24 Heures mit personellen Änderungen und aufgefrischtem Konzept

Die Westschweizer Zeitung 24 Heures meldet Sesselwechsel in der Redaktion.

Die Westschweizer Zeitung 24 Heures meldet Sesselwechsel in der Redaktion. Danièle Pittet wird
Chefredaktorin der Splitausgabe Nord vaudois/Broye, Corinne Feuz leitet
neu in Montreux die Ausgabe Riviera/Chablais. Laurent Caspary wird
regionaler Chef der Ausgabe für Lausanne und Region. Thierry Meyer und
Xavier Alonso werden als stellvertretende Chefredaktoren in der
Zentralregion amten. Meyer ist gegenwärtig bei Le Temps, Alonso bei der
Lausanner Edition von 24 Heures tätig. Der bisherige stellvertretende
Chefredaktor David Moginier wird sich der Entwicklung regionaler
Ausgaben von 24 Heures und Tribune de Genève widmen.
Überarbeitet wurden die grafische Darstellung und das Konzept von 24
Heures, um die Lesbarkeit zu erhöhen. Die Informationen aus
dem Waadtland werden in jeder Regionalausgabe identisch am Anfang des
Regionalteils platziert. Die spezifisch lokalen Berichte füllen eine
deutlich abgehobene Rubrik, die grosszügig illustriert sein soll. In
einem dritten Bereich werden neu Artikel aus den anderen Regionen zu
finden sein. 24 Heures reagiert mit diesem Schritt auf deutliche Kritik
aus der Leserschaft, die sich mit den Regionalausgaben nicht ganz
anfreunden konnte (vgl. Werbewoche Nr. 1/06).

Von 0 auf 100 Jahre

Autopresse Die einzige Automobilzeitung der Schweiz, die Automobil Revue, wird 100-jährig. Grund für ein sanftes Redesign.

Autopresse Die einzige Automobilzeitung der Schweiz, die Automobil Revue, wird 100-jährig. Grund für ein sanftes Redesign.«Früher glänzte unsere Zeitung eher durch
ihre Beständigkeit denn durch Innovation», sagt Roselien Huisman, seit
drei Jahren Geschäftsführerin der Automobil Revue beziehungsweise der
Revue Automobile, die zu Espace Media gehört. Wenn am 25.
Januar das neue Blatt auf den Markt kommt, wird das zwar die
Zeitungsgestaltung nicht revolutionieren, doch die grafischen und
inhaltlichen Modernisierungen wird die geneigte Leserschaft sowohl in
der Deutschschweiz als auch in der Romandie zu schätzen wissen.

Auf den ersten Blick fällt das Format der neuen Automobil Revue auf.
Sie ist, im halben Broadsheet gehalten, etwas kleiner als die bisherige
Zeitung, welche seit den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts ihrem
Format treu geblieben war. Die Macher haben auch bewusst darauf
verzichtet, einen weiteren Tabloidtitel auf den Markt zu werfen, zudem
der Touring-Club bereits einen solchen herausgibt. «Wir wollen die
einzige Autozeitung der Schweiz bleiben», sagt Huisman, die um die
Verkaufsargumente des Titels wohl weiss. Die gängigen
Automobil-Publikationen sind allesamt Magazine, Huisman ist denn auch
überzeugt davon, dass eine Zeitung landläufig eher mit hochwertigem
Journalismus gleichgesetzt werde. Vorgängige Leserumfragen unter 4000
Befragten haben den Wunsch nach einer Zeitung bestätigt.

Kompakte Einbundzeitung
Das Blatt hat sich von der umständlichen Vierbundzeitung verabschiedet
und erstrahlt als kompakte Einbundzeitung mit separatem Occasionsbund,
den Huisman bereits 2003 zu Gunsten besserer Übersichtlichkeit
eingeführt hat. Als weitere wichtige Neuerung wurde die Leserführung
verändert. Gliederte sich früher die Abfolge der Ressorts in Aktuell,
Test und Technik, Wirtschaft, Sport, so rutscht der Bereich Test jetzt
neu nach vorne. Da wurde  dem starken Interesse des Publikums an
den Tests der Automobil Revue Rechnung getragen, die als Kernelement
des Blattes einen hohen Beachtungsgrad geniessen. Als weitere Ressorts
folgen Neuheiten, Ratgeber, Wirtschaft, Drivestyle und Sport. «Den
Ratgeber haben wir weiter ausgebaut», sagt Geschäftsleiterin Huisman.
Da geht es um Autoversicherungen, Pneuwechsel und so fort. Im
Magazinbereich möchte man näher an die Leserinnen und Leser herangehen,
indem vermehrt Reportagen und Hintergrundberichte ins Blatt gerückt
werden. «Das können Themen sein, die das Auto im weitesten Sinne
begleiten, aber auch Reportagen wie zum Beispiel über einen Tag in der
Opel-Werkstatt in Rüsselsheim», erklärt Huisman.

Die neue Automobil Revue verfügt über neue Titelschriften und eine
Reihe von Auflockerungen, was dem vorher eher textlastigen
Erscheinungsbild wohltuend entgegenwirkt. Dem Leser werden eine Reihe
von Einstiegshilfen geboten, man setzt vermehrt auf Infografiken und
kürzere Texte. Kurznachrichten sind jetzt neu in Randspalten
untergebracht. «Wir möchten künftig auch den Bildern eine grössere
Bedeutung einräumen», sagt Huisman. Bei der Automobil Revue soll
deshalb in absehbarer Zeit eine neue Bildredaktion aufgebaut werden.
Eine durchschnittliche Zeitung umfasst 36 Seiten, das Westschweizer
Pendant 32 Seiten.

Regelmässig publiziert die AR Specials zu Themen wie Tuning, Cabrio,
Offroad oder Klassik. Eine Ausgabe wird sich dem kommenden Autosalon in
Genf widmen, wo das 100-Jahr-Jubiläum des Titels im Rahmen einer
Sonderausstellung gefeiert wird und wo notabene entsprechende
Automobilveteranen zu bestaunen sein werden, die in der
autojournalistischen Berichterstattung des Blattes eine Rolle gespielt
haben. Jeweils gleichzeitig mit der Eröffnung des Automobilsalons gibt die AR
seit 1947 einen durchschnittlich 600-seitigen Katalog mit allen
weltweit produzierten Autos heraus, jene von China ausgenommen, weil da
die Produktion kaum überschaubar ist.
Da, wo in den Medien Konsumgüter zum Gegenstand des journalistischen
Interesses werden, stellt sich schnell die Frage nach der
journalistischen Unabhängigkeit. Wie unabhängig ist die Redaktion der
Automobil Revue? «Es gibt bei uns eine strikte Trennung von Redaktion
und Verlag», sagt Roselien Huisman. So kam es auch schon zu
Inserateboykotten von Autoherstellern, die mit den Testberichten der
Testredaktion nicht einverstanden waren.

Journalist und Rennfahrer
Die Tests – die Kernkompetenz der Redaktion – sind denn auch eine
aufwändige Angelegenheit. Normalerweise verbleibt ein Auto während
dreier Wochen in der AR-Garage, wird gewogen, neu ausgemessen, nach
Verbrauch, Beschleunigung, Fahrverhalten, Geländetauglichkeit (in der
Kiesgrube) und so fort getestet. Damit die Messresultate möglichst
unanfechtbar sind, werden auch die Luftdruckverhältnisse während der
Testzeiten berücksichtigt. Für beide Ausgaben arbeiten zusammen 15
Redaktoren und eine Redaktorin mit hohen Ansprüchen, wie das Beispiel
von Sportredaktor Peter Wyss zeigt, der in Belgien 2004 für seine
Leistungen gleichzeitig als Journalist und als Sieger eines
24-Stunden-Rennens ausgezeichnet wurde.

Die Auflage der AR, die zu 90 Prozent im Abonnement verkauft wird,
beträgt in der Deutschschweiz 38 215 (Reichweite 5,1%)  und in der
Romandie 18 622 Exemplare (Reichweite 5,8%). Für Inserenten gilt der
Standardtarif für SW und vierfarbig, der Farbzuschlag entfällt.
Individualtarife sind praktisch verschwunden. Damit auch für
Kleininserenten Anzeigen erschwinglich bleiben, können Inserate bis
hinunter auf 1/32 Seite geschaltet werden. Der Wegfall der
Farbzuschläge verbilligt eine Seite vierfarbig im Inseratekombi mit der
Westschweizer Ausgabe um 5,7 Prozent (1/4 Seite um 17% und 1/8 Seite um
44%).

René Worni

Rückspiegel

Awards Zum 30. Mal wählte die Leserschaft der Werbewoche den Werber des Jahres. Das Jubiläum bietet Anlass für eine Retrospektive.

Awards Zum 30. Mal wählte die Leserschaft
der Werbewoche den Werber des Jahres. Das Jubiläum bietet Anlass für
eine Retrospektive.Und die wird zum virtuellen Familientreffen. Anders als die Werbekreativen, deren
Geschäft die Zukunft und daher meist ungewiss ist, darf man zu
gegebenem Anlass auch einen sicheren Blick in die Vergangenheit werfen.
Die 30. Verleihung des Titels «Werber des Jahres» ist so einer. In
unserer kleinen Chronik der Preisträger lassen wir nochmals all die
Namen von bekannten und nunmehr unbekannten Werberinnen (nur gerade
fünf oder rund 17%) und Werbern Revue passieren.

Und da wir schon bei den statistischen Auswertungen sind: Die Schweizer
Elite der Werbekreativen scheint eine recht dominante Position
einzunehmen. Die Wahrscheinlichkeit einer Nomination und gar eines
Medaillenranges ist bei jenen, die bereits zur Wahl standen, ungleich
grösser. Nur in wenigen Fällen ist es Newcomern gelungen, in die engere
Wahl zu kommen und, noch seltener, einen Platz an der Sonne zu erobern.
Die Ausnahme, die diese Regel bestätigt, ist – so wollten es das
Schicksal und die Wählenden – der neue Werber des Jahres: Markus Ruf.
Bei seiner ersten Wahl im Jahr 2001 war er noch als Freelance-Texter
tätig. Doch wenige Monate darauf gründete er mit Danielle Lanz
(Werberin des Jahres 2000) die eigene Agentur.

Und auch dieses unternehmerische Denken – eine Eigenschaft, die in der
Werbebranche überdurchschnittlich verbreitet ist – scheint er mit den
meisten Gewinnern zu teilen. Dagegen darf sich Ruf über den Einlass in
einen noch exklusiveren Club freuen: den der zweifach ausgezeichneten
Werber des Jahres. Darin sitzen erst Ruedi Wyler, Reinhold Weber und
André Benker.

Luca Aloisi

Die Liste
2006
Markus Ruf
2005
Beat
Mühlemann
2004
Martin
Spillmann
2003
Ruedi Wyler
2002
Dominique
von Matt
2001
Markus Ruf
2000
Danielle Lanz
1999
Bruno Widmer
1998
André Benker
1997
Liliane Lerch
1996
André Benker
1995
Martin Denecke
1994
Walter Bosch
1993
Yvonne
Del Medico
1992
Hansjörg
Zürcher
1991
Reinhold Weber
1990
Yvonne Hodel
1989
Adolf Wirz (†)
1988
Andy Steiner
1987
Reinhold Weber
1986
Hans Ulrich Schweizer / Jost Wirz
1985
Fredy Collioud
1984
Jean Etienne Aebi
1983
Ruedi Wyler
1982
Peter Marti
1981
Hans Gfeller
1980
Peter Lesch / Aldo Frei
1979
Jörg Steiner
1978
Jörg Kissling
1977
Doris Gisler / André Hofer

Neue Werbemarktleiter bei Tamedia

Sandro Rüegger wird Leiter Werbemarkt für den Tages-Anzeiger, Daniel Schnüriger übernimmt die Leitung des Werbemarkts Zeitschriften.

Sandro Rüegger wird Anfang März Leiter
Werbemarkt für den Tages-Anzeiger und übernimmt die Gesamtverantwortung
für den nationalen und regionalen Werbemarkt. Gleichzeitig wird er
Stellvertreter von Verlagsleiter Rolf Bollmann. Rüegger leitet seit
September 2004 den Werbemarkt Zeitschriften des Verlagshauses Tamedia.
Zuvor war der 37-Jährige unter anderem Marketingleiter des
Wirtschaftsblatts Bilanz, Geschäftsleitungsmitglied bei Jean Frey und
Verlagsleiter von TR7/TV Star. Sein Nachfolger für den Werbemarkt
Zeitschriften wird Daniel Schnüriger. Er leitet seit Anfang 2005 das
Anzeigenteam von Facts. Die Anzeigenleitung des Nachrichtenmagazins
übernimmt der bisherige Gebietsverkaufsleiter Thomas Estermann.

Neuer Werbepool von Radio Basel1 und Radio Regenbogen

Der Basler Lokalsender Radio Basel1 und das deutsche Radio Regenbogen haben per 1. Januar 2006 eine gemeinsame Vermarktungsfirma gegründet.

Der Basler Lokalsender Radio Basel1 und
das deutsche Radio Regenbogen haben per 1. Januar 2006 eine gemeinsame
Vermarktungsfirma gegründet. Ziel der Radio Pool Basel AG ist die
vereinte Kundenberatung sowie Akquisition und Abwicklung von
Werbeaufträgen im Wirtschaftsgebiet Basel. Die beiden Sender
kooperieren bereits seit mehr als zehn Jahren. Mit RadioBeo und Radio
BE1 bilden sie das Werbekombi „Pool 2000“.

Goldbach Media mit neuem Web-Auftritt

Im Zuger der Überarbeitung der gesamten Kommunikation hat die oldbach-Media-Gruppe ihren Web-Auftritt nach fünf Jahren neu gestaltet.

Im Zuger der Überarbeitung der gesamten
Kommunikation hat die Goldbach-Media-Gruppe ihren Web-Auftritt nach
fünf Jahren neu gestaltet. Neu sollen die Kunden, Medien und andere
Interessenten eine Vielzahl an Marktinfos und Hintergrundinformationen
über das Unternehmen vorfinden. Das Layout stammt von der Zürcher
Web-Agentur Future Connection, die technische Umsetzung von der
IT-Firma Skybow.

Swisscom gliedert Telex-Plattform aus

Swiss Telex wird neue Betreiberin, Swisscom bleibt Vertrags- und Ansprechpartner für die Schweizer Kunden.

Die Swisscom gliedert den Betrieb ihrer
Telex-Plattform an das in Lugano domizilierte Unternehmen Swiss Telex
aus. Begründet wird dieser Schritt von Swisscom damit, dass das
Telex-Geschäft seit Jahren rückläufig sei, da neue Technologien wie
Fax, E-Mail und digitale Signatur den Service zunehmend ersetzen
würden. Dennoch zählen in der Schweiz immer noch rund 300
Geschäftskunden auf den Telex. Für sie bleibt weiterhin die Swisscom
Vertrags- und direkter Ansprechpartner. Mit der Betriebsausgliederung
soll der Dienst auf längere Sicht aufrechterhalten werden. Swiss Telex
wird zusätzlich den Telex-Verkehr von sieben ausländischen Anbietern
übernehmen und richtet sich auf weitere Serviceanbieter aus. Das
Fernziel sei, Kunden in Asien und Europa zu bedienen. Elf Mitarbeitende
von Swisscom wechseln zu Swiss Telex.

Über Kunden lernen

Alex Halvais, Kommunikationsprofessor an der Universität Buffalo, über die Bedeutung von Weblogs für die Werbe- und Marketingindustrie.

Alex Halvais, Kommunikationsprofessor an der Universität Buffalo, über die Bedeutung von Weblogs für die Werbe- und Marketingindustrie.WW: Können Blogs wirklich die Bedürfnisse der Marketingindustrie mit ihren detailliert vorgegebenen Demografiken erfüllen?
Alex Halavais: Nichts kann
sie wirklich befriedigen … Aber ja, man kann mit Hilfe von Blogs sehr
viel mehr über seine Kundschaft und die potenzielle Kundschaft lernen.
Man bekommt dadurch Informationen, die man durch Fokusgruppen und
traditionelle Kundenbefragungen nicht erfährt. Blogs sind weniger
aufdringlich als die herkömmlichen Methoden, und dadurch werden die
Leute unbefangener, allerdings mitunter auch schwammiger. Viele
Marketingprofis nutzen diese neuen Möglichkeiten noch nicht, also haben
jene, die es tun, einen entscheidenden Marktvorteil.

WW: Werden ältere Zielgruppen dadurch nicht vernachlässigt?
Alex Halavais: Im
Moment schon. Aber ich denke, dass sich diese Lücke in den nächsten
zwei Jahren schliessen wird, vor allem wenn man berücksichtigt, dass
auch ältere Zielgruppen Blogs zumindest lesen. Marketer müssen sich
dessen bewusst sein. Blogger sind in der Regel Leute, die sich als
Erstes mit technologischen und auch anderen Innovationen auseinander
setzen. Das sind nun mal oft jüngere Leute, und sie sind eine wichtige
Demografik.

WW: Glauben Sie, dass Umbria einen Marktvorteil gegenüber ihren Konkurrenten hat?
Alex Halavais: Es
ist noch zu früh, um einen Favoriten auszurufen. Doch Umbria hat es
geschafft, eine Menge Gesprächsstoff zu generieren, und da dies auch
ihr Business ist, sieht das nicht schlecht aus. Dies ist ein
Wachstumsmarkt, und er entwickelt sich schnell. Wer immer am Ende der
Beste sein wird, muss eine Menge Geschäftssinn haben und sein Produkt
laufend technologisch erneuern.

Interview: Gerti Schön

Springer Science+Business mit neuer Kommunikationsverantwortlicher

Annika Dirks ist neue Director Corporate Communications bei Springer Science + Business Media.

Annika Dirks ist neue Director Corporate
Communications bei Springer Science+Business Media. Sie verantwortet
per sofort die Pressearbeit im deutschsprachigen Raum, die
Öffentlichkeitsarbeit der Unternehmenssparte Business-to-Business und
die politische Kommunikation. Dirks war zuvor als
Kommunikationsberaterin bei APCO Deutschland tätig.

Regionalisierung der Swiss TXT Redaktion hat begonnen

47 Redaktionsmitglieder sind von der Regionalisierung betroffen. Wie das Bieler Tagblatt berichtet, wird nach dem etappenweisen Umzug am 1. April in Genf, am 1. Mai in Zürich und am 1. Oktober im Tessin die Arbeit wieder aufgenommen werden.

47 Redaktionsmitglieder sind von der
Regionalisierung betroffen. Wie das Bieler Tagblatt berichtet, wird nach dem etappenweisen Umzug am
1. April in Genf, am 1. Mai in Zürich und am 1. Oktober im Tessin die
Arbeit wieder aufgenommen werden. Jeweils drei Monate vorher erhalten
die Redaktionsmitglieder eine Änderungskündigung. Für diejenigen
Redaktionsmitglieder, die nicht umziehen wollen, ist ein Sozialplan
erstellt worden. Der Sozialplan lehne sich an die SRG-üblichen
Standards. Bereits ist auch ein Coaching eingerichtet worden. Eine
externe Berner Firma begleitet die nicht umzugsbereiten Mitarbeiter
während eines halben Jahres bei ihrer Neuorientierung.
Ende März 2005 wurde bekannt, dass Swiss TXT wegen Sparmassnahmen bei
der SRG regionalisiert wird. Proteste der Angestellten, der Stadt Biel
und des Kantons Bern hatten zur Folge, dass vorläufig Management, Human
Resources, Finanzen, Kommunikation, Marketing und Informatik in Biel
bleiben.

Differenzbereinigung beim Radio- und Fernsehgesetz

Wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten, beharrt die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) mit 19 zu 4 Stimmen an festen Prozentsätzen beim Gebührensplitting.

Wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten, beharrt die
Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) mit 19 zu 4 Stimmen an festen Prozentsätzen beim Gebührensplitting. Die zuständige Nationalratskommission will in diesem Hauptstreitpunkt dem Ständerat nicht nachgeben. Der Ständerat hatte sich für eine flexible Lösung von 3 bis 5 Prozent ausgesprochen. Die Privatradios und die Privatfernsehstationen sollen fix je 4 Prozent der SRG-Empfangsgebühren erhalten.
  
Die KVF legte hingegen wie der Ständerat fest, dass der Bund
„mindestens“ die Hälfte des Auslandangebotes der SRG (Swissinfo)
abgelten soll. Für die Publikumsforschung soll ein Stiftungsmodell
vorgesehen werden. Auch bei der Aufsicht über Werbung
und Sponsoring schloss sich die KVF dem Ständerat an: Die Aufsicht soll
beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) belassen werden, so dass die
Unabhängige Beschwerdeinstanz (UBI) nur für den redaktionellen Teil
zuständig bleibt. Dieser Entscheid fiel indes nur mit 12 zu 10 Stimmen.
Wie die SDA weiter mitteilt, sollen neben dem Gebührensplitting will
die KVF an besonderen Vorschriften für die Kabelverbreitung
kommerzieller Programme und
an einer auf Radios beschränkten Unterstützung für die
drahtlos-terrestrische Verbreitung in Berggebieten festhalten. Die
Differenzen werden in der Frühlingssession angegangen.

Grossaktionär der Verlagsgruppe Agefi senkt Beteiligung

Nachdem Hauptaktionär Alain Fabarez im Dezember seinen Anteil an der defizitären Verlagsgruppe Agefi von 38,2 auf 16.66 Prozent gesenkt hatte, folgt nun der Kairos Fund diesem Beispiel nach.

Nachdem Hauptaktionär Alain Fabarez im
Dezember seinen Anteil an der defizitären Verlagsgruppe Agefi von 38,2
auf 16,66 Prozent gesenkt hatte, folgt nun der Kairos Fund diesem
Beispiel nach. Per 4. Januar senkt die auf dem Cayman Inseln ansässige
Gesellschaft den Anteil auf 63’523 Inhaberaktion, was einem Anteil von
7,58 Prozent entspricht. Die Reduktion erfolge zugunsten verschiedener
neuer Aktionäre, heisst es in einer Mitteilung der SDA. Die
Verlagsgruppe Agéfi schreibt bereits seit 2002 in Folge rote Zahlen.
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