Kundenzuwachs und Pitch-Gewinne

Statement, Open Up, Wirz Wietlisbach Dialog und Jung von Matt/PR freuen sich über neue Kunden im Portfolio.

Adidas Schweiz rennt neu gemeinsam mit Statement

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Die Zürcher Agentur für Marken- und Konsumentenaktivierung Statement unterstützt Adidas Schweiz im Lancierungsjahr der neuen Boost-Modelle in der Kategorie Running. Die Agentur zeichnet sich verantwortlich für den Aufbau einer urbanen Lauf-Community. Erste Umsetzungen sind bereits ab Frühling 2015 geplant. «Wir haben uns für Statement als zusätzliche Verstärkung entschieden, weil die Agentur uns kreative und ergänzende Wege und Möglichkeiten zur bereits geplanten klassischen Kommunikation aufgezeigt hat», so Guido Mazzolani, Brand Marketing/PR Manager der Adidas Sport, Market Central.

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Open Up kommuniziert für Sectoral Asset Management

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Die PR- und Kommunikationsagentur Open Up überzeugte die Verantwortlichen von Sectoral Asset Management, einem auf die Verwaltung von Anlagestrategien im Gesundheitswesen spezialisierten Unternehmen, im Rahmen einer Agenturevaluation. Das Unternehmen, das kürzlich die Präsenz in der Schweiz ausbaute, fokussiert ausschliesslich auf Anlagen im Gesundheitswesen. Um das angestrebte Wachstum zu erreichen, wird die Kommunikation in Europa verstärkt. Ziel ist es, das kanadische-schweizerische Unternehmen bekannter zu machen und potenzielle Investoren vom Ansatz und dem Potenzial von Anlagen im Gesundheitswesen zu überzeugen. Zu diesem Zweck wurde Open Up engagiert.

Der Auftrag umfasst die Steuerung der Kommunikationsaktivitäten in Deutschland, Grossbritannien und der Schweiz. Während die Umsetzung der Medienarbeit ausserhalb der Schweiz durch Partneragenturen erfolgt, ist die Zürcher Agentur für die Öffentlichkeitsarbeit in der Schweiz verantwortlich. Dabei geht es unter anderem um die mediale Begleitung von Roadshows und die Besetzung des Themas über Interviews und Fachbeiträge. Zusätzlich zur Medienarbeit lanciert Sectoral Asset Management eine internationale Werbekampagne, die von der Schweizer Werbeagentur Blue Spirit entwickelt und umgesetzt wird. Diese startet im März 2015.

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Wirz Wietlisbach Dialog raucht künftig Winston

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Einen interessanten Etatgewinn kann dieser Tage Wirz Wietlisbach Dialog vermelden. Mit Winston von Japan Tobacco International (JTI) wirbt das Unternehmen künftig für eine Zigarettenmarke, die schweizweit zu den Top-Brands in diesem Markt gehört.

Die Zusammenarbeit ist das Ergebnis eines einstufigen Pitches, den die Dialogexperten von der Uetlibergstrasse bereits im letzten Jahr für sich entscheiden konnten. Dass man bei Wirz Wietlisbach Dialog erst jetzt den New-Bussiness-Erfolg vermeldet, hängt damit zusammen, dass man seitens der Agentur erst konkrete Resultate produzieren wollte.

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Zu diesen Resultaten gehören unter anderem die Einführung für die Line-Extention «Winston Authentic» sowie die Aktivierungskampagne «Blue Lights Igloo Nights». Beiden Kampagnen gemein: Sie wurden kanalneutral erdacht und umgesetzt. Neben personalisierten Online- und Offline-Massnahmen stammen darum auch sämtliche POS-Werbemittel aus der Feder der Performance-Werber innerhalb der Wirz-Gruppe.

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Jung von Matt/PR betreut ab sofort Accor Hotels Schweiz

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Jung von Matt/Public Relations betreut ab sofort die Accor Hotellerie Schweiz mit 56 Hotels der Marken Pullman, MGallery, Novotel, Suite Novotel, Mercure, Adagio City Aparthotel, ibis, ibis Styles und ibis budget. Die Agentur setzte sich in einem mehrstufigen Verfahren gegen die Konkurrenten durch. Im Scope of Work sind neben klassischen Corporate Communications auch Brand-PR und Influencer Marketing Massnahmen vorgesehen. Darüber hinaus steht das Team in sämtlichen Bereichen der Marketingkommunikation interdisziplinär beratend zur Seite.  «Mit Jung von Matt/Public Relations haben wir den kreativen und interdisziplinären Partner gefunden, der unseren Vorstellungen zeitgemässer Brand-PR entspricht», erläutert Christophe Julliard, Direktor für Verkauf, Vertrieb, Marketing und digitale Strategie bei Accor Schweiz.

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Parlament verbietet aggressive Kredit-Werbung

Aggressive Werbung für Kleinkredite wird verboten, um insbesondere Jugendliche vor Verschuldung zu schützen. So will es das Parlament. Dabei setzt es auf Selbstregulierung: Was als aggressive Werbung gilt, darf die Kreditbranche selber definieren.

Am Donnerstag hat der Ständerat die Vorlage bereinigt, diese ist nun bereit für die Schlussabstimmung. Umstritten war einzig noch gewesen, ob auch bei fahrlässigem Verstoss gegen das Verbot eine Busse fällig wird. Nun ist die kleine Kammer dem Nationalrat in diesem Punkt entgegengekommen und hat die Strafe bei Fahrlässigkeit aus der Revision des Konsumkreditgesetzes gestrichen. Die vorsätzliche Verletzung des Verbots aggressiver Werbung hingegen kann mit bis zu 100'000 Franken Busse bestraft werden.

Damit werde das Gesetz so zahnlos, dass es auch gleich abgelehnt werden könne, sagte Anita Fetz (SP/BS), die sich auch für die Bestrafung der fahrlässigen Verletzung stark gemacht hatte. Pirmin Bischof (CVP/SO) widersprach: Die Strafdrohung für Vorsatz erfasse nicht nur Absicht, sondern auch Eventualvorsatz. Ein Unternehmer, der die Verletzung des Verbots aggressiver Werbung in Kauf nehme, müsse also ebenfalls mit einer Busse rechnen. Über die Grundzüge der Vorlage waren sich die beiden Kammern schon in früheren Beratungen einig geworden. Insbesondere setzen sie auf Selbstregulierung:

Welche Werbung als aggressiv gilt, kann die Kreditbranche selbst definieren. Das Gesetz verlangt, dass sie dies in einer Vereinbarung regelt. Ein Entwurf liegt bereits vor. Gemäss diesem soll künftig beispielsweise auf das Verteilen von Kreditantragstalons auf der Strasse verzichtet werden. Kommt keine Vereinbarung zu Stande oder erachtet der Bundesrat diese als ungenügend, kann er festlegen, wann Werbung als aggressiv gilt.

Gemäss dem Gesetz soll zudem die Kreditfähigkeit nicht nur bei Zweifeln an der Richtigkeit der Angaben des Antragstellers geprüft werden. Die Kreditfirma kann neu generell Unterlagen einfordern, etwa einen Auszug aus dem Betreibungsregister oder einen Lohnnachweis. Verschärft werden auch die Regeln für Expresskredite. (SDA)

Bild: Parlamentsdienste 3003 Bern

Neuer TV-Sender in der Romandie

Die Fernsehlandschaft der Romandie bekommt am Sonntag mit Becurious TV Zuwachs. Der von der Anwältin und Produzentin Leila Delarive lancierte Sender ist über Internet und Kabelnetz zu empfangen.

Das Programm widmet sich weniger der Aktualität als vielmehr Lifestyle- und Frauenthemen. Es handle sich allerdings nicht um einen Sender nur für Frauen, sagte Mediensprecherin Mélanie Duperrex am Donnerstag zur Nachrichtenagentur SDA. Das Programm richte sich an Jedermann, aber mit einem femininem Touch. Auf dem Menü stehen ein Dutzend Sendungen zu Lifestyle sowie G- und Kulturthemen. «Wir machen keine Lokalnachrichten», sagte Duperrex. Die  Sendungen hätten zwar einen Bezug zur Aktualität, man wolle jedoch vielmehr  Hintergründe diskutieren. Auch die Chefin des Senders, Leila Delarive, wird in Zusammenarbeit mit  Chefredaktor Fred Valet in einer Talk-Show wöchentlich am Bildschirm zu sehen  sein. Beim Sendestart zählt Becurious TV rund 20 Mitarbeitende bei einem Jahresbudget von 1,5 Millionen Franken. (SDA)

Agentur am Flughafen: Kampagne für Egokiefer

Egokiefer hat die Agentur am Flughafen mit der Entwicklung einer integrierten Verkaufsförderungskampagne beauftragt. Im Zentrum der Aktion stand ein Angebot für Minergie-zertifizierte Fenster mit Dreifachverglasung ohne Aufpreis.

Dies wird mit Plakaten, Inseraten, Webbannern sowie Direct-Mailings bei Hausbesitzern und Hausbauern beworben – mit Einbindung von EgoKiefer Fachbetriebspartnern. Die eigens konzipierte Microsite Egokiefer.ch/klimaschutz zeigt den Interessenten mit dem implementierten Energiesparrechner gleich auf, wie viel Energie und Geld sich mit Minergie-Fenstern von Egokiefer sparen lässt.

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Verantwortlich bei Egokiefer, Altstätten: Michel Duff (Leiter Marketing Services Schweiz); Lidija Radovanovic (Kampagnen und Digitale Medien); Jeanina Bereuter (Dokumentationen), Severine Schläpfer (Messen & Events). Verantwortlich bei Agentur am Flughafen, Altenrhein: René Eugstair (Creative Direction); Dominique Rutishauser (Art Direction); Valeria Hörler (Grafik); Miriam Egli (Text/Beratung); Michael Jäger, Jäger & Gejagte GmbH (Programmierung).
 

3,2 Millionen Schweizer in sozialen Netzwerken

58 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen Social Media wie Blogs, soziale Netzwerke oder Twitter. Dies zeigt erstmals die aktuelle Ausgabe der Internetstudie NET-Metrix Base.

Bloggen, sharen, twittern, liken

88 von 100 Schweizerinnen und Schweizern sind regelmässig im Internet unterwegs; drei Viertel davon zählen sich gar zu den Heavy-Usern und sind mindestens täglich online. Man informiert sich über aktuelle Ereignisse, checkt seine E-Mails, schaut Videos, kauft ein, bucht eine Reise, beteiligt sich an Online-Spielen, sucht eine Wohnung oder einen Job und tauscht sich auf Social-Media-Plattformen aus. Dazu zählen nicht nur Facebook und Twitter – sondern alle Sites, auf denen Nutzer sich untereinander austauschen, gemeinsam etwas erstellen oder Bookmarks, Videos oder Fotos teilen. In der Schweiz wird besonders fleissig geblogged, geshared, getwittert und geliked. Am beliebtesten sind Wikis und soziale Netzwerke. Je 56 Prozent oder 3,2 Millionen Onliner nutzen diese Angebote regelmässig.

Social-Media-Heavy-User

In der täglichen Nutzung haben laut der halbjährlich aktualisierten Studie NET-Metrix-Base die sozialen Netzwerke die Nase ganz klar vorne: Mehr als die Hälfte der Social-Media-User sind quasi jeden Tag auf Facebook, LinkedIn und Co. anzutreffen. Media Sharing – der Austausch von Videos, Fotos, Musik (zum Beispiel Youtube, Flickr, Picasa, Last.fm) – wird noch von 15 Prozent in diesem Ausmass betrieben. Dagegen sind gerade 250‘000 Twitterinnen und Twitterer täglich auf dem Mikroblog aktiv.

Digital Natives sind Social-Media-User

Der mit dieser Publikation der Studie Net-Metrix-Base um das Thema «Social Media» erweiterte Datensatz ermöglicht auch die detaillierte Analyse der Social-Media-Nutzung verschiedenster Zielgruppen. So wird beispielsweise deutlich, dass die Jüngeren sehr viel häufiger auf Social Media Plattformen zugreifen als die älteren User. Während in der Gruppe der 14- bis 35-Jährigen fast 90 Prozent Social Media nutzen, sind es bei den 36- bis 54-Jährigen noch rund 65 Prozent und bei den über 55-Jährigen zwei Fünftel. Die beliebteste Form von Social Media sind auch bei der jüngsten Altersgruppe soziale Netzwerke, dicht gefolgt von Wikis. Auf dem guten dritten Platz befindet sich Media Sharing. Während fast jeder Fünfte in dieser Altersgruppe auf Mikroblogs/Twitter unterwegs ist, ist es bei den Silver Surfern (55+) nur jeder Zwanzigste.

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Glaswerk ist neues ASW-Mitglied

Die Full-Service-Agentur Glaswerk überzeugt die Allianz Schweizer Werbeagenturen (ASW) durch erfolgsbringende Qualitätsstandards und stetige fachliche Weiterentwicklung.

Der Branchenverband ASW hat die inhabergeführte Agentur glaswerk als neues Aktivmitglied aufgenommen. In der von Experten durchgeführten Aufnahmeprüfung konnte die Agentur in allen Bereichen der fachlichen und menschlichen Qualifikationen ihre umfassenden Kompetenzen erfolgreich nachweisen. Glaswerk wurde 2010 in Baden als Agentur für Strategie, Design und Kommunikation gegründet. Mittlerweile ist das Team um Inhaber Tobias Gläser auf sieben feste Mitarbeitende gewachsen und betreut namhafte Kunden aus diversen Branchen, wie beispielsweise Brother Schweiz, Swissport Zürich, Protektor Profil, BSW Security, Entlastungsdienst Schweiz sowie viele weitere Etats.

Zu guter Letzt: European Grilled Cheese

Ein Raclette-Video verbreitet sich in den USA plötzlich viral. Ein österreichisches Raclette-Video, wohlgemerkt. Das Walliser-Herz blutet.

2007 beschloss das Bundesgericht, «Raclette» sei kein geschützter Walliser-Begriff. Grund für den Entscheid: Der Name wird erst seit den 1970er-Jahren explizit für den Käse verwendet, zuvor stand er im Wallis nur für Gerichte mit geschmolzenem Käse. Das freute nicht nur die Käser der restlichen Schweiz, sondern auch die ausländischen Käse-Produzenten, die ihre rund 1500 Tonnen pro Jahr weiterhin ungestört in der Schweiz absetzen konnten.

So zum Beispiel das österreichische Unternehmen Berglandmilch, das in der Steiermark das «Schärdinger Raclette» produziert. Ohne schlechtes Gewissen, wie 2003 der damalige Marketingchef der NZZ verriet. Das «Raclettieren» sei in Österreich enorm beliebt, mit der Schweiz verbinde man die Speise eigentlich kaum. «Raclette ist einfach ein fetter Halbhartkäse aus dem Alpenraum.»

«Fetter Halbhartkäse aus dem Alpenraum» – so uncharmant wurde selten über eine unserer herzallerliebsten Nationalspeisen gesprochen. Bis jetzt: Der reichweitenstarke amerikanische Viral-Video-Blog Viralviralvideos.com titelt nun «European Grilled Cheese» und beschreibt ein Video, das einen handelsüblichen Raclette-Ofen zeigt, wie er schweizerischer nicht sein könnte. Mit Schärdinger Raclette eingespannt. Und Rotwein. Selber fetter Halbhartkäse aus dem Alpenraum!
 

https://www.youtube.com/watch?v=5uIEMA88_MQ

Das Video wurde bereits 2013 hochgeladen, 2015 auf Reddit.com gepostet und verbreitet sich nun in Windeseile, da die Amerikaner hin- und weg sind von der Zubereitungsart ihres Grilled Cheese Sandwiches (bei uns auch bekannt unter dem Namen «Käseschnitte»). «In Europe, they have a different way of making a cheesy sandwich snack»… «Using a special machine, European dairy company Schärdinger demonstrates how they melt up some of their Schärdinger Raclette cheese right off the block».

In kurzer Zeit hat das Video über 105'000 begeisterte Zuschauer mobilisert. Zum Vergleich: Schäringers Video «Weichkäse Stangerl im Blätterteigmantel» hat nach fast einem Jahr gerade mal 7100 Betrachter an die Bildschirme gelockt. Übrigens eine alte Schweizer Tradition, diese Weichkäse Stangerl.

Fazit: Dem Rest der Welt scheint die tiefe eidgenössische Verbundenheit zum Raclette gänzlich unbekannt zu sein – flippt aber schon aus, wenn man einen Raceletteofen auf den Tisch stellt. Vielleicht ein verfolgenswerter Ansatz für Schweiz Tourismus. (hae)
 

Werbedruck startet verhalten ins neue Jahr

Im ersten Monat des Jahres ist der Werbedruck im Vorjahresvergleich verhalten gestartet. Während er im Gesamtmarkt konstant geblieben ist 238 (238), ist er in den Bereichen TV 653 (654), Radio 398 (400) und Internet 768 (770) etwas tiefer ausgefallen als im Vormonat.

Im Bereich Teletext hat der Werbedruck auf dem gleichen Niveau wie im Vormonat abgeschlossen 49 (49) und bei Digital out of Home hat er sich nach einem tieferen Dezember 2014 wieder gesteigert 673 (662). Die elektronischen Medien insgesamt fielen auch etwas tiefer aus 649 (651). Das zeigt die Januar-Ausgabe des Goldbach Index (Gemi) für den Werbedruck im Gesamtmarkt und den elektronischen Medien.

Gegenüber dem Vergleichsmonat 2014 hat sich der Gesamtmarkt gesteigert 649 (636), was vor allem auf die Entwicklung beim TV 653 (632) und Internet 768 (742) zurückzuführen ist. Die anderen Gattungen haben tiefer abgeschlossen: Radio 398 (423), Teletext 49 (59) und Digital out of Home 673 (692).

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«NET-Metrix liefert ein unvollständiges Bild der Online-Nutzung»

Microsoft Advertising ist zum 1. Januar aus NET-Metrix ausgestiegen. Die Werbewoche sprach mit Vanessa Marr, Geschäftsführerin Microsoft Advertising Schweiz, über die Gründe für diesen Schritt.

WW: Microsoft Advertising ist aus NET-Metrix ausgestiegen. Warum?
Vanessa Marr: Das hat zunächst technische Gründe. NET-Metrix erhebt Reichweiten auf der Basis seitenbezogener Mess-Tags. Das Einsetzen solcher lokaler Mess-Tags in globale Consumerprodukte wie Skype oder Outlook.com ist für Microsoft zunehmend unmöglich geworden. Deshalb konnten wir in den letzten 18 Monaten ausschliesslich das Portal msn.ch korrekt ausweisen, nicht aber Skype, Outlook.com oder Xbox. Da wir jedoch in der Schweiz unser Gesamtportfolio vermarkten, ist für uns eine Reichweitendarstellung nur für MSN keine ausreichende Lösung: Schliesslich werden unsere Leistungswerte unvollständig abgebildet und erlauben keinen gerechten Vergleich mit anderen lokalen Anbietern – und das war für uns immer der wichtigste Grund für die Teilnahme bei NET-Metrix. Hinzu kommt: Agenturen und Kunden kaufen und buchen verstärkt Zielgruppen bzw. Ad Impressions und damit rückt das Werbemittel in den Fokus. Diese Einschätzungen decken sich übrigens auch mit den forschungsbezogenen Forderungen, wie sie auch vom IAB Europe oder vom IAB Switzerland formuliert wurden. Reichweiten von einzelnen Websites, wie sie NET-Metrix liefert, werden damit zunehmend sekundär. Sie spielen bei der strategischen Entscheidung, welche Site es in den Medienmix schafft, eine zentrale Rolle, aber nicht im operativen Verkaufsprozess. Drittens liefert NET-Metrix ein unvollständiges Bild der gesamten Online-Nutzung, weil es sich auf bestimmte Endgeräte und auf teilnehmende Websites beschränkt.

Was müsste NET-Metrix bieten, um Microsoft wieder zurückzuholen?
Wir kommen gern an den Tisch zurück, wenn das Werbemittel im Zentrum der Forschung ist, wenn verfolgt werden kann, was im Zuge einer Kampagne wirklich ausgeliefert wurde und welche Zielgruppen wie oft erreicht werden konnten. Ausserdem sollte die Forschung unser gesamtes Angebotsportfolio abdecken. Für uns ist es kein gangbarer Weg, nur einen Teil unseres Inventars ausweisen zu können. Online hat sich massiv weiterentwickelt und dem muss auch die Forschung gerecht werden. Wir müssen weg von der Medienmarketingforschung und hin zu einer kampagnenorientierten Forschung. Nur dann kann man auch korrekte Reichweiten für eine Kampagne erheben. Wenn NET-Metrix die Möglichkeiten anbietet, die wir für unser Geschäft brauchen, sind wir sehr gerne wieder dabei.

Haben Sie einen Ersatz für die NET-Metrix-Zahlen?
Als internationales Unternehmen arbeiten wir parallel schon seit Jahren mit Comscore, einer Drittwährung, die in der Schweiz nicht offiziell als Markt- Währung akzeptiert ist. Comscore arbeitet mit User-Panels, es ist also ein Stichproben-Modell, ähnlich wie es die TV-Forschung kennt. Für grosse Angebote in der Schweiz sind die Comscore-Daten durchaus repräsentativ und den Daten von NETMetrix erstaunlich ähnlich. Diese Daten werden wir nun in der Kundenkommunikation einsetzen. Wir bedauern, dass wir nicht mehr direkt im Markt vergleichbar sind. Mediaagenturen und Publisher nutzen Comscore nicht oder nur rudimentär. Also stellen wir uns selber anhand der Daten dar und geben die Reports an unsere Kunden weiter. Andere internationale Online-Vermarkter handhaben dies übrigens genauso.

Wenn die Daten von NET-Metrix und Comscore vergleichbar sind, haben die Systeme dann nicht die gleichen Stärken, aber auch die gleichen Schwächen?
Ja, Comscore ist kein Ersatz für NET-Metrix. Comscore ist zum einen nicht die lokal akzeptierte Währung und bietet zum anderen noch keine kampagnenorientierte Messlösung – zumindest in der Schweiz. Comscore liefert allerdings eine User-zentrierte Messung. Dies hilft der vollständigen Darstellung unseres Portfolios und hat den grossen Vorteil, dass wir Google, Facebook usw. abgebildet sehen, was ein vollständigeres Bild ergibt. Die Schweiz braucht aber dennoch eine neue Lösung und NET-Metrix wäre prädestiniert dafür, diese anzubieten.

Wie wirkt sich der Ausstieg bei NET-Metrix auf Ihr Geschäft aus?
Bei einigen Kunden haben wir bereits auf unseren Ausstieg hingewiesen, einige haben uns auch schon darauf angesprochen, warum wir seit einiger Zeit nicht mehr beim NET-Metrix-Audit auftauchen. Da wir unsere Gründe aber genau erklären können, trifft unser Schritt auf Verständnis. Ausserdem kennt man unsere Reichweite und die wird sich auch nicht von einem Monat auf den anderen dramatisch verändern. Wer spezielle Zahlen auch zu den User- Profilen haben möchte, den können wir mit Comscore- Daten bedienen. Da NET-Metrix, wie erwähnt eine sekundäre Rolle in der Planung einnimmt, wird es nicht zwingend vermisst.

Aber wenn weder Sie noch Ihre Kunden NET-Metrix vermissen und es mit Comscore gut funktioniert, wieso sollten Sie dann zurückkehren?
Wenn NET-Metrix den Switch auf werbemittelzentrierte Forschung macht, eine Grundlage für Planung und Buchung bildet und ähnlich wie in TV und Print für die Ausweisung einer Kampagne eine Rolle spielt, wird es wieder sehr relevant. Denn nur mit NET-Metrix sind wir in der Schweiz vergleichbar und bleiben transparent. Wir haben nicht vor, einen Extrazug zu fahren. Wir möchten aber unser ganzes Angebot korrekt abbilden können und damit vergleichbar sein.

Welche Bedeutung hat der Standort Schweiz für Microsoft Advertising?
Eine hohe. Wir haben den Markt Schweiz jüngst im Programmatic Advertising ausgebaut, sind aktiv bei der IAB und wollen auch lokal ein relevanter Player sein. Wir haben zwar internationale Produkte, diese sind in der Schweiz aber sehr beliebt und gefragt und werden stark genutzt. Skype und Xbox gehören zur Ausrüstung von Herrn und Frau Schweizer. Und MSN haben wir mit schweizerischen Inhalten letzten Herbst erfolgreich neu gelauncht.

Was darf der Schweizer Markt in diesem Jahr von Microsoft Advertising erwarten?
Dass wir uns aktiv um den Dialog mit unseren Kunden bemühen – schliesslich können wir derzeit keine beglaubigten Reichweiten ausweisen. Das hat auch seine Vorteile, denn dann argumentieren wir über andere Qualitäten: Was macht uns anders als andere Anbieter? Microsoft hat eine technologische DNA, was sehr viel Dynamik erzeugt. Und von dieser Dynamik profitiert auch unser Werbekunde: Er kann Werbemittel auf allen drei Screens ausspielen, wenn er möchte. Oder kann entscheiden, welche Audience er gezielt ansprechen will. Er kann Umsetzungen wählen, die ihn von der Masse abheben, zum Beispiel mit Werbung bei Skype oder X-Box – Stichwort Branding. Wir machen Werbung, die auffällt, aber unsere User nicht stört.

Interview: Anne-Friederike Heinrich  

Vanessa Marr (39) ist seit November 2014 Country-Managerin von Microsoft Advertising Schweiz (Werbewoche.ch berichtete). Sie verantwortet die strategische und operative Führung und Weiterentwicklung des weltweit agierenden Vermarkters von digitalen Werbeflächen in der Schweiz. Marr hat über 12 Jahre Erfahrung in der Marketing- und Kommunikationsbranche. Vor ihrem Wechsel zu Microsoft 2009 war sie bei Goldbach Audience für die Markt-und-Media- Forschung und Kommunikation verantwortlich. Ausserdem arbeitete sie in der Forschungsabteilung der SRG SSR. Microsoft Advertising vermarktet sämtliche Werbeflächen des Microsoftportfolios: das Portal MSN, Skype, Outlook, Xbox, Bing sowie die Performance-Netzwerke und Inhalte auf mobilen Endgeräten. 
 

Nachgefragt

Die Werbewoche hat Dr. Rolf Schmitz, CEO von NET-Metrix, um eine Stellungnahme zum Thema gebeten. Seine Antwort: «Unser Messmodell setzt eine starke Interaktion mit dem jeweiligen Kunden voraus, um eine für alle Kunden einheitliche Messlogik nach den Vorgaben des Schweizer Marktes zu implementieren. Internationale Grosskonzerne sind aufgrund ihrer Angebots- und Firmenstrukturen teilweise daran interessiert, über alle Ländermärkte einheitliche, stark synergetische Modelle einzusetzen. Spezifische Lösungen für einzelne Ländermärkte sind dann leider nicht oder nur mit unverhältnismässig hohem Aufwand implementierbar. Selbstredend werden wir weiter in Kontakt mit Microsoft Schweiz bleiben und hoffen, hier in der Zukunft wieder ausreichend Berührungspunkte für eine Fortsetzung der Partnerschaft zu haben.» afh

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Gegen Hunger ist ein Kraut gewachsen

Matter Gretener Lesch hat für das Hilfswerk Swissaid eine Spendenkampagne entwickelt, die sich für Biolandbau in der Dritten Welt stark macht.

Mit Bioprodukten kann man sich nicht nur ausgewogen ernähren: Mehrere Studien von UN-Organisationen belegen, dass intelligenter Biolandbau den Hunger in der Dritten Welt bekämpft. Denn dank dem Umstieg auf Biolandwirtschaft erhöht sich die Bodenfruchtbarkeit. Gleichzeitig entstehen so Überschüsse, die verkauft werden können.

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Seit Jahren vermittelt das Hilfswerk Swissaid in vielen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas das notwendige Know-how für den erfolgreichen Biolandbau. Was damit bewirkt wird, zeigt das Beispiel von Bäuerinnen und Bauern an der Pazifikküste Kolumbiens. Die Umstellung auf Biolandbau gibt den Menschen im Dorf Bahía Solano die Möglichkeit, sich ausgewogen zu ernähren und erst noch ein kleines Einkommen zu erwirtschaften.

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Matter Gretener Lesch hat für die aktuelle Spendenkampagne von Swissaid eine Fülle von Kommunikationsmassnahmen entwickelt: von Direktmarketing bis Plakaten, von Kleinanzeigen bis Interstitials.

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Verantwortlich bei Swissaid: Jon Andrea Florin (Leiter Information und Fundraising), Pia Wildberger (Magazin und Website). Verantwortlich bei Matter Gretener Lesch: Daniel Matter (Creative Direction), Dominik Imseng (Text), Caroline Jordan (Art Direction), Laura Haas (Grafik), Marcus Gretener, Ulrich Stauffacher (Beratung); Fotografie: Cyrill Matter.
 

Jury für den Goldbach Crossmedia Award 2015 steht

Auch dieses Jahr werden Vertreterinnen und Vertreter wichtiger Werbeauftraggeber sowie Persönlichkeiten aus der Medien- und Werbebranche gemeinsam darüber beraten, welche Werbekampagnen crossmediale Inhalte auf innovativste Art und Weise vernetzen.

Jetzt wurde bestimmt, wer dieser Jury angehören wird. Am 11. Juni 2015 werden die Gewinner im Rahmen der Goldbach Award Night bekannt gegeben und im Komplex 457 in Zürich gefeiert. Informationen zum Registrierungsprozess folgen in den nächsten Wochen.

14 unabhängige Spezialisten aus unterschiedlichen Berufsfeldern bilden die Fachjury. Sie werden die eingereichten Kampagnen in einem zweistufigen Prozess beurteilen. Zusätzlich zum Crossmedia Award hat die Jury die Möglichkeit Spezialpreise, sogenannte Trendsetter Honours, zu verleihen. Hier stehen Kampagnen im Focus, welche die crossmedialen Teilbereiche Mobile, Video oder Social Media innovativ vernetzen. Der Crossmedia Award ist mit 10'000 Franken dotiert und zählt auch in seiner elften Ausgabe für das jährliche Kreativ-Ranking der «Werbewoche». Wie in den Vorjahren werden neben Gold auch Silber- und Bronzepreise vergeben.

Die Werbewoche ist Medienpartner des Goldbach Crossmedia Awards.

Auch im 2015 wird die Jury des Goldbach Crossmedia Awards präsidiert von:

Marco Taborelli (Marco Taborelli Consulting)

Die weiteren Mitglieder der Fachjury 2015 sind:

Peter Felser; Serviceplan Suisse
Markus Gut; Y&R Group Switzerland
Roman Hirsbrunner; Jung von Matt/Limmat
Raymond Immoos; AXA Winterthur
Curdin Janett; Publicis Communications Schweiz
Stephan Küng; TWmedia
Roger Oberholzer; Notch Interactive
Maurizio Rugghia; Serranetga
Dierk Schehrer; Helsana Versicherungen
Cyrill Schneider; Goldbach Interactive
Andreas Schrag; Scout24
Rolf Suter; Mediakanzlei
Thomas Städeli; Wirz
 

Axel Springer: Gewinnsprung dank Kleinanzeigen

Das boomende Geschäft mit Kleinanzeigen hat dem Medienkonzern Axel Springer 2014 spürbar mehr Umsatz und Gewinn beschert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um 11,6 Prozent auf 507 Millionen Euro.

Dies teilte der Herausgeber von Bild und Welt am Mittwoch mit. Geplant war ein Plus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Beim Umsatz gab es einen Anstieg um 8,4 Prozent auf 3,04 Milliarden Euro. Angepeilt war ein Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich. «Im laufenden Jahr werden wir weiter konsequent in die digitale Expansion investieren», kündigte Konzernchef Mathias Döpfner an. Grösster Wachstumstreiber war das Geschäft mit Kleinanzeigen im Internet wie Immobilien-, Job- und Autoportale. Das Ergebnis in diesen sogenannten Rubriken kletterte binnen Jahresfrist um 35,2 Prozent auf 221 Millionen Euro und steuerte damit rund 44 Prozent des gesamten Konzerngewinns bei.

Rubrikengeschäft als Trumpf

Axel Springer verlagert sein Geschäft zunehmend ins Internet und baut mit Hilfe von Zukäufen vor allem Bereiche abseits des klassischen Journalismus' aus. Hier fallen vergleichsweise weniger Personal- und Vertriebskosten an. Deshalb setzt Springer stark auf das hochprofitable Rubrikengeschäft. Das gesamte Digitalgeschäft steuerte 2014 gut die Hälfte zum Umsatz bei und jeweils rund drei Viertel zu den Werbeerlösen und zum Gewinn. Der Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtumsatz stieg auf 43 Prozent. Für 2015 erwartet der Medienkonzern konzernweit ein Umsatzplus im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Gewinn werde im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Das grösste Projekt für dieses Jahr ist die Umwandlung der Axel Springer SE in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Dies soll die Kontrolle der Familie Springer sichern und zugleich den Zugriff auf externes Kapital für grössere Investitionen ermöglichen. Zudem will der Konzern seine hochprofitable Sparte mit den Rubriken wieder zu 100 Prozent kontrollieren.

Joint Venture in der Schweiz

In der Schweiz will Axel Springer wie Mitte Dezember mitgeteilt wurde, das Zeitschriftengeschäft mit dem Zürcher Medienunternehmen Ringier zusammenlegen. Dafür planen die beiden Konzerne die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, das aber noch von der Wettbewerbskommission gebilligt werden muss. Zum Portfolio von Axel Springer Schweiz gehören unter anderem Der Beobachter, Tele, Bilanz und Handelszeitung  sowie diverse Online-Plattformen. (SDA)
 

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