Die Quadratur des Fussballs

Zeitungen Dass es den Fussballern des FC Luzern diese Saison nur gerade für die zweithöchste Liga des Schweizer Fussballs reicht, hat auch was Gutes.

Zeitungen Dass es den Fussballern des FC Luzern diese Saison nur gerade für die zweithöchste Liga des Schweizer Fussballs reicht, hat auch was Gutes.Inspiriert von Luzerns erfolgloser Kickerei baute das Publicis-Team unter der Leitung von CD Uwe Schlupp, Johannes Jost (Text) und Sven Christinger (AD), für seinen Auftraggeber Neue Luzerner Zeitung einen runden Ball zu einem eckigen um und fragt auf einem der fünf Anzeigesujets neckisch: Wann läuft’s wieder rund für den FCL? Die Luzerner Fussballer dürfen ob dieser Werbung nicht besonders erfreut sein. Schliesslich genügte es, wenn sie sich auf dem Fussballplatz regelmässig so fühlen, als müssten sie mit einem eckigen Fussball kicken.

Die Swica-Konjugation

Krankenkassen Trotz guter Testergebnisse ist das Markenbild der Swica seit dem preisgekrönten Rentner-Sex-Spot erodiert. AA&I setzt mit ihrer Lifestyle-Image-Kampagne Swicas Trading-up-Strategie um.

Krankenkassen Trotz guter Testergebnisse ist das Markenbild der Swica seit dem preisgekrönten Rentner-Sex-Spot erodiert. AA&I setzt mit ihrer Lifestyle-Image-Kampagne Swicas Trading-up-Strategie um.Mit der bevorstehenden Prämienrunde ziehen auch die neuen Krankenkassen-Kampagnen und Follow-ups ins Land. Allerdings verringert jeder Preisaufschlag das Verständnis für teure Imagepolituren der Versicherungen. Die richtige Balance zwischen Bekannt- und Beliebtheit finden und den nötigen Share of Voice erreichen, um möglichst viele «gute Risiken» zu gewinnen: Das ist die Quadratur des Kreises für Auftraggeber und ihre Werbeagenturen.Die Winterthurer Top-5-Kasse Swica, die einen fast traditionell DM-lastigen Mediamix pflegt, entschied sich nach einem Pitch im April für die Zürcher Agentur Advertising Art & Idea (AA&I). Fest stand damals nur, dass sie die Weiterentwicklung des überdachenden Konzepts – «Ich vertraue Swica» – mit Skiprofi Sonja Nef wollte. Bald wurde klar, dass mit diesen Mitteln und dieser Strategie an eine stärkere Abgrenzung von der vor allem im Above-the-line-Bereich starken Konkurrenz kaum zu denken war. Deshalb wurden in den Sommermonaten sämtliche Werbemittel neu erarbeitet.
Das Resultat – drei Anzeigen und zwei TV-Spots – kommt ohne Promi aus und vermittelt ein Image, das der Umbenennung zur «Gesundheitsorganisation» Rechnung trägt. Daher rührt wohl auch der jüngste Entscheid von Swica-Direktor Hans-Ueli Regius, die angekündigte Billigkrankenkasse Prima nicht zu lancieren. Diese hätte sich kaum mit der Positionierung einer selbstbewussten Swica in Richtung attraktives Yuppieland in Einklang bringen lassen.
Mit diesem psychografischen Profil dürfte eine Risikostruktur einhergehen, die vor allem aus gesundheits-, fitness- und auch markenbewussten Menschen besteht, ist sich Stefan Winzenried, AA&I-CD, sicher. So wie sich das Holmes-Place-Mitglied nicht in ein kommunes Fitness-Center begibt, so soll sich auch der Swica-Kunde gerade diese Krankenkasse leisten wollen, weil es sich bei Swica um eine Marke handelt, die sich als Gesundheitsorganisation und nicht als Fürsorgerin versteht. Mit der kommunikativen Leitidee «Ich bin Swica» und «Wir sind Swica», die sich für die externe wie die identifikationsstärkende interne Kommunikation eignet, soll diese Lebenshaltung durch vitale und gesunde Menschen zum Ausdruck gebracht werden. Der Claim «Gesunde Sicherheit» werde dabei durch die Neupositionierung gestützt.
Gibt pro Versicherten bis zu sechsmal weniger für Werbung aus als die Konkurrenz: Swica.
Krankenkassen Für die neue Swica-Imagekampagne stapelt die neue Hausagentur AA&I nach dem Rentner-Sex-Spot eine Stufe tiefer – bleibt aber nackten Tatsachen treu. >> S. 9
Luca Aloisi

Eqal rappt sich ins TV

SF DRS Mit dem Hip-Hop-Produzenten Sacha dos Santos alias Morph hat sich die Zürcher Eqal Visual Productions einen Platz im Schweizer Fernsehen ergattert.

SF DRS Mit dem Hip-Hop-Produzenten Sacha dos Santos alias Morph hat sich die Zürcher Eqal Visual Productions einen Platz im Schweizer Fernsehen ergattert.Am 27. August startet ihre Auftragsproduktion «Morph» als eine von fünf Jugendsendungen, welche die Nachfolge von «Oops!» auf SF 2 antreten. Die anderen neuen Formate werden von SF DRS selbst produziert oder im Ausland eingekauft. Morph beeindruckte auch die Verantwortlichen von SF DRS so, dass sie dem ursprünglich «Word-TV» genannten Projekt seinen Namen verliehen.

Suche nach Synergien

Radio DRS 3 und Virus behalten sich weitere gemeinsame Sendungen vor.

Radio DRS 3 und Virus behalten sich weitere gemeinsame Sendungen vor.Bendicht Luginbühl, seit knapp fünf Monaten Programmleiter von DRS 3 und Virus, schliesst weitere programmliche Kooperationen zwischen DRS 3 und Virus nicht aus. «Wir wollen Kosten sparen und nach Synergien suchen», sagt er auf Anfrage. Ziel sei es, beide Sender noch besser in ihren Zielgruppen zu verankern. Dazu wolle man die Moderationsausbildung koordinieren und sich vermehrt unter die
angepeilten Hörer mischen, was
ab Oktober mit einem satellitengestützten Übertragungswagen für Livereportagen machbar werde. Virus werde diesen Wagen ebenfalls einsetzen können, zudem sei es möglich, «diverse Spezialsendungen auf beiden Sendern auszustrahlen», sagte der Programmleiter. Und: «In Zukunft sind weitere Kooperationen vorstellbar.»
Kooperationen zwischen DRS 3 und Virus sind nicht neu: Seit Mitte Mai strahlt Virus die Hitparade von DRS 3 zeitgleich aus, umgekehrt übernimmt DRS 3 seit dem 2. Juni die Sendung «Sounds» von Virus.
(mk)

Eugster braut Suppen

Die Werbeagentur Eugster Kommunikation in Rorschacherberg hat zwei neue Kunden im Portefeuille:

Die Werbeagentur Eugster Kommunikation in Rorschacherberg hat zwei neue Kunden im Portefeuille:Für die Hügli Nährmittel AG in Steinach übernimmt sie den Markenrelaunch verschiedener Sortimentsbestandteile im Bereich Foodservice. Erste Resultate werden im Winter zu sehen sein. Eugster gewann den Etat in einem Pitch unter drei Agenturen. Für den St.Galler Kosmetikhersteller Mila d’Opiz realisiert Eugster ein durchgängiges Konzept zur Kundenbindung und -akquisition für Kosmetikinstitute.

Steigbügelhalter der Macht

Aufgefallen Wer im nahenden Wahlherbst als Erste(r) durchs Ziel geht, entscheiden die Medien. Das ist zwar nicht gut so, aber doch besser (sprich: demokratischer) als die Politkommunikation in den guten alten Zeiten der Ideologien.

Kolumne Wer im nahenden Wahlherbst als Erste(r) durchs Ziel geht, entscheiden die Medien. Das ist zwar nicht gut so, aber doch besser (sprich: demokratischer) als die Politkommunikation in den guten alten Zeiten der Ideologien.Vor langer Zeit notierte ein gewisser Goethe gereizt: «Was von Seiten der Monarchen in die Zeitungen gedruckt wird, nimmt sich nicht gut aus: Denn die Macht soll handeln und nicht reden.» Was hätte der Weimarer Dichterfürst wohl von der penetranten Medienpräsenz amtierender und kandidierender helvetischer Machthaber in diesem Wahlherbst gehalten? Vermutlich dies: «Arme Leute: So viel reden müssen für so wenig Macht!»
Müssen? Dürfen! Unsere Classe politique hat heute mindestens ebenso viele – weil zunehmend käufliche – Chancen zur öffentlichen Selbstdarstellung, wie sie Hoffnungen auf fette Aufmerksamkeitsdividenden hegt: Und je «mediengerechter» (d.h. unpolitischer) der Auftritt, umso eher guckt der Publikumssouverän gelegentlich hin, desto fröhlicher klingeln aber auch die Medienkassen. Mit einem Wort: Politikwerbung hat sich zum allseits profitablen Gesamtkunstwerk gemausert, und wer nicht mitbietet, ist selber schuld oder pleite.
Missgünstige, aber durchaus auch wohl meinende Demokraten haben dennoch alles (Gut)Menschenmögliche gegen die-se Entwicklung einzuwenden. Wissenschaftliche und andere Beobachter diagnostizieren einen Überhang an Politikdarstellung auf Kosten von Politikherstellung, von Symbol- anstelle von Entscheidungspolitik, von Händeschütteln statt von Handaufheben (im Parlament), eben von Reden statt Handeln.
Na und? Ist denn Basisdemokratie nicht die Staatsform der Geduld, die nach dem Motto funktioniert: «Me mues halt rede mitenand»? Dass die grassierende Kommunikationitis nicht nur etwas kostet, sondern politisch auch oft etwas einbringt, mag Habenichtse zwar plutokratisch anmuten, entspricht aber durchaus marktwirtschaftlicher Logik. Ist etwa der quacksalberische Dr. Eisenbart ein so viel besserer «Spin Doctor» als Dr. Placebo? Ist politischer Biss bekömmlicher als Politik mit gestifteten Zahnbürsten? Einmal mehr
prügelt man offenbar den (Verpackungs)Sack Werbung und meint doch eigentlich den Esel Mediendemokratie.
Ohne mediale Vermittlung läuft politisch nichts und ohne Politikerwerbung erst recht nicht, bei Sachfragen wie bei der Kandidat(innen)kür. Wer sich über die lange Dauer und die schlichte binäre Kodierung (Ja/Nein) von Kampagnen aufhält, sollte zur Kenntnis nehmen, dass es viele Mitbürger(innen) gibt, die Politisches nur langsam kapieren,
falls überhaupt. Und dass Massenkommunikation nur funktioniert, wenn sie einfach daherkommt und einladend. Drum setzte sich Schröder auch auf Gottschalks Bänkchen. Nicht zu vergessen ist nämlich, dass Politik mehr denn je auch in eigener Sache, als legitimationsbedürftiges Handlungsfeld, Werbung braucht – und seis durch Medienunterhaltung.
Die Macht, die für Goethe noch unteilbar war, wird heute eben auch auf Medienpublika verteilt. Diese dürfen ihre Politschauspieler gleich zweimal an- und abwählen: erst per Fernbedienung – eine Frühform von E-Demokratie – und später an der Urne. «Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen», befand vor Zeiten ein anderer Klassiker, Friedrich Schiller nämlich. Wer sollte heute, im Wahlherbst, was wägen und wen: politische oder Geschmacksurteile, von mündigen Bürgern oder verwöhnten Unterhaltungskonsumenten? Und mit welcher Legitimation: derjenigen einer selbst ernannten Elite? Dann doch noch lieber das rituelle Medien-Politspektakel.
> Ulrich Saxer war Publizistikprofessor an der Universität Zürich und
Ordinarius für Kommunikationssoziologie in Lugano.

Domain-Streit bitte friedlich regeln

Eine Mehrheit der Internet-Community in der Schweiz wünscht sich einen aussergerichtlichen Streitbeilegungsdienst für .ch-Domains.

Eine Mehrheit der Internet-Community in der Schweiz wünscht sich einen aussergerichtlichen Streitbeilegungsdienst für .ch-Domains.Dies hat eine Studie der Internet-Registrierungsstelle Switch und des Bundesamts für Kommunikation ergeben. Wenn über die Rechte eines bereits registrierten Domain-Namens Uneinigkeit herrsche, wünschten sich die Parteien ein rasches und kostengünstiges Verfahren, um ihre Interessen durchzusetzen, heisst es in einer Mitteilung von Switch. Obwohl das Schweizer Rechtssystem effizient und kostengünstig sei, fänden 54 Prozent der 1000 Befragten die Einrichtung eines Streitbeilegungsdienstes wichtig. Die Auswertung der Befragung steht als PDF-Datei auf www.switch.ch bereit.

Verschärfte Sommerflaute

Werbeaufwand Der Bruttowerbeaufwand in der Schweiz ging im ohnehin stets umsatzschwachen Monat Juli gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent zurück.

Werbeaufwand Der Bruttowerbeaufwand in der Schweiz ging im ohnehin stets umsatzschwachen Monat Juli gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent zurück.Werbeaufwand Der Bruttowerbeaufwand in der Schweiz ging im ohnehin stets umsatzschwachen Monat Juli gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent zurück. Den grössten Rückgang (um 11,2 Prozent auf 91 Millionen Franken) erlitten die Tageszeitungen. Laut Media Focus setzten sie erstmals seit Januar 1999 in einem Monat weniger als 100 Millionen Franken mit kommerzieller Werbung um. Auch die Publikumszeitschriften litten (–7,9 %), während die Fachzeitschriften das erste positive Ergebnis (0,5 %) seit Januar verzeichneten. Die Radiowerbung blickt mit einem Plus von 1,3 Prozent weiterhin auf ein durchweg positives Jahr. TV legte um 12,8 Prozent zu und liegt über alle sieben Monate nur noch 0,1 Prozent zurück. Das Kino meldet mit einem Wachstum um 64,6 Prozent ein
beachtliches Sommerhoch. Weniger erfreulich ist das Resultat der Plakatwerbung (minus 7,3 Prozent). Immerhin sinke das kumulierte
Jahresminus nach dem miserablen 1. Quartal jeden Monat, kommentiert Media Focus.

Adressbuch Produktion und Kreation

Mit über 3000 Adressen für Produktion und Kreation sowie mit aktuellen Beiträgen namhafter Fachautoren ist das Jahrbuch «Produktion + Kreation» der ideale Schlüssel zur schweizerischen Werbeszene.

Mit über 3000 Adressen für Produktion und Kreation sowie mit aktuellen Beiträgen namhafter Fachautoren ist das Jahrbuch «Produktion + Kreation» der ideale Schlüssel zur schweizerischen Werbeszene.Das Adressbuch aus dem Verlag Media-Daten AG ist übersichtlich nach 330 Stichworten geordnet. Die Adressen reichen von Fotografen, Digitaldruckereien, Film- und AV-Produzenten bis Datenbankbetreuern oder Mausmattenherstellern. Das 200-seitige Werk wird in benutzerfreundlicher Wiro-Spiralbindung geliefert und kann für 110 Franken (+ Mwst.) bei Media-Daten AG über Telefon 01 296 97 98 oder Fax 01 296 97 02 bestellt werden.

Soldini Bienenfeld wird zum Virenschreck

Die Zürcher Werbeagentur Soldini Bienenfeld ist neu für die Sicherheitssoftware Norton Antivirus zuständig.

Die Zürcher Werbeagentur Soldini Bienenfeld ist neu für die Sicherheitssoftware Norton Antivirus zuständig.Sie gewann den Etat der Firma Symantec in einem Pitch gegen fünf weitere Agenturen. Die Werbemassnahmen, die noch im August starten, fokussieren schweizweit auf den Einsatz am Point of Sale.

Grosser Bahnhof für Graubünden

Tourismus Ende Mai gewann Advico Young & Rubicam die Konkurrenzpräsentation für die Markenkampagne des Kantons Graubünden.

Tourismus Ende Mai gewann Advico Young & Rubicam die Konkurrenzpräsentation für die Markenkampagne des Kantons Graubünden.Jetzt gehts los: Mit buchstäblich wegweisender Werbung für den Event «Züri retour» vom 5. bis 7. September im HB Zürich. An der linken Wand der Perronhalle lotst ein gigantischer Wanderwegpfeil täglich Hunderttausende von Reisenden auf den Platz des Geschehens: die grosse Bahnhofshalle, wo ein multimediales 200. Geburtstagsfest für den Kanton Graubünden zelebriert wird. Dazu werden in Stadt und Agglomeration Zürich Strassen-, Tram- und S-Bahn-Plakate zu sehen sein. Weitere Massnahmen aus Gockhausen für Graubünden werden folgen.

So sexy kann ein Fernseher werben

Fernsehen DDB Zürich bewirbt «People», die neue und erste helvetische Klatschsendung der Schweizer Illustrierten auf Sat 1.

Fernsehen DDB Zürich bewirbt «People», die neue und erste helvetische Klatschsendung der Schweizer Illustrierten auf Sat 1.Was «Seitenblicke» für ORF und 3sat ist, soll «People» für die Schweizer TV-Gemeinde werden. Am 25. August durften Eidgenossen mit Hang zum Tratsch (und das sind nicht wenige) erstmals durch das Fenster von Sat 1 einen Blick auf die Welt der Schönen und Reichen werfen. Eingelassen wurden sie als Gäste in den Wohnwagen von Franco Knie sowie in die Wohnwelten der Miss-Schweiz-Finalistinnen. Bei diesem Blick durch die Schlüssellöcher der Nation werden die Zuschauer in «People» jeweils von der Bernerin Anita Kunz begleitet. Die ehemalige Newsmoderatorin von Tele M1 hat ihre Gäste bis jetzt nicht zum Planschen in die Badewanne gebeten, wie es sonst bei ähnlichen Homestorys der Schweizer Illustrierten die seifig-saubere Norm ist. Ihre Fragen sollen aber immerhin «so tief gehen wie mein Ausschnitt», hat die Moderatorin im schillernden Glamour-Kleid einer Kollegin von Blick verraten – ob dabei die nackte Wahrheit zu Tage treten wird, bleibt dahingestellt.Lücke geschlossen
Entwickelt und produziert wurde das neue Klatsch- und Lifestyle-Magazin von Sat 1 Schweiz in Zusammenarbeit mit Ringier-TV und der Schweizer Illustrierten. Redaktionsleiterin von «People» bei Ringier-TV ist Anouk Haimoff. «Mit der neuen Show hat der Medienkonzern in der Schweiz eine televisionäre Lücke geschlossen, fehlte doch bis anhin ein TV-Magazin, das auch Klatsch und Tratsch über Promis bringt», meint man bei DDB Zürich.
Montag ist Promitag
Die Agentur hat nach der erfolgreichen und mehrfach preisgekrönten Kampagne für die Übertragung der Fussball-WM auf Sat 1 Schweiz jetzt auch die Werbung für das Glamour-Magazin gestaltet. DDB Zürich deklariert in ihrem Konzept den Montag zum Promitag und inszeniert damit TV-Geräte als Stätte des Promi-Geschehens.
«Schliesslich soll ‹People› so hautnah und exklusiv aus der Glamourwelt berichten, dass es fast so interessant ist, wie den leibhaftigen People zu begegnen», meint Creative Director Patrick Lienert. Zumindest in der augenzwinkernden Kampagne ist das den Kreativen vom Zollikerberg gelungen. Die Umsetzung zeigt sowohl in den Spots als auch in den Anzeigen diese «überspitzte Inszenierung von Prominententum», indem eben nicht Protagonisten der Glitzerwelt im Zentrum des Interesses stehen. Der eigentliche «Star» in den Spots und Anzeigen ist das TV-Gerät. Der Glotze fliegen die BHs kreischender Fans zu und an die endlich flirrende Mattscheibe. Auch die Linsen der Paparazzi sind nicht mehr auf
die Promis gerichtet, sondern fokussieren ihre Schärfe erwartungsfroh auf die TV-Geräte. Mit anderen Worten: «Die Sendung soll interessanter als die Promis selber werden», hoffen die Werber mit ihren Sujets versprechen zu können.
Das TV-Magazin will sich gemäss Konzept «ein wenig gestylter als die Schweizer Illustrierte positionieren». Zudem werden auch eigentliche Styling-Tipps in der Sendung abgegeben, so dass es für DDB ein Muss war, auch die Werbung «mit Niveau daherkommen zu lassen».
Konsumaffines Umfeld
DDB Zürich hat für «People» eine Kampagne für TV, Kino, Radio und Print geschaffen. Die beiden Spots sind von Addictive Productions unter der Regie von Markus Welter realisiert worden, der auch für die DDB-WM-Werbung gearbeitet hat.
Neben der Erstausstrahlung von «People» in zwei – werberechtlich bedingten – eigenständigen Teilen am Montagabend auf Sat 1 kommen zwei Wiederholungen pro Woche dazu. Bei Sat 1 Schweiz und Cinecom & Media AG rechnet man mit wöchentlich insgesamt 170000 Zuschauern. Die Machart der Sendung soll «ein äusserst konsumaffines Umfeld für die Werbetreibenden» bieten, weiss man bei Cinecom heute schon.
Wessen Herz voll ist, befreit sich vom textilen Korsett und lässt tausend Blumen sprechen: DDB lanciert die Promisendung «People» von Ringier-TV auf Sat 1 Schweiz mit einem Schuss pikanter Ironie.
Andreas Panzeri
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