Extra: Neu in Bieler Tagblatt und Le Journal du Jura
Die Tageszeitungen Bieler Tagblatt und Le Journal du Jura erscheinen am 13. März 2015 erstmals mit einem neuen Monatsmagazin. Extra steht für die schönen Seiten des Lebens.
Redaktion
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12. März 2015
Das Magazin hat eine Auflage von 38'000 Exemplaren und wird laut Mitteilung 72'000 Leserinnen und Leser in den Regionen Biel, Seeland und Berner Jura erreichen. Das Verlagsmagazin erscheint neunmal pro Jahr und enthält sowohl wechselnde Schwerpunktthemen wie auch wiederkehrende Rubriken. Mit seinem speziellen XXL-Format auf hochweissem Preprint-Papier im Zeitungsdruck soll das neue Magazin für Leser und Inserenten ein attraktives Gefäss bieten.
Ein Magazin ist wie ein offenes Fenster mit Blick auf inspirierende Themen wie Essen, Bildung, Reisen, Mode und Sport. Die Extra-Macher wollen ihr Publikum mit Bildern und Texten zu den schönen Seiten des Lebens überraschen. Dadurch will man auch eine hohe Affinität bei der jüngeren Leserschaft erreichen. Integriert in das neue Magazin sind die bisherigen, mono-thematischen Zeitungsbeilagen Energie, Bauen & Wohnen, Wirtschaft & Konjunktur sowie die saisonalen Themen.
Das Layout wurde von der auf Magazin-Journalismus spezialisierten Firma Inédit Publications SA in Lausanne erstellt. Es legt Wert auf eine ansprechende Darstellung, auf grosszügige Bilder und auf eine klare Strukturierung der Inhalte. Die aktuelle Ausgabe beinhaltet unter anderem den Schwerpunkt Frühling mit den Themen «Urban Gardening ist mehr als ein Modewort», «Aquarien sind eine Welt im Kleinen», «Wandern macht auch ohne GPS Spass». Der bekannte Bieler Koch Philippe Berthoud stellt in seiner ständigen Extra-Rubrik sein persönliches Hamburger-Rezept vor. Berthoud greift auch Menü-Vorschläge und Kochprobleme der Leserinnen und Leser auf.
Der Seeländer Technologiespezialist Reto Bertschi schreibt in seinem Blog über Smartwatches. In der Rubrik «Fashion + Style» wird das junge Bieler Modelabel Ramò vorgestellt. Auf der Seite «Natur + Umwelt» verraten Experten, wie man sich bei einer Hausrenovation helfen lassen kann. Ein Überblick über die Openair-Saison im Seeland und ein naturkundlicher Spaziergang durch Neuenburg runden runden die erste Ausgabe ab. Extra kann auch auf den Websites der beiden Tageszeitungen gratis gelesen werden.
Charlies schwierige Rückkehr
Die neuen Hefte von «Charlie Hebdo» bleiben in den Kiosken liegen. Frankreichs Kulturbetrieb stellt sich auf die neuen Bedrohungen ein. Die Rückkehr zur Normalität fällt schwer. Von Jürg Altwegg
Redaktion
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12. März 2015
Der Titel einer Theateraufführung wurde abgeändert, weil das Wort Jude als zu provokativ empfunden wurde. Das Gastspiel einer Westschweizer Truppe in Paris konnte nicht stattfinden: aus Angst vor den Islamisten. Aus einer Ausstellung musste sich eine muslimische Künstlerin auf Druck des Gemeindepräsidenten zurückziehen: ihre Installation mit Frauenschuhen auf Gebetsteppichen sei gefährlich. Auf Twitter verkündete Ende Februar Stéphane Grimaldi, der Direktor des Weltkriegsmemorials von Caen, den Verzicht auf die Durchführung der «Rencontres internationales du dessin de presse».
In den vergangenen Jahren hatten jeweils zwanzig bis vierzig Zeichner, Illustratoren, Karikaturisten an diesem Treffen teilgenommen, das in Partnerschaft mit der Vereinigung «Cartooning for Peace» durchgeführt wird. Nach den Anschlägen von Kopenhagen hatten sich mehrere der eingeladenen Teilnehmer aus Frankreich und dem Ausland ziemlich besorgt bei Grimaldi gemeldet. Es wäre unverantwortlich, begründete dieser seine Absage, die Schüler und Besucher, die Gäste und die Angestellten des Memorials in Gefahr zu bringen. Das Internet-Portal mit der Ankündigung wurde mehr- mals von Piraten, die sich als tunesische Islamisten ausgaben, gehackt.
Eine Auflage von mehr als sieben Millionen hatte die Ausgabe nach den Attentaten erreicht. Zuvor verkaufte «Charlie Hebdo» jede Woche 22 000 Exemplare, im November hatte die Redaktion die Leser zu Spenden aufgerufen. 2,5 Millionen Hefte wurden für das Comeback Ende Februar ausgeliefert, 200 000 an Neu-Abonnenten geschickt. Inzwischen ist die Nachfrage fast in den gleichen Dimensionen rückläufig.
Für Riss, der den erschossenen Charb als Herausgeber ersetzen muss, war es schwer, neue Karikaturisten zu gewinnen. Die Gattung hat unter der Pressekrise gelitten und wird von den Tageszeitungen kaum mehr gepflegt. «Sie fragten, ob sie an den Redaktionskonferenzen teilnehmen müssten oder unter einem Pseudonym veröffentlichen dürfen», fasst Riss seine Erfahrungen zusammen: «Alle, dies uns beschwören, unbedingt weiterzumachen, lassen uns an der Front ziemlich allein.»
Die neuen Ausgaben sind erstaunlich gut. Noch allerdings hat die «unverantwortliche Redaktion», wie sie sich im Impressum bezeichnet, nicht zu ihrer alten Lust an der Provokation zurückgefunden. Riss vergleicht die Situation seines Blatts in einem Editorial mit dem Stier in der Arena: Er wird angefeuert und bejubelt – bis er tot zusammenbricht. Bedrohlicher als die internen Auseinandersetzungen um die inhaltliche Ausrichtung ist der neu aufgeflammte Streit um das Geld. 2008 hatte eine Solidaritätsausgabe mit Mohammed-Karikaturen eine Million eingespielt, die beiden Direktoren (je 300 000 Euro) verteilten sie praktisch unter sich und zwei weiteren Aktionären, die chronisch unterbezahlten Redaktoren erfuhren davon aus «Le Monde».
Mehr als zehn Millionen flossen in den vergangenen Wochen in die Kasse. «Sie sind ein Albtraum, sie können uns töten», fürchtet Patrick Pelloux, der eine Kolumne schreibt: «Sie wecken Begehrlichkeiten. » Noch ist die neue Verteilung der Aktien nicht erfolgt. Pelloux und die Mehrheit der Mitarbeiter möchten eine Genossenschaft gründen. Wie kein anderer hat Pelloux gegen den Verzicht auf das Karikaturisten- Treffen in Caen protestiert – mit Erfolg: Es soll im Oktober doch wieder stattfinden.
Jürg Altwegg ist Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Genf.
Syndicom und Impressum kritisieren Tamedia
Syndicom und Impressum zeigen sich empört über die am Donnerstag bekanntgegebenen Zahlen von Tamedia. Statt Rekordgewinne soll das Medienhaus lieber Personal und publizistische Qualität in der Vordergrund stellen, fordern sie.
Redaktion
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12. März 2015
Nach wie vor sei es der Printbereich, der mit über zwei Dritteln den Löwenanteil des Gewinns erarbeite, somit das digitale Wachstum von Tamedia finanziere und den Aktionären die Tasche fülle, schreibt Syndicom. Die Gewerkschaft kritisiert nicht das digitale Engagement des Medienhauses, sondern dass die Gewinne nicht in das Personal, die Verbesserung der Arbeitsqualität und die publizistische Qualität investiert würden. So seien den sieben Mitgliedern der Geschäftsleitung die Gesamtvergütungen um mehr als 30 Prozent auf 8,2 Millionen und den Aktionären die Dividende um 12,5 Prozent erhöht worden, während für die 3400 Angestellten, welche den Gewinn erarbeitet hätten, mit 6,6 Millionen Franken «Gewinnbeteiligung» eine adäquate Lohnerhöhung ein weiteres mal auf der Strecke bliebe. Zudem sei die Schliessung der Ziegler Druckerei, die rund 100 Stellen koste, angesichts dieser Gewinne «unnötig und skandalös».
Auch der Journalistenverband Impressum zeigt kein Verständnis für Millionengewinne in einem Geschäftsjahr, in dem aus wirtschaftlichen Gründen Journalisten entlassen wurden. Es handle sich um einen «zur Schau gestellten Mangel an sozialer Verantwortung». Ausserdem trage Tamedia als grösstest privates Medienunternehmen auch eine publizistische Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, mahnt Impressum. Mit «Effizienzsteigerungsmassnahmen», die im Klartext oft Stellenabbau auf Redaktionen bedeuteten, könne Tamedia diese Verantwortung nicht wahrnehmen.
«Tamedia zeigt mit den Zahlen 2014 einmal mehr, dass die Krise der journalistischen Medien auch hausgemacht ist,» sagt Urs Thalmann, Geschäftsführer von Impressum. «Mit der vorgeschlagenen Segmentierung der Geschäftsfelder ab 2015 bestätigt Tamedia, dass sie den Journalismus, egal ob gedruckt oder digital, auch in Zukunft nicht mit dem Ertrag aus dem digitalen Rubrikenmarkt finanzieren will. Dabei kauft Tamedia diese Plattformen aus den Print-Gewinnen!»
Und: «Den rückläufigen Print-Werbemarkt verantwortet Tamedia selbst, indem sie mit reinen Anzeigeplattformen ihre journalistischen Produkte konkurrenziert. Impressum fordert darum von Tamedia die Rückkehr zur finanziellen Kopplung von Journalismus und Anzeigenertrag – sowohl digital als auch gedruckt.» (hae/pd)
Welchen Impact hat diese These auf die Suchmaschinenoptimierung?
Redaktion
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12. März 2015
Die These macht die Runde, dass die semantische Suche zum Tod des Keywords führt. Werden die bisherigen SEO-Anstrengungen hinfällig und bricht der Suchmaschinen-Traffic ein? Die Wandlung der Suchmaschinen in semantische Suchmaschinen ist unumstösslich. Sie wollen die Bedeutung und den Sinn einer Suchanfrage verstehen, um sinnvolle, relevante Ergebnisse zu liefern, die nicht zwingend Begriffe (Keywords) der Suchabfrage enthalten. Welche Konsequenzen hat die Ausrichtung der Suchmaschinen auf die Suchmaschinenoptimierung? Keine Angst, die bewährten, bereits umgesetzten SEO-Massnahmen greifen weiterhin, sie sind lediglich den Anforderungen des semantischen SEO anzupassen: Das klassische Einzel-Keyword wie z. B. «Waschmaschine», das auf einer Page der Website abgehandelt wird, ist Vergangenheit. Um die Anforderungen der semantischen Suche zu erfüllen, muss der Website-Betreiber die Bedürfnisse der Suchmaschinen-Nutzer verstehen und in einem Keyword-Set festhalten.
Die Grundlage des semantischen Keyword-Sets sind Begriffe, welche die Suchmaschinen bereits ken- nen. Google publizierte diese im Suchfenster sowie im Keyword Planer. Bei der Suche nach «Waschmaschine » unterbreitet Google semantische Keyword- Alternativen wie «Waschmaschinen Test» oder «Waschmaschinen Testsieger». Der Keyword Planer erweitert das Set mit Begriffen wie «Kleine Waschmaschine », «Waschmaschine Trockner Kombi». Bei der Evaluation von semantischen Begriffen sollte man sich nicht nur auf Google verlassen. Mit Erfahrung und Inspiration sind die Bedürfnisse der Käufer zu erkennen, die ihr Suchverhalten beeinflussen. Beispielsweise: «Umweltfreundliche Waschmaschine », «Waschmaschine für Allergiker», «Toplader oder Frontlader», «Stark verschmutzte Berufskleider waschen». Wenn diese thematisch verwandten Keywords in den Website Content einfliessen, besteht die reelle Chance, potenzielle Kunden zu Beginn ihres Evaluationsprozesses anzusprechen. Für die finale Entscheidungsfindung nutzt der Kunde ganz andere Keyword-Kombinationen, die in das Set gehören: «Testsieger Waschmaschine für Allergiker », «Test umweltfreundliche Waschmaschinen », «Günstige kleine Waschmaschine kaufen», «Vorteil Toplader Waschmaschine», «Erfahrungsberichte Waschmaschine Trockner Kombi». Aus dem Set der semantischen Keyword-Recherche lassen sich Themen für die Content-Entwicklung bilden, welche den Aspekten der Evaluations- und Entscheidungsphase entsprechen:
– Was ist beim Kauf einer umweltfreundlichen Waschmaschine zu beachten? – Welche Waschmaschinen eignen sich für Single- Haushalte? – Worin unterscheiden sich Frontlader- und Toplader- Waschmaschinen? – Sind Waschmaschinen mit einem eingebauten Tumbler (Trockner) störungsanfälliger? – Was müssen Hunde- und Katzenhalter beim Kauf einer Waschmaschine beachten?
Mit diesen Themen wird der Website Content entwickelt, der sich auf die entsprechenden Keywords aus dem Set konzentriert. Der Content baut auf den Kundenbedürfnissen auf und erfüllt damit die Anforderungen der semantischen Suche.
Imre Sinka
Aufgespiesst: Wie es euch gefällt…
Männer schaffen das: Sie schenken ihrer Frau immer wieder rote Nelken, obwohl diese Blumen sie an den Friedhof erinnern.
Redaktion
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12. März 2015
Sie schenken zum dritten Mal das gleiche Parfum, obwohl der erste Flakon noch halb voll ist. Sie hat schliesslich gesagt, der Duft gefalle ihr. Frauen schaffen das: Sie fragen ihren Mann ständig, was er denkt. Obwohl er selten etwas denkt. Sie wünschen ihm rasch telefonisch einen schönen Abend, obwohl er bereits mit den Jungs im Stadion Party macht. Und sie laden zum Kaffee eine Freundin ein, weil es dann immer viel lustiger ist.
Halten Sie sich in Zukunft an ihren Computer. Der weiss wirklich, was Menschen wollen: Eine Studie des multidisziplinären Wissenschafts-journals PNAS belegt, dass Computer die Persönlichkeit eines Menschen und dessen Bedürfnisse besser beurteilen können als ihm naheste-hende Menschen oder Familienmitglieder. Und das aufgrund von Facebook-Likes. Je mehr Gefällt-mir-Angaben jemand auf Facebook macht, desto besser erkennt der Computer die Bedürfnisse der betreffenden Person. Wie überraschend. In Zukunft hilft es vielleicht, Kopf, Herz und Ohren zu öffnen, wenn man mit seinem Gegenüber interagiert. Oder auch den Mund. I like! afh
Scholz & Friends Zürich für Kinder in echter Not
Mit absurden Forderungen sowie einer Parodie auf typische Hilfswerk-Werbevideos bringt Scholz & Friends zusammen mit World Vision Schweiz aktuell eine Kampagne heraus, die auf ungewöhnliche Weise dazu anregt, weniger an sich selbst als an Kinder in Not zu denken.
Redaktion
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12. März 2015
In einer anonymen Startphase wurden hierfür schweizweit Parolen wie «Zweitponys für alle!» oder «Mindestsackgeld einführen!» plakatiert sowie als Banner geschaltet. Die Botschaften, die formal stark an Forderungen echter politischer Initiativen erinnern, sind zudem mit der URL Kinderinitiative.ch versehen.
Über diese gelangt man zum Herzstück der Kampagne: Ein Video, in dem Schweizer Kinder das bedauernswerte Opfer spielen, weil sie nicht das aktuellste Smartphone besitzen, das Kleid die falsche Farbe hat oder weil sie Brokkoli statt Kaviar essen müssen. Ein pathetischer Sprecher berichtet uns darüber hinaus vom unermesslichen Leiden der Kinder unter diesen inakzeptablen Umständen. Als er schliesslich dazu aufruft, etwas dagegen zu tun, unterbrechen die Kinder ihn mit ihrem Lachen sowie der echten Botschaft – nämlich zusammen mit World Vision Schweiz lieber Kindern in echter Not zu helfen und sie zu unterstützen.
Flankiert wird die Kampagne ausserdem von Strassenpromotionen, Ambient Media- Massnahmen sowie Stickern, Klebetattoos und Stofftaschen mit den irritierenden Forderungen, die man auf der Landingpage Kinderinitiative.ch kostenlos bestellen und anschliessend als Botschafter in die Welt tragen kann.
Verantwortlich bei World Vision Schweiz: Reto Engi (Direktor Marketing), Sebastian Bahner (Leiter Marketing & Kampagnen), Tanja Kulkies (Projektleiterin Kampagnen). Verantwortlich bei Scholz & Friends Schweiz: Roger Dobmann, Sabine Maja Bremermann, Wim Lanz, Avsar Yldiz, Manuela Miksa, Dan Nessler, Lukas Frei (Kreation) Mathias Rösch, Reinhard Vogel, Fabian Röthlisberger (Beratung und Strategie) Filmproduktion: Solid & Hallerfilm, Rudi Haller (Produktion), Christine Wiederkehr (Regie).
Serranetga: Interaktives Musikvideo für Samsung
Samsung und Serranetga veröffentlichen das erste interaktive Musikvideo, bei dem die User den Beat kreieren – und damit den individuellen Look ihres Videos bestimmen.
Redaktion
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12. März 2015
Auf Your-heartbeat.ch kann man seinen eigenen Remix des James Gruntz Songs «Heart Keeps Dancing» und gleichzeitig ein individuelles Musikvideo im GIF-Stil erstellen.
«Für die Remix-Version lassen sich in Echtzeit 25 Songelemente hinzu- und wieder ausschalten – von den Vocals über verschiedene Bässe und Drums bis hin zu Synthesizer und Shaker. Dabei wird mit jedem Klick auch ein anderes Musikvideo generiert. Den Tonspuren sind verschiedene Clips in der bunten Bildsprache von GIFs zugeordnet, die je nach Auswahl des Users aktiviert oder deaktiviert werden,» so Florian Beck, Executive Creative Director von Serranetga.
So entsteht von A cappella- bis Funk zu jedem Remix eine eigene Videoversion, die auf der Kampagnen-Startseite integriert und für die User auf Youtube bereitgestellt wird.
Aus allen Mixes wählen James Gruntz, Samsung und die Blick am Abend Musikredaktion die zehn Besten aus. Die Gewinner erhalten das neue Samsung Galaxy A und haben im Voting auf Blickamabend.ch die Chance, dass ihre Version zum offiziellen James Gruntz Remix gewählt wird.
Die Samsung-Smartphones Galaxy A3 und A5 sind mit vielen mit Foto-Funktionen wie GIF-Generator, Wide Selfie und 5 Megapixel Frontkamera ausgestattet. Mit der Verknüpfung von Online-Welt, Musik und Video spricht «Your Heartbeat» bewusst die junge Zielgruppe der neuen Samsung Galaxy A-Serie an.
Verantwortlich bei Samsung: Anja Olsson (Head of Marcom), Jennifer Rimann (Marcom Specialist). Verantwortlich bei Serranetga: Florian Beck (Executive Creative Director), Mitch Bekk (Regie & AD Film), Nicolas Hostettler (Digital Strategist), Luca Zurfluh (Junior AD Film), Antonia Meyer (Copywriter), Tanja Birrer (Consultant) Maurizio Rugghia (Managing Director), Sophie Toth (Line Producer, Shining Pictures), Tobias Kreutzer (UX, Design, Programming / heimoto), James Gruntz (Musik).
In der Printausgabe 5/15 vom 13. März 2015 erläutert ECD Florian Beck im Interview die Hintergründe zur Kampagne, spricht über die «Generation Smartphone» und erklärt, wieso jetzt die beste Zeit ist, um als Werber zu arbeiten.
Kein netter alter Mann
«Life goes on in den Goldenen Jahren und – sofern die Gesundheit mitspielt – sogar noch viel intensiver». Diesem Motto geht Anton Glanzmann gezielt nach. Er hat die Entwicklung der Schweizer PR der letzten 50 Jahre mittendrin erlebt und diese ein Stück weit auch mitgeprägt.
Redaktion
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12. März 2015
In die PR-Branche ist Anton Glanzmann «eigentlich eher reingerutscht», wie er sagt. Seither habe diese Arbeit ihn aber nicht mehr losgelassen. Das Schöne an der PR-Arbeit sei, dass man Einblicke gewinnt in so gut wie jeden Wirtschaftszweig und eben auch jede andere Branche. «Es gibt nichts, was ich nicht gemacht habe – fragen Sie mich», bekräftigt er herausfordernd. Nach 50 Jahren PR-Tätigkeit startet Anton Glanzmann nun schon wieder durch. Diverse Projekte sind in der Pipeline. Eines davon steht kurz vor dem Launch – ein Facebook-ähnliches Online-Portal, dessen vierjährige Entwicklungsarbeit in den letzten sechs Monaten von Studierenden in Marketing und Kommunikation der Universität St. Gallen begleitet wurde. Viel mehr will der gewiefte PRMann dazu aber noch nicht verraten. Nur so viel: Es handelt sich um ein Fortsetzungsprojekt der von ihm lancierten Golden Years Master Card und hat in der ersten Entstehungsphase noch nicht so viel mit Facebook zu tun, erst mit dem Ausbau sollen neuartige Gesprächsforen entstehen. Auf Facebook ist Glanzmann zwar präsent, Ecken in seiner glatt abgerundeten Medienpräsenz finden sich aber auch hier keine. Denn Glanzmann ist ein Image-Profi, er weiss, wie die Medien funktionieren und hat auch sonst bereits in jeder Branche mitgemischt.
(Anton Glanzmann hat in den Räumlichkeiten der PRW Public Relations + Werbe AG einige seiner Plakat-Sujets aufgehängt. Dazu gehören die oben stehende Kampagne zur Unfallverhütung sowie ein Bild des Verwaltungsrates der Pilatus-Bahn in Originalkostümen zur 100-Jahre Jubiläumsfeier.)
«Keine Verbote»
Entdeckt hat Glanzmann die Öffentlichkeitsarbeit, als er 1964 bei Knorr in die PR einstieg (Leitung Kochstudio, kulinarisches Informationszentrum). Dann ging aber alles sehr gezielt weiter. 1970 erhielt er das Angebot für eine Stelle bei PRW, zehn Jahre später leitete er die Agentur, welche Unternehmensund Politberatung betreibt. So mischte er in der Politik kräftig mit, seine Agentur PRW Public Relations + Werbe AG lancierte – während Jahren die Hausagentur der FDP – auch die «Trumpf Buur»-Inserate der «Aktion für freie Meinungsbildung», 1986 begann er das Spielbankenverbot zu bekämpfen, um nach gewonnener Volksabstimmung 1993 die Casinos in der Schweiz einzuführen. Mit besonderem Stolz erzählt er von der gewonnenen Volksabstimmung gegen ein Werbeverbot für Tabak und Alkohol mit dem schlichten, aber direkten Slogan «Keine Verbote». Aufsehen erregt hat er 1997 mit einem Ausbildungsprogramm für Verwaltungsräte auf Hochschulniveau. So reichte sein Netzwerk denn auch bis in die Spitze der chinesischen Regierung.
Mit seiner PRW hat Anton Glanzmann seinerzeit die Betty-Bossi-Kochbücher lanciert, in welchen er immer noch gerne blättert. Von der Nestlé-Baby- Food-Affäre spricht er noch heute mit einer solchen Überzeugung, dass er den Konzern – wie 1981 an der WHO – sogleich noch einmal verteidigen könnte. In der Tourismusbranche war Glanzmann im Destination Marketing tätig, beriet Tourismusorganisationen und Transportanlagen und betreute über 30 Jahre die Tourismusrepräsentanz der Regierung von Mauritius. Er hat den Club skifahrender Chefredaktoren ins Leben gerufen, war 20 Jahre Sekretär des Clubs kochender Journalisten, hat diverse PR-Branchenverbände präsidiert und den Bund der PR-Agenturen BPRA gegründet. Nebenbei gehören auch sportliche Tätigkeiten wie Joggen, Biken in den Bergen, Berg- wandern, Skifahren und Schneeschuhlaufen zu seinen Beschäftigungen. Als Präsident des Ski-Clubs Luzern engagiert er sich auch bereits über 10 Jahre im Sinne eines Social Commitment.
«Jeder will geliebt werden»
Anton Glanzmann ist nicht nur mit den Meinungsmachern und leitenden Persönlichkeiten bekannt und auch befreundet, er weiss auch sehr genau, wer er sein will und wie man ihn bitteschön auf keinen Fall wahrnehmen sollte. Denn schlussendlich sei jeder Mensch auch ein wenig eitel. Dies aus einem einfachen Grund: «Jeder will geliebt und daher auch so wahrgenommen werden, wie er sich selber sieht.» Wie Anton Glanzmann sich selber sieht? «Ich bin kein netter, alter Mann.» Vielmehr sei er energiegeladen und vorwärtsblickend, selten um Ideen oder Einfälle verlegen, und von Verboten statt Eigenverantwortung hält er nicht viel. Anton Glanzmann ist immer noch von einer nicht enden wollenden Energie getrieben, etwas bewegen zu wollen. Aber nett – nein, nett sei er nicht. Auch wenn er auf den ersten Blick so aussieht. Dahinter stecken jedoch eine gehörige Portion Aufmerksamkeit, Geschäftssinn und Neugier. Anton Glanzmann weiss genau, was er will, und geht diesen Weg strikt und ohne Zögern, aber doch meist stringent authentisch. Dabei habe er aber nicht gerade eine dicke Haut, fügt er an. So könnte er mit Negativ-Presse, Kritik ohne konstruktiven Ansatz und unfairen Angriffen überhaupt nicht gut umgehen, gibt er zu. Viel lieber konzentriert er sich auf neue Projekte und positive Reaktionen. Und davon gibt es mehr als genug.
Ursina Maurer
Roger Feiner neuer Vice President Content Strategy bei UPC Austria und UPC Cablecom
Ab dem 1. Oktober 2015 übernimmt Roger Feiner als Geschäftsleitungsmitglied die neu geschaffene Position des Vice President Content Strategy bei UPC Austria und UPC Cablecom.
Redaktion
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12. März 2015
Bei Teleclub verantwortet der 51-jährige Schweizer seit 2006 als Geschäftsleitungsmitglied und Sportchef die Sportprogramme des Unternehmens. In dieser Funktion trieb er erfolgreich den Ausbau des Sportangebots voran und erschloss dem Unternehmen durch den Erwerb diverser Sport-Portfolios zusätzliche Märkte und Zielgruppen.
Vor seiner Tätigkeit bei Teleclub hielt Feiner in mehr als zehn Jahren verschiedene Führungspositionen unter anderem bei der Fifa und bei SRG SSR Sport inne. Bei der FIFA war er als Director Broadcasting unter anderem verantwortlich für die weltweiten TV-Rechte und TV-Übertragungen des FIFA World Cup in Japan/Korea oder des Confederation Cup in Mexiko. Für die SRG SSR Sport leitete er als Leiter Sportrechte und Marketing unter anderem die Akquisition und Vermarktung der Formel 1 und der Olympischen Sommer- und Winterspiele. Feiner verfügt über eine Ausbildung der Rechtswissenschaften sowie einen Abschluss in Sport Management.
In seiner neuen Funktion als Vice President Content Strategy bei UPC Austria und UPC Cablecom rapportiert Roger Feiner direkt an CEO Eric Tveter und nimmt Einsitz in die Geschäftsleitung. In dieser Funktion wird er auch an der Weiterentwicklung der Content-Strategie von Liberty Global mitwirken. «Ich freue mich sehr, dass wir mit Roger Feiner einen Topmanager mit hervorragendem Leistungsausweis im Sportinhaltebereich für diese wichtige Funktion gewinnen konnten», sagt CEO Eric Tveter. Er ergänzt: «Seine Erfahrung und Kompetenz in diesen Bereichen wird uns in der zukünftigen Ausrichtung des Unternehmens, Unterhaltungspartner Nummer 1 zu werden, von grossem Nutzen sein. Ebenso wertvoll sind seine ausgewiesenen Kenntnisse im Bereich der Übertragungsrechte für Schweizer Fussball und Schweizer Eishockey. Für seine neue Aufgabe wünsche ich ihm viel Erfolg.»
Tamedia: Umsatzwachstum dank Digitalerträgen
Tamedia weist fürs Jahr 2014 sowohl ein Umsatz- wie auch ein Gewinnwachstum aus. Während das Umsatzplus hauptsächlich im Digitalgeschäft gründet, hat Tamedia die Gewinnmarge in allen Geschäftsfeldern verbessern können.
Redaktion
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12. März 2015
Der Umsatz des Tamedia-Konzerns stieg um 4,2 Prozent auf 1,115 Milliarden Franken. Beim Betriebsgewinn (EBIT) weist das Medienunternehmen ein Plus von 25,8 Prozent auf 160,6 MillionenFranken aus, der Reingewinn stieg dank des Buchgewinns aus dem Verkauf der Publigroupe-Aktien gar um mehr als ein Drittel auf 159,7 Millionen Franken.
Neben den Rubrikenplattformen wie Homegate.ch oder Jobs.ch hätten auch die Bezahlmodelle der Internetseiten von Tages-Anzeiger und Der Bund zum Wachstum des digitalen Geschäfts beigetragen, hiess es im Mediencommuniqué vom Donnerstag. Organisch ist die Digitalsparte demnach um 11,2 Prozent gewachsen, inklusive Akquisitionen um 16,4 Prozent. Der Spartenumsatz betrug 272,9 Millionen Franken Mittlerweile steuern die digitalen Angebote rund 24 Prozent zum Umsatz des Konzerns bei. Weil die Internetplattformen eine höhere Profitabilität aufweisen als das traditionelle Printgeschäft, beträgt der Gewinnanteil des Digitalgeschäfts vor Abschreibungen gar schon knapp 33 Prozent.
In der Sparte Print National, die hauptsächlich aus den Pendlerzeitungen wie 20 Minuten und Zeitschriften besteht, sank der Umsatz um 5,2 Prozent auf 357,2 Millionen Franken. Der Spartengewinn stieg gleichzeitig um 10,8 Prozent auf 66,0 Millionen Franken. Geprägt war die Sparte vom rückläufigen Ertrag mit Inseraten, Massnahmen zur Steigerung der Effizienz und Investitionen in die dänische Pendlerzeitung Metroexpress. Auch im Geschäftsfeld Print Regional, die vor allem aus den bezahlten Tageszeitungen besteht, machte sich der Rückgang des Inserateertrags bemerkbar. Durch die Übernahme der Ziegler Druck- und Verlags AG stieg der Spartenumsatz aber dennoch, und zwar um 3,8 Prozent auf 540,9 Millionen Franken. Der Gewinn vor Abschreibungen dieser Sparte fiel 10,9 Prozent höher aus und belief sich auf 89,7 Millionen Franken. (SDA)
Kennzahlen
2013
2013
Veränderung
CHF
in Mio. CHF
in %
Tamedia-Gruppe
Umsatz
1 114.5
1 069.1
4.2
Betriebsergebnis
vor Abschreibungen (EBITDA)
230.9
197.1
17.2
Marge (in %)
20.7
18.4
Betriebsergebnis (EBIT)
160.6
127.7
25.8
Marge (in %)
14.4
11.9
Ergebnis
159.7
119.1
34.1
Ergebnis pro Aktie (in CHF)
13.81
10.68
29.2
Dividende pro Aktie (in CHF)
4.501
4.00
12.5
Mittelfluss aus Geschäftstätigkeit
201.7
185.1
9.0
Bilanzsumme
2 156.2
2 176.6
–0.9
Eigenfinanzierungsgrad (in %)2
67.6
64.5
Print Regional
Umsatz (Betriebsertrag)
540.9
521.2
3.8
davon Intersegment
51.8
59.1
–12.3
EBITDA
89.7
80.9
10.9
EBITDA-Marge (in %)3
16.6
15.5
Print National
Umsatz (Betriebsertrag)
357.2
376.7
–5.2
davon Intersegment
2.9
2.6
14.4
EBITDA
66.0
59.5
10.8
EBITDA-Marge (in %)3
18.5
15.8
Digital
Umsatz (Betriebsertrag)
272.9
233.3
17.0
davon Intersegment
1.7
0.4
319.1
EBITDA
75.3
56.7
32.9
EBITDA-Marge (in %)3
27.6
24.3
Durchschnittlicher Mitarbeitendenbestand
3 471
3 394
1 Antrag des Verwaltungsrates
Eigenkapital zu Bilanzsumme
3 Die Marge bezieht sich auf den Umsatz
Goldbach Interactive bringt Osterhase ins Netz
Goldbach Interactive hat für Coop zum dritten Mal in Folge die Oster-Microsite gestaltet und realisiert.
Redaktion
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12. März 2015
Besucher der Oster-Microsite werden auf wechselnde Angebote aus dem Coop Sortiment mit bis zu 50 Prozent Rabatt aufmerksam gemacht. Darüber hinaus werden Bastel-Inspirationen und Rezepte für die Frühlingsküche angeboten – inklusive spezieller Allergiker-Rezepte. Auf die Teilnehmer am grossen Coop-Oster-Wettbewerb warten zudem Gewinne.
Die Responsive Design Microsite von Goldbach Interactive ist Bestandteil der von Valencia Kommunikation konzipierten und umgesetzten Coop Osterkampagne. In Kombination mit einem frischen Look&Feel sowie nützlichen Inhalten spricht die Site die ganze Familie an und lädt ein, sich auf Ostern einzustimmen. Zusätzlich gefördert wird die Online-Präsenz durch digitale Werbemittel. Die Microsite unter Coop.ch/ostern ist bis einschliesslich Ostermontag online.
Diplome werden je länger, je wichtiger. Gerade für die berufliche Laufbahn. Doch wer sich im Digital Marketing gezielt weiterbilden will, muss nicht zwingend auf Diplome setzen.
Redaktion
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12. März 2015
Im digitalen Bereich können auch zertifizierte Weiterbildungen oder Trainings je nach Bedürfnissen eine spezialisierte Weiterbildung garantieren. Doch macht es Sinn, eine Ausbildung zu absolvieren, welche keinen Diplom-Abschluss verspricht? Und welchen Wert hat eine solche Ausbildung dann überhaupt für die berufliche Laufbahn? Auf der anderen Seite verändern sich gerade im Digital Marketing die Bedingungen rasant. So stellt sich die berechtigte Frage, ob ein Diplomlehrgang über mehrere Jahre nicht bereits veraltet ist, bevor der Abschluss erreicht ist. Hinzu kommt, dass Diplomlehrgänge meist sehr kostenintensiv sind, eine Wahl also nicht leichtfertig getroffen werden kann. Die Werbewoche hat zwei Ausbildungsexperten um ihre Einschätzung zu diesem Thema gebeten. Antworten geben Raphaela Höhn, die zusammen mit Kristina Kaiser für die IAB-Diplomlehrgänge Digital Marketing verantwortlich ist, und Evelyn Leu, Training Specialist bei Google Schweiz und Österreich. Ursina Maurer
Raphaela Höhn ist, gemeinsam mit Kristina Kaiser, für die IAB-Lehrgänge Digital Marketing verantwortlich.
Wie wichtig Diplome im digitalen Marketing sind – und wie lange diese überhaupt Gültigkeit haben –, beantwortet Raphaela Höhn. Sie ist der Ansicht, dass ein Diplom nicht veralten kann, wenn das Wissen in der Praxis regelmässig und gezielt angewendet wird.
WW: Diplome sind nicht immer notwendig, Knowhow kann man sich auch in der Praxis – oder eben in Trainings – aneignen. Stimmt das? Praxis und Erfahrungen im Job sind das Wichtigste. Aber oft fehlt einem während oder nach der Arbeit die Zeit, ergänzende oder neue Themen zu erlernen. Zudem sind Diplome für Bewerbungen hilfreich, da man damit einen gewissen Wis-sensstand belegen kann. Vor allem in jungen Jahren helfen Diplome, im Job voranzukommen, den Horizont zu erweitern und Lernwillen zu zeigen.
Was spricht für eine Weiterbildung mit Zertifizierung oder Diplom? Ein Diplom untermauert das Erlernte, da man auf die Prüfung lernen muss und der Wissensstand abgefragt wird. Bei einem Kurs mit Teilnahmebestätigung kann der Teilnehmer sich auch nur berieseln lassen, ohne sich aktiv mit dem Stoff auseinanderzusetzen. Was die IAB-Zertifizierung anderer Schulen/ Kurse angeht, so bestätigt die IAB damit, dass der Digital-Marketing-Inhalt ein gewisses Niveau, eine gewisse Relevanz hat. Als Fachverband ist es uns ein Anliegen, dass wirklich Digital Marketing drin ist, wo Digital Marketing drauf steht.
Das Digital Marketing ist vielen Veränderungen und Neuerungen unterworfen. Kann sich der Diplomlehrgang Digitales Marketing (Grund- und Aufbaukurs) diesen Veränderungen schnell genug anpassen? Ja, definitiv. Alle unsere Referenten sind Fachleute aus der Praxis. Sie erleben die Veränderungen täglich bei ihrer Arbeit hautnah und können sie dann eins zu eins an die Kursteilnehmer weitergeben.
Lernen auf Raten macht meist nicht viel Sinn. Wie lange ist ein solches Diplom gültig, und wie kann die IAB sicherstellen, dass ein solches auch in fünf Jahren nicht bereits veraltet ist? Jedes Diplom «veraltet», wenn man das Erlernte nicht aktiv anwendet. Es liegt in der Natur der Dinge, dass die Welt nicht stillsteht. Beim Digital Marketing gehen die Veränderungen etwas schneller voran als bei anderen Themen. Aber man muss überall dranbleiben. Somit liegt es an jedem selber, ob er ein Diplom beziehungsweise das Erlernte «veralten » lassen will oder nicht. Die IAB kann nur belegen, dass jemand zum Zeitpunkt der Diplomvergabe einen gewissen Wissensstand hatte.
Digital-Marketing-Lehrgang
Die IAB Switzerland hat vor rund drei Jahren den Digital-Marketing- Lehrgang für Einsteiger gestartet. Dies zusammen mit den Partnern Blick.ch, Goldbach Audience, Google, Microsoft, NZZ, Publimedia, Swisscom, Tamedia und Tradedoubler. In der Zwischenzeit sind weitere Partner und Kursangebote hinzugekommen. Die Kurse der IAB Academy richten sich an Personen aller Berufsgattungen, die ein Grundwissen in Digital Marketing erwerben und/oder in den Bereich der digitalen Medien einsteigen möchten. Die Nachwuchsförderung und Marktentwicklung ist dem Country-Director von Google Schweiz, Patrick Warnking, ein Anliegen: «Agenturen und Werbetreibende teilen uns immer wieder mit, dass sie einen dringenden Bedarf an Nachwuchs im Bereich Online-Marketing haben. Diese Herausforderung hat die IAB aufgegriffen und mit uns und anderen Partnern einen Lehrgang für Online Marketing entwickelt. Diese Brancheninitiative startete im April 2012 – und sie hat uns auch veranlasst, selbst der IAB beizutreten. Im Rahmen der Digital-Marketing- Grund- und -Aufbaukurse engagieren wir uns mit Kursen zu Suchmaschinen-Marketing. Wir glauben, dass wir damit einen sinnvollen Beitrag zur Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz leisten können.»
Know-how für die Handhabung eines spezifischen Tools
Evelyn Leu gibt kostenlose Trainings zu Google AdWords, dem Google-Display-Netzwerk, Werbung mit YouTube, aber auch zu Themen wie Google Analytics oder Google Shopping. Leu nimmt gleichzeitig auch als Ausbildnerin am IAB-Diplomlehrgang Digitales Marketing (Grundkurs) mit einem Modul zu Suchmaschinenmarketing teil. Sie ist der Ansicht, dass ein zusätzlicher CAS etwa nicht immer zwingend notwendig ist.
WW: Diplome sind nicht immer notwendig, Knowhow kann man sich auch in der Praxis – oder eben in Trainings – aneignen. Stimmt das? Und was spricht für eine reine Spezialisierung? Wenn ich schnell und konzentriert eine Ausbildung brauche, die ich auch gleich in der Praxis anwenden kann, muss ich als Erstes überlegen, wie viel Aufwand ich investieren kann. Je nach persönlicher Situation kann der Besuch einer Fachhochschule oder eines CAS sinnvoll sein. Möchte ich gezielt Wissenslücken schliessen oder mich auf ein spezifisches Tool bezogen weiterbilden, können praxisbezogene Weiterbildungen und Trainings zielführend sein. Gerade Einzelunternehmen und KMU benötigen für ihre digitale Marketing-Strategie nicht zwingend einen zusätzlichen CAS, sondern lediglich das Know-how für die Handhabung eines spezifischen Tools, wie etwa Google AdWords, Google Analytics oder Display-Werbung. Viele Nutzer dieser Instrumente starten, ohne sich Ziele zu setzen und ohne ein Basis-Know-how. Dies kann leicht zu Misserfolgen führen. Mit einem spezifischen Training sind sie jedoch in der Lage, eine gezielte Kampagne mit konkreten Zielen zu starten und die Ergebnisse dann auch in harten Zahlen zu messen und zu analysieren. Die Trainings gehen von Grundkursen bis zu spezialisierter Know-how- Vermittlung.
Aber ein Gratis-Google-Training – das klingt ein wenig nach Verkaufsveranstaltung. Meine Trainings sind nicht darauf ausgerichtet, den Besuchern das Tool als einzig Wahres anzupreisen. Vielmehr zeige ich Interessenten die Möglichkeiten auf, wo sie unsere Tools einsetzen und wie sie diese ausprobieren können. Ich möchte lediglich dasjenige Wissen vermitteln, das die Personen benötigen, um das Tool erfolgreich einsetzen zu können.
Sie vermitteln das Wissen der Google-Trainings auch im Diplomlehrgang Digitales Marketing der IAB. Ist hier die Ausrich-tung sehr viel anders? Vom Inhalt her unterscheiden sich die Kurse nicht so stark. Beim IAB-Modul gehe ich nicht so detailliert auf die Arbeit in einem AdWords-Konto ein. Im IAB-Digital-Marketing-Grundkurs gebe ich einen Einblick ins Suchmaschinenmarketing mit Google AdWords und welche Faktoren dabei erfolgsentscheidend sein können. Das IAB-Grundlagen-Modul bildet eine solide Basis und kann als Ergänzung zum klassischen Marketing dienen. Der Digital- Marketing-Aufbaukurs baut auf diesem Know-how auf. Im Vertiefungsmodul wird dann gezielt die Praxis um das Google-AdWords-Know-how gefördert. So liegt der Fokus hier auf Themen wie der Kampagnenstruktur oder den Optimierungsmöglichkeiten einer Kampagne.
Was spricht für eine Weiterbildung mit Zertifizierung oder Diplom? Für den Lebenslauf sind Zertifikate und Diplome extrem wichtig. Man ist aber bereits davon weggekommen, reine Theorieausbildungen zu machen, da man festgestellt hat, wie wichtig der Praxisbezug ist. Aber «Lernen auf Vorrat» ist gerade im Bereich des digitalen Marketings nicht sinnvoll, da die Entwicklung in rasantem Tempo voranschreitet. Eine Weiterbildung macht in diesem Fachbereich vor allem dann Sinn, wenn die Möglichkeit besteht, das Gelernte in der Praxis umzusetzen – idealerweise auch gleich während der Kurse.
Google-Trainings
Die Google-Trainings (www.google.ch/ads/training) sind für alle Interessierten aus den Bereichen wie KMU, Media- und Kreativagenturen sowie für Studierende offen. Zudem hat die Google-Partner-Academy speziell für Agenturen Trainings entwickelt. Auf die Trainings folgen zertifizierte Prüfungen, welche Google weltweit anerkennt. So sind diese Zertifikate zwar nicht staatlich anerkannt, trotzdem aber nicht nur ein Pluspunkt im Portfolio, den auch die IAB im Diplomlehrgang Digitales Marketing berücksichtigt, sondern gerade für Selbstständige, KMU oder Brancheneinsteiger eine gefüllte Wissenslücke.