Erneute Sexismus-Vorwürfe gegen Casino Baden

Die freizügigen Kampagnen des Badener Casinos geben immer wieder zu reden. Eine SP-Politikerin will sie nun auf politischem Weg verhindern.

2006 rügte die Schweizerische Lauterkeitskommission (SLK) eine Casino-Kampagne, bei der sich eine leichtbekleidete Frau auf einem aufblasbaren Delphin räkelte – anspielend auf den Claim «Baden im Glück» (Werbewoche.ch berichtete). Die SLK griff ein, weil zwischen dem beworbenen Produkt und dem Frauenkörper kein natürlicher Zusammenhang bestand – und bezeichnete die Kampagne als sexistisch und herabwürdigend.

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Als Folge der Rüge verzichtete das Grand Casino Baden danach auf das Sujet. Zumindest in der Öffentlichkeit. Die entsprechenden Plakate wurden im Rahmen einer Promoaktion an die volljährigen Besucher des Casinos verteilt, um sie im privaten Raum aufhängen zu können (Werbewoche.ch berichtete). Wie schon für die ganze Kampagne zeichnete auch für diese Aktion die Agentur Weber Harbeke verantwortlich.

Auch die folgenden Kampagnen eckten an und riefen Sexismus-Vorwürfe hervor. Denn auch ohne Delphin liessen die Sujets immer wieder tief blicken. 2008 gab es nicht nur tiefe Ausschnitte, sondern auch männliche Sixpacks zu sehen (Werbewoche.ch berichtete):

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Auch die 2012 lancierte Plakatkampagne mit dem Schweizer Model Sira Topic sorgte für Aufregung – und für Beschwerden bei der Lauterkeitskommission.

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Diesmal blieb die Rüge der SLK jedoch aus. Würden leicht bekleidete Damen das Spiel-, Entertainment-, Restaurant- und Barangebot eines Casinos bewerben, sei das nicht geschlechterdiskriminierend, so das Urteil der SLK (Werbewoche.ch berichtete). Denn der Durchschnittskonsument erwarte in einem Casino heutzutage nicht mehr nur Gewinnspiele und sei sich auch bewusst, dass Sängerinnen und Bardamen dort eher leicht bekleidet sein können. Die beanstandeten Sujets würden deshalb darauf hinweisen, wie die beworbenen Dienstleistungen tatsächlich erbracht werden.

Entscheidend ist aus Sicht der SLK also das Empfinden des Durchschnittskonsumenten. Nicht dazu zählen dürfte sich die Badener Einwohnerrätin Andrea Arezina, die in der Vergangenenheit bei der Juso und bei Solidar Suisse zuständig für Kampagnenarbeit war. Wie die Zeitung Schweiz am Sonntag in der aktuellen Ausgabe schreibt, stört sich die SP-Politikerin an den Plakaten in der Stadt Baden. Diese seien sexistisch und passten in den allgemeinen Trend, Frauen in der Werbung als Produkt darzustellen und damit herabzuwürdigen, so Arezina. Ihre Entrüstung geht nun so weit, dass sie politisch gegen die Plakate vorgehen will. Das Casino ist zu 51 Prozent in Besitz der Stadt Baden, die mit Vizeammann Markus Schneider im Verwaltungsrat vertreten ist. In einer Anfrage an den Stadtrat fordert Arezina Schneider nun indirekt auf, sich im – übrigens ausschliesslich aus Männer bestehenden – Verwaltungsrat gegen sexistische Werbung auszusprechen.

Casino-Chef Detlef Brose nimmt die Kampagne gegenüber der Schweiz am Sonntag in Schutz und weist die Sexismus-Vorwürfe zurück. Die Kleidung des international bekannten Models sei eine Anlehnung an die 1920er-Jahre und an Burlesque. Damit verweise man auf das Entertainment-Angebot des Casinos. Ein Rückzug der Kampagne stehe nicht zur Diskussion, da weder die SLK, noch die Casino-Führung eine unangemenssene Darstellung von Sexualität oder gar Geschlechterdiskriminierung erkenne. Die SLK wiederum weist jedoch darauf hin, dass sie lediglich Empfehlungen an die Branche abgebe und es kein Präjudiz dafür sei, ob Werbung auf politischem Weg bekämpft würde. Arezinas Anliegen ist demnach nicht vom Tisch, sondern wird in der Einwohnerrat-Sitzung vom 1. September 2015 behandelt.

Dass auf politischem Weg gegen die Werbung des Badener Casinos vorgegangen wird, ist übrigens kein Novum. Als Reaktion auf die oben beschriebene 2006er-Kampagne forderte der Grosse Rat und insbesondere eine Motion von EVP-Grossrätin Lilian Studer, übersexualisierte und sexistische Werbung aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. Die Regierung lehnte das geforderte Gesetz aber ab, weil sie die notwendige juristisch Definition der beiden Begriffe für unrealistisch hielt (Werbewoche.ch berichtete). Die Aargauer Regierung stützte das Prinzip der Selbstregulierung durch die Lauterkeitskommission und folgte damit der Argumentation des Bundesrats. Pornografische Werbung hingegen wird strafrechtlich verfolgt. (hae)

 

Ogilvy sorgt bei Ford für sonnige Aussichten

Die Ford Aftersales Abteilung informiert ihre Kundschaft drei Mal jährlich über aktuelle saisonale Zubehörangebote und Serviceleistungen. Die Angebote werden dabei in verschiedenen Werbemitteln beworben.

Ogilvy & Mather entwickelte auch für die Sommerkampagne 2015 das Konzept und setzte dieses in Flyern, POS-Werbeträgern sowie Inseraten und Internetbannern um. Mit sonnigen Aussichten für den Sommer werden hier der Ford Kundschaft beispielsweise Sommerreifen, Autozubehör und spezifisch auf den Sommer ausgerichtete Serviceleistungen vorgestellt.

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Verantwortlich bei der Ford Motor Company (Switzerland): Jördis Kutscher (Marketing Supervisor Aftersales), Andreas Bürgi (Marketing Coordinator Aftersales). Verantwortlich bei Ogilvy & Mather: Thomas Bolliger (CD); Stephanie van Ophuisen, Urs Westermann (Art/Grafik); Marcel Elsener (Text); Max Brunner, Nadia Peter (Beratung); Dominik Abt (Gesamtverantwortung).
 

Zu guter Letzt: Nerds aus Lego

Lego arbeitet fleissig daran, dass die Popularität auch nach über 80 Jahren nicht kleiner wird. Neustes Projekt: «The Big Bang Theory» aus dänischen Steinen.

Nach der weltweit gefeierten Simpsons-Linie kündigt der Steinegigant nun den nächsten Clou an: Die Erfolgsserie «The Big Bang Theory» wird verlegoisiert. Die Nerds Leonard, Sheldon, Howard und Rajesh inklusive Bernadette, Amy und Penny erscheinen in Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) gegossen und werden ab 1. August 2015 verkauft.

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Dass sich die Erfolgs-Nerds auch in der Lego-Schachtel gut verkaufen werden, steht ausser Frage. Nicht nur, weil die Sitcom aktuell zu den meistgesehenen der Welt gehört – in Deutschland belegte sie in der werberelevanten Zielgruppe 2014 sogar die Spitzenposition – sondern auch weil Lego bei der Planung der Sonderserien auf Nummer sicher geht. Das Projekt stammt nämlich aus der Ideenschmiede «Lego Ideas». Fans aus aller Welt präsentieren auf der Plattform ihre Wunsch-Legos. Die anderen, registrierten Fans geben den Ideen Stimmen. Was besonders heraussticht und 10'000 Stimmen erreicht, wird von Lego geprüft und schliesslich in die Tat umgesetzt. Lego weiss also bereits bevor sich der erste Designer an eine marktgerechte Umsetzung macht, was bei der Käuferschaft ankommt. Einem Verkaufserfolg steht folglich nichts mehr im Weg. Denn Nerds, die sich solche Sammelstücke ungeöffnet und unbespielt in die Vitrine stellen, gibt es auch im echten Leben mehr als genug. (hae)
 

JWT/Fabrikant im Pool mit Bendrit

JWT/Fabrikant sucht für Rivella den coolsten Move des Sommers – Internetphänomen Bendrit Bajra fängt schon mal an.

Im Auftrag von Rivella hat JWT/Fabrikant eine Social Media Kampagne entwickelt, die das Bedürfnis nach Selbstdarstellung der social-media-affinen Zielgruppe geschickt befriedigt und dabei die Themen Wasser und Erfrischung elegant mit der Marke Rivella verknüpft: die Suche nach dem Pool Hero (werbewoche.ch berichtete). Zum Auftakt der Kampagne läuft ein mehrminütiger Viral Spot, in dem Bendrit Bajra und sein Westschweizer Kollege Yoann Provenzano sich ins Wasser stürzen und ihre Fans auffordern, es ihnen gleich zu tun und ihre Moves zu zeigen.

https://www.youtube.com/watch?v=v-ClqXnzuH0

https://www.youtube.com/watch?v=X0Z8_g68MRs

Man kann davon ausgehen, dass einige dieser Aufforderung nachkommen werden: Allein in den ersten 15 Minuten nach Go-live wurde der Viral Spot über 10‘000 mal angesehen.

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Als unterstützende Massnahmen werden Banner, Native Ads bei 20 Minuten und Watson sowie eine klassische Plakatkampagne eingesetzt, die Jugendliche in der ganzen Schweiz auffordern, spektakulär ins Wasser zu springen, sich dabei zu filmen und die Filme zu teilen und zu bewerten.
 
Die neuesten Filme der User werden laufend auf der Microsite Pool-hero.ch veröffentlicht. Für den besten Move vergibt Rivella einen Sommer lang ein exklusives Feriendomizil in Südfrankreich – natürlich mit eigenem Pool.
 
Verantwortlich bei Rivella:
Andrys Aardema(Leiter Marketing), Adrian Ehrbar (Leiter Sports & Events), Simon Bohnenblust (Projektleiter Sport & Events), Andrea Milena Wüthrich
(Projektleiterin Sport/Events), Carla Mathieu (Brand Manager Rivella), Michael Nussbächer
(Junior Brand Manager Rivella). Verantwortlich bei JWT: Remy Fabrikant (Managing Director/CEO), Peter Brönnimann (Creative Director), Simon Staub (Art Director), Martin Bettler (Art Director), Cagdas Cakmaktas (Junior Art Director), Heinz Helle (Text), Scarlett Gaus (Director Strategic Planning), Adrian Huwyler (Head of Digital and Social Media), Esther Tabirri (Business Director),Sasha Djabbari (Digital Account und Gesamt-Projektleitung), Pascal Kuptz (Digital Producer), Daniela Berther (Art Buying). Verantwortlich bei who's mcqueen picture gmbh: Philipp Petersson (Executive producer), Clemens Petersson (Line Producer), Jyri Pansanen (Regie Key Visual), Kai Sehr (Regie), Björn Knechtel (Kamera), Marko Strihic (Editor), Florian Wolf (Colorist). Verantwortlich bei Südlicht: Thomas Winiger (Postproduktion Viral Spots). Verantwortlich bei Hastings Audio Network: Ricardo Passani (Hastings / Sound Editor). Verantwortlich bei Gold Interactive PR: Watezz Bleuer (Gesamtverantwortung Website).

Making of:

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«real21»: Neuer Medienfonds und Medienpreis

Unter dem Namen «real21 – die Welt verstehen» lancieren die Journalistenschule Maz und Alliance Sud, die Arbeitsgemeinschaft der Schweizer Hilfswerke, einen Medienfonds und Medienpreis.

Der Fonds unterstützt und fördert die journalistische Berichterstattung in Deutschschweizer Medien über Themen der globalen Entwicklung. Zwei Medienpreise (ein Hauptpreis von 10‘000 und ein Förderpreis von 5'000 Franken) werden jährlich für qualitativ hochstehende Medienbeiträge zu diesen Themen vergeben.

Die Berichterstattung über Entwicklungen in fernen Ländern leidet laut Mitteilung besonders unter Kostendruck. Geschehnisse in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Osteuropa finden meist nur Beachtung, wenn es sich um Katastrophen, Konflikte oder Kriege handelt. Der Medienfonds und Medienpreis unterstützt und fördert JournalistInnen aller Mediengattungen, die sich auf die Suche nach Geschichten hinter den Schlagzeilen machen. Der Fonds leistet finanzielle Beiträge insbesondere an Recherche- und Reisekosten bis zu maximal 10'000 Franken.

Maz und Alliance Sud haben gemeinsam den Verein «real21 – die Welt verstehen» gegründet. Er wird präsidiert von Maz-Direktor Diego Yanez und finanziert durch Beiträge der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza). Dem Vorstand gehören ausserdem Daniel Hitzig (Alliance Sud) und der freie Publizist Markus Mugglin an. Das Sekretariat des Vereins ist beim Maz in Luzern angesiedelt.

Über die Vergabe der Fondsgelder und der Preise entscheiden zwei personell unterschiedlich zusammengesetzte Fachjurys. Die beiden Trägerorganisationen sind darin vertreten, stellen aber nicht die Mehrheit. Die Deza nimmt Einsitz in der Jury für die Medienpreise, hat jedoch keinen Einfluss auf die Projekte, die durch den Medienfonds gefördert werden. Die erste Ausschreibung des Medienfonds läuft von Ende August bis Ende Oktober 2015. Anschliessend wird die Jury die ersten förderungswürdigen Projekte auswählen. Erstmals vergeben werden die Medienpreise im Herbst 2016.

Weitere Informationen sind auf der neu lancierten Website Real21.ch zu finden. Sie gibt u.a. Auskunft über die Zusammensetzung der beiden Jurys und enthält die Bewerbungsformulare für die Förderungsanträge.

Zigarettenwerbung soll verboten werden

Werbung für Zigaretten und Tabakprodukte soll weitgehend verboten werden. Der Bundesrat hält diesen Vorschlag für ausgewogen.

Trotz heftiger Kritik in der Vernehmlassung hält er darum an der Stossrichtung des Tabakproduktegesetzes fest. Dies hat er an seiner Sitzung vom Freitag beschlossen. Im Zentrum der Kritik stehen die neuen Werbeverbote. Der Bundesrat will Werbung für Zigaretten und andere Tabakprodukte grösstenteils verbieten. Am Kiosk, an Automaten und insbesondere an Festivals von nationaler Bedeutung sollen die Tabakkonzerne aber weiterhin für ihre Raucherwaren werben dürfen. Gesundheits- und Jugendorganisationen verlangen jedoch ein totales Werbeverbot für Zigaretten. Sie werfen der Zigarettenindustrie vor, mit ihrer Werbung direkt auf Jugendliche zu zielen.

Das sehen der Gewerbeverband sowie die Werbe- und Medienbranche anders. Teils befürchten sie Einbussen, teils sehen sie in den Verboten eine ideologisch geprägte Bevormundung der Bürger. Angesichts dieser weit auseinanderliegenden Positionen will der Bundesrat die aus seiner Sicht ausgewogenen Stossrichtung des Vorentwurfs beizubehalten. Die  darin vorgeschlagenen Bestimmungen ermöglichten es, die Bevölkerung und insbesondere Jugendliche besser vor den schädlichen Auswirkungen des Tabakkonsums zu schützen, heisst es in einer Mitteilung. (SDA)

Umfrage: Befürworten Sie ein Werbeverbot für Tabakprodukte? Stimmen sie ab (Umfragekasten rechts).

 

my105 startet Kampagne «Was willst Du hören?»

Vor einer Woche ging my105 mit einer grossen Lancierungsparty On Air bzw. Online. Nun folgt die Werbekampagne, welche das Angebot der ersten interaktiven Streaming-Plattform der Schweiz mit der Frage «Was willst Du hören?» auf den Punkt bringt.

Auf my105 stehen dem Publikum acht verschiedene Channels mit verschiedenen Musikrichtungen von Pop und Rock bis hin zu Lounge, Dance, Hip Hop und natürlich die neusten Songs zur Verfügung. Über eine einfache Benutzeroberfläche gelangen die Hörer mit einem einzigen Klick zu ihrem Lieblingssound. Jeder Channel präsentiert sich ein einer anderen Farbe.

Auf dieser Idee aufbauend wurde nun ein TV-Spot produziert, der jeweils einen my105-Hörer zeigt, der wortwörtlich in die Channelfarbe eintaucht. Am Anfang des Spots ist jeweils ein Hörer zu sehen, der gefragt wird, was er hören will. Gleichzeitig wird ihm ein Smartphone und Kopfhörer gereicht. Kaum hat sich der Hörer für einen Channel entschieden und klickt diesen an, fliegt ihm auch schon in Slow Motion die entsprechende Channelfarbe entgegen. Für jeden Channel wurde ein eigener Spot produziert. Die Spots kommen auf Fernsehstationen, im Kino sowie auf Social Media Plattformen zum Einsatz.

Parallel dazu wurden auch Inseratesujets entwickelt, die ebenfalls unter dem Motto «Was willst Du hören?» die Channelauswahl thematisieren. Die Kampagne wurde in Zusammenarbeit mit der jungen Zürcher Agentur Black Frame Studios realisiert. Für die Konzeption und Realisation der Kampagne verantwortlich waren:
 Paola Libera Scaglione (my105), Tony Mola (Black Frame Studios) und Alexandra Hofer.

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Aus der Küche von Alpha 245: Manor Food Magazin

Der Sommer ist da. Und mit ihm auch das neue Manor Food Magazin, das ganz im Zeichen des Grillierens steht. Alpha 245 hat auf den druckfrischen 36 Magazinseiten das Sommersortiment von Manor Food ins rechte Sonnenlicht gerückt.

Zu finden gibt’s neben ansprechendem Food Mood auch Produkte, Rezepte und nützliche Tipps – also alles, was der Food- und Weinliebhaber für den Sommer haben, essen und wissen muss.

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Verantwortlich bei Manor Food: Conradin Schaad (Marketingleiter Manor Food), Michèle Leibacher (Head of Communication Manor Food), Mirjam Birrer (Projektleiterin Communication Manor Food). Verantwortlich bei Alpha 245: Patrick Beeli, Mario Moosbrugger, Balz Chen (Kreation), Albina Kuqi, Tina Euerlings, Andrea Staub (Beratung), Denise Goldmann, Carmen Anderegg (DTP), Pam Hügli, Diana Wick (Gesamtverantwortung); Christoph Kern (Fotografie).
 

Kreienbühl Druck mit neuem Geschäftsführer

Pascal Kaiser wird per 1. Juli 2015 neuer Geschäftsführer der Kreienbühl Druck AG in Küssnacht. Ebenso übernimmt er die Verlagsleitung der abonnierten Küssnachter Lokalzeitung Freier Schweizer.

Urs Kreienbühl wird Ende Monat nach 33 Jahren als Geschäftsführer der Kreienbühl Druck AG in den wohlverdienten Ruhestand treten. Ab 1. Juli 2015 übernimmt Pascal Kaiser die Geschäftsleitung. Der 42-Jährige ist seit 19 Jahren in der Werbebranche tätig. Unter anderem arbeitete er für Publicitas in verschiedenen Kaderpositionen in Zug, Schwyz und Luzern. Die letzten sechs Monate war er als Verkaufsleiter für NZZ Media Solutions in Luzern tätig. Pascal Kaiser ist ausgebildeter Marketingplaner mit eidg. Fachausweis, sowie eidg. dipl. Verlags- und Medienmanager.

TBD: An jedem Halt zur Stelle

Die Agentur TBD und der Zürcher Verkehrsverbund ZVV bewerben den Ticketautomaten als ideale Verkaufsstelle.

Die Ticketautomaten im ZVV-Gebiet sind soviel mehr als der fast lieblose Name suggeriert. Per Fingertipp hat er im Nu von Einzelbilletten und Anschlusstickets über Tages- und Multikarten bis zu Spezialtickets und Monats-Abonnementen alles aufbereitet und parat. Dabei ist er viersprachig, einfach im Umgang und akzeptiert alle gängigen Karten. Und als i-Tüpfelchen ist er an rund 700 Orten in der Stadt Zürich, respektive 1400 im ganzen ZVV-Gebiet, rund um die Uhr für die Kunden da. Was leider noch wenig bekannt zu sein scheint: Der Ticketautomat bietet sich auch für die Erneuerung von Netzpässen respektive Monatsabos an. Darum lanciert der ZVV eine Kampagne, die den Ticketautomaten als allzeit und überall bereiten Helfer in Szene setzt. Die Agentur TBD hat für die Kampagne zwei Motive entwickelt, die vorderhand als Plakate und Tramhänger zum Einsatz kommen.

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Verantwortlich bei VBZ: Natascha Klinger (Marketing-Kommunikation VBZ); David Rast (Fachverantwortung S-POS Verkauf & Tarif). Verantwortlich bei TBD: Tom Seinige, Inken Rohweder, Simon Kümin, Sandro Nicotera (Kreation), Sarah Gianesi (Beratung), Philip Schaub, Derek Stierli (Fotografie, Bildbearbeitung).

 

Schweizer Medien: Neue Rechtskonsulentin

Mirjam Teitler übernimmt die Leitung des Rechtsdienstes des Verbandes Schweizer Medien. Sie ist für die verbandsinternen rechtlichen Belange wie auch für die Rechtsberatung der Mitglieder verantwortlich. Weiter ist sie Mitglied der Geschäftsleitung.

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Teitler übt die Tätigkeit auf der Geschäftsstelle in Zürich seit dem 1. Juni aus. Sie ist promovierte Juristin und hat 2008 eine Dissertation zum «Recht auf Vergessen» verfasst. Vor ihrer Tätigkeit für den Verband hat Mirjam Teitler als Anwältin in Zürich vor allem in den Bereichen Medienrecht und Persönlichkeitsschutz gearbeitet. Überdies verfügt sie über publizistische Erfahrung. Vor dem Studium hat sie als Reporterin bei RTL/Pro Sieben Schweiz gearbeitet. Während des Studiums war Mirjam Teitler für diverse Medien als Freelancerin tätig. Seit gut einem Jahr erscheint im Schweizer Monat regelmässig ihre Kolumne «Lex and the City».

Der bisherige externe Rechtskonsulent, André Clerc, wird Mirjam Teitler noch bis Ende Jahr im Rahmen der Übergabe bei ihrer neuen Aufgabe unterstützen, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Voraus statt hinterher

Im letzten Jahr hat er bereits 20 Awards gewonnen, ist gerade in den ADC aufgenommen worden und hat mittlerweile eine eigene Agentur. Nach 15 Jahren in der Werbung entschied sich Daniel Antonio Serrano, Rolf Helfensteins Angebot anzunehmen und gemeinsam die Agentur Karling zu gründen.

Als Nachbar von Sihlcity arbeitet das Karling- Team zu fünft in einer zum Büro umfunktionierten zweistöckigen Familienwohnung. Die Agentur ist ausgestattet mit einem grossen Balkon, riesigen Fensterfronten gegen den grünen Innenhof hinaus, einem Bad und einer Küche. Rund um den Innenhof spielen Kinder, hört man deren Gesang und Spiel. «In den Gebäuden rund um die Agentur stehen mindestens zwei rege genutzte Kindergärten und eine Kinderkrippe», weiss Rolf Helfenstein. Die wenig weiter entfernten Nachbarn von Google ziehen wöchentlich als Jogger an der Agentur vorbei. «Bald sind wir fit genug und laufen vor statt hinterher », witzelt Daniel Serrano. Tatsächlich stehen auf dem Balkon Richtung Innenhof drei neonleuchtende Paar Jogging-Schuhe. Das Konferenzzimmer hallt ein wenig, ein wenig sehr – trotz Pflanzen, Möbeln und einem sehr bezeichnenden Bild. Dieses zeigt die Bugwellen eines kleinen Speedboats und soll die Dynamik der Agentur zum Ausdruck bringen. Eine eigens für die einladende Küche angeschaffte Kaffeemaschine – seit dem letzten Pitch-Gewinn die neue Errungenschaft – lädt zum Ausprobieren ein. Überhaupt probiert Serrano gern aus. Für einen Pitch hat er kürzlich Knetmasse degustiert – und bietet auch gleich der Besucherin einen Versuch an. Das Daim zum liebevoll hergestellten Latte Macchiato trifft den Geschmack dann aber doch besser als die erstaunlich salzige Knetmasse.

«Man könnte es vielleicht Charme nennen»

Sein Abgang bei Jung von Matt vor einem Jahr hat sich sehr angenehm gestaltet. Vor allem habe man gemerkt, dass er es ernst meine mit der Selbstständigkeit, erzählt Serrano. Er sei nicht deswegen gegangen, um in eine Anstellung mit besserem Lohn oder höherer Sprosse auf der Karriereleiter zu wechseln, sondern halt tatsächlich um eine eigene Agentur zu gründen. Eigentlich hätte er sogar super Jobs gehabt bei Jung von Matt. Nur wurde ihm dadurch bewusst, was er alles leisten kann – und so hat er sich gefragt, warum er das nicht für sich nutzen sollte. Seine Entscheidung zur gemeinsamen Gründung von Karling war für ihn der Test «sich selber zu spüren», wie er sagt. Er wollte herausfinden, was er wirklich leisten kann. Sonst sei er aber eher bescheiden, sagt Serrano. Diese Schweizer Eigenschaft habe er von seiner Mutter. Sein Vater kommt aus Ecuador. Aufgewachsen ist er die ersten Jahre in der Schweiz, dann in Deutschland. So habe er nicht nur das südländische Temperament von seinem Vater geerbt, sondern auch das «schaffä schaffä» aus Deutschland, erzählt er. Die wenigen schweizerdeutschen Worte und Redewendungen wirft Serrano mit Bedacht ins Gespräch ein. Er weiss, dass ihm sein Akzent, wenn er schweizerdeutsch redet, Sympathien einbringt, erzählt, wie die Leute bei solchen Gelegenheiten oft zu grinsen anfangen. Denn seine Aussprache habe einige Ecken & Kanten und vermischte Dialekte. «Man könnte es vielleicht Charme nennen», meint er lachend. Vor über einem Jahr haben Daniel Serrano und Rolf Helfenstein Karling gegründet. «Das war eine sehr gute Entscheidung», ist sich Serrano bereits jetzt sicher. Zu verdanken habe er das seiner Familie zuhause, die ihn sehr unterstützt habe. Aber vor allem auch Rolf Helfenstein. Richtig kennengelernt haben sie sich, als Serrano mit seinem damaligen Texter in der Freizeit ein kleines Unternehmen gegründet hat, genannt Rainmap. Rainmap versprach, dass der Nutzer im Regen nicht nur nicht nass wird, sondern sich dabei auch noch an einer Strassen karte orientieren kann, ohne diese in Händen halten zu müssen. Die tolle Idee dahinter: Ein Schirm mit Stadtplan auf der Innenseite. Dieses kleine Projekt ist mittlerweile ein Selbstläufer, die Schirme verkaufen sich sehr gut. Rolf Helfenstein habe ihm unternehmerisch immer wieder geholfen bei diesem Projekt, betont Serrano. «Das Unternehmergen schlummert schon auch in mir, wie man sieht, ist aber viel ausgeprägter bei Rolf.»

Zusammenspiel der Gegensätze

Bei einem gemeinsamen Essen beschrieb Rolf Helfenstein ihm seine Pläne einer Agenturgründung und lud ihn dazu ein, gemeinsam eine Agentur zu starten. Das führte dazu, dass sich Serrano vor allem mit der Frage konfrontierte: «Was will ich denn eigentlich? » Zwei oder drei Wochen und einige internationale Mentoren-Gespräche später kam er zum Schluss: «So eine Chance kriegst du nur einmal im Leben.» Dies liegt vor allem auch an seinem Partner. «Rolf ist ein grossartiger Stratege. Er ist aber, was man vielleicht von ihm nicht gedacht hätte, ein grossartiger Kreativer», so Serrano. Da nun sein Tätigkeitsradius viel grösser und die Agentur viel kleiner sei, komme das deutlicher zum Vorschein. Dass sie zusammenpassen würden als Agenturgeschäftsführer, hätte man wohl eher nicht gedacht. «Der laute, offene Daniel und der ruhig zurückhaltend fokussierte Rolf», beschreibt Serrano ihr Zusammentreffen. Doch genau dieses Zusammenspiel funktioniere hervorragend. Als Grundlage für die gute Zusammenarbeit sieht Serrano ganz klar den gegenseitigen Respekt. Das Vertrauen ineinander, dass der andere eine solide Basis an Talenten vorweisen könne, sei sicher grundlegend, meint er nachdenklich. Bei Jung von Matt war Rolf Helfenstein Geschäftsführer Beratung und Daniel Serrano Senior Art Director. «Dass ich einem Geschäftsführer traue, der seit 12 Jahren bei Jung von Matt die Beratungsseite leitet, steht ja ausser Frage», konstatiert Serrano nüchtern. Umso schöner fand er daher Helfensteins Entscheidung, auf Daniel Serrano zu setzen. Die Agentur haben die beiden Gründer aus einem naheliegenden Grund Karling genannt. Ein Karling ist ein frei stehender, unübersehbarer markanter Berg, der sein Aussehen dem Schliff von Gletschern verdankt.

Kreativ verkaufen, grosse Brötchen backen

Daniel Serrano ist tatsächlich von Werbung fasziniert. Das habe sich im Laufe seiner Ausbildung und der letzten 15 Jahre in dieser Branche so entwickelt, erzählt er. Begeistert habe ihn damals vor allem Belgien. «Das Land, das ich damals nur von der Durchfahrt kannte, schäumt über vor guter Werbung.» Viele Vorbilder – kreative Köpfe – habe er in Belgien kennengelernt. Von deren Strahlkraft kriege man jedoch hier nicht viel mit, auch wenn sie viele Awards gewinnen. Bei Saatchi & Saatchi in Stockholm habe er dann gemerkt, welches Feuer und welche Energie man in sehr trockene Themen stecken kann. «Die Skandinavier sind sehr geladen mit guter Laune und können einem alles verkaufen», erinnert sich Serrano lachend. Mit Werbung will er aber nicht nur unterhalten, kreativ sein, oder – kurz gesagt – verkaufen. Ihn treibt noch ein ganz anderer Aspekt an. Dieser Aspekt trägt dazu bei, dass er auch für die Tabakindustrie Werbung machen würde, obwohl er kein Tabakfreund ist: Gerade etwa im Bereich Tabak- und Alkoholwerbung ist nur noch so wenig erlaubt, dass die Herausforderung, in so einem kleinen Feld mittels Kreativität vielleicht etwas erreichen zu können, für ihn dann doch wieder absolut einen Reiz darstellt. Das wäre aber auch der Fall, wenn die Schweiz ein Wollsockenwerbeverbot hätte – «dann würde ich gern für Wollsocken Werbung machen», führt er aus. Die Einsicht, dass er möglicherweise zum wachsenden Tabakkonsum beigetragen hat, würde ihm dann aber doch nicht besonders be hagen. Bereits nach einem Jahr ist das Karling-Team auf fünf Personen angewachsen und hat bereits grosse Kunden an Land gezogen. So finden sich unter den 12 Kunden Namen wie AMAG, SRF oder die Schweizer Bauern. Ob eine kleine Agentur besser erst mal kleine Brötchen backen soll, darüber habe man sich bei Karling nie den Kopf zerbrochen. Da sie beide von einer grossen Agentur kommen, die einen riesigen Output hat, hätten sie gar nicht erst daran gedacht, nun erst mal auf kleinere Kunden zu setzen. Oder wie Serrano die Ausrichtung der Agentur pragmatisch begründet: «Und wenn dann mal ein deutlich grösseres Projekt vor der Haustür steht, wissen wir, mit wem wir das in Angriff nehmen können.»
Ursina Maurer

In Kürze:

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Daniel Serrano ist als Sohn einer Schweizerin und eines Ecuadorianers 1980 in Ecuador geboren. Seine Schulzeit bis zur Matura verbrachte er in Köln. Hier fand er auch seinen Einstieg in die Werbung. Ab 2004 besuchte er die Miami AD School in Hamburg. Ab 2005 war er für DDB in Berlin, Saatchi & Saatschi in Stockholm, Duval Guillaume in Brüssel und zuletzt für Saatchi & Saatchi in New York tätig. Ab 2006 arbeitete er für Kolle Rebbe in Hamburg. Vier Jahre später wechselte er in die Schweiz, zu Jung von Matt in Zürich. Im Jahr 2014 hat er in Zürich zusammen mit Rolf Helfenstein die Agentur Karling gegründet.

Arbeiten:

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Eines von vier Motiven aus der aktuellen Kampagne «Augenzeugen », die Karling für die Schweizer Bauern lanciert hat.

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Gian und Giachen in ihrem Online-Reisebüro. Entstanden bei Jung von Matt/Limmat.

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Serranos letzte Arbeit für Pro Infirmis. Ebenfalls bei Jung von Matt/Limmat entstanden.

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Das Projekt Rainmap, als Freizeitunternehmen in Zusammenarbeit mit einem Texter entstanden, ist mittlerweile ein Selbstläufer.
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