Studie untersucht optimale Online-Anzeige

Roter Hintergrund, männliches Gesicht, Animation und Logo links unten – sieht so die optimale Online-Anzeige aus? Eine Studie von Rocket Fuel schlägt die Brücke von Wissenschaft zu Kreativität und zeigt den Einfluss des Designs auf den Erfolg von Onlinewerbekampagnen.

Rocket Fuel, ein Technologieanbieter für digitale Werbelösungen, hat am Donnerstag die Veröffentlichung seines Guide To Creative Optimization bekannt gegeben. Die Analyse quantifiziert den Einfluss von bestimmten Design-Entscheidungen auf die Wirksamkeit von Anzeigen. Sie zeigt: strategische Entscheidungen in der Gestaltung können die Conversion Rates in manchen Branchen um mehr als 600 Prozent steigern. Zudem konnte für einzelne Branchen der Einfluss des Inhalts der Werbebotschaft analysiert werden.

Für die umfassende Studie wurden fast 40'000 Banner von 1'076 Werbetreibenden aus 16 Branchen untersucht. Insgesamt handelte es sich um 23,3 Milliarden Ad Impressions zwischen November 2013 und Juni 2014. Rocket Fuel teilte die Anzeigen in Kategorien ein, um so zu bestimmen, welche Elemente wichtig sind, um beim Kunden oder potenziellen Kunden eine Reaktion zu erzeugen. Untersucht wurden Hintergrundfarbe, Vorhandensein von Animation, Länge der Animation, Handlungsaufforderung, Vorhandensein des Logos des Werbetreibenden, Vorhandensein von Abbildungen von Menschen und Vorhandensein eines speziellen oder zeitlich begrenzten Angebots.

«Rocket Fuels Guide To Creative Optimization bietet eine bisher selten erreichte Zusammenführung von Erkenntnissen aus einigen der wichtigsten Branchen», sagt Arthur Ceria, Executive Creative Director und Gründer von Creative Feed, einem Unternehmen, das Marketingstrategien erarbeitet und umsetzt. «Es ist toll, dieses Wissen intern prüfen und nutzen zu können. Aber auch für die Arbeit unserer Kunden sind diese Daten sehr wertvoll. An der Schnittstelle zwischen Performance-Daten und Kreation liegen grosse Chancen, und es ist extrem selten, dass ein Unternehmen dieses Wissen zusammenführt, es anderen zugänglich macht und uns allen so die Möglichkeit gibt, uns zu verbessern.»

«Es ist wichtig, die Rolle des Designs bei Erfolg oder Nichterfolg von Kampagnen zu beziffern», sagt Robert Jones, Research Director bei Rocket Fuel. «Die Verwendung von künstlicher Intelligenz um der richtigen Person die richtige Anzeige auszuspielen ist nur ein Teil der Aufgabe. Unsere Studie zeigt, dass ein bedeutsamer Teil der Performance einer Anzeige auf kontrollierbare Faktoren wie Hintergrundfarbe oder Logoplatzierung zurückzuführen ist.»

Design-Entscheidungen können Effektivität von Anzeigen vervielfachen

Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Studie zählen:

● Design für Conversions, nicht für Klickraten. Gestalterische Elemente einer Anzeige, die gut für die Conversion Rate sind, führen oftmals nicht zu einer höheren Klickrate (und umgekehrt). So wiesen in der Unterhaltungsbranche statische Anzeigen eine um 45 % höhere CTR als animierte Anzeigen auf, wohingegen animierte Anzeigen eine um 380 % höhere Conversion Rate als statische Anzeigen zeigten.

● Die Farbe Rot, männliche Gesichter, Animationen und die Platzierung des Logos können die Performance der Kampagne erhöhen. Die Hintergrundfarbe, die Einbindung von Animationen und Gesichtern, die Präsentation des Produkts und die Platzierung des Unternehmenslogos zeigen in allen untersuchten Branchen einen erheblichen Einfluss auf die Performance. Bestimmte Design-Entscheidungen korrelieren stark mit besseren Ergebnissen, zum Beispiel:

○ Rote Hintergründe führten in allen Branchen zu um durchschnittlich 31 Prozent höheren Conversion Rates, wohingegen diese bei grauen Hintergründen um durchschnittlich 8 Prozent abnahmen.

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○ Anzeigen mit menschlichen Gesichtern hatten durchschnittlich 4 Prozent höhere Conversion Rates. Auffällig hierbei: Männliche Gesichter erzielten im Schnitt eine um 102 Prozent höhere Conversion Rate als weibliche.

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○ Animierte Werbemittel zeigten in den meisten Branchen eine um durchschnittlich 7 Prozent höhere Conversion Rate, wobei Anzeigen mit Animationen mit einer Länge von 6-9 Sekunden (einschliesslich Wiederholungsschleifen) im Schnitt die höchsten Rates aufwiesen (um 138 Prozent höher).

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○ Anzeigen mit einem Logo in der linken unteren Ecke führten im Schnitt (im Vergleich zu anderen Platzierungen) zu um 81 Prozent höheren Conversion Rates.

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○ Anzeigen, in welchen das Produkt gezeigt wird, hatten durchschnittlich 6 Prozent höhere Conversion Rates als jene, die das Produkt nicht präsentieren.

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● Der gestalterische «Mainstream» ist nicht immer am effektivsten. Bei den meisten Designelementen waren die gängigsten Varianten nicht immer jene mit der besten Leistung. Dies wurde insbesondere im Bereich Telekommunikation deutlich, wo nur 10 Prozent der Anzeigen ein Angebot für ein kostenloses Telefon oder Tablet beinhalteten, obwohl Anzeigen mit solchen Angeboten erheblich effektiver sind: Im Vergleich zum Durchschnitt in dieser Kategorie zeigten sie eine um 98 Prozent höhere Conversion Rate.

In bestimmten Branchen funktionieren bestimmte Werbebotschaften besonders gut

Neben den Ergebnissen, die für alle Branchen relevant sind, wurden auch verschiedene branchenspezifische Elemente aufgedeckt, die einen hohen Einfluss auf die Conversion haben, unter anderem:

● Automotive: Sicherheit ist wichtig. Anzeigen wiesen im Durchschnitte eine höhere Conversion Rate auf, wenn sich die Botschaft rund um das Thema Sicherheit drehte (+220 Prozent im Vergleich zu den Themen Treibstoffeffizienz und Verlässlichkeit).

● Unterhaltung: Geschlecht des Prominenten. Anzeigen mit männlichen Prominenten wiesen eine um durchschnittlich 670 Prozent höhere Conversion Rate auf als Anzeigen mit weiblichen Prominenten, obwohl Anzeigen mit weiblichen Prominenten im Schnitt insgesamt eine ähnliche Klickrate zeigten. Dies scheint sich durch Trends zu bestätigen – während 52 Prozent der Anzeigen im Bereich Unterhaltung einen Prominenten zeigten, war innerhalb dieser eine starke Schieflage zu erkennen: 41 Prozent der Anzeigen zeigten einen männlichen Prominenten im Vergleich zu 8 Prozent mit weiblichen Prominenten.

● Travel: Länge der Reise. Anzeigen, die in ihrer Botschaft die Länge der Reise anführen, zeigten im Schnitt eine um 227 Prozent höhere Conversion Rate als Anzeigen ohne diese Information.

● Restaurants: Kernbotschaften und Sonderangebote. Die Stichprobe enthielt viele volumenbasierte Angebote für Restaurants, zum Beispiel Angebote für mehr Leistung zum selben Preis (zum Beispiel kostenlose Beilage oder zwei zum Preis von einem). Diese Anzeigen zeigten im Schnitt Conversion Rates, die 284 Prozent über dem Branchendurchschnitt lagen und somit bessere Ergebnisse als Anzeigen, die auf den Preis oder den Vergleich zu Wettbewerbern setzten.

«Manche werden sich die Daten ansehen und daraus schliessen, dass der Kreation dadurch zu enge Grenzen gesetzt werden», sagt Eric Porres, Rocket Fuel CMO. «Wir denken jedoch, dass das Gegenteil der Fall ist. Die Daten zeigen, was in der Vergangenheit gut funktioniert hat, schränken aber nicht ein, was in Zukunft funktionieren könnte. Einer der grössten Vorteile des programmatischen Mediaeinkaufs ist, dass er uns ermöglicht, praktisch jede Idee oder Hypothese, die Sie sich ausdenken können, auf kosteneffiziente und schnelle Weise unter realen Bedingungen zu testen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten – und reduziert sie nicht.»

Weitere Informationen zur Studie auf Info.rocketfuel.com. Rocket Fuel gibt keine Gewährleistung oder Garantie, weder ausdrücklich noch implizit, für die Studie. Das Vertrauen in die Studienergebnisse oder deren Verwendung erfolgt auf eigenes Risiko.

ZSPR: Zwei Neumitglieder im Vorstand und ein neuer Vizepräsident

Im Vorstand der Zentralschweizer Public Relations Gesellschaft ZSPR nehmen neu Ina Gammerdinger und Olivier Burger Einsitz. Sie folgen auf Mark Vogel und Andreas Renggli. Brigitte Heinrich übergibt das Amt des Vizepräsidenten an Reto Martinelli.

Die Mitglieder der Zentralschweizer Public Relations Gesellschaft ZSPR trafen sich am 21. April 2015 zur Generalversammlung beim Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 im Maihof in Luzern. Vor dem offiziellen Teil der Generalversammlung stand ein Rundgang durch die Studios sowie eine Talk-Runde mit dem stellvertretenden Chefredaktor Adriano Gerussi auf dem Programm. Die Traktanden der Generalversammlung wurden laut Mitteilung alle einstimmig angenommen – ebenso die Wahl von Ina Gammerdinger und Olivier Burger in den Vorstand und die Ernennung von Reto Martinelli zum Vizepräsidenten.

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Von links nach rechts: Brigitte Heinrich, Patrizia Hort, Jasmin Amrein, Olivier Burger, Marc Lustenberger, Ina Gammerdinger, Reto Martinelli, Stefanie Meier. Nicht im Bild: Lukas Portmann.

Ina Gammerdinger ist bei der Luzerner Kommunikationsagentur Feldervogel als PR-Beraterin und Dipl. Social Media Online Marketing Managerin tätig. Sie ist spezialisiert auf Online Public Relations und verknüpft seit bald drei Jahren für die Kunden der Full-Service Agentur Feldervogel Kommunikationskonzepte crossmedial, integriert und vernetzt.

Olivier Burger, Leiter Kommunikation Verkehrshaus der Schweiz, verfügt über langjährige Erfahrungen in Public Relations und Corporate Communications. Zehn Jahre war er als freier Mitarbeiter und Redaktor im Lokaljournalismus tätig sowie zwölf Jahre als Projektleiter und Berater in der PR-Branche. Seit 2012 ist er in der Unternehmenskommunikation.

Reto Martinelli ist seit sechs Jahren im Regionalvorstand der ZSPR und verfügt über fundierte Kenntnisse der Branche. Er übernimmt das Vizepräsidium der ZSPR von Brigitte Heinrich. Reto Martinelli ist Leiter Kommunikation beim Verband Schweizerischer Polizei-Beamter VSPB. Aus früheren Tätigkeiten in der Regionalpolitik bringt er einen breiten Erfahrungsschatz mit.

Brigitte Heinrich bleibt weiterhin im Regionalvorstand der ZSPR.

 

Bundesrätin Leuthard fordert GAV-Verhandlungen für Medienschaffende

Medienministerin Doris Leuthard ruft die Deutschschweizer und Tessiner Verleger dazu auf, mit den Gewerkschaften der Medienbranche über einen Gesamtarbeitsvertrag GAV zu verhandeln.

Der Bundesrat mische sich zwar nicht direkt in solche Angelegenheiten ein. «Aber ich würde mir sehr wünschen, dass sich die Verleger gesprächsbereiter zeigen», sagte Leuthard in einem Interview mit den Zeitungen Südostschweiz und Nordwestschweiz vom Freitag. Von einem GAV für Medienschaffende verspricht sie sich eine höhere journalistische Güte. Denn anders als die Deutschschweiz, die seit elf Jahren im vertragslosen Zustand verharre, gebe es in der Romandie noch einen GAV. «Dieser wirkt sich spürbar positiv auf das Qualitätsniveau aus», sagte die Medienministerin. Die Qualität der Journalisten sei «nicht schlechter geworden», stellte Leuthard fest. Sie stünden aber unter grossem Zeit- und Kostendruck. «Kein Wunder, schreiben sich die Journalisten manchmal gegenseitig ab.» Diese Art von Journalismus habe etwa am Sonntag auf Online-Kanälen «eindeutig zugenommen». Die Medienhäuser müssten sich fragen, welches Qualitätsniveau sie wollten – schliesslich stehe die Glaubwürdigkeit ihrer Produkte auf dem Spiel. (SDA)

Braucht es einen GAV für Medienschaffende? Nehmen Sie an unserer aktuellen Umfrage (in der rechten Spalte) teil.

Bild: Keystone

Linkedin baut Marketing-Portfolio aus

Linkedin hat sein Marketing-Produktportfolio in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgebaut. Kern der erweiterten Linkedin Marketing Solutions (LMS) ist der Linkedin Lead Accelerator. Die Werbewoche sprach mit Alexandra Kolleth über die Hintergründe.

Der Linkedin Lead Accelerator unterstützt Vertriebsteams bei der Generierung von qualifizierten Leads während langer und komplexer Kaufprozesse und begegnet so der gängigen Problematik von Kontaktformularen zur Leadgenerierung. «Besonders im B2B-Sektor sind Marketer darauf angewiesen, sagt Alexandra Kolleth, Leitung Marketinglösungen für den deutschsprachigen Raum, «obwohl so nur wenige Webseitenbesucher langfristig erreicht werden: 95 Prozent hinterlassen gar keine Kontaktdaten (Sirius Decisions Benchmark Studie), von den übrigen fünf Prozent öffnen nur 20 Prozent die Follow-up-E-Mails von Unternehmen (Marketing Profs, «Email Öffnungs- und Click-Through Raten: Benchmarks von Vertical»).»

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Alexandra Kolleth erklärt, wie der Linkedin Lead Accelerator funktioniert und welche Ziele man damit im Auge hat:

Was soll mit dem Lead Accelerator genau erreicht werden?
Der Linkedin Lead Accelerator erlaubt die Identifikation von Linkedin-Mitgliedern unter ansonstenanonym bleibenden Webseitenbesuchern. Diese Mitglieder können anschließend mit relevanten, auf den Nutzer zugeschnittenen Anzeigen und Inhalten angesprochen werden. Wir wollten ein Produkt haben, mit dem wir an der Entscheidungskette gerade im B2B-Bereich oder bei hochpreisigen Endkundenprodukten arbeiten können. Mit dem Lead Accelerator können wir die Leute auch über längere Zeiträume während des Kaufprozesses mit verschiedenem Messaging abholen. Wir versuchen, in dieser Entscheidungskette immer wieder neue Berührungspunkte zu finden und relevante Informationen wie Webinare oder White Papers anzubieten.

Welche Berührungspunkte sind das?
Für die Kommunikation, die wir ausspielen, nutzen wir unser Gesamtportfolio. Zum Beispiel können wir den Nutzern Emails schicken, Content Marketing über sogenannte Sponsored Updates in den Stream der Nutzer einstellen, Bannerwerbung auf der Linkedin-Seite schalten oder wir nutzen externe Werbeseiten, über die wir die Werbung auch an die jeweils identifizierten Linkedin-Nutzer steuern.

Wie ermitteln Sie die Kunden, welche die Werbetreibenden ansprechen wollen?
Um zu ermitteln, welche unserer Mitglieder die Werbetreibenden möglichst ohne Streuverluste ansprechen wollen, können wir targeten, was wir vom Profil der Nutzer wissen: welche Seniorität ein Nutzer hat, wie groß die Firma ist, in der er arbeitet, welche Funktion er in dem Unternehmen bekleidet, aber auch welchen Gruppen jemand zugehörig ist und welchem Unternehmen der Nutzer folgt. Danach folgt die Produktfindung und Entwicklung der Inhalte.

Warum wurde diese Technologie entwickelt?
Nach der Übernahme der B2B-Marketingplattform Bizo im August 2014 haben wir die Technologie in die LinkedIn Marketing Lösungen integriert und erweitert. AutoFill zum Ausfüllen von Formularen und ein Analyse-Tool sind Teil der Lösung.

Wie ist die Testphase für den Lead Accelerator verlaufen?
Wir sind jetzt gerade mit der Testphase in der DACH-Region fertig und gehen am Freitag, 24. April, aktiv in den Verkauf. Einer der Kunden, die das Produkt weltweit getestet haben, ist Lenovo. Das Unternehmen konnte die Kosten pro Lead um 60 Prozent senken.

Im deutschsprachigen Raum nutzen Unternehmen wie BASF, IMD Business School, Lenovo und ABB Marketing-Lösungen von Linkedin.

Interview: Ursina Maurer
 

Mirjam Jäger wird Sport-Moderatorin bei Blick.ch

Die ehemalige Schweizer Freestyle-Skifahrerin Mirjam Jäger wird Sport-Moderatorin bei Blick.ch. Ab Juni wird Jäger auf der Sportplattform Live-Berichterstattungen und diverse Videoformate präsentieren.

Mirjam Jäger stand viermal bei Weltmeisterschaften (2009, 2011, 2013 und 2015) und einmal an Olympischen Spielen (2014) am Start. Höhepunkt ihrer Karriere war die Bronze-Medaille in der Halfpipe an den Weltmeisterschaften im Januar dieses Jahres im österreichischen Kreischberg. Im März 2015 war Jäger vom aktiven Wettkampfsport sowie aus der Nationalmannschaft des Swiss Freeski Teams zurückgetreten.

Ab Juni wird die Zürcherin auf Blick.ch als neues WebTV-Gesicht diverse Videoformate, Talk-Sendungen sowie Live-Berichterstattungen von Sport-Events moderieren. Ihren ersten Auftritt hat sie anlässlich der Tour de Suisse am 13. Juni. Mirjam Jäger zu ihrem neuen Engagement: «Ich freue mich sehr auf diese spannende Aufgabe und die Herausforderung, neu mit Kamera und Mikrofon auf der ‹anderen Seite› zu stehen.»

Felix Bingesser, Sportchef der Blick-Gruppe: «Es freut uns sehr, dass mit Mirjam Jäger ein neues, frisches Gesicht die Sportredaktion der Blick-Gruppe verstärkt. Als ehemalige Spitzensportlerin weiss Mirjam, wovon sie spricht. Mit ihrer direkten und kecken Art wird sie ihren ganz eigenen Zugang zu den Schweizer Sportlern finden. Mirjam Jäger hat Leidenschaft für den Sport. Und sie hat gern Menschen um sich. Glänzende Voraussetzungen, um für unser Team eine grosse Bereicherung zu sein.»
 

«Wie viel ist zu viel?»

Zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit BAG, Sucht Schweiz, Fachverband Sucht, GREA, Ticinio Addiction und kantonalen Partnern startet Havas Worldwide Zürich eine Sensibilisierungskampagne.

Die neue Dachmarke soll zum Nachdenken über das eigene Konsumverhalten anregen und fragt ganz einfach: «Wie viel ist zu viel?». «Unser Ziel ist nicht, den Menschen Genuss und Freude abzusprechen», so der Kampagnenleiter Adrian Kammer. «Wir wollen vielmehr zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol animieren. Für die eigene Gesundheit, die Familie und die Freunde.»

Nach Feierabend mit den Kollegen, in der Bar mit Freundinnen oder nach dem Match mit der Mannschaft: Mit dabei ist immer auch Alkohol. Gerade weil er ein fester und selbstverständlicher Teil unseres Lebens ist, geht schnell vergessen, wie schädlich er sein kann. Pauschal lässt sich nämlich kaum sagen, wieviel Alkohol ok ist. Darum soll stattdessen ein Grundsatz vermittelt werden: Wer alkoholische Getränke trinkt, tut dies ohne sich und anderen Schaden zuzufügen. Daraus leitet sich auch das Keyvisual der Kampagne ab: Das zersprungene Glas, das für wertvolle und zerbrechliche Fracht steht. Das Piktogramm soll daran erinnern, dass auch unsere Gesundheit und unsere Beziehungen durch einen rücksichtslosen Umgang mit Alkohol gefährdet werden.

Piktogramme spielen auch auf den Printsujets, den Banner und in den TrueView-Filmen eine zentrale Rolle. Kurze und einfache Rechnungen mit Bildern verdeutlichen auf charmante Weise, wie uns ein Glas zu viel das Leben schwer macht. Alkohol wird dabei nicht isoliert betrachtet. Vielmehr gehen die Piktogramm-Geschichten mit einem Augenzwinkern auf typische Trinksituationen ein. Auch die textbasierten Inserate und Banner gehen die kleinen und grossen Dramen rund um Alkohol im Alltag humorvoll an.

Zusätzlich soll eine neue Website den Menschen wissenswerte Fakten näher bringen. So ermöglicht ein Quiz mit zahlreichen Kurzfilmen im Look der Kampagne einen spielerischen Umgang mit ernsten Themen. Gleichzeitig schafft die Website eine Brücke zu den Partnern in den Kantonen und NGOs. Diese stützen die Kampagne zusätzlich mit individualisierbaren Below-the-line-Massnahmen. Insbesondere mit der Dialogwoche, die dieses Jahr vom 30. April bis 9. Mai stattfindet, sprechen die Partner die Bevölkerung direkt an. Events wie Kultur- und Sportveranstaltungen oder Informationsstände machen dabei in verschieden Kantonen den Umgang mit Alkohol zum Thema.

Die Kampagne läuft über drei Jahre in der ganzen Schweiz. Auftakt ist der 23. April 2015.

Verantwortlich bei BAG: Adrian Kammer (Leitung Kampagnen), Claudia Brunner (Leitung Projekt), Petra Baeriswyl (Leitung Sektion Alkohol), Barbara Kull (Kommunikation Sektion Alkohol). Verantwortlich bei Havas Worldwide Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Peter Schaefer (Strategie), Michael Kathe (Creative Direction), Denis Schwarz, Moritz Stillhart (Art Direction), Yannick Schaller, Mathias Bart, Markus Tränkle (Text), Anne-Marie Pappas (Grafik und Illustration), Cara-Anne Specker, Eliane Stettler (Art Buying), Claude Eberhard (Digital Creative Direction), Joachim Probst (Online Marketing Consultant), Caroline Ronzani, Nuria Büchi, Amanda Portmann (Beratung), Toni Gadza, Noemi Rubera (d+p), Claude Lüthi (Illustration), William Crook, Roger Zürcher, Martin Brunner (Animation), Jingle Jungle (Vertonung).

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Ausgezeichnete Schweizer Pressebilder im Landesmuseum

Die Schweiz ist keine Insel, weder Idylle noch Museum. Das zeigen die Siegerbilder von Swiss Press Photo 2015, allen voran jene von Yvain Genevay.

Für Le Matin Dimanche hält der Swiss Press Fotograf des Jahres das Los einer syrischen Flüchtlingsfamilie fest:é Die syrische Flüchtlingsfamilie Jneid trauert um ihr jüngstes Kind. Mutter Suoha, 22, hat eine Totgeburt erlitten, nachdem sie von den Schweizer Behörden nach Italien zurückgeführt wurde. Der Vater erhebt schwere Vorwürfe gegen die Beamten, sie hätten den schlechten Gesundheitszustand seiner Frau nicht ernst genommen.

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Eper kommuniziert Marketing-Aktivitäten

Eper (L’Entraide Protestante Suisse) - in der deutschen Schweiz besser bekannt unter Heks (Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz) - hat M&C Saatschi in Genf für die Promotion seines Mentoring-Programms MEM beauftragt.

In der Tat ist MEM (Mentorat Emploi Migration) auf konstanter Suche nach Freiwilligen aus verschiedenen Berufssektoren. Diese sollen während einer definierten Zeitspanne qualifizierten Migranten helfen, eine Anstellung in ihrem gewohnten Arbeitsgebiet und entsprechend ihrer Kompetenzen zu finden.

M&C Saatchi hat Eper eine Radio- und Digitalkampagne (Youtube/Google) empfohlen, die auf einer simplen Ideen basiert: Die Person, die man sieht oder hört scheint eine Arbeit auszuüben, die sei-nen Diplomen im Ursprungsland entspricht. Dies entpuppt sich aber als Irrtum. Diese Gegenüberstellung gibt der Botschaft der Existenz des MEM Programms starke Wirkung.

Die Kampagne wurde auch auf Banners und Kleinanzeigen dekliniert.

EPER – Hospital from Elias Amari on Vimeo.

 

Verantwortlich bei Eper: Olivier Graz (Verantwortlicher Dept. Kommunikation), Anne-Claude Ger-ber (Verantwortliche des Programms MEM). Verantwortlich bei M&C Saatchi: Olivier Girard (Creative Director), Julien de Preux (Art Director), David von Ritter (Copywriter), François-Louis Noël (Strategic Planning). Radio: Apollo Studios. Film: Elias Amari.

 

 

Tele M1 feiert 20-jähriges Bestehen

Mit rund 150 geladenen Gästen feierte am Mittwoch-Abend der Regionalfernsehsender Tele M1 im Aarauer Restaurant «Einstein» sein 20-jähriges Bestehen.

Neben lokalen Prominenten wie Musiker Pepe Lienhard waren auch hochkarätige Politiker wie die Regierungsräte Urs Hofmann und Stephan Attiger, die Ständeräte Christine Egerszegi, Pascale Bruderer und Pirmin Bischof sowie die Nationalräte Yvonne Feri, Ruth Humbel, Beat Flach und Bernhard Guhl unter den Gratulanten. Anlässlich des runden Geburtstags des Regionalsenders gab sich auch der höchste Aargauer auf politischer Ebene, Grossratspräsident Markus Dieth, die Ehre und hielt eine Laudatio. Durch den Abend führte Moderatorin Tanja Gutmann.

Chefredaktor Stephan Gassner, der 1999 seine Karriere als Videojournalist bei Tele M1 begann, begrüsste die Gäste mit einem Blick hinter die Kulissen und zurück auf die Anfänge des Senders. Die beiden Tele M1 Pioniere Heinz Lang (ehemaliger Chefredaktor) und Hans-Ruedi Hottiger (ehemaliger Geschäftsführer) unterhielten gemeinsam mit dem Mitgründer und einstigen Unterhaltungsleiter Dani Nieth die anwesenden Gäste mit witzigen Anekdoten aus 20 Jahren Regionalfernsehen.

Peter Wanner, Gründer von Tele M1 sowie heutiger Verwaltungsratspräsident der AZ Medien, liess es sich nicht nehmen, den Gästen einen Blick auf die Entwicklung von der Gründerzeit bis hin zur heutigen TV-Senderfamilie der AZ Medien zu gewähren. Ein weiteres Highlight des Abends war der Auftritt des Schweizer Soulsängers Seven, der beim anschliessenden Apéro riche sein neues Album «BackFunkLoveSoul» präsentierte.
 

Hohe Ausgaben drücken bei Facebook den Gewinn

Facebook wächst weiter rasant. Umsatz und Nutzerzahlen des weltgrössten Online-Netzwerks sind im ersten Quartal deutlich gestiegen. Wegen hoher Investitionskosten und Aufwendungen für Neuentwicklungen ging jedoch der Gewinn zurück.

Mit 509 Millionen Dollar lag der Gewinn rund ein Fünftel tiefer als in der Vorjahresperiode, wie das US-Unternehmen am Mittwoch mitteilte. 1,44 Milliarden Nutzer besuchen mittlerweile mindestens einmal monatlich Facebook. Das sind 13 Prozent mehr als noch Ende Jahr.

Der Umsatz, hauptsächlich Anzeigeneinnahmen, wuchs um 42 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Allerdings drückte der starke Dollar auf die Bilanz. Ohne den Effekt hätte das Plus laut Facebook 49 Prozent betragen. Trotz hoher Zahlen verzeichnete Facebook damit den geringsten Zuwachs in einem einzelnen Quartal seit zwei Jahren.

Im laufenden Vierteljahr rechnet das Netzwerk damit, dass durch die Erlöse durch die starke US-Währung um zehn Prozent geschmälert werden.

Mobil stark

Der Anteil der Erlöse aus Werbung, die auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablet-PCs angezeigt wird, stieg von 59 auf 73 Prozent. Inzwischen greifen fast 800 Millionen Mitglieder täglich von Smartphones und Tablets auf den Dienst zu.

Die operativen Ausgaben stiegen um rund 80 Prozent und die für Forschung und Entwicklung um 133 Pro-zent an. Ausbaukosten fielen bei Facebook unter anderem für den Messaging-Dienst WhatsApp, den Fotoservice Instagram und den Datenbrillen-Hersteller Oculus Rift an.

Firmengründer Mark Zuckerberg hatte bereits angekündigt, Milliarden für den Ausbau der Geschäfte in die Hand zu nehmen. So kamen die aktuellen Zahlen wenig überraschend. Beim Umsatz traf Facebook die Prognosen der Analysten nahezu, beim Gewinn wurden sie leicht übertroffen. Die Aktie verlor nachbörslich dennoch knapp zwei Prozent. (SDA)

 

Aus Buchbinderei Burkhardt wird Bubu

Per sofort passt die Buchbinderei Burkhardt, bereits weitläufig bekannt als «Bubu», ihren Namen auf Bubu an.

Bubu bietet die identischen Leistungen an wie bis anhin, allerdings mit einem Fokus auf ihre Stärken: wegweisend in der Entwicklung von Medienprodukten, Know-How in der haptischen Kommunikation und die Möglichkeit, industrielle, handwerkliche und digitale Produktion zu integrieren. Im neuen Logo verschwinden die bekannten Buchflügel und der Begriff «binden» wird zentral, versinnbildlicht durch die Brücke zwischen den beiden «bu». Zudem bürgen die beiden «bu» dafür, dass die bewährten Kompetenzen der «Buchbinderei» sowie der Nachhaltigkeitsgedanke der Familienfirma «Burkhardt» weitergetragen werden.

Entsprechend der Namensänderung wurde auch eine neue Website gestaltet.
 

Zu guter Letzt: Lügen-Skandal um Bloggerin

Viele Krebspatienten hingen an ihren Lippen: Jetzt hat sich eine australische Gesundheits-Bloggerin unter wachsendem öffentlichen Druck selbst als Lügnerin offenbart.

Belle Gibson machte seit 2013 Furore mit ihrer App «The Whole Pantry» (Die ganze Speisekammer), die als erste App zu Gesundheit, Wellness und Ernährung gefeiert wurde. In ihren Blog-Beiträgen versicherte die 23-Jährige stets, dass sie mit Hilfe einer besonderen Ernährungs- und Lebensweise ihren Hirntumor besiegt habe. Nur litt sie niemals an dieser schweren Erkrankung, wie sie nun kleinlaut öffentlich eingestand.

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(Bild: Theage.com.au)

Gibsons Aufstieg war so rasant, dass ihre App laut Medienberichten sogar vom US- Konzern Apple für dessen neue Smartwatch Apple Watch ausgewählt worden war. Umso tiefer nun der Fall der jungen Mutter: In einem Interview mit dem Magazin Women's Weekly räumte sie ein, ihre ganze Leidens- und Genesungsstory von Anfang an erlogen zu haben. «Nichts davon ist wahr», sagte Gibson in dem Gespräch mit dem Titel «Mein langer Kampf mit der Wahrheit». Sie habe gedacht, es sei «das Beste», mit allem aufzuräumen und hoffe nun, dass die Menschen sagen: «Es ist gut, sie ist auch nur ein Mensch». Gibsons Hoffnungen scheinen sich indes nur teilweise zu erfüllen, denn sie erhält seit ihrem Geständnis nach eigenen Worten Hass-Mails und Todesdrohungen. Zu ihrer Motivation, ein solches Lügengebäude zu errichten, sagte sie lediglich, sie habe eine schwere Kindheit gehabt. Ein Experte sagte Women's Weekly, möglicherweise leide Gibson am Münchhausen- Syndrom. Dabei handelt es sich um eine psychische Erkrankung, bei der die Betroffenen Symptome und Krankheiten mitunter sogar durch Selbstschädigungen vortäuschen, um damit ihr Umfeld und Ärzte zu täuschen.

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Gibsons Instagram-Seite bevor sie entfernt wurde (Bild: Mashable.com)

Der Vorsitzende der Krebs-Vereinigung des Bundesstaates Victoria, Todd Harper, warnte Patienten angesichts der schillernden Gesundheitsratschläge Gibsons davor, auf Therapien zu setzen, die sich zu gut anhörten, um wirksam zu sein. Die Gesundheitsbehörden wollen dem Fall weiter nachgehen. Zweifel an Gibsons Lauterkeit waren im vergangenen Monat aufgekommen, als bekannt wurde, dass sie Spenden in Höhe von umgerechnet 222'000 Franken aus Publikationseinnahmen nicht wie versprochen an gemeinnützige Organisationen weitergereicht hatte. Gibson hatte auch ein erfolgreiches Buch zu dem Thema veröffentlicht, das von ihrem Verlag ebenfalls im März aus dem Handel genommen worden war, als der Skandal langsam ruchbar wurde.

Nachdem sich diese App-Lüge so schnell verbreiten konnte, kann nun auch die Aufdeckung in all ihren informations- und medientechnisch Facetten bereits ebenfalls weiter verfolgt werden; via Facebook. (SDA/uma)

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