Etat-News: O2 kommuniziert für IBB

Etat-News O2 kommuniziert für IBB Die Zürcher Agentur O2 Marketing und Kommunikation hat den Gesamtetat der IBB Holding in Brugg gewonnen. Die Agentur, die aus White Lion Schweiz hervorgegangen

Etat-News O2 kommuniziert für IBB Die Zürcher Agentur O2 Marketing und Kommunikation hat den Gesamtetat der IBB Holding in Brugg gewonnen. Die Agentur, die aus White Lion Schweiz hervorgegangen ist, setzte sich in einem Pitch durch. Sie soll den Identitätswechsel von den Industriellen Betrieben der Stadt Brugg zur IBB-Gruppe nachvollziehen. Dazu gehören die Erarbeitung des neuen CD, Werbemassnahmen sowie Events.
Trimarca baut eine Wellnessmarke Der Hotelkomplex Park Hotels Waldhaus in Flims baut sein Angebot für 30 Millionen Franken aus und lässt sich dabei von Trimarca begleiten. Die Churer Kommunikationsagentur realisierte bereits im Vorfeld die Architektur- und Markenentwicklung. Nun wurde sie mit dem Corporate Design, dem Kommunikationskonzept und der Namensentwicklung für den neuen Wellnessbereich und den alpinen Erholungsresort beauftragt.
Virus gewinnt Avandia Die Bieler Werbeagentur Virus Ideenlabor wirbt für das Antidiabetikum Avandia. Der Pharmakonzern Glaxo-SmithKline entschied sich für Virus nach einem Pitch. Nach den Etats für die Medikamente Zantic, Zyban und Avolve hat die Agentur bereits den vierten Auftrag von Glaxo-SmithKline gewonnen.
Department geht ins «SixtyOne» Seit einem halben Jahr hat das Zürcher Restaurant SixtyOne mit Caroline Riester eine neue Geschäftsführerin und damit die Garantie erworben, «dass nichts beim Alten bleiben wird», schreibt die Werbeagentur Department. Sie wurde vom «SixtyOne» mit der Kommunikation für einen geplanten Relaunch beauftragt. Department realisiert für das Seerestaurant am Mythenquai ein neues CD, Broschüre, Werbung und Website. Die Konzeptionsphase ist bereits angelaufen.

Don Carron zieht in die Schlacht

Die Walliser Gratiszeitung Valaistribune will sich als Alternative zum Nouvelliste etablieren

Die Walliser Gratiszeitung Valaistribune will sich als Alternative zum Nouvelliste etablierenMichel Carron ist ein gebranntes Kind. Seit er den Skandal um die Walliser Kantonalbank losgetreten hat, leidet er in seinem Heimatkanton unter Schmach und Demütigungen. Sein Hauptfeind ist die Tageszeitung Le Nouvelliste. Deshalb will er jetzt seine Zeitung Valaistribune lancieren. Michel Carron ist aber auch ein Don Quijote von Walliser Zuschnitt: Mit seiner Bürgerbewegung kandidierte er höchst erfolglos für einen Ständerats- und einen Staatsratssitz – 2001 kam er dabei auf 6964 Stimmen.
Gleichviel, mit seiner Postille will er kurz vor den Feiertagen die Bevölkerung von Sitten bis St-Gingolph beglücken. Die Gratismonatszeitung mit einer Auflage von 60000 Exemplaren sieht er als Alternative zum – Nouvelliste.
Die französischsprachige Tageszeitung ist seit 1987 ein rotes Tuch für Carron, weil er vom Leibblatt der CVP systematisch angegriffen und demontiert werde, wie er sich bei der WerbeWoche beklagt. Er war es, der vor etwas mehr als fünf Jahren den Skandal um die Walliser Kantonalbank, die so genannte «Affaire Dorsaz», ins Rollen brachte. Carron hat auf Grund des angeblichen Missmanagements von Bankier Dorsaz nach eigenen Angaben eine Million Franken verloren. Heute gibt ihm der Ombudsmann der Bankenkommission Recht und empfiehlt der Walliser Kantonalbank, den Kläger zu entschädigen. Doch die weigert sich beharrlich.
Valaistribune wird den Alpen-Kohlhaas ein kleines Vermögen kosten – er selbst rechnet mit Ausgaben von 60000 Franken pro Nummer. Doch als veritabler Kämpfer für die Sache der Demokratie zieht Michel Carron die Karriere eines Verlegers dem erneuten Gang vor den Kadi vor.
Valaistribune soll die Walliser Bevölkerung auch nachhaltig über die Machenschaften im Kanton informieren und so die Möglichkeiten für eine «objektive Meinungsbildung» schaffen. Der monopolistische Nouvelliste betreibe «totale Desinformation», weiss Carron aus eigener Erfahrung. Selbst ausserkantonale Medien würden von den Verantwortlichen des Nouvelliste in die Schranken gewiesen, sobald sie in innerkantonalen Angelegenheiten eine andere Meinung vertreten würden. Irrtum, widerspricht ihm Fabrice Germanier in einem Leserbrief in Dimanche.ch: Der Chefredaktor von Rhône FM weist auf seinen sich seit 1990 im Äther befindenden Privatradiosender hin, der trotz Nouvelliste-Beteiligung von 12,5 Prozent unabhängige Infos verbreite.
Werbeauftraggeber müssen Charta unterzeichnen
Die Finanzierung der ersten Ausgabe ist gemäss Carron gesichert. Er könne auf breite Unterstützung der Bevölkerung zählen, versichert er. Zudem werde der Zeitung jeweils ein Einzahlungsschein beigelegt. So entscheide die Bevölkerung, ob sie eine Alternative zum CVP-Blatt wünsche, begründet Carron den Spendenaufruf.
Wer zudem in Valaistribune Werbung schalten will, wird von Carron auf den ideologischen Prüfstand gestellt. Die Werbeauftraggeber müssen eine Charta unterzeichnen und dürfen keinen direkten Einfluss auf das
politische und wirtschaftliche Geschehen im Kanton Wallis ausüben.
Namen von Journalisten, die Valaistribune redaktionell betreuen, will Carron keine nennen. Dies gehöre zur Überraschung der ersten Ausgabe, meint er geheimnisvoll. Dass Journalisten vom Nouvelliste zu ihm übergelaufen seien, will er nicht bestätigen.
Anita Vaucher

Wer hat die beste Salami im Dorf? Pünktlich zu Weihnachten warten AY&R und Citterio mit einem neuen Markenspot auf

Wer hat die beste Salami im Dorf? Pünktlich zu Weihnachten warten AY&R und Citterio mit einem neuen Markenspot auf So viel Italianità war schon lange nicht mehr in TV-Spots. Erst beglückte uns Signore Lorenzo mit seinem Caffè, nun serviert a

Wer hat die beste Salami im Dorf? Pünktlich zu Weihnachten warten AY&R und Citterio mit einem neuen Markenspot auf
So viel Italianità war schon lange nicht mehr in TV-Spots. Erst beglückte uns Signore Lorenzo mit seinem Caffè, nun serviert auch der Salamifabrikant Citterio einen neuen Film made in Italy. Allerdings spielt er nicht mehr im verklärten Nachkriegsitalien.
Glücklicherweise. Citterio und Hausagentur Advico Young & Rubicam (AY&R) räumen diese uralte Ferienkulisse samt Impressionen aus cineastischen Italoschinken der Fünfzigerjahre weg in die Rumpelkammer der (Spot-) Geschichte. Recht so, denn die Erinnerungen an die Nachkriegszeit wecken selbst bei Italienern eher bittere Gefühle.
Dieser Hintergrund war auch für den Salamihersteller und AY&R entscheidend bei der Suche nach der Antwort auf die Frage: Sollten die Markenwerte des Wurstwarenherstellers weiterhin im Fiat-Cinquecento-Italien angesiedelt werden? Während der letzten vier Jahre setzte man bei Giuseppe Citterio Salumificio SA auf den TV-Spot «Shopping List», der die Citterio-Werte Tradition und Qualität in eben dieses romantische Italienimage einbettete. Beim neuen Markenspot entschied sich der Auftraggeber schliesslich für eine zeitunabhängige Geschichte.
Gut drei viertel Jahre habe man an der Umsetzung gearbeitet, sagt Beraterin Margrit Weber – immerhin lag nach dem international mehrmals ausgezeichneten Vorgängerspot die Messlatte hoch. Der Schwerpunkt des neuen Streifens liegt vor allem bei Echtheit und Authentizität der Marke.
Der Plot im Don-Camillo-und-Pepone-Stil zeigt zwei Salumeria-Inhaber, deren Schaufenster direkt nebeneinander liegen. Zu einer heiteren – an Nino Rota erinnernden – Zirkusmelodie versuchen die Konkurrenten, sich in der Dekoration des Ladens und damit der Gunst der Kundschaft zu übertrumpfen. Am Schluss besinnt sich der eine auf die Echtheit zurück, räumt allen Krimskrams weg und hängt ein einfaches Citterio-Schild in sein Schaufenster.
Obwohl mittlerweile viele einheimische Hersteller den helvetischen Markt mit Billigprodukten versorgen, ist es Citterio gelungen, seine teuren Salamis auf dem schrumpfenden Fleischmarkt zu halten und in diesem Segment sogar zu wachsen, wie Weber betont. Die lang haltbare Wurst, die als Reiseproviant italienischer Auswanderer in der ganzen Welt bekannt wurde, generiert auch heute noch den grössten Absatz im Ausland. Und im kontingentierten Schweizer Salami-Markt ist Citterio mittlerweile eine der letzten aus Italien importierten Marken.
Der neue TV-Spot startet am
2. Dezember – pünktlich zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Denn die Schweizer, so Margrit Weber, verwöhnen ihre Liebsten zum Christfest nach wie vor gerne mit einer echt italienischen Salami – zum Festschmaus oder als Geschenk. Simone Keller

Schlag gegen den Pessimismus

Weltwoche übertrifft im Lesermarkt die kühnsten Erwartungen

Weltwoche übertrifft im Lesermarkt die kühnsten ErwartungenWas soll denn jetzt noch schief gehen? Das mag man sich beim Blick auf die lange erwarteten Leserschaftszahlen des Weltwoche-Magazins fragen. Ein Zuwachs um 34 Prozent oder 106000 auf 417000 Lesende, und dies vorwiegend beim jungen, gut verdienenden Publikum. Solche Resultate in so kurzer Zeit kommentieren die von der WerbeWoche befragten Mediaspezialisten durchwegs mit Begeisterung.Trotzdem bleiben Fragezeichen. «Die neue Weltwoche hat im Einzelverkauf sicher zugelegt, und es wurden auch mehr Schnupperabos generiert. Das hebt die Leserzahlen», meint Urs Schneider von Mediaschneider AG. Offen sei aber, was passiere, wenn diese Zusatzauflage heruntergefahren werde.
Tatsächlich wird die Weltwoche mit viel Marketingdruck gepusht. Seit dem Start des Magazinformats Anfang Mai habe sich die Schnupperabo-Auflage verdoppelt, gibt sich Verlagsleiterin Uli Rubner selbstbewusst. Noch erfreulicher entwickelte sich der Kioskverkauf, der um den Faktor 2,5 gewachsen sei. «Theoretisch könnte die Weltwoche im nächsten Frühjahr über 90 000 Exemplare beglaubigen», ergänzt Rubner. Ob man das allerdings auch tun oder doch lieber konservativ beglaubigen werde, will sie im Moment offen lassen. Ein toller Schritt vorwärts wäre das im Vergleich zu den im vergangenen April beglaubigten 84957 Exemplaren (davon 12864 im Einzelverkauf).
Branchenmeinung schwenkt von Skepsis auf Begeisterung
Nach der weit verbreiteten Skepsis, ob der riesige Schritt von der Zeitung zum Magazin überhaupt gelingen könne, hat jetzt die Branchenmeinung schlagartig gekehrt. Die Weltwoche erhält von Mediaspezialisten durchs Band Lorbeeren: Das neue Konzept habe die vom Verlag gesteckten Leserschaftsziele mehr als erreicht. «Eine so massive und rasche Steigerung hat alle überrascht. Hätte vor einem halben Jahr jemand solche Versprechungen gemacht, wäre er wahrscheinlich ausgelacht worden», sagt Monica Jäggi von der Winterthurer Konnex AG.
Doch wird der breit anerkannte Leserschaftserfolg nun auch den erwarteten Inseratesegen bringen? «Die Weltwoche wird jetzt für Auftraggeber sicher sehr attraktiv», ist Mediafachfrau Jäggi überzeugt. Vorausgesetzt, die Werbemarktkrise fungiere nicht als Spielverderber. Allerdings hat die Weltwoche in diesem Markt nun bessere Karten in der Hand. Ihr Publikum hat klar an Attraktivität gewonnen: Mit satten 80 Prozent Zuwachs bei den 14- bis 34-Jährigen vereinigt die Weltwoche heute 39% ihrer Leserschaft in diesem Alterssegment (vorher 29%). 38% sind zwischen 34 und 54 Jahre alt (vorher 41%), 23% sind über 55 Jahre (vorher 30%). Ebenfalls deutlich zugelegt haben Leser mit gehobener Schulbildung (+27%), mit Führungsfunktionen (+45%) sowie mit Haushaltseinkommen über 8000 Franken (+36%).
Weltwoche-Anzeigen gibts jetzt zum Schnäppchenpreis
Trotz dieser Entwicklung verzichtet die Weltwoche auf eine Tariferhöhung. Das heisst, die Anzeigen sind auch 2003 zum Schnäppchenpreis von Fr. 32.90 pro tausend Leser zu haben (Facts: Fr. 38.60, NZZaS: Fr. 44.70). Ein schöner Trumpf, denn im aktuellen Werbemarktklima ist ein Preisvorteil auch ein Wettbewerbsvorteil.
Schon jetzt steht ein weiterer Gewinner fest: Der Deutschschweizer Wochenzeitungsmarkt legt markant zu. Gerade erst hatte die NZZ am Sonntag 427000 Lesende kommuniziert, fügt die Weltwoche nochmals 106000 Lesende hinzu. Mit ihren insgesamt 417000 Lesenden rückt die Weltwoche nahe zu Facts (484000). Doch die Mediaspezialisten befürchten weder einen Raubzug bei der NZZ am Sonntag noch bei Facts. «Diese Titel werden doch von recht unterschiedlichen Leserschichten konsumiert, etwas näher an der Weltwoche liegt die NZZ am Sonntag», sagt Schneider.
Jean-Frey-CEO Filippo Leutenegger sprach von einer nachhaltig verbesserten finanziellen Situation seines Verlagshauses. «Die erste Halbzeit ist geglückt – aber es ist noch nicht Zeit zum Feiern.» Die Resultate deuten tatsächlich auf einen bevorstehenden Frühling bei der Jean Frey AG hin. Die Firma schreibe im zweiten Halbjahr 2002 eine «rote Null», sagt der CEO. Bei der Weltwoche sei eine Reduktion des Defizits von einem zweistelligen Millionenbetrag im vergangenen Jahr auf einen einstelligen im laufenden Jahr gelungen. Für 2003 erhofft sich Leutenegger eine weitere Verbesserung.
Keinen Kommentar zu den starken Weltwoche-Zahlen gabs von Roger Köppel. Für den Chefredaktor kam die Belohnung offenbar sofort: Er war schon vor der Präsentation des Leserschaftserfolgs in die Ferien abgereist. Daniel Schifferle

Billig darf eben nicht cheap wirken

Weber Hodel Schmid und Christinger Partner arbeiten an einem neuen Image für Denner

Weber Hodel Schmid und Christinger Partner arbeiten an einem neuen Image für DennerVon Andreas Panzeri Die neue Führung beim Discounter Denner mit dem 30-jährigen Philippe Gaydoul am Ruder zeigt erste Resultate. Der Verjüngung an der Konzernspitze soll auch ein nach aussen sichtbares Facelifting folgen. Weber Hodel Schmid arbeitet an einem neuen Werbeauftritt für Denner. Christinger Partner soll in den kommenden zwei Jahren 314 Filialen visuell umrüsten.
«Es gibt schön zu tun und mit Sicherheit Überraschungen», verrät Reini Weber. Seine Agentur
Weber Hodel Schmid (WHS) ist seit kurzem für die künftige Werbung des Discounters zuständig. Eine Agenturwahl, die Aufsehen erregt hatte, schliesslich ist Denner bis jetzt mit so genannten Schweinebauch-Inseraten und kaum mit kreativer Werbung aufgefallen. Das will Gaydoul jetzt ändern. «Denner ist zu uns gekommen, weil sie andere Werbung brauchen», meint dazu Weber.
Der «Armeleute-Groove» hat bei Denner ausgedient
Schweri-Enkel Gaydoul, der jüngst mit dem Verkauf seiner Waro-Kette an Coop sowie der Konzentration von Franz Carl Weber – statt 21 nur noch 9 grosse Filialen – aufgefallen ist, hat schon zu Beginn dieses Jahres ein neues Corporate Design für die über 300 Denner-Filialen in Auftrag gegeben. Von einer deutschen Agentur wurde ein neues Logo entworfen. Seither wurde dieses von Christinger Partner in Schlieren weiterentwickelt und beim Umrüsten von bisher 14 Testfilialen «fortlaufend optimiert», wie Michael Egger bei Christinger meint. Gleichzeitig kümmert sich nun auch WHS um ein umfassendes Neu-Styling des CD von Denner.
«Die Schweinebauch-Werbung ist erfolgreich und wird im Rhythmus Dienstag, Donnerstag vorerst weiter durchgezogen. Man könnte aber flexibler werden, und selbst hier gibt es Möglichkeiten für ein neues Design», erklärt Weber. Demnach will Denner werblich weiterhin wie ein Discounter auftreten. Der Vergangenheit angehören soll hingegen der «Armeleute-Groove».
«Wir bleiben ein Discounter und wollen kein Einkaufserlebnis bieten, bei dem man viel Geld in eine teure Warenpräsentation investieren muss», ergänzt dazu Stefan Maegli, Werbeleiter bei Denner. Auch mit dem neuen Corporate Design, an dem WHS zurzeit arbeitet, müssen Aktionswaren weiterhin ab Palette im Laden angeboten werden können.
Im populären Geschäft für Ergänzungseinkäufe soll also auch in Zukunft «keine Schicki-Micki-Atmosphäre herrschen». 1400 verschiedene Produkte stapeln sich beim inzwischen gestrafften Sortiment im Laden. 75 Prozent davon sind Markenprodukte.
Noch mehr kreative Möglichkeiten als diese Verkaufs-Werbung werden aber sicher die Kampagnen bieten, mit denen WHS im kommenden Jahr jede Woche die Neueröffnung von drei bis vier umgebauten Filialen kommunikativ begleiten darf.
Für diese Eröffnungswerbung ist WHS mit einem «massgeblichen Budget» beauftragt worden. Bei dieser Werbung auf lokaler Ebene soll vor allem multimedial kommuniziert werden. Ausserdem soll mit Events für Denner-Kunden einschliesslich Bewirtung und Hostessen für viel Goodwill gesorgt werden. Dazu werden flankierend Inserate geschaltet, Mailings verschickt und Radiospots ausgestrahlt.
Positive Kundenreaktionen auf die neue Beschriftung
Am 27.Februar dieses Jahres wurde die erste Denner-Filiale an der Uetlibergstrasse in Zürich als Pilotfiliale des «New Denner» eröffnet. Sie war wegweisend für weitere zehn Testfilialen, die im Verlaufe des Sommers in der ganzen Schweiz gefolgt sind. Parallel dazu hat Denner den neuen Look in einer Kundenbefragung bewerten lassen. Das positive Resultat ihrer grafischen Vorschläge hat der Firma Christinger Partner in Schlieren schliesslich den Auftrag zum neuen Beschildern von schweizweit 314 Filialen eingebracht.
Zwei Jahre wird die Arbeit dauern. Drei bis vier Filialen sollen pro Woche umgestylt werden. Zu diesem Zweck hat Christinger sämtliche Filialen ausgemessen und «ein separates, angepasstes Layout erstellt», wie Egger, Projektleiter beim Grafik- und Beschriftungsspezialisten, erklärt.
Da viele Denner-Filialen in völlig unterschiedlichen Räumlichkeiten vom grossen Supermarkt bis zum kleinen Laden im Parterre eines Wohnhauses einquartiert sind, mussten auch für die neue Beschriftung verschiedene Anpassungen vorgenommen werden. Zur neuen Ausrüstung gehören Leuchtkasten, das Erscheinungsbild der Schaufenster, Tafeln, Parkplatzhinweise sowie diverse Produkte im Innenbereich wie Deckenhänger, Regalbeschriftungen, Aktionsbeschriftungen und Infotafeln.

«Persönlicher Prüfstein»

«Express»-Chef Marius Hagger über Kosteneffizienz und hausinternen Wettbewerb

«Express»-Chef Marius Hagger über Kosteneffizienz und hausinternen WettbewerbVon Oliver Classen Im aktuellen Impressum firmiert zwar noch Heinz Krebs als Verlagsleiter des ZürichExpress. Seit Anfang Woche sitzt nun aber Ex-Journalist Marius Hagger in dessen Büro. Dort brütet er über Tamedias Schlachtplänen für den nächsten Pendlerzeitungskrieg. Und hofft auf mehr Kampfglück als mit der Kapitalvernichtungsmaschine Winner.
Ihr letztes grosses Printprojekt, das Facts-Pendant «Reflex», haben Sie noch unter Thomas Trüb für Ringier entwickelt. Nun verantworten Sie allein die neue 20- Minuten-Konkurrenz «Express». Sind Sie spezialisiert auf «Me too»-Produkte?
Marius Hagger: Eine originelle Frage, aber sie entspricht leider nicht den Tatsachen. Zum einen hatte unser «Reflex»-Konzept mehr mit der heutigen Weltwoche als dem damaligen Facts gemein, und zum andern wäre ich dort lediglich Mitglied der Gründungsredaktion gewesen. Auch der «Express», wie wir ihn planen, wird keinen «Me too»-Charakter haben, sondern eine klar unterscheidbare Innovation sein.
Als Leiter des Tamedia-Sparprogramms «Focus» haben Sie bislang Stellenprozente gestrichen. Jetzt schaffen Sie gleich 20 neue Jobs. Erfüllt Sie das mit Genugtuung?
Hagger: Genugtuung ist nicht das richtige Wort. Ich bin froh über diese neue Chance. Speziell darüber, dass ich nach der auf der Umsatzseite schwierigen Aufbauerfahrung mit der Internetplattform Winner nun eine Möglichkeit erhalte, Geld nicht nur auszugeben, sondern auch zu verdienen. Und das werden wir auch. Die Organisations- und Kosteneffizienz, die ich während des im Sommer abgeschlossenen «Focus»-Jahres gelernt habe, wird dazu beitragen. Insofern ist der «Express» für mich auch ein persönlicher Prüfstein.
Bei einem Budgetvolumen von 5 Prozent des letztjährigen Konzernumsatzes, konkret rund 35 Millionen Franken, ist der «Express» auch für Ihren Chef Martin Kall eine Bewährungsprobe.
Hagger: Diese Zahl möchte ich nicht kommentieren. Richtig ist, dass wir uns in diesem Kampf um den Pendlermarkt finanziell und personell nicht auf einen Sprint, sondern auf einen Marathon einrichten müssen und werden.
Im internen Projekt-Argumentarium von Ende September war gar die Rede vom «Ehrgeiz, die beste Pendlerzeitung der Welt herzustellen».
Hagger: Wenn man in solch schwierigen Zeiten die Möglichkeit bekommt, mit beträchtlichen Mitteln ein neues Produkt auf die Beine zu stellen, muss daraus sicher die bestmögliche Zeitung werden. Alles andere wäre unverzeihlich.
Wie konkret soll sich «Express» inhaltlich von 20 Minuten abheben?
Hagger: Zum Beispiel durch journalistische Exzellenz. Mit der entsprechenden Redaktionscrew, die wir teilweise schon haben und noch zusätzlich rekrutieren, sollten täglich zwei bis drei Geschichten mit Primeurcharakter drinliegen, die das Zeug zum Stadtgespräch haben. Eine weitere Option sind Autoren und Kolumnisten, die überraschende Denkansätze präsentieren und das Blatt auch intellektuell profilieren. Sie sehen, es gibt genügend Differenzierungspotenzial.
Diese Vorgaben könnten auch vom neuen Tages-Anzeiger-Chefredaktor Peter Hartmeier stammen.
Hagger: Publizistischer Wettbewerb belebt das Geschäft, auch hausintern. Verglichen mit dem um ein Vielfaches höheren Redaktionsbudget des Tagi, kämpft der «Express» aber mit eher kurzen Spiessen. Dafür jedoch mit umso grösserem Engagement.
Soll der dem «Express» in der Hauszustellung beigelegte Amtsanzeiger «Tagblatt der Stadt Zürich» auch redaktionelle Eigenleistungen bieten?
Hagger: Das muss er sogar. Der laufende Vertrag mit der Stadt verpflichtet uns dazu. Und wir kommen diesem Service public auch gerne und gewissenhaft nach. Die Inhalte von Pendlerzeitung und Tagblatt werden allerdings komplementär sein, sich also nicht konkurrenzieren.
Wie viele der acht geplanten «Tagblatt»-Seiten werden nicht durch amtliche Anzeigen gefüllt?
Hagger: Das ist abhängig von der Tagesplanung. Ich gehe von zwei redaktionellen Seiten aus, der Rest sind amtliche und kommerzielle Anzeigen sowie Rubrikeninserate.
Ab kommenden Frühling publiziert Tamedia also drei Zürcher Tageszeitungen. Da wäre es der Übersichtlichkeit halber doch hilfreich, den Inseratemarkt entsprechend aufzuteilen: zum Beispiel dem Tages-Anzeiger die Imagekampagnen, dem «Express» die Empfehlungsanzeigen und dem «Tagblatt» die Rubriken.
Hagger: Eine solche Abgrenzung ist realitätsfern und entspricht auch nicht den Bedürfnissen des Anzeigenmarkts und schon gar nicht der Konkurrenzsituation im Pendlermarkt. «Tagblatt» und «Express» werden kommerziell komplementär positioniert und tariflich entsprechend ihrer Reichweite und Leserstruktur aufeinander abgestimmt.
Anbieten würden sich – in Analogie zum Fullhouse von Tagi und SonntagsZeitung – auch weitere hausinterne Kombis.
Hagger: Sinnvolle Optionen werden wir zu gegebener Zeit sicher eingehend prüfen. Zunächst bleibt aber einmal abzuwarten, wie der Markt die neuen Produkte aufnimmt. Dieser Prozess lässt sich nur begrenzt steuern.
Die Distribution hingegen sehr genau. Hier erstaunt, dass Tamedia trotz offizieller Kriegserklärung Erzfeind 20 Minuten weiterhin seine Logistik zur Verfügung stellt. Angesichts der martialischen Rhetorik Ihres Chefs erscheint es zwingend, diesen Vertrag über die Boxen- und Kolportagebelieferung aufzulösen.
Hagger: Das sehe ich anders. Ich habe kein Problem damit, dass Tamedia ihre Verteilkapazitäten auslastet und damit gutes Geld verdient. Ausserdem würde 20 Minuten sonst einfach eigene Strukturen aufbauen. Mit einer Kündigung wäre also nichts gewonnen, aber etwas verloren, nämlich ein interessanter Auftrag.
Wie viele Kolporteure werden Anfang April zum Einsatz kommen?
Hagger: Der Launch-Zeitpunkt steht noch nicht fest. Wir werden mit über 100 Kolporteuren arbeiten, diese sehr genau auswählen und im Rahmen des Möglichen auch auf ihre Aufgabe vorbereiten. Schliesslich sind sie unsere Produktmanager an der Front.
Steuern können Sie auch den Druck des «Express». Knapp die Hälfte der 300000 Exemplare starken Startauflage muss auswärts produziert werden. Wer hat den Druckauftrag nun erhalten?
Hagger: Tamedia wird einen Grossteil der «Express»-Auflage sowie das «Tagblatt» selber drucken. Bis wir Mitte 2004 unsere neuen, noch leistungsfähigeren Druckmaschinen in Betrieb nehmen , wird die Firma Zehnder in Wil den restlichen, ebenfalls grossen Teil der «Express»-Auflage drucken.
Siehe auch Seite 20

Bitte mehr Scoops und Trends

Der Nachfolger der zurückgetretenen Chefredaktorin Ariane Dayer muss L’Hebdo mehr Dynamik verpassen

Der Nachfolger der zurückgetretenen Chefredaktorin Ariane Dayer muss L’Hebdo mehr Dynamik verpassenNein, nein, wehrt Gérard Geiger ab. Die Chefredaktorin von L’Hebdo, Ariane Dayer, hat keineswegs den Hut nehmen müssen, wie Deutschschweizer Medien kolportierten. Im Gegenteil: Der Chef von Ringier Romandie bedauert ebenso wie die Redaktion des Wochenmagazins die Kündigung der Chefredaktorin. Aber die Journalistin, die in Bundesbern das Handwerk der politischen Recherche gelernt hat, gilt als knallharte Macherin mit einem Charakter, der keine Kompromisse und keine Halbheiten zulässt.Als Konzernchef Michael Ringier Anfang vergangener Woche die Chefredaktorin zum Gespräch nach Zürich lud, wusste er, worauf er sich einstellen musste. Einerseits plagen ihn die rückläufigen Reichweiten seines Flaggschiffs in der Westschweiz, andererseits mochte er die profilierte Redaktorin nicht verlieren. Er bot ihr einen Posten in Brüssel an. «Non», lautete die Antwort von Dayer – die flugs ihre Kündigung aufsetzte und den Dienst quittierte.
Auch wenn Ringier kein Boulevardmagazin für die Westschweiz forderte, verlangte der Verleger vermutlich etwas mehr Anpassung an das stark veränderte Umfeld, in dem sich Newsmagazine auch in der Westschweiz behaupten müssen. L’Hebdo, das letztes Jahr seinen zwanzigsten Geburtstag feierte, überrascht den Leser nicht mehr. Es fehlen die Scoops und das Gespür für Trendthemen.
Ariane Dayers Credo war es, die Leser, insbesondere die jüngeren, wieder vermehrt für Politik zu interessieren. An dieser Idée fixe durfte nicht gerüttelt werden. Erst Korrespondentin für L’Hebdo in Bern und später Ressortchefin für Politik, lag ihr dieses Thema verständlicherweise besonders am Herzen. Nur, die Thematisierung politischen Geschehens sollte einigermassen sexy herüberkommen, um vom Leser auch ohne Hochschulabschluss überhaupt wahrgenommen zu werden. Die Aufbereitung der Themen, nicht nur politischer Natur, kommt im L’Hebdo spröde daher.
Dass Ariane Dayer eine feministische und linke Linie verfolgt haben soll, wurde zumindest im Magazin nie spürbar. Deshalb ist die Aktion der SP-Ständerätin Christiane Brunner auch völlig deplatziert und sinnlos. Sie rief in der Samstagsausgabe von Le Temps mit einem an eine Todesanzeige anmutenden Inserat zur Solidarität mit Ariane Dayer auf. Mitunterschrieben haben Westschweizer Politikerinnen sowie Gewerkschafts- und Kulturkreisen nahe stehende Persönlichkeiten. Im Inserat wird Ariane Dayers Einsatz für die Sache der Frau und die Minderheiten in unserem Land gelobt. Der SP-Ständerätin scheint es völlig entgangen zu sein, dass Ariane Dayer nicht vor die Tür gesetzt wurde, sondern aus freiem Willen ihren Posten abgegeben hat.
Gérard Geiger ist zuversichtlich, sehr bald einen Nachfolger für Ariane Dayer zu finden. Er habe gleich nach dem Bekanntwerden von Dayers Abgang Dutzende von Mails und Zuschriften von sehr qualifizierten Kandidaten erhalten, die ihr Interesse am Chefredaktorenposten bekundeten, meint er gegenüber der WerbeWoche. Dies wiederum signalisiere ihm, dass L’Hebdo ein offenbar immer noch begehrenswertes Produkt sei, stellt er befriedigt fest. Gerüchte, wonach Dimanche.ch oder L’Illustré mit L’Hebdo fusionieren, bezeichnet Gérard Geiger als baren Unsinn.
Anita Vaucher

Muse & Musse: Sandra Chollet

Muse & Musse Sandra Chollet Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht? Sandra Chollet: Die Internationalen Kurzfilmtage in Winterthur. Aus Neugierde und Interesse.Was les

Muse & Musse Sandra Chollet Welche kulturelle Veranstaltung haben Sie zuletzt besucht?
Sandra Chollet: Die Internationalen Kurzfilmtage in Winterthur. Aus Neugierde und Interesse.
Was lesen Sie gerade?
Chollet: «No Logo» von Naomi Klein. Weil mich die Welt der Marken interessiert.
Welche CD hören Sie zurzeit mit Vorliebe?
Chollet: «Charango» von Morcheba.
Welchen Kinofilm würden Sie am liebsten nochmals sehen?
Chollet: «Together» von Lukas Modysson. Weil Lachen gut tut.
Bei welcher TV-Sendung sind Sie neulich eingeschlafen?
Chollet: Ist mir bis jetzt noch nie passiert. Mein Sofa ist zu unbequem dafür.
Welches ist Ihre neuste Entdeckung im Internet?
Chollet: Auf www.beercul
ture.com erfährt man alles Wissenswerte über Bier.
Worauf könnten Sie nie verzichten?
Chollet: Die Welt zu entdecken, meine Familie und Freunde, ein feines Essen und ein gutes Bier (mit Vorliebe ein Calanda Viva).
Was machen Sie in einer freien Minute?
Chollet: Bei meiner Büropräsenz zieht es mich in freien Minuten meist hinaus in die Natur.
Liebe ist…?
Chollet: …mein Lebenselixier.

Aufgefallen: Zugegeben, ich habe noch keine Folge von «Sex and the City» gesehen, zumal ich nach intensiver «X-Files»-Konsumation eine Serienpause eingelegt habe.

AufgefallenZugegeben, ich habe noch keine Folge von «Sex and the City» gesehen, zumal ich nach intensiver «X-Files»-Konsumation eine Serienpause eingelegt habe. Doch beim Betrachten der aufschlussreichen Anzeige für die US-Erfolgsserie wird

Aufgefallen Zugegeben, ich habe noch keine Folge von «Sex and the City» gesehen, zumal ich nach intensiver «X-Files»-Konsumation eine Serienpause eingelegt habe. Doch beim Betrachten der aufschlussreichen Anzeige für die US-Erfolgsserie wird schnell klar, dass diese Storys eigentlich ein Must wären, weil sie über die aktuellen Umgangsformen zwischen Mann und Frau aufklären. Und ein Crashkurs zwecks besseren Verständnisses kann ja nicht schaden. Wahrscheinlich wäre es dann auch einfacher, die Aussage der Wannabe-Anzeige zu verstehen. Wenn eine Frau sich für einen Mann mit Geld und Auto entblättert, tut sie das sicher auch für einen Megaföhn – ist doch logisch. Doch wozu sie den braucht, das erschliesst sich leider nicht.
Chandra Kurt
[email protected]
Kolumne

Die neue Agendavon Mike Müller
Vor zwei Jahren fixte mich ein Bekannter mit seiner elektronischen Agenda an. Als aufgeklärte User gestanden wir uns ein, dass der Kauf eines Handheld zu 80 Prozent bubenhaft motiviert sei – aber in einem rechten Mann stecke nun mal ein rechter Bub. Ich liess meine geschlechtlichen Triebe von der Aussicht auf eine elektronische Agenda gerne sublimieren und kaufte mir den neuesten Visor. Der war nicht sehr lange neu, weil schon bald der neueste Compaq mit viel besserem Bildschirm auf den Markt kam. Ich musste meine Bubenhaftigkeit herunterfahren und argumentierte sehr erwachsen, man könne sich nicht alle sechs Monate ein neues Produkt kaufen. Das war sehr vernünftig, aber zutiefst unbefriedigend. Das Verhältnis von Bubenhaftigkeit und Vernunft wurde beim Visor immer einseitiger. Ich hatte mich zwar an das Gerät gewöhnt, aber Gewohnheit ist in der Elektronik ein unsäglicher Zwischenstatus. Entweder man geht wirklich mit der Zeit, oder man bleibt gleich beim Atari. Jener Bekannte, der mich damals angefixt hatte, berichtete mir nun neulich, ihm seien Handheld und Computer gleichzeitig abgestürzt. Er habe eine halbe Woche damit zugebracht, seine Termine auf höchst analoge Weise wieder zu rekonstruieren. Auf Grund dieses Beinahe-Amnesie-Erlebnisses verwende er wieder eine Agenda aus Papier. Beim Zuhören kriegte ich Schweissperlen in Anbetracht meiner lausigen Back-up-Gewohnheiten und stürzte mich in einen neuerlichen systemtheoretischen Diskurs. Papier oder Elektronik? Oder ein Gedächtnistraining und alle Termine auswendig lernen? Oder gar keine Termine mehr abmachen: Sozial fatal, beruflich desaströs, persönlich solitär?
Vielleicht kaufe ich heimlich den neuesten Palm und benutze an Sitzungen die gute alte Papieragenda. Den Palm schaue ich mir unter der Bettdecke an, sein Bildschirm ist dermassen brillant, dass man nicht mal eine Taschenlampe braucht.
[email protected]
Mike Müller ist Darsteller.
Business Lunch

Mein Kotelett, dich lieb ich heiss in Butter gewendet nurDas Restaurante Costa Brava liegt zweifellos in einem Stadtteil, der kaum geeignet ist, spanische Assoziationen zu wecken, ausser – logischerweise – man betritt das hübsche kleine Lokal an der Limmatstrasse, um nur gerade diesen einen Heisshunger nach einem Kotelett vom Kalb oder einem Filet vom Rind zu stillen.
Karnivoren können ein Lied davon singen: Wenn sie diese Lust überfällt, ist guter Rat oft teuer, und wenns teuer wird, ists kein guter Rat mehr, ausser – logischerweise – man schiebt die Rechnung lächelnd einem Controller zu. Ist doch bald Weihnachten, komm schon, drück mal ein Auge zu. Hat er nicht, der Kerl. Darum ziehen wir diesem imaginären Oberbuchhalter mal tüchtig den Speck durchs Maul. Selber schuld! Also, es begann nach guter mediterraner Sitte mit einer Fischsuppe, in der allerlei Muschel- und anderes Fischgetier schwamm, teils schon in erheblicher Auflösung begriffen. Macht aber gar nichts: Gekochter Fisch muss die Eingeweide nicht unglücklich machen. Hats in diesem einen Fall auch nicht.
In der Location hantiert man gerne mit Peperoncini. Das gehört sich für ein spanisches Lokal alleweil – allerdings hat der gute Koch ein wenig zu viel davon erwischt, als er die Fischsuppe würzte. Klar, diese roten Schoten gehören sicher in die Suppe, aber wohl dosiert, Señor! Und mit dem Salz hats nicht so gut geklappt, da war auch ein wenig reichlich davon vorhanden. Kann passieren, spricht man gut gelaunt zu sich selbst, schliesslich folgt auf diese Suppe – das Gegenüber delektierte sich an einem Ackersalat – ein Monster von einem Kalbskotelett: Don Amador Villanueva lässt es sich vom Fleischer schön gross herrichten. Am Ende, wenn das Stück langsam in der ausgebutterten Pfanne geschmort hat, bringt es das stattliche Gewicht von 400 Gramm auf die Waage.
Widerstand zwecklos, denn das Fleisch ist zart und von vielen frischen Kräutern bedeckt. Natürlich hats nach diesem Fleischberg keinen Platz mehr für den Nachtisch – mag er noch so locken. Wohin auch damit? Gesättigt ist man schon, aber (noch) nicht so sehr vom Wein. Der schnurgelt jetzt so wohlig die Kehle runter, dass man sich entspannt zurücklehnen möchte, sich aber trotzdem mahnen muss: Aufbruch! Die Bedienung ist gut, das stimmt. Nur: Die Weinkarte dürfte bei den Offenweinen ruhig üppiger ausfallen. Der Preis für die Schlemmerei: 187 Franken. Viel? Wenig? Darauf weiss nur noch der Controller die Antwort…
Carlo Bernasconi
[email protected]
Costa Brava Limmatstrasse 267
8005 Zürich
Tel. 01 272 27 71
Parkplätze hats (fast) immer.
Bewertung

Essen …………………..4
Getränke ………………3
Bedienung …………….4
Businessfaktor ……..3
5=top, 4=sehr gut, 3=o.k., 2=naja, 1=Flop

Online-Marketing: Sunrise

Ziel: Neukundengewinnung, Bindung an Sunrise.

Ziel: Neukundengewinnung, Bindung an Sunrise.Sunrise Werbemittel: Fullsizebanner, Monsterboard, Over Page, Pop-up, Skyscraper, Hockeystick und Publireportagen. Einsatz: 2. bis 13. Dezember.
Auftraggeber: Sunrise TDC Switzerland AG, Zürich; Verantwortung: René Gmür, E-Business Sales; Daniela Schönholzer, Marketing Communications; Nicole Kocsis, Product Manager. Agentur: Futurecom interactive AG, Zürich; Verantwortung: Jeannette Bours; Beratung/Vermittlung: Publimedia Webadvertising AG; Verantwortung: Tobias Fehrlin.

Augen auf – Kinnlade runter. Der Herbst geht – die neue Kampagne der Snowboardgarage von Beat Gattiker kommt.

Der gewitzte David unter den Snowboard-Ausrüstern macht der fantasielosen Massenindustrie auch dieses Jahr wieder mit feinem, zielgruppengenauem Werbegeschütz schwer zu schaffen. So waren an der diesjährigen freestyle.ch die echt plakativen B4-Poste

Der gewitzte David unter den Snowboard-Ausrüstern macht der fantasielosen Massenindustrie auch dieses Jahr wieder mit feinem, zielgruppengenauem Werbegeschütz schwer zu schaffen. So waren an der diesjährigen freestyle.ch die echt plakativen B4-Poster mit dem staunenden Snowboard-Mund nicht zu übersehen – und werden den Winter durch auch rund um die Filialen in Flims und Laax für ein Schmunzeln sorgen. Ausgedacht haben sich dieses Plakat Flavio Meroni und Martin Stulz bei Publicis, Grafik Nadine Geissbühler, Beratung Reto Wolf.Kalter Kaffee. Glaubt man der alten Branchenweisheit «No news are good news», müsste es Ringier blendend gehen. Das herbstliche Pressefrühstück mit Verleger und operativem Konzernchef Martin Werfeli hatte jedenfalls kaum Neuigkeitswert. Cash hütet weiter das Krankenbett, Osteuropa stimmt nach wie vor hoffnungsvoll, an der Weltwoche-Konkurrenz wird immer noch gebastelt, und «Springier» wäre nur als «Merger among equals» in Frage gekommen: Zum Glück waren wenigstens die Gipfeli frisch und der Kaffee nicht so abgestanden wie obige Nullmeldungen.
Iex schrumpft um ein Drittel. An der Zürcher Fachmesse Internet Expo (iEx) vom 5. bis 7. Februar 2003 werden 300 Aussteller erwartet. Das sind rund 32% weniger als 2002. Die Ausstellungsfläche geht sogar um etwa 36% auf 9000 Quadratmeter zurück. Die Messe müsse sich ohne Wenn und Aber den Veränderungen der Internetbranche anpassen, schreibt die iEx in einer Mitteilung. Viele Firmen, die noch vor zwei Jahren dabei waren, gebe es nicht mehr, und die Branche könne noch nicht an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen.
Die 1000 besten Weine. Aus ihren soziodemografischen Untersuchungen wisse die Bilanz, dass ihre Leserinnen und Leser einen guten Wein besonders schätzen. «Wieso sich also nicht einmal etwas intensiver mit diesem Thema beschäftigen?», fragt Chefredaktor Medard Meier in seinem Editorial fürs erste Bilanz-Lifestyleheft zum Thema Wein. Das Konzept für diese Beilage stammt von der Weinjournalistin und WerbeWoche-Mitarbeiterin Chandra Kurt, realisiert wurde es von Hanspeter Eggenbergers Editorialfirma Duktus. Mitgeschrieben haben die Weinpäpste in aller Welt. In der bekannten Rating-Tradition der Bilanz sind die 1000 besten Weine gekürt worden. Mit diesem regelmässig im Dezember erscheinenden Weinheft erhöhen sich die Lifestylebeilagen der Bilanz auf fünf. Neben Uhren, Luxus und Interieur gibt es neu auch ein Heft mit dem Titel Freizeit, das aus dem bisherigen Themenheft Auto hervorgehen soll.
Zustupf für sieben Deutschschweizer Verlage. Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und das Migros Kulturprozent vergeben dieses Jahr zum vierten Mal Verlagsprämien, zusammen mit den Kulturabteilungen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Diesmal werden sieben unabhängige Deutschschweizer Verlage mit insgesamt 360000 Franken unterstützt: Ammann Verlag, Bilgerverlag, Limmat Verlag und Unionsverlag (alle Zürich) sowie die Verlage Lenos und Urs Engeler (beide Basel) und der Verlag Im Waldgut (Frauenfeld). Wie sich die Summe auf die Bezüger verteilt, bleibt ein gut gehütetes Geheimnis. Pro Helvetia lobte die Verlage für ihr Geschick, sich die Unabhängigkeit zu bewahren. Ihr Profil trage zur Vielfalt und Lebendigkeit der Schweizer Literaturszene bei. Die Prämie soll den Verlagen ermöglichen, Vertrieb und Werbung zu stärken.
Jeder für 15 Minuten ein Warhol. Das Migros Museum, das zum Migros Kulturprozent gehört, lässt alljährlich eine Tasche gestalten. Dieses Jahr durfte das junge Grafiker-Duo Julia Bolli und Marc Hahn sein feines Gespür walten lassen. Mit ihrer Idee wollen sie die Aufmerksamkeit bei Kunstinteressierten wecken, um sie wieder einmal ins Migros Museum für Gegenwartskunst zu locken. Wer sich die Einkaufstasche über den Kopf zieht, ist für 15 Minuten nicht nur ein Star, sondern kann sich gleich als Andy Warhol bestaunen lassen. Allerdings empfiehlt es sich, die Tasche vor einer solchen Kunstaktion sorgfältig von Eiern, Fisch oder anderen Einkaufswaren wie Mehl zu entrümpeln, sonst wird sie zur Performance.
Aus KirchSport wird Infront Sports & Media. Der Rechtevermarkter KirchSport wird Anfang 2003 in die Firma Infront Sports & Media AG mit Sitz in Zug umgewandelt. Mehrheitsaktionäre des Unternehmens sind Robert Louis-Dreyfus, die KJ Jacobs AG, Scheich Saleh Kamel und Martin Steinmeyer.
10% befinden sich im Besitz des Managements mit Uli Sigg, Oscar Frei (CEO) und dem Ex-Fussballer Günter Netzer, der als Exekutiv-Direktor tätig sein wird. Die neuen Besitzer haben KirchSport Mitte Oktober von der insolventen KirchGruppe übernommen. Bedenken, dass die Einnahmen aus den TV-Sportrechten angesichts der weltweiten Rezession in Zukunft drastisch zurückgehen könnten, hat man bei der Zuger Firma nicht. «Die WM 2006 ist auf gutem Weg, und auch die Verwertung der Bundesliga-Rechte sollte kein Problem sein», sagte Robert Louis-Dreyfus, der frühere Adidas-Besitzer.
Schweizer Werbung in Beirut ausgezeichnet. Die Schweizer Werbung hat am Wettbewerb Le Mondial de la publicité francophone bescheiden abgeschnitten. An der Preisverleihung vom vergangenen Sonntag, die dieses Jahr in Beirut stattfand, erhielt McCann-Erickson, Genf, Silber. Die Agentur gewann in der Kategorie Zeitschriften mit dem Sujet «Klammer» für die Versicherung Generali, das bereits in Cannes mit einem silbernen Löwen ausgezeichnet worden war. Ebenfalls Silber erhielt Transphere SA für das Modehaus Bon Génie Grieder in der Kategorie Multimedia. Zum Mondial, das seit 1986 die beste französischsprachige Werbung auszeichnet, gehört zudem ein nationaler Preis. Für die Schweiz erhielten McCann Gold und Transphere Silber; Bronze sicherte sich Simko mit dem TV-Spot «Chouettes» für Cardinal. Gemäss Simko waren 44 Arbeiten aus der Schweiz eingereicht worden – auf die Shortlist schaffte es ausser den Prämierten nur noch Rive Gauche für Dimanche.ch.
Massive Auszeichnung. Die ZenithOptimedia, Frankreich, die Media Agentur der Publicis-Gruppe, hat kürzlich eine weltweite Studie durchgeführt und beschreibt darin die wichtigsten 40 Medientitel, welche die heutige Zeit reflektieren und gestalten. Das Lifestylemagazin Massiv hat es als einziger Schweizer Vertreter geschafft, unter diesen 40 internationalen Titeln zu erscheinen, und beweist damit sein ausgeprägtes Gespür für den Puls der Zeit. ZenithOptimedia beschreibt die auserwählten Titel als «schön, elegant und überdurchschnittlich intelligent – Beispiele von authentischer Modernität und Kreativität». Die in Buchform erschienene Studie «style press 02» wird als selbst ernannter Mediaguide an eine Auswahl von Luxusmarken verteilt. Für Massiv ist diese Erwähnung eine hohe Auszeichnung und Bestätigung für sein dreijähriges Bestehen. Das aus St.Gallen stammende Magazin hat sich im Schweizer Markt zu einem wichtigen Insidertipp in der rasant wachsenden Lifestylebranche entwickelt, ist jedoch international anerkannt und positioniert. Das Inhouse-Rating der Jeansmarke Diesel listete Massiv neben Titeln wie der italienischen Vogue, Dutch, ID unter den neun besten internationalen Magazinen auf. Massiv hat eine Auflage von 25000 Exemplaren und erscheint ab 2003 siebenmal pro Jahr.
Zürcher Geschenkideen. Ideen, Tipps und Geschichten rund um Weihnachten sind in einem Shoppingführer zu finden, den der Tages-Anzeiger seiner Ausgabe vom
25. November beigelegt hat. Der Guide im handlichen Taschenformat hat 84 Seiten und umfasst neben einem redaktionellen Teil natürlich auch viele Inserate fürs passende Weihnachtsgeschenk. Angeregt wird man von Ideen aus dem Supermarkt bis zum Küchenladen, Fitnesscenter oder Juwelier. «Weihnachtsshopping» ist bis zum 24. Dezember auch in allen Fahrzeugen der VBZ Züri-Linie erhältlich – «solange Vorrat».
Ostergrüsse in Blau. Die Silat Kampfkunstschule in Zürich lehrt Frauen, sich wirkungsvoll zu verteidigen. Wie wirkungsvoll, zeigt ein von Sulzer Sutter kreiertes Sujet, das im Dezember und Januar in diversen Zürcher Kinos als Dia zum Einsatz kommen soll. Kaum zu glauben, dass diese Idee im Kopf von drei Männern, Felix Dammann, Francis Sulzer und Robert Köhler, ausgebrütet worden sein soll. Autsch!

Etat-News: Mindshare mit Neukunden

Etat-News Mindshare mit Neukunden Die Mediaagentur Mindshare in Zürich sicherte sich das Budget der Campari-Gruppe. Für die Agentur entschied sich auch der TCS: Der Verband betraut sie mit dem G

Etat-News Mindshare mit Neukunden Die Mediaagentur Mindshare in Zürich sicherte sich das Budget der Campari-Gruppe. Für die Agentur entschied sich auch der TCS: Der Verband betraut sie mit dem Gesamtetat, einschliesslich Mitgliederwerbung, Clubaktivitäten und Eti-Schutzbrief. Neu sind auch die Budgets der Billigfluglinie Germanwings und der Motorradmarke Triumph. Ferner kann Mindshare ab Januar von OMD die Betreuung der Marken Gillette, Braun, Duracell und Oral-B übernehmen.
Universal McCann mit General Mills Der Lebensmittelkonzern General Mills hat seinen Mediagesamtetat für Deutschland, Österreich und die Schweiz an Universal McCann übertragen. Das gut siebenstellige Gesamtbudget wurde bis anhin von Carat, Hamburg, betreut.
SN Brussels fliegt mit Lowe direct Die Nachfolge-Airline der 2001 eingestellten belgischen Sabena, SN Brussels Airlines, lanciert Anfang Jahr das neue Vielfliegerprogramm Privilege. Die Zürcher Lowe Direct wurde mit Konzeption und Realisation dieses Programms beauftragt. Die Aufgabe umfasste Namensfindung, Programmentwicklung und -gestaltung sowie Design und Umsetzung der dazugehörenden Mittel.
get_footer();