Dynamite Advertising gewinnt Brainware Solutions

Die Chamer Kommunikationsagentur erarbeitet den Marktauftritt mit neuem Corporate Design, Broschüren und einem neuen Web-Auftritt.

Die Chamer Kommunikationsagentur Dynamite Advertising AG ASW kann mit dem Software-Anbieter Brainware Solutions AG ein neues Mandat verzeichnen. Die Agentur erarbeitet den Marktauftritt mit neuem Corporate Design, Broschüren und einem neuen Web-Auftritt.

Info-Abend zur Ausbildung in Public Relations 2006

Die Berner Public Relations Gesellschaft BPRG informiert am Mittwoch, 8. März 2006, gemeinsam mit dem SPRI über Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten in Public Relations und Kommunikation.

Die Berner Public Relations Gesellschaft
BPRG informiert am Mittwoch, 8. März 2006, um 18.30 Uhr, im Allegro
Grand Casino Kursaal in Bern gemeinsam mit dem Schweizerischen Public
Relations Institut SPRI über Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten in
Public Relations und Kommunikation. Einleitend hält Daniel Eckmann,
stellvertretender Generaldirektor SRG SSR idée suisse und
SPRI-Stiftungsrat, ein Fachreferat zum Thema “PR-Ausbildung – eine
Frage des Vertrauens“.
Daniel Eckmann ist seit Oktober 2004 stellvertretender Generaldirektor
der SRG SSR idée suisse. Zuvor leitete er den Presse- und
Informationsdienst des Schweizer Fernsehens und war
Kommunikationsdelegierter von Bundesrat Kaspar Villiger. Der
Kommunikationsprofi Daniel Eckmann wird über die Herausforderungen und
Chancen im PR-Beruf sprechen. Dabei zeigt er, was es nebst einer guten
Ausbildung braucht, um ein PR-Profi zu werden.
Nach dem Referat von Daniel Eckmann informiert das SPRI über sein
gesamtes Ausbildungsangebot. Inhalte sind Berufsbilder und
Karrieremöglichkeiten in den Public Relations, Lehren und Lernen am
SPRI, Angebote für Ein- und Umsteiger, PR-Generalisten und
PR-Führungskräfte. Dabei stellt das SPRI besonders die in Bern
stattfindenden Ausbildungen, wie den Lehrgang PR-Fachfrau/PR-Fachmann,
den Nachdiplomkurs Corporate Communications und die Schreibwerkstatt,
detailliert vor.
Im Anschluss an den Informationsteil können die Teilnehmenden
individuelle Fragen mit Ausbildungsverantwortlichen besprechen. Der von
der BPRG offerierte Apéro rundet den Informationsabend ab. Die
Teilnahme am Informationsabend ist gratis. Weitere Informationen zum
Informationsabend und zur Anmeldung sind auf www.spri.ch/info abrufbar.
 

Macht Lüge Sinn?

Kolumne Lügen als unverzichtbarer Teil der Kommunikation: Hat die Wahrheit als oberste Norm ausgedient?


Kolumne Lügen als unverzichtbarer Teil der Kommunikation: Hat die Wahrheit als oberste Norm ausgedient?Auf diesen Tabubruch haben wir schon lange
gewartet: Wenn Medienschaffende, seien es Journalisten, PR-Leute oder
andere Kommunikationsmanager, in allen möglichen Ethik-Kodizes auf
Wahrheit als oberste Norm verpflichtet werden, dann musste wohl endlich
einmal ein Wissenschaftler daherkommen und das «beweisen», was uns
jetzt der Münsteraner Kommunikationsforscher Klaus Merten vor Augen
geführt hat: Dass «die Lüge ein unverzichtbarer Teil aller
Kommunikation» ist. Und dass deshalb wohl all die Ethikapostel, die uns
auf Wahrheitsliebe und Wahrhaftigkeit verpflichten wollen, scheinheilig
sind.

Merten hat nicht Unrecht: Wir alle kennen Situationen, in denen
Schwindeln als Kavaliersdelikt oder sogar als Artigkeit gilt oder in
denen – ein wenig vollmundig in systemtheoretischem
Soziologen-Chinesisch formuliert – «die Lüge als einer der wirksamsten
Mechanismen der Systemerhaltung» unentbehrlich ist.  

Doch weil offenbar gute Argumente allein nicht reichen, hat Merten auch
noch eine empirische Untersuchung nachgeschoben. In einer Befragung von
über 650 PR-Experten hat er herausgefunden, dass die Ablehnung des
folgenden Statements ziemlich lauwarm ausfällt: «Wenn ich stets loyal
zu meinem Unternehmen sein will, gibt es gelegentlich Situationen, wo
ich zum Schutz des Unternehmens auch mal lügen muss.» Laut Merten
heisst das: «Der Konsens über das Lügen bzw. Nichtlügen trägt nicht.»

Immerhin plädiert Merten mitnichten für eine Freigabe der Lüge, sondern
stattdessen für einen «bewussteren Umgang mit derselben» und für eine
Kommunikationsethik, die uns «unnachsichtig» einen differenzierteren
und reflektierteren Umgang mit der Lüge abverlangt. So weit gut
gebrüllt, Löwe!

Aber schon das erste Beispiel, wie das konkret gemeint sein könnte,
wird sicher nicht ungeteilt Zustimmung finden: Es liesse sich fordern,
so Merten, dass «die verschriftlichte Lüge mit härterem Mass zu messen
ist als die nicht fossilierende, mündlich vorgebrachte Lüge». Was ja
dann wohl hiesse, dass es eher eine Petitesse ist, wenn uns Politiker,
Wirtschaftsführer oder auch Journalisten im Fernsehen die Unwahrheit
sagen – egal, ob in der Talkshow oder in der «Tagesschau». Dagegen
würde wohl so etwas wie ein Kapitalverbrechen daraus, wenn sie dieselbe
Aussage in einer Presseerklärung oder einer Zeitung schwarz auf weiss
zu Papier bringen.

Weil der PR-Experte «seinen Chef, sein Unternehmen, seine Ideen
schützen» müsse, dürfe oder müsse er, so Merten weiter, «schon aus
diesem Grund Wahrheiten im Zweifelsfall hintanhalten» oder eben auch
«lügen – aber dann natürlich möglichst gekonnt». Das «Schmuddelimage
der PR» sei somit «strukturell bedingt»; Öffentlichkeitsarbeiter
müssten «sozusagen die Drecksarbeit machen – wofür sie allemal eine
erkleckliche Schmutzzulage auf ihr monatliches Salär verdient hätten».
Nicht nur Müllwerker werden dieses Statement ziemlich zynisch finden …

Weitere Fragen bleiben offen: Ob uns mit Mertens Tabubruch wirklich
geholfen ist, beispielsweise. Und ob wir gut beraten sind, einem
Wissenschaftler künftig Glauben zu schenken, der mit seiner Forschung
so vehement jene oberste Norm in Frage stellt, auf die letztlich auch
er als Wissenschaftler verpflichtet ist. Mit diesem Einwand immerhin
scheint Merten gerechnet zu haben. Denn für Wissenschaftler postuliert
er – wie für den Eid vor Gericht – «erhöhte Wahrheitsanforderungen».

Immerhin: Vielleicht wäre es an der Zeit, dass Sozialforscher erst
einmal über die Sinnhaftigkeit bestimmter Tabus in unserer Gesellschaft
nachdenken, bevor sie diese um der Aufklärung (oder doch nur der zu
erzielenden öffentlichen Aufmerksamkeit) willen brechen.

Stephan Russ-Mohl leitet das europäische Journalismus-Observatorium der Universität Lugano.

Raiffeisen mit neuem, strategiegemässem Branding

Die Banken-Gruppe Raiffeisen hat an der Bilanz-Medienkonferenz Ende Februar ihr neues Corporate Design vorgestellt.

Die Banken-Gruppe Raiffeisen hat an der Bilanz-Medienkonferenz Ende Februar ihr neues Corporate Design vorgestellt. Keine Ähren und Streifen sind mehr zu sehen, geblieben ist, was die Identität der Raiffeisen am besten kommuniziere: der gute Name, heisst es im Communiqué. Verantwortlich für die Umsetzung ist die Branding und Corporate Design Agentur Metadesign, die 2004 den Etat-Zuspruch erhalten hatte. Ziel sei es gewesen, die Werte, für die Raiffeisen steht, in einer zeitgemässen Weise auszudrücken und die Marke einen markanten Schritt voran zu bringen. Rund um den künftigen Schriftzug ist eine Gestaltungsplattform entstanden, zu der unter anderem Schriften, Farben und Bildstil gehören. Diesen neuen Elementen werde man bald in allen Broschüren, auf der Website und in den 1200 Filialen der Raiffeisen-Banken begegnen, heisst es im Communiqué.

Online-Werbung Januar: Verhaltener Start ins 2006

Der Boom in Sachen Online-Werbung hat sich im Januar nicht fortgesetzt, der Umsatz ist laut AIS-Index der Wemf von 4.2 Mio. Franken im Dezember auf knapp 2 Mio. Franken im Januar gesunken.

Der Boom in Sachen Online-Werbung hat sich im Januar nicht fortgesetzt, der Umsatz ist laut AIS-Index der Wemf von 4.2 Mio. Franken im Dezember auf knapp 2 Mio. Franken im Januar gesunken. Dennoch bedeutet dies eine Zunahme gegenüber Vorjahr um 0.2 Mio. Franken. Der am Mittwoch publizierte Web2index der Publigroupe weist sogar für Januar weder eine positive noch eine negative Entwicklung aus und stagniert bei 100 Punkten. Der Indes wird immer Anfang Jahr auf 100 zurückgesetzt. Die Stagnation sei allerdings nicht besonders beängstigend, da in den letzten sieben Jahren der Januar in der Online-Werbung generell verhalten ausgefallen sei. Die Online-Werbng verspreche auch für das laufende Jahr eine positive Tendenz, da immer mehr grosse Unternehmen das Internet als idealen Kommunikationskanal erkennen würden, um damit potentielle Kunden anzusprechen. Web2com entstand am 1. Juli 2005 aus der Fusion von Publimedia Webadvertising mit der Publicitas Webservices. Die Firma ist direkt der Publigroupe unterstellt.

Adlink lanciert mit „Superpool“ einen nationalen Online-Werbepool

Adlink schafft mit dem sogenannten Superpool einen nationalen Online-Werbepool mit den grössten Portalen der Schweiz.

Adlink schafft mit dem sogenannten Superpool einen nationalen Online-Werbepool mit den grössten Portalen der Schweiz. Bluewin, MSN, GMX und Romandie.com sind im Superpool dabei. Damit können laut Adlink 75 Prozent aller Schweizer Internetznutzer erreicht werden. Wie Martin Radelfinder, Managing Director von Adlink im Communiqué ausführt, bewegt sich „auch die Online Medienplanung zunehmend in Richtung Reichweitenplanung“. Mit dem Superpool sei Adlink nun in der Lage, Werbeauftraggebern mit einer einfachen Schaltung eine enorme Reichweite mit einem aumerksamkeitsstarken und IAB konformen Werbeformat zu bieten. Neu könne zum einheitlichen Tausenderkontaktpreis für alle Sites (je nach Volumen zwischen 5 und 10 Franken) grosse Branding Kampagnen in einem finanziell realistischen Rahmen realisiert werden.

Jungfrau Zeitung attraktiviert Grossratswahlen im Berner Oberland

Nach dem Konzept des "Musicstar" will die Jungfrau Zeitung 2006 den "Politstar" küren - in Zusammenarbeit mit den Parteien SVP, SP, FDP, GFL, EVP, EDU und SD.

Nach dem Konzept des „Musicstar“ will die Jungfrau Zeitung 2006 den „Politstar“ küren – in Zusammenarbeit mit den Parteien SVP, SP, FDP, GFL, EVP, EDU und SD. An den vier Podiumsdiskussionen (3 Qualifikationspodien und ein Finalpodium) mit dem 27 Grossratskandidaten ist eine Jury anwesend, die die Auftritte der Grossratskandidaten beurteilt und benotet. Diejenigen mit den besten Noten qualifizieren sich fürs Finalpodium. Auch das Publikum darf seine Stimme abgeben, die Stimme der Jury und des Publikums zählen je die Hälfte. Die Jungfrau Zeitung wertet die Publikumsstimmen aus und publiziert die Finalisten und letztlich den „Politstar“. Die Jungfrau Zeitung und die Parteien erhoffen sich von der Aktion einen überdurchschnittlichen Publikumsaufmarsch und vor allem die Mobilisierung junger Wähler.

American Advertising Association of Advertising Agencies erwartet neues Werbezeitalter

Am Mittwoch ist in Orlando die Jahreskonferenz der American Advertising Association of Advertising Agencies (AAAA) gestartet.

Am Mittwoch ist in Orlando die Jahreskonferenz der American Advertising Association of Advertising Agencies (AAAA) gestartet. 1350 Werbeexperten werden an der Konferenz teilnehmen, die seit 1994 veranstaltet wird und sich zu einem der wichtigsten Ereignisse in der amerikanischen Werbewelt gemausert hat. Unter dem diesjährigen Motto „Now, Soon and the Future“ ist laut Pressetext sind die zentralen Themen, wie man nicht-traditionelle Medienideen an Kunden bringt, welche Form eine moderne Medienorganisation aufweisen sollte und die Dekonstruierung des Branded Entertainment. Ursache für die umwälzenden Veränderungen am Werbemarkt seien die neuen digitalen Technologien. Ihre Nebenwirklung sei, dass der Begriff Zielgruppe im traditionellen Sinn nicht mehr greife. Um sich im Dschungel der neuen Werbekanäle orientieren zu können, würden sich die Werbeagenturen immer häufiger an Medienvermarkter wenden, deren Bedeutung dadurch enorm wachse. Grosses Thema der Konferenz wird auch das Messen der Werbewirkung sein. Einschaltquoten und Auflagenzahlen reichten nicht aus, um auf die tatsächliche Werbewirkung schliessen zu können.

Werbung, die aufs Ganze geht

Theater Publicis hat mit einer Plakatkampagne fürs Zürcher Schauspielhaus aktuelle Vorgänge neu interpretiert.

Theater Publicis hat mit einer Plakatkampagne fürs Zürcher Schauspielhaus aktuelle Vorgänge neu interpretiert. «Ich mach’s für die Hälfte!» – verkünden
derzeit zahlreiche Plakate im ganzen Zürcher Stadtgebiet. Zu sehen ist
jeweils ein Vertreter einer Personengruppe, die in unserer Gesellschaft
gemeinhin als unbestechlich gilt oder zumindest kaum mit sich handeln
lässt. «Kaum mit sich handeln lassen»: Diese eigene Umschreibung ihrer Idee
ist eine kecke Anspielung der Agentur Publicis an den ungewohnten
Streik, mit dem das technische Personal des Schauspielhauses kürzlich
dem Zürcher Publikum auch hinter den Kulissen «ein handfestes Theater»
geboten hat, wie ein Teil der Presse meinte. Zwar sind die neuen
Lohnverhandlungen inzwischen über die Bühne gegangen, und auch sonst
wird im Schauspielhaus wieder ordentlich gespielt. Ganz abgeschminkt
sind die Narben des theatralischen Streiks aber noch lange nicht
überall.

Keine langweilige, sondern fast schon schlingensiefernde Provokation
deshalb von Publicis, jetzt genau diese Katharsis eines Streiks an der
heiligen Pfauenbühne zum Gag für eine neue Kampagne zu machen. Unter
der Regie von CD Markus Gut hat man das tragisch inspirierte Stück aber
augenzwinkernd verfremdet als eine leichte Komödie auf die Plakatwände
gebracht.

Nicht Techniker oder gar Starschauspieler tun es für die Hälfte.
Gewählt für die Aktion wurden finanziell allgemein als integer geltende
Figuren wie ein katholischer Pfarrer, ein Soldat, ein
Fussballschiedsrichter, ein prototypischer Politiker sowie auch ein
Auftragskiller oder eine sehr aparte Vertreterin des leichten Gewerbes.

Kein zufälliges Casting hat schliesslich zu den Fotos geführt. Wer
genauer hinschaut, erkennt hinter der Rolle derer, die da tatsächlich
wohlfeil – wenn auch in einem neuen Sinne – ihre Dienste zum halben
Preis offerieren, Schauspieler des Schauspielhauses Zürich. Dazu gibt
es die aufklärende Zeile: «Für nur 190 Franken im Jahr das volle
Programm. Mit dem neuen Halbtax-Abo für die Hälfte ins Schauspielhaus
Zürich.»
Mutter Courage und ihre Werber laden in die Dreigroschenoper. Oder:
«Das Theater ist ein Unternehmen, das Abendunterhaltung verkauft!»,
könnte hier Matthias Hartmann, Intendant des Zürcher Schauspielhauses,
frei nach Brecht zitiert werden.

   

Werbung inhouse gestaltet
Das Zürcher Schauspielhaus unter der Direktion von Matthias Hartmann
lässt einen grossen Teil seiner Werbung im eigenen Haus kreieren. Die
Plakate für die einzelnen Inszenierungen sind entsprechend einfach wie
frühere «Theaterzettel» nur mit Text und Schriftsatz gestaltet. Für das
aufwändiger konzipierte Programmheft zeichnet die Abteilung Dramaturgie
mit eigenen Grafikern verantwortlich.

Mit einem Sitzplatzangebot von bis zu 1300 Plätzen und mehr als drei
Bühnen ist das Schauspielhaus Zürich die grösste Sprechbühne der
Schweiz. Im Schnitt besuchten seit 2000 jährlich ca. 130000
Zuschauerinnen und Zuschauer die rund 500 Vorstellungen des
Schauspielhauses. Das Ensemble produziert jährlich 14 bis 16
Neuinszenierungen. Dazu kommen Wiederaufnahmen, Monologe, Lesungen,
Vorträge, Reden, Gastspiele, Matineen und weitere
Sonderveranstaltungen. An der Planung, Entstehung und Vorführung der
Theaterstücke sind fast 240 festangestellte Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beteiligt.

Andreas Panzeri

Noch zögern die Verleger

René Worni über die Debatte zur Trennung von Inhalt und Werbung.

René Worni über die Debatte zur Trennung von Inhalt und Werbung.Wir wissen: Fehlende Werbeerlöse, neue
Technologien, Kommunikations- und Werbemodelle, Gratiscontent und so
fort lassen den Druck auf Medienschaffende steigen. Die Zeit scheint
also wieder einmal reif für Leitplanken und Richtlinien.

Gegenwärtig versucht die deutsche Journalistenvereinigung Netzwerk
Recherche mit einem Medienkodex den gefährdeten Journalismus zu retten.
Das Regelwerk liest sich wie aus vergangenen Zeiten: Journalisten
arbeiten unabhängig, sorgfältig, umfassend und wahrhaftig sowie nach
dem Grundsatz Sicherheit vor Schnelligkeit. Sie garantieren
uneingeschränkten Informantenschutz, machen keine PR und erwarten dafür
die Unterstützung der Medienunternehmen. Der Kodex hat auch bereits
erste  Medienwirkung: In bester Recherchiermanier hat das
Satiremagazin Konkret die Lauterkeit des Netzwerkvorsitzenden Thomas
Leif durchleuchtet.

Doch was vermögen Richtlinien für Journalisten und Verleger zu leisten?
Journalistische Realität ist subtil: Hier geht es um Grauzonen zwischen
besonnenem Journalismus  der Qualitätspresse und dem schnellen der
Gratisblätter, meinte jüngst Zeit-Chefredaktor Giovanni di Lorenzo viel
sagend. Er und die Redaktion seien ergo der Weiterentwicklung des
Hamburger Qualitätsblattes zumindest nicht im Wege gestanden.

Ebenso liess die Redaktion des Wall Street Journal Europe Werbung auf
der Frontseite fast diskussionslos durchgehen. Und hier zu Lande?
Presseratspräsident Peter Studer spricht von bedenklichen Tendenzen,
von Denaturierungen des publizistischen Auftritts der Presse durch
Werbung. Doch die Chancen für ein  Wohlverhaltensabkommen sind
intakt. Eine Charta, von den Chefredaktoren aufgesetzt, findet bei
Werbern und Werbeauftraggebern Gefallen. Nur die Verleger wollen sich
erst im Juni entscheiden. Nach den gescheiterten GAV-Verhandlungen hat
der Verlegerverband einseitig Mindeststandards erlassen. Da gibt es
einen Passus über das Verhältnis von Medienunternehmen und Redaktionen.
Bleibt zu hoffen, dass sich die Verleger nicht damit begnügen.

René Worni, Redaktor

Orange8 redesignt Mido Webauftritt

Der zur Swatch Gruppe gehörende Uhrenhersteller Mido hat die Internetschmiede  Orange8 mit dem Redesign des Internetauftritts beauftragt.

Der zur Swatch Gruppe gehörende Uhrenhersteller Mido hat die Internetschmiede  Orange8 mit dem Redesign des Internetauftritts beauftragt. Das neue Corporate Design soll auch im Internet umgesetzt werden und zwar unter besonderer Berücksichtigung der Aufwertung von Usability, Design und Inhalten. Der Internetauftritt soll die Emotionalisierung des Benadings unterstützen und weitergehende Produktinformationen bieten. Die Inhalte der Website können vom Besucher neu selbst verwaltet werden, heisst es in der Mitteilung.

Massvoller Januar

Werbeinvestitionen Laut dem Goldbach Electronic Media Index (GEMI) haben das Fernsehen und damit die elektronischen Medien im Januar minimal zugelegt.

Werbeinvestitionen Laut dem Goldbach
Electronic Media Index (GEMI) haben das Fernsehen und damit die
elektronischen Medien im Januar minimal zugelegt.
Der GEMI für den Januar 2006 bietet wie bereits in der
Vergleichsperiode im vergangenen Jahr ein praktisch unverändertes Bild:
Während der Gesamtmarkt mit 166 Indexpunkten auf dem Niveau vom
Dezember 05 verharrte, konnten die elektronischen Medien um 1
Indexpunkt massvoll zulegen. Dieses positive Resultat ist dem Medium TV
zuzuschreiben. Der auf den publizierten Daten von Media Focus basierende Index zeigt,
dass die Werbeinvestitionen in elektronische Medien insgesamt um 1
Indexpunkt auf 319 Punkte (318) angestiegen sind, während der
Gesamtmarkt wie im Dezember 2005 auf 166 Indexpunkten verblieb.
TV vermochte wie die elektronischen Medien insgesamt mit einem minimen
Wachstum von 1 Indexpunkt auf 324 Punkte (323) zu wachsen, während
Radio um 2 Indexpunkte auf 250 Punkte (252), Internet um 1 auf 177
(178) Indexpunkte sowie Teletext um 10 auf 153 Indexpunkte (163)
sanken. (gm)
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