Swissqual: Schweizer Identität im globalem Markt

Sichtfeld und Texpertise haben für Swissqual Corporate Design und Corporate Image neu erarbeitet und dabei die Wahrung der Schweizer Identität im globalen Markt ins Zentrum gestellt.

Wenn ein Schweizer Unternehmen in einem globalen Markt seine Swissness unterstreichen will, muss es sein gesamtheitliches Erscheinungsbild und seine Kommunikationsmassnahmen entsprechend ausrichten. Genau diese Herausforderung haben die Schweizer Agenturen Sichtfeld (Solothurn) und Texpertise (Bern) für Swissqual gemeistert: Das neue Corporate Design und Corporate Image betonen die Eigenständigkeit und die Unternehmensgrundsätze Expertise, Kundenfokus und Swiss Engineering & Design.

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Swissqual wurde 2012 von dem deutschen Familienunternehmen Rohde & Schwarz übernommen. Als langjähriger Spezialist und Key-Player im Benchmarking und Testing von Mobilfunknetzanbietern war es für das Unternehmen wichtig, trotz Übernahme, seine Eigenständigkeit und Swissness zu wahren und sich weiterhin als Schweizer Hightech-Firma in einem globalen Nischenmarkt der Telekommunikation zu positionieren. Diese Aufgabe erfüllte Sichtfeld und Texpertise zusammen mit der Marketing Abteilung von Swissqual.

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Global lokal

Das interdisziplinäre Team aus Design, Videoproduktion sowie Konzeption und Kommunikation richtete seinen Fokus auf Swissness und globale Lokalität, um hervorzuheben, dass Swissqual seine Produkte lokal entwickelt, aber international vertreibt. Für die Foto-Shoots wurden architektonisch passende Standorte ausgewählt, zum Beispiel das Westside in Bern, die das funktionale und moderne Design von Swissqual-Produkten gezielt spiegeln.

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Der neue Webauftritt ist auf den schnelllebigen Markt der Mobilfunktelefonie ausgerichtet. Zur Webseite sagt David Oreiro, Geschäftsführer und Creative Director bei Sichtfeld: «Wir bauten die Seite bewusst modular und flexibel auf und sichern so die langfristige Weiterentwicklung und rasche Anpassungen an neue Marktbedingungen.»

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Verantwortlich bei Sichtfeld: David Oreiro (Geschäftsführer und Creative Director). Verantwortlich bei Texpertise: Stéphanie Giovannini (englisch- und deutschsprachige Kommunikationsspezialistin). Verantwortlich bei SwissQual: Guido Grolimund (Marketing Manager) und Massimiliano Mannelli (Head of Marketing und Portfolio Strategy).

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Kuoni-Kunden kreieren Ferienmottos

Im Rahmen einer umfassenden Marketingkampagne bot Kuoni Schweiz dem Publikum die Möglichkeit, Werbeslogans zu texten. Dem Aufruf folgten über 21‘000 Personen: Getreu dem Kampagnenslogan «Tschüss Grau, hallo Wow» entwickelten sie ihre eigenen Vorschläge.

Damit nahmen sie automatisch am Wettbewerb für fünf Reisegutscheine im Wert von je 1000 Franken teil. Kuoni Schweiz und die Pendlerzeitung 20 Minuten haben nun die besten Kreationen ausgezeichnet.

Die Top 5 der Ferienslogans der Wettbewerbsteilnehmenden:

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Im Januar 2015 lancierte Kuoni Schweiz eine landesweite Kampagne mit dem Leitsatz «Tschüss Grau, hallo Wow». Mit sprachlicher Leichtigkeit und Sehnsuchtsbildern positioniert sich die Marke Kuoni dadurch für alle Kunden zugänglich und universell. Dem Publikum bot sich die Möglichkeit, auf Grundlage des Kampagnenslogans eigene Ferienmottos zu texten. Das jeweils zweite Wort konnte dabei durch eine eigene Kreation ersetzt werden, die Worte «Tschüss» und «Hallo» waren vorgegeben.

Aus sämtlichen eingereichten Vorschlägen zeichneten eine Fachjury und die 20 Minuten Leser die besten Slogans aus. Die Jury bestand aus Marketingfachleuten sowie Redaktoren und bestimmte in einem ersten Schritt die 15 besten Texte. In einem zweiten Schritt erkoren die Leser von 20 Minuten daraus ihre Top 5. Die auserwählten Gewinner erhalten je einen Reisegutschein im Wert von 1000 Framlem. Zudem wird ihr Ferienmotto auf 20 Minuten Online abgebildet und erreicht ein breites Publikum.

«Die Reaktionen auf die Kampagne haben unsere Erwartungen übertroffen. Wir haben über 21'000 kreative und humorvolle Ferienmottos von den Teilnehmenden erhalten», freut sich Claudia Herkert, Head of Marketing bei Kuoni Schweiz. Als Leitmedium der Kampagne dienten Plakate, begleitet von Print und Online-Inseraten, Werbemitteln in Reisbüros, Social Media, einer separaten Webseite sowie E-Mail-Newsletters. Der Wettbewerb ist ein Bestandteil der gesamten Kampagne «Tschüss grau» und wurde in Zusammenarbeit von Kuoni und Serranetga konzipiert.

Neue PR-Agentur in Zürich: Publicist

In Zürich geht mit Publicist PR & Communications eine neue PR-Agentur an den Start. Kernkompetenz der Agentur ist die integrierte KMU-Kommunikation und eine starke Vernetzung in die Romandie.

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Publicist ist gesamtschweizerisch tätig und deckt von der strategischen Beratung über Digital PR bis hin zur klassischen Medienarbeit, Textarbeiten und Coaching eine breite Palette von Kommunikationsbedürfnissen ab.

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Gründer von Publicist PR & Communications ist Harry H. Meier. Nach mehr als 15 Jahren in der Kommunikation auf Kundenseite kennt er die Bedürfnisse anspruchsvoller Auftraggeber. Meier, der beim Genfer Luxusuhrenhersteller Patek Philippe seine ersten Schritte in der Kommunikation unternommen hat, war unter anderem verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Automobilmarken Audi und Seat sowie zuletzt der Allianz Suisse. Für Audi war er zudem als Pressesprecher Produkt und Technologie in Deutschland tätig.

«Ich werde oft gefragt, wo ich die Chancen für meine Agentur sehe», sagt Meier und gibt gleich die Antwort: «Ich bin sehr gut in die Romandie vernetzt und pendle oft zwischen Zürich, Lausanne und Genf hin und her. Schweizweit tätig sein ist für mich daher keine Worthülse, sondern gelebte Realität. Davon profitieren in aller erster Linie meine Kunden.» Publicist PR & Communications verfügt laut Mitteilung über ein breites Partner-Netzwerk. Damit ist die Agentur in der Lage, für sämtliche Kommunikationsbedürfnisse die entsprechenden Lösungen anzubieten.

Bleibt eigentlich nur noch eine Frage: Erinnert der Name in Schrift und Ton (je nach Sprache) nicht zu sehr an die Zürcher Werbeagentur Publicis? Auf Anfrage von Werbewoche.ch erklärt Meier, sich der Problematik «durchaus bewusst» zu sein. Er schätze die Verwechslungsgefahr aber als «relativ gering» ein, zumal er sich mit PR in in einem anderen Geschäftsfeld bewege. Zudem unterscheide sich auch das Logo deutlich. Ganz sicher ist er aber noch nicht: «Vielleicht kommt es zum Schluss dann aber ganz anders, was ich nicht hoffe….». Wir bleiben dran. (pd/hae)

Zu guter Letzt: IS das geschmacklos?

Eine Persiflage auf den diesjährigen Superbowl-Werbespot von Toyota nimmt eine unerwartete Wendung, sorgt für eine weitere Humor-Debatte – und verbreitet sich in rasantem Tempo.

Eine Szene, wie wir sie zu (zumindest gefühlt) hunderten aus Hollywood-Filmen kennen: Vater bringt das Töchterchen zum Flughafen und entlässt sie nicht nur auf die erste eigene Europa-Reise oder ins weit entfernte College, sondern ins Erwachsenenleben. Loslassen heisst die Devise. Letzte gute Ratschläge, ein paar Tränen vergiessen, anrufen nicht vergessen, tapfer sein… und tschüss.

Eine Thematik, die Toyota für den diesjährigen Superbowl-Spot emotional, patriotisch und mit überraschender Wendung inszeniert hat…

https://www.youtube.com/watch?v=Un6uP6cykgo

…und die nun von der amerikanischen Kult-Show «Saturday Night Live» mit dem Schauspieler Taran Killam und «50 Shades of Grey»-Star Dakota Johnson bitterböse persifliert wird.

«ISIS – We'll take it from here Dad» («Ab jetzt übernehmen wir, Dad») heisst es im vermeintlichen Werbespot für die Terror-Organisation Islamischer Staat. Die Bitte, auf Töchterchen gut aufzupassen, beantwortet der Terrorist mit einem fürsorglichen «Death to Amercia».

Toyota dürfte sich über die Version, die sich mit über 620'000 Klicks in 24 Stunden rasant schneller verbreitet als das Original, wenig freuen: Auf den meisten Bildern der Greuel-Organisation sind Toyota-Pick-Ups zu sehen – PR, auf die der Autohersteller zur Ausnahme wohl nur zu gerne verzichten würde. Toyota hat aus diesem Grund bewusst den Schriftzug auf der Ladefläche seines Modells Hilux massiv verkleinert. Der Hilux gilt als einer der robustesten Pickups überhaupt und wird deshalb rund um den Erdball gefahren. Auch von Menschen, mit denen man eigentlich nicht in Verbindung gebracht werden möchte, die aber trotzdem dauernd in den Medien gezeigt werden.

Im Netz hat der Clip bereits eine heftige Debatte ausgelöst und Schauspielerin Johnson einen Shitstorm gröberen Ausmasses beschert. Besonders in Amerika scheinen viele Menschen der Meinung zu sein, IS-Klamauk überschreite jede Grenze des guten Geschmacks. Dennoch: Die Mehrheit der Youtube-Zuschauer scheinen laut Bewertungsverhältnis zu finden, dass es wesentlich ungeeignetere Wege gibt, der unerträglichen Grausamkeit zu begegnen, als Humor. (hae)

Process holt IF Design Award

Die Brand Identity für die Marché Mövenpick Restaurants gewinnt einen IF Design Award 2015. Am Freitag fand die Preisverleihung in der BMW Welt in München statt.

Die Zahl der Bewerber war gross. Eine internationale Expertenjury hatte unter fast 5'000 Einreichungen aus 53 Ländern das Gütesiegel für ausgezeichnete Gestaltung zu vergeben. Process setzte sich mit ihrer Arbeit für die Marché Mövenpick Restaurants in der Kategorie Brand Identity durch. Das innovative Restaurantkonzept kombiniert die Stärken der beiden Marken Marché und Mövenpick. Mövenpick-Werte wie Genuss und Raffinesse verbinden sich in einem urbanen Ambiente mit der Natürlichkeit und Frische von Marché. Am Freitag Abend wurde den verantwortlichen Teams von Marché International und Process Zürich an der feierlichen Preisverleihung in der BMW Welt in München die Auszeichnung überreicht.

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Lob auch in Taiwan

Auch in Taiwan hat der Auftritt von Marché Mövenpick für Aufmerksamkeit gesorgt: Brain Magazine, das bekannteste Branding- und Werbemagazin des Landes, zeichnete neulich die besten Designentwicklungen aus. Marché Mövenpick schaffte es auf Platz sechs. Laut Brain Magazine wird bei Marché Mövenpick «… die Markenstrategie durch eine klare und konsistente Designsprache erfolgreich kommuniziert. Sie ist in allen Umsetzungen auf eindrückliche Weise erkennbar – von der Menükarte bis zum Verpackungskonzept.»

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Von links: Hermann Ircher, CCO of Marché International; Carolin Versteeg, Director of Marketing and Branding, Marché International; Olivia Hähnel, Brand and Marketing Manager, Marché International; Nicole Maissen, Manager Digital Marketing and Media Relations, Marché International; Sandra Scheffknecht, Brand Designer, Process; Elmar Müller, Brand Consultant, Process; Fabian Bertschinger, Member of the Executive Board and Creative Director, Process
 

Weitere Schweizer Gewinner:

Designer Kunde Produkt
SwissStarFenster SwissStarFenster Aluminiumfester AL3
Willisau Switzerland Willisau Switzerland Tisch Aliano
Willisau Switzerland Willisau Switzerland Tisch Mandas
Logitech Switzerland Logitech Switzerland iPad-Hülle AnyAngle
Pi-Design Bodum Brotkasten Bistro
Pi-Design Bodum Tasse Bistro
Kuhn Rikon Kuhn Rikon Messerserie Colori + Knife Series
Kuhn Rikon Kuhn Rikon Spritzschutz Splatter Guard
Kuhn Rikon Kuhn Rikon Gabel-Wender-Löffel-Set Tong Tools
Lifetrons Switzerland Lifetrons Switzerland DrumBass Explore Speaker
Lifetrons Switzerland Lifetrons Switzerland DrumBass XBT Speakers
Girsberger Holding Girsberger Holding Holzdrehstul G 125
Rado Watch Rado Watch HyperChrome Ceramic Touch
Büro4 IGP Sportpark Bergholz IGP Sportpark Bergholz
Corporate Identity / Signaletik
Monk Design Klever Mobility (Taiwan) Kompaktes E-Bike Klever Q25
TaufacherBenz Talsee Badmöbelprogramm Nood Beauty Desk
Neeo Neeo Smart-Home-System Neeo
Multiple S. A. Global Design Nestlé Kaffeemaschine Nescafé Dolce Gusto Oblo
Ribag Licht Ribag Licht Oviso Pendelleuchte
Plast Competence Center Ridge Tool Europe (Belgien) 3-in-1-Elektrowerkzeug RE 60
CC-Design Regionale Organisation Basel Neues Erscheinungsbild Regionale
Albatros Design Gygax Sonnensegel Sopiù Disc
MyStromer MyStromer Digital vernetztes E-Bike Stromer ST2
Recticel Beddin Recticel Bedding Liege uni 22_95 bridge
Studio KMJ Duraviat (Deutschland) Badmöbelserie Vero
X-Technology Swiss R & D X-Bionic (Italien) Laufshirt X-Bionic for Automobili
 
X-Technology Swiss R & D X-Bionic (Italien) Golf-Jacke „
X-Technology Swiss R & D X-Bionic (Italien) Bike-Jacke „
X-Technology Swiss R & D X-Bionic (Italien) Bike-Trägerhose „

Blue Spirit: Logbuch für SIX Securities Services

Sunrise: Gratis Wi-Fi für Zürcher Flughafentaxis

Taxi-Fahrgäste, die ab dem Flughafen Zürich unterwegs sind, können ab sofort während der Fahrt einen kostenlosen Internetzugang mit LTE-Geschwindigkeit nutzen. Sunrise rüstet alle Flughafentaxis mit Wi-Fi-Geräten aus.

Zusätzlich stellt Sunrise den Taxis kostenlos das Daten-Abo Take Away max zur Verfügung, wie es in einer Mitteilung heisst. Sunrise ermöglicht so den Gästen der Flughafentaxis, dass sie an Bord mit LTE-Geschwindigkeit (4G) mobil im Internet surfen können, ohne dass ihr eigenes Datenvolumen belastet wird. Aufkleber neben der Seitentür des Wagens sowie im Innern der Fahrzeuge machen die Fahrgäste auf die neue Dienstleistung aufmerksam. Zur Nutzung der Wi-Fi-Verbindung müssen die Fahrgäste nur das im Wageninneren angegebene Passwort eintippen.

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«Gerade auf längeren Fahrten ist unseren Fahrgästen ein kostenloser und schneller Internetzugang sehr wichtig», sagt André Küttel, Geschäftsführer des Taxiunternehmens 7×7. «Wir freuen uns, dass wir unseren Kundinnen und Kunden diese Dienstleistung dank der Unterstützung durch Sunrise nun anbieten können.»

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Sunrise rüstet alle Flughafentaxis mit Wi-Fi-Geräten aus, das heisst die Fahrzeuge der beiden am Flughafen tätigen Taxiunternehmen 7×7 und 444. Timm Degenhardt, Chief Marketing Officer von Sunrise: «Wir freuen uns, dass wir den Fahrgästen der Flughafentaxis einen kostenlosen und schnellen Internetzugang zur Verfügung stellen und so gleichzeitig unsere visuelle Präsenz am Flughafen Zürich erhöhen können.»
 

AZ Medien: Veronika Novak wird neue Leiterin HRM

Veronika Novak übernimmt die Leitung HRM der AZ Medien per 1. August 2015 und berichtet in dieser Funktion direkt an Axel Wüstmann, CEO AZ Medien.

Veronika Novak, Stellvertretende Leiterin Human Resources Ringier Schweiz, ist seit knapp 13 Jahren bei Ringier tätig und führt das Team der HR Manager. Sie hat bei Ringier diverse Bereiche (zuletzt Zeitschriften, Publishing Media und Operations) betreut und war massgebend am Aufbau der Human Resources Dienstleistungen beteiligt. Die 51-Jährige war zuvor als Rechtsanwältin für die Kanzlei Stauffacher und Partner in Zürich sowie als Head Legal in einer Finanzberatung tätig. Sie hat Rechtswissenschaften an der Universität Zürich studiert und einen Master in Human Resources Management absolviert.

Christiane Theiss ist seit Juni 2012 Leiterin HRM AZ Medien und verlässt das Unternehmen per 1. Juli 2015. Sie konzentriert sich in den folgenden Monaten auf die Fertigstellung Ihrer Promotion.

Neue Geschäftsleitung für den Boten der Urschweiz

Hugo Triner gibt nach 30 Jahren die operative Geschäftsleitung der Bote der Urschweiz AG ab. Ab dem 1. März wird ein von Martin Schmidig geleitetes, fünfköpfiges Gremium die Geschäftsleitung wahrnehmen.

Wie das Schwyzer Unternehmen am Samstag mitteilte, wird mit dem Wechsel in der Geschäftsleitung der letzte Schritt in der Nachfolgeregelung gemacht. Zuvor war der Bote der Urschweiz eine Kooperation mit der Neuen Luzerner Zeitung eingegangen, die im Gegenzug auf Ende 2013 die Neue Schwyzer Zeitung einstellte. Zudem wurde die Triner Medien Stiftung gegründet, deren Ziel es ist, ein unabhängiges Medienhaus in der Region Schwyz zu erhalten.

Neben Verlagsleiter Martin Schmidig nehmen Chefredaktor Jürg Auf der Mauer, Finanz- und Personalchef Roman Betschart, Redaktionsleiter Christoph Clavadetscher und Anzeigenleiter Christof Steiner in der Geschäftsleitung Einsitz.

Hugo Triner wird mit dem Unternehmen verbunden bleiben. Er bleibt Verwaltungsratspräsident des Zeitungsverlages und der Druckerei und Präsident der Triner Medien Stiftung. 

APG steigert Umsatz und Gewinn

Die Aussenwerbegruppe APG SGA blickt nach schwierigen Jahren auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurück. Umsatz und Gewinn legten zu. Die Aktionäre profitieren vom guten Geschäftsgang in Form von stark erhöhten Dividenden.

Im Stammmarkt Schweiz lagen die Erlöse im ersten Semester zwar noch unter dem Vorjahresniveau. Das zweite Halbjahr habe aber eine erfreuliche Wende gebracht, teilte das Unternehmen am Freitag mit. So stieg der Umsatz in der Schweiz 2014 um 3,2 Prozent auf 298,4 Millionen Franken. Damit liege APG/SGA deutlich über dem Wachstum des Gesamtwerbemarkts von 1,4 Prozent, heisst es in der Mitteilung.

Das Auslandgeschäft hat APG/SGA nach verlustreichen Expansionsversuchen stark zurückgefahren, inzwischen ist das Unternehmen nur noch in Serbien aktiv. Dort legte der Umsatz in Lokalwährungen um 10,6 Prozent auf umgerechnet 12,7 Millionen Franken zu. Insgesamt liegt der Auslandumsatz nach dem Marktaustritt aus Rumänien aber um 16,3 Prozent unter Vorjahr.

Extrem erfreulich sei 2014 das Geschäft mit Mega-Postern gelaufen, sagten die Verantwortlichen am Freitag vor den Medien. Weiter hoch auf der Prioritätenliste stand und steht die Ausweitung des digitalen Werbeangebots. Ein wichtiger Schritt dabei sei die Einführung erster animierter City ePanels gegen Jahresende in Winterthur gewesen. Den Bruttoumsatz von APG mit digitalen Werbeträgern beziffert Konzernchef Markus Ehrle auf mehr als 20 Millionen Franken.

Höhere Dividende

Die Betriebs- und Verwaltungskosten konnte APG/SGA um 5,7 Prozent drücken. Dazu trugen Synergien mit den vollständig übernommenen Firmen Impacta und Ecofer bei, welche auf Bahnwerbung spezialisiert sind.

Hinzu kamen aber auch eine Nachzahlung aus dem Verkauf einer Liegenschaft in Neuenburg und eine gütliche Einigung über eine Put-Option bezüglich der Auslandaktivitäten. So erhöhte sich der Reingewinn um 8,4 Prozent auf 51,7 Millionen Franken. Die Dividende soll markant von zwölf Franken im Vorjahr auf 22 Franken pro Aktie erhöht werden. Der Kurs der APG/SGA-Aktien legte nach der Publikation der Jahreszahlen deutlich zu. Bei Börsenschluss notierte die Aktie 11,7 Prozent im Plus.

Von Wahlen profitieren

Die Zukunftsaussichten des Mediums Plakat sieht APG/SGA weiterhin sehr positiv. Angesichts von Währungsturbulenzen und damit verbunden konjunkturellen Einflüssen verzichtet APG/SGA aber auf eine konkrete Prognose für das laufende Jahr. Die Gesellschaft sei gut ins 2015 gestartet, sagte APG/SGA-Chef Ehrle vor den Medien lediglich.

Eine positive Entwicklung verspricht sich APG/SGA auch von den nationalen Wahlen im Herbst. Allerdings hätten auch 2014 verschiedene Wahlen und Abstimmungen stattgefunden, weshalb der Effekt nicht überschätzt werden dürfe, relativierte Ehrle.

Ehrle erwartet zudem für 2015 wieder stark schwankende und kurzfristige Buchungen. Bereits 2014 habe die Buchungszahl von Monat zu Monat stark variiert, sagte der Konzernchef. Die Bandbreite habe dabei von einem Umsatzrückgang von über zehn Prozent im Februar zu einem Plus von über 20 Prozent in den Sommermonaten gereicht.

 

Kurt Imhof ist tot

Der Zürcher Soziologieprofessor Kurt Imhof ist am Sonntagmorgen 59-jährig in Zürich gestorben. Er erlag im Zürcher Unispital einem Krebsleiden. Er galt als Kämpfer für die Qualität der Medien und streitbarer Zeitgenosse.

Im Oktober noch präsentierte er das fünfte Jahrbuch Qualität der Medien, das er ins Leben gerufen hatte, und kam zum Schluss, dass die Qualität der Schweizer Medien weiter erodiert. Als Wurzel des Übels nannte er, dass die niedrige Qualität belohnt werde und warnte davor, dass die informierte Demokratie auf dem Spiel stehe.

«Wir verlieren nicht nur einen kritischen und hervorragenden Forscher und Wissenschaftler, sondern auch einen Freund, der manchen von uns mehr als ein halbes Leben lang begleitet und gefördert hat», sagte Mark Eisenegger, Co-Institutsleiter des Forschungsinstituts Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) der Universität Zürich, der Nachrichtenagentur SDA.

Keine Angst vor schwierigen Themen

Sein Tod sei ein Verlust für die Wissenschaft, aber auch für die Gesellschaft. Denn Imhof habe sich nicht gescheut, «schwierige Themen zu erforschen und mit unangenehmen Befunden mutig an die Öffentlichkeit zu gehen, damit die Gesellschaft beispielsweise erfährt, dass die Qualität der Medien zurück geht». Dieses Ideal, das Kurt Imhof verkörpert habe, werde das fög weiterführen.

Dass jedoch die Meldung über den Tod von Kurt Imhof so schnell publik geworden sei, noch bevor alle Angehörigen hätten informiert werden können, sei bestürzend, sagte Eisenegger. Auch dies bestärke das fög, die Forschung zur Qualität der Medien mit vollem Elan weiterzuführen.

Medien als roter Faden im Lebenslauf

Imhof machte zunächst eine Lehre als Hochbauzeichner und holte die Matura auf dem zweiten Bildungsweg nach. Er studierte Geschichte, Soziologie und Philosophie an der Universität Zürich, erforschte für sein Lizenziat «Soziale Krisen und die Kreation von neuen Entwicklungsmustern» und doktorierte acht Jahre nach Studienbeginn mit einer Dissertation zur «Diskontinuität der
Moderne».

Seinen Professorenposten erarbeitete er sich von der Pike auf: Er durchlief Assistenzzeiten, war Dozent und Lehrbeauftragter, Nationalfondsprojektleiter und vieles mehr. Seit 2000 hatte Imhof den Lehrstuhl für Publizistikwissenschaften und Soziologie an der Universität Zürich inne und leitete bis 2012 das fög.

Die Medien und ihre Entwicklung, ihr Wandel, ziehen sich wie ein roter Faden durch seinen Lebenslauf. Als Person, die die öffentliche Debatte nicht scheute, eckte er an – erntete aber auch Lob. Entsprechend waren am Sonntagabend die Reaktionen auf Twitter. «War nicht oft einig mit Kurt Imhof- doch seine bewundernswert starrköpfige Mission für gute Medien wird hoffentlich einst nachhaltig sein», twitterte etwa Philipp Landmark, Chefredaktor des St. Galler Tagblatt. Aus der Blick-Redaktion schrieb Blattmacher Thomas Ley: «Ich lernte Kurt Imhof einst kennen als Professor, der grossartige Vorlesungen hielt. Und jetzt werd ich sogar seine Medienschelte vermissen.»

Medienstar der Professorenschar

Das ehemalige Wochenmagazin Facts nannte ihn im Porträt zu seinem 50. Geburtstag «Medienstar der Professorenschar», der stets mit einer «poppigen Instantbotschaft» zur Stelle sei, während seine «Akademikerkollegen Tage brauchten, um einen Satz zu drechseln». Ob am Fernsehen, im Radio oder in Printmedien – Imhof war prägnant.

«Mit Kurt Imhof verliert die Soziologie und Medienwissenschaft eine engagierte Persönlichkeit, die neugierig das gesellschaftliche Geschehen ergründete und offen kommentierte, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen», sagte sein Kollege Ueli Mäder vom Soziologischen Institut der Universität Basel auf Anfrage. In seinen letzten Mails habe Imhof noch energisch und eindrücklich betont, wie er gegen den Krebs ankämpfen wolle. (SDA)
 

Netflix und Spotify schröpfen Schweizer Konsumenten

Der Schweiz-Zuschlag der beiden Dienste ist im internationalen Vergleich hoch, könnte aber von den Nutzern umgangen werden. Das zeigt Schweiz am Sonntag auf.

Der Film- und Serien-Anbieter Netflix und die Musik-Streaming-Anwendung Spotify gehören mittlerweile zur Standardausrüstung vieler Schweizer. Die hiesigen Nutzer kaufen die App aber nicht nur fleissig – sie finanzieren sie laut Schweiz am Sonntag auch grosszügig.

Abo-Kosten im internationalen Vergleich

Bei Spotify kostet ein Premium-Abo 12,95 Franken im Monat – 20 Prozent Schweiz-Zuschlag im Vergleich zu den 9,90 Euro, welche dasselbe Angebot in Deutschland kostet. Netflix verlangt hierzulande mit 11,90 Franken für ein Monatsabo fast 30 Prozent mehr als in Deutschland, wo das gleiche Abo 8 Euro kostet. Im Vergleich zu den USA müssen hiesige Nutzer bei Netflix sogar fast 40 Prozent mehr berappen. Und das, obwohl die Auswahl in der Schweiz deutlich kleiner ist: Knapp 2000 Titel waren Ende 2014 hierzulande bei Netflix verfügbar, während Nutzer in den USA auf über 8000 Filme und Serien zugreifen konnten.

Rechtfertigung der Anbieter

Obwohl beide Dienste in der Schweiz kein Personal beschäftigen, wollen sie ihre Preise auch nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses nicht anpassen. Die Kosten in der Schweiz seien hoch, sagt ein Netflix-Sprecher gegenüber Schweiz am Sonntag. Marketing und die Inhalte-Akquirierung kosteten hierzulande viel. Ähnliche Preisdifferenzen fänden sich etwa in Norwegen. Auch der Musik-Dienst Spotify hängt am Zuschlag. «Spotify wird keine Preisanpassung in der Schweiz vornehmen», so eine Sprecherin. Ob die Differenz berechtigt sei oder nicht, lasse sich ohne Kostenanalyse nicht beurteilen, sagt Preisüberwacher Stefan Meierhans.

So können Nutzer Geld sparen

Hiesige Nutzer könnten sich den Schweiz-Zuschlag allerdings sparen. Mit teils kostenpflichtigen Browser-Erweiterungen wie Media Hint, Unblock-US oder Zenmate kann Netflix ein Standort in den USA oder Deutschland vorgegaukelt werden, weiss die Schweiz am Sonntag. Damit lasse sich Geld sparen, und es eröffne sich der Zugang zum grösseren US-Angebot. Netflix akzeptiere bei US-Konten Schweizer Kreditkarten, lediglich bei der Adresseingabe müsse die Fantasie spielen.

Netflix verbietet diesen Trick zwar in den Nutzungsbedingungen – rechtlich dürfte er allerdings unbedenklich sein. Schliesslich findet sogar Preisüberwacher Stefan Meierhans: «Wenn es tatsächlich möglich ist», sagt er auf Anfrage von Schweiz am Sonntag, «so ist ein Auslandaccount sicher eine prüfenswerte Alternative.» (Schweiz am Sonntag/sis)
 

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