Flowcube kuschelt mit Teddy’s

Die Zürcher Agentur Flowcube ist vom Westschweizer Modelabel Teddy’s mit der PR-Arbeit beauftragt worden. Die Marke soll stärker positioniert und profiliert werden. Teddy’s verkauft laut Flowcube jährlich 4 Millionen Kleidungsstücke in Waren-, Mo

Die Zürcher Agentur Flowcube ist vom Westschweizer Modelabel Teddy’s mit der PR-Arbeit beauftragt worden. Die Marke soll stärker positioniert und profiliert werden. Teddy’s verkauft laut Flowcube jährlich 4 Millionen Kleidungsstücke in Waren-, Mode- und Versandhäuser, Jeans-Stores und Trendläden. Seit 2003 wird auch ein Shop-in-Shop-Konzept umgesetzt. Ende November wurde der erste «Teddy’s Store» in Luzern eröffnet.

Uni Lugano kürt 25 Kommunikationsprofis

Diplom An der Universität von Lugano haben 25 Kandidaten den vierten Lehrgang zum Master of Science in Communications Management abgeschlossen.

Diplom An der Universität von Lugano haben 25 Kandidaten den vierten Lehrgang zum Master of Science in Communications Management abgeschlossen.Den Burson-Marsteller Award für das beste Diplom erhielt Tanja Passow, Corporate Communications Manager von Mettler-Toledo International. Die Liste der neuen Masters of Science in Communications Management finden Sie auf der Website der Werbewoche.

Vier neue Kunden für Zahner & Partner

Die St. Galler PR-Agentur Zahner & Partner (Z&P) meldet vier neue Kunden.

Die St. Galler PR-Agentur Zahner & Partner (Z&P) meldet vier neue Kunden.Den Schleifmittelhersteller Sia Abrasives aus Frauenfeld berät Z&P bereits seit dem Sommer in den Bereichen Corporate Communications und Investor Relations. Auch das St. Galler Entsorgungsunternehmen Texta AG und der Schweizerische Immobilienschätzer-Verband werden neu von Z&P betreut. Zudem wurde die Agentur nach einem Wettbewerb mit der Organisation und Durchführung der ersten Museumsnacht St. Gallen im September 2004 beauftragt.

PWA-Index im Steigflug

E-Commerce I Der PWA-Index ist im November um 0,2 Zähler auf 102,1 Punkte gestiegen.

E-Commerce I Der PWA-Index ist im November um 0,2 Zähler auf 102,1 Punkte gestiegen.Abgesehen von der Sommerflaute (Juli und August) verzeichnete der Index, der die Entwicklung der Online-Werbeausgaben anzeigt, das ganze Jahr über Zuwachs. Die Tendenz für 2004 sei nach wie vor sehr positiv, heisst es vom Online-Mediaberater Publimedia Webadvertising (PWA).

Weiterhin Zoff um Plakatkonzessionen

Plakate Die Luzerner Plakatsubmission ist sistiert, in Basel wurde die APG als Konzessionärin bestätigt.

Plakate Die Luzerner Plakatsubmission ist sistiert, in Basel wurde die APG als Konzessionärin bestätigt.
Das Luzerner Verwaltungsgericht hat die im letzten Oktober gestartete Ausschreibung für die Plakatkonzession sistiert und einer Beschwerde des Aussenwerbers Clear Channel Plakanda (CCP) aufschiebende Wirkung zugesprochen. CCP hatte die Beschwerde vor Ablauf der Eingabefrist beim Gericht eingereicht. Sie richte sich gegen die Ausschreibungskriterien, die unklar und unvollständig seien, sagte CCP-CEO Beat Roeschlin. CCP habe deshalb noch keine Offerte eingereicht. In der Luzerner Baudirektion rechnet Jurist Daniel Bernet nun mit einer Verzögerung von «maximal sechs Monaten». In Luzern geht es um 250 Plakatstellen auf öffentlichem Grund.Auch bezüglich der Plakatkonzession in Basel ist eine neue Situation eingetreten. Das dortige Verwaltungsgericht hat kurz vor Weihnachten eine Beschwerde von CCP abgewiesen und den Entscheid des Baudepartementes und der Basler Verkehrsbetriebe bestätigt. Diese hatten nach einer Submission die Plakatkonzession der APG zugesprochen, weil deren Plakatierungskonzept besser sei als dasjenige von CCP. Dieser Meinung hat sich das Basler Gericht nun angeschlossen. Ob CCP dagegen beim Bundesgericht eine staatsrechtliche Beschwerde einreichen wird, ist gemäss Roeschlin noch offen. Er bedauerte aber, dass das Gericht die Ausschreibung ausdrücklich nicht nach Submissionskriterien beurteilt hatte und so den Baubehörden einen sehr grossen Ermessensspielraum zugesteht. Tatsächlich hat sich das Verwaltungsgericht etwas weit aus dem Fenster gelehnt, indem es im Urteil festlegt, wann seiner Meinung nach eine Plakatsubmission zwingend und wann freiwillig sei (siehe dazu S. 16).Markus Knöpfli

«Das Bundesgericht war nicht sehr korrekt»

Aussenwerbung Patrik Ducrey, stellvertretender Direktor Weko, zum ungelösten Problem mit Plakatkonzessionen.

Aussenwerbung Patrik Ducrey, stellvertretender Direktor Weko, zum ungelösten Problem mit Plakatkonzessionen.
WW: Vor drei Jahren empfahl die Wettbewerbskommission (Weko) den Gemeinden, Plakatkonzessionen öffentlich auszuschreiben. Hat dieser Aufruf etwas bewegt?Patrik Ducrey: Wir haben dies in der Folge nicht näher überprüft. Aber wir gehen davon aus, dass eine Empfehlung auch die Plakatfirmen dazu veranlasst, sich bei uns zu beschweren, falls ein solcher Auftrag nicht öffentlich ausgeschrieben wird. Genau das ist in Luzern geschehen.
In Basel hat aber das Verwaltungsgericht soeben festgestellt, dass eine Ausschreibung nur dann zwingend sei, wenn mit der Konzessionsvergabe als Gegenleistung Stadtmöblierung beschafft werde. Werde aber – wie in Basel und Luzern – bloss eine finanzielle Abgeltung für die Konzession verlangt, sei keine Ausschreibung nötig. Das Gericht stützt sich dabei
auf einen Bundesgerichtsentscheid von 1999 bezüglich der Stadt Genf.
Da scheint mir aber das Basler Gericht einen Schritt weiter gegangen zu sein als seinerzeit das Bundesgericht. Dieses hatte lediglich bestätigt, dass für die Gemeinden keine Pflicht bestehe, solche Konzessionen auszuschreiben. Es begründete dies damit, dass es bei der Vergabe der öffentlichen Plakatstellen im Wesentlichen um Konzessionseinnahmen und nicht um eigentliche Beschaffungen gehe. Und selbst wenn die Konzessionseinnahmen in Form von Stadtmöblierung geleistet würden, sei dies dennoch nicht gleichzusetzen mit einem direkten Einkauf dieser Möblierung gegen Bezahlung. Unserer Meinung nach war das Bundesgericht dort allerdings nicht sehr korrekt. Wir können diese Unterscheidung jedenfalls nicht nachvollziehen. Und aus wettbewerbsrechtlicher Sicht sind Ausschreibungen natürlich nach wie vor sinnvoll. Das ist auch der Grund für unsere damalige Empfehlung, die wir eben nicht auf das öffentliche Beschaffungsrecht, sondern auf das Kartellrecht abstützten.
Vor eineinhalb Jahren hat die Weko die Stadt Luzern unter Androhung
einer Untersuchung zu einer Ausschreibung gedrängt. Auf welcher rechtlichen Grundlage geschah dies?
Wir stützten uns auf das Kartellgesetz, das besagt, dass der Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung unzulässig sei. Wir gingen davon aus, dass die Stadt Luzern als Vergabestelle dieser Plakatkonzession auf öffentlichem Grund zum Zeitpunkt der Vergabe in einer marktbeherrschenden Stellung ist. Führt sie in dieser Situation keine öffentliche Ausschreibung durch, beschränkt sie unseres Erachtens den Wettbewerb oder verhindert ihn gar.
Hätten Sie für eine Untersuchung eine gesetzliche Grundlage gehabt, wo doch gemäss Bundesgericht Ausschreibungen für Plakatkonzessionen
freiwillig sind?
Das hätte man darauf ankommen lassen müssen. Wir sind der Meinung, dass wir, gestützt auf das Kartellgesetz, eine solche Ausschreibung hätten erzwingen können. Letztlich hätte das Bundesgericht sagen müssen, wie das Kartellgesetz und das Gesetz über das öffentliche Beschaffungswesen zueinander stehen.
Angenommen, die Weko hätte die Untersuchung in die Wege geleitet:
Hätte sich Luzern dann beim Bundesgericht dagegen wehren können?
Gegen die Untersuchung an sich nicht. Aber falls wir zum Schluss gekommen wären, dass die Stadt gegen das Kartellrecht verstösst, hätte sie zuerst die Rekurskommission für Wettbewerbsfragen und danach noch das Bundesgericht anrufen können.
Wäre eine bundesgerichtliche Klärung nicht für alle Seiten wünschenswert?
Grundsätzlich ja. Nur muss man auch den Faktor Zeit berücksichtigen. Ein Durchfechten bis vor Bundesgericht würde etwa drei bis fünf Jahre dauern – wohl eine zu lange Zeitspanne für die Gemeinden.
Böte der Gerichtsentscheid in Basel dafür eine Chance?
Vielleicht. Das kommt auch darauf an, ob das betreffende Unternehmen den Entscheid weiterzieht.
Worin besteht denn der Vorteil von Submissionen gegenüber der bisherigen Praxis der Gemeinden, auf Ausschreibungen zu verzichten oder mit mehreren Anbietern so genannte Konsortialverträge abzuschliessen?
Eine Submission hat den Vorteil, dass andere Interessenten ihre Angebote, ihre Konzepte und Offerten unterbreiten können. Das ist für alle Seiten transparenter. Und es kann für die Gemeinden auch zu Mehreinnahmen führen.
Die Beispiele Basel und Luzern zeigen nun aber, dass Ausschreibungen
von Plakatkonzessionen den Gemeinden eher Nachteile bringen: Sie sind beschwerdeanfällig, verursachen grosse zeitliche Verzögerungen, hohe Anwaltskosten und haben Mindereinnahmen zur Folge, weil die neuen Konzessionsverträge nicht abgeschlossen werden können.
Klar, denn für diese Art Ausschreibungen besteht in den grossen Städten ja noch keine Kultur. Wenn diese aber zur Gewohnheit werden, wenn sie korrekt ablaufen und wenn die Kriterien sauber ausformuliert und bei den Entscheiden auch sauber angewendet werden, verkleinert sich das Risiko für eine Beschwerde.
Ewiger Streit um die KonzessionenGemeinden, in denen die Vergabe einer Plakatkonzession ansteht,
müssen mit langwierigen Rechtshändeln rechnen. In Luzern gehen
die Streitereien ins dritte, in Basel ins siebte Jahr. Jährlich entgehen der Stadt Basel so gegen drei Millionen Franken Konzessionseinnahmen.
Am Rheinknie sind die Verzögerungen teilweise selbstverschuldet. Ein Alt-Regierungsrat schleuste eine Konzession an die APG für 250 neue Leuchtplakate am Kantonsparlament vorbei, was zu Baueinsprachen, einer langen politischen Debatte und zu jahrelanger Ungewissheit über die Ausgestaltung der Restkonzession führte, um die jetzt gestritten wird (siehe S. 1). Anders in Luzern. Dort wollte die Baudirektion den Vertrag mit der APG ohne Submission erneuern, worauf CCP bei der Weko klagte.
Auf Druck der Weko machte die Stadt dann im Oktober 2003 jene Ausschreibung, die nun sistiert ist. In Luzern wird nur eine Preisofferte verlangt. Dass es auch ohne Probleme geht, zeigte Bern: Nach einer problemlosen Submission blieb auch der Zuschlag an die APG unangefochten. (mk)
«Gemeinden sollen Plakatkonzessionen öffentlich ausschreiben»: Patrik Ducrey, stellvertretender Direktor der Wettbewerbskommission.
Markus Knöpfli

Exxtra gewinnt Mobius-Statuette

Award Exxtra Kommunikation hat an den 33. Mobius Awards einen Hauptpreis gewonnen.

Award Exxtra Kommunikation hat an den 33. Mobius Awards einen Hauptpreis gewonnen.Der TV-Spot «X-ray Flower» für das Migros-Mineralwasser Nendaz wird vom US-Kreativwett-bewerb mit einer Mobius-Statuette prämiert. Der Spot «Boy or Girl» für Blox-Schokoriegel (Migros) erhält ein Certificate for Outstanding Creativity, was einem 2. Platz entspricht. Drei dieser Certificates gewinnt Lowe mit Spots von Orange und einem Plakat für VW.

P wie Peter Pan sucht H wie Hook

Adressverzeichnisse Publicis bringt neue Spots nach bewährtem Konzept für die LTV Gelbe Seiten AG.

Adressverzeichnisse Publicis bringt neue Spots nach bewährtem Konzept für die LTV Gelbe Seiten AG.Spätestens seit dem TV-Spot mit den vermeintlichen Unterhaltungskünstlern Clinton/Jelzin, sind die gelben Frage-Panels aus der mehrfach preisgekrönten Gelbe-Seiten-Kampagne einschlägig bekannt. Über vier Jahre vertraut die LTV Gelbe Seiten AG bereits auf das bewährte Konzept aus der Kreativküche von Hausagentur Publicis. An diesem wurde auch für den aktuellen Auftritt nicht gerüttelt. Statt aber in aufwändiger Stundenarbeit News-Material diverser TV-Stationen zu visionieren, heuerte das Team um CD Jean Etienne Aebi kurzerhand beim Filmverleih Buena Vista International in Zürich an. Mit umgeschnittenen Film-Trailern brandneuer Hollywood-Produktionen wollen die Kreativen beweisen, dass die Strategie nicht nur mit schwarz-weissen Archivfilmen funktioniert. Was anfangs wie ein ganz normaler Kino-Trailer anmutet, wird durch das plötzliche Auftauchen der gelben Panels in einen neuen Kontext gerückt. So erhält zum Beispiel Kapitän Hooks Furcht erregende Hakenklaue durch die Frage «Manicure?» eine fast lächerliche Note.
Pleiten, Pech und Vergnügen
Unfreiwillige Situationskomik bietet auch Eddie Murphy im Disney-Projekt «Die Geistervilla», ebenso wie Wrestling-Star Dwayne «The Rock» Johnson in «Welcome to the Jungle»: Ihre Missgeschicke dienen Aebi & Co. dazu, auf die Dienstleistungen und Unternehmen in den Gelben Seiten hinzuweisen. Und Inserenten auf die Publikationen aufmerksam zu machen: Das Verzeichnis aus dem PubliGroupe-Bereich PubliDirect erscheint jährlich in einer Auflage von rund 1,3 Millionen Exemplaren.
Die drei ersten Spots sind seit Anfang Januar on air und flackern bis Februar über die heimischen Bildschirme. Eine zweite Welle mit neuen Trailern soll im Frühling starten. Welche Kino-Premieren dafür umgeschnitten werden, will das Agentur-Team allerdings nicht verraten. Wers trotzdem wissen will, schlage in den Gelben Seiten unter H wie Hellseher nach.
Hollywood-Action: TV-Spots für die Gelben Seiten AG.
Simone Keller

Publicis lanciert Grüntee-Softdrink

In einem Pitch hat sich Publicis den Etat des neuen Softdrinks Mei Ling gesichert. Das Erfrischungsgetränk basiert auf Grüntee und tropischen Fruchtsäften.

In einem Pitch hat sich Publicis den Etat des neuen Softdrinks Mei Ling gesichert. Das Erfrischungsgetränk basiert auf Grüntee und tropischen Fruchtsäften.Es wird von der Zürcher Firma Asian Concepts hergestellt und in Zusammenarbeit mit dem Nahrungsmittelkonzern Bischofszell abgefüllt. Publicis hat den Auftrag, Mei Ling als Markenartikel aufzubauen. Eine nationale Printkampagne für die Geschmacksrichtungen Mango und Kiwi startet im Sommer 2004 unter dem Motto «Feel the Asian Spirit». Gemäss der Firmenwebsite bedeutet der Name des Getränks Schönheit (Mei) und Seele (Ling).

RTL übernimmt Mehrheit an n-tv

Der deutsche Fernsehsender RTL will die Mehrheit am Nachrichtenkanal n-tv übernehmen. Das Bundeskartellamt habe dem Vorhaben bereits zugestimmt, sagte eine Sprecherin der Behörde.

Der deutsche Fernsehsender RTL will die Mehrheit am Nachrichtenkanal n-tv übernehmen. Das Bundeskartellamt habe dem Vorhaben bereits zugestimmt, sagte eine Sprecherin der Behörde.Derzeit besitzt RTL 48,6 Prozent an n-tv. 49,8 Prozent liegen beim US-Medienkonzern CNN/Time Warner. Den Rest hält der Verlag Norman Rentrop; dessen Anteil möchte RTL übernehmen. n-tv wurde 1991 gegründet und ging Ende 1992 als erster deutscher Spartenkanal für Nachrichten und Wirtschaft auf.

Galenica erwirbt Mehrheit an Documed Verlag

Der Berner Pharmakonzern Galenica hat von der MediMedia-Gruppe 68 Prozent am medizinischen Fachverlag Documed übernommen.

Der Berner Pharmakonzern Galenica hat von der MediMedia-Gruppe 68 Prozent am medizinischen Fachverlag Documed übernommen.Der Berner Pharmakonzern Galenica hat von der MediMedia-Gruppe 68 Prozent am medizinischen Fachverlag Documed übernommen.
Weitere 20 Prozent will Galenica in zwei Schritten bis Ende 2005 erwerben. Über den Preis der Transaktion ist Stillschweigen vereinbart worden. Gleichzeitig hat sich der Verlag Editores Medicorum Helveticorum mit 12 Prozent an Documed beteiligt. EMH gehört mehrheitlich der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH).

Nichts für Schlafmützen

Matratzen Bico sorgt noch immer für einen «tüüfe gsundä Schlaaf». Ansonsten ist fast alles neu.

Matratzen Bico sorgt noch immer für einen «tüüfe gsundä Schlaaf». Ansonsten ist fast alles neu.Nichts wirkt verschlafener als eine Werbung für Matratzen. Vor allem, wenn diese sehr gut ist und deshalb über Jahre hinweg mit dem immer gleichen, irgend einmal auch einschläfernd wirkenden Claim «Für ä tüüfe, gsundä Schlaaf» operiert. Ganze 17 Jahre lang, bis 1991 hat die Bico AG in Schänis mit den beiden Zwillingen Martin und Sepp Müller aus Näfels geworben. Die beiden schrägen Vögel mit dem Glarner Dialekt wurden so berühmt, dass gemäss einer Untersuchung viele Leute heute noch Bico mit diesen beiden Schlafkappen assoziieren, obwohl die Werbung mit den beiden Originalen vor mehr als zehn Jahren eingestellt wurde. Die Kampagne stammte aus der Agentur FCB Leutenegger Krüll. An späteren Konzepten hat auch der bekannte Komiker Emil als Texter mitgewirkt.
Zurück zur Stammagentur
Dann ist mit dem Besitzerwechsel bei Bico auch die Werbung an eine andere Agentur gegangen. Die letzten vier Kampagnen haben die Bico-Matratzen über eine schlafende Frau als neue Sympathieträgerin verkauft. «Uns fehlte die Differenzierung gegenüber anderen Produkten», begründet Roman Corbat, Marketingleiter bei Bico, jetzt die Rückkehr zu FCB Leutenegger Krüll. Dort zeigt sich CD Mike Krüll natürlich «sehr stolz», dass man diesen Prestige-Etat in einem Pitch wieder zurückgewonnen hat. Gleichzeitig war man sich bei der Agentur bewusst: Auch Publikumslieblinge haben ein Verfalldatum.
Retten – beziehungsweise wiederbeleben für eine neue Generation von Schläfern – wollte man hingegen unbedingt den Claim «Für ä tüüfä, gsundä Schlaaf».
Realisiert worden sind nun drei frech wirkende Spots. «Wecker» zeigt einen jungen Mann, der vor dem Einschlafen eine ganze Batterie von Weckern stellt, damit er trotz wohligstem Bico-Schlaf nicht verpennt. Weiter ins Reich der Träume wagen sich die Werber mit ihrem Spot «Flut». In einem Überschwemmungsgebiet – visualisiert mit Tagesschau-Material von einer Flutkatastrophe – kann eine Frau nicht mehr vom Heli geborgen werden. Dafür findet sie in letzter Sekunde Rettung auf einer Matratze. Auf dem Bico-Floss treibt sie bald friedlich schlummernd dem Ende der Naturkatastrophe entgegen. Ein dritter Spot «Heilung» soll auf eine vom Kunden noch nicht abgesegnete Art rund ums Thema Wunderheiler und Rückenprobleme frotzeln.
Für ein aufgewecktes Publikum
Die Spots sind als Imagekampagne zum Verjüngen der Marke konzipiert. Parallel dazu laufen mehr sachliche Spots sowie Inserate, die die Vorzüge der Bico-Matratzen ClimaLuxe, BicoFlex und Privilège in den Vordergrund rücken.Die Bico AG, die auch schon mal vorübergehend im Portfolio der Valora zu finden war, gehört heute zum grössten schwedischen Bettenkonzern Hilding Anders. Bico ist in der Schweiz mit 35 Prozent Verkaufsanteil Marktleaderin.
Der Stoff, aus dem die Träume sind: Spot «Hochwasser» für Bico
Andreas Panzeri
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