Luxus tickt im Takt des Guten

Uhren Die Genfer Uhrenmarke Baume & Mercier tut Gutes mit Prominenten und redet davon.

Uhren Die Genfer Uhrenmarke Baume &
Mercier wechselt nach etwas über einem Jahr ihre alte durch eine neue
Werbekampagne mit karitativem Ziel ab. Eine weitere Plattform für
Celebrity Endorsement?Sie heissen Brad Pitt, Nicole Kidman,
Charlize Theron, Uma Thurman, John Travolta, Pierce Brosnan, Kiefer
Sutherland oder Meg Ryan. Alle bekannt aus Kino und TV – und der
Uhrenwerbung. Doch für welche Marke welcher Filmstar mit seiner
Bekanntheit und seinem  Charisma hinsteht und vor allem weshalb,
ist immer schwieriger zu sagen. Die Liste der Leinwandheroen, die im
Nebenverdienst als Botschafter von Uhrenmarken auftreten, wird nämlich
immer länger. Nimmt man jene der Sportlerinnen und anderen VIPs hinzu,
wird sie nahezu unüberblickbar.
Seit neuestem wirbt auch die Genfer Traditionsmarke Baume & Mercier
(B&M) des Luxusgüterkonzerns Richemont mit diesem Konzept.
Überraschend dabei: Erst im Frühling 2004 hatte B&M von der
Produkte- zu einer Imagekampagne gewechselt, die klar langfristig
deklinierbare Merkmale aufwies. Das Konzept «The tick-tock you feel
inside» stellte die Uhr in Verbindung mit Situationen intensiver
Gefühle. «Es sind diese Gefühle, welche die Brand-Philosophie, die
Uhren selbst und die Kundennähe prägen», sagte damals CEO Michel Nieto.
Im laufenden Jubiläumsjahr besann er sich jedoch auf einen alten, stark
verankerten Slogan für die Uhr mit dem Balancesymbol Phi im Logo –
Balance zwischen Tradition und Moderne: «Baume & Mercier & Me».

Keine Show-off-Marke
Als tragendes Element des neuen Werbeauftritts sieht er das Thema Nähe,
das nicht nur durch die Marken verkörpernden Persönlichkeiten erlebbar
gemacht wird, sondern durch die Unterstützung von Projekten im
humanitären Bereich. So sollen beispielsweise Schulbildung für
benachteiligte Kinder, Krebsforschung oder Umweltschutzprojekte durch
die ersten beiden B&M-Repräsentanten glaubwürdig und unverfälscht
gefördert werden. Genau darin macht Nieto den grossen Unterschied zu
den anderen Uhren-Testimonials aus. Denn neben Meg Ryan und Kiefer
Sutherland stellen auch die renommierten Fotografen James White und
Robert Maxwell ihren Bekanntheitsgrad für die Wohltätigkeitskampagne
von B&M zur Verfügung. Auch in der Visualisierung kontrastiere
seine Kampagne mit jenen der Konkurrenz, meint Nieto. Beide
Schauspieler halten ihre Zeitmesser nicht demonstrativ ins Bild, wie
dies häufig bei den anderen Marken gemacht wird. Bei B&M erkennt
man das Modell am Handgelenk denn auch nicht und kompensiert dies mit
einer grossen Produktaufnahme.
Dass die Marke mit ihrem karitativen Projekt und gerade diese
Schauspieler zusammengefunden haben, liege auch auf der Hand, so der
B&M-CEO. Beide, Meg Ryan, die für viele pure Natürlichkeit und
spontane Eleganz verkörpert, sowie Kiefer Sutherland, der als
bescheiden und charakterstark gilt, nutzten ihr Image schon sinnvoll zu
Gunsten diskriminierter Gruppen.
Genau so wie die Uhrenmarke bereits mehrfach in Verkaufsaktionen
humanitäre Organisationen unterstützt hat. Dieser neue Ansatz wird in
den Anzeigen nur beiläufig – auch mit einem Querverweis auf die
Homepage – kommuniziert. Mehr Wert legten die Fotografen auf das
stimmige Setting und eine Atmosphäre, die Behaglichkeit und menschliche Wärme ausstrahlt, welche die
Persönlichkeiten voll zur Geltung kommen lässt. Für das kommende Jahr
sind wieder zwei berühmte Köpfe mit einem ähnlichen Profil als
Aushängeschild für die Traditionsmarke vorgesehen.

Luca Aloisi

Radio Sunshine parodiert bundesrätliches Freizeitverhalten

Der Zentralschweizer Sender lanciert am 4. November eine neue Comedy-Serie.

Das Zentralschweizer Radio Sunshine
lanciert am 4. November eine neue Comedy-Serie. Im «Bundeshaus-Report»
nimmt Patric Schäfler jeweils am Freitag die Magistraten aufs Korn. Der
Sender möchte einen humoristischen Einblick in die Freizeit der
Bundesräte und der Bundesrätin bieten. Schäfler ist für den Text
verantwortlich und leiht den Figuren seine Stimme. Er hat bereits für
andere Radiostationen und das Schweizer Fernsehen als
Bundesratsparodist gewirkt.

Wilma hat sich beruhigt

Tourismus Newton 21 Switzerland will wieder mehr Gäste nach Kuba bringen.

Tourismus Newton 21 Switzerland will wieder mehr Gäste nach Kuba bringen. Falls die Natur nicht völlig aus dem
Gleichgewicht geraten ist, soll Ende Oktober gemäss Tradition die Zeit
der Hurrikane in der Karibik vorbei sein. «Wir hoffen auf einen guten
Herbst», meint jedenfalls Daniel Sánchez von Newton 21 Switzerland. Die
Zürcher Agentur ist vom kubanischen Verkehrsbüro mit einer neuen
Kampagne beauftragt worden. Auf der Zuckerinsel hat es nämlich noch
Platz für neue Touristen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der
Besucherstrom um rund neun Prozent zurückgegangen. «Einerseits hat das
kubanische Verkehrsbüro zwei Jahre lang keine Werbung mehr gemacht»,
erklärt Sánchez. Zum anderen wird als Folge der Wirtschaftslage ganz
allgemein bei den Ferien gespart, es gibt die Flugangst sowie in diesem
Jahr den bekannten Rekord an Hurrikanen.  
Dass Kuba auch andere Facetten hat, will jetzt Newton 21 mit einem Plakat und E-Boards sowie vor allem viel Eventmarketing bei den Tour-Operators
zeigen. Genau zum richtigen Zeitpunkt für die heute meist schnell
entschlossenen Bucher, denn die schönste Saison in Kuba fängt jetzt
gerade an.
Für die Reisebranche sind in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsbüro
diverse Veranstaltungen geplant, in denen auch viel Platz für eine
Party mit kubanischem Feeling eingebaut ist. Das Budget ist nicht
riesig. Wo im benachbarten Ausland zum Beispiel fünf verschiedene
Plakatsujets für Kuba werben, muss hier bei nur einem Hingucker
entsprechend mehr auf der persönlichen Schiene ablaufen.
Der richtige Job für Newton 21, denn als Spezialist für
Dialogkommunikation (Advertising, strategisches Event- und
Cross-Marketing) stehen bei dieser Agentur bei der strategischen
Vernetzung von bewährten klassischen Werbeformen mit Dialog die
Instrumente der erlebbaren Kommunikation jeweils stark im
Vordergrund. 
  

Andreas Panzeri

Europäische Quoten für Schweizer TV-Sender

Überregionale Fernsehsender in der Schweiz müssen künftig europäische Quoten in Bezug auf die Herkunft der ausgestrahlten Inhalte berücksichtigen.

Überregionale Fernsehsender in der Schweiz
müssen künftig europäische Quoten in Bezug auf die Produzenten und die
ausgestrahlten Inhalte berücksichtigen. Der Bundesrat hat eine
entsprechende Ergänzung der Radio- und Fernsehverordnung (RTVV)
vorgenommen, die auf das Media-Abkommen der Schweiz mit der EU
zurückgeht.

Gemäss den neuen Bestimmungen in der RTVV müssen die sprachregionalen,
nationalen und internationalen TV-Stationen den Hauptanteil ihrer
Sendezeit europäischen Werken vorbehalten und mindestens 10 Prozent des
Programmes von senderunabhängigen Produzenten beziehen. Die Quoten sind
keine absoluten Vorgaben: Sie müssen «im Rahmen des praktisch
Durchführbaren und mit angemessenen Mitteln» erreicht werden, wie es im
Verordnungstext heisst. Die Schweiz wird zudem alle zwei Jahre einen
Bericht über die Einhaltung der Quoten zu Handen der EU verfassen.

Die Kontrolle innerhalb des Landes obliegt dem Bakom und wird mittels
eines Reporting-Systems vollzogen, wie Bakom-Sprecher Bernhard Bürki
gegenüber der Werbewoche erklärte. «Der Hauptanteil der Sendungen muss
europäisch sein, das bedeutet mindestens 50 %. Wenn der Anteil höher
ausfällt, umso besser. Den Sendern wird aber Zeit gewährt, um die
Quoten umzusetzen», so Bürki. Wichtig sei in erster Linie, dass anhand
der jährlich eingereichten Berichte Fortschritte im Umsetzen der
Regelungen erkennbar seien. Bürki rechnet nicht damit, dass die
Umstellung den Sendern grosse Probleme bereiten wird. «Betroffen sind
ja nicht die regionalen Sender. Die sprachregionalen und nationalen
Kanäle weisen sowieso einen recht hohen Anteil an Eigenproduktionen
auf. Am ehesten betroffen von den neuen Richtlinien könnten
Pay-TV-Sender sein, die viele amerikanische Spielfilme zeigen.»

Das Media-Abkommen ist Teil des zweiten bilateralen
Verhandlungspaketes. Es verpflichtet die Schweiz, beim Fernsehen
europäisches Recht zu garantieren. Weitgehend ist dies allerdings
bereits der Fall. Die EU hatte nun die Übernahme der
Quoten-Bestimmungen zur Bedingung für den Abschluss des Abkommens
gemacht. Die Ratifizierung ist für den 1. Januar 2006 geplant.
Carole Scheidegger

Die Schweiz ist kein Sonderfall

Presseförderung Mit dem Wegfall der Auslandzuschläge verliert die Post Einnahmen. Erhöhungen der Tarife brauchen Verleger jedoch nicht zu fürchten.

Presseförderung Mit dem Wegfall der
Auslandzuschläge verliert die Post Einnahmen. Erhöhungen der Posttarife
brauchen Verleger jedoch nicht zu fürchten. In letzter Instanz vor der
Rekurskommission für Infrastruktur und Umwelt hat Tamedia in einem
Streitfall mit der Post Recht bekommen. Konkret ging es um einen
Taxzuschlag von 30 Rappen pro Exemplar bei der Zustellung der
Programmzeitschrift TV täglich, die einerseits verschiedenen
Zeitungstiteln beiliegt, andererseits aber auch als einzeln abonnierte
Exemplare selbstständig vertrieben werden. TV täglich, ein Joint
Venture von Tamedia und Ringier, wurde zwischenzeitlich in Deutschland
gedruckt, wie Tamedia-Sprecherin Eta Pavlovic bestätigt. Bedingt durch
die Einfuhr der Auflage aus Deutschland berechnete die Post dem
Verlagshaus den zusätzlichen Betrag von über 156 000 Franken, was
Tamedia im Sinne einer Gleichbehandlung mit anderen Schweizer Verlagen,
nicht begleichen wollte. Mit dem Urteil sind die rund 30 Verleger, die
im Ausland drucken, allen übrigen Schweizer Verlegern bei der
Zustellung ihrer Printerzeugnisse gleichgestellt. Der gelbe Riese wird
seine Praxis rückwirkend auf den 1. Oktober ändern.
Das Urteil ist vor dem Hintergrund der indirekten Presseförderung in
der Schweiz zu verstehen. Die Rekurskommission erkannte den so
genannten Druckzuschlag, ein Teil des Tarifkonzepts der Post, als
Verstoss gegen Artikel 15 des Postgesetzes sowie gegen das
Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und der EU.
Der Zuschlag macht sich bei grossen Auflagen rasch mit erklecklichen
Summen bemerkbar. Der Post entgehen nach dem Urteil erhebliche
Einnahmen. Die Schweizer Verleger brauchen deswegen jedoch keine
Erhöhung der Posttarife zu fürchten. «Für die Post hat das Urteil zwar
finanzielle Auswirkungen, aber sie wird deshalb ihre Preise nicht
erhöhen», erklärt Post-Sprecher Laurent Widmer auf Anfrage der
Werbewoche.
Was auffällt, ist die zeitliche Koinzidenz zwischen dem Verfahren und
einer Verlautbarung der EU-Kommission in Brüssel von Mitte Oktober, es
handle sich bei der indirekten Presseförderung in der Schweiz
möglicherweise um illegale staatliche Subventionen, die den Wettbewerb
mit ausländischen Zeitungen verzerre. Der Einwand bezieht sich jedoch
nur auf den erwähnten Postzuschlag, denn Presseförderung ist auch in
EU-Ländern gang und gäbe. «Ich bin überzeugt, dass die Rechtmässigkeit
von Artikel 15 des Postgesetzes nicht in Frage gestellt und die
Presseförderung mit dem Völkerrecht kompatibel ist», so der Kommentar
von Hanspeter Kellermüller, Rechtskonsulent des Verbandes Schweizer
Presse.  
Doch wie weiter? Am 15. Dezember stehen die Bedenken aus Brüssel auf
der Themenliste des Comité Mixte Schweiz–EU zum Freihandelsabkommen.
Doch das Problem dürfte sich innenpolitisch klären, denn die indirekte
Presseförderung, welche von Bund, Verlagen und Post zu gleichen Teilen
getragen wird, bereits 2007 ausläuft. Wie die Presse ab 2008 gefördert
werden soll, ist offen.    

René Worni

Hoch stehender Blödsinn

Kulturförderung Das Migros- Kulturprozent hat ein neues Kleintheater und lanciert es mit einem Heft und Anzeigen von Reinhold.

Kulturförderung Das Migros- Kulturprozent hat ein neues Kleintheater und lanciert es mit einem Heft und Anzeigen von Reinhold.«Ein Hoch auf die Kleinkunst», meint
Reinhold Weber. Seine Agenturküche darf sich mit dem
Migros-Kulturprozent zusammen über ein neues Theater für Kleinkunst
freuen. Nach einer halbjährigen Umbaupause ist das «Theater im
Hochhaus» am Migros-Hauptsitz in Zürich wieder neu eröffnet worden.
Viel modernste Elektronik soll jetzt die dort immer wieder neue Trends
setzende Kleinkunst noch grösser herausbringen. Um das dem geneigten
Publikum bekannt zu machen, haben die Kulturförderer am Limmatplatz
gleich ein ganzes Heft produziert.
Die einmalige Publikation ist in einer Auflage von 15000 Exemplaren
erschienen. Reinhold hat dazu zwei passende Anzeigen beigesteuert.
Motto: «Höherer Blödsinn für Hoch, das neue Promi-Magazin der Migros.»
Denn «als satirische Anwort auf alle Glücksposten, Galas oder Bunten»
ist die Zeitschrift Hoch unübersehbar im Stil der Promipostille Gala
gestaltet. In der ersten (und vorderhand letzten) Ausgabe von Hoch ist
unter anderem zu finden: Der Höchste der Migros, der neue Präsident
Herbert Bolliger himself, im Interview mit dem Kabarettisten Lorenz
Keiser, eine Home-Story mit Herrn Thiel («Ich bin nicht arrogant») oder
die Top-Story, in welcher die «Acapickels» sich als hemmungslose Luder
outen.
Ziemlich unverklemmt und satirisch sind auch die beiden Anzeigen,
welche die Werbeagentur dem Magazin beigesteuert hat.  Aufs Korn
genommen werden dabei im wahrsten Sinne des Wortes die
Cervelat-Prominenz sowie die Erfolgsmarke Migros Budget. «Für höheren
Blödsinn sind wir immer zu haben», meint dazu Reinhold Weber, «und für
tieferen natürlich auch.» Die Promipostille realisiert haben Christoph
Häring vom Migros-Kulturprozent zusammen mit den Chefredaktorinnen
Sandra Heer und Kerstin Camenisch und ihrem Hoch-Team.

Andreas Panzeri

Swisscom will mobiles TV verbessern

Telekommunikation Die Swisscom testet, ob sich TV und Internetsurfen via Handy erleichtern lassen.

Telekommunikation Die Swisscom testet, ob sich TV und Internetsurfen via Handy erleichtern lassen.Zwar kann man in der Schweiz mit
UMTS-Handys TV empfangen und im Internet surfen. Doch sobald mehrere
Menschen am selben Ort diese Angebote nutzen, kommt das Mobilfunknetz
rasch an seine Grenzen.
Die Swisscom will diese Probleme nun anpacken und führt bis Ende Jahr
in Bern einen Versuch mit dem neuen digitalen Standard DVB-H (Digital
Video Broadcasting-Handhelds) durch. DVB-H ist quasi der kleine Bruder
des terrestrischen digitalen Fernsehens (DVB-T) und wurde speziell zur
Verbreitung von Rundfunksignalen auf mobile Endgeräte entwickelt.
DVB-H, das ab Fernsehsendemast ausgestrahlt wird, kann von allen
genutzt werden, die sich innerhalb der Sendereichweite aufhalten. Den
rund 100 Testpersonen in Bern stehen nun auf einem Nokia Smartphone
gegen 26 Fernsehkanäle zur Verfügung, ebenso einige interaktive
Dienste. So können sie etwa via Handy die von den TV-Sendern
angebotenen Internetseiten abrufen. Der Schweizer Pilotversuch soll
gemäss Swisscom Informationen über die technologischen
Rahmenbedingungen für eine DVB-H-Realisierung in der Schweiz liefern.
Vergleichbare Versuche in Europa gab es bisher nur in Berlin und
Helsinki, weitere Tests laufen derzeit aber auch in Frankreich,
Grossbritannien, Italien und Spanien. (mk)

Erhaltung von Swissinfo mittels Motion bekräftigt

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrates unterstützt eine Motion von Ständerat Filippo Lombardi zur Erhaltung des Angebotes von Swissinfo.

Die Kommission für Verkehr und
Fernmeldewesen (KVF) des Nationalrates unterstützt eine Motion von
Ständerat
Filippo Lombardi zur Erhaltung des Angebotes von Swissinfo. Die Motion
vom 18. März 2005 verlangt vom Bundesrat, die SRG
weiterhin auf ein publizistisches Angebot für das Ausland zu
verpflichten. Der Ständerat hat sie im Juni bereits entgegen dem Antrag
des Bundesrates angenommen. In der
Beratung des neuen Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG) haben sich beide
Räte für eine Beteiligung des Bundes an den Kosten für Swissinfo
ausgesprochen. Bei der Ausgestaltung bestehen jedoch
unterschiedliche Ansichten. Der Nationalrat möchte die Abgeltung auf
die
Hälfte der Kosten festlegen, während der Ständerat bevorzugt, dass der
Bundesrat
den Umfang der Abgeltung mit der SRG
vereinbart.Parallel zu der RTVG-Beratung beantragt
die KVF dem Nationalrat jetzt mit 16 zu 6 Stimmen die Annahme der Swissinfo-Motion. Damit möchte
sie laut Mitteilung zum Ausdruck bringen, dass die finanziellen Mittel für das von
beiden Räten gewünschte Angebot auch zur Verfügung gestellt werden
müssen.

MitLinks verstärkt Beratung

Christian Klinner wird neu als Berater bei der Zürcher Internetagentur MitLinks tätig sein.

Die Zürcher Internetagentur MitLinks baut
Ihr Beratungsteam aus. Christian Klinner wird neu als Berater tätig
sein. Neben klassischen Online-Projekten umfasst sein neues
Aufgabengebiet in erster Linie Online-Marketing Massnahmen. Klinner war
zuvor Kommunikationsberater bei T’NT Events und Matter & Partner
sowie Mitbegründer des Newsletters Ron Orp’s Mail.

TPC kauft HDTV-Übertragungswagen

Was in den USA und Japan bereits zum Alltag gehört, soll auch in der Schweiz Standard werden. Das TV Productioncenter Zürich führt hochauflösendes Fernsehen ein.

Was in den USA und Japan bereits zum
Alltag gehört, soll auch in der Schweiz Standard werden. Das TV
Productioncenter Zürich (TPC) führt hochauflösendes Fernsehen (High
Definition TV, HDTV) ein. Dank der neuen Übertragungstechnik soll die
Qualität der Fernsehbilder verbessert werden. Mit einem
Multiformat-HDTV-Übertragungswagen (genannt HD-1) vollzieht das TPC den
ersten Schritt in die hochauflösende Zukunft, wie die SRG-Tochter am Dienstag mitteilte.
Der neue Übertragungswagen, der gemeinsam mit Sony entwickelt wurde,
verfügt über 12 Kameras, kann aber auf 24 Kameras ausgebaut
werden. Für Bild- und Tonregie sowie Produktionstechnik stehen
Arbeitsplätze für bis zu 22 Personen zur Verfügung.
Obwohl noch gar keine entsprechenden Empfangsgeräte auf dem Markt sind, werden in der Schweiz bereits
heute rund 70 Tage pro Jahr in HD produziert. Bis anhin musste das TPC
solche Aufträge der Konkurrenz überlassen. Von der Einführung
des HDTV-Standards verspricht sich das Unternehmen darum eine Stärkung der
Wettbewerbsfähigkeit in einem wachsenden Markt. In den nächsten Wochen
beginnt das TPC mit der Realisation von Produktionen gemäss
HDTV-Standard. Geplant sind Aufzeichnungen von Klassikkonzerten und
Opern. Auch bei grossen Sportanlässen wie der Fussball-Weltmeisterschaft in
Deutschland oder der Euro 2008 soll in HD produziert werden. Der grösste
Teil der TV-Produktionen in der wird jedoch noch mehrere Jahre
mit der bisherigen Technik realisiert.

Lukas Rüttimann verlässt RockStar

Der Chefredaktor des Musik-Magazins hat eine Vertragsverlängerung abgelehnt.

Lukas Rüttimann, Chefredaktor von
RockStar, verlässt das Musik-Magazin per Ende Jahr. «Nach meiner
zweijährigen Aufbauarbeit für das Projekt habe ich mich dazu
entschieden, die Option für ein weiteres Jahr RockStar auszuschlagen»,
erklärt Rüttimann gegenüber dem Newsdienst Persoenlich.com. Gemäss Rüttimann haben
bereits Gespräche über seine Zukunft stattgefunden. Für Konkretes sei
es derzeit aber noch zu früh.

APG verkauft 4000 Bären-Plakate

Die Eigenwerbekampagne «Der Bär ist los» sorgte für Rekord-Bestellungen und eine erkleckliche Spende an die Glückskette.

Die Plakate der APG-Kampagne «Der Bär ist
los» sind in der Öffentlichkeit auf grosses Interesse gestossen. Laut
einer Pressemitteilung sind rund 4000 Plakate im Format 89,5 x 128 cm
an Schulen, an Kantinen, für öffentliche Gebäude und unzählige Private
ausgeliefert worden. «Eine derartige Flut von Bestellungen für Plakate
haben wir noch nie erlebt, wir mussten eine Mitarbeiterin während vier
Wochen für die administrative Verarbeitung der eingegangenen
Bestellungen freistellen», kommentiert Marktingleiter Roger Möschler.
Den Erlös von rund 40’000 Franken aus dem Verkauf der Bären-Plakate
überweist die APG der Glückkette für die
Geschädigten der Unwetter in der Schweiz. Zu der Spende beigetragen hat
auch JCM Offsetdruck in Schlieren, die sämtliche Versandkosten
übernommen hat.
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