Immer schön trocken

Textilien Das WEF in Davos – und die Demonstrationen – waren auch für die Werbung ein Thema.

Textilien Das WEF in Davos – und die Demonstrationen – waren auch für die Werbung ein Thema.Mit einer Anzeige von SFLB führte der Schweizer Bergsportausrüster Mammut vor, wie seine absolut dichte Bekleidung sich auch im harten Einsatz bewährt. Das fast poetische Bild des zwischen Chaoten und Wasserwerfern eingekesselten Snowboarders löst die Subline auf: Jetzt bleiben Snowboarder immer schön trocken – sogar inDavos. Fragt sich nur: Wen spricht die Anzeige an: Snowboarder, Demonstranten, Fotografen oder gar die Einkäufer von Polizeiuniformen?

Smart kommunizierte Smoothies

Getränke Für Gold hats nicht gereicht. Trotzdem pflügt Traktor denPremium-Fruchtsaftmarkt schon kräftig um.

Getränke Für Gold hats nicht gereicht. Trotzdem pflügt Traktor denPremium-Fruchtsaftmarkt schon kräftig um.
«Ernte gut – alles gut»: Sympathisch an der jungen Getränkemarke ist nicht nur ihr Claim. In den Kühlregalen der Traktor-Händler fällt auch das Logo positiv auf: ein stilisierter Traktor mit Anhänger, auf dem, je nach Smoothie-Sorte, ein überdimensionierter Apfel – für die Fruchternten –, eine Badeente, Vogelscheuche oder ein Schneemann für dieSaison-Mixes oder die Milchkanne für den Jogurt-Drink mitfahren.
Der fruchtige Bio-Mix in den Pet-Fläschchen widerspiegelt sich ebenso in jedem noch so kleinen Detail der geistvollen Kommunikation, die ironisch verspielt und zugleich seriös ehrlich ist. Und, so schweizerisch-
bodenständig wie der Markenname, werden alle vier Landessprachen berücksichtigt.
Zwar hat sich das Kleinunternehmen mit vier Angestellten wegen der exklusiven Nischenpositionierung und der engen finanziellen Vorgaben auf «Below the Line»-Massnahmen und auf eine Push-lastige Strategie beschränkt. Kommt hinzu, dass das Gründerduo Michael Wehrli und Philippe Schenkel seit dem Markteintritt im August 2003 vor allem auf die Produkteweiterentwicklung fokussiert – demnächst sollen Halb-
litergebinde die Familienhaushalte erschliessen –, auf Marktanalysen, auf Degustationen als wichtigste Kommunikationsmassnahme und auf den Distributionsnetzaufbau.
Trotzdem: In punkto Originalität lässt der vom Konsortium Magirus-Deutz verantwortete Kommunikationsauftritt von Traktor das Feld
der anderen Trophy-Gewinner weit hinter sich. Integriert, eigenständig und unterhaltsam findet sie sich in allen Kanälen, von den erfrischend eigenwilligen Gedanken über Früh-Französisch, P. Diddy oder Osterglocken auf den Etiketten bis zur kurzweiligen Firmengeschichte auf der Website, die beim Frankenkönig Pipin dem Kurzen anfängt. Profiliert kommt die Ansprache der Konsumenten daher. Sie ist abwechslungsreich und wirkt ausgesprochen nah und persönlich. Für das Preissegment und die Genuss-orientierte Zielgruppe macht diese Customized Communication-Strategie Sinn, weil sie einen Community-Charakter entwickelt.
Doch warum der schräge Name Traktor? «Weil es einen so fruchtigen Klang hat», meinen die Umweltnaturwissenschafter Wehrli und Schenkel schmunzelnd. Sie haben allen Grund zum Lachen. Ihre AG, die sie mit Beteiligungen aus dem privaten Umfeld und einem Bankkredit gegründet hatten, sollte gemäss Businessplan heuer den Break-even erreichen.
Vor allem die Degustationen, der Austausch mit Händlern und Konsumenten hätten dazu beigetragen, den Preisunterschied zu erklären und die Kundentreue aufzubauen. So haben sie innert eineinhalb Jahren ein Händlernetz mit 150 Verkaufsstellen aufgebaut und bieten neu ein Traktor-Abo für Büros an.
In der gleichen Zeitspanne hat auch die «Traktor-Produktion» Gas ge-
geben und ist von ursprünglich 4500 Fläschchen monatlich auf bald 30 000 geschnellt.
Nichts als Früchte drinSmoothies sind keine gewöhnlichen, durstlöschenden Fruchtsäfte. Wegen des hohen Anteils an Fruchtfleisch kommen sie eher einer dickflüssigen, nahrhaften Zwischenmahlzeit gleich. Fruchtpürees und -säfte im Traktor-Sortiment wechseln je nach Saison und stammen von erntefrischen Rohstoffen aus biologischem Anbau. Dank der schonenden Pasteurisierung behält das Getränk ein intensives Aroma und ist bei kühler
Lagerung für zwei Wochen haltbar. Ausser Honig oder Gewürzen sind Zusätze in den Traktor-Fruchternten tabu. (la)
Die beiden Traktor-Gründer fahren eine fruchtige Ernte ein.
Luca Aloisi

M-real erhöht Preise

Papier M-real hat in der Schweiz anfangs Jahr die Verkaufspreise für seine grafischen Papiere um sechs bis acht Prozent erhöht.

Papier M-real hat in der Schweiz anfangs Jahr die Verkaufspreise für seine grafischen Papiere um sechs bis acht Prozent erhöht.Papier M-real hat in der Schweiz anfangs Jahr die Verkaufspreise für seine grafischen Papiere um sechs bis acht Prozent erhöht. Damit reagiert das Unternehmen auf die kontinuierliche Preiserosion für grafische Papiere während der letzten Jahre sowie auf die gegenwärtig steigenden Kosten für
Energie, Logistik und diverse Hauptstoffe. M-real gehört zu den führenden europäischen Herstellern von hochwertigen Papierqualitäten und Karton.

Pucci Sulzer legt zu

Food/Kultur Die Zürcher Werbeagentur Pucci Sulzer ist mit zwei neuen Kunden in das neue Jahr gestartet. Schon Ende 2004 begann die Zusammenarbeit mit der Confiserie Bachmann in Basel.

Food/Kultur Die Zürcher Werbeagentur Pucci Sulzer ist mit zwei neuen Kunden in das neue Jahr gestartet. Schon Ende 2004 begann die Zusammenarbeit mit der Confiserie Bachmann in Basel.Für den Familienbetrieb übernimmt die Agentur die Markenpflege, von der Überarbeitung der Corporate Identity bis zur Neugestaltung von Verpackungen. Als zweiten Neukunden konnte Pucci Sulzer die St. Moritz Music Festivals gewinnen. Sie gestaltet alle Kommunikationsmittel für die jährlich stattfindenden Grossanlässe

Partner im Tessin

Agenturen Das PR-Netzwerk Burson-Marsteller (B-M) verstärkt seine nationale Präsenz durch eine Partnerschaft in der italienischen Schweiz.

Agenturen Das PR-Netzwerk Burson-Marsteller (B-M) verstärkt seine nationale Präsenz durch eine Partnerschaft in der italienischen Schweiz.B-M mit Vertretungen in Zürich und Bern und über Partner Rochat & Partners in Genf hat eine Kooperation mit Syntesi Communications geschlossen. Die Fullserviceagentur besitzt Niederlassungen in Bellinzona, Lugano und Locarno. «Dank der Kooperation können wir einen besseren Zugang zum Tessin bieten», erklärt Roman Geiser, Vorsitzender der B-M-Geschäftsleitung. Zudem wolle man zusammen mit B-M Milano die Chancen der Wirtschaftsregion Tessin-Lombardei besser nutzen.

Schmerzhafte Aussichten

Aufgefallen Das Leben, man weiss es ja, gefällt sich darin, keine Unterschiede zu machen – ausser auf den Skirennpisten. Dort scheinen die Österreicher das Recht auf Siege für sich gepachtet zu haben.

Kennwort Das Leben, man weiss es ja, gefällt sich darin, keine Unterschiede zu machen – ausser auf den Skirennpisten. Dort scheinen die Österreicher das Recht auf Siege für sich gepachtet zu haben.Der Blick brachte die Leistungsmisere unserer Skiathleten trefflich auf den Punkt und jubelte auf der Front: «Super! Alle 7 Schweizer im Ziel». Bilden wir uns also nichts mehr auf die Skikünste vergangener Grössen ein. Selbst der ehemalige Medaillenhamster Pirmin Zurbriggen kann ob der Resultate unserer Nati nicht mehr ruhig schlafen. Gegenüber der Schweizer Illustrierten sagte er, dass ihn das seit 15 Jahren beschäftige. Eine halbe Ewigkeit, ein ganzer Skandal. Doch was sind die Gründe?Die Werbewoche ist der Pechsträhne in einer Anzeige des Sponsors Ciba Vision auf die Spur gekommen: Darauf sieht man drei Skisportler (Namen der Redaktion bekannt), die sich das Zielgelände nochmals genau einprägen. Die beispiellose Ungeschicklichkeit im Orten des Zieltores führen wir darauf zurück, dass sie vergessen haben, vor dem Einsetzen der Ein-Tages-Linsen die Tomaten zu entfernen.
(la)

Creos neue Taktik

Strategie Creo, der Anbieter von Druckvorstufenlösungen und -systemen, setzt nun auf Direktvertrieb.

Strategie Creo, der Anbieter von Druckvorstufenlösungen und -systemen, setzt nun auf Direktvertrieb.
Anfang des Jahres informierte Israel Sandler, Corporate Vicepresident und Managing Director von Creo EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika), über die neue Strategie des Unternehmens sowie über spezifische Änderungen in der Schweiz. Creo hat in der Schweiz mit der Umsetzung einer neuen Vertriebsstrategie begonnen. Der Hersteller von Hardware, Software, Systemen und Verbrauchsmaterialien für die digitale Druckvorbereitung intensiviert damit seine Aktivitäten. Der bestehende Direktvertrieb unter der Leitung von Stefan Steinle, Sales Manager Schweiz und Österreich, soll aufgestockt und zusätzliche Fachhandelspartner sollen bald vorgestellt werden. Mit Ivo Kaufmann konnte Creo zudem einen Mitarbeiter gewinnen, der in der grafischen Branche der Schweiz seit Jahren bekannt ist und über grosse Erfahrung im Verkauf von Investitionsgütern verfügt.
Deutlich verändern wird sich die langjährige Zusammenarbeit mit dem in Burgdorf und Krauchthal ansässigen Unternehmen Typon Imaging (Typon). Typon vertreibt weltweit Filme und Papiere für die grafische Industrie sowie medizinische Röntgenfilme und in der Schweiz digitale Systemlösungen für die Druckvorstufe – hier bislang vornehmlich Produkte des Herstellers Creo. Seit Januar 2005 hat das Unternehmen einen neuen Weg eingeschlagen und ist näher an den Creo-Konkurrenten Agfa-Gevaert, Dübendorf, gerückt. Ob dies nun Creo auf den Plan gerufen hat oder Anstoss für den nun initiierten Direktvertrieb von Typon war, bleibt offen; Creo vertreibt in der Schweiz jedenfalls seit Januar seine Produkte und Lösungen vermehrt direkt.
Branche im WandelDie Industrialisierung der Druckindustrie sei unabwendbar, dies erfordere moderne Workflows, sagte Israel Sandler. Creo hat sich darauf eingestellt und entsprechende Bundles geschnürt. So fasst das Unternehmen Equipment, Verbrauchsmaterialien, Software, Finanzierung und Service zu Paketen zusammen, um seine Kunden besser bedienen zu können.
Neben diversen Softwareprodukten (Prinergy = Vorstufenworkflow; Synapse-Familie mit den Werkzeugen Synapse Link [bidirektionale Kommunikationsschnittstelle zwischen MIS/ERP-Systemen und dem Druckvorstufenworkflow], Synapse Prepare [automatische Generierung produktionsoptimierter PDF-Dateien], Synapse UpFront [Produktionsplanung für Druckjobs], Synapse Director [datenbankgestütztes Produktionsmanagement für Brisque-Workflowsysteme]) zählen die Computer-to-Plate-Belichter zum Kerngeschäft. Weiter bietet Creo Produkte wie Staccato (frequenzmoduliertes Feinraster) und PrintLink (Schnittstelle zur Übergabe von Daten für die automatische Farbzonenvoreinstellung an Druckmaschinenleitständen) an. Seit der Fachmesse drupa, die letzten Mai in Düsseldorf stattfand, engagiert sich Creo zudem im Bereich der Zylindergravur. Auch wenn derartige Gravuranlagen in der Schweiz kaum Abnehmer finden werden, sieht Sandler ein Potenzial für z. B. China, da dort sehr grosse Auflagen gedruckt werden und sich diese damit für den Tiefdruck eignen.
Doch wie die grafische Industrie hat auch Creo turbulente Zeiten hinter sich, war finanziell angeschlagen. Der Turnaround sei aber geschafft, klärte Sandler auf. Nach Verlusten im Jahr 2002 konnten in den letzten beiden Jahren wieder leichte Gewinne ausgewiesen werden.
Sättigung bei CtP-BelichternErnüchtert stellte Sandler fest, dass die Druckplattenbebilderung mit CtP-Systemen in den USA bereits rückläufig sei. Wohl in weiser Voraussicht auf diese Entwicklung ist Creo Mitte September 2003 in den Markt der Bebilderungsmedien eingestiegen und bietet seitdem Thermodruckplatten unter dem eigenen Label an. Creo ist seither durch Zukäufe von oder Partnerschaften mit Firmen aufgefallen, die Druckplatten herstellen. Gegenwärtig verfügt das Unternehmen über Druckplatten-Produktionskapazitäten von rund 18 Millionen Quadratmetern/ Jahr. Bis 2008 soll diese Kapazität auf 80 Millionen mehr als vervierfacht werden. So ist Creo dabei, sich nach und nach ein weiteres Standbein aufzubauen, das sich in Zukunft positiv auf Umsatz und Ertrag niederschlagen wird.
Inzwischen hat das kanadische Unternehmen fünf Druckplattentypen für unterschiedliche Einsatzbereiche vorgestellt bzw. im Angebot. Neben den Thermoplatten bieten sie seither auch Verbrauchsmaterialien für Proofsysteme an.
Creo will vom anhaltenden Boom bei den «digitalen Platten»
(= Platten für die CtP-Bebilderung) profitieren. Das Unternehmen geht von einem jährlichen Wachstum von 4 Prozent aus. Die Strategie sei, direkt zu vertreiben und damit den Zwischenhandel auszuschalten. Dies könnte sich als schwieriges Unterfangen herausstellen. Offenbar ist sich Creo dessen bewusst und versucht, die Verbrauchsmaterialien sowohl über den Zwischenhandel als über den Direktvertrieb zu vertreiben. Der Kunde soll wählen können, welches Modell ihm besser passt, rechtfertigte Sandler diesen Weg.
Im vergangenen Geschäftsjahr hat Creo mit Verbrauchsmaterialien rund 77 Millionen Dollar umgesetzt. Dieser Umsatz soll sich künftig verdoppeln. Doch derzeit können nicht genügend Platten geliefert werden. Nun wurden die Kapazitäten im amerikanischen Werk in West
Virginia gesteigert. Die von Sandler prognostizierte Steigerung bei den CtP-Platten um 50 Prozent erscheint realistisch, da derzeit relativ kleine Mengen produziert werden.
Wird Creo von Kodak übernommen?Kurz vor Redaktionsschluss wurde bekannt, dass Eastman Kodak (Kodak) offenbar an einer Übernahme des kanadischen Drucktechnologieexperten Creo interessiert ist. Beide Unternehmen befänden sich in entsprechenden Verhandlungen. Die Informationen stammen von der New York Times, die sich auf unternehmensnahe Kreise beruft. Erst kürzlich hat Kodak die 50-Prozent-Beteiligung am gemeinsamen Joint Venture KPG von Sun Chemical übernommen. (jf)
Israel Sandler, Corporate Vicepresident und Managing Director von Creo EMEA.
Creo baut das Plattengeschäft aus und erweiterte kürzlich sein Portfolio digitaler Bebilderungsmedien.
Jürgen Franck

Wer sucht, der findet

Werbeflächen Sonderwerbeformen sind immer gefragter und werden von Face angeboten – als Werbeflächen in Toiletten- und Duschanlagen, auf Pizzaschachteln, Bierdeckeln oder Robidogs.

Werbeflächen Sonderwerbeformen sind immer gefragter und werden von Face angeboten – als Werbeflächen in Toiletten- und Duschanlagen, auf Pizzaschachteln, Bierdeckeln oder Robidogs.Dass die Kommunikations-Profis von Face ständig neue, auffällige Platzierungsmöglichkeiten finden, ist noch zu wenig bekannt. Ruf Lanz will mit einem Inserat Abhilfe schaffen. Das Sujet «Kelch» zeigt, dass es zwischen Himmel und Erde noch mehr jungfräuliche Werbeflächen gibt, als wir glauben. Und dass Face fast kein Medium heilig ist.

Weniger kochen, mehr leben

Food Im wachsenden Convenience-Food-Markt soll ein Exxtra-Spot die Migros-Marke Anna’s Best profilieren.

Food Im wachsenden Convenience-Food-Markt soll ein Exxtra-Spot die Migros-Marke Anna’s Best profilieren.Die stärksten Wachstumstreiber im Foodsektor bleiben Lebensmittel, die gesund sind und sich schnell zubereiten lassen, so das Resultat einer neuen, weltweit durchgeführten Studie von ACNielsen. Rechnete die KPMG 2003 noch mit einer Wachstumsrate von sieben Prozent, scheint sich der Trend zur Auslagerung von Haushaltsarbeit in die Fabrik sogar noch verstärkt zu haben. Die Expansion scheint vor allem Produkte zu betreffen, «auf die emotional wichtige Vorstellungen von Gesundheit und Wohlbefinden projiziert werden können», sagt Sozial- und Wirtschaftshistoriker Jakob Tanner von der Universität Zürich. Eine hohe Akzeptanz sieht Jane Perrin, Managing Director Global Services und Autorin des ACNielsen-Reports, vor allem «bei gesundheitsfördernden Produkten, die gut schmecken und quasi verzehrfertig sind». Die Experten sind sich einig, dass der Convenience-Food-Markt auch langfristig wachsen wird. Doch wer an diesem Kuchen das Messer ansetzt und wie viel für sich abschneidet, entscheiden in der Schweiz immer mehr die Detaillisten, sprich: deren Frischelabels.Die meistverkaufte Convenience-Marke in der Schweiz war per Ende 2004 Migros’ Anna’s Best. Mit ein Grund dafür sieht Berater Gian Marco Juon im Markendach, unter dem eine breite Palette an Produkten vereint ist, von frisch gepressten Fruchtsäften über Pasta, Suppen bis hin zu Ethno-Food und Desserts.
Farbintensive, stilvolle BilderUm diese Angebotsbreite sowie die Positionierung «mehr Zeit zum Leben» weiter zu etablieren, konzipierten die Kreativen der Migros-Agentur Exxtra einen Spot, der die asiatische Küche thematisiert. Dafür lehnten sich CD Dieter Hofmann und Regisseur Alberto Colombo an den Look des Films «In the Mood for Love» an. In farbintensiven und stilvollen Bildern assoziiert der Spot das Herstellen von Frühlingsrollen mit einer chinesischen Kurzgeschichte: Statt frisches Gemüse zu suchen, versucht eine Mutter, ihre kleinen Töchter einzufangen; statt alles ins heisse Wasser zu geben, steckt sie die beiden in die Badewanne; und statt alles kräftig zu würzen, streut sie Rosenblätter als Badezusatz ins Wasser.
Am Schluss werden die Kinder in Handtücher gewickelt, wie man sonst die Gemüsefüllung in Teig wickelt. Erst als es im Rezept heisst «kurz erhitzen», steht die Mutter in der Küche. Das Endresultat, so der Spot, ist dasselbe: frische Frühlingsrollen, wie selbst gemacht.
Zeitmanagement auf Chinesisch im neuen Exxtra-Spot: Asiatische Spezialitäten von Anna’s Best sollen mehr Zeit für Wichtigeres schenken.
Luca Aloisi

Bote mag keine fremden Vögte

Zeitungen Niederlage für die Neue Luzerner Zeitung: Sie konnte den Boten der Urschweiz nicht für sich gewinnen. Er bleibt bei der Südostschweiz.

Zeitungen Niederlage für die Neue Luzerner Zeitung: Sie konnte den Boten der Urschweiz nicht für sich gewinnen. Er bleibt bei der Südostschweiz.«Ich freue mich, dass sich alle unsere Partner nach sieben Jahren nun noch enger zusammenschliessen wollen», sagt Hanspeter Lebrument, Chef der Südostschweiz Mediengruppe in Chur. Tatsächlich ist es ihm gelungen, die Kooperation im Redaktions- und Inseratebereich nicht nur bis Ende 2015 zu verlängern, sondern teilweise auch im Druckbereich zu vertiefen. So haben schon 2003 fünf der beteiligten Verlage beschlossen, in Haag SG ein gemeinsames Druckzentrum zu errichten. Neu beteiligt sich aber Lebruments Mediengruppe auch an der Triner AG in Schwyz. Diese gibt den zum Verbund Südostschweiz (SO) gehörenden Boten der Urschweiz (15015 Exemplare) heraus und will die eigene Druckerei mit der bisherigen Druckmaschine des Berner Bund (rund 60000 Exemplare) ausbauen, um ab 2006 durchgehend vierfarbig drucken zu können.
Da die Triner AG sich damit aber gewaltige Überkapazitäten schafft, die ein Risiko darstellen, vereinbarte sie mit der Südostschweiz Mediengruppe einen Aktientausch von je 10 Prozent. Die beiden Unternehmen sind zudem gegenseitig im Verwaltungsrat vertreten.
Diese Vertiefung der Beziehung zum Boten der Urschweiz ist für die SO von besonderer Bedeutung: Auch die Neue Luzerner Zeitung (Neue LZ) hatte dem Boten eine Kooperation angeboten – mit dem Ziel, ihn mit der Neuen Schwyzer Zeitung (4070 Exemplare), einer Regionalausgabe der Neuen LZ, zusammenzulegen und ihn auch im eigenen Luzerner Druckzentrum herzustellen.
Stattdessen hat sich Bote-Verleger Hugo Triner nun noch enger als bisher an die SO gebunden. Als Hauptgrund nennt er das «föderalistische System, das es unserer Zeitung ermöglicht, ihren regionalen Charakter zu wahren». Bei der Neuen LZ wäre seine Zeitung bloss zum Kopfblatt geworden. Zudem seien die vergangenen sieben SO-Jahre erfolgreich gewesen. Triner: «Der Bote ist heute bei der Mehrheit der nationalen Kampagnen dabei, vorher wurde er nur bei 25 bis 30 Prozent berücksichtigt.»
Er verschwieg allerdings nicht, dass er den Konzentrationsprozess etwa im Raum Zürich «nicht so positiv beurteilt». Auch aus diesem Grund habe er sich der NZZ-Tochter Neue LZ nicht anschliessen wollen. «Ich bin froh, wenn ich mich aus dieser Machtballung raushalten kann», sagt Triner.
Erwin Bachmann, Delegierter der LZ Medien, bestätigt, dass er «sehr gerne» mit dem Boten zusammengearbeitet hätte. «Von den politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten her hätte eine Zentralschweizer Lösung Sinn gemacht», sagt er. «Für uns bleibt nun aber die Situation so wie bisher.» Zwar werde die Neue LZ noch stärker versuchen, die Reichweite der eigenen Schwyzer Regionalausgabe zu steigern. «Aber Rachegefühle gibt es nicht.» Weiter wies Bachmann darauf hin, dass Triner mit der Occasions-Druckmaschine des Bund ein relativ hohes Risiko eingehe, ganz abgesehen davon, dass die Triner AG und die LZ Medien künftig in diesem ohnehin harten Business weiterhin direkte Konkurrenten seien.
Vielleicht sinds bald nur noch zwölfTrotz der Verlängerung des SO-Vertrages ist es möglich, dass Ende 2006 einer der 13 Verbundpartner, das Liechtensteiner Volksblatt (LVB), bei der SO abspringt oder aussteigen muss. Denn das LVB hat – im Gegensatz zum Liechtensteiner Vaterland – bisher den SO-Vertrag nie unterschrieben, sondern war lediglich assoziiertes SO-Mitglied. «Weil das LVB bei uns gedruckt wurde, hatte es die Möglichkeit, sich dem Verbund anzuschliessen», sagt Lebrument. Seit einem Jahr wird das LVB aber bei Eugen A. Russ in Vorarlberg gedruckt. Dennoch liess es die Kooperation mit der SO im Inseratebereich aufrecht – bis Ende 2006. Ob danach die Zusammenarbeit fortgesetzt wird, liess Lebrument offen. 2003 hatte er gesagt, dass eine Kooperation mit nur noch einer Liechtensteiner Tageszeitung «wahrscheinlich» sei. (mk)
Liaison mit Verbund Südostschweiz statt mit Neuer LZ: Bote-Verleger Hugo Triner.
Markus Knöpfli

Produktion & Print

Pierre C. Meier über den redaktionellen Ausbau der Werbewoche.

Pierre C. Meier über den redaktionellen Ausbau der Werbewoche.Die vom gleichen Verlag wie die Werbewoche herausgegebene Fachzeitschrift Produktion & Print erscheint dieses Jahr nicht mehr als eigenständiger Titel. Die Inhalte des ehemaligen Monatsmagazins werden ab dieser Woche alle 14 Tage als drittes Ressort «Werbemittel & Produktion» in die Werbewoche integriert. Jürgen Franck, der als Chefredaktor den Qualitätstitel für die Druckindustrie, die Drucksachenproduktion und den Drucksacheneinkauf in den letzten Jahren massgeblich geprägt hat, betreut als Ressortleiter den neuen Themenbereich. Dessen Inhalt wird in Richtung der Produktion von Werbemitteln erweitert. Regelmässige Schwerpunkte erlauben zudem vertieften Einblick in die einzelnen Bereiche der Werbemittelproduktion. Dank vierzehntäglicher Erscheinungsweise können wir den ehemaligen Leserinnen und Lesern von Produktion & Print, die wir an dieser Stelle herzlich willkommen heissen, künftig noch aktuellere Fachinformationen bieten. Auch unsere Stammleserschaft profitiert vom Ausbau des Angebotes, denn «Werbemittel & Produktion» ergänzt die bestehenden Ressorts «Marketing & Kommunikation» sowie «Media & Medien». Damit deckt die Werbewoche nun die ganze Wertschöpfungskette der kommerziellen Kommunikation ab: Von der kreativen Idee über den Medieneinsatz bis hin zur Realisation der Werbemittel.
In der vorliegenden Ausgabe finden Sie im neuen Ressort «Werbemittel & Produktion» Näheres zur Neuausrichtung des führenden Druckmaschinen-Herstellers Heidelberg. Und die Firma Creo verfolgt eine neue Taktik, die zu einer Übernahme durch Eastman Kodak führen dürfte. Im Schwerpunkt geht es dann um die vielfältigen Möglichkeiten beim Bedrucken von Werbemitteln. Und in «Marketing & Kommunikation» berichten wir über den erstmals ausgeschriebenen Crossmedia Award.
Die unkonventionellen Kommissionsvorschläge der Tamedia und die Reaktionen darauf sind Leitthema in «Media & Medien», wie auch im Wochen-Interview mit Otto Meier, Generaldirektor von PubliPresse.
Pierre C. Meier, Chefredaktor

Push ’n‘ Pull renoviert Hotel Ambassador

Hotelgewerbe

HotelgewerbeDie Berner Kommunikationsagentur Push ’n‘ Pull hat den Pitch des Berner Seminar- und Wellness-Hotels Ambassador Spa gewonnen, das zurzeit von Stararchitektin Pia Schmid umgebaut und im April wieder eröffnet wird. Push ’n‘ Pull gestaltet den Neuauftritt und alle Werbemassnahmen.
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