«Tagesschau» rund um die Uhr auf dem Handy

Swisscom Mobile-Kunden können ab 8. November mit Replay-TV auch Wiederholungen, Zusammenfassungen und Höhepunkte einiger Sendungen schauen.

Swisscom Mobile erweitert das Angebot von Fernsehen für Mobiltelefone. Swisscom-Kunden können mit
Replay-TV neu auch Wiederholungen, Zusammenfassungen und Höhepunkte einiger Sendungen
schauen. Als erste Formate werden Sendungen von SF DRS und
Sat.1/ProSieben angeboten. Die «Tagesschau» und «Meteo» werden
ganztägig als Wiederholungen zur Verfügung gestellt, wie einer
Mitteilung zu entnehmen ist. Das Angebot an Replay-TV-Formaten
soll laufend ausgebaut werden. Unter anderem sollen demnächst Sendungen
von HBO und Disney verfügbar sein. In Vorbereitung ist ferner ein Kanal für die Uefa
Champions League. Im Ausland ist die Nutzung von Replay-TV
nicht möglich.

Alexander Jaggy wird Teilhaber von Jung von Matt/Limmat

Ab Januar 2006 wird der Kreativchef dritter Aktionär der Agentur.

Alexander Jaggy beteiligt sich per 1.
Januar 2006 als Aktionär an der Zürcher Agentur Jung von Matt/Limmat.
So werden die Aktien neu zwischen dem Geschäftsführer Dominique von
Matt, dem Executive Creative Director Alexander Jaggy und der Jung von
Matt AG in Hamburg aufgeteilt. Von Matt hält jedoch weiterhin eine
Mehrheitsbeteiligung. «Die Partnerschaft ist eine logische Konsequenz
aus der erfolgreichen Zusammenarbeit in den letzten Jahren und unseren
ehrgeizigen Zielen für die Zukunft», erklärt von Matt. Jaggy ist seit
2001 als Kreativchef bei der Agentur tätig. Zuvor arbeitete er unter
anderem bei GGK Zürich, bei Springer & Jacoby und Jung von Matt in
Hamburg sowie bei Springer & Jacoby London.

Medien-Award 2005 geht an EJO

Der Medien-Award des Vereins Qualität im Journalismus geht dieses Jahr an das European Journalism Observatory (EJO) der Universität Lugano.

Der Medien-Award des Vereins Qualität im
Journalismus geht dieses Jahr an das European Journalism Observatory
(EJO) der Universität Lugano. Der Preis wurde dieses Jahr zum dritten
Mal vergeben und zeichnet Initiativen der Qualitätssicherung aus. Das
Institut betreibt Medienforschung, kümmert sich aber hauptsächlich um
den Forschungstransfer und arbeitet mit Medienredaktionen zusammen. EJO
veröffentlicht die journalistischen Arbeiten auf seiner Website in
Deutsch, Italienisch und Englisch. Somit baue das Institut in Lugano
Brücken innerhalb Europas und erziele dabei hohe Synergien, begründet
die Jury ihren Entscheid.
Anerkennungen wurden dem Beobachter für sein Handbuch und sein
Redaktionsmanagement-Instrument E-Tool ausgesprochen sowie dem
Schweizer Radio DRS für sein Leitbild und dem Bieler Tagblatt, bei dem
eine Blattkritik schon vor dem Andruck erfolgt. Dieses Jahr waren
MAZ-Direktorin Sylvia Egli von Matt, der Leiter des Medieninstituts des
Verbands Schweizer Presse, Karl Lüönd, Medienprofessor Roger Blum,
SR-DRS-Informationschef Marco Färber, DRS-Redaktorin Karin Müller und
der Autor und Initiant des Medien-Awards Michael Walther in der Jury
vertreten.

Lanz Events lanciert Event-Coach.ch

Die Informationsplattform richtet sich an Event-Manager, Agentur-Mitarbeitende sowie Personen, die sich mit der Organisation von Veranstaltungen auseinander setzen.

Lanz Events aus Herrliberg lanciert die
Informationsplattform Event-coach.ch. Das Online-Portal richtet sich an
Event-Manager, Agentur-Mitarbeitende und Personen, die sich mit der
Organisation von Veranstaltungen auseinander setzen, wie es in einer
Pressemitteilung heisst. Neulinge im Event-Management sollen so Zugang
zu Checklisten und eine detaillierte Einführung in die Branche
erhalten, während Insider vom Business-Eventkalender profitieren
sollen. Ausserdem bietet die Plattform weiterführende Links und Ideen
zur Weiterbildung an. Die Benützung ist grössenteils kostenlos. Gewisse
Informationen oder Downloads von Dokumenten sind jedoch kostenpflichtig.

Publicis erhält einen Gunn Report

Die meisten Awardtrophäen taugen ja ausschliesslich zum Staubfangen. Anders die Auszeichnung, die Publicis Zürich von Donald Gunn erhalten hat.

Die meisten Awardtrophäen taugen ja
ausschliesslich zum Staubfangen. Anders die Auszeichnung, die Publicis
Zürich von Donald Gunn erhalten hat. Sie macht sich gut auf dem
Kaffeetischchen und kann notfalls als Inspirationsquelle dienen. Der
ehemalige Chefkreative von Leo Burnett wertet jährlich die grossen
internationalen Werbewettbewerbe aus und präsentiert die Rankings der
prämierten Agenturen, Kunden und Arbeiten als Gunn Report zwischen zwei
Buchdeckeln (nebst Showreel). Die CDs und CEOs der erfolgreichsten
Agenturen erhalten ein persönliches Exemplar zugesandt. In der Schweiz
ist das dieses Jahr Publicis. Sie steuerte 50 % zu den insgesamt vier
Punkten bei, welche die Schweiz als Werbemarkt erringen konnte. Ins
Top-Ranking schaffen es allerdings beide nicht. Die Länderliste wird
von den USA mit 196 Punkten angeführt und endet mit Hongkong und
Portugal auf Platz 25 mit neun Punkten. Meistausgezeichnete Agentur ist
Almap BBDO in Brasilien (34 Punkte), die Hürde für die Top 50 liegt
wiederum bei neun Punkten.

SI Young erscheint Ende Februar 2006

Ringier macht frühere Meldungen offiziell: Das Medienunternehmen lanciert ein neues Magazin mit dem Arbeitstitel Schweizer Illustrierte Young.

Ringier macht frühere Meldungen offiziell:
Das Zürcher Medienhaus lanciert ein neues Magazin mit dem Arbeitstitel
Schweizer Illustrierte Young. Die monatliche Zeitschrift erscheint zum
ersten Mal Ende Februar und soll sich an die junge und jung gebliebene
Schweizerin richten, wie das Medienunternehmen mitteilt. Inhaltlich
konzentriert sich das neue Magazin auf Mode, Beauty und Stars. So soll
das Heft Moderubriken, Kosmetik- und Beauty-Tipps in jeder Preislage
sowie Styling-Trends beinhalten. Zudem werden die Bereiche Karriere,
Kultur, Medizin, Psychologie, Auto und Reisen angeboten.
Schweizer Illustrierte Young ist ein eigenständiges Magazin, soll aber
gleichzeitig auch eine Ergänzung zur SI darstellen. Das Layout und die
redaktionellen Beiträge werden sich jedoch deutlich von der SI
unterscheiden. Die Kontakte der SI zu in- und ausländischen Prominenten
sollen aber für den umfassenden Society-Teil von SI Young genutzt
werden, schreibt Ringer. Das neue Heft wird von einer selbständigen
Redaktion produziert, die derzeit noch besetzt wird. Daher steht noch
nicht fest, wer künftig die Chefredaktion übernehmen wird, erklärte
Ringier-Mediensprecher Marco Castellaneta gegenüber der Werbewoche.
Verantwortlich für das Projekt sind der SI-Verlagsdirektor Urs Heller
(Projektleiter), der SI-Chefredaktor Marc Walder sowie Thomas Passen
(Leiter Leser- & Werbemarkt Zeitschriften Deutschschweiz).

WM löst keinen Werbeboom aus

Die Fussballweltmeisterschaft 06 in Deutschland wird keinen wesentlichen Einfluss auf das Werbevolumen zahlreicher deutscher Konzerne haben.

Die Fussballweltmeisterschaft 06 in
Deutschland wird keinen wesentlichen Einfluss auf das Werbevolumen von
zahlreichen Konzernen haben. Dies prognostiziert die Organisation
Werbungtreibende im Markenverband (OWM), zu der über 70 deutsche
Unternehmen gehören, darunter auch Unilever, Beiersdorf, Daimler
Chrysler, Siemens und Tchibo. In einer Umfrage unter den
OWM-Mitgliedern sagten 80 % der Befragten, dass die WM keinen Einfluss
auf ihr Werbevolumen hat. Nur 3 % stellten fest, dass ihr Werbevolumen
durch die WM stark beeinflusst wird. 47 % der Befragten gaben an, dass
die Kommunikationsstrategie ihres Unternehmens wegen der WM nicht
verändert wird, 45 % gehen von einer leichten Veränderung aus. Die
Umfrage ergab ausserdem, dass 63 % für das Jahr 2006 eine steigende
Umsatzentwicklung und 56 % eine bessere Ertragslage erwarten. Dennoch
schätzen fast 70 % der Umfrage-Teilnehmer das Werbevolumen ihres
Unternehmens auch in 2006 als konstant ein. Eine Zunahme sehen
lediglich 14 %. Die WM werde viele Unternehmen zwar zu verstärkter
Werbung verleiten, der Mehraufwand gleiche sich aber im Lauf des
restlichen Jahres wieder aus, sagte die OWM-Vorsitzende Margret Buhse an
der Verbandstagung laut der Newsagentur Pressetext. Die Organisation legte den Medien
nahe, bei ihrer Preisfindung den Umstand zu berücksichtigen, dass die
Gesamtbudgets der meisten Werbetreibenden trotz Fussball-WM nicht
wesentlich steigern werden. 

Dem Web das Wort

Auf www.benettontalk.com kann die Webcommunity in sieben Sprachen an einer Debatte über kulturelle und soziale Themen aktiv teilnehmen.

Anlässlich der Schenkung seitens des
Benetton-Konzerns von einer bedeutenden Fläche Land in Patagonien zu
Gunsten der einheimischen Bevölkerungen, startet ein ambitioniertes
Online-Medienexperiment in sieben Sprachen. Offen für Gedanken, Ideen
und Zusammenarbeit, in Verbindung mit der Welt und den “Anderen”. (pr) Benetton Talk: die Firmengruppe
handelt, kommuniziert, was sie tut. Und hört zu: verfolgt aufmerksam
die Meinungen aus aller Welt. Die neue Webseite benettontalk.com
eröffnet einen Dialog mit the young web people über ein Thema von so
grosser Bedeutung, wie es das Land und die einheimischen Bevölkerungen
darstellen. So wird Benetton im Januar 2006 der lokalen
Provinzregierung von Chubut in Patagonien (Argentinien) eine Fläche von
7’500 Hektar zur Nutzung für die indigene Bevölkerung übergeben. Eine
symbolische Geste der sozialen Verantwortung, mit der ein Beitrag zum
Dialog im historischen Rechtsstreit zwischen dem Volk der Mapuche und
dem argentinischen Staat geleistet werden soll.

Zu diesem Thema leitet benettontalk.com ein Gespräch mit der
Web-community ein, um zu erzählen und sich erzählen zu lassen, um
Gedanken zu vertiefen und zum Verständnis aufzurufen, Resümees zu
ziehen, Unterschiedliches in seiner ganzen Vielfalt zusammenzusetzen.
„Alles gestützt auf ein Portal“, wie vom Herausgeber auf der Homepage
erläutert wird, „da das Web eine gute Möglichkeit ist, einen Dialog
einzuleiten und zu verhindern, dass Dialog zum Monolog wird. Nicht nur
weil das Internet interaktive Kommunikation ermöglicht, sondern auch
weil es an sich dazu zwingt, “Verbindung” zu Anderen aufzunehmen.“

Besucher von benettontalk.com haben Zugriff auf die beiden
Hauptsektoren, echte, selbständige Webseiten, die in regelmässigen
Abständen das Thema wechseln, sie können die News lesen und Fotos und
Videos ansehen, herunterladen und per E-Mail an Freunde versenden; oder
die Themen über eine grosse Auswahl einschlägiger Links vertiefen und
vor allem, eigene Ideen und Gedanken präsentieren, einen Dialog mit der
Website führen.

Neben dem Thema von Land und von den einheimischen Bevölkerungen in
Patagonien und in der Welt, behandelt und vertieft die multimediale
Erzählung – Text in sieben Sprachen (neben Italienisch in Englisch,
Französisch, Spanisch, Arabisch, Japanisch, Chinesisch), eine Galerie
von Bildern und Videos, Musik – auch das Problem der vom Aussterben
betroffenen Sprachen. Zwei Themen, die eine gemeinsame, dringliche
Notwendigkeit nach Schutz und Aufmerksamkeit verbindet, um nicht einen
Teil der Geographie und Geschichte der Menschheit unwiederbringlich zu
verlieren.

2006 wird das Abenteuer benettontalk.com mit Inhalten wie der
genetische Reichtum des Lebens, von Kriegen überschattete Kindheit und
weiteren globalen Themen fortgesetzt.

Sektor 1: Patagonia Talk und die Schenkung von Land in Patagonien
Dieser Sektor beginnt mit einer historischen Meldung: die
Schenkung  verschiedener Territorien in Patagonien an die
argentinischen Behörden durch Benetton, damit sie zum Nutzen der
einheimischen Bevölkerung verwaltet werden. Zur Erzählung gehört auch
die Korrespondenz zwischen Luciano Benetton und dem argentinischen
Nobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel, der die Rolle eines
leidenschaftlichen Gesprächspartners übernommen hat.
Dann folgt ein Blick auf ähnliche Situationen in der Welt, und es wird
von der historischen Klage erzählt, die von den australischen
Ureinwohnern im vergangenen Oktober gegen ihre Regierung vorgebracht
wurde und mit der der Besitz eines ausgedehnten Territoriums von
Westaustralien, einschliesslich der Stadt Perth verlangt wird. So wie
die Übergabe der Eigentumsrechte für fast 700’000 Hektar Land an vier
einheimische Volksgruppen von Venezuela durch Staatspräsident Hugo
Chavez.
Schliesslich wieder zurück nach Patagonien, um die Region besser zu
verstehen, die mehr als jede andere in der westlichen Vorstellung als
Land am Rande der Erde und an der Grenze zur bevölkerten Welt verankert
ist. Behandelt werden die Reisebeschreibungen grosser Forscher wie
Darwin und Schriftsteller wie Chatwin (Reisetagebücher) wie auch der
Alltag auf den riesigen Plantagen (Auf der Estanzia), die Landkarte der
einheimischen Volksgruppen in Argentinien und die kosmische Weltsicht
der Mapuche: die Zeit, das Land, Heilkunde, aber auch die Sonne, Sterne
und die Musik.

Sektor 2: Babel Words
Nach jüngsten Schätzungen der Unesco stirbt alle zwei Wochen eine
Sprache aus. Am Ende unseres Jahrhunderts wird die Hälfte der auf der
Erde gesprochenen Idiome – 6’912 nach Ethnologue – verschwunden sein.
Sprachen sterben, wenn sie nicht mehr gesprochen werden. So sind heute
die gefährdeten Sprachen jene, die nur noch von alten Menschen
gesprochen und den Kindern nicht mehr gelehrt werden, aufgrund äusserer
Einflüsse oder durch Umstände innerhalb der Gemeinschaft, bedingt durch
die Veränderung des wirtschaftlich-sozialen Umfeldes, in dem sie
entstanden sind.
Babel Words erzählt von einigen dieser gefährdeten Sprachen: Defaka,
die Sprache einer kleinen Volksgruppe im südwestlichen Nigeria;
Dyirbal, eine von den Aborigines im Nordosten der australischen Region
Queensland gesprochene Sprache; Eyak, eine Sprache in Alaska, deren
Schicksal eng mit der weit über achtzigjährigen Marie Smith verbunden
ist, der einzigen Person, von der sie noch gesprochen wird.
Der Untersektor Voices on the Net präsentiert einige interessante
Webseiten zur Unterstützung stark gefährdeter Sprachen, durch
Abschriften und Wörterbücher, Tonaufnahmen, Bilder und Videos, die im
Web von Sprachen und Kulturen erzählen.

«Lüthi und Blanc»: Lohnanpassungen, keine Kürzungen

Die Planung für die SF-DRS-Serie erfolgt langfristiger.

Die Darsteller der SF-DRS-Serie «Lüthi und
Blanc» müssen Lohneinbussen hinnehmen. Wegen geänderter Planung würden
die Darsteller nächstes Jahr weniger verdienen, in mindestens einem
Fall gar um die Hälfte, meldete der SonntagsBlick. Den Darstellern
werde nur noch der Lohn für die effektiven Drehtage ausbezahlt. Laut
dem SonntagBlick fühlen sie sich deswegen ungerecht behandelt: «Wir
haben die Marke „Lüthi und Blanc“ mit aufgebaut und sind ausgezeichnete
Werbeträger», wird Gilles Tschudi alias Serienbösewicht Michael Frick
zitiert. Einige Schauspieler müssten dann in den drehfreien Monaten sogar
Arbeitslosenunterstützung beziehen, sagte ein anderes Team-Mitglied.
Peter-Christian Fueter, Geschäftsleitungsmitglied der Produktionsfirma
C-Films, sieht die Dinge etwas anders: «Von Lohnkürzungen kann keine
Rede sein, höchstens von Lohnanpassungen», erklärte er gegenüber der
Werbewoche. «Wir planen langfristiger und müssen deswegen weniger Tage
einrechnen, an denen die Schauspieler schliesslich doch nicht
arbeiten.» Für den einzelnen Drehtag würden die Darsteller aber immer
noch gleich viel verdienen und weiterhin Pauschalverträge erhalten,
betonte Fueter. Die gesamte Lohnsumme für die Crew werde sogar steigen.
Fueter relativierte auch die Aussage des SonntagsBlicks, dass es ungewiss
sei, wie lange «Lüthi und Blanc» noch laufe. «Das ist Courant normal.
Es war stets so, dass SF DRS im Sommer bekannt gab, ob die Serie im
darauf folgenden Jahr noch produziert werde.» Gesichert sind die
Dreharbeiten momentan bis Ende 2006.
Carole Scheidegger

Abgang von Cablecom-CEO Bruno Claude

Ad interim übernimmt Herb Hribar, bislang Chief Operating Officer, die Verantwortung bis zur Ernennung eines Nachfolgers.

Bruno Claude, Präsident und Chief
Executive Officer (CEO) von Cablecom, tritt per sofort zurück. Er wurde
im November 2003 in den Verwaltungsrat des Kabelnetzunternehmens
gewählt. Schwerpunkt seiner Tätigkeit war die Sicherstellung von
Refinanzierung, Turnaround und strategischer Neuausrichtung, wie
Cablecom mitteilt. Ad interim übernimmt Herb Hribar, bislang Chief
Operating Officer, die Verantwortung als Managing Director bis zur
Ernennung eines Nachfolgers. Dennoch werden sich die Zuständigkeiten
von Rudolf Fischer, dem Managing Director seit vergangenem Januar,
nicht ändern. Er bleibt bei Cablecom und wird an Hribar rapportieren.

Ringiers Uhrenmagazin erscheint neu vierteljährlich

Ringier Romandie baut seine Doppel-Zeitschrift Montres Passion/Uhren Welt aus.

Ringier Romandie baut seine
Doppel-Zeitschrift Montres Passion/Uhren Welt aus. Ab 2006 erscheint
das Magazin vier- statt zweimal pro Jahr und befasst sich zusätzlich
mit dem Thema Schmuck. Dazu soll die Redaktion erweitert werden, wie es
in einer Mitteilung heisst. Auch ein neues Layout wurde angekündigt.
Montres Passion/Uhren Welt erscheint mit einer Druckauflage von 90’000
französischen und 100’000 deutschen Exemplaren. Es wird der
Wirtschaftszeitung Cash und der Publikumszeitschrift L’Hebdo beigelegt
und ist auch am Kiosk erhältlich.

Qualität interessiert Schweizer mehr als die Marke

Beim Kauf von Artikeln des täglichen Bedarfs legen die Schweizerinnen und Schweizer vor allem Wert auf Qualität und Produktleistung. Das zeigt eine Studie des Instituts IHA-GfK im Auftrag des Verbands Promarca.


Beim Kauf von Artikeln des täglichen
Bedarfs legen die Schweizerinnen und Schweizer vor allem Wert auf
Qualität und Produktleistung. Das zeigt eine Studie des Instituts
IHA-GfK im Auftrag des Verbands Promarca. Auf einer Wichtigkeitsskala
von eins bis zehn liegen die beiden genannten Faktoren im Schnitt der
sechs abgefragten Warengruppen zwischen acht und neun. Etwas weniger
Gewicht (sieben bis acht) legen die 500 Befragten auf Aktionen und
Preishöhe. Die Markensympathie liegt dagegen zwischen fünf und sechs,
die Markenbekanntheit knapp unter fünf.

Laut dem Kommentar von Promarca zur Studie
bezeichnen sich 23 % der Befragten als Markenfans, die wenn immer
möglich Markenartikel einkaufen. Vor die Wahl zwischen Marken, Aktionen
und Billigangeboten gestellt, hätten sich 30 % als Markenorientierte
deklariert. Obwohl Promarca diese Ergebnisse mit dem Titel
«Markenartikel hoch im Kurs» einführt, interessiert es offenbar eine
grosse Mehrheit der Konsumenten nicht besonders, welches Label ihre
Einküfe ziert. Dazu passt auch, nach welchen Kriterien die Befragten
ihren Einkaufsort wählen: Gute Erreichbarkeit liegt zuvorderst (von
rund zwei Dritteln genannt), gefolgt von guter Qualität. Aktionen und
speziell günstige Preise nennt nur etwa ein Drittel, Markenartikel
stehen an zweitletzter Stelle – immerhin noch vor den Eigenmarken.

Diese Missachtung der Brands relativiert sich allerdings, wenn konkret
nach dem letzten Einkauf gefragt wird. Dabei ergeben sich recht
unterschiedliche Ergebnisse je nach Warengruppe. Während bei Joghurts
nur 15 % ein Markenprodukt gewählt haben und 50 % eine Eigenmarke des
Handels, entschieden sich bei Duschmitteln 48 % für den Markenartikel
und nur 23 % für die Handelsmarke.

Die Lieblingsmarken, welche die Studienteilnehmer genannt haben, lassen
schliesslich vermuten, dass sich für die Konsumenten der Gegensatz
zwischen Markenartikel und Handelsmarke gar nicht so eindeutig
darstellt. Während die Coop-Eigengewächse stets in den hinteren Reihen
rangieren, erobert die Migros zwei Top-Plätze. Bei den
Universalwaschmitteln liefern sich die Migros-Marke Total (21 %) und
Persil (20 %) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Nase vorn hat die Migros
auch bei den Joghurts (32 %) vor Toni (21 %). Bei den Kaffeemaschinen
kommt der Grossverteiler mit Mio Star und Delizio zusammen auf immerhin
13 %, wird aber von Nespresso (37 %) um Längen geschlagen. Gut schlägt
sich die Migros auch bei der Schokolode, wo Frey mit 18 % auf Platz 3
liegt hinter Lindt (30 %) und Cailler (20 %). Nichts zu melden hat
dagegen Aproz bei den Süssgetränken: Während Coca-Cola dominiert (30 %)
und Rivella mit 15 % die Schweizer Fahne hochhält, muss sich der
Migros-Drink mit 3 % begnügen.

Stefano Monachesi

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