Geschenkidee.ch: Wechsel in der Geschäftsführung

Bei Geschenkidee.ch kommt es zu einem Wechsel in der Führung: Maud Hoffmann übernimmt per Anfang August 2015 die Geschäftsführung. Patrick Strumpf verlässt das Unternehmen nach vier Jahren per Ende Mai 2015.

Die Leitung des grössten Online Anbieters von Geschenken, Wohnaccessoires und Lifestyleprodukten in der Schweiz Geschenkidee.ch geht laut Mitteilung in erfahrene Hände über: Maud Hoffmann übernimmt per Anfang August 2015 die Geschäftsführung. Sie ist seit 2009 Leiterin E-Commerce Melectronics.ch. Davor war sie während mehreren Jahren in verschiedenen Positionen im Bereich Online-Handel tätig. Unter anderem von 2007 bis 2009 als Business Development Managerin bei Apple.

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Thomas Kaiser, CEO Ringier Digital: «Maud Hoffmann ist eine versierte E-Commerce Fachfrau und bringt Erfahrungen aus den verschiedensten Sparten mit. Mit ihrer Expertise wird sie die Plattformen Geschenkidee.ch, Ideecadeau.ch und Parfumidee.ch weiter vorantreiben.»

Patrick Strumpf zeichnete seit März 2011 verantwortlich für Geschenkidee.ch. Im Sommer 2013 wurde unter seiner Führung das Portfolio mit parfumidee.ch erweitert. Inzwischen ist parfumidee.ch grösster Schweizer Online-Anbieter für Parfum-, Kosmetik-, Pflege- und Make Up-Produkte. Strumpf nimmt die Gelegenheit wahr, sich im Rahmen einer Nachfolgeregelung an einem mittelständischen Handelsunternehmen zu beteiligen. Er wird geschenkidee.ch deshalb per Ende Mai 2015 verlassen.

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Bis zum Stellenantritt von Maud Hoffmann wird das Unternehmen interimistisch von Kilian Kämpfen, Chief Business Development Ringier Digital, geführt.

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Wirkung von Plakatkampagnen filmisch erleben

APG|SGA nutzt eine neue Technik zur Visualisierung noch nicht ausgehängter Plakatkampagnen: In Filmaufnahmen von Plakatstellen können dank Computertechnologie nachträglich Logos oder Plakatsujets beziehungsweise Animationen integriert werden.

Seit einigen Jahren greift Hollywood tief in die digitale Trickkiste, wenn fantastische Lebewesen oder fremde Welten auf der Kinoleinwand gezeigt werden. Dank modernster Computertechnik wirkt das heute realistischer, als es mit analogen Tricks möglich war. Eine vergleichbares Verfahren nutzt APG|SGA seit kurzem für New-Business-Aktivitäten und Kundenpräsentationen: Die Grundlage von «Virtual Campaign» (virtuelle Kampagne) sind Filmaufnahmen von digitalen und analogen APG|SGA-Werbeflächen, die zu einem Produktclip zusammengeschnitten und vom Partner Herzbergmedia in Köln digital weiterverarbeitet werden. Das Resultat sind Produktfilme, die real wirkende Plakatkampagnen zeigen. Herzbergmedia überzeugt mit langjähriger Filmerfahrung, guten Referenzen sowie einem eigens programmierten Internetportal, das auf einfache Art und Weise genutzt werden kann. Ein vergleichbares Portal wird laut APG|SGA in der Schweiz zurzeit von niemandem angeboten.

https://www.youtube.com/watch?v=umK0tNZgtIQ

Für APG|SGA hat sich die Investition in dieses Projekt bereits gelohnt: «Virtual Campaign» bewährt sich laut Mitteilung als bereicherndes Verkaufsinstrument sowie als emotionales Gattungsmarketing für Out of Home Media. Die Clips, die sich von unseren den Mitarbeitenden der APG|SGA individuell und flexibel zusammenstellen lassen, lösen starke Emotionen aus. Der Kunde kann sich einen realistischen Eindruck seiner zukünftigen Kampagne verschaffen.

 

Euro Effies 2015: Sechs Schweizer in der Jury

Sechs Schweizer jurieren dieses Jahr den diesjährigen Euro Effie unter der Leitung von Josep Hernandez, Senior Director Communications Planning / Global Media und Consumer Engagement bei Mondelez International.

Manfred Strobl, CEO Mediaschneider, Mark Becher, Client Service & Strategy Director bei FCB Zürich und Peter Schäfer, Planning Director und Geschäftsleitungsmitglied bei Havas Worldwide, sind in der Erstrundenjury vertreten, die die Finalisten für die Auszeichnung auswählt. In der zweiten Runde nehmen Hammett, Global Head of Brand & Communications bei Procter & Gamble, Peter Ottiger, Inhaber & CEO bei Ottiger & Partner BSW und Marc Schumacher, Strategic Planning Director und Geschäftsleitungsmitglied bei Contexta, in der Jury Platz. In dieser Runde werden die Punkte vergeben, die anschliessend über den Gewinn eines bronzenen, silbernen und goldenen Effie entscheiden.

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Die Jury umfasst erfahrene Kommunikationsspezialisten von Agentur- und Kundenseite aus ganz Europa. Die erste Stufe der Jurierung findet bereits am 27.5.15 statt. Der Euro Effies wird organisiert von den European Association of Communications Agencies (EACA) in Zusammenarbeit mit Euronews und mit Unterstützung von Bacardi-Martini, The European Publishers’ Council, Warc, Adforum.com, Procter & Gamble, Nielsen, creativebrief & Viva Xpress Logistics.
 

Sabine Boss erhält den Kulturpreis der AZ Medien

Die Filmregisseurin Sabine Boss erhält den diesjährigen Kulturpreis der AZ Medien. Die Auszeichnung, welche mit 25‘000 Franken dotiert ist, würdigt Boss als eine der begabtesten Schweizer Unterhaltungs- und Autoren-Filmerinnen.

Sabine Boss, 1966 geboren, begann in jungen Jahren in einer Punkband und wurde dann Radiomoderatorin und Tontechnikerin. Ihren 15-jährigen Weg als Regisseurin und Drehbuchautorin hat die öffentliche Schweiz von Anfang an in Massen verfolgt: 18 Folgen von «Lüthi & Blanc», die erfolgreichsten Serienproduktionen des Schweizer Fernsehens vor dem «Bestatter» waren ihr Werk. Ebenfalls die Diplomatenkomödie «Ernstfall in Havanna» (2002) mit Mike Müller und Viktor Giacobbo. Weiter machte sie «Tatort», «Studer» und «Tag und Nacht». Und dann kam «Der Goali bin ig», die Verfilmung der Novelle von Pedro Lenz.

Die gebürtige Aarauerin, zieht mit Filmen wie «Der Goalie bin ig» oder «Vecchi Pazzi», nicht nur die Zuschauer in den Bann, sondern hat auch die Jury des Kulturpreises der AZ Medien unter dem Vorsitz von Sabine Altorfer überzeugt: «Sabine Boss ist eine Filmerin mit nationaler und zunehmend internationaler Ausstrahlung. Mit «Der Goalie bin ig», diesem so melancholischen wie humorvollen Film bewies sie sich endgültig als Autorenfilmerin und zeigt, dass sie zu den besten im Schweizer Filmbusiness gehört. Die Jury ist stolz und glücklich Sabine Boss den Kulturpreis der AZ Medien 2015 überreichen zu dürfen».

Sabine Boss ist die 17. Kulturpreisträgerin. Die Auszeichnung wird ihr anlässlich einer Feier diesen Oktober überreicht. Der Kulturpreis der AZ Medien ging in früheren Jahren an: Scuola Teatro Dimitri, Tanzcompagnie Flamenco en route, Egon Amman, Hugo Suter, Franz Hohler, Ruedi Häusermann, Sonja und Roger Kaysel, Klaus Merz, Samir, Sol Gabetta, Beat Zoderer, Max Lässer, Andreas Fleck, Pedro Lenz, Massimo Rocchi und Dieter Amman.

Bild: Condorfilms.ch

ASW mit fünf neuen Mitgliedern

An der 52. ordentlichen Generalversammlung der ASW vom 8. Mai 2015 wurden sowohl Michael Waldvogel als Präsident, Roland Friedl als Vizepräsident als auch alle bisherigen Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt – und fünf neue Mitglieder begrüsst.

Gleich fünf Agenturen in die Reihen der ausgezeichneten, inhabergeführten Kommunikations-Agenturen aufgenommen:
Raphaël Surber von der Agentur Mehrwert in Baden, Tobias Gläser von Glaswerk Design in Baden, Pascale Hoch von Kraftkom in St. Gallen, Ursula Keller von Prädikat in Aarau sowie Fredy Obrecht von Publix Werbeagentur ASW in Lyss (Bild v.l.n.r.).

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Zudem verabschiedete Benno Frick den langjährigen Geschäftsführer des befreundeten Branchenverbandes bsw. In einem witzigen Interview befragte Benno den abtretenden Peter Leutenegger über Branchenvisionen und seine eigenen Zukunftspläne. Als Abschiedsgeschenk erhielt Peter den ASW-Kubus in Form eines Truffe-Cakes, «mehrere 10'000 Kalorien schwer» und verziert mit dem ASW-Logo aus reinstem Zucker. Die Veranstaltung fand im weit verzweigten Höhlensystem des Brünig Park in Lungern statt. Dort massen sich die Teilnehmenden auch an einem Schiesswettbewerb mit Armbrust, Pfeilbogen und Blasrohr.
 

Circus Knie vermarktet Werbeplattformen neu selbst

Der Schweizer National-Circus Knie hat für die Vermarktung seiner Werbeflächen neu die Abteilung Werbemarkt geschaffen und verantwortet seit Tourneestart die Marktbearbeitung nun in Eigenregie. Die Leitung übernimmt Sybille Amstutz.

Mit dieser Neuausrichtung kann das Unternehmen die Werbekunden noch optimaler beraten und gezielter auf ihre individuellen Bedürfnisse eingehen. Produkte und Dienstleistungen im und um den Circus Knie werden während der achtmonatigen Tournee in der ganzen Schweiz oder punktuell an einzelnen Gastspielorten publikumsnah und werbewirksam in Szene gesetzt. Der Schweizer National-Circus stellt hierfür verschiedene attraktive Werbemöglichkeiten zur Verfügung: Werbespots, Dia-Werbung, Plakatstellen rund ums Chapiteau und im Eingangszelt, Kinderwettbewerb vor den Nachmittagsvorstellungen und Inserierungsmöglichkeiten im Knie-Magazin.

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Leiterin der Abteilung Werbemarkt ist Sybille Amstutz. Die 39-Jährige ist seit 15 Jahren in der Medienbranche tätig und arbeitete zuletzt bei NZZ Media, wo sie für die Titel NZZ und NZZ am Sonntag im Markt agierte.
 

Markenempfehlungen in sozialen Medien

15,9 Millionen Online-Nutzer in Deutschland bewerten regelmässig Produkte im Social Web – rund 30 Prozent davon lassen sich dabei als «Influencer» klassifizieren, wie eine von der Hochschule Macromedia und Webguerillas veröffentlichen neue Studie zeigt.

Facebook und Co. bleiben für die deutsche Wirtschaft ein wesentlicher Seismograph der Konsumentenlaune: Das unterstreicht eine aktuelle Studie der Hochschule Macromedia gemeinsam mit der Agentur Webguerillas. Demnach hat jeder dritte Deutsche in den vergangenen sechs Monaten mindestens einmal eine Markenempfehlung oder eine negative Markenäusserung im Social Web getätigt. Über die Hälfte davon (54 Prozent) gehen dabei auch über das Netzwerk der Freunde hinaus, so die Untersuchung «Markenempfehlungen in sozialen Medien». Sie basiert auf einer repräsentativen Online-Befragung unter 2’000 Probanden zwischen 18 und 65 Jahren in Deutschland und den USA und untersucht erstmals international vergleichend das Empfehlungsverhalten in den sozialen Medien und die Motive von Konsumenten dafür.

Demnach gelten 15,9 Millionen Online-Nutzer als «Recommender». Etwa jeder Dritte unter ihnen sieht sich als besonders markenaffinen, kommunikativen Marktkenner: Bei diesen hierzulande insgesamt 4,6 Millionen Konsumenten handelt es sich um sogenannte «Influencer».

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Kennzeichnend für diese Gruppe: Sie identifizieren sich mit den Marken, denen sie auf Social Media folgen, nutzen täglich die sozialen Plattformen und sind besonders stark vernetzt. Insgesamt zählt jeder elfte Deutsche zu der Gruppe der Influencer. Soziodemografisch betrachtet sind diese laut der Analyse überdurchschnittlich jung, männlich und berufstätig und verfügen tendenziell über einen höheren formalen Bildungsabschluss.

«Viele Konsumenten suchen heute bewusst den Kontakt zu bewährten Experten im Social Web, bevor sie sich für den Kauf eines bestimmten Produktes entscheiden. Beim Influencer-Marketing geht es darum, mit denjenigen in Verbindung zu stehen, die als Experten gefragt sind. 2015 müssen sich Marketeer dieser Herausforderung stellen», so David Eicher, Geschäftsführer von Webguerillas.

Im Influencer Marketing lassen sich drei besondere Typen differenzieren: Die «Brand Lovers» (27 Prozent) sind sehr am Produkt interessiert und pflegen eine starke persönliche Bindung zur Marke. Sie helfen anderen Usern gerne mit ihrer Erfahrung und wollen ihre bevorzugten Unternehmen unterstützten. Die «Brand Critics» (24 Prozent) wollen mit Kritik an der Marke Unternehmen zu einer Reaktion bewegen oder auch einfach ihrem Ärger über ein bestimmtes Produkt Luft machen. An der Schnittstelle dieser beiden Typen befinden sich die «Brand Mavens» (23 Prozent). Sie können – aufgrund der Verknüpfung ihrer grundsätzlich positiven Einstellung zur Marke und ihrer Grundhaltung als kritische Konsumenten – besonders starken Einfluss ausüben.

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Insgesamt betrachtet geben 78 Prozent der Influencer an, sowohl positiv als auch negativ über Marken und Produkte zu berichten – rein negative Äusserungen sind mit zwei Prozent die absolute Ausnahme. 54 Prozent der Influencer schreiben dazu jede Woche Beiträge auf Blogs und in Foren. Weitere 64 Prozent kommentieren diese mindestens einmal pro Woche. Nahezu alle Influencer (99 Prozent) folgen ihren Lieblingsmarken auf Facebook, immerhin 89 Prozent auf Twitter und weitere 75 Prozent auf YouTube.

«Der Umgang und die Auseinandersetzung mit Marken im Social Web sind in Deutschland und den USA sehr ähnlich. Zudem führen die Befragten beider Länder die gleichen Motive an, warum sie sich im Netz zu einer Marke oder einem Produkt äussern. Lediglich bei der Nutzung der Social Media-Kanäle gibt es einen Unterschied: In den USA ist Twitter deutlich populärer», erläutert Castulus Kolo, wissenschaftlicher Projektleiter und Dekan der Hochschule Macromedia.
Die gesamte Studie steht ab sofort unter diesem Link  zum Download (PDF) bereit.
 

«Top Usflug» neu mit Esther Fischer

Die beliebte Sendung «Top Usflug» auf Tele Top wird neu von der Schauspielerin und Musicaldarstellerin Esther Fischer moderiert. Sie ist unter anderem bekannt aus der RTL-Serie «Unter uns».

Die 34-jährige Schaffhauserin stand bereits für diverse TV-Produktionen vor der Kamera. Neben der RTL-Serie «Unter uns» spielte sie auch in verschiedenen Sat.1-Serien oder bei Aktenzeichen XY (ZDF). Für einen Werbespot im Deutschen Fernsehen stand sie mit Fussballer Michael Ballack gemeinsam vor der Kamera. Esther Fischer hat an der «Film Acting School» in Köln ein Schauspielstudium absolviert und hat eine klassische Gesangsausbildung. «Ich freue mich, in meiner Region den Zuschauern tolle Ausflüge zu zeigen», sagt die sympathische Schaffhauserin. Die Sendung «Top Usflug» stellt jede Woche ein neues Ausflugsziel aus der Ostschweiz vor. Esther Fischer begrüsst als Nachfolgerin von Simona Amati die Zuschauer zum ersten Mal am 6. Juni 2015. Sie wird mit einem Weidling auf dem Rhein unterwegs sein.
 

Vitamin 2: Kampagne für 8 Days a Week

Vitamin 2 hat die unendliche Geschichte neu inszeniert und den Neuauftritt des Unternehmens 8 Days a Week lanciert.

Litfasssäulen, Schaufenster und Lokaltüren schmückten die letzten Tage die Ostschweiz mit einer neuen unendlichen Geschichte. Schlichte schwarze Plakate mit einer grossen weissen «8» dienten als Teaser. Flankierend wurden 220 Werbeagenturen und Ateliers mit einem Mailing angeschrieben.

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Der in der Ostschweiz vieldiskutierte Kommunikations-Auftritt ohne erkennbaren Absender wurde eine Woche später mit ergänzenden Infoplakaten, Teasermailing und einem neuen Webauftritt aufgelöst. Die Unternehmung, die hinter dieser Aktion steht, heisst «8 Days a Week» und ist mit über 2200 Plakatstellen und 22 Jahren Erfahrung ein ausgewiesener Profi für die Verbreitung von Plakaten und Flyern. 8 Days a Week ist vorwiegend für Werbeagenturen, Kultur- und Event-Veranstalter aktiv.

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Verantwortlich bei 8 Days a Week: Rubel Vetsch. Verantwortlich bei Vitamin 2: Jan Hasler (Beratung), Dominic Rechsteiner (Grafik/Design), Thomas West (Progammierung).
 

Abstimmung löst SRG-Grundsatzdebatte aus

Mit dem neuen Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) müssten die Haushalte weniger Gebühren zahlen als heute. Das verspricht der Bundesrat. Trotzdem ist ungewiss, ob das Stimmvolk Ja sagt. Zum Erstaunen der Befürworter scheint es vielen nicht bloss ums Portemonnaie zu gehen.

Statt über tiefere Gebühren wird im Abstimmungskampf über den Service public und das Programm der SRG diskutiert – Fragen, um die es in der Abstimmung vom 14. Juni allerdings gar nicht geht. Entschieden wird einzig über einen Systemwechsel: Die bisherige geräteabhängige Empfangsgebühr soll durch eine allgemeine Abgabe ersetzt werden. Der Bundesrat und das Parlament wollen damit der Tatsache Rechnung tragen, dass Radio- und Fernsehprogramm heute auch auf dem Computer oder dem Handy konsumiert werden können. Weil es keine Schwarzseherinnen und Schwarzhörer mehr gäbe, könnte die Finanzierung auf mehr Schultern verteilt werden. Die Gebühr für Haushalte würde dadurch laut Bundesrat von 462 auf rund 400 Franken sinken.

Höhere Gebühren für grosse Unternehmen

Dass das neue Gesetz überhaupt bekämpft wird, hängt mit den Regeln für Unternehmen zusammen. Heute zahlen die meisten keine Gebühren, obwohl sie eigentlich müssten – pro Betriebsstätte je nach Nutzung zwischen 612 und 1409 Franken. Mit dem neuen Gesetz würden rund drei Viertel der Unternehmen – jene mit einem Umsatz von unter 500'000 Franken pro Jahr – offiziell von der Abgabe befreit. Für Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 500'000 und einer Million Franken fielen 400 Franken pro Jahr an. Bei einem Umsatz von einer Million Franken läge die Abgabe bei 1000 Franken und würde dann stufenweise steigen. Unternehmen mit Milliardenumsätzen müssten somit mehr beitragen als heute.

Grundsatzkritik am Staatsfernsehen

Dagegen sträubt sich der Gewerbeverband, der das Referendum ergriffen hat. Für dieselbe aufgezwungene Leistung müssten Unternehmerinnen und Unternehmer künftig doppelt zahlen, privat und im Betrieb, kritisieren die Gegner. Ausgerechnet in Zeiten des starken Frankens würden Unternehmen stärker zur Kasse gebeten – obwohl sie ja streng genommen gar nicht nicht Radio hören oder fernsehen könnten. Die gegnerische Kampagne beschränkte sich jedoch nicht auf diesen Aspekt, sondern warnte vor einer neuen «Billag-Mediensteuer» – und lancierte eine Grundsatzdiskussion über das Staatsfernsehen, das zum Fass ohne Boden werde. Mit dem neuen Gesetz erhielten Bundesrat und SRG einen Freipass für unbeschränkte Gebührenerhöhungen, warnte Gewerbeverbandspräsident und SVP- Nationalrat Jean-François Rime. Es drohten Gebühren von 1000 Franken.

Aus der Luft gegriffen

Das wiederum verärgerte die Befürworter. Solche Aussagen seien völlig aus der Luft gegriffen, monierten sie. Es handle sich um bewusst gestreute, absurde Falschaussagen. Sowohl Medienministerin Doris Leuthard als auch SRG- Generaldirektor Roger de Weck versicherten, die Gebühr werde nicht steigen, sondern sinken. Tatsache ist, dass der Bundesrat die Gebühren erhöhen könnte, wenn er wollte. Diese Kompetenz hat er allerdings schon heute, daran ändert sich bei einem Nein zum neuen Gesetz nichts. Bei einem Nein bleibt es bei den heutigen Empfangsgebühren, Haushalte und Unternehmen müssen sich weiterhin bei der Billag an- und abmelden.

Übergangsfrist von fünf Jahren

Bei einem Ja gäbe es eine Übergangsfrist von fünf Jahren, in welcher sich Medienabstinente von der Gebühr befreien lassen könnten. Dauerhaft befreit wären alle Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen. Billag- Kontrollen bräuchte es nicht mehr. Private Radio- und Fernsehveranstalter würden ferner einen grösseren Anteil aus dem Gebührentopf erhalten. Heute erhalten die Privaten mit Service-public-Auftrag insgesamt rund 54 Millionen Franken pro Jahr, neu wären es bis zu 81 Millionen Franken – bis zu 6 Prozent statt wie heute 4 Prozent.

SVP, FDP und GLP dagegen

Im Parlament hatten sich die SVP und die GLP sowie ein Teil der FDP gegen das neue Radio- und Fernsehgesetz gestellt. Diese Parteien empfehlen denn auch ein Nein für die Abstimmung. Der Ausgang ist gemäss der ersten SRG-Trendumfrage offen: Ende April hätten sich 46 Prozent der Teilnahmewilligen bestimmt oder eher für die Vorlage ausgesprochen, 45 Prozent waren bestimmt oder eher dagegen, und 9 Prozent hatten noch keine Meinung. Die Befürworter hatten nicht mit so starkem Widerstand gerechnet. Wenn man sich vor Augen halte, dass das heutige Gesetz nur den Schwarzhörern und -sehern diene, erstaune die massive Kampagne gegen das neue Gesetz schon etwas, stellte etwa BDP-Nationalrat Urs Gasche (BE) fest. Wasser auf die Mühlen der Gebühren-Kritiker war ein Bundesgerichtsurteil, dass mitten in den Abstimmungskampf fiel. Das Urteil bewirkt, dass die Billag-Gebühr um rund 11 Franken sinkt, weil sie nicht mehr der Mehrwertsteuer unterliegt. Mit dem Gesetz, über das am 14. Juni abgestimmt wird, hat indes auch das nichts zu tun. (SDA)

Ruf Lanz: Integrierte Wiedereingliederungs-Kampagne für Suvacare

Für Suvacare hat Ruf Lanz in Zusammenarbeit mit Stories eine neue Wiedereingliederungs-Kampagne kreiert und zeigt: Viele Verunfallte vermissen ihre Arbeit.

Im letzten Jahr sorgte der SuvaLiv-Präventionsspot «Ein Fussballstadion voller Verletzter» von Ruf Lanz für Aufsehen. Das Publikum wählte ihn per Online-Voting zum Spot des Jahres, zudem wurde er beim Edi mit Gold und beim ADC mit Silber ausgezeichnet. Werbewoche.ch berichtete darüber. Nun folgt eine neue überraschende Kampagne der Suva, diesmal für die Angebotsmarke Suvacare. Mit Suvacare engagiert sich die Suva für die ganzheitliche Rehabilitation von Menschen nach einem Unfall, unter anderem mit zwei eigenen Rehabilitationskliniken in Sion und Bellikon.

Im Mittelpunkt der neuen Kampagne stehen ein Handwerker, ein Sanitär-Installateur, ein Automechaniker, ein Gärtner und eine Stuckateurin, die sich nach einem Unfall im Spital bereits wieder nützlich machen und dabei voller Berufsstolz ihre beruflichen Fähigkeiten anwenden. Mit gutem Grund: Nach einem Unfall vermissen viele Menschen ihre Arbeit. Denn der Wiedereinstieg in den Berufsalltag gibt ihnen ein Stück Lebensqualität zurück, eröffnet ihnen neue Perspektiven und schliesst sie wieder in den Kreis der Kolleginnen und Kollegen ein. Die Suva unterstützt Menschen nach einem Unfall auf ihrem Weg zurück. Daneben ist aber auch der moralische Support des gesamten Umfelds entscheidend. Deshalb fordert die Suva dazu auf, betroffene Kolleginnen und Kollegen bei der Rückkehr ins Berufsleben zu unterstützen.

Die neuen, mit Liebe zum Detail inszenierten Filme wurden von Ruf Lanz konzipiert und in enger Zusammenarbeit mit der Filmproduktion Stories umgesetzt. Das Konzept kommt mit hohem Wiedererkennungswert in folgenden Medien zum Einsatz: Online- und TV-Spots auf allen relevanten Kanälen, Online-Banner auf vielbeachteten Websites sowie ein Quiz auf Facebook, das auf spielerische Art Wissen zum Thema Wiedereingliederung vermittelt.

Verantwortlich bei der Suva: Urs Schaad (Leiter Marketingkommunikation), Nadja Kunz (Kampagnenleitung), Beat Widmer (fachliche Beratung), Beat Mark (medizinische Beratung). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (Creative Direction), Isabelle Hauser (Art Direction), Florian Birkner (Text), Tanja Felix (Beratungsleitung), Pascal Trütsch (Beratung). Jonathan Heyer (Fotografie), Patrik Rohner, Tobias Stierli (Bildbearbeitung). Programmierung Online-Massnahmen: Teil.ch (Alain Zeiter). Verantwortlich bei Stories: Tobias Fueter (Regie), Yves Bollag (Executive Producer), Anna Lehmann (Line Producer), Pascal Walder (Kamera), Beni Fueter (Schnitt), Fabian Sturzenegger (Musik), Adrian Suter (Visuelle Effekte), Fabian Kimoto (Color Grading), Gian Dolder (Sound Design & Mix), Peter Scherz (Production Design).

Zu guter Letzt: Hier und jetzt

Ogilvy UK kommuniziert einfach und direkt: Weibliche Genitalverstümmelung passiert nicht nur weit weg in fernen Ländern, sondern auch hier, vor der eigenen Haustür.

Female Genital Mutilation, kurz FGM, ist eines dieser Themen, bei denen einem nur das ungläubige Kopfschütteln bleibt. Aber: Kopfschütteln hilft niemandem. Aussichtsreicher sind da Informations- und Sensibilisierungskampagnen. Die Organisation 28 Too Many – benannt nach den 28 afrikanischen Staaten, in denen FGM praktiziert wird – hat sich zum Ziel gesetzt, die schändlichen,  Praktiken in die Geschichtsbücher zu verbannen. Und zwar nicht nur in Afrika, sondern überall, wo Mädchen und Frauen der Tradition wegen und aus Aberglauben verstümmelt und beschnitten werden. Also auch in Ländern wie Irak, Jemen, Indonesien und Malaysia… und Schweden, Deutschland, Grossbrittanien, Portugal, Italien oder die Niederlande. Auch in der Schweiz geht man von über 10'000 gefährdeten oder bereits betroffenen Frauen aus (Quelle: SRF). Bis zu je 50'000 Migrantinnen (oder Frauen mit Migrationshintergrund) sind in zahlreichen europäischen Ländern bedroht. Ogilvy kommuniziert, dass das Unfassbare auch vor der eigenen Haustür passiert – und es unterstützenswerte Organisationen gibt, die dabei nicht tatenlos zusehen wollen. (hae)

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