentur Schumacher Glattfelder, der ein Senkrechtstart gelang: Bereits nach einem halben Jahr betreute das Werbeduo die prestigeträchtigen Mandate Lancia und Erickson und arbeitete auch für Migros. Dabei erwies sich Lancia als Schlüsselkunde, der weitere Auftraggeber anzog. «Wir haben nie akquiriert», sagt Schumacher. Rund vier Jahre währte die Partnerschaft, dann übernahm Edi Glattfelder, der heute auf der griechischen Insel Andros lebt, andere Aufgaben. Unter anderem war er Geschäftsführer von DDB Needham, Küsnacht, und Ogilvy & Mather, Zürich, und arbeitete für das Ostblocknetz von Lowe|GGK in Bukarest, Prag und Warschau.
Die Zeit arbeitet für Schumachers Agenturkonzept
Bereits früh sei die dezentrale Struktur eine Eigenheit der Agentur gewesen, erklärt der Inhaber, der die Kultur seines Unternehmens expressis verbis auf der Visitenkarte charakterisiert: «Zum speziellen Agenturkonzept gehört die Vernetzung mit Kreativen und Denkern, die ihr Leben so eingerichtet haben, dass sie ausgewählte Projekte langfristig unterstützen können; konstant und über alle Grenzen hinweg.»
Rulf Neigenfind etwa, Ex-CEO von GGK Deutschland, textet und konzipiert seit 18 Jahren für Otto Schumacher. Gerd Hiepler, ein in vieler Hinsicht aussergewöhnlicher Kreativer, steuert seit 1981 seinen Teil zu Schumachers Kommunikationslösungen bei. Hiepler, der in jüngeren Jahren oft mit einem VW-Bus unterwegs war und in Tiefgaragen übernachtete, lebt heute in Spanien. Als weiteren «treuen» Freigeist nennt Schumacher Thomas Bernold, einen Astrophysiker mit Nasa-Erfahrung, der bereits seit zehn Jahren in der Kommunikation tätig ist, «auf Grund seiner Ausbildung und Denkstruktur aber völlig unerwartete Gedanken und Ideen einbringt». Der 1994 begonnenen Zusammenarbeit mit Wolf Rogowski setzte dessen Tod ein vorzeitiges Ende. Der Topwerber, der GGK New York aufgebaut und GGK Paris geleitet hatte, verstarb zwei Jahre später. Er lebt aber in der von ihm verwendeten Bezeichnung «talents unlimited» weiter, die Schumacher im Agenturnamen führt.
«Diese Stabilität kommt im Werbebusiness doch eher selten vor», meint der Werber, der eine Stärke seiner Agentur darin sieht, dass sie vor allem aus Leuten besteht, «die wirklich sehr eigen sind».
Die Zukunft gehört den Businessnomaden
Eine Bestätigung für sein seit 20 Jahren funktionierendes Agenturkonzept fand der jung gebliebene Kreative kürzlich bei Matthias Horx. Der Hamburger Trend- und Zukunftsforscher prognostizierte nämlich, dass es im deutschsprachigen Raum bis im Jahr 2010 acht Millionen so genannte Businessnomaden geben werde. Darunter sind «unruhige Wanderer» zu verstehen, «die ein Leben auf Achse führen», deren «soziale Kontakte aus Business-Meetings, beruflichen Netzwerken» und aus «Freundeskreisen bestehen, die per E-Mail aufrecht erhalten werden».
Zur Gattung der sesshaften Menschen gehört indessen Madeleine Hermle. Die gebürtige Solothurnerin ist seit Ende des vergangenen Jahres Managing Director dieser Businessnomadenagentur. Hermle, die zuletzt als Beratungsgruppenleiterin bei McCann-Erickson, Zürich, arbeitete, ist überzeugt, dass das Agenturkonzept greift. Sie glaubt, dass «die Kommunikation durch die Mobilität bereichert wird, sie hilft, ein Produkt langfristig interessant zu gestalten».
Hermle äussert einen plausiblen Gedanken und führt die Argumentation von Horx auf die Ebene der Werbung. Sie öffnet damit die Türe zu Schumachers Agenturkonzept. Diesem Konzept gemäss besteht ein ursprünglicher Sinn der Kommunikation darin, Entfernung in Nähe und Fremdes in Vertrautes umzuwandeln.
Demnach könnte nachhaltige Werbung inskünftig vermehrt aus dem Mobilitätsgedanken heraus entwickelt werden. Denn es zeigt sich, dass Werbenomanden immer dann unglücklich sind, wenn sie in Gedanken bei etwas weit Entferntem sind, die grosse Distanz zu diesem Gegenstand physisch aber nicht überwinden können. Wer versucht, dieses Gefühl zu überwinden, produziert in aller Regel auch kommunikative Energie.
Andererseits ist es durchaus denkbar, dass Otto Schumachers ureigenes Verständnis von Kommunikation die Quelle ist, aus der seine Werbung ihre Wirksamkeit schöpft.

Wo Shopper wählen gehen

Wyler Werbung verblüfft mit Polit-Parodie-Kampagne für Shoppi&Tivoli

Wyler Werbung verblüfft mit Polit-Parodie-Kampagne für Shoppi&TivoliMit einer von Ruedi Wyler entwickelten Plakatkampagne macht das zweitgrösste Einkaufszentrum der Schweiz Werbung für den Ausverkauf. Dazu bediente sich die Zürcher Agentur dreist und beispiellos am Duktus der Schweizer Wahlplakate. Die Aufmerksamkeit dürfte Urheber und Auftraggeber gleichermassen gewiss sein, denn diesen «Wahlkampf» führen sie ein Jahr vor den National- und Ständeratswahlen alleine. Wer nun denkt, der Ex-Glatt-Werber wandle auf Abächerlis Wegen, täuscht sich. Wyler: «Wir wollten nur einen lustigen Zugang zum Thema Ausverkauf finden.» Seite 11

Neue Führung für Mediaedge|CIA

Die fusionierten Mediaagenturen präsentieren ihre Geschäftsleitung

Die fusionierten Mediaagenturen präsentieren ihre GeschäftsleitungMit der Übernahme der Tempus Gruppe durch das WPP Netzwerk sind die Mediaagenturen CIA und The Media Edge zu Mediaedge|CIA verschmolzen. In der Schweiz wurde die Organisation der neuen Führung jetzt abgeschlossen.An der Spitze der Schweizer Niederlassungen von Mediaedge|CIA steht Bernd Lecke-busch als CEO Schweiz und Vorsitzender der Geschäftsleitung. Er wird die Geschicke der Agentur hauptsächlich von der Niederlassung in Lausanne aus leiten. Neben ihm nehmen Urs Rueb, Urs Renner und Gérald LeMeur Einsitz in die Geschäftsleitung.
Die neue Führung ist seit dem 27. Mai operativ, obwohl Mediaedge|CIA in der Schweiz eigentlich noch gar nicht als Firma existiert. «Wir müssen die Firmen bis Ende Jahr aus rechtlichen Gründen getrennt weiterführen», erläutert Bernd Leckebusch, «operativ funktionieren wir aber bereits zusammen.»
Während Gérald LeMeur wie bis anhin die Unternehmensberatungsunit LeLab in Genf führt, ist Urs Renner zu Jahresbeginn mit seinem Team von The Media Edge bei CIA in Zürich eingezogen. Im operativen Bereich führen Rueb und Renner faktisch ein Co-Management, Rueb zeichnet jedoch für die Zürcher Niederlassung verantwortlich. «Praktisch heisst das, dass Urs Renner nebst verschiedenen Managementaufgaben weiterhin die Kunden der ehemaligen Media Edge betreut», so Rueb, «damit können wir grösstmögliche Kontinuität gewährleisten».
Die neue Geschäftsleitung wurde definitiv gebildet, nachdem der bisherige CEO Schweiz, André Funk, sich entschieden hat, aus dem Unternehmen auszuscheiden. Leckebusch betont, dass dieser Schritt im gegenseitigen Einvernehmen vollzogen worden sei. Funk und Andres Palomares, der bisherige Leiter der Media Services Organisation in Bern, werden sich eigenen Projekten zuwenden.
Die Zusammenstellung der Geschäftsleitung ist gemäss Leckebusch ohne Einfluss des Netzwerks zu Stande gekommen. Der Vorschlag aus der Schweiz sei ohne Widerworte angenommen worden.
«Man kann sicher nicht bestreiten, dass bei Mediaedge|CIA zwei Kulturen aufeinander treffen», bekennt Leckebusch, «aber alle ziehen von Anfang an am gleichen Strick.» Ein wenig Wehmut zeigt auch Urs Rueb: «Es tut sicher weh, die Unabhängigkeit von CIA aufzugeben. Es ist jetzt aber eine neue und äusserst viel versprechende Ära angebrochen.»
Die Veränderungen haben den beiden Unternehmen nebst einer stärkeren Stellung im Markt zusätzlich den Zugang
zu neuen Instrumenten und Arbeitsmethoden verschafft, die schon bald im Markt eingeführt werden. Durch die Fusion entwickelte sich Mediaedge|CIA zur Nummer zwei unter den Schweizer Mediaagenturen. Bruno Amstutz

Ostschweizer Agenturfusion

Die PR-Agentur Reinhard Frei & Partner AG

Die PR-Agentur Reinhard Frei & Partner AGmit Sitz in Balgach schliesst sich mit der Werbeagentur fkp & Partner AG, St.Gallen, zusammen und firmiert neu als Freicom Beziehungsmanagement und Kommunikation AG. Damit wird die Kooperation der Unternehmen einen konsequenten Schritt weitergeführt. Bereits per 1. Januar 2001 hatte die Reinhard Frei & Partner AG die Werbeagentur übernommen, aber unter eigenem Namen weiterlaufen lassen.«Jetzt wollen wir die Synergien noch besser nutzen», begründet Mitinhaber Reinhard Frei die Zusammenlegung der Firmen. Freicom bietet umfassende Kommunikationsleistungen an und gliedert sich in die vier Geschäftsbereiche Marketing und Werbung BSW, Public Relations, Projektmanagement und Eventmanagement. Eine räumliche Vereinigung erwägt Frei nicht, die beiden Standorte St.Gallen und Balgach bleiben weiterhin bestehen.
Bereits bei der Übernahme von FKP & Partner, St.Gallen, äusserte der neue Inhaber das mittelfristige Ziel, unter die Top Ten der Schweizer PR-Agenturen aufzurücken. Dieses hat die Agentur schneller als erwartet erreicht: Die NZZ vom 26. April listet Reinhard Frei & Partner als PR-Agentur mit dem zehntgrössten Netto-Honorarertrag 2001 auf.
Statt auf Wachstum setzt das neue Unternehmen auf den Ausbau eines Netzwerkes. Mit der Agentur Schabus PR+Marketing erstreckt sich eine Zusammenarbeit bereits nach Österreich. Weitere Kontakte nach Bern und Zürich sind geplant. (ba)

Bild will nicht mit eichborn feiern.

Sterbender Karajan: «Gott, habe ich das verdient?».

Sterbender Karajan: «Gott, habe ich das verdient?».Bild will nicht mit Eichborn feiern. Diese und viele andere Schlagzeilen aus Deutschlands grösster Tageszeitung, Bild, sind jetzt in einem Buch versammelt, das man auch eine Fundgrube für Texter nennen, aber der Eichborn Verlag nicht mehr verkaufen darf. Denn der Axel Springer Verlag hat es dem Frankfurter Verlag untersagt, das Buch zu liefern und dem Handel zu fakturieren. Was, so Eichborn, den «bestürzenden Verdacht» weckt, «hier verfüge man einstweilen gegen sich selbst». Nun denn: nichts wie rein in die nächste Buchhandlung – es hät, solangs hät – und sich an den textuellen Erregungen freuen, die die nachfolgenden und nicht von Günter Wallraff geschriebenen Sätze hervorrufen: «Vom Dackel der Schwiegermutter entmannt», «Kennedys Gehirn gestohlen», «Khomeini stoppt Jumbo wegen Carrells Büstenhalter», «Scheintote: Aus dem Sarg nach Mallorca» – um bei der alles bewegenden Frage «War es Samenraub?» den Atem anzuhalten. «Was, so fragen wir erschrocken, hat denn der Axel Springer Verlag gegen die Schlagzeilen der Bild-Zeitung?». Ratlos bleibt nicht nur der Eichborn Verlag. King of Radiocontrol. Mit einer Materialiensammlung zum Thema «Publikum» feiert ein Buch den 60. Geburtstag von Matthias Steinmann. «Das Publikum als Programm» heisst das Werk aus dem Stämpfli-Verlag. Als Herausgeber zeichnen Roy Oppenheim, Dieter Stolte und Franz A. Zölch. Wie sie im Vorwort schreiben, wollten sie für den «Forscher, Unternehmer und Autor» Steinmann «keine Festschrift» in Auftrag geben. Herausgekommen ist stattdessen ein Dokument mit vielen wissenschaftlichen Fakten und Gedanken zur Publikums- und Medienforschung. Unter den Autoren finden sich neben vielen auch Bakom-Direktor Marc Furrer, Verleger Charles von Graffenried, SRG-Generaldirektor Armin Walpen sowie die Medienwissenschaftler Roger Blum und Ulrich Saxer. Bei einigen der Beiträge wird man allerdings den Eindruck nicht los, dass hier nicht neu, sondern vor allem in den Schubladen nach bereits einmal gehaltenen Referaten geforscht worden ist.
«Nichtrauchen ist cool!» Die Vereinigung der Schweizerischen Zigarettenindustrie (CISC) startet im Juni eine Kampagne, die Jugendliche vom Rauchen abhalten soll. Mit einem TV-Spot und einer Hängeplakatserie in öffentlichen Verkehrsmitteln soll unter dem Slogan «Nichtrauchen ist cool» ein Lebensstil ohne Tabak gefördert werden. Mit der Website Youthsmo kingprevention.ch wird auch das Internet genutzt. Edgar Oehler, Präsident der CISC, betonte in einer Mitteilung: «Die Aktion der Industrie beweist, dass sie die Bemühungen von Eltern, Lehrern und Vertretern der Gesundheitsbehörden, Junge vom Rauchen fernzuhalten, tatkräftig unterstützt. Der Kampf gegen das Rauchen bei Jugendlichen ist wesentlicher Bestandteil der Zielsetzungen der Industrie in Bezug auf selbstverantwortliches Handeln, ungeachtet der Tatsache, dass dies eine Verminderung von Zigarettenverkäufen in unserem Land bedeuten könnte.» Zur CISC gehören die Hersteller Philip Morris, British American Tobacco und JT International.

Schon wi(e)der Sommer. Was wäre der Auftakt der Winter- oder Sommersaison ohne die obligaten Kampagnen von Sportplausch Wider und den beiden CD Markus Gut und Markus Ruf? Und da die Tage jetzt wieder länger und wärmer werden, sind auch neue Sujets auf Plakaten, Inseraten und Cards for free im Einsatz. Für die diesjährige Bike-Saison hat das Kreativ-Duo den Besitzern und potenziellen Käufern der Zweiradpalette von Wider neue Bikewege signalisiert. So findet sich das gelbe Radweg-Piktogramm für die Racingbiker auf der linken Autobahnspur, für die Downhill-Biker auf der Staumauer und für die Mountain-Biker an einer steilen Bergwand. Aber auch vor einfachen City-Bikern wird gewarnt: denen fallen bisweilen auch Rückspiegel von Polizeiautos zum Opfer. Herzstück der Kampagne sind erneut Radiospots, in denen Stierli-Sport über Wider herzieht und so kräftig für diesen die Werbetrommeln rührt.
Schweizer Gold in NY. Beim internationalen Wettbewerb für Print- und Radiowerbung der New York Festivals hat die Zürcher Werbeagentur Publicis Gold gewonnen. Die von Art Director Ralf Kostgeld erdachte Imagekampagne für das Initiativkomitee für den Uno-Beitritt der Schweiz erhielt eine «Gold World Medal» im Bereich politische Werbung. Das Motiv (Plakate und Anzeigen) zeigt die Weltkarte als Tarnflecken eines Kampfanzugs und die Aufforderung «Lieber miteinander reden. Uno.» Gold gabs auch für Matter & Partner: ihre Printkampagne für das Zürcher Theaterspektakel wurde in der Kategorie Entertainment Promotion ausgezeichnet.
Mirer is a local friend. Ursin Mirer ist dabei, sich vom Gastro-Event-Gestalter (siehe auch Seite 8) zum Event-Publisher sui generis zu mausern. Erst holte er zum Jahreswechsel in seinen Verlag Tourismus AG den offiziellen Guide von Zürich Tourismus (City Guide Zürich), der mittlerweile vier Mal jährlich erscheint. Dann doppelte er im März mit dem wöchentlichen, 24-seitigen Faltblatt Event Guide Zürich nach, das in einer Auflage von 20000 Exemplaren über Kinos, Zürich Tourismus, Restaurant, Clubs und Hotels vertrieben wird. Die Redaktion des Guide liegt in den Händen von Michèle Roten. Gestaltet hat ihn – wie übrigens auch den City Guide – der Typograf Kurt Schwerzmann. Das Faltblatt listet übersichtlich die Events der Woche auf, beschreibt die Topevents, die man nicht missen sollte – und nimmt für präzise 1650 Franken pro vierfarbige Seite auch Anzeigen entgegen – einfach zu buchen auf www.hello visitors.com. Wöchentlich flattert es ausserdem auf die Pulte von 150 Werbeagenturen. Mirer rechnet damit, dass der Event Guide ab kommendem Jahr selbsttragend sein wird, wie er der WerbeWoche erklärte.
Editorial

Beisst ein Mensch einen Hund… In unserer aufgeregten Mediengesellschaft dreht sich alles um die Ökonomie der Aufmerksamkeit. In diesem Kampf um (Lebens-)Zeit sind die Medien Täter und Opfer zugleich. Mittels Quoten, Leserschafts- und Auflagenzahlen wird ihre Bedeutung in der Konkurrenzsituation gemessen. Letztlich geht es den Medien immer wieder darum, Geschichten, die das Leben schrieb, auf eine Weise zu präsentieren, die über das Vertraute und Gewöhnliche hinausgehen. «If a dog bites a man, that’s no news, but if a man bites a dog, that’s news», lautet bildlich prägnant die Maxime angelsächsischer Medienschaffender.
Berichte über Tabubrüche, Unglücksfälle, Krieg, Terror dienen diesem Kult des ewig Neuen.
Doch neben dieser «Schockästhetik» zur Aufmerksamkeitsgewinnung haben die Medien auch noch die Funktion, Trost zu spenden und Zuversicht zu verbreiten.
Diese Rolle spielen Bilder und Berichte über Prominente, weil diese auffällig und verbindend zugleich sind. Prominenz eignet sich für ständige Wiederholungen. Manche Dinge lösen sich auf, je länger man sie betrachtet – Prominenz gehört anscheinend nicht dazu.
Dieser Trostfaktor dürfte auch für den Trend verantwortlich sein, dass Promis gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten als Mehrzweckwaffe der Werber gefragt sind. Gemäss einer Untersuchung des Bielefelder Marktforschungsinstituts TNS Emnid begrüssten im März dieses Jahres rund die Hälfte der Konsumentinnen und Konsumenten Promis als Werbeträger.
Noch höher als die Beliebtheit der Testimonialwerbung sind die Aufmerksamkeitswerte, die Stars
erzielen: Über zwei Dritteln der Befragten fällt Werbung mit Stars mehr auf als solche ohne sie. Tendenz steigend. Und auch die Kaufbereitschaft für die entsprechenden Produkte erzielte in dieser Gruppe eine Rekordzustimmung von über 80 Prozent.
Nur verständlich, dass vor diesem Hintergrund unsere Cervelatprominenz in der Werbung derzeit fröhliche Urständ feiert. Der hartnäckige Mythos der geheimen Verführer dürfte damit wohl endgültig widerlegt sein. Samuel Helbling, Chefredaktor

Aufgefallen: Theo Fennell hat eine Marktlücke entdeckt und das passende Accessoire kreiert: Den Schmuck für die Stripperin.

AufgefallenTheo Fennell hat eine Marktlücke entdeckt und das passende Accessoire kreiert: Den Schmuck für die Stripperin. Mit echten Diamanten bestückt, kostet er 750 £, die Version mit weniger edlen Steinen ist schon um 250 £ zu haben. In b

Aufgefallen Theo Fennell hat eine Marktlücke entdeckt und das passende Accessoire kreiert: Den Schmuck für die Stripperin. Mit echten Diamanten bestückt, kostet er 750 £, die Version mit weniger edlen Steinen ist schon um 250 £ zu haben. In beiden Versionen funkeln auf der Vorderseite die Brillanten, auf der Rückseite ist der Begriff «Strip» eingraviert. Welch ein Anerkennungszeichen für die multikulturelle Damenfraktion der Langstrasse. Vielleicht wird das kleine Goldige sogar zum Erkennungsemblem für das älteste Gewerbe, vorausgesetzt, die Freier geben ihr Geld nicht lieber für handlichere Dienste aus. Zielgruppengerecht wird im Wochenendmagazin der Financial Times dafür geworben. Einmal mehr übertrumpft eine Werbekampagne die Genialität des Produkts. Chandra Kurt [email protected]
Kolumne

Im Zwergenland Von Dominik Imseng
«Guten Morgen», wünscht mir mein Rasierschaum, und er rät mir auch, ihn «gut (zu) schütteln». Beides steht auf der Dose geschrieben, und wie ich sie so schüttle, denke ich, dass dies ein perfekter Satz wäre, um diese Kolumne zu beginnen, denn so ein erster Satz ist wichtig. Wichtig für mich, weil ich auf ihm wie auf einem Steg in den Text hineinlaufen kann. Und wichtig für Sie, weil ich Sie mit ihm abhole, abhole für eine kleine Rundfahrt auf dem Wörtersee. Und in diesem Sinne ist so ein erster Satz Werbung für meine Kolumne.
Apropos Werbung: Wenn die Werber zynisch sind, und das kommt trotz Rezession noch immer häufig vor, dann sagen sie gern Sachen wie: «Mit sechzig will ich nur noch Golf spielen und mein Handicap verbessern.» Oder: «Ich brauche jemanden, der tausend Leute führen kann.» Oder: «Ich habe eine Kunstrichtung erfunden.»
Das sind nicht sehr kluge Sätze, auch die Werber wissen das. Warum lassen sie sich trotzdem so zitieren? Weil sie so verbittert sind. Und warum sind sie so verbittert? Weil sie sich nur allzu oft wie Hochspringer fühlen, denen immer nur zwei Zwerge die Latte auflegen: Zwerg Kunde (das ist der, der ihre Arbeit bezahlt) und Zwerg Konsument (das ist der, der darüber entscheidet, ob sich ihre Arbeit bezahlt macht), und diese Zwerge mögen sich noch nicht mal auf die Fussspitzen stellen, so dumm sind sie und auch so faul.
Darum macht den Werbern Werbung häufig keinen Spass, sie sitzen missgelaunt herum oder spielen mit ihren Jack-Russell-Terriern Fussball oder sie kommen seltsam erfrischt von einem Gang auf die Toilette zurück oder lassen sich von der Schweizer Illustrierten porträtieren.
Niemals aber, das ist klar, NIEMALS würden sie Kolumnen schreiben.
Kolumnen schreiben – wo kämen wir da hin?
[email protected] Dominik Imseng ist Texter bei Jung von Matt/Limmat.
Business Lunch

Aus einem Guss ist diese Giesserei geworden Alles begann Anfang der Neunzigerjahre mit einem Bildhauer an der Birchstrasse 108, der in seinen Räumen eine Küche einrichtete und am Wochenende Gäste bewirtete. Damals nuschelte man sich den Namen des halb illegalen Lokals noch als Geheimtipp zu. Das war einmal. Seit Ursin Mirer das Gelände der ehemaligen Giesserei gemietet hat, ist er dabei, es mit Alfredo Häberli in ein Schmuckstück zu verwandeln. Mirer zeigt sich als Mann der feinen Künste. Schliesslich gilt Häberli mit seiner Firma Design Development keineswegs als Greenhorn des Restaurantdesigns: Brillant konzipiert und umgesetzt sein Teca in London, ästhetisch überzeugend das Ginger an der Seefeldstrasse.
Mirer verkauft in Oerlikon das Dreierprinzip: Drei Vor-, drei Haupt- und drei Nachspeisen wechseln täglich. Die Küchenrichtung lässt sich schwer be-stimmen. Irgendwie mediterran, vielleicht. Da passt schon das thailändische Fischcurry schlecht hinein, das am Tag X auf der Karte stand: Ziemlich scharf gewürzt und mit edlen Fischen versetzt, wurde es von Basmati-Reis begleitet – und entzückte durchaus. Auch der Lammspiess mit Taboulé (schön aufgeschichtet zu einem Zylinder) schmeckte tadellos. Zart und auf der Zunge schmelzend war das Mousse au chocolat. Gewiss, das ist nicht die Haute Cuisine der nadelgestreiften Businessluncher, zum Glück: Denn irgendwie muss das Interieur zum Essen passen und umgekehrt. Und dann sind die Preise auch vollkommen in Ordnung: Die Hauptgänge kosten zwischen 22 und 30 Franken.
Das Erlebnis ist der Raum: Sechs bis acht Meter hoch, bis über Kopfhöhe weiss getüncht, darüber sind die Spuren von Russ und Schweiss im Original erhalten; auch der Kamin von zwei Mal zwei Meter Grösse wird im Winter benutzt: Der industrielle Chic im postindustriellen Zeitalter bezaubert durchaus. So sehr, dass das Restaurant Freitag- und Samstag abends für geschlossene Gesellschaften offen (und sechs Monate im Voraus gebucht) ist. Mittags tafelt man bei schönem Wetter im Garten – sitzt allerdings etwas eng beieinander.
Ein Wort zur Weinkarte noch: Lauter Entdeckungen stehen bereit, viele davon sind auch im Offenausschank zu haben. Den Blick in die Karte sollte man sich nicht entgehen lassen. Reservationen über Mittag angebracht. Carlo Bernasconi [email protected]
Giesserei Oerlikon
Birchstr. 108
8050 Zürich
Tel. 01 311 70 44
Parkplätze: 24, sind rasch besetzt.
Bewertung

Essen …………………..4
Getränke ………………5
Bedienung …………….3
Businessfaktor ……..3
5=top, 4=sehr gut, 3=o.k., 2=naja, 1=Flop

Service: Belcom mit neuer Website

Die Belcom, die Vermarkterin der elektronischen Medien des Zürcher Medienkonzerns Tamedia, hat ihren Online-auftritt www.belcom.ch komplett neu gestaltet.

Die Belcom, die Vermarkterin der elektronischen Medien des Zürcher Medienkonzerns Tamedia, hat ihren Online-auftritt www.belcom.ch komplett neu gestaltet.Service Belcom mit neuer Website Das neue Design hat alle Elemente aus früheren Zeiten über Bord geworfen und präsentiert sich mit Wallpaper-Understatement. Die Gestaltung stammt von der Grafikagentur Aformat, die Umsetzung realisierte die Webfactory von Green.ch. Auf Belcom.ch sind die Tarife und Konditionen von Radio 24, Tele Züri, Züritext und der dazugehörigen Websites sowie Informationen rund um die Belcom AG abrufbar.
Dukas lanciert eigene Website Seit Anfang dieser Woche ist auch die Presseagentur Dukas im Internet zu finden. Dukas vertritt namhafte Bildagenturen in der Schweiz und bietet professionellen Bildbenutzern Motive aus allen Bereichen an. Davon ausgenommen sind allerdings rein schweizerische Themen. Auf der Website www.dukas.ch finden sich unter anderem News, Kontaktadressen, eine Bestellmöglichkeit für Bilder und eine Liste der vertretenen Bildagenturen sowie Portfolios aus den Bereichen Aktualität und Archiv. In einer späteren Phase ist auch eine Onlinedatenbank mit direktem Zugriff auf die Bildangebote der Agentur geplant.
Geschäftsbericht der SRG erhältlich «Ohne starke SRG SSR wird es kein konkurrenzfähiges schweizerisches Fernsehen geben»: Zu diesem Schluss kommt Präsident Hans Fünfschilling im neuen Geschäftsbericht der SRG Deutschschweiz. Daher müsse die Revision des RTVG in erster Linie sicherstellen, dass die SRG ihren Service public weiter aufrecht erhalten kann. Weiter enthält der Bericht Zahlen und Fakten zu Schweizer Radio und Fernsehen DRS im Jahr 2001 sowie Beiträge über die Arbeit der Gremien von SRG Deutschschweiz. Der Geschäftsbericht kann nun online auf der Website www.srgdeutschschweiz.ch bestellt werden.

News: Faces in Zürich

Das St. Galler People-Magazin Faces hat neu einen Ableger in Zürich.

Das St. Galler People-Magazin Faces hat neu einen Ableger in Zürich.News Faces in Zürich Faces wurde von der Kommunikationsfirma Fairlane Consulting als Party- und Lifestylemagazin mit regionalem Fokus lanciert. Die Zürcher Ausgabe realisiert Zentner Kreativproduktionen GmbH von Jürg Zentner, Werbetexter und Mitgründer von Kult. Faces Zürich wird in einer Auflage von 40000 Exemplaren verteilt.
Eviva zu Central Nachdem Radio Central die Mehrheit am Volksmusiksender Eviva übernommen hat, wird der Sitz von Eviva von Zürich nach Brunnen SZ verlegt. Alfons Spirig übernimmt die Leitung der beiden Sender. Die Programmverantwortung von Eviva bleibt bei Martin Sebastian. Die Verkaufsabteilungen werden unter André Hasenmailes Ägide in die neue Vermarktungsfirma Ceniva AG überführt.
Jean Frey verkauft Anzeigen für Dezibel Der Bund Schweizerischer Schwerhörigen-Vereine (BSSV) wird im September seine Zeitschrift Dezibel neu gestaltet auf den Markt bringen. Das Magazin soll nach Angaben des Bundes künftig durchgehend farbig und in einer monatlichen Auflage von 10000 Exemplaren erscheinen. Den Anzeigenverkauf übernehmen die Jean Frey Fachmedien.

Die Beilage ist angerichtet

Al Dente ergänzt die Schweizer Illustrierte mit kulinarischem Lifestyle

Al Dente ergänzt die Schweizer Illustrierte mit kulinarischem LifestyleVon Bruno Amstutz Die Schweizer Illustrierte präsentiert in Zusammenarbeit mit Betty Bossi und Gault Millau ihr neues Sonderheft Al Dente. Viermal jährlich wird der Titel künftig zusammen mit der SI erscheinen.
Mit Al Dente baut Ringier die Palette der Sonderhefte aus, die regelmässig die Schweizer Illustrierte bereichern. Neben Bon Voyage, spezialisiert auf Reisen, und dem Auto Extra positioniert sich der Neuling im kulinarischen Umfeld. Rezepte, Gastrotipps, Lifestyle-Beratung und Interviews mit Biss sollen der Leserschaft das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.
Nicht zufällig startet das Heft mit dem gleichen Namen wie Betty Bossis Kochsendung auf SF2. «Der Publikumserfolg der Sendung hat letztlich den Ausschlag gegeben, das Heft zu lancieren», kommentiert SI-Verlagsdirektor Urs Heller. Parallelen sind erwünscht: Sämtliche Rezepte aus der Sendung werden von der Mattscheibe auf Papier übertragen.
Die Printversion von Al Dente will aber mehr als eine Rezeptsammlung sein und Themen rund um die Gastronomie abdecken, und zwar quer durch die Budgetkategorien. «Die Grenzen von Alltags- und Spitzengastronomie verschwimmen zunehmend, und das Zielpublikum wird breiter», kommentiert Heller, der selbst einen bebilderten Gault-Millau-Test beisteuert.
Vergleichstests sollen den Nutzwert des Sonderhefts steigern und zeigen, ob der Spaghettiteller von Versace ein Muss ist oder ob die Low-Budget-Version von Interio genügt. Den Serviceteil ergänzen Restaurant- und Einkaufstipps. Dazu gehört auch die Präsentation weltbewegender technischer Neuheiten wie des elektrischen Korkenziehers oder der Kaffeemaschine mit Internet-Anschluss.
In Prominenten-Interviews lebt schliesslich die Schweizer Illustrierte ihre Kernkompetenz aus und erkundet das Ess- und Kochverhalten bekannter Gesichter. In der Erstausgabe vom 3. Juni gewährt Publicis-Chef Fredy Collioud Einblicke in seinen Weinkeller und seine kulinarischen Vorlieben.
Al Dente will von der grossen Leserschaft der SI profitieren und sich durch einen Lifestyle-Ansatz zusätzlich von anderen kulinarischen Titeln wie etwa Salz & Pfeffer absetzen. Direkte Konkurrenz für das neue Sonderheft sieht Urs Heller keine, vor allem seit sich Meyer mit Chuchi praktisch aus dem Markt verabschiedet habe.
Vom Themenmix quer durch die Budgetkategorien verspricht sich Al Dente auch Interesse bei einem breiten Spektrum von Werbekunden, von den Grossverteilern bis zu den Herstellern von Luxusgütern. Die Inseratepreise sind identisch mit denen der Schweizer Illustrierten.

News: Marvel ohne Swissquote

Die Internetagentur Marvel Communications aus Gland VD will sich von Swissquote lösen.

Die Internetagentur Marvel Communications aus Gland VD will sich von Swissquote lösen.News Marvel ohne Swissquote Die Swissquote Group und die Marvel-Führung haben eine Absichtserklärung für einen Management Buyout unterzeichnet, der bis Ende Juni abgeschlossen sein soll. Swissquote will sich aufs Kerngeschäft Online-Finanzdienstleistungen konzentrieren.
Guter Start für Toxic.Fm
Das St.Galler Radio Toxic.fm, das seit 3. Dezember 2001 auf Sendung ist, kommt laut ersten Radiocontrol-Hörerzahlen im 1. Quartal 2002 auf eine Nettoreichweite von 25300 Hörer. Das Radio, dessen Konzessionsgebiet sich auf die Stadt St.Gallen mit einem Hörerpotenzial von 75000 Personen (15+) beschränkt, weist aber nur eine durchschnittliche Hördauer von 7,4 Minuten aus. Trotzdem sind die Betreiber selbstbewusst: «Mit diesen Hörerzahlen ist Toxic.fm für die Werbewirtschaft ein attraktiver Partner geworden», schreiben die Studenten der Hochschule St.Gallen, die das Radio betreiben.
Radio Freiburg mit Finanzproblemen Der Ausbau des zweisprachigen Lokalsenders Radio Freiburg habe zusammen mit Managementfehlern zu grossen finanziellen und personellen Problemen geführt, die nun den allgemeinen Rückgang der Werbeeinnahmen in ihrer Wirkung verstärkten, heisst es in einer Mitteilung. Um seine Zukunft zu sichern, greift der Sender zu Massnahmen wie Einsparungen beim Personal und Anpassungen im Programm. Zusätzliche Einnahmen sollen eine Werbekooperation mit den Freiburger Nachrichten sowie Spendenaufrufe bringen.
SRG über Satellit empfangbar Am Montag hat die SRG alle 18 Radioprogramme auf den Satelliten Hotbird 3 von Eutelsat geschaltet. Damit sind nun alle SRG-Programme über Satellit empfangbar, wie die SRG am Montag mitteilte. Dies gilt in der ganzen Schweiz und im europäischen Raum. Benötigt werden eine Satellitenantenne und ein Decoder.
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