Eric Gujer wird Chefredaktor der NZZ

Eric Gujer, seit 2013 Leiter des Auslandressorts, wird Chefredaktor der NZZ. Der Aufgabenbereich von Felix E. Müller, Chefredaktor der NZZ am Sonntag, wird erweitert. Anita Zielina wird ab Anfang Mai als «Chefredaktorin neue Produkte» amtieren.

Gemeinsam bilden Gujer, Müller und Zielina die neue NZZ-Chefredaktion, wie es in einer Mitteilung heisst.

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Der bisherige Auslandchef Eric Gujer übernimmt das Amt per sofort, wie die NZZ-Mediengruppe am Mittwoch mitteilte. Er folgt auf Markus Spillmann, der Ende 2014 zurücktrat. Gujer ist seit fast 30 Jahren für die NZZ tätig. 1986 begann er als Praktikant und freier Mitarbeiter. Später berichtete er aus dem Ausland: Er war unter anderem  Korrespondent für die DDR und berichtete einige Zeit auch aus Moskau. Der in Zürich geborene Gujer studierte an den Universitäten Freiburg im Breisgau und Köln Geschichte, Politikwissenschaft und Slawistik. Er ist laut Mitteilung ein Kenner der EU, Deutschlands, Osteuropas und des Nahen Ostens. Einen Namen gemacht hat er sich unter anderem auch als Experte für internationale Strategiefragen und Terrorismus. Seit 2013 leitet Eric Gujer das Auslandressort. Seine jetzige Ernennung sei unter Einbezug von Unternehmensleitung und Redaktionsvertretern erfolgt, heisst es in der Mitteilung. Seit Spillmanns Abgang hatte ein Dreiergremium die Redaktion interimistisch geleitet.

Bei der Diskussion um Spillmanns Nachfolge war es zu unschönen Nebengeräuschen gekommen, als bekannt wurde, dass der NZZ-Verwaltungsrat den Verleger und Chefredaktor der Basler Zeitung, Markus Somm, ins Auge gefasst hatte. Der SVP-nahe Somm als Chefredaktor der klar der FDP verbundenen NZZ war für viele undenkbar.

Trio bildet Chefredaktion

Die gesamte neue NZZ-Chefredaktion umfasst drei Personen: Eric Gujer, Felix E. Müller und Anita Zielina. Müller, Jahrgang 1951, ist Chefredaktor der NZZ am Sonntag. Sein Aufgabenbereich wird laut Mitteilung erweitert und aufgewertet: Neu ist er Mitglied der Geschäftsleitung und zusätzlich für alle Magazine und Periodika verantwortlich. Zielina war 2013/2014 stellvertretende Chefredaktorin des Stern Online. Die Online-Journalistin ist ab Anfang Mai Chefredaktorin Neue Produkte bei der NZZ. Zielina wurde 1980 in Wien geboren, wo sie auch Rechts- und Politikwissenschaften studierte.

Gemäss Mitteilung verantwortet Gujer die publizistischen Leitlinien der NZZ und der dazugehörigen Produkte unter der Marke NZZ. Müller ist zuständig für die publizistische Ausrichtung der NZZ am Sonntag sowie der bestehenden und geplanten Magazine und Periodika der NZZ. In Zielinas Verantwortungsbereich fallen bestehende Plattformen wie NZZ.ch und das Österreich-Angebot NZZ.at sowie Konzeption und Umsetzung von neuen
Produkten. (SDA)

Grafik15: Eine Branche wird digital

Sie ist die grösste und wichtigste Werkschau für Grafik und Neue Medien der Schweiz, die Grafik15 vom 13. bis 15. März 2015. Werbewoche.ch verlost 3x2 Tickets.

Zum 4. Mal zeigen 160 Aussteller aktuelle Arbeiten, von Urban Art, Graffiti, Illustration, Typographie bis hin zu Mapping und 3D. Ganz bewusst will Chefkurator Shark alle Strömungen der visuellen Gestaltung zeigen, auch digitale. In Kooperation mit Pro Helvetia hat die Grafik15 deshalb einen spektakulären Showcase initiiert, #SwissGames @ Grafik15.

Mit Beiträgen von sechs Kunsthochschulen, zwölf Studios und 60 Designern und Produzenten. Der grösste je zu diesem Thema in der Schweiz gezeigte Showcase. Und eine von insgesamt fünf Sonderausstellungen. Internationaler Stargast und Keynote-Speaker ist Ex-Profi-Surfer und Grafik-Ikone David Carson («The End of Print», 1997) – er ist ebenfalls in der Ausstellung präsent und hält auch am Freitag, 13. März, 20.00 Uhr, einen Vortrag über sein Werk. 1997 gelangte er mit seinem Buch «The End of Print» zu Weltruhm.

Die Welt der Schweizer Grafik ist bunt – und dynamisch. Und hat in der Schweiz eine lange Tradition. Der präzise, aufs Wesentliche reduzierte Stil des 20. Jahrhunderts hat Gestalter auf der ganzen Welt inspiriert und bis dato nicht an Aktualität eingebüsst. Nicht irgendeine Schrift, sondern DIE Schrift schlechthin ist sogar nach unserem Land benannt, Helvetica. Es verwundert also nicht, dass heute noch unter den weltweit besten Typografen viele Schweizer Namen zu finden sind. Auch wenn man längst nicht mehr von einem einheitlichen Schweizer Stil sprechen kann, so hat doch kaum eine andere Nation so viele gute visuelle Gestalter und einen so grossen visuellen Output wie die Schweiz.

Durch das Internet und die Digitalisierung unserer Gesellschaft werden die Grenzen zwischen Grafik Design und den benachbarten Disziplinen – wie beispielsweise Kunst, Illustration, aber auch Games und 3D – immer verschwommener. Eine Kategorisierung der Erzeugnisse ist heutzutage schier unmöglich geworden. Deshalb ist die Grafik15 auch mehr als eine Grafik-Werkschau – sie zeigt vielmehr alle Facetten der visuellen Gestaltung. Wir bezeichnen sie als Werkschau für Grafik und Neue Medien.

Im Online-Katalog der Grafik15 findet sich eine Übersicht über alle Aussteller.

Mehr Infos: Grafik-schweiz.ch

Verlosung: Werbewoche.ch verlost 3×2 Tickets!

Senden Sie bis 12. März, 16 Uhr ein Mail mit Name und Firma an [email protected], das Los entscheidet.

Die Gewinnerinnen und Gewinner werden per Mail benachrichtigt und auf die Gästeliste gesetzt. Viel Glück!

Europäische Zeitungen gründen gemeinsamen Verbund

Gründungsmitglieder des Verbundes Lena sind Die Welt aus Deutschland, El País aus Spanien, La Repubblica aus Italien, Le Figaro aus Frankreich, Le Soir aus Belgien sowie Tages-Anzeiger und Tribune de Genève aus der Schweiz.

Sieben Tageszeitungen aus sechs europäischen Ländern haben sich im Verbund Leading European Newspaper Alliance (Lena) zusammengeschlossen, um ihre journalistischen Kompetenzen zu bündeln und Qualitätsjournalismus in Europa zu fördern. Die Verleger der Tageszeitungen haben Javier Moreno zum ersten Koordinator des Verbundes ernannt. Der Spanier war von 2006 bis 2014 Chefredaktor von El País.

Lena setzt sich unter anderem für die Stärkung einer europaweiten öffentlichen Meinungsbildung ein. Denn die Mitglieder teilen etliche gemeinsame Werte in Bezug auf die Bedeutung von Qualitäts-journalismus für die Struktur offener und demokratischer Gesellschaften als Grundlage für wirtschaftlichen Fortschritt und soziale Gerechtigkeit. Die Allianz soll für ihre Mitglieder einen redaktionellen, technologischen und wirtschaftlichen Vorsprung sicherstellen und wird daher dafür passende Kooperationspartner wählen.

Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist die Entwicklung und der Austausch redaktioneller Inhalte. So wird jedes Mitglied ausgewählte Artikel auf einer gemeinsamen Plattform zur Verfügung stellen, welche die anderen Mitglieder je nach Bedarf nutzen können. Zusätzlich sollen Interviews, Features und Kommentare speziell für die zeitgleiche Veröffentlichung in allen Lena-Publikationen erstellt werden. Darüber hinaus werden die Lena-Mitglieder zukünftig gemeinsame digitale Entwicklungsmassnahmen umsetzen und ein Personal-Austauschprogramm aufbauen. Dieses Programm soll Journalisten wie auch anderen Mitarbeitern die Möglichkeit geben, die Arbeit bei anderen Zeitungen kennenzulernen und dadurch ihre Kompetenzen zu erweitern.

Lena soll auch zum europaweiten Ideenaustausch beitragen. Geplant ist, Experten und Entscheider aus Politik und Wirtschaft bei Events zusammenzubringen, die sich mit zentralen Themen der Entwicklung Europas befassen. Javier Moreno, Direktor von Lena: «Diese Allianz wird zu einer wirklich tiefgreifenden Transformation unserer Zeitungen durch die Erstellung von Inhalten sowie digitale wie wirtschaftliche Entwicklungen beitragen, die sonst nicht möglich gewesen wären – zum Nutzen unserer Leser auf dem gesamten Kontinent.»

Der Verbund steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden.

Mercedes-Benz betreut die Community am besten

Webguerillas hat die Schweizer Facebook-Profile der Top-Automarken untersucht und kommt zum Schluss: Mercedes-Benz kommuniziert am besten.

Im Vergleich zu den Mitbewerbern ist Mercedes-Benz in der Summe aller KPIs klarer Leader. Punkto Viralität – also dem selbständigen Weiterverbreiten der Markeninhalte – hat Honda die Nase vorne. Nach Mercedes-Benz und Honda platziert sich Seat aus der Amag-Gruppe im Gesamtranking auf dem dritten Platz.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Marken-Analyse der Digitalagentur Webguerillas Zürich. Sie hat im vergangenen Jahr die Facebook-Profile von Audi, BMW, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Jaguar, Mercedes, Mini, Opel, Renault, Seat, Skoda, Toyota, Volvo und Volkswagen untersucht.

Dazu wurden zwölf verschiedene KPIs wie Response Rate oder relatives Wachstum für die jeweiligen Facebook Fanpages ausgewertet und zu vier aussagekräftigen Kernwerten verdichtet: «Brand Punch» zeigt das eigene Engagement der Marke im Social Web auf. «Brand Awareness» gibt Auskunft über die Grösse und die Aktivität der Marken-Community. «Brand Applause» steht für die Zustimmung der User – zum Beispiel durch Likes oder Shares. Und «Brand Amplification» bezeichnet die Viralität des Contents, also wie schnell oder leicht sich die Inhalte im Netz verbreiten. Untersuchungszeitraum waren die letzten zwölf Monate.

Im Gesamtranking steht Mercedes auf der Pole-Position. Auf einer normierten Skala von -1 bis +1 erzielt die Marke insgesamt einen Wert von 0,56. Die Marke von Daimler bereitet die Inhalte der Fanpage am besten auf, hat eine klare, stringente Hochglanz Bildsprache und in der Summe die besten Resonanzwerte aller untersuchten Automarken. Der Autohersteller bespielt seine Schweizer Facebook-Page mit Content, der gegenüber seinen Mitstreitern über alle Werte «Brand Awareness», «Brand Applause» und «Brand Amplification» am besten ankommt. Mercedes aktiviert seine Community oft mit Frageposts und hat das Prinzip Engagement offenbar verstanden, wie Webguerillas in einer Mitteilung schreibt.

Den zweiten Platz im Facebook-Gesamtranking belegt die japanische Automarke Honda. Mit aktuell über 17'000 Fans ist die facebook Community zwar noch kleiner (die grösste Facebook-Fanpage hat Audi mit fast 110'000 Fans) als die ihrer Mitstreiter, sie liefern aber fast jeden Tag neuen Content mit einer Bildsprache, die gut ankommt. Auch bei der Reaktionszeit und Response Rate von Userposts reagiert Honda aktuell am schnellsten. Bei «Brand Applause» und «Brand Amplification» setzen sich die Japaner sogar vor alle anderen Automarken, auch vor Mercedes-Benz.

Seat ist auf Platz drei. Die aufbereiteten Inhalte kommen gut an, werden gut geliket, geteilt und die Fanpage ist im letzten Jahr ordentlich gut gewachsen. Lediglich bei der «Brand Applause» stottert der Seat Motor. Dafür überzeugt Seat wider bei dem Wert Response Rate – also wie oft auf Userposts reagiert wird. Fiat überzeugt mit der schnellsten Reaktionszeit auf Posts aus der Community.

Jaguar, Skoda, Toyota, BMW, Mini und Renault im Mittelfeld

Die Marken im Mittelfeld sind engagiert, tun dies aber nicht mit demselben Erfolg wie die Spitzenreiter. Jaguar und Skoda scheinen zwar die Prinzipien der Viralität verstanden zu haben. Dabei bleibt es aber. In den anderen Bereichen kann nicht gepunktet werden. BWM hat zum Beispiel mit der zweit grössten Schweizer facebook Page die aktivste Community, vermag jedoch in den anderen Kategorien nicht zu punkten. Mini und Renault weisen gute Werte im Bereich «Brand Punch» vor, erhalten aber nur durchschnittlichen Response auf den Content.

Die Schlusslichter

Mit tiefen Werten im Bereich von Content-Resonanz kämpfen die Marken Opel, Volkswagen, Audi, Hyundai, Ford und Fiat. Opel beispielsweise besticht durch seine vielen Zusatzmöglichkeiten in eigenen Facebook-Tabs, wo man den Fans eine eigene Spotify Liste anbietet, schneidet aber bei allen Resonanz Werten schlecht ab. Fiat hat den tiefsten Wert im Bereich «Brand Awareness» (Grösse und Aktivität der Marken-Community). In Relation zur Zahl der Fans werden die Inhalte der Fiat facebook Seite zufolge relativ selten geteilt.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass bei den Automarken facebook als Mittel zur Kommunikation mit den eigenen Fans gut etabliert ist. Alle Marken konnten einen Wachstum ihrer Community erzielen. «Wie die Analyse zeigt, schaffen es jedoch nicht alle Marken den Fans gerecht zu werden bzw. Inhalte so zu produzieren, dass sie in der Community gut ankommen sowie die Fans aktivieren und mitreden lässt» so Dino Ceccato, Geschäftsführer von Webguerillas Schweiz

 

Serviceplan Public Relations: Partnerschaft mit Clue

Die Zürcher PR-Agentur Serviceplan Public Relations Suisse und die Agentur Clue mit Sitz in Kuala Lumpur gehen eine Partnerschaft ein. Beide Parteien erweitern durch die enge Zusammenarbeit sowohl ihr Netzwerk als auch branchen- und länderspezifische Kompetenzen.

Durch die Zusammenarbeit der beiden Agenturen soll eine gegenseitige Erweiterung der Kompetenzen stattfinden und das Netzwerk und die Bekanntheit auf die jeweiligen Märkte ausgeweitet werden. Gemäss Claudio Rotter, Managing Partner Serviceplan Public Relations Suisse, ist vor allem die Mandatsbetreuung von malaysischen Kunden in der Schweiz interessant. Der Schweizer Markus Helbling, Gründer von Clue, der selbst lange in der Schweiz tätig war und daher die Branche hierzulande sehr gut kennt, freut sich auf die Partnerschaft: «Mit Serviceplan Public Relations Suisse haben wir den optimalen Partner gefunden, um unsere Kompetenzen im Bereich Public Relations im Schweizer Markt auszuweiten. Das Haus der Kommunikation und die Serviceplan Gruppe im Rücken ermöglichen zudem die integrierte und disziplinübergreifende Zusammenarbeit in der ganzen DACH-Region.»

Ogilvy One: Kommunikation rund um die E-Rechnung

E-Rechnungen sind elektronische Rechnungen. Man empfängt sie bequem, schnell und papierlos dort, wo man sie bezahlt – direkt im E-Banking. Ogilvy One hat für SIX und Postfinance die gesamte Kommunikation zum Thema umgesetzt.

SIX und Postfinance als Anbieter der E-Rechnung suchten im Rahmen eines Pitches nach einer Agentur, die den Auftritt der E-Rechnung aktualisiert. Ogilvy One hat sich beim Pitch durchgesetzt und der E-Rechnung ein neues Gesicht gegeben: Logo, Schrift und Icons sind frischer gestaltet. Die Website E-rechnung.ch wurde zum Responsive One-Pager umgebaut. Sie trägt ein grosszügigeres, zeitgemässes Design mit einer aufgeräumten Navigation, einem unterhaltsamen Erklärvideo im Fokus und einer präsenteren Platzierung der Suchfunktionen.

Um die Vorteile der E-Rechnung zu kommunizieren und neue Kunden für die einfache Zahlungsart zu gewinnen, wurde eine Kampagne – mit Schwergewicht auf Online – kreiert. Die Werbebotschaft kommuniziert die hauptsächlichen Vorzüge der E-Rechnung in Frageform, auf die immer die gleiche Antwort folgt: E-Rechnung. Dies wird auch im Trueview Video aufgenommen, ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation. Gezeigt wird die typische Situation des manuellen Erfassens der Rechnungsreferenznummer. Die Antwort? Mit E-Rechnung geht es einfacher, schneller und bequemer.

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Für die möglichst kosteneffiziente Erreichung der Ziele sorgt die Digital-Mediaagentur Neo@Ogilvy – mit entsprechenden Platzierungen von Performance- und Google-Ads sowie dem TrueView Video. Der Kampagnenstart war Anfang März, übers Jahr 2015 verteilt werden weitere Wellen geschaltet.

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Verantwortlich bei SIX Paynet: Ulrike Eckardt, Senior Specialist Marketing & Communications. Verantwortlich bei Postfinance: Marco Kohler, Marketing Privatkunden; Erich Jans,  Marktkommunikation. Verantwortlich bei Ogilvy One: Sandra Pellny, Gesamtverantwortung; Luca Faes, Beratung; Benjamin Franken, CD; Christoph Perner, Karl Badde, Art/Design; Simone Paulzen, Konzept/Text; Claudia Scheuber, Media; Oliver Schaus (it.x), Programmierung Website.

Aus für Analog-TV in der Region Basel

Auch in der Region Basel schaltet UPC Cablecom alle analogen Fernsehprogramme ab: Ab Ende April gibt es nur noch digitale. Schon umgestellt sind Zentral- und Ostschweiz; der Rest der Schweiz folgt bis Mitte Jahr.

Am 21. April schaltet Cablecom 16 der heute 21 analogen TV-Sender in der Region Basel ab, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Bis am 27. April bleiben SRF 1, SRF zwei, SRF Info, Telebasel und Joiz analog empfangbar. Am Dienstag 28. April werden auch diese Sender ausgeschaltet. Gut 70 digitale TV-Sender liefert Cablecom derzeit unverschlüsselt. Während die Digitalkundschaft von der Analog-Abschaltung nichts bemerken soll, muss die bisherige Analogkundschaft handeln: Wer einen neueren TV-Apparat mit einem DVB-C-Tuner hat, holt die 70 Digitalsender mit einem Sendersuchlauf herein. Die meisten nach 2010 hergestellten Geräte haben einen solchen Digitalkabeltuner eingebaut.

Auf älteren Geräten ohne DVB-C-Tuner – Röhrenapparate oder frühe LCD-TV – kann man digitale Programme nur mit einem Umwandler schauen. Einen solchen pro Haushalt stellt Cablecom gratis zur Verfügung; hochauflösende (HD) Bilder bringt dieser indes nicht. Man kann sich einen Umwandler auch kaufen – oder gleich einen modernen Fernseher.

Konkurrenzdruck

Das Vorgehen sei mit der Stiftung Telebasel, die aus der Stiftung Kabelnetz Basel hervorgegangen ist, so abgesprochen, hiess es. Auch in anderen Regionen war die Umstellung zweistufig erfolgt – dies gibt der Kundschaft ein paar Tage Reaktionszeit, wenn sie die Abschaltung bemerkt, bevor analog nur noch Mattscheibe herrscht. Laut Cablecom verliefen die bisherigen Digitalumstellungen «planmässig und erfolgreich». Die Basler Kundschaft werde mittels Briefen, Mails, Broschüren etcetera sowie Laufschriften bei den betroffenen Sendern auf die bevorstehende Umstellung hingewiesen. Gleichzeitig mit Basel wird übrigens auch die Region Bern umgestellt (Werbewoche.ch berichtete). Cablecom arbeitet seit gut 15 Jahren an der Digitalisierung ihres Angebotes. Damit verbundene Abschaltungen analoger Sender hatten immer wieder für Ärger gesorgt. Dank Konkurrenz sind nun immer mehr Digitalsender – auch in HD – unverschlüsselt zu empfangen, also ohne Extrakosten neben dem Kabelanschluss.

UPC Cablecom hat nach eigenen Angaben heute gut 1,4 Millionen Kunden in der Schweiz für ihre Angebote mit TV, Internet und Telefonie. Das eigene Kabelnetz versorge landesweit zwei Millionen Haushalte und Firmen. Angaben zum Marktanteil in der Region waren beim Unternehmen nicht erhältlich. In Basel betreibt Cablecom heute das frühere Balcab-Kabelnetz und wird es 2028 ganz von der Stiftung übernehmen. Die 1988 gegründete Stiftung ist Eigentümerin des Basler Kabelnetzes und Inhaberin der Sendekonzession von Telebasel. Erste Digitalsender waren im Übrigen im Oktober 2000 ins Basler Netz eingespeist worden. (SDA)

Valencia präsentiert «Ei»-Catcher für Coop

Wie schon bei den beiden vorangegangenen Weihnachtskampagnen gelingt es Valencia, Coop auch für den diesjährigen Osterauftritt mit frischen Visuals zu überzeugen.

Ausschlaggebend bei der Wahl der neuen Kampagne war laut Mitteilung eine Umsetzung, die frisch und impactstark daherkommt.  «Uns schwebte eine Kampagne vor, die das Thema Ostern schnell transportiert. Weil zu dieser Jahreszeit gerne gebastelt und dekoriert wird, haben wir dies in der Kampagne aufgegriffen», erklärt uns Creative Director Tommy Schilling. Daraus entstanden dann die neuen «Ei»-Catcher für Ostern 2015.

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Wie auch schon bei den Weihnachtskampagnen davor, zeigt Valencia auch diesmal Kinder in den Visuals. Insgesamt prägen die drei Motive «Osterhäsli», «Osterei» und «Osterküken» den neuen Osterlook. Die Ostersujets sind auf sämtlichen Werbemitteln zu sehen: von POS-Massnahmen über Plakate und Einkaufstaschen bis hin zu Inseraten. Neu auch auf dem Cover des Ostermagazins, das ebenfalls von Valencia realisiert wird und mit Rezepten und Inspirationen auf die Osterzeit einstimmt.

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Verantwortlich bei Coop: Thomas Schwetje (Leiter Marketing/Services), Sacha Zuberbühler (Leiter Werbung), Carole Burri (Projektleiterin Werbung), Oliver Johnson (Leiter Digitales Marketing), Fabienne Schneeberger (Digitales Marketing), Karin Heliopoulos (Leiterin Media) und Stephan Küng (The Whole Media). Verantwortlich bei Valencia Kommunikation:
Tommy Schilling (Creative Director), Béa Otto (Art Director), Daniel Nussbaumer (Junior Art Director), Sebastian Refardt (Senior Texter), Diana Aberkane (Senior Account Director), Tanja Krismer (Junior Beraterin), Serdal Aktas (Teamleiter Polygrafie) und Patrick Hublard (Polygraf).
Foto: Tobias Dürring, Styling: Claudia Schilling (Set und Requisiten), Ruth Bugmann (People) und Franziska Fitze (Hair/Make up).
 

Zu guter Letzt: Burgerkrieg im Saanenland

Unbemerkt vom Rest der Schweiz spielte sich im Anzeiger von Saanen ein erbittertes Inserate-Duell um die Burger-Vorherrschaft im Obersimmental ab.

Alles beginnt am 16. Januar, als das Hotel Alpine Lodge Saanen-Gstaad in einem Inserat auf der Frontseite den Anspruch erhebt, «die besten Burger weit und breit» zu verkaufen.

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Am 23. Januar folgt postwendend die Antwort der Konkurrenz: Basta by Dalsass, das Restaurant des Gourmethotels Bernerhof Gstaad, erhebt Anspruch auf den Titel des Burger-Königs von Saanen:

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Die Burgerköche vom Hotel Alpine Lodge denken nicht daran, die Behauptung, keinen Gabelstich gegen den Basta-Burger zu haben, auf sich sitzen zu lassen. Im Folgeinserat vom 30. Januar wird gezielt die nichtvorhandene Auswahl der Konkurrenz unter Beschuss genommen:

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Dass man bewusst auf Qualität, statt auf Quantität setzt, reiben die Burgerfreunde vom Bernerhof der Konkurrenz im Inserat vom 6. Februar unter die Nase. Ausserdem werden im Basta die Pommes Frites im Olivenöl frittiert – man kriegt langsam Hunger nur vom Lesen…

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Der mittlerweile zu einem regelrechten «Burgerkrieg» ausgeartete Kampf um die Vorherrschaft in der Saanen'schen Burgerfrage schwappt am 10. Februar in den redaktionellen Teil der Zeitung über. Die beiden Hoteliers lassen in ihren Plädoyers – eine Idee der Zeitung – jegliche Objektivität vermissen. Thomas Frei vom Basta fasst in seinem Text schlüssig zusammen: «Der Hamburger im Basta by Dalsass ist besser. Basta. Nicht, weil das Restaurant 15 Punkte hat. Sondern einfach, weil er besser ist.» Und Alpine-Lodge-Chef Günter Weilguni schreibt, sein Konkurrent pflege mit seinem einzelnen Burger «das Erlebnis der Langeweile».

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Nach diesem Ausflug in den redaktionellen Teil verlagtert sich der Burgerkrieg wieder in aufs Frontseiten-Inserat. Humbug statt Hamburger am 13. Februar:

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Als wären zwei Streithähne nicht genug, schaltet sich am 20. Februar auch noch ein dritter Bewerber um die Burgerkrone ein: Auch das Restaurant Landhaus erhebt Anspruch, den besten Burger in Saanen zu servieren.

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Am 27. Februar verbrüdern sich die beiden Konkurrenten Alpine Lodge und Basta by Dalsass – zumindest für ein gemeinsames Inserat. Die Leserschaft wird aufgefordert, bei der 4-für-3-Aktion selbst zu entscheiden, welcher Burger am besten schmeckt.

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Am 6. März erscheint in der Zeitung ein halbseitiges Interview mit den beiden Kontrahenten.

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Die Auflösung: Ein von A bis Z durchorchestriertes Scheingefecht aus Marketinggründen. Den Schwindel gewittert haben dabei die wenigsten. Besonders bei manchen Mitarbeitenden seien die Reaktion auf die Sticheleien der Konkurrenz «heftig» ausgefallen, so die beiden vermeintlichen Burgerkrieger. Die Kampagne habe sich aber «extrem» auf die Burger-Verkaufszahlen ausgewirkt. Verständlich. Guten Appetit. (hae)

Fernsehen, Food und Werbung sind Online Top

Online boomt. Aber nicht alle Branchen nutzen diesen Trend gleich stark aus. Die Branchen, die sich in den letzten acht Jahren am intensivsten um ihre eigene Online-Wirkung gekümmert haben, sind TV, Essen & Trinken und die Werbeagenturen selbst.

Die Studie des Schweizer Marktforschungsunternehmens Argyou bei mehr als 3600 In- und Ausländischen Branchen-Websites weist nach, dass Fernsehen, Essen & Trinken und Werbeagenturen in Bezug auf die Online Branchenaktivität die drei Spitzenplätze belegen. Bei den TV-Stationen haben die Deutschen Sender wie zum Beispiel ZDF oder Pro7Sat1 Online die Nase vorn. Gemessen wurden dabei die Anzahl der Anfragen für Wirkungsdaten von sämtlichen Anbietern mit Portalen in allen Branchen. Eine Schweizer «Findmaschine» misst hier für alle Anbieter die Wirkung bei deren Inhalten indem sie bei über 180 Suchmaschinen, Social Media und Verzeichnissen systematisch überprüft was gesucht wird und mit allfälligen Konkurrenten vergleicht.

In einigen Branchen gibt es ein regelrechtes «Frühlingserwachen» in Bezug auf die Online Aktivitäten, da die Auftritte häufig in die Jahre gekommen sind und dringend einer Auffrischung benötigen. Dazu gehören insbesondere die Tourismus Branche und die Privatbanken. Viele Websites werden jetzt gerade um- oder neu gebaut und handy- respektive mobile-tauglich gemacht. Bei dem Umbau auf das sogenannte «dynamic-» oder «responsive design» gehen leider nicht selten die spannendsten Inhalte verloren. Dies versuchen die Online-Marktforscher der Argyou aus Baar mit ihren Messungen im Interesse der betroffenen Branchen und ihrer Kunden mit entsprechenden Kontrollmessungen zu vermeiden.
 

Rangliste Online-Branchenstatistik 2006-2014
   
Rangliste Branchen 2006-2014
1. TV-Fernsehen
2. Essen & Trinken
3. Werbeagenturen
4. Banken
5. Gesundheit
6. Detailhandel
7. Trendfirmen
8. Pharma
9. Tourismus
10. Verbände
11. IT-Beratung
12. Elektrizitätswerke
13. Industrie Schweiz
14. Privatbanken
15. Onlineshops
16. Directoires & Suchmaschinen
17. Marktforschung
18. Möbel
19. Online Werbung
20. Automobil
21. Zeitungen
22. Bijouterie
23. Chemie
24. Radio
25. Telecom
26. Schulen
27. Consulting
28. Elektrogeräte
29. Fotographie
30. Immobilien
31. Fussball
32. Krankenkassen
33. Reisen
34. Spiele
35. Sportartikel
36. Versicherungen
37. Fahrräder & Bikes
38. (…)

E-Shops mit umfangreichstem Angebot und ohne Rezession

Gemessen an dem Umfang des Angebotes sind die E-Shops mengenmässig bei weitem die grössten Anbieter von Inhalten und Produkten, gefolgt von den Reiseanbietern mit einer Menge von Destinationen und Angeboten. Bei den News Anbietern haben eindeutig die elektronischen Medien die Nase vorn. Die Zeitungsverlage holen aber besonders mit den Fachrubriken und -magazinen langsam auf.

Interessanterweise haben auf Grund des starken Schweizerfrankens und der dadurch abnehmenden Auftragseingänge aus dem Ausland viele Branchen endlich einmal Zeit, ihre Online-Auftritte und e-shops zu überarbeiten und sie den stetig steigenden Ansprüchen von potenziellen Benutzerinnen und Benutzer anzupassen.

 

Gewinnknick bei Goldbach

Unter anderem der Rückzug aus Verlustgeschäften hat bei Goldbach für einen Gewinnknick gesorgt. Der Betriebsgewinn (EBIT) fiel um 20 Prozent auf 24,2 Millionen Franken. Der Reingewinn sank auf bereinigter Basis um 5 Prozent auf 2,5 Millionen Franken.

Dies gab Goldbach am Dienstag bekannt. Im Vorjahr hatte der Werbevermarkter allerdings noch einen Reinverlust von 16,1 Millionen Franken ausgewiesen, nachdem Wertberichtigungen das Ergebnis in die Tiefe gerissen hatten. Der Umsatz legte 2014 dagegen leicht um 1,2 Prozent auf 464 Millionen Franken zu. Goldbach wolle sich auf die Kerngeschäfte als Vermarktungsdienstleisterin in den Märkten Schweiz, Deutschland, Österreich und Polen konzentrieren. Die Firma habe den Rückzug aus Russland und Rumänien sowie die Schliessung des Agenturgeschäfts in Polen und den Verkauf der Beteiligung am Internet-TV-Anbieter Wilmaa abgeschlossen. Die Bereinigung des Geschäftsportfolios sei somit beendet. Die Aufwendungen und Wertberichtigungen für diese Massnahmen führten 2014 zu einem ausserordentlichen Verlust von 4,4 Millionen Franken, hiess es im Communiqué.

In der Schweiz stieg der Umsatz um 1,5 Prozent auf 394 Millionen Franken. Getrieben wurde das Plus durch ein wachsendes TV-Geschäft. Das Radiogeschäft durchschritt die Talsohle und erholte sich im zweiten Halbjahr mit einem Anstieg um 18 Prozent deutlich. Für das laufende Jahr erwartet Goldbach ein Wachstum des Umsatzes im fortgeführten Geschäft und eine substantielle Verbesserung des Reingewinns. Grund dafür seien die verbesserte Rentabilität des Kerngeschäfts und der Wegfall von Sonderkosten. (SDA)

Geyst verstärkt Team dreifach

Die Zürcher Kommunikationsagentur Geyst erweitert das Team und holt mit den Beraterinnen Sheila Lucido und Melinda Steiner, sowie Texter und Content Manager Cyril Schicker gleich drei neue Mitarbeiter ins Boot.

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Sheila Lucidos Biografie beherbergt Stationen bei Mediaxis-MPG, Effact und Wirz Werbung. Zwischendurch bereiste die gebürtige Schweizerin mit italienischen Wurzeln ein Jahr lang die Welt. Auch Melinda Steiner bringt reichlich Auslanderfahrung mit, vor allem in England und den USA hat sie ihre zweite respektive dritte Heimat gefunden. Erste Berufsschritte machte die Marketingfachfrau mit eidgenössischem Fachausweis in der Hotellerie sowie im Musik-, Radio- und TV-Geschäft. Weitere bei Colt Telecom, Angst + Pfister, Propaganda.

Cyril Schicker war als Eishockeyspieler dem Sport zugetan, bevor er sich als Anlageberater dem Finanztreiben (Bank Julius Bär, Rothschildbank) zuwandte. Nur um später, inzwischen als Betriebsökonom FH, bei den Communicators PR-Erfahrung zu sammeln und bei financialmedia in die Chefredaktoren-Rolle zu schlüpfen. Auch Ringier holte ihn ins Hause – als People-Redaktor. Überdies setzten schon das Kunsthaus Zürich, die Allianz Versicherung und die Bruno Weber Stiftung auf seine Kommunikationsfähigkeit.

 

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