ADC Jurierung 2015: vier Gold, zwei Evergreen

Zweimal Gold für Swiss, Gold für das Hörgeräteakustik-Unternehmen Neuroth und Gold für das elektronische Dancefestival Electron: Bei der 40. ADC-Prämierung durften sich manche bedeutende Werbeauftraggeber und Agenturen über Auszeichnungen freuen.

Gold ist mehr wert denn je – jedenfalls die goldenen Würfel des ADC Schweiz: Die Vereinigung der führenden Kreativen der Kommunikationswirtschaft hat am Samstag die besten Arbeiten des Jahres ausgezeichnet und dabei vier Gold für wegweisende Arbeiten, 23 Silber und 65 Bronze verteilt.

Unter den Gewinnern finden sich viele grosse Unternehmen: Gold gab es zweimal für die Swiss sowie einmal für Neuroth Hörgeräte-Akustik. Bei Silber und Bronze sind Migros oder Samsung mehrfach vertreten, dazu bekannte Marken und Unternehmen wie die Suva, Bank Coop, Post, Graubünden sowie Schweiz Tourismus, Welti-Furrer oder Milch.

Die Goldarbeiten

Kat. Digital Craft: World of Swiss – Hinderling Volkart

Die Erlebnis-Plattform «World of Swiss» nimmt den User mit auf eine interaktive Reise über die Wolken und hinter die Kulissen der Airline. Die technologisch höchst innovative und gleichzeitig benutzerfreundliche virtuelle Flugreise setzt einen neuen handwerklichen Standard und wurde dafür mit Gold in der Kategorie Digital Craft ausgezeichnet, heisst es in der ADC-Mitteilung.

Kat. Film: «Seats for Switzerland» – Publicis 

 

Diese Serie zeigt dokumentarisch, wie die Swiss Menschen, die sich jahrelang nicht mehr gesehen haben, zusammenbringt. Die Emotionalität und Authentizität dieser Geschichten setzen laut ADC einen neuen Standard im Schweizer Werbefilm und wurden dafür mit Gold prämiert.

Kat. Promotionen, Events: Das Hörtest-Konzert für Neuroth – FCB Zürich

Das Unternehmen für Hörgeräteakustik geht mit dem weltweit ersten Hörtest-Konzert neue, eindrückliche Kommunikationswege.

Kat. Design, Corporate Identity: Electron Festival – The Workshop

Für das grösste elektronische Dance-Festival der Schweiz wurden die Symbole von elektronischen Zeichnungen zu neuen grafischen Figuren und einer eigenständigen Sprache weiterentwickelt.

https://www.youtube.com/watch?v=BNnikb9IROM

Die Evergreens

Mit einem Evergreen zeichnet der ADC exzellente Kampagnen aus, die seit mindestens drei Jahren auf derselben Leitidee basieren und sowohl strategisch und konzeptionell höchstes Niveau vorweisen.

Suva – Ruf Lanz

Mit einer eigenständigen Tonalität schafft es die Suva in ihren verschiedenen Unfallverhütungskampagnen seit 2002 die Schweiz mit Humor und Sympathie statt mit dem Mahnfinger zu sicherem Verhalten in der Freizeit zu bewegen.

Swiss Life «Wendesätze» – Leo Burnett Schweiz

Gewürdigt wurde einmal mehr die kreative und strategische Leistung der Wendesatz-Kampagne für Swiss Life, die von 2011 bis Ende 2014 lief.

Kooperation zwischen Tageswoche und Jacando

Die Tageswoche erweitert ihr online Kleinanzeigenportal im Bereich «Arbeit und Stellen» exklusiv mit dem Service von Jacando. 

Das Start-Up Jacando ist ein Jobvermittlungsportal für Privatkunden und Unternehmen, das Arbeitssuchende und Stellenanbieter effizient zusammenbringen will. Die Basler Tageswoche baut die Dienstleistungen von Jacando in ihr Kleinanzeigenportal Tageswoche.ch/kleinanzeigen ein, wie eine Mitteilung vom Freitag bekannt gibt. Das Medienunternehmen reagiert damit auf die Tatsache, dass der Stellenmarkt mit dem Medienwandel fast komplett vom Print ins Internet abgewandert ist.

Private Gesuche sind kostenlos, Unternehmen zahlen pro Jobinserat 250 Franken. Zusätzlich haben Unternehmen die Möglichkeit, gegen ein Honorar von fünf Prozent der Jahreslohnsumme einen zusätzlichen «Matchmaking-Service» zu buchen, der den Rekrutierungsprozess erheblich vereinfacht und beschleunigt. «Diese Dienstleistung ist vor allem für kleine und mittlere Unternehmen interessant, da sie meist nicht über eine eigene HR-Abteilung verfügen und trotzdem darauf angewiesen sind, ihre offenen Stellen bestmöglichst zu besetzen», wird Dennis Teichmann, Leiter Marketing bei Jacando, in der Mitteilung zitiert. 

Zu guter Letzt: Alltagstipps

Werbung will meistens nicht nur verführen, sondern auch nützliche Informationen liefern: nun wurde in Australien eine weitere Kampagne lanciert, die mit ungewöhnlichen Alltagstipps aufwartet.

Wer gelegentlich in Zürich mit dem Tram unterwegs ist, ist dem VBZ-Tram bestimmt schon begegnet, welches Sympany Versicherungen mit 100 praktischen Alltagstipps versehen hat. Jüngst setzte die Mazda-Kampagne «Life Hacks» eine ähnliche Idee um. Sie erzählt in kurzen Spots, wie man den Alltag verbessern kann, indem man gängige Konventionen bricht. Nun zeigt WWF in einer internationalen Kampagne, auf welche Weise man den Einsatz von aggressiven Chemikalien umgehen kann. Ob‘s im Härtefall wohl hilft? Leo Burnett Sydney hat die Spots für WWF mit dem nötigen Touch Ironie umgesetzt. (sis)

https://www.youtube.com/watch?v=ejbhu5wAI9w

https://www.youtube.com/watch?v=lpK111b8EWY

Aus Orange wird wohl wirklich Salt

Der Chef der Telekomfirma, Johan Andsjö, sprach im Interview mit der NZZ am Sonntag über den Namenswechsel.

Zwar bestätigt Andsjö den neuen Markennamen nicht explizit. Er kommentiert die Spekulationen aber wie folgt: «Ich kann dazu nur sagen: Falls dies die neue Marke sein sollte, so wäre das ein kurzer, einfacher Name, der im Alphabet vor Swisscom und Sunrise kommt.»

Grund für den Wechsel: Anfang 2017 läuft das fünfjährige Lizenzabkommen aus, welches Orange Schweiz unterzeichnete, um als Tochterfirma der französischen Orange deren Namen weiterbenutzen zu können. Um nicht unter Zeitdruck zu geraten, habe man die Entscheidung bereits im 2014 gefällt, so Andsjö.

Die Kosten für das Rebranding schätzt das Unternehmen auf rund 40 Millionen Franken. Dieser Betrag setzt sich aus der Neugestaltung der Shops und einer Erhöhung des Marketingaufwands zusammen, um die neue Marke zu kommunizieren.

Mit dem neuen Brand wird aber auch Geld gespart, da die Lizenzgebühr für den Namen Orange wegfällt. Andsjö: «Ich darf die genaue Zahl nicht nennen. Aber in den Medien wurde eine Spanne von 18 bis 20 Millionen Franken pro Jahr genannt.» Geht man von diesen Zahlen aus, fährt das Unternehmen mit dem neuen Brand bereits nach zwei Jahren billiger. Vor allem aber habe man bisher «in die Marke einer fremden Firma investiert, anstatt einen eigenen Brand aufzubauen», so Andsjö gegenüber der NZZ am Sonntag.

Nach dem Lancierungs-Event am kommenden Donnerstag schliesse man die Shops während 72 Stunden und statte sie neu aus, kündigte Andsjö im Interwiew mit der NZZ am Sonntag an. Das Ziel sei, dass mindestens 90 Prozent der Shops am Montag danach mit dem neuen Brand zu eröffnen.

Die Frage, ob die Schweizer Telekom-Anbieter durch den neuen (für aggressive Preissenkungen bekannten) Salt-Besitzer Xavier Niel mit einem Preiskampf konfrontiert sein werden, verneinte Andsjö. «Wir lancieren eine Premium-Marke. Xavier Niel ist heute in Frankreich, in Monaco, Israel und Singapur tätig und verfolgt überall eine andere Strategie. Trotzdem gibt es eine Art Xavier-Niel-DNA, und das ist Einfachheit und Innovation. Aber die Preissetzung ist von Markt zu Markt verschieden.» (NZZ am Sonntag/sis)
 

Publicitas Cinecom baut Team aus

Die Kinovermarkterin Publicitas Cinecom verstärkt das Sales- und Vermarktungsteam mit Juliane Merz und Marc Mühlemann.

Das angekündigte gute Kinojahr hat sich im ersten Quartal dieses Jahres bestätigt und ein attraktiver Open-Air Sommer zeichnet sich ab. Die Publicitas Cinecom bietet sowohl klassische Kinowerbung auf rund 310 Kinoleinwänden und Openair-Kinos als auch begleitende Marketing- und Promotionsmassnahmen an. Juliane Merz und Marc Mühlemann ergänzen das rund 20-köpfige Team, das für filmreife und erfolgreiche Auftritte ihrer regionalen und nationalen Kunden sorgt.

Juliane Merz ist Head of Sales Cinema National. Sie verfügt über langjährige Verkaufs- und Vermarktungserfahrung von unterschiedlichsten Mediengattungen. Zuletzt war sie als Advertising Managerin für Das Beste aus Reader's Digest tätig. Zusammen mit ihrem Team verantwortet sie die Kinovermarktung auf nationaler Ebene. Das regionale Verkaufsteam bleibt unter Leitung von Marcus Schuhmacher.

Marc Mühlemann ist Product Manager Cinema. Marc Mühlemann verfügt über einen Fachhochschulabschluss in Betriebsökonomie sowie eine Weiterbildung in Marketing- und Vertriebsinnovation. Zuletzt war er bei Homegate AG als Product Manager Business Development tätig, wo er für die Entwicklung einer Online-Hypothek mitverantwortlich war. Davor war er lange bei UBS in verschiedenen Funktionen tätig, unter anderem als Senior Client Advisor und Marketing Specialist.
 

Schweizer Dialogmarketing-Preis: Shortlist bekannt

Am 15. und 16. April 2015 besuchten über 600 Interessierte die Ausstellung an der Dialog-Marketing-Messe (DMM), in der alle eingereichten Kampagnen des Schweizer Dialogmarketing-Preises präsentiert wurden. Die Jurierung fand live an der Messe statt.

Während unten in der Ausstellung über 600 Interessierte das Schaffen der Dialogmarketing- Agenturen und deren Kunden besichtigten, hat die Fachjury in separaten Räumen innerhalb der Messe den Wettbewerb begutachtet und bewertet. Die Jurierung fand im Anschluss an die Vernissage statt. Die Juroren waren vom letzten Jahr mit der digitale Jurierung mittels I-Pads vertraut und konnten die Arbeiten in 17 verschiedenen Kategorien mit wenig administrativem Aufwand bewerten.

Shortlist 2015

Beim Schweizer Dialogmarketing-Preis wurden Awards in 17 Kategorien vergeben. Wer die Awards abräumt, ist noch offen. Aber die Jury hat jetzt die Nominierten für die Kategorien bestimmt. Die Shortlist 2015 finden Sie hier.

Die Award Night – der Ort der Preisverleihung

Die Award-Night 2015 steigt am 19. Juni 2015 im Kongresshaus Zürich. Im Rahmen einer Galaveranstaltung feiern die Gewinnerinnen und Gewinner auf der Bühne ihren Sieg. Weitere Informationen und Tickets finden Sie auf Sdv-award.ch.

 

«Es war noch nie so einfach, Kunden zu gewinnen»

Wenn der Franken nicht mehr so locker sitzt, ist es für Unternehmen und Institutionen umso wichtiger, bestehende Kunden zu pflegen und neue zu gewinnen. Aber wie? Roman Probst und Beat Z’graggen erklären in einer Veranstaltungsreihe, wie das geht. Der Werbewoche verrieten sie vorab die wichtigsten Schachzüge.

WW: Kundengewinnung in Zeiten knapper Budgets ist brandaktuell. Wie gewinnt man neue Kunden, wenn die Gelder knapp werden?

Probst: Für uns als Übersetzer liegt die Herausforderung darin, zu verstehen, wo und wie wir für Kunden einen Mehrwert leisten können. Ich spüre das relativ schnell während eines persönlichen Gesprächs. Das Kundenbedürfnis zu erkennen, ist – egal wie die Konjunktur steht – das Wichtigste überhaupt. Und dann helfen mir natürlich die Instrumente von Google Analytics dabei, zu erkennen, wo was am besten wirkt und welche Aktionen auch den erwünschten Return liefern.

Z’graggen: Genau, ich beschäftige mich seit 30 Jahren mit Marketing-Controlling und denke, man muss versuchen, so gut wie möglich den Erfolg seiner Aktivitäten zu messen. Das wurde lange vernachlässigt. Diverse Tools, allen voran Google Analytics, bieten heute gute und genaue Möglichkeiten, herauszufinden, wo Aktivitäten etwas bringen und wo nicht. Mettler Toledo macht zum Beispiel einen beträchtlichen Teil seiner Leads dank Online-Massnahmen. Das Unternehmen hat mal im Zuge von Marketing-Einsparungen das Budget für Suchmaschinen-Marketing zurückgefahren und dann eins zu eins gemerkt, dass sich das auf die Leads auswirkt: Auf einmal hatte das Unternehmen weniger Kundenanfragen. Man sollte nie dort sparen, wo es wehtut. Und wenn man schon messen kann, wo man viel Umsatz und viele Leads macht, dann sollte man die Marketingausgaben dorthin verschieben und an anderen Stellen sparen. Dann lässt sich spürbar mehr rausholen.
 

Aber es läuft ja nicht alles nur online. Viele Marketingmassnahmen erfolgen offline. Wie messe ich deren Erfolg?

Z’graggen: Einer unserer Kunden wurde in einer Sendung von 3Sat erwähnt. Und an dem Tag, an dem die Sendung ausgestrahlt wurde, gab es einen enormen Peak bei den Zugriffen auf die Website des Unternehmens. Das heisst: Man kann auch online recht gut messen, was eine Offline-Massnahme gebracht hat. Ausserdem kann man Zugriffe und Reaktionen, die online erfolgen, gut auch auf Offline übertragen, denn die Zielgruppe reagiert ja nicht je nach Medium völlig unterschiedlich. Wenn also ein Informationstext auf einer Website gut gelesen wird, kann man davon ausgehen, dass auch eine ähnlich aufgemachte Broschüre bei der gleichen Zielgruppe gut funktioniert. Aber zentral ist, dass man genau hinschaut und keine zu einfachen Schlüsse zieht. Einer unserer Kunden hatte beispielsweise ein Werbemittel, das einmal mit dem Bild eines Mannes und einmal einer Frau geschaltet wurde. Im Internet wurde das Banner mit der Frau viel häufiger angeklickt als dasjenige mit dem Mann – aber diejenigen, die auf das Banner mit dem Mann geklickt hatten, nahmen hinterher viel häufiger mit dem Unternehmen Kontakt auf als die, die sich für die Frau auf dem Cover interessiert hatten. Das kann man heute alles erheben und auswerten. Und dann kann und sollte man seine Marketingmassnahmen entsprechend fokussieren.
 

Eine alte Verkäuferweisheit besagt, dass es einfacher ist, bestehende Kunden zu halten als neue zu gewinnen. Aber wird es nicht auch schwierig, Bestandskunden zu halten, wenn das Geld knapp wird? Und wie kriege ich das trotzdem hin?

Probst: Für mich ist es enorm wichtig, Beziehungen zu pflegen. Leistung und Service sind Basisfaktoren. Die müssen stimmen. Die Beziehung zu pflegen – und viele Unternehmen unterschätzen dies –, bedeutet in erster Linie, Kunden richtig anzusprechen. Und somit ist das Wording zentral. Ich muss die richtige Sprache treffen, um meine Zielgruppe zu erreichen, und dafür muss ich natürlich genau wissen, wen ich ansprechen will. Dann kann ich verschiedene Kanäle zielgerichtet mit den speziell aufbereiteten Informationen bespielen. Ein Beispiel: Der Taschenhersteller Freitag fokussiert bei einem bestimmten Produkt zwei Zielgruppen: junge Leute, z. B.- Studenten, und junggebliebene Berufstätige, die praktische und coole Taschen schätzen. Beide Zielgruppen werden mit unterschiedlichem Wording sowie über verschiedene Kanäle angesprochen, die Jüngeren eher über Social Media, die Älteren mit klassischen Werbemassnahmen. Dabei kommt es auf sprachliche Finessen an, die die entsprechende Zielgruppe anziehen. Für mehrsprachige Unternehmen ist es also wichtig, dass eine Übersetzung nicht einfach von der Ausgangs- in die Zielsprache erfolgt, sondern dass der Stil und die Sprachgewohnheiten der Zielgruppe genau getroffen werden. So gelingt es nicht nur, neue Menschen für die Marke zu interessieren, sondern vor allem, bestehende Kunden zu halten und sie immer wieder auf neue Produkte oder zusätzliche Informationen aufmerksam zu machen. Damit das gelingt, muss ich wieder die über die Kunden gesammelten Daten analysieren und mir diese Daten für die gezielte Ansprache zu Nutze machen.

Z’graggen: Zur Bedeutung des Wording ein weiteres Beispiel: Einer unserer Kunden benannte intern ein Produkt völlig anders, als dessen Kunden draussen auf dem Markt es taten. Das fanden wir anhand der Suchanfragen im Internet heraus. Also passten wir das Wording an und hatten sprunghaft mehr Anfragen. Und wenn Sie über die Schweizer Grenzen hinausschauen, haben Sie noch ganz andere Möglichkeiten: In China werden quasi alle Daten über Internetnutzer gesammelt, Datenschutz ist dort nicht so heilig wie bei uns. Wenn in China nun eine Person online eine Anfrage an einen meiner Konkurrenten stellt, kann ich dieser Person gezielt Werbung schalten. Je nach Land eröffnen sich andere Möglichkeiten, mit den im Internet gewonnenen Daten zu arbeiten.
 

Stichwort: Eurokurs – wie steigert man unter den aktuellen Bedingungen seinen Umsatz im Ausland?

Probst: Ganz einfach: über eine konsequente Qualitätsgarantie, Swissness und natürlich Treffsicherheit. Und diese Trümpfe spielen wir voll aus. Das heisst, Sie müssen sich überlegen, was Qualität für einen Nutzen hat und für welche Zielgruppe. Und das Qualitätsversprechen ist zu halten, sonst sind die gewonnenen Kunden schnell wieder weg. Preiskampf sollte man vermeiden. Unsere Produktionsaufwände in der Schweiz sind ohnehin höher als in der Eurozone. Dagegen sollten wir nicht ankämpfen. Unternehmen mit Qualitätsfokus empfehlen wir vielmehr, die Qualität zu kommunizieren und das so greifbar und nachvollziehbar wie möglich zu machen.

Z’graggen: Noch einmal das Beispiel China: Es gibt in China einen grossen Markt für Schweizer Milchpulver, obwohl das Milchpulver dort teurer verkauft wird als bei uns und das Pulver woanders billiger zu haben wäre. Aber weil man Vertrauen in das Produkt aus der Schweiz setzt, wird der Preis bezahlt. Dass dort eine solche Nachfrage da ist, liess sich übrigens online herausfinden …
 

Aber wie erkenne ich denn nun die Vorlieben meiner – potenziellen – Kunden und treffe mit meinen Botschaften ihren Bedarf?

Z’graggen: Genau hinschauen und zuhören ist das Wichtigste. Es geht nicht darum, was ich verkaufen will, sondern darum, was meine Kunden kaufen wollen. Das muss ich anbieten. Was meine Kunden wollen und brauchen, finde ich bei Bestandskunden am besten im direkten Gespräch heraus. Und bei potenziellen Kunden kann man Anfragen und Suchbegriffe auswerten und dann versuchen, beides mit seinem Leistungsportfolio zusammenzubringen. Dann kann man gezielt auf Interessenten zugehen. Wir haben heute so viele Daten wie noch nie über Kunden und solche, die es werden könnten, und es war noch nie so einfach, Kunden gezielt anzusprechen und zu gewinnen. Doch diese Möglichkeiten werden noch nicht systematisch genutzt.

Probst: Wer Kunden gewinnen will, muss ihre Sprache sprechen. Also muss ich genau zuhören, Keywords herausfinden und einsetzen. Das gilt für das direkte Gespräch und auch für Texte in Broschüren oder im Internet: Wer die richtigen Schlagwörter platziert, ist schon einen grossen Schritt weiter. Denn gerade beim ersten Kontakt mit einem potenziellen Kunden geht es darum, ob er das Gefühl hat, dass ich ihm bieten kann, was er sucht. Wenn die richtigen Worte fallen, stellt sich dieses Gefühl schnell ein. Wenn nicht, geht er zur Konkurrenz.

Interview: Anne-Friederike Heinrich

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Die kostenlosen Vorträge «Kundengewinnung in Zeiten knapper Budgets» finden an mehreren Orten statt: am 28.4. an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel, am 5.5. im Technopark Winterthur, am 7.5. im Technopark Luzern/ Root, am 12.5. im Technopark Zürich, am 19.5. bei der InnoBE AG Bern sowie am 21.5. an der Uni St. Gallen. Zudem findet an der SuisseEmex’15 am 26.8. um 13.30 Uhr im LiveCom Forum ein Folgereferat statt.

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Weitere Informationen:
 

Translation-probst.com
 

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Im nächsten Leben Diplomat

«Was tun, wenn Recht zu Unrecht wird, wenn so viele das Falsche tun?» – diesem uralten albanischen Ehrenkodex widmete sich die Besa-Ausstellung. Mitorganisiert, gestaltet und durchgeführt hat sie Fruitcake-Agenturgründer Lahor Jakrlin.

Könnte er nochmals anfangen, würde er eine diplomatische Richtung einschlagen, ist sich Lahor Jakrlin sicher. Nicht nur würde er seine sprachlichen Fähigkeiten zur Verhandlung – zur ausgewogenen Kommunikation – gerne als Anstoss zur Veränderung nutzen, auch sieht er sich täglich mit schrecklichen Tatsachen konfrontiert, die er gerne angehen würde. Damit spricht er nicht nur eine «grassierende Reglementierungswut in der Schweiz, einhergehend mit einem irrwitzigen Ausbau des Service public» an, sondern vor allem eine besorgniserregend steigende, sichtbare Aggression unter Jugendlichen mit fremdländischen Wurzeln. So ist denn auch die Besa-Ausstellung aus dem Wunsch entstanden, einen Beitrag zur Verbesserung zu leisten. «Ich habe festgestellt, dass viele Immigranten-Kinder in der Schweiz die Wurzeln ihrer eigenen Kultur nicht kennen; sie haben keine Grundlage, nichts, auf das sie stolz sein könnten, womit sie sich verbunden fühlten», führt er aus. Viele albanische Jugendliche etwa wüssten nichts von Besa, vom albanischen Ehrenkodex, welcher verspricht, seine Gäste zu schützen. Noch weniger bekannt ist offenbar die Tatsache, dass in Albanien tausende Juden den Zweiten Weltkrieg überlebten. Die Hintergründe, das Versprechen Besa, sind einfach erklärt, wiegen aber umso mehr: Auf dem Balkan jagte das Nazi-Regime mit Hilfe seiner faschistischen Verbündeten Juden. Auch in Albanien mussten Menschen entscheiden, was sie angesichts des tödlichen Schicksals, das sie erwartete, mit ihren jüdischen Nachbarn machen sollten. Die Antwort der schlichten albanischen Bevölkerung war einfach, so Jakrlin. «Der Ehrenkodex Besa schützte alle Juden vor dem sicheren Tod, dies trotz der Gefahr, die jeder albanischen Familie drohte, welche jüdische Flüchtlinge bei sich versteckte.»

«Reden kann ich endlos»
 

Im Jahr 1955 in Zagreb/Kroatien geboren, seit 1963 in der Schweiz, zog Lahor Jarklin 1997 aus Bern ins emmentalische Bleiken bei Oberdiesbach. Sein Haus liegt 863 Meter über Meer – und damit etwa 63 Meter über der Nebelgrenze, schreibt er mit einem Augenzwinkern in seinem Lebenslauf. Überhaupt haften seine Projekten, Texten und Äusserungen fast durchgehend kleine Seitenhiebe und ironische Randbemerkungen an – immer in leisen Tönen, meist

treffsicher, niemals beleidigend. Texten war schon immer seine Leidenschaft. Aber nicht nur schriftlich. «Reden kann ich endlos», warnt er.
 

Dieses Talent hat er sich zunutze gemacht und 1985, mit knapp 30 Jahren, die Agentur Fruitcake Werbung + Presse gegründet. Begonnen hat seine Laufbahn nach einer kaufmännischen Ausbildung als Reiseleiter der Popularis Tours und danach als Einkäufer und Resident Manager der Airtour Suisse SA. Dazwischen führte er für den internationalen Konzern Continental die Filiale für die Westschweiz ein und machte Live-Reportagen und Moderation bei Radio ExtraBE (heute Radio Bern1). In die Agenturwelt stieg er als Werbeassistent, Juniortexter und Verkaufsmitarbeiter bei der ATW Agentur für Touristik und Werbung in Bern ein. Ein Jahr nach der Gründung von Fruitcake war er zudem während zwei Jahren als Initiant, Mitinhaber, Mitherausgeber und Co-Redaktor des Berner Landboten tätig.
 

«Schon immer habe ich gerne gestaltet, mein Traumberuf als Kind war garantiert nicht Lokomotivführer – obwohl ich, open-spaces-geprägt wie ich war und bin, sicher gerne Cowboy geworden wäre», denkt er über seinen Lebenslauf nach. Auch geschrieben habe er schon immer gern. «Meine Rapporte an die Zentrale in Bern unterhielten das ganze Tour-Operating», erinnert er sich. Einige Jahre nach der Gründung von Fruitcake heiratete Jakrlin und wurde drei Jahre später zum ersten Mal Vater. «Meine Kids», obwohl längst erwachsen, stehen an erster Stelle seiner Interessenliste.

 

Regional tätig

Durch Weiden- und Ackerland, vorbei an grossen Bauernhöfen, Riegelhäusern und naturbelassenen Bächen fährt die Bahn des RBS (Regionalverkehr Bern-Solothurn) von Bern nach Worbboden. Der Standort spiele aber keine so grosse Rolle für die Agenturarbeit, sagt Lahor Jakrlin, «ausser, dass manche potenziellen Kunden ihre Agenturbesuche wohl lieber in urbanerer Umgebung abhalten möchten». Und natürlich, dass die zunehmende Verbeamtung Berns zur Folge habe, dass Unternehmen in wirtschaftsfreundlichere Kantone verdrängt würden – diese Tendenz beobachte man schon seit geraumer Zeit. Zudem bedroht eine weitere Tatsache die Existenz von Agenturen im Tourismuskanton Bern: «1985 gab es rund zehnmal mehr Bergbahnen als heute», führt Jakrlin als Beispiel an. Heute sind es zwar nicht weniger, nur sind diese nun in einer Firma gebündelt. «Durch Fusionen geht für Agenturen viel verloren», folgert er. Das Gleiche gilt beim Regionalverkehr. Jakrlin erinnert sich ans Zug Design, das die Agentur in Zusammenarbeit mit Luigi Collani – vor allem bekannt für seine aerodynamischen und biomorphen Formen für Autos, Flugzeuge und Konsumgüter – ausgeführt hatte. «Nach den Fusionen braucht es heute nicht mehr drei oder vier Werbeagenturen, sondern nur noch eine. Da ist natürlich der Kampf gross … und dann suchen sich die Unternehmen eine Agentur in Zürich», bedauert Jakrlin. Schlussendlich seien es dann aber doch die Agentur und ihre Arbeit, und nicht Standort oder Awards, die zählen. Ausserdem haben die Aussicht aufs Berner Oberland und die gute Landluft sowie die Nähe zu Bern auch so ihre Vorteile, weiss Jakrlin.

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Lahor Jakrlin und seine Helfer bei der Besa-Ausstellung Anja Materny (Media Design, Polygrafie, Kommunikationsberatung) und Kaya Murer (stv. AD Grafik, Kreation) vor einem Plakat zur Ausstellung. Zwischen ihnen steht (symbolisch für die Ereignisse) ein Koffer, welcher an jeder Ausstellung mit dabei war, geziert von den Unterschriften der Vernissagen-Besucher.
 

Bei einem Blick ins Grüne rund im die Agentur Fruitcake werde ihm immer wieder bewusst: «Hier kann man einfach nicht verhungern, in diesem Land. Wir leben in grossen Wohlstand, haben daher aber auch grosse Schuld – wir könnten viel machen», sagt er überzeugt. Von dem Niveau aus, das wir in der Schweiz haben, müsse man sich einfach auch vorstellen können, was in der Weltgeschichte abgeht. Man könne doch nicht einfach so tun, als ob‘s uns nicht angeht oder erst mal neutral wegschauen. In diesem Zusammenhang sei Diplomatie sicher der richtige Weg, ist Jakrlin überzeugt: «Immer wenn Menschen zusammenkommen, vielleicht auch in einer Konfliktsituation, dann ist nur eine Annäherung möglich in Form von Ablenkung – und zwar intellektuelle Ablenkung: man muss sich etwas Neues denken und vorstellen».

Ursina Maurer

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Die Agentur Fruitcake warb auch früher schon gerne mit einem Augenzwinkern.

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In Kürze:
 

  • 1983 – heute: Publizist, Kolumnist und Autor, Organisator diverser Ausstellungen
  • 1985 – heute: Fruitcake Werbung + Presse AG (Geschäftsleiter, Kreation, Produktion)
  • 1986 – 1988: Initiant, Mitinhaber, Herausgeber und Co-Redaktor Berner Landbote Verlags AG
  • 1987: Mitbegründer des London Touroperatings Dan-Air Tours AG Bern
  • 1984-1985: Werbeassistent, Juniortexter und Verkaufsmitarbeiter ATW Agentur für Touristik & Werbung AG, Bern
  • 1983 – 1984: Mitarbeiter News und Life-Reportagen am Radio ExtraBE (heute Bern1)
  • 1981 – 1983: Einführung und Leitung Filiale Westschweiz der Continental Suisse SA
  • 1975 – 1981: Reiseleiter Popularis Tours, Mitarbeiter Planing/Einkauf der Airtour Suisse SA, davon 1979/80 Resident Manager London


Fruitcake.ch

Besa-Expo

Die Besa-Expo besteht aus zwölf Porträts des US-amerikanischen Fotografen Norman H. Gershman. Er fotografierte Nachkommen und Familienangehörige albanischer Retter und stellte den Bildern Texte der jeweiligen Rettungsaktion zur Seite. Einführungstafeln über den Holocaust, die Geschichte Albaniens, die «Gerechten unter den Völkern» und den Fotografen Gershman ergänzen die Ausstellung. Die Wanderausstellung, ein logistischer Aufwand sondergleichen, fand vom Mai 2014 bis April 2015 in Basel, Biel, Solothurn, Aarau, Windisch/Brugg, Zürich, Bern, Luzern, Kollegium Immensee, St. Gallen, Lausanne, Genf statt, sowie zum Abschluss, als Höhepunkt an der Sprachgrenze, an der Uni Fribourg. Als Grund für diese Ausstellung gibt Lahor Jakrlin den «Geist der Versöhnung und Toleranz» an. In der Schweiz hätten Juden und Muslime, beides Minderheiten, nur wenig Kontakt, die Ausstellung Besa soll eine Selbstverständlichkeit zeigen, mit der Muslime Juden retteten. «Gleichsam gewährten Juden bosnischen und albanischen Muslimen in einem Dankesakt während der Balkankriege Asyl in Israel», führt Jakrlin aus. Man möchte mit diesen bisher weitgehend unbekannten historischen «Episoden» die breite Öffentlichkeit einladen, über das Geschehene zu reden und sich dadurch kennenzulernen.

AZ Medien weisen Verlust von sechs Millionen aus

AZ Medien verzeichnet ein Ebidta von 25,2 Millionen und einen Verlust von sechs Millionen Franken. Gründe für das unbefriedigende Konzernergebnis seien hohe Abschreibungen auf Investitionen und Akquisitionen sowie Anlaufverluste bei Start-ups.

AZ Medien erwirtschafteten im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 247,7 Millionen (Vorjahr: CHF 242,2 Mio./ +2,3%), ein Ebitda von 25,2 Millionen Franken (Vorjahr: CHF 28,6 Mio.) und ein Betriebsergebnis von 6,3 Millionen Franke. (Vorjahr: CHF 8,3 Mio.) Unter dem Strich resultiert ein negatives Konzernergebnis von minus 6,0 Millionen Franken infolge hoher Abschreibungen und Anlaufverluste von Beteiligungen.

Die Unternehmung hält laut Mitteilung vom Freitag an ihrem Expansionskurs und der Diversifikation in neue Kanäle fest. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde Dietschi, die Herausgeberin des Oltner Tagblatts, vollständig übernommen, die Zeitschrift Haustech von Axel Springer Schweiz übernommen sowie in Aarau das Druckzentrum mit der Anschaffung einer neuen Rotationsmaschine ausgebaut und modernisiert, was die Schliessung der Druckstandorte Subingen und Olten erlaubt und dadurch zu einer wesentlichen Rationalisierung führt.

Bei den elektronischen und digitalen Medien hat die Unternehmung den nationalen Sender TV24 lanciert, die Mobile-Plattform Watson gestartet sowie den zentralen Unternehmensbereich AZ Digital geschaffen. Die Projekte und Massnahmen sind auf Kurs, erfordern aber weiterhin einen hohen Mitteleinsatz; die Anlaufverluste wurden vollständig abgeschrieben. Insgesamt hat der Verwaltungsrat für 2014 Investitionen in Höhe von über 40 Millionen Franken genehmigt.

CEO Axel Wüstmann kommentiert das unbefriedigende Ergebnis in der Mitteilung wie folgt: «AZ Medien konnten den Umsatz sowohl durch Akquisitionen als auch neue Produkte insbesondere im elektronischen und digitalen Geschäft in 2014 steigern. Die ausserordentlich hohen Anlaufverluste im Digitalgeschäft und bei den elektronischen Medien sowie diverse Einmaleffekte und Abschreibungen führen jedoch zu einem negativen Konzernergebnis. Für das laufende Jahr rechnen AZ Medien wieder mit einer deutlichen Verbesserung der Wirtschaftlichkeit.»

 

Maz vergibt 41 Journalismus-Diplome

Laut Watson-Gründer Hansi Voigt haben die 41 Journalistinnen und Journalisten, die am 16. April 2015 mit dem Maz-Diplom gekürt wurden, «noch immer den schönsten Beruf der Welt».

Es geht um Totengräber, Beschneier und um Sexologen; um Nonnen, Jenische und Murmeltiere; um Hedgefonds-Manager, Prostituierte und um Fussballprofis – die Abschlussarbeiten der Diplomstudierenden umfassen ein breites Spektrum. Jetzt wurden sie für ihre Arbeiten belohnt: Nach zwei Jahren Studium haben gestern, am 16. April 2015, 41 junge Journalistinnen und Journalisten das Maz-Diplom erhalten. Fast alle haben nach dem Abschluss eine feste Stelle in einer Redaktion.

Hansi Voigt, Chefredaktor von Watson, sagte in seiner Festrede: Auch wenn Journalisten derzeit unter einem schlechten Image litten – die Gesellschaft «wird nicht auskommen ohne Leute, die sich der Wahrheit verpflichtet fühlen.» Die Generation der jetzt Diplomierten würde Möglichkeiten nutzen, so Voigt, welche die journalistischen Generationen davor «nicht mal ansatzweise sehen.» Trotz derzeit grassierendem «kollektiven Zynismus»: «Sie haben noch immer den schönsten Beruf der Welt», rief Voigt den Absolventinnen und Absolventen zu.

Die Diplomausbildung Journalismus abgeschlossen haben (in Klammern die Redaktionen des Volontariats): Camilla Alabor (Zürcher Oberländer), Jonas Baud (Kleintiere Schweiz), Simon Binz (Solothurner Zeitung), Tanja Bircher (20 Minuten), Serena Bonomi (SDA), Oliver Bosse (March-Anzeiger), Denise Bucher (Magazin Tages-Anzeiger), Seraina Degen (Basler Zeitung), Elia Diehl (Aargauer Zeitung), Evelyne Fischer (Willisauer Bote), Sabina Galbiati (Aargauer Zeitung), Dominik Galliker (Berner Zeitung), Patrick Gasser (Jungfrau Zeitung), Daniel Graf (Südostschweiz), Peter Hanselmann (Radio Top), Kerstin Hasse (Bündner Tagblatt), Seraina Hess (Rheintaler Bote), Raffaela Heusser (Höfner Volksblatt), Marielle Käser (Radio 32), Salome Kern (Winterthurer Stadtbote), Simon Knopf (Tages-Anzeiger), Silja Kornacher (Migros Magazin), Karin Leuppi (Radio 32), Andrea Moser (Radio Munot), Fabio Müller (Bundeshausradio), Janine Müller (Aargauer Zeitung), Marco Pescio (Liechtensteiner Volksblatt), Raphael Reichen (Radio Pilatus), Isabelle Riederer (20 Minuten; a&w Verlag), Mireille Rotzetter (Freiburger Nachrichten), Marlon Rusch (Schaffhauser AZ), Lynn Scheurer (Tages-Anzeiger), Michelle Schwarzenbach (Schweizer Familie), Sarah Serafini (Aargauer Zeitung), Larissa Tschudi (sda), Michel Venetz (Walliser Bote), Linda von Burg (Inside-it.ch), Matthias von Wartburg (Energy Bern), Reto Wattenhofer (SDA), Simon Widmer (SonntagsZeitung), Christian Zürcher (Tages-Anzeiger).
 

Werbeausgaben im März weiter gestiegen

Nach dem Plus im Februar sind die Werbeausgaben in der Schweiz im März weiter gestiegen. Insgesamt wurden 474,6 Millionen Franken in den Werbedruck gesteckt. Das sind 2,6 Prozent mehr als im März 2014.

Am meisten Geld floss im März in die Fahrzeugwerbung. Mit 50,6 Millionen Franken ging hier allerdings die Summe um 3,3 Prozent zurück. Mehr Geld wurde dagegen in die Nahrungsmittelwerbung gesteckt, die ein Plus von 6,3 Prozent auf 46,2 Millionen Franken verzeichnete. Kräftig Gas gaben auch die Detailhändler. Sie erhöhten die Werbeausgaben im Vergleich zum Vorjahresmonat um 42,8 Prozent auf 40 Millionen Franken.

Den grössten Einbruch gab es bei den Tabakwaren. Hier stürzte der Werbeetat um fast die Hälfte auf 0,9 Millionen Franken ab. Auch die IT-Branche gab massiv weniger (minus 31,1 Prozent) für Reklame aus.

Nach Firmen aufgeschlüsselt stehen die beiden Detailhandelsriesen Coop (plus 30,4 Prozent) und Migros (plud 23,5 Prozent) an der Spitze. Auf Platz drei folgt der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble (minus 9,8 Prozent). Das meistbeworbene Produkt war im März Zalando.ch vor Swisscom Vivo und UPC Cablecom Horizon Start Combi.

Am meisten Gelder flossen wie bereits in den Vorjahren in die TV-Werbung (32,1 Prozent) vor der Tages-, Wochen- und Sonntagspresse (27,2 Prozent). Für Internetwerbung wurden lediglich drei Prozent des Budgets ausgegeben. 

Den vollständigen Werbemarkt Trend Report vom März 2015 finden Sie hier.

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