Vorsicht: Fixformat-Rabatte täuschen

Anzeigen Bei einigen Inseratetarifen sinkt zwar der Frankenbetrag, übers Ganze gesehen und in Relation zur Leistung wird Print aber teurer.

Anzeigen Bei einigen Inseratetarifen sinkt zwar der Frankenbetrag, übers Ganze gesehen und in Relation zur Leistung wird Print aber teurer.Der Trend bei den Anzeigentarifen 
gehe 2006 in Richtung «günstigere Preise und einfachere Handhabung» –
so liess sich die Publimedia, Verkäuferin der Gattung Print, am 27.
September am Publimedia-Forum vernehmen. Doch auch dieses Jahr gilt:
Ganz so eindeutig ist die Sache keineswegs.
Zwar reduziert tatsächlich eine Anzahl Tageszeitungen ihren Tarif für
eine Seite vierfarbig – und zwar um bis zu 10 Prozent. Das hat jedoch
primär mit dem Wechsel zum neuen Tarifmodell zu tun. Dieser findet vor
allem in der Deutschschweiz statt, weil die meisten Westschweizer
Zeitungen schon früher umgestellt haben. Der Wechsel beinhaltet unter
anderem die Einführung eines Farbmillimeterpreises als neue Basis.
Dieser ist allerdings oft so bemessen, dass er ein ganzseitiges,
vierfarbiges Inserat (1/1vf) gegenüber heute verteuern würde. Da aber
viele Tageszeitungen gleichzeitig auch Fixformate einführen, die
gegenüber dem besagten Millimeterpreis bis zu 24 Prozent billiger sind,
ist der Preisaufschlag nicht so augenfällig. Denn der Nachlass auf
Fixformate führt dazu, dass einige Titel beispielsweise ihre
1/1vf-Inserate 2006 selbst gegenüber dem heute geltenden Tarif
günstiger anbieten. Das gilt jedoch nur für Fixformate, Zwischenformate
werden teilweise happig teurer. Der Stellenanzeiger Alpha legt dies als
einziger Titel einigermassen offen: Sein neuer Farbmillimetertarif
verteuert das 1/1vf-Inserat um 5 Prozent, was hier aber keine Rolle
spielt, weil dieses Format kaum je gebucht wird. Dank
Fixformat-Nachlass auf eine halbe oder eine Viertelseite reduziert
Alpha aber die gebräuchlicheren Stellenformate gegenüber heute.
Allerdings ist gerade bei den Zeitungen zu beachten, dass diese
tendenziell Leser verloren. Somit kommen mancherorts die Nachlässe auf
Fixformate bloss einem stabilen Tausendleserpreis (TLP) gleich.
Bei den Zeitschriften gilt jedoch nicht einmal das: Sie belassen in der
Regel ihre Tarife auf bisherigem Niveau, obwohl sie teils signifikante
Leserverluste zu beklagen haben. Damit treiben sie also ihren TLP in
die Höhe. Dies trifft klar zu bei Facts, Tele, Gesundheit Sprechstunde,
Gesundheits-Tipp, Glückspost, Illustré, TV-Star und Femina, aber auch
bei Coopération und Cooperazione sowie bei der deutschen und
französischen Ausgabe des TCS-Blattes Touring – um nur einige zu
nennen. Eine Ausnahme ist Cash. Es gleicht seinen aktuellen
Reichweitenverlust von 7,8 Prozent mit einem um 10 Prozent reduzierten
Tarif aus. Auch Bon à savoir geht um 5,4 Prozent zurück, die Leistung
reduzierte sich allerdings um 8,5 Prozent.

Weltwoche wird günstiger
Was ebenfalls auffällt: Die Weltwoche, deren Leserrückgang im
Vertrauensbereich blieb (–4,8 Prozent), reduziert den Tarif dennoch um
2 Prozent. Das tut sonst kein Zeitschriftentitel. Ob der Jean Frey
Verlag mit dieser Massnahme tariflich einen weiteren, intern sich
abzeichnenden Reichweitenverlust vorwegnimmt?
Interessant ist auch, was bei den Zürcher Landzeitungen geschieht:
Zürichsee-Zeitung, Zürcher Oberländer und Zürcher Unterländer senken
ihre sw- und vf-Tarife um 5 bis 10 Prozent. Sie tun dies, obwohl sie
nur kleine Verluste und sogar Lesergewinne zu verzeichnen haben. Der
Grund dürfte klar sein: Die drei Zeitungen wappnen sich auch auf
tariflicher Ebene gegen die neuen Tagi-Splits. Zudem können sie so das
Züriland-Kombi wettbewerbsfähiger machen, jetzt, da dieses nicht mehr
mit dem Kombi 1 aus Landbote, Thurgauer Zeitung und Schaffhauser
Nachrichten zum Kombi Nordostschweiz verbunden werden kann. Was die
Thurgauer Zeitung in tariflicher Hinsicht tun wird, ist übrigens noch
nicht klar (siehe Kasten), der Landbote und die Schaffhauser
Nachrichten ihrerseits bieten aber ihr Fixformat 1/1vf um 9,3
respektive 1,8 Prozent günstiger an.
Doch zurück zu den allgemeinen Tariftrends: Während die Verlage
gesunkene Leistungen kaum mit sinkenden Preisen ausgleichen, überwälzen
sie gestiegene Reichweiten sofort auf die Kunden – in Form höherer
Tarife. Dies ist der Fall bei der NZZ am Sonntag, beim NZZ Folio, beim
Anzeiger St.Gallen, beim PME Magazine, bei Il Caffè, La Regione Ticino
und 20 Minuten. Doch gibt es auch hier Ausnahmen, so 24 Heures und das
Migros Magazin: Sie belassen ihre Tarife trotz signifikantem
Leserzuwachs auf bisherigem Niveau. Es gibt allerdings auch einige
wenige Titel, die trotz gleich bleibender oder gar sinkender Leistung
teurer werden. So schlägt etwa der Walliser Bote um 2 Prozent und der
Beobachter um 0,6 Prozent auf. Der Walliser Bote begründet dies mit
gestiegenen Papierpreisen.    

Etliche Tarife stehen noch aus
Folgende Titel sind mit ihren Tarifen 2006 noch nicht so weit: Blick,
SonntagsBlick, Aargauer Zeitung, Thurgauer Zeitung, Metropool sowie
diverse Gratistitel. Interessant ist darüber hinaus, dass die Basler
Zeitung als Titel mit P-Regie nicht auf das neue Tarifmodell umstellt.
Auch der Tages-Anzeiger wechselt noch nicht sofort, hat dies allerdings
im Laufe des nächsten Jahres vor. Die Umstellung erfolgt, sobald er mit
seiner Splitstrategie im Reinen ist. Einige kleinere Zeitungen, so zum
Beispiel die Schaffhauser Nachrichten
oder die Freiburger Nachrichten, machen zwar erste Schritte Richtung
neues Tarifmodell, einen Farbmillimetertarif können sie aber noch nicht
anbieten, weil sie nicht durch-
gehend vierfarbig erscheinen.

Markus Knöpfli

«DAB ist so gut wie tot»

Digitalradio Frederik Stucki, publizistischer Leiter von Radio Canal 3 (Biel) und ExtraBern, sieht keinerlei Notwendigkeit, möglichst schnell auf den digitalen Radiozug aufzuspringen.

Frederik Stucki, Generalsekretär des Europäischen Privatradioverbandes AER und publizistischer Leiter von Radio Canal 3 (Biel) und ExtraBern, sieht keinerlei
Notwendigkeit, möglichst schnell auf den digitalen Radiozug
aufzuspringen.WW: Wann werden die Programme von Canal 3 und ExtraBern digital durch den Äther schwirren?
Frederik Stucki: Sobald die
digitale Verbreitung nicht mehr bedingt, dass wir in ein Fass ohne
Boden investieren. Zurzeit ist nicht zu erkennen, wann dies der Fall
sein könnte.

WW: Das
Bakom hat unlängst die Radiomacher nach ihren Bedürfnissen bezüglich
eines weiteren Ausbaus von DAB-Digitalradio gefragt. Wie haben Sie
Stellung bezogen?
Frederik Stucki: Wir
haben grosse Bedenken angemeldet und gefragt, ob DAB überhaupt noch
ernsthaft als kommender Standard betrachtet werden darf. Bei der
Digitalisierung wollen wir aber klar dabei sein.

WW: Weshalb die Vorbehalte?
Frederik Stucki: Wer
sich im Ausland umsieht, hat längst bemerkt, dass es zur digitalen
Radioübertragung günstigere Technologien mit mehr Potenzial gibt. Die
Abkehr namhafter Akteure von DAB zeigt doch: DAB ist im Prinzip
tot.

WW: Wozu dann eine Bedürfnisabklärung?
Frederik Stucki: Das
Bakom steht unter Druck. Vor allem die grosse SRG hat in den letzten
Jahren viel Geld in DAB investiert und deshalb ein vitales Interesse,
dass sich diese Technologie doch noch irgendwie etabliert und bezahlt
macht.

WW: In Grossbritannien hat sich DAB offenbar durchgesetzt.
Frederik Stucki: DAB
ist auch dort überhaupt keine Erfolgsstory, sondern wurde mit
grossem Marketingaufwand und viel Schönrechnerei zu einem minimalen
Marktanteil von fünf Prozent geprügelt.

WW: Wenn nicht DAB, was soll denn die heute übliche UKW-Technologie ablösen?
Frederik Stucki: Dass
UKW-Sender in absehbarer Zeit aus dem Äther verschwinden werden,
bezweifle ich. Weshalb etwas abschalten, das funktioniert? Solange es
für den Hörer keinen klaren Nutzen bringt, digital zu senden, gibt es
keinen Grund, umzustellen. Zurzeit ist es noch so, dass man mit DAB
gegenüber UKW eine Einbusse erleidet: weniger Sender, schlechter
Empfang in Gebäuden.

WW: Wie sehen denn Ihre Vorstellungen der Radiozukunft aus?
Frederik Stucki: Die Zukunft liegt so oder so im Simulcasting, also der gleichzeitigen  Verbreitung eines Programms
über verschiedene Technologien. Mit dem mobilen Empfangsgerät höre ich
Radio über UKW, zu Hause über Kabel, im Büro höre ich Internet-Radio
und im Ferienhaus vielleicht via eine der digitalen Plattformen.

WW: Welche neue Technologie wird als Erste breiter Fuss fassen?
Frederik Stucki: Kurzfristig
Chancen auf Erfolg hat wohl nur, was sowohl Sendern als auch
Hörern eine möglichst grosse Wahlfreiheit lässt und keine
übermässigen Zusatzkosten verursacht. Das heisst konkret: Modelle, die
auf UKW aufbauen, könnten sich in einer ersten Phase durchsetzen.

WW: Sie sprechen HD-Radio an, das von Radio Sunshine getestet wird.
Frederik Stucki: Das
ist sicher eine interessante Option für Privatradios, da der bestehende
Frequenzraum genutzt wird und die bestehende UKW-Ausstrahlung mit
digitalen Kanälen ergänzt wird. Das ursprüngliche Produkt gibt es
weiterhin in seiner gewohnten Form. Nur wer vom Zusatznutzen
profitieren will, braucht ein neues Gerät. Das sind dann die «Early
Adopters», die hier vorpreschen können.   

Interview: Nick Lüthi

Energy Zürich setzt auf Ruf Lanz

Die Zürcher Werbeagentur sorgt in Zukunft für die Werbung von Radio Energy Zürich.

Die Zürcher Werbeagentur Ruf Lanz sorgt in
Zukunft für die Werbung von Radio Energy Zürich. Die erste Kampagne
wird im Frühjahr 2005 zu sehen sein. Der Marketing- und Programmleiter
des Senders, Dani Büchi, ist zufrieden über die Zusammenarbeit: «Wir
haben schnell gemerkt, das wir kreativ die gleiche Wellenlänge haben.»
Bisheriger Etathalter war Euro RSCG Switzerland.

Freude herrscht im Mikrokosmos

Zeitungen Gegen den Trend in der Branche legt die Jungfrau Zeitung im Berner Oberland zu.

Zeitungen Gegen den Trend in der Branche legt die Jungfrau Zeitung im Berner Oberland zu. Das zeigt die jüngste Marktforschungsstudie.Nach zwei Jahren hat die Gossweiler Media
AG, Herausgeberin der Jungfrau Zeitung in Interlaken, zum zweiten Mal
ihr in der Schweiz einmaliges Produkt, die Jungfrau Zeitung, durch das
IHA-GfK Markt-
forschungsinstitut erheben lassen. Sie tat das nicht durch
die Mach Basic der Wemf, weil das für die Wemf massgebliche
Wirtschaftsgebiet 22 die dreifache Fläche des publizistischen
Einzugsgebietes der Jungfrau Zeitung umfasst und diese somit aus dem
Raster fällt. Das Blatt funktioniert bekanntlich nach dem Konzept der
Mikrozeitung, welches Verleger Urs Gossweiler begründet hat. Die
redaktionellen und werbeseitigen Inhalte werden dabei so aufbereitet,
dass sie unabhängig vom Medium und vom Standort auf Papier oder
elektronisch verbreitet werden können. Mit kompromissloser Fokussierung
auf ein exakt definiertes kleinräumiges Einzugsgebiet – im Fall der
Jungfrau Zeitung der so genannte Mikrokosmos Jungfrau im Berner
Oberland – hat sich das Blatt im Markt bei 67 Prozent der Leserinnen
und Leser etabliert; dies im Zeitraum von fünf Jahren und gegen alle
Abwärtstrends der Schweizer Printmedien, Pendlerblätter einmal
ausgenommen.
Mit 67 Prozent Reichweite liegt die Jungfrau Zeitung gemäss der
IHA-GfK-Studie deutlich vor dem Berner Oberländer, der Tageszeitung aus
dem Hause Espace (53%), vor den Sonntagszeitungen (22%), Blick (16%)
sowie Berner Zeitung (14%) und Bund (11%). Das Blatt hat selbst den
(Gratis-)Anzeiger Amt Interlaken (64 %) überrundet. 61 Prozent der
Befragten lesen sämtliche acht Ausgaben der dienstags und freitags
erscheinenden Zeitung. Der Verleger hält auch bei der Jungfrau Zeitung
am zweimaligen Erscheinen fest, was bei anderen Gossweiler Printtiteln
bereits lange Tradition hat, denn Papier, Druck und Porto würden sonst
zu stark zu Buche schlagen, «Der Abopreis würde zu teuer, und ich
könnte keine NZZ oder den Tagi mehr daneben abonnieren», so Gossweiler.
Bei 50000 Einwohnern im Mikrokosmos Jungfrau gingen auch schnell einmal
die Themen aus, ausser man werde boulevardesk und zerre
Familienzwistigkeiten an die Öffentlichkeit, was unseriös werde.
Zudem wird der Onlineauftritt von Jahr zu Jahr wichtiger. Die meisten
Konzepte von Lokalzeitungen tendieren deshalb in Richtung einmaliges
Erscheinen. So hat auch die Beachtung der Jungfrau Zeitung online
massiv zugelegt. Das liegt einerseits daran, dass das Blatt seit 2005
volle Lizenznehmerin des Mikrozeitungskonzeptes ist, und andererseits
an der Unwetterkatasrophe vom letzten August. Obwohl nicht
repräsentativ, sei es «erstaunlich, dass 14000 Unique Clients in einem
Gebiet mit 25000 Haushaltungen verzeichnet wurden», wobei während vier
kritischer Tage einzig über die Onlineausgabe sowie SF 1 Informationen
erhältlich gewesen seien. Der Hauptsitz der Gossweiler Media AG in
Brienz war zudem umspült und von der Umwelt abgeschnitten, der Server
für 33 Stunden offline, ein Problem, das erst mit der Ausschiffung
desselben über den See nach Interlaken behoben werden konnte. «Doch das
Internet ist noch zu wenig stark, dass ich den publizistischen Lead mit
einer einzigen Printausgabe pro Woche übernehmen könnte», meint der
Verleger zur Erscheinungsweise.
Die Erhebung weist eine kleine Besonderheit auf: Obwohl 78 Prozent
(+4%) der Befragten meinen, das Blatt informiere seriös, ging die
Glaubwürdigkeit um 3 Prozent (auf 78%) zurück. Dies ist als Verdikt des
tendenziell konservativen Publikums gegen Chefredaktor Stefan Regez zu
werten, der auf der Frontseite der Jungfrau Zeitung auch schon den
EU-Beitritt der Schweiz gefordert hat. Offenbar freuts den Verleger
trotzdem: «Dass es profilierter und pointierter wird, dem ist nichts
entgegenzuhalten.»
Die Mediennutzungsstudie des IHA-GfK, mit gleicher Fragestellung wie
vor zwei Jahren ebenfalls bei rund 500 Personen durchgeführt, bildet
detailliert die Interessenlage des Publikums im Einzugsgebiet ab und
fördert eine Reihe von weiteren Daten zu Tage. Da fällt etwa ein
starkes Anwachsen des Interesses für globale Themen um 14 Prozent auf.
«Das ist ein extremes Abbild der Globalisierung in einer extrem
konservativen Gegend», meint Gossweiler dazu. Dennoch stieg das
Interesse an lokalen Themen um 2 Prozent auf beachtliche 90 Prozent,
was die Dominanz des Blattes in seinem Einzugsgebiet zusätzlich
illustriert. Auffällig ist weiter der Einbruch kantonaler Themen, die
Domäne der Regionalzeitungen, um 9 Prozent auf 67 Prozent, was man in
dieser Dramatik nicht erwartet habe. Die Interessenstendenz zeigt aber
klar in Richtung elektronische Medien, während Print im lokalen,
kantonalen, nationalen und internationalen Bereich verliert.
Die Mikrozeitung ist ein Phänomen, das bereits mehrfach in Teilen
kopiert, aber nie ausserhalb der Gossweiler Media AG konsequent
umgesetzt wurde. Verhandlungen gab es mit der Zuger Presse, Jean Frey
war interessiert, und auch die Regionalsplits der Mittelland Zeitung
von Peter Wanner sind von Lokalfanatiker Gossweiler inspiriert. Der
umtriebige Verleger, der um das Potenzial seines Konzeptes weiss und
selbst die Europakarte mit Mikrokosmen überziehen möchte, stiess auch
in Deutschland auf reges Interesse, bis dato aber ohne konkrete
Ergebnisse. Doch neben den Gratiszeitungen ist die Mikrozeitung eine
schlüssige Antwort auf die Abwärtstrends im Zeitungsgeschäft.

René Worni

Nils – ein Window Licker?

Aufgefallen Das (!) eBay-Model Nils wirft die drängende Frage auf: Haben unsere gut bezahlten Fotografen denn jedes ästhetische Feingefühl verloren?

Onlinehandel «Wenn ich die Weltwoche nicht mehr lesen kann, bring ich
mich um!», drohte kürzlich ein Leser seinem Leibblatt (Weltwoche
42/2005).
Bedarf es eines weiteren Belegs dafür, dass die
Leserbriefecke das interessanteste Ressort der Printmedien ist? Dann
höchstens noch die folgenden Zeilen an die Schweizer Illustrierte: «Ich
finde es unfein, dass Sie Roger Federer unrasiert auf das Titelbild
bringen.» Ernste Meinungen zu noch ernsteren Themen. Eine Fundgrube für
jedes professionelle Beschwerdemanagement – würde man denken. Werber
übersehen nämlich notorisch solche Zuschriften. Das beweist auch das
(!) eBay-Modell Nils.
Fürwahr! Haben unsere gut bezahlten Fotografen denn jedes ästhetische
Feingefühl verloren? Weshalb spriessen auf immer mehr Werbemotiven
Dreitagebärte? Hat dies damit zu tun, dass ihre Träger relativ cool
sind, volles Haar und festen Stuhl haben? Oder damit, dass sie Cabrio
fahren, ihre Schuhe gerne aus Krokodil sind und von wahrem Stil und
Geschmack zeugen?
Nun, bei unserem Anschauungsobjekt können wir alle Fragen getrost
verneinen und annehmen, dass Nils sein Transen-Alter-Ego endgültig an
den Nagel hängen will. Mit Verlaub, wertes Kreativteam, aber die
erfreuliche Lebensumstellung des Ex-Joan-Collins-Doubles erreicht nicht
die Qualität eines Fenster leckenden Aphex Twin und bietet sich daher
nur für die Psychiatercouch an. Kaum aber für die Käuferschutzwerbung
von eBay. Ihr kopfschüttelnder (la).

Die Zukunft, die keine werden will

Digitalradio Mit DAB schien die digitale Zukunft des Radios eine Technologie und einen Namen zu haben. Nun kommt es anders.

Digitalradio Mit DAB schien die
digitale Zukunft des Radios eine Technologie und einen Namen zu haben.
Nun kommt es anders. Manche übersetzen DAB mit «dead and buried»
– tot und beerdigt. Wieder einmal werden «DAB-Digitalradio»
und «Durchbruch» auffällig oft in einem Atemzug genannt. Seit
Jahresbeginn häufen sich die optimistischen Einschätzungen zu den
Erfolgsaussichten von DAB (Digital Audio Broadcasting). Insbesondere
die SRG zeigt sich zuversichtlich. Seit 1999 befindet sich in der
Schweiz ein digitales Sendernetz in Betrieb. Rund sechzig Prozent der
bewohnten Fläche des Landes sind mit DAB abgedeckt – Tendenz zunehmend.
Im Mittelland ist die Radiozukunft Realität. Zu hören sind bislang aber
nur SRG-Programme. Optimistischen Schätzungen zufolge sind in der
ganzen Schweiz nur ein paar Tausend Geräte zum Empfang von Digitalradio
im Gebrauch. Einen neuen Radioempfänger zu kaufen, nur weil er die
Technologie beherrscht, die dereinst UKW beerben soll, empfiehlt sich
derzeit kaum. Neben der beschränkten Senderauswahl spricht auch der
schlechte Empfang im Gebäudeinnern gegen DAB.

Silberstreifchen am Horizont
Nun scheint ein bisschen Bewegung in die Sache zu kommen. SRG,
Radiovermarkterin Radiotele und Tamedia haben sich am 16. Juni in einem
«Letter of Intent» darüber verständigt, wie sie der schlummernden
Technologie Schub verleihen wollen. Zudem wird in zusätzlichen Regionen
das Netz für die erste digitale Senderkette aufgebaut. Weiter befragte
das Bakom sämtliche relevanten Akteure auf dem Schweizer Radiomarkt
nach ihren Wünschen und Bedürfnissen im Zusammenhang mit dem weiteren
Ausbau des DAB-Netzes. In Kürze will die Bieler Behörde die Ergebnisse
präsentieren. Kaum zeichnet sich dieses Silberstreifchen am Horizont
ab, droht  neues Ungemach. DAB ist nicht mehr allein. Zahlreiche
andere Technologien stehen in den Startlöchern. Einzelne europäische
Veranstalter haben sich von DAB bereits wieder verabschiedet. So etwa
die Medienanstalt Berlin-Brandenburg. «DAB ist bis heute nur ein Medium
für audiophile Spezialisten», lautet das vernichtende Urteil aus
Potsdam. Stattdessen setzt man dort nun auf eine Technologie, die für
digitales Fernsehen entwickelt worden ist. In Finnland haben die
involvierten Partner im vergangenen Februar beschlossen, die
DAB-Übertragung einzustellen.
«UKW-Radio wird dereinst nicht von einem einzigen digitalen Standard
abgelöst werden, denn jede Technologie hat ihre Stärken und Schwächen»,
prognostiziert Marcel Regnotto, Sektionschef im Bakom. Trotzdem setzt
die SRG weiterhin auf das Digitalradio der ersten Generation. Doch
hofft man nun auf das (finanzielle) Engagement von Partnern aus der
privaten Medienwelt. «Wenn nur unsere Programme digital verbreitet
werden, hat DAB in der Schweiz keine Chance», sagt Marc Savary,
Radiokoordinator bei der SRG. Demnach geht nichts, wenn nicht auch die
Privatradios mit im Boot sind. Die jüngst mit dem «Letter of
Intent» initiierte lockere Partnerschaft mit dem Zürcher
Medienhaus Tamedia signalisiert, wo Savary und seine Leute
(Markt-)Potenzial für den DAB-Erfolg orten. Andreas Meili, als Leiter
elektronische Medien in der Konzernleitung von Tamedia verantwortlich
für den Betrieb von Radio 24, sieht in der sprachregionalen Verbreitung
seines Senders ein «denkbares Szenario». Darob an den Rand gedrängt
sehen sich die regional ausgerichteten kleineren Privatradios. Weil der
Fahrplan des Bakom als nächsten Ausbauschritt die Etablierung
sprachregionaler Sender vorsieht, fordern nun einzelne Privatradios gar
ein Werbeverbot für Radio 24, Basilisk & Co., sollten diese
dereinst digital in der gesamten Deutschschweiz zu hören sein.

Sunshine geht eigenen Weg
Es bleibt aber nicht bei der Kritik an DAB von Seiten der Privaten.
Einzelne lassen den Worten Taten folgen. Markus Ruoss, Gründer und
Mehrheitsaktionär von Radio Sunshine, testet mit seinem Sender in den
nächsten zwei Jahren HD-Radio. Die in den USA als Standard registrierte
Technologie nutzt die bestehende UKW-Frequenz und ergänzt sie mit
digitalen Zusatzdiensten. Auch das Bakom zeigt Interesse am
Versuchsbetrieb in der Innerschweiz. «Wir sehen in dieser Entwicklung
keinen Widerspruch zur bisherigen Digitalradiostrategie, schliesslich
haben wir den Versuch von Sunshine  bewilligt», heisst es beim
Bakom.
Die Vielfalt bringe für den Konsumenten auch Vorteile, findet Marcel
Regnotto: Je nach Lebenslage und (Medien-)Konsumbedürfnissen steht der
passende Apparat  bereit und liefert den gewünschten Content,
egal, ob unterwegs oder zu Hause. Was sich durchsetze, könne zum
jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden. «Zum einen sind alle neueren
technischen Standards in der Weiterentwicklung begriffen», weiss
Regnotto. Zum anderen sei die Schweiz auf Grund ihrer Grösse und der
geografischen Lage stark von internationalen Vereinbarungen abhängig.
Deshalb erhoffen sich sämtliche Akteure von der im nächsten Mai in Genf
stattfindenden internationalen Frequenzplanungskonferenz RRC 06
Entscheide, die ihren Strategien entgegenkommen.

Nick Lüthi

Premiere: Gewinnsprung im dritten Quartal

Deutschlands Bezahl-TV-Sender Premiere hat im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnsprung erzielt.

Deutschlands Bezahl-TV-Sender Premiere hat
im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnsprung erzielt. Der
Überschuss unter dem Strich stieg von 5,4 Millionen Euro im
Vorjahreszeitraum auf 48,7 Millionen Euro, wie die SDA berichtet. Der
Betriebsgewinn (Ebitda) sei um fast 40% auf 60,6 Millionen Euro
geklettert. Der Umsatz legte von 242,2 Millionen auf 272,6 Millionen
Euro zu. Im Gesamtjahr 2005 will Premiere einen Umsatz von über 1,1
Milliarden (Vorjahr: 985 Millionen) Euro erzielen. Das Ebitda soll auf
130 bis 140 Millionen Euro steigen (82,8 Millionen im Vorjahr).
Erstmals in der Unternehmensgeschichte sollen dieses Jahr schwarze
Zahlen geschrieben werden. Bei seinen künftigen Wachstumsplänen setzt
Premiere in erster Linie auf eine stärkere Einschränkung der
Fussball-Bundesliga-Übertragungen im Free-TV. Wenn die Bundesliga am
Samstag und Sonntag erst ab 22 Uhr zu sehen sein sollte, könne dies zu
einem deutlichen Abonnentenzuwachs bei Premiere und zu mehr Einnahmen
für den Fussball führen.

Mitreden.ch: Fünf neue Spots für die SRG

Die Mitgliedermarketing-Initiative der sechs Deutschschweizer SRG-Mitgliedgesellschaften hat fünf neue TV-Spots für die Mitreden.ch-Kampagne lanciert.

Die Mitgliedermarketing-Initiative der
sechs Deutschschweizer SRG-Mitgliedgesellschaften hat fünf neue
TV-Spots für die Mitreden.ch-Kampagne lanciert. Für die Spots konnten
bekannte Gesichter aus dem Umfeld der SRG, wie Hans Schenker, Isabelle von Siebenthal, Roman Kilchsperger und Chris von Rohr, gewonnen werden. Mit pointierten Thesen sollen sie das
Publikum zu einer differenzierten Meinung motivieren. Analog zur neuen
Spotstaffel erhielt auch die Website Mitreden.ch ein neues
Erscheinungsbild. Ergänzt wurde Mitreden.ch durch einen geschützten
Mitgliederbereich, über den Mitglieder an Aktionen und Verlosungen
teilnehmen, den Newsletter Inside SRG abonnieren oder die Zugangsdaten
der Meinungsplattform beantragen können. «Wir stellen keine Prognosen
bezüglich künftigen Mitgliederzahlen», erklärt Remo Peduzzi, Leiter
Mitgliedermarketing bei der SRG. «Unser Ziel ist es jedoch, ein
verjüngtes Publikum zu erreichen», führt Peduzzi weiter aus. Die
Zürcher Agentur Die Texter hat die TV-Spots realisiert. Für das neue
Design war Philip Schwindl von Schwindl Ehrliche Grafik zuständig.

Cablecom streicht 15 % der Arbeitsplätze

Neben natürlichen Abgängen und Prühpensionierungen sind bis Ende 2005 rund 80 Kündigungen vorgesehen.

Das Schweizer Kabelnetzunternehmen
Cablecom will seine 1750 Arbeitsplätze um rund 15 % reduzieren.
Cablecom plant laut einer Mitteilung,
diese Stellen bis Ende 2006 durch natürliche Abgänge,
Frühpensionierungen und Entlassungen abzubauen. Bis Ende 2005 sollen
rund 80 Kündigungen ausgesprochen
werden. Die meisten Geschäftsbereiche seien von der
bevorstehenden Stellenreduktion jedoch nicht betroffen, schreibt
Cablecom. Reorganisiert werden die Bereiche Network
Management und Technology, die Support-Funktionen und das obere
Management. «Wir werden im Rahmen unseres ausgearbeiteten Sozialplans
unser Möglichstes tun, den Stellenabbau sozialverträglich umzusetzen
und die Zahl der Entlassungen auf ein Minimum zu beschränken»,
kommentiert Rudolf Fischer, Managing Director von Cablecom, die
Umstrukturierung.

Auszeichnung für fög-Mitarbeiter

Mark Eisenegger vom Fög-Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich wurde für seine Dissertation Reputation in der Mediengesellschaft mit dem Factiv Content Intelligence Award ausgezeichnet.

(pr) Der
Kommunikationswissenschaftler Mark Eisenegger vom Fög-Forschungsbereich
Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich wurde für seine
Dissertation Reputation in der Mediengesellschaft mit dem Factiva
Content Intelligence Award ausgezeichnet. Der erstmals vergebene Preis
zeichnet innovative Doktorarbeiten im Bereich
Organisationskommunikation aus.
Factiva, einer der weltweit führenden Anbieter von Nachrichten
und Wirtschaftsinformationen, hat den erstmals vergebenen Factiva
Content Intelligence Award dem Zürcher Kommunikationswissenschaftler
Mark Eisenegger verliehen. Eisenegger, Leiter Issues Monitoring und
Reputationsanalytik des Fög, wurde am
20. Oktober 2005 in Frankfurt für seine Dissertation Reputation in der Mediengesellschaft ausgezeichnet.
 
Der Preis richtet sich an Autoren von Doktorarbeiten, die in ihren
Arbeiten „Themen zu Informationsprozessen in Unternehmen aufgreifen und
richtungsweisende sowie praxisrelevante Lösungsansätze entwickeln“. Es
handelt sich dabei um einen international ausgeschriebenen Preis, der
sich an den gesamten deutschsprachigen
Raum (Schweiz, Deutschland, Österreich) richtet.
 
Um den Preis beworben haben sich zahlreiche Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlicher aus den Fachgebieten Informationswissenschaften,
Informatik, Wirtschafts-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Bewertet
wurden die Dissertationen von einer hochkarätig besetzten
wissenschaftlichen Fachjury. Honoriert wurde
dabei nicht nur der Autor selber, sondern auch das federführende
Institut, also der Fög – Forschungsbereich Öffentlichkeit und
Gesellschaft der Universität Zürich, das die Arbeit unterstützt und
gefördert hat.
In seiner mittlerweile auch in Buchform vorliegenden Dissertation
Reputation in der Mediengesellschaft untersucht Mark Eisenegger die
deutlich gewachsene Verletzlichkeit der Reputation ökonomischer
Organisationen. Er kann empirisch belegen, dass Reputationsaufbau und
-verlust in modernen Mediengesellschaften ganz bestimmten Regularitäten
folgen. Mit dem Issues Monitoring stellt der Autor
zudem ein neuartiges Verfahren vor, das der wissenschaftlich fundierten
Analyse von wirkmächtigen, öffentlichen Kommunikationsdynamiken dient
und Organisationen in die Lage versetzt, ihr Kommunikationsmanagement
frühzeitig und effektiv auf
diese Dynamiken einzustellen.
Literaturangabe: Eisenegger, Mark (2005). Reputation in der
Mediengesellschaft. Konstitution – Issues Monitoring – Issues
Management. Wiesbaden, VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Tweakfest – Aibo zeigt den Weg

Hinter dem Namen «Tweakfest» verbirgt sich ein neues Festival für digitalen Lebensstil und Medienkunst, das am 9. und 10. November 2005 an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich stattfinden wird.

(pr) Hinter dem Namen «Tweakfest» verbirgt
sich ein neues Festival für digitalen Lebensstil und Medienkunst, das
am 9. Und 10. November 2005 an der Hochschule für Gestaltung und Kunst
Zürich stattfinden wird. Am Tweakfest treffen Wissenschaft,
Unterhaltung und Kunst aufeinander und versuchen herauszufinden, wer
wie von wem was lernen kann.
Ins Leben gerufen wurde das Festival vom Verein für Digitale Kultur, in
dem sich Profis aus allen Sparten der Kommunikation zusammengeschlossen
haben: unter anderem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Werbe-, PR-
und New Media-Agenturen genauso wie Freelancer und Künstlerinnen und
Künstler.
So zeichnet auch nicht eine Agentur für die Kampagne verantwortlich,
sondern ein loses Netzwerk aus Agenturen und Freien. Sonys Aibo wurde
zum Blindenhund erzogen und steht für die Verschmelzung von Technologie
und Alltag – und ist deshalb ein idealer Botschafter für Zürichs neues
Festival, das Manager, Wissenschaftler, Kreative und Künstler
gleichermassen ansprechen soll.
Kommunikationsmittel vor und am Festival: Plakate, Inserate, PR, Flyer,
Reaktive Projektionen, Plasma Screen Designs, 360 Grad Präsentation,
Audio Jingle, Email-Marketing, Banners, Website Tweakfest.ch
Auftraggeber: Verein für digitale Kultur, Zürich. Projektleiter: Patrick Hofer. Kommunikationsleitung: Marion Marxer
Agenturen: CODE.CH™, Betabong, Headbanger, Michi Rüegg, shiftTHINK, Büro Nord, Jenni Kommunikation, reactiveshop, Palindrom.
AD: Reto Gehrig, Text: Michi Rüegg, Grafik-Design: Ryosuke Kawaguchi,
Ilana Aharon, Projekt-Assistenz: Noemi Schmid. Foto: Oliver Nanzig.
Retouchen: Markus Graf, Bildwerk. Web-Design: Pierre Rebetez, Severin
Klaus, Carole Hoffmann. Banner-Design: Chris Wyer. Plasma Screen
Design: Cyrill Weiss. Audio-Design: Joe Schwyter.
360-Grad-Projiektions-Design: Pierre Rebetez. und Cyrill Weiss.
Reaktives-Projektions-Design: Petra Trefzger.

Factor Design: Case für Phonaks High-Endhörgerät gestaltet

Phonaks neues Spitzenmodell verlangt nach einem ebenbürtigen Case zur Aufbewahrung.

(pr) Phonaks neues Spitzenmodell verlangt nach einem ebenbürtigen Case
zur Aufbewahrung.
Phonak lanciert zur Zeit sein neustes, kleinstes und zugleich
technologisch anspruchsvollstes High-End-Hörsystem. Das neue
„microSavia“ setzt nicht nur durch
seine minimale Grösse neue Standards in der Welt der Hörgeräte. Deshalb
sollte auch das Case für das neue Gerät allerhöchsten Ansprüchen
genügen und ein deutliches Statement abgeben was Stil und Ästhetik
betrifft. Factor Design wurde nach einem Pitch als die Agentur
ausgewählt, die das zugleich ästhetisch und funktionell überzeugendste
Konzept vorstellte.
„Es ging uns darum, ein Case zu gestalten, das man an der Verwaltungsratssitzung
ebenso gerne auf dem Tisch liegen lässt wie das Brillenetui oder im Zug den MP3-
Player. Träger von modernen digitalen Hörsystemen sollen sich damit nicht verstecken
müssen“ sagt Roman Müller, Geschäftsführer von Factor Design Zürich.
Das Gehäuse kann zwei Hörgeräte inklusive Batterien aufnehmen, ein
Reinigungsdraht ist ebenso integriert. Die Geräte werden stabil
gehalten und sind sehr einfach zu entnehmen. Die Wichtigkeit der
funktionalen Aspekte kann bei einem Gerät, das auch von älteren
Menschen genutzt wird nicht hoch genug bewertet werden. Phonak leistet
damit nicht nur über das Hörgerät, sondern auch über die Funktionalität
und Ästhetik des Etuis einen Beitrag zur Verbesserung der
Lebensqualität von hörgeschädigten Menschen.
Über Factor Design:
Factor Design ist der Spezialist für Branding, Corporate und Packaging Design.
Die Agentur wurde 1993 gegründet und betreut heute ein breites Spektrum von
Kunden: Von Apple und Disney über C&A bis hin zu Brockhaus, Phonak oder der
Schweizer Krebsliga. Factor Design belegte 2004 den 1. Platz im Horizont-Ranking
der Design-Agenturen, 2005 wurde die Agentur „Aufsteiger des Jahres“ und
kreativste Design Agentur im Kreativ-Ranking der Zeitschrift Page. An den drei
Standorten in Hamburg, San Francisco und Zürich arbeiten 44 Personen an klaren,
individuellen Designlösungen.
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