Komplett Gesund : Neue Zeitschrift für Schul- und Naturmedizin
Das Magazin will die traditionelle Schulmedizin als auch die Naturmedizin zu Wort kommen lassen: „Die Leser sollen sich dann selber eine Meinung machen können.“
Am 24. März 2006 erscheint erstmals das Gesundheitsmagazin Komplett Gesund, das sowohl Schul- als auch Naturmedizin zu Wort kommen lässt. Herausgeber sind die Churer Mediengruppe Südostschweiz und Woodtli, eine Zürcher Fachschule für Bildung in Komplettmedizin. „Unsere Zielgruppe ist breit gefächert“, sagte Chefredaktor Philipp Flury (vormals Realisator von „Gesundheit.Sprechstunde“) gegenüber der Werbewoche. „Wir versuchen einen Spagat und möchten einerseits Leute erreichen, die in der Gesundheitsbranche arbeiten. Andererseits sprechen wir all jene an, die sich über Gesundheitsthemen informieren möchten.“ Man wolle bei möglichst vielen Themen die traditionelle Schulmedizin als auch die Naturmedizin zu Wort kommen lassen. Geboten werden Informationen aus beiden Perspektiven. Das neue Magazin will sich so eine Marktnische im nicht eben jungfräulichen Markt suchen. Bläst aber nicht gerade im Moment der Alternativmedizin ein harter Wind ins Gesicht? Flury: „Ich bin überzeugt, dass es eine Frage der Zeit ist, bis die alternativen Behandlungen ganz akzeptiert sind, auch bei den Krankenkassen. Vielleicht halt nicht mehr unter dem jetzigen Gesundheitsminister“. In der ersten Nummer wird die Initiative „Ja zur Komplementärmedizin“behandelt. „Wir haben niemanden gefunden, der dazu die Kontra-Position öffentlich beziehen wollte“, betonte Flury.Das Heft soll mit einer Auflage zwischen 6’000 und 12’000 Stück starten. Druck und Verteilung übernimmt die Südostschweiz Mediengruppe. Vertrieben wird es per Abonnement als auch am Kiosk. Für die erste Nummer ist ein Umfang von rund 60 Seiten geplant, wobei 40 für den redaktionellen Teil und 20 bis 25 für die Anzeigen reserviert sind. In der Redaktion arbeiten gegenwärtig zwei Leute, daneben will Flury auf freie Mitarbeiter setzen. Crossmediale Überlegungen wurden auch angedacht. Vorläufig setzt er auf das Internet, das auch Interaktivität garantieren soll, die der Redaktion wichtig ist. „Natürlich mache ich mir auch sonst so meine Gedanken, schliesslich verfügt die Verlegerin Südostschweiz auch über weitere Medien.“ Fest geplant sei aber im Moment nichts – zuerst muss mal das Heft starten.
