Le Matin Bleu startete schon mit Konkurrenz

Die Satirezeitschrift La Distinction und die alternative Tageszeitung Le Courrier brachten eine Gratiszeitungs-Parodie unters Volk.

Dem Deutschschweizer Rivalen 20 Minuten
ist Le Matin Bleu mit seinem Launch am Montag zwar um einige Monate
zuvorgekommen. Dennoch musste sich die Edipresse-Gratiszeitung an den
Bahnhöfen von Genf und Lausanne bereits einem Konkurrenten stellen, wie
Le Temps berichtet: Die Satirezeitschrift La Distinction
veröffentlichte eine Parodie auf 20 Minuten und liess sie von
Kolporteuren lauthals unters Volk bringen. Das Blättchen mit dem Namenn
«00 zéro absolu» wurde am Samstag und Montag zudem der alternativen
Genfer Tageszeitung Le Courrier beigelegt. «Gratiszeitungen: Die Ware
sind Sie!» heisst es auf dem Titelblatt der Parodie. Auf der Website
von La Distinction sind zudem Werbeaushänge abgebildet mit Slogans wie
«Eine Zeitung ohne Wert für die Meinungslosen».

Extra Bern bereitet Relaunch durch Entlassungen vor

Das Lokalradio plant für nächstes Jahr eine Neupositionierung und passt sein Moderationsteam an.

Der Lokalsender Radio Extra Bern hat die
Moderatoren Stefan Eggli und Christoph Stöckli sowie den
Moderationsleiter Rolf Blaser entlassen. «Man sagte uns, die Entlassung
habe nichts mit unserer Leistung zu tun. Aber der Sender brauche eine
Neupositionierung mit einer anderen Mannschaft», berichtete Eggli
gegenüber 20 Minuten. Senderchef Marc Friedli bestätigte dies: Man
passe im 1. Semester 2006 das Programm an. Gegenüber der
Nachrichtenagentur SDA führte er weiter aus, die Neupositionierung
erfolge im Zusammenhang mit den unbefriedigenden Hörerzahlen und sei
zwingend mit einer Neubesetzung des Moderationsteams verbunden.

Radio-Angestellte demonstrieren gegen Stellenabbau

Der geplante Stellenabbau beim Westschweizer Radio (RSR) stösst bei den Angestellten auf Unverständnis.

Der geplante Stellenabbau beim
Westschweizer Radio (RSR) stösst bei den Angestellten auf
Unverständnis. Rund 100 Angestellte haben am Dienstag gegen den Abbau
von 30 Vollzeitstellen demonstriert, wie die SDA berichtete. Grund für
die Sparmassnahmen ist ein Szenario der SRG, die wegen dem in der
Revision befindlichen Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) bis 2010
Einnahmenausfälle von bis zu 160 Millionen Franken erwartet. Der
Sparbedarf beim  Westschweizer Radio wird auf 4,7 Millionen
Franken geschätzt. Die Angestellten kritisierten die Abbaumassnahmen
als voreilig und unverhältnismässig. Voreilig seien die Pläne, weil das
RTVG noch nicht zu Ende beraten sei, und übertrieben, da es zur SRG
keine «vertrauenswürdigen» Zahlen gebe, erklärte Marc Giouse, Präsident
der Lausanner Sektion der Mediengewerkschaft SSM.

Swiss Radio Pool baut aus

Zum Kombi gehören neu auch Argovia, 32 und Grischa.

Der Swiss Radio Pool startet verstärkt ins
2006. Zum Werbekombi kommen neu Radio Argovia, Radio 32 sowie Radio
Grischa hinzu. Mit dieser Ergänzung werde dem Wunsch der
Werbeauftraggeber nach einfacheren Angeboten in den bedeutenden
Wirtschaftsgebieten Rechnung getragen, heisst es in einer
Mitteilung. Swiss Radio Pool bietet ab 2006 mit dem neuen «City
Plus»-Angebot eine breitere Abdeckung der Deutschschweiz.

cR Kommunikation stockt auf

Susanne Bargel verstärkt das Team der Agentur als PR-Beraterin.

Susanne Bargel verstärkt per 15. November
das Team von cR Kommunikation. Bargel war zuletzt bei Swisscom IT
Services tätig, wo sie die Abteilung Public Relations aufgebaut und
geleitet hat. Ihre fachlichen Schwerpunkte liegen im Bereich Corporate
Communication, Krisenkommunikation, Change Communication und Interne
Kommunikation. Bei cR Kommunikation verstärkt sie das IT-Beratungsteam
und ist verantwortlich für die Führung von Kundenmandaten sowie die
Betreuung von Projektteams.

Swisscom startet Pilotversuch für mobiles Fernsehen

Rund 100 Personen testen derzeit in Bern für Swisscom den Standard DVB-H.

Rund 100 Personen testen derzeit in Bern
eine neue Technologie für den TV-Empfang auf Mobiltelefonen. Ihnen
stehen während drei Monaten 26 verschiedene Fernsehkanäle sowie erste
interaktive Dienste zur Auswahl. Swisscom Broadcast und Swisscom Mobile
führen den technisch ausgerichteten Pilotversuch mit DVB-H (Digital
Video Broadcasting – Handhelds) bis Ende Jahr durch. Der neue Standard
wurde speziell zur Verbreitung von Rundfunksignalen auf mobile,
digitale Handheld-Endgeräte entwickelt. Der Test soll insbesondere
Informationen über die technologischen Rahmenbedingungen für eine
Realisierung in der Schweiz liefern. Vergleichbare Versuche wurden in
Europa bisher nur in Berlin und Helsinki durchgeführt; seit September
wird DVB-H auch in Italien, Frankreich, Grossbritannien und Spanien
getestet.

Crossmedia unter der Experten-Lupe

Die Fachhochschule Lausanne und Hannes Zaugg laden zu einer Podiumsrunde, die dem Trendbegriff auf den Zahn fühlt.

Ist Crossmedia der Schlüsselbegriff für
die Zukunft der Medienbranche? Je nach Standpunkt und Erwartungen
unterscheiden sich die Ansichten der Experten. Die Fachhochschule
Lausanne und Hannes Zaugg von der Media Research Group veranstalten am
Donnerstag, 24. November 2005, im Zürcher Technopark ein Gespräch mit
Meinungsführern aus der Kommunikationsindustrie, die ihre
Crossmedia-Sicht darlegen. Unter der Leitung von Urs Gossweiler
(Multimedia-Pionier und innovativer Verleger) formulieren anschliessend
Hanspeter Lebrument (Präsident der Schweizer Presse), Otto Meier (CEO
Publicitas Schweiz), Andreas Siedler (Fachhochschule Lausanne) und
Jürgen Weber (Leiter Crossmedia-Center Ringier) die Anforderungen für
Crossmedia-Anbieter. Anmelden kann man sich unter Print.ch.

Direktor von Swiss TXT tritt ab

Max Frei wird frühzeitig pensioniert. Designierter Nachfolger ist sein bisheriger Stellvertreter Beat Schneider.

Max Frei, Direktor von Swiss TXT, lässt sich
frühzeitig pensionieren. Frei hat die Funktion des Direktors bei Swiss
TXT in den letzten vier Jahren ausgeübt. Der Teletext der SRG konnte dank Frei
nicht nur im klassischen Kanal auf dem TV-Bildschirm, sondern auch über
die neuen Kanäle Internet und Mobile regelmässig neue Nutzerrekorde
verzeichnen, wie es in einer Pressemitteilung heisst. Zuvor war Frei
Verlagsleiter im Range eines Direktors bei Hallwag. Der designierte
Nachfolger von Max Frei ist Beat Schneider. Er ist der bisherige
stellvertretende Direktor sowie Leiter Human Resources und
Organisationsentwicklung von Swiss TXT.

Lucky Strike Junior Designer Award 2005: Viel Fantasie, wenig Praxisnähe

Die Raymond Loewy Foundation Switzerland verleiht am 23. November zum fünften Mal den mit 30’000 Franken dotierten Nachwuchspreis für Designer.

Die Raymond Loewy Foundation Switzerland
verleiht am 23. November zum 5. Mal den mit 30’000 Franken
dotierten Lucky Strike Junior Designer Award. Die Jury hat aus 104
eingereichten Abschlussarbeiten an Schweizer Hochschulen neun Projekte
für den Förderpreis nominiert. Die Lausanner Designschule ECAL ist zum
5. Mal in Folge die erfolgreichste Hochschule, wie es in einer
Pressemitteilung heisst. Die Nominierten sind mehrheitlich Frauen. Nur
gerade ein Designer schaffte es unter die besten Nachwuchskräfte. Laut
der Jury sind die diesjährigen Eingaben konzeptionell besser
dokumentiert. Die inhaltliche Vielfalt und Intelligenz vieler Arbeiten
sei erfrischend, heisst es weiter. Praxisnahe,
kommerzialisierbare Projekte gab es unter den Diplomarbeiten nur
vereinzelt.
Nominiert sind Nadine Andrey (ECAL Lausanne, «Der Raum»), Fabienne
Burri  (HGK Luzern, «Multifunktionale Grafik»), Yann Gross (ECAL
Lausanne, «Horizonville»), Noémie Gygax (ECAL Lausanne, «Individuelle
Versus Pluriel»), Barbara Hahn und Christine Zimmermann (Hochschule der
Künste Bern, «Von B und C»), Francisca Hüsser (HGK Basel, «Suit Case»),
Andréa Knecht (ECAL Lausanne, «Tactile – Une ample utilisation de
matériaux»), Pascale Osterwalder (HGK Zürich, «Wolfspur –
Visualisierung eines Unsichtbaren») sowie Andrea Sommer (HGK Basel,
«Are you cool, Helen?»). Die Preisverleihung und die Vernissage aller
nominierten Arbeiten finden am 23. November 2005 an der Ecole des arts
décoratifs, 2 rue Necker, in Genf statt.

Aegis lässt WPP Deadline für Kaufangebot setzen

Auf Anordnung des Takeover Panels müssen die Werbeholding und die Investmentfirma Hellman & Friedman bis 25. November klarstellen, ob sie ein Übernahmeangebot für Aegis abgeben wollen.

Bis am 25. November müssen die
Investmentfirma Hellman & Friedman (H&F) und die Werbeholding
WPP klarstellen, ob sie ein Übernahmeangebot für Aegis abgeben wollen.
Das hat das britische Takeover Panel auf Antrag der Media- und
Marktforschungsgruppe entschieden. Das nicht-staatliche Takeover Panel
wacht über die Einhaltung des Code of Conduct an der Londoner Börse.
Sollten sich H&F und WPP gegen eine Offerte entscheiden, sind sie
daran für sechs Monate gebunden. Sie können allerdings in ihrem
Statement Ausnahmefälle definieren oder später wesentliche Änderungen
der Situation geltend machen. Die beiden Partner haben Anfang Oktober
Gespräche mit Aegis über eine mögliche Übernahme aufgenommen. Dabei ist
WPP vor allem an Synovate, dem Forschungsarm der Gruppe, interessiert,
während die Mediaagentur Carat wohl bei H&F verbleiben bzw.
weiterverkauft würde. Unterdessen hat der französische Investor Vincent
Bolloré seine Beteiligung an Aegis auf 20,8 % ausgebaut. Laut
Advertising Age kann er damit mit diesem Anteil eine Absetzung der
Gruppe von der Londoner Börse verhindern, ausserordentliche
Aktionärsversammlungen einberufen und Abstimmungen über bestimmte
Angelegenheiten verlangen. Ab 30 % müsste er nach britischem Gesetz ein
allgemeines Übernahmeangebot machen.

Coop-Zeitung verkauft Antarktis-Reise in Rekordzeit

Der erste Ausflug der Mitgliederzeitung ins Hochpreis-Segment erwies sich als Vollerfolg.

Im Rahmen ihrer regelmässigen Leserreisen
hat die Coop Zeitung in der Ausgabe 42 vom 19. Oktober eine Leserreise in die Antarktis – in Begleitung von Wettermann Thomas Bucheli und Fernsehjournalist
Erich Gysling –  angeboten. Innerhalb von fünf Tagen
war das Kontingent von 170 Plätzen ausverkauft, wie Anzeigenleiter Karlfrieder Fuchs mitteilte. Es ist die erste
Leserreise, die die Coop Presse im Hochpreis-Segment veranstaltet. Die
günstigste Kategorie für die 23-tägige Reise kostet 9610 Euro, also
über 15’000 Franken. Das teuerste Angebot kostet 19’240 Euro respektive
30’000 Franken. Bisher wurden in der Coop Zeitung vor allem günstige Pauschal- und Carreisen angeboten.

DS Photographers vertritt neu Fotografenkollektiv Magnum

Sämtliche Magnum-Mitglieder können ab 1. November bei DS Photographers gebucht werden.

Ab 1. November übernimmt DS Photographers
die offizielle Schweizer Vertretung des Magnum Fotografenkollektivs.
Somit können ab sofort sämtliche Magnum-Mitglieder über die Agentur
gebucht werden. Im Vordergrund stehen dabei die 30 Fotografen, die sich
auf Werbefotografie spezialisiert haben, wie zum Beispiel Martin Parr,
Bruce Davidson und Peter Marlow sowie Shootingstars wie Mark Power oder
Jim Goldberg. Für die Agentur bedeute das Mandat eine grosse Ehre, sagt
Inhaberin Danielle Stutz, denn die Werke des Magnum-Kollektivs haben
Zeitgeschichte geschrieben. Magnum-Photos wurde 1947 von Robert Capa,
Henri Cartier-Bresson, George Rodger und David Seymour gegründet und
umfasst unterdessen 60 Mitglieder.
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