SIX, UBS und ZKB mit Start von Bezahl-App zufrieden

Die Finanzbranche ist gemäss eigenen Angaben erfolgreich auf den Technologiezug aufgesprungen. Der Finanzinfrastrukturanbieter SIX und die beiden grossen Banken UBS und Zürcher Kantonalbank (ZKB) sind mit dem Start ihrer Bezahl-App fürs Handy zufrieden.

In der ersten Woche seit der Lancierung sei die Paymit genannte App über 10'000 mal heruntergeladen und aktiviert worden, sagten Vertreter von SIX, UBS und ZKB am Mittwoch vor den Medien in Zürich. Der grösste Anteil entfiel dabei auf die UBS. Bei der grössten Schweizer Bank sei die App 14'000 mal heruntergeladen und 9000 mal aktiviert worden. «Wir sind sehr glücklich», sagte Andreas Kubli von der UBS. Denn bisher habe man die App lediglich unter Mitarbeitern und Experten bekannt gemacht. Die 2,5 Millionen Kunden in der Schweiz werde man erst nächste Woche mit einer «sehr lauten» Werbekampagne ansprechen.

Hinweis: Mehr zur UBS-Kampagne lesen Sie in der am Freitag erscheindenden Printausgabe der Werberwoche (10/2015).

Auch die ZKB zeigte sich zufrieden. Innerhalb einer Woche habe es 1564 Aktivierungen der App gegeben, sagte Produktmanagementleiter Martin Loosli: «Wir erachten die Zahl als sehr positiv.» Die App der SIX sei 500 mal heruntergeladen worden, sagte SIX-Chef Urs Rüegsegger. Mit der App können Privatpersonen Geldbeträge per Smartphone überweisen und anfordern. Damit kann beispielsweise der Teilbetrag für ein gemeinsames Mittagessen, das einer für alle bezahlt hat, an den Kollegen überwiesen werden. Das Geld geht direkt von Bankkonto oder Kreditkarte zu Bankkonto.

Noch nicht an der Ladenkasse

An der Ladenkasse könne die App allerdings noch nicht eingesetzt werden, hiess es. Damit unterscheidet sich die Paymit von der Bezahl-App Tapit der Swisscom, mit der im Laden per Handy bezahlt werden kann. Der Einsatz von Paymit im Handel sei allerdings in Vorbereitung. Man sei in Gesprächen mit Händlern, sagte Kubli. Voraussetzung für die Nutzung der App sei eine Schweizer Handynummer sowie je nach App ein Bankkonto oder eine Kredit- respektive Prepaidkarte. Weil die App auf einem einheitlichen Bankstandard beruhe, könne sie von allen in der Schweiz wohnhaften Personen eingesetzt werden – unabhängig davon, ob sie bei der UBS, der ZKB oder bei einer anderen Bank Kunde seien, hiess es weiter. Damit eine Zahlung abgewickelt werden kann, müssen sowohl der Zahlende als auch der Geldempfänger Paymit nutzen. Es mache keinen Unterschied, ob die Nutzer die Paymit-Lösung von der UBS, der ZKB oder die unabhängige Lösung der SIX verwendeten. Weil das System offen ist, können es alle Banken nutzen. Die Credit Suisse und Raiffeisen hätten bereits ihr Interesse bekundet und prüften eine zeitnahe Einführung, sagte Pedro Deserrano, Marketingchef der Zahlungsverkehrssparte der SIX: «Unser Ziel ist es nicht, die Bankkarte zu virtualisieren, sondern das Bargeld zu ersetzen.»

Auch Postfinance vor Start

Die Zahl der Bargeldzahlungen sinke ständig. Seien im Jahre 2010 noch 87 Prozent aller Zahlungen in der Schweiz in bar getätigt worden, seien es heuer nur noch 71 Prozent. Und 2020 dürften es nur noch 60 Prozent sein, erklärte Deserrano. Es gebe ein grosses Potenzial für Zahlungen zwischen Privatpersonen. «Das wissen wir aus anderen Ländern wie Grossbritannien und Dänemark», sagte Deserrano. Alleine die Dankse Bank habe 1,6 Millionen Kunden für ihre Bezahl-App in einem Land mit 5,6 Millionen Einwohnern, sagte Kubli. Während sich die Finanzbranche mit dem Start ihrer Bezahl-App Paymit zufrieden zeigt, tönt es bei der Swisscom anders. Swisscom-Chef Urs Schaeppi hat wiederholt gesagt, er sei mit den Anklang von Tapit bei den Kunden nicht zufrieden. Die letztes Jahr gestartete App sei lediglich 10'000 mal heruntergeladen worden. Die UBS hatte an einem Versuch mit Tapit mitgemacht, sich aber entschieden, das Projekt nicht weiterzuverfolgen. Auch die Postfinance will im Herbst eine eigene Bezahl-App mit Namen Twint lancieren. Diese funktioniert mit Kreditkarten, dem Bank- oder Postkonto oder mit Vorauszahlung wie bei einer Prepaidkarte. Dabei muss der Nutzer kein Postfinance-Kunde sein. Twint ist auch unabhängig vom Telekomanbieter. Geplant ist der Einsatz unter anderem bei Coop oder dem Kantinenbetreiber SV Group. (SDA)

Kommunikation Schweiz: Neuer Dachverband für die Kommerzielle Kommunikation

Rund 200 erlebten am 29. Mai 2015 in Bern den Werbung unter dem Motto «Ohne Kommunikation keine Demokratie». Zuvor hatten die Mitglieder von SW Schweizer Werbung und PS Publicité Suisse den neuen Dachverband «Kommunikation Schweiz» aus der Taufe gehoben.

Sein 90-Jahr-Jubiläum nutzte SW Schweizer Werbung nicht nur zum Feiern. Zusammen mit PS Publicité Suisse, seiner Partnerorganisation in der Romandie, erfüllte sich der Verband auch einen lange gehegten Wunsch: Eine vereinte, gesamtschweizerische Dachorganisation für die kommerzielle Kommunikation. Der Grundstein dazu wurde vor vier Jahren in einem Letter of Intent und einem gemeinsamen visuellen Auftritt gelegt. Am 29. Mai, notabene dem Geburtstag von SW-Präsident und Ständerat Filippo Lombardi, stimmten die Mitglieder der beteiligten Verbände einer Umwandlung in sprachregionale Sektionen zu und gründeten gleichzeitig eine neue Dachorganisation unter dem Namen «Kommunikation Schweiz | Communication Suisse | Comunicazione Svizzera | Communication Switzerland». Geleitet wird sie von Filippo Lombardi zusammen mit den Vize-Präsidenten Christian Merk (Deutschschweiz), François Besençon (Romandie) und Maria-Luisa Bernini (Italienischsprachige Schweiz).

Breit abgestützter Kommunikationsrat

Anstelle der bisherigen Vorstände von SW Schweizer Werbung und PS Publicité Suisse tritt ab 2016 ein breit abgestützter, 23 Köpfe zählender Kommunikationsrat. Er nimmt die Funktion eines Sprachrohrs für die ge­samte Branche der kommerziellen Kommunikation wahr und ist für alle Belange zuständig, die die bisheri­gen Vorständen verantwortet haben. Neben den bisherigen Vorstandsmitgliedern von SW und PS ergänzen folgende Persönlichkeiten das neu geschaffene Gremium:

Jürg Bachmann, Leiter Marketing, Kommunikation und Public Affairs der Goldbach Group sowie Präsident des Verbandes Schweizer Privatradios (VSP)

Maria-Luisa Bernini, Inhaberin Swiss Communication Agency Sagl (Delegierte PS Pubblicità Svizzera)

Gilbert Bühler, Verlagsdirektor Freiburger Nachrichten und Vorstand des Verbandes Schweizer Medien (Ersatz für AZ-Medien-Verleger Peter Wanner)

Moreno Cavaliere, Sales & Marketing Director Publicitas (Ersatz für Alain Bandle, CEO Mediaspectrum und vormaliger CEO Publicitas)

Markus Ehrle, CEO APG (Ersatz für Daniel Hofer, VR-Präsident und vormaliger CEO APG)

Sprachregionale Sektionen

Die beiden bisher selbstständigen Verbände SW Schweizer Werbung und PS Publicité Suisse wurden wie PS Pubblicità Svizzera per Statutenänderung zu sprachregionalen Sektionen umgewandelt. Die Sektion Deutschschweiz wird vom bisherigen Vizepräsidenten von SW Schweizer Werbung, Christian Merk, Head of Governance and Reporting, Zurich Insurance Company Ltd, präsidiert. Der neue Vorstand wird gebildet von den drei Bisherigen ADC-Präsident Frank Bodin, Chairman & CEO Havas Worldwide Zürich, Martin Schneider, Direktor publisuisse, und Urs Schneider, Inhaber mediaschneider. Einziges neues Mitglied ist National­rätin Natalie Rickli, die bei Goldbach Media als Partner Relation Manager fungiert. In der Romandie setzt sich der Vorstand unter präsidialer Leitung von François Besençon, Direktionsmitglied publisuisse und bisheriger Präsident von PS Publicité Suisse, aus den folgenden Mitgliedern zusammen: Claude Miffon, Inhaber Black Seven SARL, Vincent Antonioli, Commercial Director 20 minutes Suisse Romande, Edgard Lauris, Generaldirektor Lauris, Hervé Devanthéry, Direktor Synthese BSW, Patrick Zanello, Head of TV Publicitas. Im Tessin bekleiden die entsprechenden Funktionen Renato Belotti, Regionaldirektor APG (Präsi­dent), Maria-Luisa Bernini, Swiss Communication Agency Sagl (Vize-Präsidentin), Fabio Balmelli, Regionaldirektor Publicitas, Simone Bianchi, Vertriebsleiter Tele Ticino, Marco Cavaliere, Publicitas, Paolo Januzzi, Jannuzzi&Smith sowie Matteo Rezzonico, Vize-Direktor Rezzonico Editore.

Stimmungsvoller Jubiläumsanlass

In der Fabrikhalle 12 in Bern feierte SW Schweizer Werbung sein 90-Jahr-Jubiläum gemeinsam mit illustren Gästen aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kommunikation mit einem stimmungsvollen Tag der Werbung. Verbandspräsident Filippo Lombardi betonte in seiner Eröffnungsansprache, wie wichtig die Gründung des neuen Dachverbandes vor allem im Hinblick auf drohende Werbeverbote sei. «Insbesondere im Gegenwind der Gesundheitspolitiker und -organisationen, der immer rauer von Brüssel her durch unser Land fegt, wird er uns Stabilität verleihen. Ich bin überzeugt: Wenn wir mit einer Stimme sprechen, werden wir auch im Sturm gehört.». In einer launigen Grussbotschaft outete sich anschliessend die Berner Regierungspräsiden­tin Barbara Egger-Jenzer als Fan treffender Werbesprüche wie «FIGUGEGL» – für sie als Bernerin heisse es natürlich «BIGUGEGL» – und bezeichnete den legendären Ausspruch «Freude herrscht» von Alt-Bundesrat Adolf Ogi als kürzesten und treffendsten Werbespruch.

Appell der Medienministerin an die Verantwortung der Branche

Urs Wolfensberger, Leiter Marketing & Sales bei der AG für Werbemittelforschung WEMF, servierte sozu­sa­gen als Horsd’œuvre die Nettowerbeumsätze 2014. Zwar seien sie im Zehnjahresvergleich auch letztes Jahr weiter gesunken, der Rückgang habe sich jedoch verlangsamt. Während die Presse weiter verloren habe, hätten sowohl die elektronischen Medien wie die Aussenwerbung zulegen können. Der Philosoph und Pub­li­­zist Ludwig Hasler erklärte sodann in einer feinsinnigen Rede die Kommunikation als Konstituierende der Wirklichkeit – «Am Anfang war das Wort» –, die das Tagungsmotto «Ohne Kom­munikation keine Demokra­tie» beinahe als trivial erscheinen lasse. Medienministerin Doris Leuthard strich in ihrem Auftritt die Bedeu­tung der Kommunikation für die Arbeit des Bundesrates heraus und betonte, dass der Bund die Werbe­freiheit nur aus übergeordneten Gründen einschränke. Als ehemalige Präsidentin der Schweizerischen Lauterkeitskommission erachte sie zwar die Selbstregulierung immer als sinnvoller als ein Verbot. Gleich­zeitig appellierte sie an die Verantwortung der Branche, die so gezogenen Grenzen auch zu respektieren.

Erstmalige Verleihung des Lifetime-Awards

Der zweite Teil des Tages der Werbung war ein einziges Plädoyer für kreative Werbung. Zuerst zeigte die französische Werbelegende Jacques Séguéla anhand zahlreicher Werbespots, was er als «Fils de Pub» darunter versteht, und konstatierte gleichzeitig ein Mangel an Kreativität: «Wir müssen die Hoffnung wieder­finden. Und wir müssen wieder an die Werbung glauben.» Martin Schneider, Direktor publisuisse und Vor­standsmitglied von SW Schweizer Werbung, stellte anschliessend den französischen Beispielen ein Potpourri der besten Schweizer TV-Spots aus den letzten 50 Jahren gegenüber. Den Abschluss des Tages der Wer­bung bildete die erstmalige Verleihung eines Lifetime-Awards für aussergewöhnliche Persönlichkeiten der Werbebranche. Die Wahl fiel auf Jacques Séguéla, der nicht nur für kommerzielle Produkte warb, sondern sich auch auf politischer Ebene mit zwanzig Kampagnen für Staatspräsidenten seinen legendären Ruf erwarb.

Enthüllung des neuen Logos des neuen Dachverbandes ks/cs, Design von Frank Bodin Havas Worldwide Switzerland

Posted by Werbewoche on Freitag, 29. Mai 2015

Scotti: Es gibt keine langweiligen Produkte

Kalköfen? No Problem. Scotti hat eine spektakuläre Kampagne für Maerz Ofenbau gemacht.

Auf den ersten Blick sind Kalköfen nur sehr technisch. Scotti definierte den Benefit und eine Strategie. Maerz-Öfen sind für jedes Klima massgeschneidert. Extreme Kälte, Hitze, Feuchtigkeit oder Höhe: Ein Maerz brennt immer mit höchster Effizienz. Ohne Probleme. Die Idee war damit fast geboren: Kalköfen im Einsatz unter unglaublich harten Bedingungen. Mit der lapidaren Bemerkung „No Problem“. Für die Realisierung suchte Scotti auf der ganzen Welt Naturaufnahmen. Und baute die Öfen dann ins Meer, in die Wüste, ins Eis und auf den Himalaya. Resultat: Eine Kampagne, die alles andere als langweilt und ab Mai 2015 erscheint. Weltweit. Maerz ist ein Tochterunternehmen von Thyssen Krupp Industrial Solutions.

150518_RZ_Maerz_INS_Hitze_A4
150518_RZ_Maerz_INS_Kaelte_A4
150518_RZ_Maerz_INS_Wasser_A4
150518_RZ_Maerz_INS_DuenneLuft_A4

Verantwortlich bei Maerz: Stephan Lechner, Managing Director. Verantwortlich bei Scotti Werbeagentur: Patricia Meneghin, Beratung; Peter Rettinghausen, CD und Text; Simon Staub, AD; Jeannine Jones und Selina Muth, Grafik. Bildbearbeitung: Patrik Rohner, Rohnerretouche und Linus Schneider, Pixelprinz.

 

In eigener Sache: Verspätung Newsletter

Aufgrund technischer Wartungsarbeiten kann es am Mittwochmorgen zu Verspätungen beim Newsletter-Versand kommen.

Wir bitten bereits jetzt um Entschuldigung und danken für Ihre Geduld, sollte es zu relevanten Verspätungen kommen. Wir freuen uns, wenn Sie den Newsletter auch die eine oder andere Stunde später noch lesen – kalt ist der Kaffee dann bestimmt noch nicht. 🙂

Ihre Werbewoche-Onlineredaktion

Komet: Jubiläumskampagne für das Shoppyland

Zum 40 Jahre Jubiläum hat Komet für das Shoppyland eine neue Kampagne ausgebrütet und das Markenzeichen des Einkaufscenters – die Shoppy-Ente – zum Leben erweckt.

Das grösste Einkaufscenter der Region Bern Mittelland feiert dieses Jahr seinen vierzigsten Geburtstag. Seit 2009 spielt die dem Logo entliehene Ente die Hauptrolle in der Kommunikation des Familien-Einkaufscenters. Die Ente ist bei Besuchern und Besucherinnen seit Jahren sehr beliebt und hat mittlerweile einen grossen Fanclub. Als folgerichtigen nächsten Schritt hat Komet das bewährte Visual weiter emotionalisiert. Anlässlich des Auftakts zu einem zwei Wochen andauernden Jubiläumsfest vom 29. Mai bis zum 6. Juni wird die Ente «Shoppy» aus ihrem Ei schlüpfen und von da an auf allen Werbemitteln präsent sein.

Die Stärken der animierten Figur liegen auf der Hand: Ein selbstständig agierender Charakter weckt viele Sympathien und bietet ein hohes Identifikationspotenzial; der Themenvielfalt sind keine Grenzen gesetzt. So wird Shoppy zu speziellen Anlässen wie Sommer-Sale, Weihnachten oder Ostern auf Plakaten, am POS und in kurzen TV-Spots auftreten und mit lustigen Episoden auf das jeweilige Ereignis einstimmen.

Shoppy_Fassadenposter-40-Jahre

Verantwortlich bei Shoppyland: Karl Gorsatt (Centerleiter Shoppyland), Rahel Waelti (Marketing & Kommunikation), Diana Weber (Administration). Verantwortlich bei Komet: Moritz Staehelin (CD), Joël Weber (AD), Julia Sutter (Text), Simon Schatzmann (Leiter Beratung), Sarina Künzli (Beratung); Animation/Bildcomposing: Elefant Studios.

 

Tagblatt der Stadt Zürich in neuem Look

Das Tagblatt der Stadt Zürich erscheint mit der Ausgabe vom Mittwoch, 3. Juni 2015 in einem neuen Kleid. Das sanfte Redesign ist innerhalb von Tamedia erarbeitet worden. Die gestalterische Leitung lag bei Michael Keller, stellvertretender Layout-Chef von 20 Minuten.

«Ziel war es, der ältesten Zeitung der Schweiz ein zeitgemässes Gesicht zu geben, ohne etwas am Charakter des Traditionsblattes zu verändern. Ich freue mich, dass wir dieses Ziel erreicht haben», so der geschäftsführende Chefredaktor Andy Fischer. Die letzte Frischzellenkur wurde dem städtischen Amtsblatt vor bald zehn Jahren verpasst. Das neu gestaltete «Tagblatt der Stadt Zürich» besticht vor allem durch eine klarer strukturierte Front, eine bessere Bildsprache und neue Elemente. Dazu wurde die Textschrift leicht vergrössert und die Lesbarkeit verbessert.

Neue-Front

Auflagesteigerung

Um der steigenden Nachfrage nach dem «Tagblatt der Stadt Zürich» gerecht zu werden, wird die Auflage seit Anfang Mai schrittweise erhöht. Bis Ende Jahr wird eine Auflage von rund 127‘000 angepeilt. Aktuell liegt die beglaubigte Auflage bei rund 122‘000 Exemplaren (Total verbreitete Auflage, Wemf Auflagebulletin 2015).

letzetSeite

Tagblatt der Stadt Zürich ist die älteste Zeitung der Schweiz. Die erste Ausgabe erschien vor mehr als 285 Jahren am 23. Februar 1730 unter dem Titel Donnstagsnachrichten. Bereits 1863 schloss es einen ersten Vertrag als städtisches Amtsblatt ab. Heute gehört das Tagblatt der Stadt Zürich den beiden Mediengruppen Tamedia (85 Prozent) und NZZ-Mediengruppe (15 Prozent).

Tagblatt1730
 

Ceylor und Boldomatic küren den Gewinnerspruch

Die Social-Media-Kampagne «Love Forever» von Ceylor und Boldomatic hat ihren Höhepunkt erreicht. Nachdem rund 600 Sprüche auf dem text-only Social Network Boldomatic eingegangen sind, wurde am Freitag der Gewinner-Post offiziell gekürt.

Am 13. April startete der Ceylor Contest «Love Forever» auf Boldomatic (Werbewoche.ch berichtete). Fünf Tage lang wurden kreative User dazu aufgefordert ihre Quotes, Statements, Wortspiele und Gedanken zum Thema Sex und Liebe mit den Hashtags #loveforever #ceylor auf Boldomatic zu posten. Für jeden eingereichten Post der auf Facebook geteilt wurde, ging ein Franken an die Aids-Hilfe Schweiz. Am 29. Mai kürten Ceylor und Boldomatic nun den Gewinnerspruch.

MM-LoveForever4
0020_2K7A3158

Die 2000 eigens dafür kreierten Kondome mit dem aufgedruckten Gewinnerspruch «It's all I let come bet- ween us» von Boldomatic Userin Manuela wurden in bester Sommerlaune in Zürich an vergnügte Passanten verteilt. Manuela, die Autorin des Gewinnerspruchs «It's all I let come between us», gewann mit ihrem Sieg ein iPad Mini, welches von Ceylor an Boldomatic übergeben wurde.

LoveForever6

Für die etlichen Einsendungen und Facebook Shares wurde jeweils 1.- an die Aids-Hilfe Schweiz gespendet. Am 29. Mai wurde somit ein aufgerundeter Betrag von 1000 Franken an die Aids-Hilfe Schweiz übergeben.

LoveForever3
Andreas Lehner, Aids-Hilfe Schweiz: «Noch immer gilt: Im Minimum en Gummi drum! Herzlichen Dank für die Unterstützung.»

MM-LoveForever5

Auch für die Autoren der Top 30 Love Forever Boldomatic Posts gab es ein iPad Mini zu gewinnen. Die Top Sprüche wanderten ins Ceylor Facebook-Album, um danach täglich im K.O.-System gegeneinander anzutreten. Über zwei Wochen hinweg wurde fleissig geliked und mitgemacht. Am Schluss trug Silke mit ihrem Spruch «Ceylor oder Tennissocken – it's your choice» das iPad Mini nach Hause. Mit dieser Aktion wurden Menschen jeden Alters dazu aufgerufen, sich Gedanken zum Thema Safer Sex, Sexualität und Liebe zu machen und gleichzeitig Freude am Spiel mit Sprache zu finden.

0035_2K7A3240
25-BoldomaticPost_There-are-two-times-I-want-to
29-BoldomaticPost_We-know-how-hard-it-is-ceylor
 

Leo Burnett: Martin Stulz ersetzt Johannes Raggio

Martin Stulz wechselt als neuer Executive Creative Director zu Leo Burnett Schweiz. Er folgt auf Johannes Raggio, der sich nach fünf erfolgreichen Jahren neue berufliche Ziele gesetzt hat. Zusammen mit Axel Eckstein wird Martin Stulz die Kreation führen.

Martin Stulz arbeitete als Texter unter anderem bei WHS, Lowe und Advico Y&R, wo er zuletzt als CD wirkte. Über zehn Jahre betreute er dort von Migros über die Sonntagszeitung bis zu  Zweifel-Chips zahlreiche bekannte Marken und prägte für sie einige der populärsten Kampagnen der letzten Jahre. Martin Stulz ist Mitglied im ADC Schweiz.

Unbenannt-1_65

Bei Leo Burnett ebenfalls neu im kreativen Führungsteam ist David Fischer als Creative Director. Der Werdegang des aus Weil am Rhein stammenden Kreativen führte zunächst nach Berlin zu Scholz & Friends, bevor er die kreative Leitung der Schweizer Dependance übernahm. Zuletzt war David Fischer für Publicis in Zürich tätig. Zu den bislang von ihm betreuten Etats zählen Mercedes-Benz, F.A.Z., Emmi, Bernina, Credit Suisse, Orange und weitere nationale und internationale Marken. David Fischer ist Mitglied im ADC Deutschland.

CEO Andy Stäheli freut sich über die hochkarätigen Neuzugänge: «Martin und David überzeugen nicht nur menschlich. Sie beeindrucken auch mit hervorragenden Leistungen über Jahre hinweg und sie wissen ganz genau, was Marken heute populär und erfolgreich macht.»

Der abtretende Johannes Raggio wurde 2012 Executive Creative Director von Leo Burnett/SFLB (Werbewoche.ch berichtete).

lb

Radio 1: Neuer stellvertretender Chefredaktor

Radio 1 hat die Redaktionsleitung neu geregelt. Per 1. Juli wird Lukas Reinhardt neuer stellvertretender Chefredaktor. Der 30-Jährige stiess vor gut zwei Jahren zu Radio 1 und arbeitet seither als Produzent und Newsredaktor beim Zürcher Sender.

Er blickt laut Mitteilung insgesamt auf fünf Jahre Radioerfahrung zurück und hat ein abgeschlossenes Studium der Universität Zürich im Hauptfach Geographie. Radio 1 – Chef Roger Schawinski: «Ich bin überzeugt, dass wir mit Lukas Reinhardt eine optimale Lösung gefunden haben, so dass der hohe Qualitätsanspruch an die Radio 1 – Redaktion weiter erfüllt werden kann. Mit seiner guten Arbeit als Produzent und Newsredaktor hat er sich für diese Beförderung empfohlen.» Die neue Funktion wird Lukas Reinhardt ab Juli 2015 bekleiden, zeitgleich wird der bisherige stellvertretende Chefredaktor Jan Vontobel wie bereits früher mitgeteilt die Chefredaktion übernehmen.
 

Weber Harbeke Partners: Ein Corporate Design so schnörkellos wie die Architektur

Für die traditionsreiche Kamm Architekten hat Weber Harbeke Partners einen neuen grafischen Auftritt entwickelt, der dem Stil des Büros vollauf gerecht wird.

Kamm Architekten sind ein junges Team mit viel Erfahrung und langer Tradition. Die Firma wurde bereits 1962 vom renommierten Architekten Peter Kamm gegründet und wird seit Anfang 2015 neu von vier langjährigen Partnern geleitet. Der Wechsel in der Geschäftsleitung war auch Anlass, den grafischen Auftritt der Firma in ein neues Zeitalter zu führen. Ein umfassendes Corporate Design sowie der neue Webauftritt kamm.ag sind nun das sichtbare Resultat der Zusammenarbeit mit der Kommunikationsagentur Weber Harbeke Partners.

1_KAMM_Web_Homepage

Der neue Auftritt sollte der architektonischen Philosophie von Kamm gerecht werden: «frei von modischen Attitüden, ehrlich und massvoll im Ausdruck, offen für Entwicklungen, um den Nutzern lange Zeit Freude zu bereiten». Mit dem schnörkellosen Design und einem aufs Wesentliche reduzierten Logo ist dies gelungen.

2_KAMM_Web_Projekt
3_KAMM_Web_Navigation

Ebenfalls von der Reduktion lebt die Website Kamm.ag. Die Website zeigt sofort alle aktuellen Projekte, wer tiefer in die Materie eintauchen will, klickt auf das Bild oder die zentrale Navigation: so ist kein Thema weiter als zwei Klicks entfernt.

4_KAMM_Web_Team_Mensch
5_KAMM_Web_Team_Hund

5_KAMM_Web_Team_Hund_0

Verantwortlich bei Kamm Architekten, Zug: Andrea Sigrist, Marlise Voegelin-Aeberli, Daniel Bosshard, Martin Wyss Wey. Verantwortlich bei Weber Harbeke Partners, Zürich: Thomas Harbeke (CD); Thomas Schicker (AD); Janina Frei (Grafik); Eddie Walker (DTP); Christian Sidow (Text); Guido Zehnder (Beratung). Fotografie: Michael Egloff.
 

Zu guter Letzt: Parkassistentin mit Ausschnitt

Seitwärts parkieren macht selten Spass. Es sei denn, man werde von einem interaktiven Plakat charmant eingewiesen.

Zwei Dinge fallen in letzter Zeit auf. Erstens: Autohersteller rücken immer öfter ihre elektronischen Helferlein in den Fokus der Werbebemühungen, statt wie gewohnt Fahrleistung, Verbrauch, Komfort oder Design anzupreisen. Die Assistenzsysteme mögen praktisch sein, werden aber von der Generation, die noch ohne technische Hilfe Autofahren lernte, gerne belächelt. Gute Werbung hilft aber vielleicht, Akzeptanz und Sympathie für Dinge zu schaffen, die man bisher weder kannte, noch brauchte. Fast wie bei Apple.

Zweitens: Interaktive (Video-) Billboards machen Spass. Und verblüffen immer wieder. Das Potential dieser Werbeform scheint nach oben offen und alles andere als ausgereizt. Der einzige Nachteil: Die Entwicklung komplexer Exemplare ist aufwendig und teuer. Dafür die Aufmerksamkeit umso grösser. Plakate, die mit der Umwelt interagieren, kennen wir bisher ja vor allem aus dem Ausland, Beispiele wurden an dieser Stelle bereits mehrmals gezeigt. Haare, die flattern, wenn eine U-Bahn vorbeifährt oder ein Hund, der auf Passanten eingeht, die zuvor den Tierheim-Flyer entgegengenommen haben.

Wirft man die zwei Punkte in den Mixer, resultiert eine aktuelle Kampagne aus Deutschland. Von Leo Burnett, für Fiat, mit interaktiver Werbefläche. Verschiedene menschliche Parkassistenten – vom Playboy-Bunny bis zum Kind – zeigen dem parkenden Auto in Echtzeit die Distanz zum Hintermann. Dabei stimmt der Abstand der Hände genau mit dem Abstand der Autos überein. Dazu wurden laut Horizont an dem Video-Billboard und an dem hinteren Fahrzeug Ultraschallsensoren angebracht, welche die von Viktor Kislovskij, Creative Technologist bei Leo Burnett, entwickelte Software mit Daten versorgten.

fiat
Bildschirmfoto-2015-06-02-um-16.21.47
Bildschirmfoto-2015-06-02-um-16.21.33
Bildschirmfoto-2015-06-02-um-16.21.25
 

Schön auch, wie beim Casemovie ausschliesslich auf ältere Modelle der Konkurrenz zurückgegriffen wurde. Und sollte die Elektronik eines Tages ausfallen, steht der moderne Autofahrer vor einer unlösbaren Aufgabe – denn verlernt ist verlernt. Ganz egal, welche Marke. (hae)

Mundartausgabe: Blick am Abend tut es wieder

«Grüazi mitanand» - mit diesen Worten begrüsste Chefredaktor Peter Röthlisberger am Dienstag die Blick-am-Abend-Leser. Und ein Leser, der Zeuge des Unfalls im Üetlibergtunnel wurde, berichtete: «Mini Lunge hät brännt wie Füür.»

Zum siebten Geburtstag der Gratiszeitung schrieben die Journalisten aus dem Hause Ringier die Texte in ihrem jeweiligen Dialekt. Die Vielfalt der Dialekte hielt sich allerdings in Grenzen, der Grossteil der Beiträge der Jubiläumsausgabe war in «Züridütsch» verfasst. Der Frontartikel widmete sich dem Einfluss, den jugendliche Einwanderer aus dem Balkan auf die Mundart ihrer Altersgenossen haben: «Warum de Balkan-Släng bäumig isch.» Am Experiment musste sich wohl oder übel auch Korpskommandant und Blick-am-Abend-Kolumnist André Blattmann beteiligen – obwohl er nicht mehr zur Gruppe der unter 30-Jährigen gehört, die gemäss Chefredaktor Röthlisbergers gewagter Bestandesaufnahme inzwischen «au Esemes und Imeil uf Dialekt schriibt». Blattmann ging die Sache denn auch mit gehöriger Zurückhaltung an: «Das wo ich jetzt probiere z schribe isch mehrheitlich min Höfner-Dialäkt usem Kanton Schwyz oder d Sproch usem Züri Oberland.»

Bildschirmfoto-2015-06-02-um-19.33.10

Neben positiven Rückmeldungen provozierte die Dialekt-Ausgabe auch spöttische Bemerkungen auf den sozialen Medien. Die Tages-Anzeiger-Journalistin Michèle Binswanger etwa war froh, nicht mit dem Zug fahren zu müssen: «Der Kelch, gefüllt mit dem Blut vollendeten Sprachgemetzels, geht an mir vorbei», schrieb sie auf Twitter. Ein anderer Nutzer ergriff Partei für die Westschweiz: «Schwiizertütsch als verbindendes Element. Vraiment? Grüazi les romands …»

Die Blick-am-Abend-Redaktion ist eine Wiederholungstäterin: Das Blatt erschien bereits in der Vergangenheit zwei Mal in Mundart. Ein unbestrittener Aspekt des Sprachexperiments: In der Jubiläumsausgabe hoben sich für einmal auch die Liebes-Bekundungen im «Schatzchäschtli», die stets in Dialekt geschrieben sind, sprachlich nicht sonderlich ab. (SDA)

Unbenannt-1_66
Auch Inserenten machten mit: Anzeigen aus dem Blick am Abend

Zum E-Paper

get_footer();