ADC rüttelt an der Mauer

Verbände Vielleicht kommt Cary Steinmann doch unter die Kreativen. Der Art Directors Club Schweiz (ADC) erwägt, künftig auch «andere für die Qualität der Werbung wichtige Teilnehmer» aufzunehmen.

Verbände Vielleicht kommt Cary Steinmann doch unter die Kreativen. Der Art Directors Club Schweiz (ADC) erwägt, künftig auch «andere für die Qualität der Werbung wichtige Teilnehmer» aufzunehmen.Als sich der Strategische Planer Steinmann letzten Herbst bewarb, wurde ihm die Aufnahme verwehrt. Jetzt hat die ADC-GV einen Ausschuss gebildet, der verschiedene Möglichkeiten prüfen und später den Mitgliedern vorlegen soll.Offener wird auch die ADC-Jurierung für die Kategorie Electronic Publishing. Bisher wurden in erster Linie Websites und Banner beurteilt. Auf 2006 werden Unterkategorien wie Crossmedia- oder virale Kampagnen eingeführt.
Schliesslich wurde auch der Vorstand des ADC erweitert. Als siebtes Mitglied nimmt Daniel Krieg, Mitinhaber von Krieg Schlupp Springer & Jacoby, Einsitz.
(sm)

Ein Gefühl von Basel – auch in der Wüste

Versicherungen Contexta hat ein Roadmovie für die Basler Versicherungen sowie die Baloise Bank SoBa gedreht. Selbst der Sonnentanz klappte.

Versicherungen Contexta hat ein Roadmovie für die Basler Versicherungen sowie die Baloise Bank SoBa gedreht. Selbst der Sonnentanz klappte.«Ganz gleich, was Sie tun und wo immer das ist, mit den Basler Versicherungen und der Baloise Bank SoBa sind Sie in good company.» Diese Kernaussage setzt die Berner Agentur Contexta seit einigen Jahren konsequent in Film und Print um. Die Kampagne mit dem unsichtbaren Begleiter hat 2003 einen der begehrten Effie-Preise gewonnen. Weil der erste Spot mit dem Klippenspringer fast vier Jahre auf Sendung ist und auch der zweite Spot mit den Heissluftballonen mit drei Jahren ein stattliches Alter erreicht hat, fanden Kunde und Agentur nun, dass die Zeit für einen dritten Film reif sei. Noch mehr Emotionen und noch mehr schöne Bilder sollte dieser Film haben. Klar war auch, dass der unsichtbare Begleiter weiterhin zuverlässig da sein muss, wenn man ihn im Notfall braucht.
Das Ergebnis ist ein echtes Roadmovie im Hollywood-Stil. Gedreht hat die Zürcher Wirz + Fraefel Produktion. Im April reiste die Crew in das Valley of the gods in der staubigen Wüste von Utah. In vier Drehtagen entstanden unter der Regie von Ernst Wirz eine 30-Sekunden-TV-Version sowie eine 40-Sekunden-Version fürs Kino.
Für die Spots ist bei Wind und Wolken eine komplette Tankstelle aus Los Angeles angekarrt und mitten in der Wüste aufgebaut worden. Leider war das Wetter sehr schlecht. Weil aber mit Doc Cota, der im Film den Tankwart mimt, ein echter Indianer am Set dabei war, konnte dieser mit einem Schönwettertanz die Dreharbeiten doch noch rechtzeitig möglich machen. Dieser Retter in der Not wurde aber nicht zum Inhalt des Spots. Der Film zeigt, wie ein Paar im Auto durch die Wüste fährt. Der Sprit geht aus. Aber natürlich ist da genau am richtigen Ort die Tankstelle.
«Wir hätten zum Beispiel auch eine Story im Schnee in den Schweizer Bergen erfinden können. Aber die amerikanische Wüste erschien uns für diese Aussage filmischer», meint CD Bene Abegglen. Die Staubwolke hinter dem Auto erzeugt tatsächlich kinogerecht das gewünschte Feeling von «verlassen sein» und Abenteuer, vor allem in Kombination mit der Musik von Crazy Tunes. Für die Kamera holte Wirz + Fraefel den Hollywood-Profi Christopher Chomyn.
Die Kampagne arbeitet mit diesem Image-Spot im Fernsehen und im Kino an Stelle von Anzeigen, weil hier die Zielgruppe «zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis» zu erreichen ist, wie man bei Contexta rechnet.
Andreas Panzeri

Das Schweigen der St. Galler

Pendlerblätter Die Tagblatt Medien schweigt über Plänegegen 20 Minuten.

Pendlerblätter Die Tagblatt Medien schweigt über Plänegegen 20 Minuten.
Bemerkenswert: Das Gratiswochenblatt Anzeiger ist «keine Option mehr» in der Abwehrstrategie der Tagblatt Medien gegen 20 Minuten St. Gallen. Dies sagte Verlagsleiter Daniel Ehrat auf Anfrage. Insgesamt stünden drei bis vier weitere Optionen im Raum, eine davon sei, untätig zu bleiben. Eine weitere Variante könnte wohl auch ein abgespeckter Ostschweiz-Bund des St. Galler Tagblatts sein. Ehrat winkt ab. «Wir haben uns für eine Variante entschieden, aber wir halten unsere Pläne geheim.» Allerdings fügt er hinzu: «Wir behalten uns vor, die SBB für die Distribution eines möglichen Produktes aus unserem Haus anzufragen.» Merkwürdig, die Tagblatt Medien hatte doch nur bis 17. Mai Zeit, bei den SBB für Boxen an Ostschweizer Bahnhöfen zu offerieren (siehe WW 18/05).
Liess Ehrat diese Frist verstreichen? Darüber schweigt er sich aus. 20 Minuten seinerseits hat letzte Woche von den SBB grünes Licht für Boxen erhalten (Seite 19). Der Start wurde für Mitte Juni angekündigt.
(mk)

Zahl der Woche

1 Sekunde

1 SekundeTV-Werbung In Belgien wird ein neuer Atemerfrischer mit dem kürzesten Spot der Welt beworben. Nicht drei Sekunden, wie es braucht, um ein Bild flüchtig lesen zu können, und nicht zwei Sekunden, wie es von angeblichen Coke-Spots kolportiert wird, sondern eine einzige Sekunde dauert «der schnellste Spot der Welt». Realisiert hat ihn Duval Guillaume in Antwerpen. Geschaltet wurde der Spot jeweils zwischen zwei «normalen» Werbefilmchen auf allen TV-Kanälen in Belgien. Der Spot zeigt, wie ein Tropfen Gel auf den Finger einer Frau geträufelt und dann zur Zunge geführt wird. Dann folgt ein Packshot mit dem Logo. Natürlich kann der Spot auch indirekt wirken, indem in allen Medien über die «Sensation» berichtet wird.

Aseantic im Webdienst für Luzerner Kantonalbank

Banken Die Luzerner Kantonalbank hat Aseantic mit dem Projekt «New Internet» betraut.

Banken Die Luzerner Kantonalbank hat Aseantic mit dem Projekt «New Internet» betraut.Das Mandat umfasst neben einem Redesign der Bankenwebsite auch die Konzeption für eine strategische Nutzung der Internetplattform für mehr Kundennähe. Die Aufschaltung ist für September 2005 geplant. Aseantic erhielt den Zuschlag der Luzerner auf Grund der früheren guten Zusammenarbeit beim Relaunch des Intranets.

Mit Allianz zur Westerweiterung

Zeitungen In St. Gallen an seine Ostgrenze gestossen, streckt 20 Minuten seine Fühler nun nach Westen aus.

Zeitungen In St. Gallen an seine Ostgrenze gestossen, streckt 20 Minuten seine Fühler nun nach Westen aus.Tamedia führt mit Edipresse Gespräche über eine Expansion der Pendlerzeitung 20 Minuten in die Westschweiz. 20-Minuten-Chef Rolf Bollmann bestätigte der Westschweizer Tageszeitung Le Temps, dass er kürzlich gemeinsam mit Tamedia-Chef Martin Kall den Edipresse-Direktor Tibère Adler und Théo Bouchat, Direktor von Le Matin und der Edipresse-Zeitungen, in der Nähe von Genf getroffen hat. Dabei habe man vor allem über einen möglichen Launch des Pendlerblatts in der Romandie gesprochen.Bei Edipresse will man das Treffen nicht bestätigen. Und Bollmann betont, dass sich die Zürcher erst in der Analysephase befinden. Man könne nicht einfach das Deutschschweizer Konzept übernehmen, sondern müsse ein Westschweizer Mentalität angepasstes Produkt kreieren. Da liege es nahe, sich mit dem dortigen Marktleader zu unterhalten.
Für die Werbewoche war Bollmann am Dienstag nicht erreichbar. Dennoch: Falls 20 Minuten den Schritt nach Westen wagt, dann wohl mit einer oder zwei Ausgaben für die urbanen Zentren Lausanne und Genf. Und sollte Edipresse kein Interesse zeigen oder ein eigenes Projekt vorziehen, so würde Tamedia laut Bollmann einen anderen Partner suchen oder aber den Röstigraben aus eigener Kraft überspringen.
Seit der Lancierung von 20 Minuten 1999 in Zürich herrschte in der Deutschschweiz wie auch in der Romandie die Meinung, der kleine Westschweizer Markt trage einen solchen Titel nicht, zumal es hier kaum Grossagglomerationen und vor allem keine vergleichbaren Pendlerströme gibt. Für solche Gegenüberstellungen diente jedoch stets der Grossraum Zürich. In der Zwischenzeit hat sich 20 Minuten aber auch in kleineren Gebieten etablieren können; St. Gallen wird diesen Trend bestätigen.
Kein Wunder, tönt es nun auch in der Westschweiz anders. Tatsächlich liegt «Gross-Genf» gemäss der letzten Volkszählung nach Zürich auf dem zweiten und Lausanne immerhin auf dem fünften Platz, noch deutlich vor Luzern und St. Gallen. Und das Pendleraufkommen zwischen Lausanne und Genf, aber auch aus dem Waadtland nach Lausanne gewinnt an Bedeutung. Ein weiteres Potenzial sind die über 30000 Berufspendler aus Frankreich, die täglich in Genf arbeiten und konsumieren.
Auch im Anzeigenmarkt bestehen durchaus realistische Chancen. Grosskunden, die 20 Minuten bereits buchen, werden die Vorteile einer nationalen Belegung begrüssen. Nach dem Verschwinden von Swisspool hätte die Branche so plötzlich wieder ein nationales Angebot im Bereich der Tagespresse. Und zwar zudem eines mit einer klaren Zielgruppe, den Jungen und Junggebliebenen.
Hersant auch im Rennen?Ein weiteres wichtiges Potenzial stellen die Rubrikinserate aus Genf und Lausanne dar. Dem Vernehmen nach wartet nämlich eine Reihe namhafter Kunden seit längerer Zeit auf eine Alternative zum bestehenden Angebot.
Bleibt die Frage, ob statt Edipresse nicht vielleicht Hersant Tamedia-Partner wird. In einer Pressekonferenz betonte Philippe Hersant am Montag jedenfalls, dass er nach Neuenburg und Nyon in der Westschweiz weiter wachsen will. Nebst dem Lokalfernsehen Léman Bleu in Genf äusserte er explizit auch Interesse an Gratiszeitungen. Möglich wäre auch eine Zusammenarbeit mit 20 minutes in Frankreich, wo Ex-20-Minuten-Teilhaberin Schibsted seit 2002 aktiv ist. Die Gesamtauflage der dortigen sieben Ausgaben beträgt 775000 Exemplare, die letzte Forschung bestätigt über zwei Millionen Leser.
So oder so: Die Westschweizer Fachwelt ist überzeugt (lässt sich aber nicht damit zitieren), dass 20 minutes kommt – und die meisten denken, noch in diesem Jahr.
20 minutes, made in Switzerland, ist wohl bloss noch eine Frage der Zeit.
Constant Pochon, Genf

Kreuzberger Liebling

Zeitschriften Ein Jahr nach Monopol will mit Liebling ein weiteres Magazin für Kunst, Leben und Lebenskunst von Berlin-Kreuzberg aus den deutschsprachigen Markt erobern.

Zeitschriften Ein Jahr nach Monopol will mit Liebling ein weiteres Magazin für Kunst, Leben und Lebenskunst von Berlin-Kreuzberg aus den deutschsprachigen Markt erobern.Das ab Juni zweimonatlich in einer Auflage von 60000 Exemplaren (und im Eigenverlag) erscheinende Blatt versteht sich als Empfehlungsorgan für Mode, Design und Kultur und richtet sich an ein trendbewusstes, 25- bis 40-jähriges Alternativpublikum.

Die Nummer 1 zeigt sich als Nummer 1

Plakate Leone Ming Establishment hat für die Affichage und Töchter ein neues Erscheinungsbild entwickelt.

Plakate Leone Ming Establishment hat für die Affichage und Töchter ein neues Erscheinungsbild entwickelt.Der Teaser war unübersehbar: 7500 Plakate in der ganzen Schweiz weckten seit dem 18. Mai Neugier mit einer knallroten Zahl 1 auf weissem Grund. Dann, am 26. Mai und pünktlich zur Generalversammlung der Affichage in Genf sowie gleichentags an der APG Poster Night in Zürich, wurde das Geheimnis gelüftet: Die APG und alle weiteren Affichage-Unternehmen treten mit einem neuen Erscheinungsbild auf. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung und auf der Grundlage einer umfassenden Situationsanalyse wurde die Agentur Leone Ming Establishment im liechtensteinischen Schaan mit der Entwicklung und Gestaltung des neuen Erscheinungsbildes beauftragt.
Streben nach dem Spitzenplatz
Leone Ming als «geistiger Vater» des neuen Brands und Christine Böhmwalder als Art Director und somit Gestalterin der neuen Wort-Bild-Marke meinen zu ihrem Design: «Einerseits symbolisiert das Dreieck das ‹A› für Affichage, anderseits bildet die rechte grafische Fläche eine ‹1›. Sie steht für die Marktführerschaft in den verschiedenen Marktsegmenten der Out-of-home-Medien.»
Das neue Affichage-Design ist ein Gestaltungskonzept, das eine Kommunikationsebene schafft, um den gemeinsamen Stärken aller Affichage-Unternehmen Ausdruck zu verleihen. Es erlaubt, was sich bisher ausschloss – «das gleichzeitige Bekenntnis zu Individualität und Einheit», wie Leone Ming erklärt.
Für seine Agentur war es die grosse Herausforderung, alle Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der Affichage mit all ihren Formen, Farben und Schriften in den verschiedenen Logos in eine einzige Dachmarkenstrategie zu integrieren. «Gelöst haben wir es, indem alle Affichage-Unternehmen das Icon als Wiedererkennungseffekt neben ihrem Namen tragen.» Die Firmenbezeichnungen sind gleich geblieben. Neu ist jetzt aber die Zugehörigkeit zu Affichage dank dem Icon sofort ersichtlich.
Dieses Icon sollte ein Key Visual sein, damit es schnell erkennbar wird. «Einfach heisst aber nicht, einfach zu machen – sondern sehr wohl überlegt», meint Ming.
Für die Umsetzung des Projekts hat Affichage vor rund einem Jahr vier Agenturen zum Pitch eingeladen. Die Agentur Ming überzeugte dabei mit ihren Ideen und Ansätzen. Bereits zwei Wochen nach dem Briefing konnte die Agentur in Schaan ihre ersten konkreten Ideen präsentieren. Seither hat das Team 15 Monate an der Realisation gearbeitet.
Die Logistik für diesen Auftrag nimmt ungewöhnliche Dimensionen an. Mehr als 400 Autos vom Personenwagen bis zum grossen Lastwagen müssen mit dem Icon bedruckt werden. Es werden rund 20 Häuser und Filialen beschriftet, die grossen mit Leuchtreklamen, die kleineren mit Beschriftungstafeln. Die APG hat weit über 70000 Plakatträger. Zum ersten Mal in der Firmengeschichte werden die Plakatträger markiert. Die Mitbewerber machen das schon länger und zum Teil mit grossen Tafeln. Die Affichage will es dezenter haben. «Das Plakat des Kunden steht im Mittelpunkt», meint Roger Möschler, Marketingleiter bei der APG.
Leone Ming hat dazu ein Konzept erstellt, bei welchem die Soleil-Plakatträger dezent auf der Seite markiert werden. Von vorne sieht man bloss den roten Streifen als einen edlen Akzent. Das Icon wird erst mit der Seitenansicht klar. Das urbane Mobiliar (Telecab, Citytel, Citypläne) und die Leuchtplakatkästen werden mit dem Gesamtlogo unten rechts versehen. Die Filialen und Autos werden seit dem 25. Mai innerhalb von drei Tagen beschriftet. Bei den Plakatträgern lässt man sich etwas mehr Zeit. Diese werden von den eigenen Afficheuren bei ihren Touren innerhalb der nächsten zwei Monate beschriftet.
Auch Webauftritt erneuertNeben den physischen Dingen mussten auch die Websites aller Affichage-Firmen dem neuen Design angepasst werden. Seit 26. Mai gibt es eine völlig neue APG-Homepage. Bei dieser muss nicht mehr wie früher APGSGA, sondern nur noch APG oder SGA eingegeben werden. Dann wird man je nach Sprache auf die entsprechende Version weitergeleitet. Ebenfalls bekommt die Affichage Holding eine neue Homepage. Darauf sind alle Affichage-Firmen aufgeführt, und so kommt man
leicht zu allen Tochtergesellschaften. www.affichage.ch nimmt somit die Portalfunktion für alle Affichage-Websites ein. Konzept und Design der Homepage entwickelte Futurecom in Zürich. Leone Ming hat den Job betreut und das ganze Art-Styling mitbegleitet. Für Leone Ming hat sich auch das Projektteam der Affichage «sehr motiviert und entscheidungsfreudig» gezeigt.
Eine grosse logistische Herausforderung stellen auch die verschiedensten Drucksachen und Geschäftsausstattungen dar. Affichage arbeitete mit der Druckerei BUAG zusammen, die unter strenger Geheimhaltung alles vorgedruckt hat.
Für all diese Manöver sind im März 20 Vertrauenspersonen aller Affichage-Unternehmen nach Winterthur eingeladen und ins Projekt eingeweiht worden. Am 20. Mai haben diese Vertrauensleute alle Unterlagen in Kartonagen verpackt zugeschickt bekommen. Diese Packungen mussten bis 25. Mai morgens um 5 Uhr verschlossen bleiben. Punkt halb acht Uhr wurden die neuen Drucksachen, Give-aways, Arbeitskleider und Gestaltungselemente
in sämtlichen Filialen in der gan-zen Schweiz allen Mitarbeitenden präsentiert. Am 24. Mai wurde das gesamte Kader der Affichage anlässlich eines Workshops in Bern über das neue Branding und die Dachmarkenstrategie informiert.
Affichage und BeteiligungsfirmenDas neue Icon setzt sich aus zwei grafischen Flächen zusammen und bildet mit den Aussenlinien die Form eines Dreiecks. Das Dreieck symbolisiert das A für Affichage. Die grafische Fläche bildet eine 1. Diese Zahl steht für die Marktführerschaft in den verschiedenen Marktsegmenten der Out-of-home-Medien.
Leone Ming Establishment: «Loosa, hirna, zaaga, tua»Die Agentur arbeitet mit einem starken Marketingansatz. Das Design kommt erst in einer zweiten Phase ins Spiel.
Die Agentur funktioniert bewusst als eine kleine Gruppe mit nur sechs festen Mitarbeitenden. Dazu kommt ein Pool von hochprofessionellen Freelancern. Diese müssen während der Zeit ihres Auftrags im Atelier in Schaan arbeiten. Diese Lokalitäten in einer ehemaligen Eletrowerkstatt sind nur eine Stunde von Zürich, zwei Stunden von München und drei Stunden von Mailand entfernt.
Leone Ming arbeitet für eine internationale Kundschaft. «Wir fühlen einen Trend, dass wir immer mehr von grösseren Firmen angefragt werden», erklärt Leone Ming. Der Inhaber, der bei allen Aufträgen persönlich involviert ist, hat die Agentur vor sieben Jahren als Marketingagentur im Bereich Unternehmensberatung gegründet. Seit vier Jahren ist die Grafik dazugekommen. Christine Böhmwalder als Art Director hat in Wien studiert und in verschiedenen grösseren Agenturen gearbeitet.
Leone Ming hat Betriebswirtschaft mit Vertiefungsrichtung Marketing, Tourismus und HRM studiert. Als Geschäftsführer für einen grossen Medizinkonzern hat er in Zürich, Mailand und Paris gearbeitet. Beim Erarbeiten und Präsentieren unzähliger Vertriebskonzepte und Marketingkonzepte in aller Welt hat er sich auch mit Werbekonzepten auseinander setzen müssen. Diese spannende Zusammenarbeit mit Werbeagenturen hat ihn so motiviert, dass er schliesslich seine eigene Agentur gründen wollte.
Das Erfolgsrezept der Agentur Leone Ming umschreibt ihr Inhaber mit«loosa, hirna, zaaga, tua», was im Liechtensteiner Dialekt so viel bedeutet wie «Zuhören, Brainstorming, Präsentieren, Umsetzen».
Plakatives Tandem: Christine Böhmwalder, Leone Ming.
Werbekunden haben Vortritt: Das Logo der APG ziert neuerdings die Plakatträger, aber bloss diskret.
Andreas Panzeri

Heineken blau

Promotionen Die begehrten zweiten Verkaufspunkte der Handelskanäle zu ergattern, ist ein schwieriges Unterfangen.

Promotionen Die begehrten zweiten Verkaufspunkte der Handelskanäle zu ergattern, ist ein schwieriges Unterfangen.Gelungen ist es der Agentur Blue Spirit mit der nationalen Guitar-Box-Promotion, die auf dem Heineken-Markenpfeiler Musik aufbaut. Dabei handelt es sich um Heineken-grüne «Gitarrenkoffer», in denen 13 Bierdosen Platz finden. Weltberühmte Fender-Gitarren zieren Vor- und Rückseiten und bilden die 13-Packs-Luftgitarren und werden möglicherweise zu Sammlerobjekten. Die hoch gelobte Idee wie Umsetzungen wurden vom Handel gern platziert. Die limitierten

Bitte subito nur noch guten Sound

Radio Zur Lancierung des Webradios ip-radio hat Euro RSCG mit viel Goodwill aller Beteiligten eine politisch korrekte Kampagne – Kinospot und Anzeigen – entwickelt, die vielen aus dem Herzen spricht.

Radio Zur Lancierung des Webradios ip-radio hat Euro RSCG mit viel Goodwill aller Beteiligten eine politisch korrekte Kampagne – Kinospot und Anzeigen – entwickelt, die vielen aus dem Herzen spricht.Die Grundidee basiert auf dem Audiomüll, mit dem man heute in allen Geschäften und Familienrestaurants zugedröhnt wird. Genauso schlimm trifft es die ÖV-Nutzer: Strassenmusikanten spielen auf allen Netzen meist mehr unaufgeforderte Guantanameras als Musik. In der Umsetzung macht die 20-Minuten-Zielgruppe solchen Störenfrieden klar, was sie will: nur noch den guten Sound von ip-radio.20min.ch.

JobChange

bisher Senior Account Director bei Publicis Zürich, wechselt als Managing Partner zu McCann Erickson Genf. Ab Anfang Juni bildet er mit dem langjährigen Managing Director Curdin Janett ein Tandem, wie die Agentur mitteilt.

bisher Senior Account Director bei Publicis Zürich, wechselt als Managing Partner zu McCann Erickson Genf. Ab Anfang Juni bildet er mit dem langjährigen Managing Director Curdin Janett ein Tandem, wie die Agentur mitteilt.Philippe Meyer, Meyer soll inskünftig als Brückenbauer zwischen der Deutsch- und der Westschweiz fungieren….
Peter Ulmann wird Verkaufsleiter von Radio Basilisk bei dessen Vermarktungsfirma Medag. Er tritt die Stelle am 2. Juni an. Derzeit ist
Ulmann als Verkaufschef für das Basler Regionalfernsehen NW 1 tätig. Die bisherige Basilisk-Verkaufsleiterin, Monique Stauffer, wird
Ulmanns Stellvertreterin und Key- Account-Managerin.
…
Der Schreibwerk Verlag verstärkt den Anzeigenverkauf mit Susanne Frischknecht. Ab Anfang Juli betreut sie für die Zeitschriften Massiv und SuperSolo die Regionen Deutschschweiz und Tessin. Frischknecht war zuvor als Anzeigenleiterin für Bolero tätig.
…
Anfang Juni stösst Willem Baumann als Art Director zu McCann Erickson Zürich. Baumann ist mittlerweile bereits seit zwei Monaten auf Freelance-Basis für die Agentur tätig. Zuvor arbeitete er bei Advico Young & Rubicam.
…
Nico Podgorny übernimmt als Business Development Manager den Aufbau des Online-Dialog- und Permission-Marketings bei Swissclick. Podgorny war zuletzt als Account Manager im B2B-Bereich für den Online-Computerhändler Bechtle Comsoft Direct tätig.
…
Connie Voigt übernimmt die Chefredaktion von HR Today. Sie löst Cordelia Kissling ab, die das Fachmagazin für Human Resource Management acht Jahre lang geleitet hat. Connie Voigt war zuletzt Kommunikationschefin des Airline-Catering-Unternehmens Gate Gourmet.

Das Prinzip der Einfachheit

Mobilfunkmarkt Mit Yallo will TDC neben Sunrise eine Billigmarke für die pragmatischen Handynutzer aufbauen.

Mobilfunkmarkt Mit Yallo will TDC neben Sunrise eine Billigmarke für die pragmatischen Handynutzer aufbauen. Mobilfunkanbieter reagierten vor wenigen Wochen mit neuen Tarifmodellen für ihre Pre- und Postpaid-Kundschaften auf die stagnierenden Umsätze. TDC Switzerland – mit 16 Prozent Marktanteil (Bakom, Dezember 2003) die Nummer drei unter den Mobilfunkanbietern – reagierte auf den Aktionismus nicht mit einem Budget-Angebot ihrer Marke Sunrise, sondern lancierte Yallo, eine völlig neue Prepaid-Marke für einen spezifischen Marktbereich und Kundenkreis. Wenn man bedenkt, dass laut IT-Analyst Gartner Dataquest die Marktpenetration von Mobiltelefonen in der Schweiz bis Ende Jahr auf 90 Prozent ansteigen dürfte (Mai 2004: 84 Prozent) und dass der Anteil der Prepaid-Kunden 40 Prozent beträgt, erkennt man das weiterhin grosse Potenzial in diesem Sektor. Der neue Brand bedient denn auch eine andere Zielgruppe (über 25-Jährige) und pflegt für sie eine ganz eigene Geschäftsphilosophie: die der abgespeckten Mobilkommunikation. Yallo wendet sich an jene Handynutzer, die einfach nur telefonieren oder SMS verschicken, bisher aber Gebühren für das gesamte multifunktionale Paket bezahlen mussten. Diese Zielgruppe, die mit MMS, VGA-Kamera oder UMTS nicht viel am Ohr hat, kann zudem durch jene erweitert werden, die sich im undurchsichtigen Dschungel der Tarifmodelle nicht mehr zurechtfinden oder sich nicht durch einen Handyvertrag binden wollen. Was für die einen Must-have ist, ist für eine wachsende Gruppe anderer bloss teurer Schnickschnack.
Aufs Wesentliche reduziertDiese Menschen, die kritisch handeln, stehen im Visier von Yallo. Glaubwürdig präsentiert sich denn auch der Markenauftritt, der von mehreren Agenturen – unter anderen Assai, MetaDesign und Prime Communications – entwickelt wurde: geradlinig, frisch und direkt auf allen Ebenen. Prime Communications ist für den klassischen Werbeauftritt zuständig. «Wenn alles immer mehr wird, braucht es endlich wieder weniger», bringt sie die Kernbotschaft auf den Punkt. Wie die Strategie zielen auch alle Werbemittel auf die gewollte Reduktion der Komplexität ab. Die Aussagen sind aufs Wesentliche reduziert, geworben wird in Print, Poster, Radio und online.
Getreu der Monomarkenstrategie, die von HTP, St. Gallen, und MetaDesign, Zürich, entwickelt wurde, soll Yallo für ein völlig neues und nicht ein zusätzliches Angebot stehen. Dadurch werde die gute Positionierung von Sunrise durch die «Einfach-und-günstig-Marke» Yallo nicht tangiert, sind sich die Strategen sicher. Neben den primären Features hebt sich Yallo durch den Einheitstarif für sämtliche Anrufe auf alle Fremdnetze von der Konkurrenz ab. Meta-Design übertrug das neuartige Geschäftsmodell in ein klares und freundliches Design, das moderne Anwender mit einem «Faible für das Internet» ansprechen soll.
Schnörkellose Botschaft, schlicht verpackt: Yallo-Kampagne von Prime Communications und MetaDesign.
Luca Aloisi
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