Publicis holt sich Cash

Zeitungen Die Zürcher Agentur Publicis hat das Gesamtbudget der Wirtschaftszeitung Cash gewonnen. Sie setzte sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durch, das schon Anfang Jahr begonnen hatte.

Zeitungen Die Zürcher Agentur Publicis hat das Gesamtbudget der Wirtschaftszeitung Cash gewonnen. Sie setzte sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durch, das schon Anfang Jahr begonnen hatte.Damals führte Cash auch mit Euro RSCG, Krieg Schlupp Springer & Jacobi, Seilerzürich, Lang Gysi Knoll und weiteren Agenturen Gespräche und lud sie ein, Ideen zur Werbung für die Zeitung einzureichen. Auf dieser Grundlage wurden drei Agenturen zu einem Pitch eingeladen, der aber noch keine Entscheidung brachte. Zwei der Teilnehmer durften laut Cash-Geschäftsführer Thomas Trüb im März an einer letzten Auswahlrunde teilnehmen. Publicis hat nun schliesslich das Rennen gemacht. Die ersten Arbeiten werden Mitte Jahr zu sehen sein.

200 gute Gründe zum Ausgehen

Medien Seit letzter Woche ist der neue Gastroführer «Zürich geht aus!» an den Kiosken erhältlich.

Medien Seit letzter Woche ist der neue Gastroführer «Zürich geht aus!» an den Kiosken erhältlich.Darin: «Die 200 besten Restaurants», die vorwiegend von Medienleuten wie Heier Lämmler, Medard Meier oder Walter Kümin und anderen anonym getestet wurden. Natürlich dürfen auch die Bars und trendigsten Clubs nicht fehlen. Chef de Cuisine war Ex-Blick-Chef Wolfram Meister. Ralph Lindenmann produzierte das Hochglanzmagazin mit seiner Factum AG in Lizenzausgabe des Verlags Überblick Düsseldorf. Gleiche Hefte gibt es bereits in anderen deutschen Städten wie Dortmund und in Mallorca …

Kreativschub in der AdCondomeria

Bildung Die Uni St. Gallen hat mit Advico Young & Rubicam erstmals den Workshop AdCademy durchgeführt. 36 Studierende auf Bachelorstufe entwickelten darin eine Kondomkampagne.

Bildung Die Uni St. Gallen hat mit Advico Young & Rubicam erstmals den Workshop AdCademy durchgeführt. 36 Studierende auf Bachelorstufe entwickelten darin eine Kondomkampagne.«Ein qualifiziertes Verständnis, wie Werbung funktioniert und Resultate erzielt, ist heute keine Selbstverständlichkeit», sagt David Allemann, Strategy Director und Mitglied der Geschäftsleitung von Advico Young & Rubicam (AY&R). Als Verantwortlicher des AY&R-Markenbewertungsmodells Brand Asset Valuator, das demnächst neu erscheint, weiss er, wovon er spricht. Häufig würden der kurzfristige Blick auf Sales-Resultate oder lustige Werbegags Marken- und Werbeideen verhindern, die einen langfristigen Wettbewerbsvorteil schaffen. Den Grund dafür machte er im Mangel an hoch qualifizierten Werbetalenten auf Kunden- wie auf Agenturseite aus, die gleichzeitig ein tiefes Verständnis für gute Werbung haben. «Wir brauchen Talente mit einem wachen Auge für herausragende Ideen und dem Mut, diese auch gegen Widerstand durchzusetzen. Denn herausragende Ideen treffen fast immer zuerst auf Widerstand», so Allemann. Besonders in Zeiten der Krise, will man anfügen. Auf welchen Widerstand seine Agentur selbst gestossen sein muss und wie sie sich durchsetzte, offenbart das jährliche Kreativranking: In wenigen Jahren fiel sie von den Medaillenrängen auf Platz acht 2004.
Praxisnahe ProjektarbeitDoch darauf hat sein Team reagiert, unter anderem mit Innovation, sprich: mit AY&R-AdCademy. Ein gemeinsames Projekt zwischen den Dozenten Torsten Tomczak (Marketing) und Jürg Manella (Psychologie) von der Universität St. Gallen und AY&R-Leuten wie den beiden Kreativen Nicolas Vontobel (AD), Martin Stulz (Texter) sowie dem Strategischen Planer Caspar Coppetti, der die Gesamtleitung wahrgenommen und die theoretischen Grundlagen vermittelt hat.
Der erstmals vor einer Woche durchgeführte Workshop dauerte drei Tage, zwei davon in St. Gallen und einer in Gockhausen in der Agentur. In Gruppen arbeiteten die 36 Studierenden der Bachelorstufe an einer aktuellen Werbeaufgabe: Wie kann eine Kondommarke in einer Zeit nachlassender Angst vor Aids, neuer Beziehungsformen und Konservativismus belebt werden? Begleitet wurde die praxisnahe Projektarbeit durch Theorieblöcke über strategische Planung, Agenturprozesse und Qualitätscontrolling.
Martin Stulz stufte die Werbekompetenz der Teilnehmer generell als hoch ein: «Dies äusserte sich vor allem im Verständnis für das Ziel des kreativen Prozesses. Spätestens das gemeinsame Arbeiten machte klar, dass es bei Werbung nicht ums Abhaken von irgendwelchen Anforderungsbögen geht, sondern um klare Kommunikation mit klaren Ideen, aber auch darum, Spass zu haben und diesen weiter vermitteln zu können.» Gecoacht von ihm und Nicolas Vontobel, entwarf jedes Kreativteam eine eigene Werbekampagne, basierend auf den ausgearbeiteten Positionierungen. Zum Abschluss des Workshops, der neu zum Prüfungsstoff an der Uni zählt, trafen die Miniagenturen in einer Konkurrenzpräsentation aufeinander.
Entwicklungsfähige KampagneDie dreiköpfige Jury entschied sich für die Kampagne «Rubberfriend. Man’s best friend.» – «Durch diesen Claim wird das Kondom vom lästigen Dingsbums zum besten Freund, mit dem man intimste Erlebnisse teilt», erfährt man aus der Evaluation der Siegerkampagne. Das Kondom soll damit raus aus der sterilen Apothekerecke und rein ins individuelle Leben des Benutzers. Ein unemotionales oder gar als «Lusttöter» wahrgenommenes Produkt werde so auf witzige Art emotionalisiert. Und da der Produktname quasi das Werbekonzept darstelle, sei auch die Bindung an die Marke gewährleistet, so die Begründung. Zudem biete die Idee reichlich Futter für kreative Umsetzungen. Denn beste Freunde haben sich viel zu erzählen.
Das Team setzte unter anderem auf Anzeigen mit Ferienerlebnissen der beiden besten Freunde sowie auf ein Onlinetagebuch, das über die Erlebnisse berichtet. «In einer späteren Phase wurde der ‹Rubberfriend› in bester «Mein Freund Harvey»-Tradition zur eigenständigen Persönlichkeit, welche seinen Benutzer beispielsweise via Radio und Stickers mit Ratschlägen versorgt», sagt Juror Stulz.
Pikant an der Projektarbeit: Die Teilnehmenden erfuhren nicht, dass AY&R seit gut einem Jahr den Ceylor-Etat der Lamprecht AG betreut. «Wir wussten zwar, dass wir es mit einem realen Fall zu tun haben, aber da wir mit dem Decknamen ‹Rubberfriend› arbeiteten, wussten wir nicht, um welche Marke es sich tatsächlich handelt», sagt HSG-Studentin Jessica Merz.
Auf den Verdacht, dass AY&R in der AdCademy einen günstigen Kreations- und Human-Resources-Pool unterhält, geht David Allemann nicht ein: «AdCademy ist eine Investition von AY&R in künftige Talente, die sich nicht morgen auszahlt.» Die Studenten hätten noch ein paar Jahre Studium vor sich. Wenn AY&R oder eine andere Agentur dann einem Studienabgänger einen der wenigen Plätze für einen Praxiseinstieg bieten könne, freue er sich. Und wenn ein HSG-Absolvent oder eine HSG-Absolventin mit einem bereits geweckten Marken- und Werbeverständnis auf Kundenseite aktiv werde, auch. «Denn dann ist das Ziel von AdCademy erreicht: Talente mit einem qualifizierten Werbeverständnis in der Praxis.»
Caspar Coppetti doppelt nach: «Die Studierenden haben nun ein Grundwissen, wie Werbung entsteht und welche strategischen und kreativen Elemente für die Wirksamkeit einer Kampagne ausschlaggebend sind. Darüber hinaus verstehen sie, und das ist der entscheidende Erfolg der AY&R-AdCademy, was den Unterschied macht zwischen einer langweiligen und einer spannenden Kampagne: die überraschende Kreatividee.» Und dass diese nicht einfach so in den Schoss falle.
Schnell gelerntAdvicos Investition «in die Zukunft der Werbebranche» wird auch von den Studentinnen und Studenten mit guten Noten bedacht. «Ich kam bezüglich Kreativität und Strategie voll auf meine Kosten», sagt Teilnehmerin Jessica Merz.
Der Einblick in die Praxis hat einigen auch die Augen geöffnet. «Wochenlang Herzblut vergiessen und mit aller Kraft hinter einer Idee stehen, um dann den Pitch zu verlieren, das kostet schon Nerven», meinte Wolfgang Richter, Mitglied des Siegerteams. Beeindruckt hat ihn aber der klare Blick der «Profis»: «Ein Highlight waren die Inputs und das Feedback unseres Marketingprofessors und des AY&R-Kreativen während unserer Arbeit: Beide konnten sich binnen Sekunden vollständig in unser Denkgebäude hineinversetzen und uns mit einem Satz Stärken und Schwächen unserer Ideen nennen.»
Trotz der Lorbeeren von beiden Seiten und der Befriedigung darüber, «wie schnell die Studierenden angefangen haben, wie Werbefachleute zu denken», so Caspar Coppetti, ist noch nicht klar, ob AdCademy ein Pilotprojekt bleibt. Eine neue Auflage ist nicht fixiert. Schon nächstes Jahr finde möglicherweise die nächste AY&R-AdCademy statt, gibt man sich unverbindlich.
«Investition in die Zukunft der Werbebranche»Eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Sendeformat «Traumjob» ist nicht zu verleugnen: 36 HSG-Studentinnen und -Studenten haben an der ersten AY&R-AdCademy teilgenommen. Im dreitägigen Blockseminar mussten sie in Gruppen – quasi als Mini-Werbeagenturen – eine eigene Werbekampagne entwickeln und präsentieren. Die Arbeiten wurden von einer Profi-Jury bezüglich innovativer Strategie und kreativer Umsetzung bewertet. Der praxisnahe Einblick in die Werbebranche bestand aber nicht
alleine aus der Projektarbeit, sondern auch aus Theorieblöcken, wie strategische Planung und Agenturprozesse, die an der Universität von
St. Gallen abgehalten wurden.
Mit dem gemeinsamen Projekt zwischen der Universität St. Gallen (Marketing: Torsten Tomczak; Psychologie: Jürg Manella) und Advico Young & Rubicam (Caspar Coppetti und David Allemann) reagiere man auf das Bedürfnis auf Auftraggeber- wie auf Agenturseite nach neuen hoch qualifizierten Werbetalenten.
Den Kubik-Würfel kriegen die AY&R-AdCademy-Absolventen vielleicht auch nach dem Blockseminar nicht auf die Reihe. Dafür dürfte ihnen der Workshop den neuen Prüfungsstoff «Werbeverständnis» auf spannende Weise näher gebracht haben. (la)
«Herzblut vergiessen»: Studierende in der Kreativphase.
Siegerkampagne: «Rubberfriend», der sprechende Gummi.
Luca Aloisi

Edipresse kauft Verlag in Hongkong

Zeitschriften Der Lausanner Medienkonzern Edipresse übernimmt einen Anteil von 70 Prozent am Verlag Communication Management (CM) in Hongkong.

Zeitschriften Der Lausanner Medienkonzern Edipresse übernimmt einen Anteil von 70 Prozent am Verlag Communication Management (CM) in Hongkong.Die restlichen Aktien verbleiben bei den Gründern, die den Verlag auch weiterhin führen. CM beschäftigt 200 Angestellte im ganzen asiatischen Raum und erzielt einen Umsatz von über 40 Millionen Dollar. Flaggschiffe sind die asiatischen Ausgaben des Frauengesellschaftsmagazins Tatler, deren Vorbild in Grossbritannien bei Condé Nast erscheint. CM gibt den Tatler in Hongkong, Shanghai und Peking sowie in Singapur, Thailand, Malaysia und den Philippinen heraus und hat das Magazin nach Korea und Indonesien lizenziert.

Ein Coup de force

Lokal-TV Neuer Schachzug im Fernsehkrieg: Hersant kauft bankrotte Regie.

Lokal-TV Neuer Schachzug im Fernsehkrieg: Hersant kauft bankrotte Regie.
Der Franzose Philippe Hersant und der Genfer Stéphane Barbier-Mueller, die gegen den Willen von Edipresse 60 Prozent am Genfer Lokalfernsehen Léman Bleu übernehmen wollen, sind Mitte Mai schon mal «grossmehrheitlich» bei der Firma Force Promotion (FP), dem Vermarkter des Senders, eingestiegen. Dies sagte Hersants Anwalt Charles Poncet der Werbewoche auf Anfrage. Genaue Beteiligungsverhältnisse konnte er nicht nennen. Er betonte jedoch, dass Hersant sich als Privatperson und nicht im Namen seiner Mediengruppe bei Force Promotion engagiere. Ziel des Einstiegs sei es, den bankrotten Vermarkter, der seinem Personal per Ende Mai gekündigt hat, mit neuem Kapital so aufzumöbeln, dass er dem ebenfalls am Boden liegenden Léman Bleu bald wieder Werbegelder zuführen kann. Dies solle mit den bisherigen Leuten, aber mit mehr finanziellen Mitteln geschehen, sagte Poncet. Tatsächlich mutiert zum Beispiel Daniel Berset, der bisherige Inhaber und Direktor von FP, neu zum VR-Vizepräsidenten.
Ursprünglich war zwischen FP und Edipresse ausgemacht, dass Letztere die Regie von Léman Bleu am 1. Mai übernehmen könne, sofern der Sender zustimmen würde. Diese Zusage erfolgte aber nie.
(mk)

Fünf Finalisten

Crossmedia Bei der Jurierung des ersten durch die Goldbach Media initiierten und organisierten Crossmedia Award wurden aus 37 eingereichten Arbeiten fünf in die Shortlist gewählt:

Crossmedia Bei der Jurierung des ersten durch die Goldbach Media initiierten und organisierten Crossmedia Award wurden aus 37 eingereichten Arbeiten fünf in die Shortlist gewählt:Feldschlösschen Bier (SFLB), Dove 2004 (Lever Fabergé), Granador 100% Fruchtsaft (JvM/Limmat), Opel Tigra (Trio), Postmail (Euro RSCG). Der Gewinner des Award wird am 1. Juni im World Trade Center in Zürich gefeiert. Sowohl die Vielzahl wie die Qualität der Arbeiten hätten es der Jury schwerer gemacht, als in der Branche prophezeit wurde. Beurteilt wurden die intelligente Verknüpfung, der Innovationsgrad, die gestalterische Umsetzung sowie der Erfolgsausweis.

For Your Eyes Only

Direct Marketing Openad.net hat mit seinem «top-geheimen» Mailing für eine Kreativideenplattform die Adressaten überrascht.

Direct Marketing Openad.net hat mit seinem «top-geheimen» Mailing für eine Kreativideenplattform die Adressaten überrascht.Zur Visualisierung der Idee und des neuen Monitoringtools über die Aktivitäten der Openad.net-Mitglieder sperrten die Kreativen eine CD mit Hilfe eines Zahlenschlosses. Selbst das Zerreissen der Kartonhülle bringt einen nicht weiter – die CD bleibt durch Halteniete und Zwischenring gesichert. Zum Öffnen muss der Code auf der Homepage eingesehen werden. Darauf enthalten sind übrigens vier Spots von David Knight zum Thema Ideenklau und wie man sich auf etwas brachiale Art und Weise dagegen schützt.

Blick über die Grenzen

Oliver Classen über Chefwechsel bei Blick, NZZ – und bald wohl auch Tagi.

Oliver Classen über Chefwechsel bei Blick, NZZ – und bald wohl auch Tagi.Glaubt man dem dieser Tage auf diversen Frequenzen sendenden Flurfunk im Glaspalast, neigt sich Maili Wolfs Amtszeit rapide dem Ende zu. Verabschiedet sich nach den Verlagsleitern von NZZ und Blick aber auch noch die glücklose Lenkerin des Tages-Anzeigers, steht diesen Sommer bei allen drei grossen Deutschschweizer Tageszeitungen ein Führungswechsel an.Diese Koinzidenz lässt sich einerseits als weiteres Indiz für eine ratlose und zunehmend in Selbstzweifeln versinkende Branche deuten. Andererseits sollten die Verantwortlichen die Wachablösung jedoch als Chance für einen radikalen Neubeginn mit neuen, wirklich innovativen Köpfen begreifen – und nutzen. Denn nach den Sanierern braucht unser Blätterwald dringend wieder verlegerische Quer- und Vordenker. Solche sucht Ringier in seinem Stelleninserat für die Doppelverlagsleitung von Blick und SonntagsBlick erstmals auch explizit ausserhalb unserer Branchen- und Landesgrenzen.
Ein gleichermassen mutiger und notwendiger Schritt. Vorbildfunktion hatte hier wohl Deutschland, wohin NZZ-Innovator Tobias Trevisan ja leider abwandert. Mit Klaus Lutz (Süddeutsche Zeitung) und Michael Grabner (Holtzbrinck) treiben dort ein Hightech- und ein Handelsmanager die Zeitungsindustrie voran. Warum sollte ein ähnlicher Know-how-Transfer nicht auch hier zu Lande möglich und erfolgreich sein?
Doch auch einige alte einheimische Hasen sind für neue Ideen gut. Der zurzeit als freier Berater tätige Urs Zeier etwa könnte auf Grund seiner Metropol-Erfahrung den Blick vielleicht besser gegen das 20-Minuten-Virus immunisieren. 20-Minuten-Chef Rolf Bollmann mit seinen Regionalisierungserfolgen wiederum wäre eigentlich der ideale Vollstrecker der weiteren Tagi-Expansion. Und die NZZ bevorzugt bekanntlich sowieso Eigengewächse. Was okay ist, denn weit wichtiger als die Herkunft und persönliche Historie sind heute ohnehin Leidenschaft, Überzeugungskraft und – last but not least – der Mut zur kreativen Zerstörung.
> Oliver Classen, Redaktor

SRG Bern gegen einen Abbau bei Swissinfo

Service public Die Radio- und Fernsehgenossenschaft Bern-Deutschfreiburg-Oberwallis RGB setzt sich gegen die Abbaupläne der SRG-Führung mit einer Resolution zur Wehr.

Service public Die Radio- und Fernsehgenossenschaft Bern-Deutschfreiburg-Oberwallis RGB setzt sich gegen die Abbaupläne der SRG-Führung mit einer Resolution zur Wehr.Die Mitgliedsgesellschaft der SRG fordert, dass Swissinfo in Bern erhalten bleibt und weiterhin «vielsprachige und vielfältige Informationen» über die Schweiz verbreiten kann. Auch Swiss TXT soll am Standort Biel verbleiben. Die RGB will bei den Regierungen der Kantone Bern, Freiburg und Wallis sowie bei deren Parlamentariern darauf hinwirken, dass die SRG genügend Mittel erhält.

BPRA sieht Talsohle erreicht

PR Nach zwei rückläufigen Jahren haben die im Bund der Public Relations Agenturen (BPRA) zusammengeschlossenen Agenturen 2004 das Ende des Abwärtstrends vor Augen:

PR Nach zwei rückläufigen Jahren haben die im Bund der Public Relations Agenturen (BPRA) zusammengeschlossenen Agenturen 2004 das Ende des Abwärtstrends vor Augen:Der Nettohonorarertrag sei mit 81,18 Millionen Franken praktisch auf dem Stand des Vorjahres geblieben, gab der BPRA bekannt. Das Jahr sei besser ausgefallen als ursprünglich erwartet, sagte BPRA-Präsident Ulrich Bollmann.

Jean Frey trennt Verkauf von Bilanz und Weltwoche

Verlage Die Wirtschaftszeitschrift Bilanz und das Wochenmagazin Weltwoche bearbeiten den Anzeigenmarkt künftig getrennt.

Verlage Die Wirtschaftszeitschrift Bilanz und das Wochenmagazin Weltwoche bearbeiten den Anzeigenmarkt künftig getrennt.Um die Anliegen der Anzeigenkunden so unmittelbar wie möglich umsetzen zu können, löst die Herausgeberin Jean Frey die bisherige gemeinsame Verkaufsabteilung auf. Michael Hermann übernimmt die Anzeigenleitung der Weltwoche, Sandra Jabornik jene der Bilanz.

Sonnige Zeiten

Welcher von ständigem Zeitmangel geplagte Werbemanager kennt sie nicht, die Anna von der Migros? Nicht ganz billig, dafür sehr «convenient» kann man sich aus ihrer Küche sekundenschnell verpflegen.

Welcher von ständigem Zeitmangel geplagte Werbemanager kennt sie nicht, die Anna von der Migros? Nicht ganz billig, dafür sehr «convenient» kann man sich aus ihrer Küche sekundenschnell verpflegen.Im Sinne einer Intensivierung der Markenvitalität bei jungen, aktiven Menschen, auch Partyvolk genannt (die haben wie Werber ebenfalls keine Zeit zum Kochen), lancierte Exxtra eine Promo-CD. Und der Approach «More time for living» galt natürlich auch für die Anna’s-Best-Party, wo man sich mit coolen Chill-out-Sounds und Strandatmosphäre an der Abendsonne in den Feierabend wiegen lassen konnte.Sonnig wars auch an der Generalversammlung der ASW im Entlebuch. Für Geografie-Unkundige – das sind die Pampas zwischen Luzerner Hinterland und Bern. Nach einer Runde Goldwaschen – den Gästen binden die Einheimischen den Bären auf, dass in ihren Bächen haufenweise Edelmetall zu finden sei – traf man sich zur GV mit viel Bewegung im Vorstand.
Zurückgetreten sind Sandra Röcker-Bonsells und Carmelo Buffoli. Wegen starker Auslastung trat der designierte Präsident Markus Diener sein Amt nicht an. In die Bresche sprang dafür Diego Bally, der dieses Amt nun zum dritten Mal innehat. Andy Ruf, dem Turnus nach Past President, stellte sich nochmals als Vize und Benno Frick als Past President zur Verfügung. Bestätigt wurden Claude Hitz und Patrick Lack.
Das Geschäftsjahr schloss man mit Gewinn und einem Kapital von 50000 Franken ab. Dennoch sah sich der Vorstand veranlasst, eine Erhöhung des Jahresbeitrags um 300 Franken zu beantragen. Nicht einverstanden damit war der Thalwiler Werber Jörg Suter. Und dies war sage und schreibe tatsächlich das allererste Gegenvotum, welches der Shortlistautor in seiner sechsjährigen Tätigkeit als Chronist verschiedenster Werberversammlungen erlebt hat. Es gehe aber klar nicht um einen Vertrauensentzug, hielt der Votant fest. Er wolle den Vorstand damit lediglich zu mehr Sparwillen und exakterer Budgetierung anhalten. Dem Vorstandsbegehren wurde denn auch stattgegeben, aber eben mit erwähnter Gegenstimme und einer zusätzlichen Enthaltung. Alles klar also bei der ASW.
Beat Fritschin Sommerlaune – denn endlich gehts los mit den schönen Outdoor-Events. Zum Beispiel auf der Terrasse des Seerestaurants Acqua, wo Exxtra für das Frischprodukte-Label Anna’s Best von Migros ganz neue Wege der Kommunikation einschlug. Oder mit der Allianz Schweizer Werbeagenturen ASW an ihrer Generalversammlung
im wunderschönen, aber von Zürich aus halt doch etwas weit entfernten Entlebuch.
Benny Goldstein mit Grischa Rubinick (r.), der bei Exxtra fürs Anna’s-Best-Budget mitverantwortlich ist.

Die beiden Exxtra-ADs Roger Dobmann und Nicole Domokos beim wohlverdienten Terrassenapéro im Acqua.
Ganz schön blond: Exxtra-Beraterin Julia Brun (r.) und Sandra Genge waren früher bei Lowe Direct Arbeitskolleginnen.
Andri Hofmann von Contexta und Annabelle-Anzeigenleiterin Monika Schneider genossen die hippe Party am Zürichsee.
Abendstimmung: SAP-Marketingleiter Daniel Renggli (l.) mit Giusi Barbato, Limmattaler Tagblatt, und Andreja Sedeljsak von Infel.
Fürs musikalische Ambiente sorgten DJ Minus-8 (l.) und MC Amad mit einer coolen Performance bis in die Nacht hinein.
Extra aus Brasilien ins Entlebuch angereist: Ex-ASW-Vorstand und Auswanderer Stefan Hofmann mit Ehefrau Arlette.
Sonnige Aussichten auf dem Bramboden: Norbert Unternährer, ASW-Präsident Diego Bally und Reto Schwammberger (v. l.).
Fachsimpelten auf dem Sonnendeck des schönen Hotels Bergruh: Sawi-Direktor Jürg Engi (l.) und SDV-Präsident Jakob Nef.
Versammlung mit Aussicht auf die Berner Alpen und auf Carmelo Buffoli, Markus Diener und Hans Suter, KMU Magazin (v. l.).
Ohne drittgrössten Wirtschaftsraum fehlt Ihrer Marke die PowerGäste der ASW: Daniel Strobel, Publimedia-CEO, Ulrich Bollmann, BPRA-Präsident, und Jürg Siegrist, SWA-Geschäftsführer (v. l.).
Bilden mit Diego Bally das Präsidium der Allianz: Andy Ruf (l.), Vice President, und Benno Frick, Past President.
Bald-Pensionäre Beat Germann, Schellenberg, und Sepp Lütolf, Publisuisse, mit Ursi und Peter Grob, ASW-Geschäftsstelle (v. l.).
Kamen als Vertreterinnen des ASW-Sponsoringpartners Publisuisse an die GV: Beatrice Kniel (l.) und Carmen Theiler.

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