Edi Andrist, CD McCann-Erickson

Ihre Schweizer Favoriten?

Ihre Schweizer Favoriten?Edi Andrist: Natürlich unser Film für Pride .ch. Und die Kuoni-Filme von AY&R.Ihre Prognose für die Schweiz?
Andrist: Ich hoffe auf je fünf Print- und Film-Shortlist-Nennungen und zwei Löwen.
Ihr Grand-Prix-Favorit?
Andrist: Der Film für X-Box wäre hier mein Favorit.
Wie würden Sie für Schweizer Werbung werben?
Andrist: Ich versuche immer, auf die wirklich guten Ideen aus unserem Land aufmerksam zu machen. Übrigens auch im eigenen Network von McCann-Erickson.
Nutzen Sie verschiedene Angebote in Cannes, oder schauen Sie nur die Spots an?
Andrist: Nur die Spots anschauen ist bei über 4500 Einsendungen eine leichte Fehlbeschreibung. Aber ich besuche immer auch die interessantesten Veranstaltungen.
Welches ist Ihr Lieblingsplatz?
Andrist: Das von Gottfried Honegger eingerichtete Museum für konkrete Kunst, Espace de l’Art Concret, Château Mouans in Mouans-Sartoux, etwa 20 Minuten ausserhalb von Cannes.
Wie rechtfertigen Sie Ihre Cannes-Spesen gegenüber Ihren Buchhaltern?
Andrist: Cannes ist neben dem ADC die beste und lehrreichste Veranstaltung, die unsere Branche zu bieten hat, deshalb ist eine Teilnahme meist auch kosteneffizient.

André Benker, CD Guye Benker

Ihre Schweizer Favoriten für das Werbefestival in Cannes?

Ihre Schweizer Favoriten für das Werbefestival in Cannes?André Benker: Am ehesten der TV-Spot von Radio DRS mit dem Hahn und der Film «Gemeinsam gegen Gewalt». Von den Filmen, an denen ich mitgearbeitet habe, glaube ich kaum, dass sie Chancen haben. Der Schweizer-Käse-Film «Poker» ist zu speziell aufs Schweizer Publikum geschrieben. Der Express-Post-Film mit dem Hund und dem Mann mit der Glatze könnte es auf die Shortlist schaffen, wenn wir Glück haben.Ihr Favorit für den Grand Prix?
Benker: Nike? Adidas? Levi’s?
X-Box? Und natürlich BMW USA – oder haben die letztes Jahr bereits etwas gewonnen?
Mit welcher Schlagzeile würden Sie gerne für Schweizer Werbung werben?
Benker: Nicht mit guten Schlagzeilen, sondern mit guten Filmen.
Wie überzeugen Sie Ihren Buchhalter, das Geld für Cannes lockerzumachen?
Benker: Ich habe meine Buchhaltung restlos überzeugt, da ich heuer nicht hinfahre.
Wie reagieren Ihre Kunden, wenn Sie keine Auszeichnungen holen?
Benker: Kunden sind doch angeblich nicht an Kreativpreisen interessiert.

Cornelia Harder, Managing Director Publicis

Ihre Schweizer Favoriten in Cannes?

Ihre Schweizer Favoriten in Cannes?Cornelia Harder: Der Spot «Die Anderen» der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus.Wie viele Auszeichnungen wird die Schweiz holen?
Harder: 12 Arbeiten auf der Shortlist, aber keine Löwen.
Ihre Grand-Prix-Favoriten?
Harder: Nike «Move» und X-Box «Mosquito».
Halten Sie den Einbezug von DM ins Festival für richtig?
Harder: Richtig und wichtig für Qualitäts- und Kreativitätssteigerung im Dialogmarketing.

Frank Bodin, CEO Euro RSCG

Welches sind Ihrer Ansicht nach die Favoriten aus der Schweiz für die Königsklasse der TV-Spots?

Welches sind Ihrer Ansicht nach die Favoriten aus der Schweiz für die Königsklasse der TV-Spots?Frank Bodin: Eine Chance ausrechnen können sich Arbeiten, die folgende Kriterien erfüllen: 1. Innovative Strategie, 2. Frische Idee, 3. Exzellenz in der Ausführung, 4. Zielgruppenrelevanz, 5. Internationale Verständlichkeit und Relevanz für die Werbeindustrie (Big Brands habens leichter), 6. Neuer Standard in der Werbekategorie oder gar in der Werbung. Rechne! Chancen haben Spots wie «Fallschirmspringer» für Perskindol, «Eye» für Médecins sans Frontières, «Die Anderen» für die Stiftung gegen Rassismus, «Candida» für die Migros. Wie wird die Schweiz in Cannes abschneiden?
Bodin: Gegenfrage: Welche Mannschaften kommen an der Fussball-WM eine Runde weiter?
Ihr Tipp für die Gewinner des Grand Prix?
Bodin: Gegenfrage: Wer wird Fussball-Weltmeister?
Was halten Sie von den Direktmarketing-Lions?
Bodin: Prima, vielleicht kann man endlich den Bitte-keine-Reklame-Kleber vom Briefkasten nehmen.
Werden Sie auch anderes als klassische Werbung anschauen?
Bodin: Ich bin kein klassischer Werber; ich versuche, ein guter Kommunikator zu sein. Egal, ob Kino oder Poster oder Brief oder Internet. Ein hervorragender Direktwerber kann eine hervorragende Anzeige machen, so wie ein anständiger AD oft die besten Schlagzeilen erfindet.
Wie sollte sich die Schweiz in Cannes präsentieren?
Bodin: Die internationale Präsenz der Schweiz ist ungenügend. Den Fachzeitschriften wie WerbeWoche und Persönlich, die in Cannes jeweils aufliegen, kommt eine besondere Botschafterfunktion zu – seit Jahren fordere ich eine Spezialausgabe auf Englisch, die Werbung für unsere beste Werbung macht. Mein Vorschlag, dass der BSW eine Strategie für den Werbestandort Schweiz entwickelt, wird endlich angepackt (Wie oft ist die Schweiz im AdAge präsent? Welche weiteren internationalen PR-Kanäle belegen wir systematisch? Haben wir Botschafter?) – wir brauchen mehr Exportwerbung wie beispielsweise Smart. Und dann wäre da auch noch der Art Directors Club (ADC), der es sich bekanntlich zur Aufgabe gemacht hat, die Werbung zu verbessern. Es ist zu hoffen, dass sich der ADC – nebst seinem Anliegen, wieder vermehrt ein Club zu sein – auch mal Gedanken zum Qualitätslabel «Advertising made in Switzerland» macht.
Ihr Werbekonzept für «Made in Switzerland»?
Bodin: Die beste Werbung für ein Werbeland ist die Werbung, die das Werbeland selbst hervorbringt. Ein Buch «Best of Swiss Design and Advertising» wäre so etwas. (Übrigens eine hervorragende Idee: Die Cannes-Spezialausgabe des Sterns ist beste Werbung für Deutschland – besser kann man ohne Worte nicht sagen, dass einem die kreative Spitzenqualität ein ernsthaftes Anliegen ist.)
Wie verbringen Sie Ihre Zeit in Cannes?
Bodin: Cannes ist die beste Werbeschule der Welt. Seminare wie die Leo-Burnett-Studie mit neuen Tools zur Erforschung des Zusammenhangs zwischen Kreativität und Effizienz sind ein Must (20. Juni). Ich nehme auch Kunden mit nach Cannes, weil eine Agentur nur gemeinsam mit dem Kunden besser werden kann. Wer über die Alpenränder hinausschauen will, sollte in Cannes unbedingt die Gelegenheit benutzen, sich mit internationalen Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.
Welches ist Ihr geheimes Lieblingsplätzchen in Cannes?
Bodin: Geheimnisse verrate ich nie.
Wie begründen Sie die Cannes-Spesen gegenüber der Buchhaltung Ihrer Agentur?
Bodin: Wer nach Cannes kann, muss sich übers ganze Jahr hindurch mit herausragenden Arbeiten qualifizieren; Cannes betrachte ich als Weiterbildung und Motivation für eine Elite und entsprechend als lohnende Investition.

News: Kanal 1 verspielt Wiener Lizenz

Das Dreiländer-TV-Projekt Kanal 1, das im April die Studioräumlichkeiten von TV 3 übernommen hatte, steht vor einem herben Rückschlag:

Das Dreiländer-TV-Projekt Kanal 1, das im April die Studioräumlichkeiten von TV 3 übernommen hatte, steht vor einem herben Rückschlag:News Kanal 1 verspielt Wiener Lizenz Seine Bewerbung um eine Sendelizenz für den Ballungsraum Wien dürfte scheitern. Grund ist laut einem Bericht des Medienfachblatts Horizont.at, dass sich Kanal 1 um die falschen Sendekanäle beworben hat. In der Vergabe befindet sich der Kanal 34, das Bewerbungsschreiben des TV-Projekts spricht aber von den Kanälen 30 und 65. Diese sind bereits rechtskräftig dem Sender ATV zugesprochen.
Paul Grau in die Igem An der Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft elektronische Medien (Igem) vom Dienstag wurde Star-TV-CEO Paul Grau als Vertreter der privaten TV-Veranstalter in den Vorstand gewählt. Er ersetzt Sandra Tuttlies vom eingestellten TV 3.
Cablecom sucht neue Investoren Der Kabelnetzbetreiber Cablecom hat mit den Gläubi-gerbanken ein Abkommen getroffen, das die Liquidität des hoch verschuldeten Konzerns mittelfristig sichert. Dies erklärte Konzernchef Rudolf Fischer der Berner Tageszeitung Der Bund. Cablecom sucht gemeinsam mit den Banken innerhalb der nächsten zwölf Monate nach Investoren, mit denen eine langfristig tragfähige Finanzstruktur aufgebaut werden soll.

Alexander Jaggy, CD Text Jung von Matt/Limmat

Ihre Favoriten für Cannes?

Ihre Favoriten für Cannes?Alexander Jaggy: Gute Chancen räume ich dem Spot mit den zugenähten Augenlidern für Médecins sans Frontières ein. Weiter favorisiere ich den Spot «Gemeinsam gegen Gewalt» und den Güggel-Spot für Radio DRS. Im Print sieht es meiner Meinung nach schlechter aus. Allenfalls schafft es die Tibet-Kampagne noch aufs Podest.Wie wird die Schweiz am Festival abschneiden?
Jaggy: Zwei Löwen und sechs Arbeiten auf der Shortlist.
Ihre Favoriten für den Grand Prix?
Jaggy: Nike mit dem Fussballturnier auf dem Frachtschiff, H&M mit den FKK-Filmen und Levi’s mit «Freedom of movement».
Was halten Sie vom Einbezug des neuen DM-Lions ins Festival?
Jaggy: Mit den Cyber- und dem Media-Lions hat man bereits Schritte in Richtung integrierte Kommunikation getan. Ich finde es nur logisch, dass man nun Direktmarketing einbindet.
Ist die Schweizer Werbung in Cannes genügend präsent?
Jaggy: Ich glaube an die Objektivität der Cannes-Jury. Wir sollten Ideen fördern, nicht die Selbstinszenierung.
Wenn Sie als Werber nach Cannes reisen, nutzen Sie die vielen Seminarmöglichkeiten ?
Jaggy: Wenn immer es sich dafür lohnt, ein paar Werbefilme weniger anzuschauen, mach ichs.
Was sagen Ihre Kunden, wenn Sie ohne Auszeichnungen nach Hause kommen?
Jaggy: Cannes erfordert keine Rechtfertigung. Alle wissen, wie schwer es ist, in Cannes zu punkten. Ohne Effie nach Hause zu kommen, wäre für einen Kunden schlimmer.

Aufgefallen: Sieht aus wie ein Bild aus einer Ostblock-Wohnreportage oder ein Nan-Goldin-Schnappschuss, ist aber weder das eine noch das andere.

AufgefallenSieht aus wie ein Bild aus einer Ostblock-Wohnreportage oder ein Nan-Goldin-Schnappschuss, ist aber weder das eine noch das andere. Auftraggeber dieser Arbeit ist Harvey Nichols, nach Harrod’s Londons schickstes Warenhaus. Die Sto

Aufgefallen Sieht aus wie ein Bild aus einer Ostblock-Wohnreportage oder ein Nan-Goldin-Schnappschuss, ist aber weder das eine noch das andere. Auftraggeber dieser Arbeit ist Harvey Nichols, nach Harrod’s Londons schickstes Warenhaus. Die Story ist fast schon so antiquiert wie das Märchen vom Prinzen auf dem weissen Pferd – zumindest auf dem Kontinent. Kurz: Die Mutter muss wie eine Wilde putzen gehen, damit ihre in London studierende Tochter Petra ihre Klamotten bei Harvey Nichols kaufen kann. Denn schliesslich solls die Tochter besser haben als die Mutter … Wie rührend, und angesichts der Tatsache, dass man bei Harvey Nichols allein für einen Espresso 3 Pfund (rund 8 Franken) zahlen muss, kann man nur hoffen, dass die Mutter in der Schweiz eine Stelle gefunden hat. Chandra Kurt [email protected]
Kolumne

Fliegende Schwänze Von Anna Esposito
Der sexgeladene Titel hat das Ziel, liebe Leserin, lieber Leser, Ihre Aufmerksamkeit vom Artikel zu den geilen Bildli (üblicherweise rechts auf dieser Seite) auf meine unbebilderte, aber doch ungemein sexy geschriebene Kolumne zu lenken. Der Gedanke hinter der penetranten Headline ist ein subtiles Vorspiel zu einer dominierenden Sinnfrage: Weshalb schwingen unsexy Corporate Identitys gegen sexy Werbeideen so oft obenauf?
Zum Beispiel denke ich stöhnend an die zwei letzten Kampagnen für die Post, Thema Expresskurier und Jugendkonto. Da liegen die verführerischen Werbeideen in Missionarsstellung auf einem tödlich unerotisch-gelben Bett, das mir nur eines zu sagen hat: Der zahlende Auftraggeber ist im Fall die Post! Das Express-Plakat mit den inszenierten fliegenden Kuhschwänzen wird vom gelben Zebrastreifen geradezu erschlagen.
Ebenso sehen die undergroundigen Illustrationen für das Jugendkonto auf dem gelben Untergrund auf einmal extrem brav aus. Auch aufs Auge gedrückt ist das CI von Coop. Grundsätzlich wird hier quergedacht, und dabei geht der Kitzel zwischen Headline und Bild querbeet verloren. Wieso sammeln gewisse Grafiker vom CI-Club so viele Punkte? Weil sie wahrscheinlich auf oberster Chefetage für Lösungen plädieren, die sämtliche Kommunikationsanstrengungen mit demselben Etikett versehen. Was auch mit der intelligenten Platzierung eines Logos zu schaffen wäre, wird unanständig breitgewalzt.
So wird dem freien, individuellen Zusammenspiel von Inhalt und Form ein solch enges Korsett verpasst, dass jeder Idee die Luft und dem Betrachter die Lust abhanden kommt. Tatsache ist – trotz Synergiehöhepunkte: Hier haben die Kreativen wie die Konsumenten das Nachsehen. Und das ist unsexy ohne Ende. [email protected] Anna Esposito ist Texterin und Mitinhaberin von Brot und Spiele, Zürich.
Business Lunch

Im gläsernen Adlerflug über Hurden Schade, dass dunkle Wolken über dem Obersee hingen, als der Wagen vor dem Restaurant zum Adler in Hurden geparkt wurde, sonst hätte die Tafel im Freien gestanden, direkt am Seeufer, mit Blick auf die Schwyzer Alpen – aber der Himmel hatte kein Erbarmen, der Business Lunch wurde in die ganz in Weiss gehaltene, mit Glastrennwänden unterteilte Wirtsstube verlegt. Darin wirkt seit 14. November vergangenen Jahres Markus Gass am Herd, während Cristine Hess Gass sich um den Service kümmert (und das ganz toll macht!).
Das Interieur wirkt je nach Besucher beruhigend bis an Arztpraxen erinnernd – man sitzt in einem überaus hellen Raum und blickt je nach Sitzplatz auf Videostills von Pipilotti Rist oder auf die Fotodokumentation einer Installation von Roman Signer. Das macht auch Spass, weil sich Gass als kunstsinniger Mensch outet.
Er bezeichnet seine Küche als klassisch, marktfrisch, saisonal – jedoch keinesfalls als mediterran. Dafür kriegt er einen Sympathiebonus. Er versteckt sich nicht hinter dem, was gerade gastronomischer Mainstream ist. Er steht dazu, dass er Butter und Rahm verwendet, Entenleber, Kalbsfilet und sonstige Kalorienschwergewichte auf die Teller stemmt – ausser Eglifilets vom Obersee: Das überlasse er gerne den anderen Restaurants der Halbinsel.
Der Business Lunch (75 Franken, drei Gänge) wird mündlich vorgetragen: Ohne Fehl und Tadel das Lammcarpaccio mit jungen Artischocken, ebenso lecker die Tomaten mit Mozzarella und drei punktgenau gegarten Jakobsmuscheln (freilich: die Tomaten hätten reifer sein dürfen). Ein mächtiges Zanderstück auf Zuckerschoten mit Pfifferlingen der eine Hauptgang, der andere ein Kalbsrücken mit perfektem Risotto und ebenfalls Pfifferlingen. Ich schwelge noch immer in Erinnerung daran, köstlichst. Zum Abschluss: Rohmilchkäse mit einem wunderschönen Teller mit Birn- und Früchtebrot sowie Pumpernickel.
Lassen Sie sich nicht beirren, wenn die Offenweinkarte nur vier Positionen enthält und ansonsten die üblichen Verdächtigen aus Bordeaux, Burgund und Piemont. Cristine Hess Gass weiss Rat, kompetent, munter, perfekt. Hingehen, sich auf die Terrasse setzen (vorher reservieren!) und Zürich wörtlich den Rücken zukehren. Danach ist man an Leib und Seele erfrischt. Ausreichend Parkplätze. Carlo Bernasconi [email protected]
Restaurant zum AdlerHurdnerstrasse 143
8640 Hurden
Tel. 055 410 45 45
Fax 055 410 11 20
Bewertung

Essen …………………..4
Getränke ………………3
Bedienung …………….5
Businessfaktor ……..5
5=top, 4=sehr gut, 3=o.k., 2=naja, 1=Flop

Etat-News: Zwei Neukunden für Inhalt & Form

Die Zürcher Kommunikationsagentur Inhalt & Form betreut neu die Gesamtkommunikation für Alpropria Immobilien und Rotunda Tours.

Die Zürcher Kommunikationsagentur Inhalt & Form betreut neu die Gesamtkommunikation für Alpropria Immobilien und Rotunda Tours.Etat-News Zwei Neukunden für Inhalt & Form Für Alpropria gestaltet die Agentur ein neues CD, Image- und Verkaufsbroschüren, den Internetauftritt sowie Verkaufs- und Vermietungsinserate. Die Kuoni-Tochter Rotunda Tours lässt sich von Inhalt & Form das CD sowie Image- und Produktinserate massschneidern.
Euro RSCG B&G für TAG Aviation Die Genfer Werbeagentur Euro RSCG Balladur & Giger betreut neu den Europaetat der Fluggesellschaft Tag Aviation. Das Unternehmen mit Europasitz in Genf entschied sich nach einer internationalen Agenturevaluation für Euro RSCG. Sie entwickelt für Tag Aviation eine neue Kommunikationsstrategie mit Schwerpunkt Dialogmarketing, Corporate Publishing und klassische Werbung.
BBH wird Europaagentur von AEG Der schwedische Konzern Electrolux hat Bartle Bogle Hegarty (BBH) in London mit dem europäischen Werbebudget seiner Tochterfirma AEG betraut. Der deutsche Elektrogerätehersteller AEG arbeitete gemäss einem Bericht von Adage Global bisher mit mehreren regionalen Agenturen zusammen.
Grey gewinnt Cisco Der Computernetzwerkkonzern Cisco Systems hat seinen weltweiten Werbeetat an Grey Worldwide vergeben. Die Grey-Tochter Darkgrey setzte sich gegen JWT & Tonic und TBWA Chiat Day durch. Der bisherige Etathalter Hill Holliday, eine Interpublic-Agentur, hatte auf eine Teilnahme am Pitch verzichtet. Das Budget von Cisco wurde 2001 auf 50 Millionen Dollar geschätzt, dürfte inzwischen aber gekürzt worden sein. In der Schweiz wird Cisco von der Küsnachter Agentur Bunt betreut.

Ausserdem: Rolf Lanz macht sich mit der neuen Agentur Lanz Events selbstständig und spezialisiert sich auf Corporate Events.

Ausserdem Rolf Lanz macht sich mit der neuen Agentur Lanz Events selbstständig und spezialisiert sich auf Corporate Events. Lanz Events in Zollikerberg ist vorläufig ein Einmannbetrieb mit flexiblem Netzwerk im Hintergrund. Lanz war früher al

Ausserdem Rolf Lanz macht sich mit der neuen Agentur Lanz Events selbstständig und spezialisiert sich auf Corporate Events. Lanz Events in Zollikerberg ist vorläufig ein Einmannbetrieb mit flexiblem Netzwerk im Hintergrund. Lanz war früher als Marketingspezialist und Eventmanager bei den Swisscom-Töchtern Bluewin, Deskline, Ticket4you und Conextrade tätig.
Jean Marc Brandenberger, Kommunikationsverantwortlicher bei Publicitas Lausanne, wurde an der Generalversammlung des Branchenverbands Fédération Romande de Publicité et de Communication (FRP) zum neuen Präsidenten gewählt. Brandenberger übernimmt das Präsidium von Philippe Crausaz, der sich nach sechs Jahren von diesem Amt zurückzieht.
Der neue Beobachter-Chefredaktor Balz Hosang hat seine Stellvertreter bestimmt: Matthias Pflume und Toni Wirz vervollständigen die Führung. Pflume war bisher Textchef des Beobachters, Wirz gehörte zum Beraterteam.
Die PR-Agentur Karl F. Schneider AG (PR-KFS) in Schlieren verstärkt ihr PR-Redaktionsteam durch Sylvia Müller. Sie war zuvor als Redaktorin und freie Journalistin unter anderem für die SonntagsZeitung und den ZürichExpress tätig.
Der Bundeshausjournalist Christian Weber wird neuer Pressechef der FDP. Anfang September löst er Barbara Perriard ab, die eine Mutterschaftspause einlegt.
Per 1. Juni übernimmt Michael Binder die Funktion des Country Sales Support Manager bei Sun Microsystems in Volketswil. Er tritt die Nachfolge von Daniel Keller an, der zu Sulzer Innotect wechselt.
Claudia Reiniger ist seit März in der Administration und Beratung bei Bonnot’s Event House tätig. Sie ersetzt Mara D’Incau, die das Unternehmen verlassen hat.
Baselland Tourismus, der ehemalige Verkehrsverein Baselland, erhält einen neuen Geschäftsleiter: Anfang September tritt Oliver von Allmen das Amt an. Er ist derzeit noch Marketingleiter bei der Hotelgruppe Sunstar Holding in Liestal. Derzeit wird die Geschäftsstelle interimistisch von Thomas de Courten geführt.
Der Präsident der Förderungsgesellschaft für die Lauterkeit in der kommerziellen Kommunikation, Daniel Tobler, tritt Mitte 2002 zurück. Nachfolger wird Rolf Münch, Geschäftsführer von Henkel Schweiz. Die Förderungsgesellschaft ist eine der Stifterinnen der Schweizerischen Lauterkeitskommission.

Vom Plakat- zum Kinovermarkter

Peter Gmür übernimmt RMB Switzerland und RMB Austria

Peter Gmür übernimmt RMB Switzerland und RMB AustriaVon Markus KnöpfliDer ehemalige Plakanda-Besitzer Peter Gmür hat über seine Peter Gmür Beteiligungen AG 100 Prozent der Kino- und TV-Vermarkter RMB Switzerland und RMB Austria übernommen. Gmür wird in beiden Ländern den Vorsitz der jeweiligen RMB-Gruppe übernehmen und diese demnächst umstrukturieren.
Zwei Aufgaben stehen dem frisch gebackenen Besitzer von RMB Switzerland und Austria bevor: Der Verwaltungsrat der aus
vier Tochterfirmen bestehenden RMB-Gruppe in der Schweiz sowie das Gesellschafter-Gremium der aus vier GmbH bestehenden RMB-Gruppe in Österreich müssen neu bestellt werden. Zudem will er die Strukturen der beiden Gruppen vereinfachen.
Offiziell ist immer noch der längst zurückgetretene RMBI-Chef Jean-Paul van der Sande oberster Boss bei den beiden ehemaligen RMBI-Töchtern. In den nächsten Wochen wird hier umbesetzt: Fest steht, dass Gmür selbst als VR-Präsident beziehungsweise Gesellschaftsvorsitzender fungieren und auch die derzeitigen CEO Matthias Luchsinger (CH) und Martin Kindermann (A) einbeziehen will. Über weitere Namen schweigt er sich aus. Jedenfalls wird Gmür aber in beiden Ländern dem jeweiligen Management einen Teil seiner 100-Prozent-Beteiligungen abtreten. Wie hoch die Anteile sein werden, wollte er nicht sagen, bestätigte jedoch, dass er die Mehrheit nicht aus der Hand geben werde.
Bei der Firmenstruktur, die in beiden Ländern organisch gewachsen und heute eher unübersichtlich ist, will Gmür Vereinfachungen durch Zusammenlegungen erreichen. So soll es in der Schweiz klare Units etwa für Kino- beziehungsweise TV-Werbung geben. An ein Zusammenlegen der beiden Länder-Gruppen denkt er jedoch nicht, die Märkte seien lokal und die Synergieeffekte zu klein, sagt er. Ein Namenwechsel zurück zu Cinecom sei im Übrigen noch nicht entschieden.
Schwierige Besitzverhältnisse – komplizierte Verhandlungen
Noch bis vor einem halben Jahr bildeten RMB Switzerland, Austria und Germany innerhalb des RMBI-Netzes die Area Central Europe, der Matthias Luchsinger vorstand. Ende 2001 wurde RMB Germany ohne Wissen Luchsingers als erste RMBI-Tochter verkauft, hat heute aber finanzielle Probleme. Denkt Gmür nun daran, RMB Germany in sein Boot zurückzuholen, um im ganzen deutschsprachigen Raum mit Kinowerbung präsent zu sein? Gmür gibt sich unverbindlich: Vorerst benötigten die Schweiz und Österreich seine ganze Energie, sagt er, fügt jedoch hinzu: «Den deutschen Markt muss man sicher prüfen, und wenns interessant ist, muss man schauen, was man machen kann.»
Mit der Übernahme von RMB Switzerland und RMB Austria durch Peter Gmür ist nach rund sechsmonatigen Verhandlungen der Verkauf des gesamten Netzes des belgischen Multimediavermarkters RMB International abgeschlossen. Doch warum dauerte dies so lange? Gmür verweist auf die komplizierte Teilhaberstruktur bei RMBI: Dort habe er mit dem Kinoeigner UGC (67%) und der staatlichen RTBF (33%) verhandeln müssen, zudem sei bei RMB Switzerland und Austria neben RMBI auch noch die Wegra mit 25% beteiligt gewesen.
Die Peter Gmür Beteiligungen AG

Nach dem Verkauf der Plakanda an Clear Channel gründete Peter Gmür im August 2001 die Peter Gmür Beteiligungen AG. Die Firma gehört ihm zu 100%, er ist auch ihr einziger Verwaltungsrat. Der Zweck wird so umschrieben: «Kauf, Halten und Verkauf von Beteiligungen sowie Erbringung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen.» Der Einstieg bei den RMB-Töchtern sei die erste und bisher einzige Beteiligung, sagt Gmür. Er prüfe aber mehrere Projekte, auch im Bereich Medien, ziehe sich nun aber dort zurück, wo es mit seiner neuen Funktion als RMB-Chef zu Interessenkonflikten kommen könnte (siehe auch Seite 1). Dass er bis vor kurzem beim Internetvermarkter Qualiclick engagiert war, bestätigt er, betont aber, dass er beim Verkauf an Adlink ausgestiegen sei und keine Adlink-Aktien angenommen habe.

Barbara Kohler, Marketingleiterin Publisuisse

Welches sind Ihre Cannes-Favoriten unter den Schweizer Einreichungen?

Welches sind Ihre Cannes-Favoriten unter den Schweizer Einreichungen?Barbara Kohler: «Free Tibet» gefällt mir sehr gut: gute Idee, einfach und verständlich umgesetzt. Sicher auch ein Film, der zeigt, dass gute TV-Spots nicht teuer sein müssen.Auf wie viele Shortlist-Nennungen und Löwen tippen Sie für die Schweiz?
Kohler: Vier Arbeiten auf der Shortlist und zwei Löwen. Die diesjährigen Einreichungen lassen die berechtigte Hoffnung zu, dass der Löwenkäfig etwas erweitert werden kann.
Ihr Favorit für den Grand Prix?
Kohler: Mein ganz klarer Favorit ist X-Box, Champagner.
Was halten Sie vom Einbezug des neuen Direktmarketing-Lions ins Cannes-Festival?
Kohler: Vor dem Hintergrund «Übersicht integrierter Kommunikationskonzepte» ist die Idee nachvollziehbar. Angesichts der Tatsache, dass das Cannes-Festival primär die Zielgruppe Kreative anspricht und sich diese kaum für Direktmarketing interessieren, geht der Ansatz in die falsche Richtung.
Wie nutzen Sie die Zeit in Cannes?
Kohler: Cannes ist mir so viel wert, dass ich dafür Ferien nehme. Am wichtigsten ist mir, an einem Tag sämtliche Spots der Shortlist reinzuziehen.
Welches ist Ihr geheimes Lieblingsplätzchen in Cannes?
Kohler: Wenn ich es verrate, ist es nicht mehr geheim – ich mische mich gerne unter die Leute, ziehe mich aber auch gerne kurz ins Hinterland zurück.
Mit welchen Argumenten überzeugen Sie die Buchhaltung, dass auch in diesem Jahr an den Spesen für Cannes nicht gespart werden soll?
Kohler: Für mich ist Cannes ein Inspirationstrip, in den ich bereit bin, auch eigene Mittel einfliessen zu lassen. Objektiv gesehen haben die Teilnahmegebühren ein Mass angenommen, das meines Erachtens unverhältnismässig geworden ist.

Martin Fueter, Filmschaffender, Condor

Ihre Schweizer Favoriten?

Ihre Schweizer Favoriten?Martin Fueter: Swiss Cheese, «Poker». Nicht, weil der Spot unter der Regie meines Sohns Michael Fueter von der Condor produziert worden ist, sondern weil ich Idee und Ausführung mediengerecht, unterhaltend und perfekt finde.Wie werden die Schweizer abschneiden?
Fueter: Mit fünf bis sechs Shortlist-Finalisten und zwei Lions.
Ihr Favorit für den Grand Prix?
Fueter: Levi’s Jeans «Odyssey». Weil der Spot auch ein grossartiger Film ist.
Bereichert DM das Festival?
Fueter: Nachdem schon mit dem Einbezug der Printwerbung das traditionsreiche Advertising Film Festival verwässert wurde, sind die Directmarketing-Lions eine logische Folge. Und alles in Cannes ist ohnehin in eine Geschäftemacherei ausgeartet.
Sie gehen nur wegen der Spots nach Cannes?
Fueter: Ich konzentriere mich auf die Werbespots, informiere mich aber im Print. Die Media-, Cyber- und DM-Lions müssen ohne mich brüllen.
Sollte die Schweiz mehr tun für ihre Präsenz in Cannes?
Fueter: Frühere Bestrebungen, die Schweiz besser zu repräsentieren, haben kaum gefruchtet.
Wo setzen Sie Ihre Prioritäten?
Fueter: Neben den Screenings, meiner Jurytätigkeit für den «Young Director Award» und vielen Gesprächen mit in- und ausländischen Kollegen bleibt leider keine Zeit für Seminare. Die Saatchi-Rolle gehört aber zum Pflichtprogramm.
Ihr Lieblingsplätzchen?
Fueter: Seit 25 Jahren das «Grand Hôtel».
Wie überzeugen Sie den Buchhalter für die Notwendigkeit Ihrer Reise nach Cannes?
Fueter: Cannes ist und bleibt die beste Plattform, um sich vom internationalen Werbefilmschaffen ein Bild zu machen. Deshalb lädt Condor auch einen Jungregisseur zur Teilnahme ein.
Womit trösten Sie sich, wenn die Schweiz leer ausgeht?
Fueter: Filme, die nicht international eingesetzt werden, haben es grundsätzlich schwerer, von einer internationalen Jury verstanden und gut benotet zu werden. Eine allfällige Enttäuschung hält sich deshalb in Grenzen.
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