Liebe, Leben, Sperma und Blut

Gesundheit Mit Love Life, Stop Aids verfolgen BAG und Euro RSCG die natürliche Markenevolution von «Stop Aids».

Gesundheit Mit Love Life, Stop Aids verfolgen BAG und Euro RSCG die natürliche Markenevolution von «Stop Aids».«Im Stadium einer konzentrierten HIV-Epidemie» befinde sich die Schweiz, so die Weltgesundheitsorganisation WHO trocken. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) macht die Entwicklung deutlich: War die Zahl der jährlich neuen Aidsfälle zwischen 1995 und 2002 rückläufig, so zeichnet sich seit zwei Jahren bei den Neudiagnosen wieder eine Zunahme ab. Konnten anti-
retrovirale Therapien die Sterblichkeit der HIV-positiven Personen stark reduzieren, so scheint diese seit 2001 zu stagnieren. Seit vier Jahren steigt die Anzahl positiver HIV-Tests – 2002 gar um rund 25 Prozent – und hat sich 2003/04 auf «hohem Niveau» wieder stabilisiert. Im europäischen Vergleich ist die Schweiz überdurchschnittlich betroffen.
Regelmässige, repräsentative Posttests zeigen, dass die Stop-Aids-Kampagnen konstant eine Akzeptanzrate von gut 70 Prozent aufweist. Besser als die Zustimmungs- waren bisher die Erinnerungswerte – mit 92 Prozent Erinnerung beim jungen Segment setzte die gelb-schwarze Kampagne eine neue Bestmarke für die Branche. Wegen der offenbar wieder hohen Risikobereitschaft ist Prävention nach wie vor dringlich.
Jugend sensibilisierenZwar sind der Präservativgebrauch und die Marke Stop Aids dank der Prävention der letzten 18 Jahre breit etabliert. Die Herausforderungen sind trotzdem gross geblieben: Seit das Virus behandelbar ist, haben HIV und Aids an Aktualität und Bedrohlichkeit verloren, die Isolation der Betroffenen jedoch ist geblieben. Gleichzeitig stehen für die Prävention wegen genereller Sparmassnahmen weniger Mittel zur Verfügung. Und schliesslich muss es der Stop-Aids-Kampagne gelingen, auch die junge Generation für das Thema zu sensibilisieren. Auf diese Herausforderungen hat das BAG mit einer neuen Ausrichtung und – nach 18 Jahren bei der Agentur cR DDB Basel – einer neuen Agentur reagiert: Euro RSCG. Ins Zentrum wird die sexuelle Gesundheit der Bevölkerung gestellt. Die Kampagne soll mit positiven Provokationen neue Aktualität schaffen, das Involvement der Zielgruppen sowie die Emotionalität der Botschaften erhöhen.
Für die Kampagnenbotschaft von 05/08 wählten die Verantwortlichen den grössten gemeinsamen Nenner: der zeitlose und universelle Wunsch nach einem unbeschwerten Liebesleben. Das Herzstück der Kampagne, «Love Life, Stop Aids», soll diese Haltung widerspiegeln und als Symbol für positiv erlebte Sexualität verankert werden. Die Standardbotschaften sollen Wissen vermitteln und konkrete Handlungen auslösen. Der Fokus richtet sich auf die breite Penetration der Safer-Sex-Regeln. Das Team Frank Bodin, Petra Bottignole und Serge Deville hat mit zwei Verhaltenstipps die Botschaften «Eindringen immer mit Gummi» sowie «Sperma und Blut nicht in den Mund» umgesetzt.
Diese Aufforderungen sind in die meisten Kommunikationsmittel integriert worden. Mit der Neuausrichtung wurde auch die Mediastrategie angepasst. «Wir haben uns hauptsächlich auf TV- und Kinospots konzentriert, weil sie der emotionalen Botschaft gerecht werden und Segment- wie Reichweitenziele am besten erreichen», sagt Bodin. Ein nationaler Plakateinsatz, der mit einem Teaser-Aushang als Auftakt gestartet ist und den Fokus auf die Safer-Sex-Regeln eingeführt hat, soll den Auftritt abrunden. In Tonalität und Ansprache an die spezifischen Zielgruppen angepasst, wird die Kampagne reich an Facetten.
Auffällig an der neuen «Love Life, Stop Aids»-Kampagne sind der Partnermarketing- sowie der Celebrity-Ansatz. Für den Launch Ende April konnten unter anderem die beiden Hollywood-Grössen mit Schweizer Wurzeln Marc Forster und Renée Zellweger gewonnen werden. Als weitere Grösse in dieser Reihe darf Graham Chapman – 1989 verstorbener Mitgründer Monthy Python – gezählt werden. Aus seinem «The Meaning of Life» stammt der skurril vergnügliche Ausschnitt des Kinospots, in dem «Der Mann, der immer ein Kondom benutzt» von einer Horde halb nackter, behelmter Frauen verfolgt wird. Nicht minder stramm steht der TV-Spot in seinem Umfeld: Darin verarbeiten Frauen mit strengem Ausdruck gewisse Lebensmittel – die Symbolik spricht für sich. Die Auflösung: Männer, die es ohne Kondom machen wollen, sind nicht besonders beliebt.
Skurril vergnüglicher Kinospot: Der Ausschnitt aus Graham Chapmans (Monthy Python) legendärem «The Meaning of Life».

Launch mit Stars: Für die Aids-Kampagne konnten Renée Zellweger und Marc Forster gewonnen werden.
Die Kampagne «Love Life, Stop Aids» steht für den Wunsch nach einem unbeschwerten Liebesleben.
Mit der Kampagne Love Life, Stop Aids wollen das BAG und Euro RSCG positiv provozieren und Aktualität schaffen. >> Seite 10
Luca Aloisi

Weltrekord im Kleinformatdruck

Leistung Die Moskauer Druckerei Extra Print stellte einen Rekord der besonderen Art auf: Der Zählerstand ihrer Printmaster QM 46-2 rückte auf 90 Millionen Bogen.

Leistung Die Moskauer Druckerei Extra Print stellte einen Rekord der besonderen Art auf: Der Zählerstand ihrer Printmaster QM 46-2 rückte auf 90 Millionen Bogen.Erst vor knapp drei Jahren lieferte die Heidelberger Druckmaschinen AG eine Zweifarben- und eine Einfarbenmaschine QM 46 nach Russland. Insgesamt kommen beide Maschinen auf die Leistung von 130 Millionen Bogen.

Garantiert bruchsichere Bank

Verteilkampf Die Bank Coop hatte am 1. Mai nichts zu fürchten, meint Ruf Lanz in der WOZ.

Verteilkampf Die Bank Coop hatte am 1. Mai nichts zu fürchten, meint Ruf Lanz in der WOZ. Die Werbung hätte sich bewahrheiten können – doch zum Glück ist der 1. Mai in diesem Jahr grösstenteils ruhig verlaufen. So weckt sie auch keine Schadenfreude über Glasschaden, sondern einfach nur Freude über eine gute Idee, mit welcher Ruf Lanz die Bank Coop mit einem Sujet rund um den 1. Mai beworben hat. Die Positionierung «eine anständige Bank» wird dabei illustriert mit zwei Aufnahmen von demselben Schaufens-ter. Das erste Bild wurde vor dem Tag der Arbeit fotografiert. Das zweite nach dem Tag der nicht stattgefundenen Demonstrationen. Glasklar die Botschaft: «Die Bank Coop lässt soziale und ökologische Werte eben nicht links liegen.» Und überzeugt damit auch «bankenkritische ZeitgenossInnen». Die Anzeige erschien am 5. Mai in der WOZ, einem Titel, der laut CD Markus Ruf «mit einem antikapitalistischen Preis-Leistungsverhältnis glänzt und eine Leserschaft aufweist, die Geld hat, dieses aber nachhaltig anlegen will.» Auch WOZ-Akquisiteur Kilian Gasser freut sich: «Es ist das erste Mal, dass in der WOZ eine ereignisbezogene Einzelschaltung für einen grossen Werbekunden erscheint. Klar, dass wir uns mehr solche massgeschneiderte Auftritte wünschen. Prädestiniert wären wir dafür.»
Kein Problem am 1. Mai: Die Werbung zeigt, dass die Bank Coop auch kritische Zeitgenossen überzeugt.
Andreas Panzeri

Cablecom erweitert Digital-TV-Angebot

Pay-TV Der Kabelnetzbetreiber Cablecom baut sein Angebot im digitalen Fernsehen aus.

Pay-TV Der Kabelnetzbetreiber Cablecom baut sein Angebot im digitalen Fernsehen aus.Ab 11. Mai werden die wichtigsten analog verbreiteten TV-Sender auch digital übertragen und können somit direkt über die Cablecom-Settopbox empfangen werden. Die Vorschau des elektronischen Programmguides wird gleichzeitig von zwei auf acht Tage erweitert.

Wechsel in der Leitung

Vorstufe Hans Feyh

Vorstufe Hans Feyhwird auf Anfang Juni im Hauptsitz der Agfa-Gevaert-Gruppe in Mortsel/Belgien im Geschäftsbereich Graphic Systems eine internationale Führungsaufgabe im Bereich Global Key Account Management übernehmen. Zum gleichen Zeitpunkt wird Moritz Rogger, bislang Geschäftsführer von Agfa Deutschland und Agfa Schweiz, die Leitung des Geschäftsbereichs Grafische Systeme beider Länder in Personalunion übernehmen.

Neue Kompromisskultur

Verlage Nach 20 Minuten integriert Tamedia Finanz und Wirtschaft. Und liberalisiert die Redaktionsreglemente.

Verlage Nach 20 Minuten integriert Tamedia Finanz und Wirtschaft. Und liberalisiert die Redaktionsreglemente.Zeitungsübernahmen ohne eine zumindest partielle Einverleibung in den Mutterverlag sind so selten wie Predigten ohne Amen. Das akquisitionsfreudigste, weil einzige börsenkotierte Deutschschweizer Medienhaus macht da keine Ausnahme. Und Tamedia handelt fix: 20 Minuten wurde kein halbes Jahr nach der vorgezogenen Gesamtübernahme aus seinem Oerlikoner Gärtchen ins gläserne Treibhaus an der Werdstrasse verpflanzt (siehe Kasten). Auch beim Börsenblatt Finanz und Wirtschaft (FuW) erfolgt die Integration der Backofficebereiche jetzt nur wenige Monate nach dem endgültigen Rückzug seines langjährigen Verlegers Gerhart Isler.Für ein solches Tempo spricht sicherlich die möglichst schnelle Ausnutzung der (im Vorfeld exakt evaluierten) Synergiepotenziale, dagegen der bei redaktionellen Produkten unvermeidliche «Clash of Cultures». Im Fall der FuW heisst dessen erstes Opfer Peter Bohnenblust. Der wohl amtsälteste Schweizer Chefredaktor hatte laut seinem Stellvertreter Peter Schuppli «andere Vorstellungen über den Autonomiegrad» jenes Fachtitels, den er mit Isler und Schuppli seit 1976 im Triumvirat leitete.
Kall-Berater bei Coninx juniorSchuppli zeigt Verständnis für Bohnenblusts Entscheid, schliesslich seien vom Outsourcing zentraler Dienste an Tamedia und externe Firmen zwei Drittel des ehemals 25-köpfigen Verlags betroffen. Geleitet wird dieser seit Anfang 2005 pikanterweise von Martin Coninx. Glaubt man FuW-Insidern, war auch der Sohn und Kronprinz von Verleger Hans Heinrich Coninx nicht erfreut über einen «Soloberater aus Thalwil», der im Auftrag von CEO Martin Kall die Prozesse und Protagonisten an der Hallwylerstrasse durchleuchtete. «Das hätten wir selber besser gekonnt», meint auch Schuppli.
Dass sich der 55-Jährige dennoch bereitgefunden hat, die Redaktion interimistisch zu führen und bei der Bohnenblust-Nachfolge konstruktiv mitzusuchen, erklärt er mit «publizistischem Verantwortungsgefühl» und seiner Neugier, ob Unabhängigkeitszusicherungen beim Mutterkonzern auch tatsächlich gelebt werden. Ziel ist eine Neubesetzung noch in diesem Jahr. Dazu erstellt er derzeit gemeinsam mit Uli Rubner,
Tamedias Zeitschriftenchefin, eine Namensliste. Kein Wunder würde Schuppli einer internen Lösung den Vorzug geben.
Zur Begründung des mit der Heranführung ans Mutterhaus erfolgten Bereichswechsels der FuW nennt Rubner drei Faktoren: Erstens seien die Managementressourcen im Zeitungsgeschäft durch die Expansion von Tages-Anzeiger (Stichwort «Regionalisierung») und 20 Minuten («St. Gallen und mehr») stark absorbiert, zweitens passe die Mittwoch und Samstag publizierte FuW auch auf Grund ihrer Erscheinungsweise und ihrer Fachmagazine gut ins Zeitschriftenportfolio und ausserdem verspüre sie als ehemalige Wirtschaftsjournalistin eine persönliche Affinität zu diesem Traditionsblatt.
Fusionsabsichten dementiertStrategische Überlegungen im Hinblick auf eine Bereinigung des Zeitschriftenmarkts im Allgemeinen oder eine etwaige Fusion mit dem Jean- Frey-Magazin Bilanz im Speziellen bestreitet Rubner. Ebenso vehement dementiert die Ex-Jean-Frey-Managerin, dass sie ihrem Segment konzernintern zu mehr Gewicht und Geltung verhelfen wollte. «Es war Martin Kall, der diese Zuordnung vorgeschlagen hat.»
Fürs Produkt selbst hat Rubner trotz Auflageverlusten (2004 minus 2 Prozent auf aktuell 37572 Exemplare) kaum Renovationspläne. «Trotz der Marktschwäche sind wir im Anzeigen- und im Lesermarkt überdurchschnittlich gut positioniert. Unsere Marktforschung zeigt, dass die inhaltliche Qualität der FuW sehr geschätzt wird. Deshalb besteht hier kein Handlungsbedarf. Wir planen lediglich eine leichte Modernisierung der Leserführung und ein paar Layout-Anpassungen.»
Angepasst werden sollen auch die Redaktionsreglemente – jenes der FuW wie auch die der übrigen Tamedia-Titel. Für die Wirtschaftsredaktionen von Tages-Anzeiger, SonntagsZeitung und Facts gilt seit dem so genannten «Huber-Skandal» von 1992, als den damaligen Chefredaktoren von Bilanz und FuW fragwürdige Aktiengeschäfte nachgewiesen wurden, ein striktes Schreibverbot, wenn man oder frau von einem Unternehmen selber Anteilscheine besitzt.
Die FuW hingegen hat sich nie offiziell von Gerhart Islers 1992 in einer TV-Diskussion zum Besten gegebenen Credo verabschiedet, wonach «nur wer das Börsenmetier kennt, also privat mit Aktien handelt, auch kompetent darüber berichten kann». Gemäss Rubner soll in den nächsten Wochen eine Richtlinie erarbeitet werden, die für sämtliche Konzernprodukte Gültigkeit haben soll. Diese dürfte wohl einen Kompromiss zwischen den beiden Extrempositionen darstellen.
FuW-Übergangschef Peter Schupp-li, der mit Rubner, Kall und Coninx junior in der dafür zuständigen Strategiegruppe sitzt, plädiert nämlich dafür, «den zwanghaft auf den Aktienhandel fixierten Branchenblick aufzutun» und die Diskussion auf Auto- und Reiseredaktoren sowie journalistische Verwandtschaften in Verwaltungsräten und Geschäftsführungen auszudehnen. Grundsätzlich spricht sich Schuppli gegen Reglemente «pour la galerie» und für die eigenverantwortliche Einhaltung hoher ethischer Standards aus.
Klima statt KostenAls sie vor zwei Monaten den 2. Stock des Tamedia-Hauptsitzes
bezog, wurde die 100-köpfige 20-Minuten-Crew von blau-weissen Transparenten begrüsst. Auf dem der Annabelle-Redaktion stand «Frauen können und wollen länger als 20 Minuten». Solch kollegiales Augenzwinkern gehörte zu einem Empfang, den die Neuzuzügler überwiegend als herzlich empfanden.
«Anfänglich vorhandene Ängste bezüglich Bevormundung und Reibungsverluste haben sich bislang nicht bestätigt», resümiert Peter Wälty, stellvertretender Chefredaktor, seine Erfahrungen.
Zu schaffen mache nicht das Betriebs-, sondern allenfalls das reale Klima im schlecht temperierbaren Glashaus. Auch kostenseitig sind (noch) keine Negativeffekte spürbar. Die im Vergleich zu Oerlikon etwa dreimal so hohen Quadratmeterpreise wie auch die neuen Overhead-Kosten schlagen 20 Minuten erst 2006 zu Buche. So wurde es im Übernahmevertrag vereinbart. (oc)
Gemeinsamer Kurs: Die Crews von 20 Minuten und Finanz und Wirtschaft werden sich an die Kultur von Tamedia gewöhnen müssen.
Oliver Classen

Kein zweiter Pfeil

Gastgewerbe Eigentlich lebt, wer vegetarisch isst, gesund. Aber manchmal wäre nicht essen noch besser als gesund essen. Besonders dann, wenn der verführerische Apfel als Zielscheibe für die väterliche Armbrust dient.

Gastgewerbe Eigentlich lebt, wer vegetarisch isst, gesund. Aber manchmal wäre nicht essen noch besser als gesund essen. Besonders dann, wenn der verführerische Apfel als Zielscheibe für die väterliche Armbrust dient.Und deshalb eigentlich nicht gross genug sein kann. Das neuste Sujet aus der Küche der Wirz-Werbung für Hiltl ist ab sofort als Plakat, Inserat und Postkarte zu sehen.

JobChange

nimmt Mutterschaftsurlaub und übergibt die Leitung der Luzerner Werbeagentur Fruitcake im Herbst an Crisanto Farese, der zurzeit beim Marktforscher IHA-GfK tätig ist.

nimmt Mutterschaftsurlaub und übergibt die Leitung der Luzerner Werbeagentur Fruitcake im Herbst an Crisanto Farese, der zurzeit beim Marktforscher IHA-GfK tätig ist.Michèle Frey Nach der Babypause will Frey als Projektleiterin zur Agentur zurückkehren….
Silvio Galbucci übernimmt als Art Director die Verantwortung für das zweidimensionale Erscheinungsbild der Marke Globus. Seine Werbeagentur Galbucci AG in Zürich gibt er auf.
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Raphael Wermuth tritt das neu geschaffene Amt des Kommunikationsleiters von Philips Schweiz an. Er zeichnet für die interne und externe Kommunikation, die Werbung und das Sponsoring des Elektronikkonzerns verantwortlich.
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Raymond Vouillamoz ist auf Ende April als Programmdirektor des Westschweizer Fernsehens TSR zurückgetreten. Der 64-Jährige will wieder als Filmemacher tätig sein.
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Roland Steffen wird Leiter des Gesamtbereichs Verlage bei den Basler Zeitung Medien. Steffen ist zurzeit Direktor der Publicitas Aarau/Olten Solothurn. Das genaue Übertrittsdatum steht bislang noch nicht fest.
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Creative Director Sandro Giovanoli verlässt Alex Schmid Direct, wird aber je nach Auftragslage weiterhin Projekte für die Dialogagentur betreuen. Neu an Bord kommen Grafiker Matthias Kadlubsky und Texter Martin König.
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Seit Anfang Mai ist Almut Berger als Reporterin für das Migros-
Magazin tätig. In den vergangenen fünf Jahren baute Berger die Onlineplattform Persoenlich.com auf. Anfang Juli stösst zudem Sabine Lüthi, derzeit People-Redaktorin der Berner Zeitung, zum Migros-Magazin.

Stunde für Stunde umworben

Studie Die haushaltführenden Frauen über 45 sind der Werbung am TV besonders zugetan: Sie leihen ihr pro Monat bis zu sieben Stunden Aug und Ohr.

Studie Die haushaltführenden Frauen über 45 sind der Werbung am TV besonders zugetan: Sie leihen ihr pro Monat bis zu sieben Stunden Aug und Ohr.Pro Monat 345 Minuten – oder 5 Stunden und 45 Minuten: So viel Zeit investierte 2004 der Durchschnittsdeutschschweizer ab 3 Jahren allein für TV-Werbung. Pro Tag waren dies immerhin gut 11 Minuten. Von der gesamten TV-Nutzung macht der Konsum der Werbung 7,7 Prozent aus. Unterscheidet man nach Altersgruppen, ergibt sich folgende Situation: Kinder im Alter zwischen 3 und 14 Jahren werden während 174 Minuten pro Monat mit TV-Werbung eingedeckt, Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren setzen sich ihr während 246 Minuten aus, und die Erwachsenen konsumieren gar überdurchschnittlich viel Werbung: So nehmen die 25- bis 44-Jährigen monatlich 349 Minuten auf, die 45- bis 64-Jährigen 376 Minuten. Die werberelevante Zielgruppe der 15- bis 49-Jährigen nimmt die TV-Werbung dagegen unterdurchschnittlich lang während 315 Minuten auf.
All diese Zahlen gehen aus einer Telecontrol-Auswertung hervor, die die PublicaData (PDAG) erstmals für das vergangene Jahr durchführte. Dabei nahm sie nicht nur die Telecontrol-Daten unter die Lupe, sondern wertete auch Dutzende von Senderprotokollen aus, um alle Werbeblöcke und andere Werbeformen (siehe Kasten rechts) sekundengenau zu eruieren. Das Resultat: Insgesamt wurde die Deutschschweiz 2004 während mindestens 28600 Stunden mit TV-Werbung bestrahlt. Allerdings war nur gut die Hälfte (54,4 Prozent) der identifizierten Werbung auch solche, die für die Schweizerinnen und Schweizer bestimmt war. Der Anteil der Schweizer Werbung an der gesamten konsumierten Werbung lag im Jahresschnitt jedoch bei bloss 48 Prozent. Von den elf Minuten täglichen TV-Werbekonsums sehen die Menschen in der Deutschschweiz also nur während rund fünfeinhalb Minuten pro Tag auch Werbung, die effektiv für sie bestimmt ist. Unter «TV-Werbung für Schweizer» versteht die PDAG Werbung auf den Sendern der SRG, der Schweizer Privat-TV-Stationen und der Werbefenster auf den ausländischen Sendern RTL, RTL 2, ProSieben, SAT 1, Kabel 1, Vox, SuperRTL, MTV, M6. Werbung hingegen, welche originär für die Konsumenten im Ursprungsland bestimmt und nicht durch Schweizer Werbeblöcke überblendet worden war, wurde in der Auswertung nicht zur Schweizer Werbung gezählt.
Frauen vor MännernDer werblichen Strahlenbelastung – dies ein weiteres Resultat der Auswertung – setzten sich übrigens die Deutschschweizer Frauen wesentlich stärker aus als die Männer. Sie sassen 2004 im Durchschnitt nicht nur um 12,6 Prozent länger vor dem TV als der männliche Teil der Bevölkerung, sondern erreichten einen Werbekonsum, der mit 384 Minuten pro Monat sogar um 26,7 Prozent über dem der Männer (303 Minuten) lag. Noch stärker ist der Werbekonsum bei der Zielgruppe der Haushaltführenden zwischen 15 und 74 Jahren, die gemäss Definition zumindest teilweise für den Einkauf zuständig sind: Sie scheinen Werbung, etwa Wochenaktionen, bewusst zu suchen, denn nur so lässt sich erklären, weshalb sie mit 431 Minuten pro Monat fast eineinhalb Stunden mehr TV-Werbung konsumieren als der Bevölkerungsdurchschnitt. Kaderpersonen hingegen kommen mit 241 Minuten TV-Werbung pro Monat auf ein relativ tiefes Niveau.
Stellt sich noch die Frage, zu welcher Tageszeit denn am meisten Werbung konsumiert wird. Dazu hat die PublicaData den repräsentativen Monat Mai 2004 speziell analysiert. Das Ergebnis ist wenig überraschend: Am meisten Werbung wird zwischen 19 und 22.30 Uhr, also während der Primetime, konsumiert. Die Gesamtbevölkerung sieht 47 Prozent oder gut 5 Minuten ihrer gesamten Werbenutzung in diesem Zeitabschnitt, dies, obwohl nur 18 Prozent der Werbung dann ausgestrahlt wird. Unterdurchschnittlich fällt hingegen die Nutzung der TV-Werbung in der Zeit von 24 bis 12 Uhr aus.
Abweichungen in der RomandieBisher war nur von den Werten die Rede, die die Deutschschweiz betreffen, doch auch in der Romandie wird TV-Werbung konsumiert, und zwar ähnlich viel wie in der Deutschschweiz: Die Romands sehen durchschnittlich 337 Minuten pro Monat Werbung.
Bei den jüngeren Alterssegmenten tun sich aber erstaunliche Unterschiede zur deutschen Schweiz auf: So konsumieren Westschweizer Kinder monatlich nahezu 30 Minuten mehr Werbung als ihre Deutschschweizer Altersgenossen. Allerdings sitzen sie auch länger vor dem Fernseher: nämlich 95 Minuten pro Tag gegenüber 77 Minuten in der Deutschschweiz.
Anders verhalten sich hingegen die Altersgruppen der 15- bis 24-jährigen sowie der 25- bis 44-jährigen Romands: Sie konsumieren merkwürdigerweise deutlich weniger Werbung als die gleichaltrigen Deutschschweizer. Dies überrascht besonders bei den 25- bis 44-Jährigen, deren generelle TV-Nutzung mit 162 Minuten täglich immer noch um 21 Minuten höher ist als jene der Gleichaltrigen in der Deutschschweiz.
In der Suisse romande sind im Übrigen auch die Differenzen zwischen den Geschlechtern grösser. Frauen schauen 19 Prozent mehr TV als Männer und konsumieren dabei 34 Prozent mehr TV-Werbung. In absoluten Zahlen: Die Männer kommen auf 285 Minuten monatlich, die Frauen auf 382 Minuten.
Genau genommen – das sei einschränkend festgehalten – hat die PDAG-Erhebung nicht den TV-Werbekonsum ausgewertet, sondern bloss die Zeitdauer, während der Werbung 2004 in die Stuben flimmerte. Ob in dieser Zeit tatsächlich jemand vor der Glotze sass oder ob sich die potenziellen Werbekonsumenten just dann eine Pinkelpause gönnten, lässt sich bekanntlich mit Telecontrol (noch) nicht feststellen.
Diese Werbeformen wurden untersuchtDie Informationen, die die TV-Stationen über ihre ausgestrahlten Inhalte liefern, sind unterschiedlich. Dennoch konnte die PublicaData (PDAG) aus den 34 ausgewerteten Senderprotokollen des letzten Jahres 540000 Werbeeinheiten herausfiltern. Diese lassen sich in drei Kategorien einteilen: Erstens klassische Werbeblöcke, die zum Beispiel im Mai 2004 zeitlich 85 Prozent des ausgestrahlten Werbeangebots ausmachten. Zweitens wurden Dauerwerbesendungen wie TelesCoop (Mai 2004: 15 Prozent) einbezogen, drittens die Sponsoring-Inserts wie die Sponsor-Uhr vor der SF 1-Tagesschau (Mai 2004: 0,2 Prozent).
Unterbrecherwerbung ist eingerechnet, aber nicht gesondert ausgewiesen, bestimmte Sonderwerbeformen wie Billboards oder Product Placement sind nicht einbezogen.
Die PDAG geht davon aus, dass sie für die Deutschschweiz 87 Prozent und für die Romandie 81 Prozent aller Werbeeinheiten erkannt hat. Für das Tessin wurde keine Auswertung vorgenommen. (mk)
Müllers SteckenpferdMehr als ein schriftlicher Bericht und ein paar Grafiken im Web auf www.forschungsdienst.ch ist derzeit von der PDAG-Auswertung nicht erhältlich. «Wir haben die Materie nicht tiefer analysiert, wohlwissend, dass noch einiges Potenzial vorhanden wäre», sagt PDAG-Geschäftsführer Rolf Müller. So könnte er sich vorstellen, nicht nur pauschale Aussagen zum Werbekonsum zu machen, sondern auch detailliertere zur Werbenutzung nach Sender und Tageszeit zu ermöglichen.
Offen ist zudem, ob die PDAG auch das laufende Jahr auswerten wird. «Ich glaube, dass ich auf diesem Weg weitergehen werde, jedenfalls ist das Thema für mich eine Art Steckenpferd geworden», sagt Müller, der aber auch betont, dass alles noch in Kinderschuhen stecke. (mk)
5 Stunden und 45 Minuten: So lange konsumierten Durchschnittsdeutschschweizer 2004 Werbung im Fernsehen.
Während Haushaltführende (HHF) die TV-Werbung intensiv nutzen, kümmert sie Kader relativ wenig. Generell stark ist die Primetime.
Markus Knöpfli

Ein Medium für alle

Videoproduktion Für eine Präsentation in bewegten Bildern ist kein grosses Budget mehr vonnöten. Dank digitaler Technik steht das Medium Film jedem offen, der damit umgehen kann.

Videoproduktion Für eine Präsentation in bewegten Bildern ist kein grosses Budget mehr vonnöten. Dank digitaler Technik steht das Medium Film jedem offen, der damit umgehen kann.Nachdem die Digitalfotografie die Kommunikations- und Medienbranche längst erobert hat, ist das analoge Zeitalter auch bei Videoproduktionen passé. Filmprojekte sind heute digital, und zwar von der Aufnahme über die Postproduktion bis hin zur Distribution. Bild und Ton werden mit einer digitalen Videokamera eingefangen, am Mac oder PC geschnitten und auf DVD oder DV-Band ausgegeben, wenn nicht gar gleich per Internet verbreitet. Zelluloid kommt heute nur noch zum Zug, wenn grosses Kino ansteht, denn die Leinwand vermochte der Digitalfilm bislang noch nicht zu erobern.Allerdings ist es nur eine Frage der Zeit, bis die analogen Projektoren auch aus den Filmpalästen verschwinden. Das Zürcher Kino Abaton hat im letzten Jahr mit Roland Emmerichs «The Day After Tomorrow» die digitale Premiere gewagt, und weitere Kinos werden, trotz des hohen Investitionsbedarfs, in den nächsten Jahren folgen. Auch beim Fernsehen steht die Ablösung bevor – Experten rechnen damit, dass in Europa die Fussball-WM 2006 dem digitalen hochauflösenden Fernsehen zum Durchbruch verhelfen wird. In Japan und den USA senden die TV-Stationen längst Programme in HDTV (High Definition TV).
Schneller und auch billiger
Während die Auswirkungen der Digitalisierung in privaten Haushalten (abgesehen von der DVD) begrenzt bleiben, sind die Konsequenzen für die Inhaltsanbieter weit reichend. Bei einer herkömmlichen Produktion mit 16- oder 35-Millimeter-Film schlagen nicht nur das Verbrauchsmaterial teuer zu Buche, sondern auch die Kameramiete und der Filmschnitt. Bei einer digitalen Produktion fallen weniger Kosten an. Sie lässt sich in aller Regel mit einer kleineren Equipe und in kürzerer Zeit realisieren.
Massiv sind die Einsparungsmöglichkeiten bei der Postproduktion, d. h. beim Schneiden und beim Nachbearbeiten. Es braucht keine teure Spezial-Hardware für den Filmschnitt, ein günstiger Rechner taugt bereits als Schnittstation. Und selbst für optimale Arbeitsbedingungen braucht es kein Highend-Arbeitsgerät. Entscheidend für die Performance ist neben dem Prozessor ein schneller Datendurchsatz. Eine Sata-Festplatte (für Windows-Anwender) ist den grossen Datenmengen gewachsen und für die Anbindung der Peripherie eignet sich der neue, schnelle PCI-Express-Datenbus.
Augen auf beim Kamerakauf!Ein wesentlicher Bestandteil der erforderlichen Hardware ist die Kamera: Hier gilt das Augenmerk vor allem dem Bildchip. Bessere Qualität liefern die Modelle, die das Bild mit je einem separaten CCD (siehe Kasten) für Rot, Grün und Blau einfangen – aber nur, wenn das Objektiv von erster Güte ist. Weitere wichtige Faktoren sind Grösse der Kamera und ihre Handlichkeit. Nebst einem verlässlichen Automatikmodus sollten sich Blende und Verschlusszeit, Schärfe und Weissabgleich manuell einstellen lassen. Die jeweiligen Bedienelemente müssen gut erreichbar sein. Dass die Kamera Bildeffekte (Schwarzweiss, Sepia, Strobo etc.) bietet, ist völlig überflüssig – diese Effekte können, wenn sie denn nötig sein sollten, in der Postproduktion hinzugefügt werden. Viel wichtiger dagegen sind ein hochwertiges Mikrofon, das keine Eigengeräusche der Kamera aufzeichnet, sowie ein Anschluss für ein externes Mikrofon. Ob Sucher oder (ausklappbares) Display ist eine Frage der Vorliebe. Bei hellem Sonnenlicht sind Kameras mit Sucher allerdings im Vorteil, da auf dem Display dann kaum noch etwas zu erkennen ist.
Lohnende Echtzeitvorschau
In der Apple-Welt werden Werkzeuge für die Filmbearbeitung mit dem Betriebssystem mitgeliefert. Obwohl für den Heimanwender konzipiert, bietet iMovie solide Basisfunktionen und kann in der neuen «HD»-Version sogar hochauflösende Filme mit maximal 1080 Bildzeilen bearbeiten. Die übersichtliche Arbeitsoberfläche erleichtert den Einstieg; im Vergleich zu dem deutlich komplexeren Profiprogramm Final Cut findet man sich in iMovie deutlich schneller zurecht.
Für anspruchsvollere Anwender, die auch gerne mit Effekten arbeiten, bietet Apple das Schnittprogramm Final Cut Express HD an. Die Echtzeitvorschau berechnet Überblendungen, Bildverfremdungen und diverse Filter in Echtzeit (Realtime).
Für höchste Ansprüche hat Apple mit Final Cut Studio gerade eine komplette HD-Videoproduktions-Suite vorgestellt. Neben dem wichtigsten Werkzeug Final Cut Pro in Version 5 gehören ausserdem das neue Audiobearbeitungs- und Sounddesign-Programm Soundtrack Pro sowie eine überarbeitete Version der Grafikanimations-Software Motion (Version 2) und der DVD-Authoring-Software DVD Studio (Version 4) zum neu geschnürten Software-Paket. Die Suite ist ab Mai erhältlich. Erforderlich ist dafür übrigens das Ende Monat erscheinende Betriebssystem Mac OS X 10.4.
Für Windows-Rechner ist Premiere von Adobe die erste Wahl beim (semi-)professionellen Einsatz. Premiere Pro 1.5 ermöglicht ebenfalls eine Berechnung der Effekte und Übergänge in Realtime.
Auch Adobe bietet eine umfangreiche Palette an Video-Tools: After Effects ist für die Produktion von drei- oder zweidimensionalen Videokompositionen ausgelegt und erlaubt, ähnlich wie Motion von Apple, aufwändige Grafikanimationen. Für die Bearbeitung der Tonspur bietet Adobe Audition 1.5 – dieses Programm ging aus Cool Edit Pro hervor, das Adobe durch den Kauf des Software-Hauses Syntrillium erworben hat. Und schliesslich hält Adobe auch die passende Software für das DVD-Authoring bereit: Encore DVD. Das Software-Paket Adobe Video Collection enthält auch Premiere Pro und Photoshop CS2.
Preiswerte Top-Software Auf der Microsoft-Plattform laufen zudem einige güns-
tige Programme mit exzellentem Preis-Leistungs-Verhältnis. Video Deluxe von Magix ist eines der günstigsten und schneidet trotzdem in den Tests der einschlägigen Fachzeitschriften mit Bestnoten ab. Ebenfalls preiswert sind die Produkte Cyberlink PowerDirector, Ulead Videostudio 8, Pinnacle Studio und Adobes Einsteigerprodukt Premiere Elements.
Die Einsteiger-Schnitt-Software Premiere Elements gibt es seit Anfang Jahr. Sie ist dank einer übersichtlichen Oberfläche leicht zu erlernen. Premiere Elements gliedert die Arbeit in verschiedene Schritte und zeigt für das Einlesen des Filmmaterials, das Schneiden, das Hinzufügen von Effekten beziehungsweise Texttafeln und das Brennen von DVDs nur die jeweils notwendigen Befehle. Das Fenster «Vorgehensweise» unterstützt bei der Arbeit, ebenso die digitalen Assistenten, die zum Beispiel beim Überspielen des Filmmaterials helfen. Die Funktion «One Click Capture» ermöglicht die direkte Gestaltung des Filmablaufs, indem die automatische Szenentrennung jede gefilmte Einstellung als separaten Clip in die Zeitleiste legt.
Sich nur nicht blamierenSo niedrig die technischen Hürden inzwischen sind – formal ist und bleibt das Filmemachen ein anspruchsvolles Unterfangen. Stimmigkeit ist nicht nur bei jedem Frame (Einzelbild im Film) gefragt, sondern auch auf der Tonspur, im Ablauf, beim Konzept und bei der Montage. Es gibt, zum Beispiel im Vergleich mit der Digitalfotografie, viel mehr Fehlerquellen.
Man darf es getrost als PR-Mythos abtun, wenn Hersteller von Software implizieren, ein Projekt entstünde dank cleverer Software quasi von allein. Als Produzent muss man mit kritischen Zuschauern rechnen. Dem von Fernsehen und Kino an eine raffinierte Bildsprache gewöhnten Publikum stechen handwerkliche Mängel sofort ins Auge; mit einer kontraproduktiven Wirkung ist zu rechnen. Die Botschaft in einem schlecht inszenierten Stück wird weder geglaubt noch goutiert werden.
> Matthias Schüssler ist Journalist und Fachbuchautor in Winterthur.
CCD-ZelleBei digitalen Kameras oder Videokameras werden meistens CCD-Bauteile eingesetzt. Diese Charge-Coupled Devices sind ladungsempfindliche Bauteile. Sie wandeln Licht in elektrische Energie, die dann als Daten zur Verfügung stehen. George Smith und Willard Boyle (Bell Labs) haben die CCD 1969 erfunden. (jf)
Video als Ausdrucksform für jeden?Eine digitale Videoproduktion kann sich, salopp gesagt, «jeder leisten, der etwas zu sagen bzw. zu zeigen hat». Gerade für KMU-Betriebe eröffnen sich dadurch neue Kommunikations- und Tätigkeitsfelder.
Video lässt sich vielfältig einsetzen: für Werbung oder PR, Dokumentationen oder Präsentationen. Die Stärke der Bewegtbilder ist ihre emotionale Wirkung und Authentizität. Oftmals ist filmen einfacher als etwas zu beschreiben. Davon zeugen die sich zunehmender Beliebtheit erfreuenden multimedialen Anleitungen. Kostengünstig auf DVD oder CD-ROM vertrieben, behandeln sie ihr Thema nicht in Textform, sondern per Video, Animation oder Screen Movie. (ms)
iMovies überschaubarer Funktionsumfang ist ausreichend für die meisten Projekte.
Premiere Elements von Adobe unterstützt den Schnittmeister mit Rat, Tat, Assistenten und einer nützlichen Hilfefunktion.
PowerDirector von Cyberlink überzeugt durch seine Arbeitsgeschwindigkeit; das DVD-Authoring ist verbesserungsfähig.
Ein fast unüberschaubares Arsenal an Werkzeugen für die Bild- und Tonbearbeitung ist in Final Cut von Apple zu finden.
Filmschnitt zum Nulltarif: Avid bringt einen kostenlosen Videoeditor unter die Nachwuchs-Tarantinos.
Matthias Schüssler

Unsichtbare Schutzschicht

Digitaldruck Der neue Print Protector von Digitaldrucksystem-Anbieter Xeikon vereinfacht die Verarbeitung und Abwicklung von Dokumenten.

Digitaldruck Der neue Print Protector von Digitaldrucksystem-Anbieter Xeikon vereinfacht die Verarbeitung und Abwicklung von Dokumenten.Mit dem Gerät wird auf beide Seiten der im Digitaldruck hergestellten Drucksachen eine Wasser-/Wachs-/Silikon-Öl-Emulsion aufgetragen. Diese Emulsion bildet eine unsichtbare Schutzschicht, dank derer alle Xeikon-Drucke den Anforderungen des Alltags widerstehen können. Ein weiterer Vorteil der Schutzschicht ist die geringere statische Aufladung.

Eigene Datenträger produzieren

CD-Kopierer 7/ Mit dem neuen Produktionsautomaten DiscPublisherPro CD/DVD können alle Formen von Daten, Grafiken, Audios und Videos automatisch auf CDs/DVDs gespeichert und bedruckt werden.

CD-Kopierer 7/ Mit dem neuen Produktionsautomaten DiscPublisherPro CD/DVD können alle Formen von Daten, Grafiken, Audios und Videos automatisch auf CDs/DVDs gespeichert und bedruckt werden.CD-Kopierer Mit dem neuen Produktionsautomaten DiscPublisherPro CD/DVD können alle Formen von Daten, Grafiken, Audios und Videos automatisch auf CDs/DVDs gespeichert und bedruckt werden. Das Gerät in der Grösse eines Tintenstrahldruckers kann bis zu 100 Medien «en bloc» produzieren. Eine neue Technologie verhindert, dass doppelte Medien versehentlich dem Brenner zugeführt werden.
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