Nico (fast) nochmals im Tages-Anzeiger

FCB Leutenegger Krüll bringt den Karikaturisten Nico noch einmal mit seinem alten Arbeitgeber zusammen.

FCB Leutenegger Krüll bringt den
Karikaturisten Nico noch einmal mit dem Tages-Anzeiger zusammen. Für
die Werbeagentur aus Wallisellen illustrierte Nico ein Eigeninserat,
das in der Ballzeitung des Presseballs erschienen ist. Und die heisst
Ball-Anzeiger, wurde vom Tages-Anzeiger realisiert und sieht auch aus
wie der Tages-Anzeiger. Aber Nico wäre nicht Nico, wenn er diese
Gelegenheit nicht für einen Seitenhieb auf seinen früheren Arbeitgeber
genutzt hätte: «Wenn der Verleger seine Journalistin presst, ist das
ein echter Rein-Gewinn für diesen Ball», so der Text zum Bild. Nico hat im
Frühling nach 37 Jahren beim Tages-Anzeiger zum Blick gewechselt – nach
eigener Aussage weil ihm der harte Sparkurs der Konzernleitung zuwider
war.
«Wir sind stolz darauf, dass es unserem CD Mike Krüll gelungen ist,
Nico davon zu überzeugen, bei dieser Anzeige mitzuarbeiten», sagt Peter Leutenegger von FCB Leutenegger Krüll. Die Karikatur zeige auf,
was dem Tagi heute am meisten fehle: die pointiert erzählten
Bildergeschichten. Gleichzeitig will die Agentur damit ihre Stärken
demonstrieren. Auszug aus der Copy: «Wie Sie sehen, machen wir Werbung,
die interessiert.»

Internationale Agentur übernimmt Loyalty Gate

Der Schweizer Anbieter von Dienstleistungen für Vielfliegerprogramme wird Teil der Londoner ICLP.

Loyalty Gate, Schweizer Anbieter von
Dienstleistungen für Vielfliegerprogramme, wird Teil der
Marketingagentur International Customer Loyalty Programmes (ICLP) mit
Sitz in London. Mit der neuen weltweiten Präsenz wolle man
schweizerischen Kunden einerseits die Vorteile eine globalen Agentur
und andererseits die lokale Optik und Realisierbarkeit bieten,
kommentierte Urs Läuchli, CEO von Loyalty Gate, den Wechsel in einer
Mitteilung. Sein Unternehmen hat für die Fluggesellschaft Swiss das
Vielfliegerprogramm Swiss Travel Club betreut und betreibt die
Bonussysteme von SN Brussels Airlines und TAP Portugal. Die Swiss hält
gegenwärtig 57,2 % der Aktien von Loyalty Gate. Nach dem Entscheid der
Airline, den Travel Club im nächsten Frühjahr in das Programm Miles
& More zu überführen, haben die übrigen Aktionäre in den Verkauf an
ICLP eingewilligt.

Zwei Fernsehfilme von SF DRS an TF1 verkauft

Vertriebsfirma Telepool erzielte die Abschlüsse an der Fernsehmesse Mipcom in Cannes.

Vom 17. bis 21. Oktober 2005 fand im
französischen Cannes die internationale Fernsehmesse Mipcom statt. Die
Vertriebsfirma Telepool konnte in diesem Rahmen die beiden
SF-DRS-Fernsehfilme «Lago Mio» und «Leben auf Kredit» an den
französischen Sender TF1 verkaufen. Telepool gehört zu 26 % der SRG.
Die Produktion von «Lago Mio» verantwortete die Firma Lang Film. «Leben
auf Kredit» wurde von Zodiac Pictures produziert. Die französische
Synchronisierung wird durch Telepool veranlasst, die sich den
Rechtezugriff im Hinblick auf weitere mögliche Verkäufe gesichert hat.

frame eleven redesignte Sendedesign für Bravo Sport TV

Im Auftrag des DSF realisierte frame eleven die neue Sendeverpackung und alle Grafikelemente für das Bravo Sport TV Magazin.

Im Auftrag des Deutschen SportFernsehen
DSF realisierte frame eleven die neue Sendeverpackung und alle
Grafikelemente für das Bravo Sport TV Magazin.
Bravo Sport TV ist das
Jugendmagazin im DSF und wird in Zusammenarbeit mit Europas grösster
Sportzeitschrift für Jugendliche produziert. Der Sendeopener zeichnet
sich durch einen raffinierten Bildmix aus packenden Sportszenen,
verschiedenen Röntgeneffekten und grafischen Elementen aus.
Das Magazin
wird alle 14 Tage ausgestrahlt und berichtet über spannende Themen aus
den Bereichen Fussball, Formel 1, Basketball oder Trend- & Funsport.

Vor der Kamera wie ein Profi agieren

MAZ mit neuem TV-Studio und zusätzlichen Seminarräumen.

MAZ mit neuem TV-Studio und zusätzlichen Seminarräumen. Wie wirke ich im Fernsehen? Komme ich
überzeugend und glaubhaft rüber? Diesen Fragen muss sich stellen, wer
in Kontakt mit den Medien steht. Im neuen TV-Studio des MAZ – der
Schweizer Journalistenschule – trainieren Wirtschafts-, Verbands- und
Verwaltungsleute den professionellen Medienauftritt künftig im Herzen
Luzerns, nur 200 Schritte vom Bahnhof entfernt.

René Zeller, Senior Consultant bei der Agentur Farner Consulting und
Hauptredner des Abends, warb für ein gegenseitiges Verständnis von
Journalisten und PR-Leuten. Wenn Journalisten besser wüssten, «wie PR
effektiv funktioniert, könnten sie Kampagnen leichter einordnen, näher
an die Quellen rücken, Partikularinteressen erkennen und so letztlich
ihre eigene Position stärken». Dafür brauche es fundierte Ausbildungen,
wie sie das MAZ anbiete. Im professionellen Umgang von Journalisten und
PR-Verantwortlichen seien «Berührungsängste oder gar Schallmauern fehl
am Platz», sagte Zeller, der seine Rede mit der Frage übertitelte:
«Journalismus und PR – wie Hund und Katz?»

Am Eröffnungsabend probten die Moderatoren Hugo Bigi (Tele Züri) und
Patrick Rohr (Quer, SF DRS) spontane Interviews und Statements mit den
Gästen – Absolventinnen und Absolventen des Nachdiplomkurses
Professionelle Medienarbeit, Behörden- und Wirtschaftsvertreter sowie
Gremienmitglieder des MAZ.

Mit der Eröffnung des TV-Studios konzentriert die Schweizer
Journalistenschule nun all ihre Kräfte an der Murbacherstrasse. Der
Aus- und Umbau des 4.Stocks ging in 4 Monaten über die Bühne. Neben dem
TV-Studio und einem kleineren Trainingsstudio stehen dem MAZ dort nun
drei weitere Seminarräume zur Verfügung – als Ergänzung zu den
Haupträumen im 1. und 2. Stock. Die Ära «Villa Krämerstein» ist damit
definitiv zu Ende.

Scholz & Friends Zürich gewinnt Velo.com

Neben der Dachmarke des Hersteller- und Designerpools sollen auch die Submarken GT und MTB Cycles gestärkt werden.

Das Zürcher Büro des internationalen
Agenturnetzwerks Scholz & Friends hat in einem Pitch den Gesamtetat
der Marke Velo.com gewonnen. Entscheidend sei das von Scholz &
Friends entwickelte Markenkommunikationskonzept gewesen, teilte George
Merahtzakis, Geschäftsführer Velo.com, in einem Communiqué mit. Geplant
ist die Neupositionierung der Dachmarke Velo.com. Zugleich wird die
Etablierung und Schärfung der Sub-Marken GT und MTB Cycles ein
zentraler Punkt innerhalb der neuen Kampagne sein. Ein erster Auftritt
für Velo.com wurde bereits für die Fahrradmesse in Friedrichshafen
kreiert. Alle weiteren Massnahmen werden Anfang 2006 starten. Der
Auftraggeber Velo.com fungiert als Hersteller- und Designerpool für
innovative Velomarken und integriert diese in neuartige
Vertriebsplattformen.

«Zürcher Verlagshäuser haben im Ostaargau nichts zu suchen!»

In der Sonderbeilage der Aargauer Zeitung zur Eröffnung des AZ Medienhauses zeigt sich Verleger Peter Wanner kämpferisch.

Die Aargauer Zeitung feierte die Eröffnung
des AZ Medienhauses am Donnerstag mit einer Vier-Bund-Sonderbeilage.
Der neue Hauptsitz der AZ Medien Gruppe in Aarau wurde von Verleger
Peter Wanner auf eigene Rechnung erbaut, die Gruppe ist darin nur eine
von mehreren Mietparteien. Nicht eingezogen ist die Zentralredaktion
der Aargauer Zeitung. Warum sie in Baden verbleibt, erläutert Wanner
selbst in der Beilage. Eine «Entblössung des Standortes Baden» wäre
strategisch grundfalsch, glaubt der Verleger. Durch die Präsenz der
Zentralredaktion zeige man «gegenüber Zürich ostentativ, wer hier zu
Hause ist und dass die Zürcher Verlagshäuser im Ostaargau nichts zu
suchen haben». Diese publizistisch-verlegerische Strategie sei bisher
sehr gut aufgegangen und werde weiter verfolgt, so Wanner.

Le Matin kassiert mit Sudoku

Die Westschweizer Tageszeitung verkauft über 150'000 Rätselbücher und plant eine TV-Sendung.

«Dieses Jahr werden wir eine Million
Franken Umsatz machen mit Sudoku-Produkten», sagt Theo Bouchat,
Direktor von Le Matin. Über 150’000 Bücher mit den japanischen
Zahlenrätseln hat die Edipresse-Tageszeitung schon verkauft, wie
L’Hebdo berichtet. Ein Exemplar mit 50 Zahlengittern ist am Kiosk für 6
Franken erhältlich. Das Geschäft blüht und soll noch ausgedehnt werden,
Varianten mit Buchstaben oder mehreren Gittern sind ebenso geplant wie
eine Lightversion für Kinder – und sogar eine TV-Sendung in
Zusammenarbeit mit dem Westschweizer Fernsehen TSR, die voraussichtlich
im November und Dezember ausgestrahlt wird. Solange das Interesse im
Publikum anhält, sind die Möglichkeiten schier endlos: Gemäss L’Hebdo
gibt es insgesamt 10 hoch 50 verschiedene Sudoku-Rätsel – das ist mehr
als eine Quatrillion Quatrillionen.

Metro in Spanien auf dem Vormarsch

Der Gratiszeitungsverlag lancierte diese Woche seine 59. Ausgabe.

Der Pendlerzeitungsverlag Metro lancierte
diese Woche seine 59. Ausgabe und seine 11. in Spanien. Sie wird – als
nationale Ausgabe – in acht
spanischen Städten auf dem Festland und auf Mallorca verteilt. Nach
eigenen Angaben ist Metro damit in über 30 Städten und in 12 der 17
spanischen Regionen präsent und erreicht 67 % der Bevölkerung, was rund
1,8 Millionen Lesern
entspricht. Damit ist das Gratisblatt die meistverbreitete Zeitung
in Spanien. Letzte Woche wurde ausserdem Metro
Barcelona in eine regionale Ausgabe für ganz Katalonien umgewandelt.

Tamedia startet einen elektronischen Kleinanzeiger

Tamedia lanciert mit Piazza.ch einen neuen elektronischen Marktplatz. Die Inserate sind bis auf weiteres gratis.

Tamedia lanciert mit Piazza.ch einen neuen
elektronischen Marktplatz. Die Site ist ein virtueller Kleinanzeiger
und ermöglicht Geschäftskunden und Privatpersonen, Neu- und
Gebrauchtwaren im Internet anzubieten. Da Piazza.ch zwischen Käufern
und Verkäufern vermittelt, werden im Gegensatz zu Auktionsplattformen
keine Verkaufsprovisionen fällig, wie das Medienhaus in einer
Mitteilung schreibt. Zur Einführung sind die Inserate bis auf weiteres
gratis. In den Teilbereichen Immobilien, Stellen und Dating arbeitet
die neue Page mit den bestehenden Tamedia-Plattformen Homegate.ch,
Jobwinner.ch und Partnerwinner.ch zusammen. Die Betreiberin Piazza AG
ist dem Bereich «Elektronische Medien» angegliedert und wird von Marcel
Sennhauser geleitet.

Richterich & Partner vertritt Edelman in der Schweiz

Die internationale PR-Agentur Edelman kürt Richterich & Partner zur Vertretung in der Schweiz.

Die internationale PR-Agentur Edelman hat
sich Richterich & Partner als exklusiven Partner in der Schweiz
ausgesucht. «Der Schweizer Markt hat für uns und unsere Kunden eine
hohe Bedeutung. Die Partnerschaft mit Richterich & Partner
erschliesst uns ein erstklassiges Potenzial in einem Markt, der das
höchste Pro-Kopf-Einkommen Europas verzeichnet», kommentiert David
Brain, Präsident von Edelman Europe, die Wahl in einer Mitteilung.
Richterich & Partner ist ein inhabergeführtes Unternehmen und seit
rund sieben Jahren im Schweizer Markt. Die Agentur erwartet im
deutschsprachigen Raum eine enge Zusammenarbeit mit Edelman Deutschland.

NW1-Aktionär Heeb droht mit Angriff auf Telebasel

Die Baselbieter Regierung fordert in einem Schreiben an das Bakom eine weitgehende Zusammenlegung der Regionalsender Telebasel und NW1.

Die Baselbieter Regierung fordert in einem
Schreiben an das Bakom eine weitgehende Zusammenlegung der
Regionalsender Telebasel und NW1. Gemäss der Basler Zeitung war der Anlass eine routinemässige
Anhörung, die das Bundesamt durchführte, weil die Konzession von
Telebasel ausläuft. Der Regierungsrat von Baselland wünscht laut BaZ, dass Telebasel und NW1 «kurzfristige
Kooperationsmöglichkeiten» prüfen, «vertrauensbildende Massnahmen»
einleiten und so bald als möglich «Aktivitäten im Hinblick auf eine
echte regionale Trägerschaft» unternehmen sollen. Der Vorstoss wird mit
den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen begründet, die ab 2009 zu
erwarten sind. Gebührengelder soll es dann nur noch für einen Sender
pro Region geben. NW1, ursprünglich nur im Baselbiet verbreitet, 
hatte vor rund einem Jahr freiwillig auf den Anspruch auf
Gebührengelder verzichtet. Im Gegenzug erhielt der Sender Zugang zur
Stadt Basel.
Die Mehrheitsaktionärin des Kanals, Elektra Birseck Münchenstein (EBM),
hat aber zunehmende Schwierigkeiten, die Verluste im TV-Business
gegenüber den Energiekunden zu rechtfertigen. Die EBM ist zwar eine
unabhängige Genossenschaft, ihr ehemaliger Vizedirektor Adrian Ballmer
sitzt heute aber als Finanzminister in der Baselbieter Regierung. Er
traf sich mit dem Stadtbasler Regierungsrat Ralph Lewin zu einem
Gespräch über die Zukunft der Regionalsender. Lewin schwebt laut der BaZ allerdings
eine andere Lösung vor: Die Trägerschaft von Telebasel solle erweitert
werden, um die Baselbieter Interessen stärker zu berücksichtigen. Die Rolle von NW1 sieht er
allenfalls im Aufbereiten zusätzlicher Programme für das lokale
Publikum.
Christian Heeb, der zweite grosse Aktionär (40 %) von NW1, drängt laut
Baz ebenfalls auf eine verstärkte Kooperation mit dem Stadtsender. Wenn
keine Einigung zustande komme, werde NW1 trotz der früheren
Versprechen ein Gesuch auf Gebührengelder stellen. Ausserdem droht
Heeb, Telebasel mit einem finanzkräftigen Partner frontal anzugreifen.
Wer dieser Investor sein könnte, gab Heeb nicht preis.
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