Sony entschuldigt sich für rassistische Playstation-Werbung

Nach Protesten und Rassismus-Vorwürfen von US-Bürgerrechtsgruppen und Politikern gegen eine Playstation-Werbung, hat sich Sony offiziell entschuldigt.

Nach Protesten und Rassismus-Vorwürfen von US-Bürgerrechtsgruppen und Politikern gegen eine Playstation-Werbung, hat sich Sony offiziell entschuldigt. Der japanische Elektronikriese hatte im Juni auf Plakaten in den Niederlanden gezeigt, wie eine weisse Frau einer schwarzen Frau aggressiv ins Gesicht greift. Die Unterzeile lautete: «Die weisse Playstation kommt», wie SDA berichtete. Sony wollte mit der Werbung nicht irgendeine Botschaft transportieren. Vielmehr sei es darum gegangen, den Kontrast zwischen der bisherigen schwarzen und der neuen weissen Variante der Playstation hervorzuheben, sagte ein Sony-Sprecher. «Aber es gab andere Ansichten bei der Interpretation der Werbung, und das Unternehmen hat sich bei jenen entschuldigt, die von der Kampagne beleidigt worden sind», sagte der Sprecher weiter.
Provozierende Werbung ist nicht zuletzt bereits von Benetton bekannt.
Dass derartige Werbung mehr als nur Aufmerksamkeit erzeugt, hätte den Sony-Marketingprofis allerdings bereits im Vorfeld klar sein müssen.

LeShop mit anhaltendem Umsatzwachstum

LeShop, die Migros-Tochter im Online-Handel, verzeichnete im ersten Halbjahr 2006 einen Umsatzanstieg von 40 Prozent auf 32,7 Millionen Franken.

LeShop, die Migros-Tochter im Online-Handel, verzeichnete im ersten Halbjahr 2006 einen Umsatzanstieg von 40 Prozent auf 32,7 Millionen Franken. Damit erzielte LeShop zwei rentable Quartale in Folge, wie der Schweizer Online-Shop in einer Medienmitteilung schreibt. Zur Rentabilität werden keine Zahlen genannt. LeShop konnte aber 15’600 Neukunden gewinnen und der Wachstum des Warenkorbs stieg um 6,7 Prozent auf durchschnittlich 222 Franken pro Kunde.Damit sieht LeShop den seit drei Jahren anhaltenden Wachstumstrend bestätigt: «Für immer mehr Schweizer Konsumenten gehört das Online-Einkaufen von Lebensmitteln zum normalen Alltag», meint Christian Wanner, Geschäftsführer von LeShop gemäss Medienmitteilung. Vor drei Jahren war LeShop in internationalen Bereich ein kleiner Fisch – «heute hat LeShop aufgeholt und erzielt den gleichen Umsatz wie grosse Firmen im Ausland, dies aber in einem viel kleineren Markt», sagt Urs Rieder, Leiter Marketing des Migros Genossenschaftsbundes. Gemäss LeShop könnte der Markt in der Schweiz bis 2010 ein Volumen von 300 bis 400 Millionen Franken erreichen. LeShop wurde 1997 gegründet. Migros ist mit einer Kapitalbeteiligung von 80 Prozent an LeShop beteiligt.

Michael Schönhaus hat Zogg.Kettiger.Gasser verlassen

Nach einem guten Jahr hat Michael Schönhaus die Werbeagentur Zogg.Kettiger.Gasser verlassen. Er war Mitglied der Geschäftsleitung und als Creative Director verantwortlich unter anderem für Kunden wie Haribo, Exelcat, Fiat, Alfa Romeo und Lancia.

Nach einem guten Jahr hat Michael Schönhaus die Werbeagentur Zogg.Kettiger.Gasser verlassen. Er war Mitglied der Geschäftsleitung und als Creative Director verantwortlich für Kunden wie Haribo, Exelcat, Fiat, Alfa Romeo, Lancia und für verschiedene Pharma-Etats, wie Persönlich berichtete. «Ich möchte dazu nicht mehr erzählen», lehnte Schönhaus eine Anfrage des Klein Reports ab. Schönhaus ist seit 10 Jahren Mitglied des Art Directors Club und wird bis auf weiteres als Freelancer arbeiten.

Bild führt die Korrekturspalte wieder ein

Die deutsche Boulevardzeitung Bild hat vom 14. Juli an auf Seite zwei erneut eine Korrekturspalte. Dort sollen - ganz nach amerikanischem Vorbild - Fehler in der Berichterstattung aufgelistet und korrigiert werden.

Die deutsche Boulevardzeitung Bild führt vom 14. Juli an auf Seite zwei die Korrekturspalte wieder ein. Dort sollen – ganz nach amerikanischem Vorbild – Fehler in der Berichterstattung aufgelistet und korrigiert werden. Chefredaktor Kai Diekmann begründet den Schritt mit der Schnelligkeit der Berichterstattung und menschlichen Makeln: Aufgrund eines riesigen Netzwerks von rund tausend Journalisten liessen sich Fehler eben nicht vermeiden. In der Korrekturspalte solle schnell und unkompliziert berichtigt werden.
Die Korrekturspalte war bereits vom Diekmann-Vorgänger Udo Röbel eingeführt worden. Seine Begründung: Nichts steigere die Glaubwürdigkeit einer Zeitung mehr, als Fehler zuzugeben. Röbel hat letztes Jahr zusammen mit einem Kollegen und einem Hamburger Medienanwalt das Internet-Portal Fairpress.biz gestartet, das Opfern von falscher und einseitiger Berichterstattung die Gelegenheit geben soll, mit einer öffentlichen Gegenrede zu reagieren.

Z.B. Werbung produziert Handbuch der Lautsprecherdurchsagen

In Zusammenarbeit mit der SBB hat die Werbeagentur Z.B. ein Handbuch erstellt, das alle wichtigen Durchsagen enthält, die täglich an den Perrons zu hören sind.

In Zusammenarbeit mit der SBB hat die Werbeagentur Z.B. ein Handbuch erstellt, das alle wichtigen Durchsagen enthält, die täglich an den Perrons zu hören sind. Für die SBB-Mitarbeitenden soll das Handbuch ein wichtiges Nachschlagewerk zur Sicherstellung von Aussagen und Informationen in allen Bahnhöfen in der Schweiz sein.Ausserdem begleitet Z.B die Lancierung des neuen Zentrums für medizinische Bildung in Bern. Die Lancierung ist auf den 1. Januar 2007 geplant. Z.B kreiert dazu den neuen Namen und gestaltet den gesamten Kommunikationsauftritt. Erste Arbeiten sollen im Spätherbst 2006 zu sehen sein. Wie die in Zürich und Bern ansässige Agentur weiter meldet, wird zudem das Team von Z.B ab Anfang August durch die Texterin Valentina Röschli verstärkt.

Talent Screen, die Zweite und Action!

Filmförderung Talent Screen sucht diesen Herbst zum zweiten Mal Schweizer Filmtalente der Zukunft, kommunikativ unterstützt von Wirz Werbung.

Filmförderung Nach dem Erfolg vom letzten
Jahr sucht Talent Screen diesen Herbst zum zweiten Mal Schweizer
Filmtalente der Zukunft. Die Initianten Philip Delaquis, Min Li Marti
und Stefan Zuber gehen mit verschiedenen Veranstaltungen neue Wege in
der Nachwuchsförderung. Bei einem Filmmarathon soll innert 48 Stunden
ein Kurzfilm gedreht werden. Beim Pitch Battle können zukünftige
Drehbuchautoren vor Publikum gegeneinander antreten. Austragungsort der
Wettbewerbe ist das Zürcher Theater Gessnerallee. Kommunikativ wird
Talent Screen von Wirz Werbung betreut. Im Mittelpunkt der
Ausschreibung steht der Werbespot «Haslimeier». Dieser besteht nur aus
einem Abspann. Ein Abspann allerdings, der es in sich hat: Rund 100 Mal
wird der Name Haslimeier erwähnt.

Publizistische Produkte im Fokus

Josefa Haas, Leiterin des Medieninstitutes, über den Wandel vom Verlags- zum Medienmanagement.

Josefa Haas, Leiterin des Medieninstitutes, über den Wandel vom Verlags- zum Medienmanagement. WW: Was muss man sich unter einem Medienmanager oder einer Medienmanagerin vorstellen?
Josefa Haas: Eine
Medienmanagerin beziehungsweise ein Medienmanager kennt die
Produktions- und Wertschöpfungsprozesse der Medienbranche. Er oder sie
kann die eigenen Produkte optimal im Markt positionieren und
weiterentwickeln.

WW: In welchen Bereichen arbeiten Medienmanager, in welchen Positionen sind sie in der Medienbranche anzutreffen?
Haas: Es
sind Frauen und Männer in Medienunternehmen, die strategische
Verantwortung für die Entwicklung ihrer Produkte und für das
Gesamtunternehmen tragen.

WW: Was sind Beispiele solcher Medienprodukte?
Haas: Medienmanagerinnen
und Medienmanager werden gattungsunabhängig ausgebildet. Sie lernen den
Printbereich, den Radio- und Fernsehbereich, Internet und die
Entwicklungen in Multimedia kennen.
 

WW: Die Ausbildung hat sich den veränderten Entwicklungen in der Medienbranche angepasst. Was heisst das genau?
Haas: Das
Wichtigste ist die konsequente Ausrichtung und Weiterentwicklung vom
Verlagsmanagement hin zum Medienmanagement. Heute kann man keine
publizistischen Produkte mehr in einem isolierten Mediengattungsmarkt
ansiedeln. Wer heute eine Zeitschrift herausgibt, muss wissen, wie es
um den Internetauftritt bestellt ist beziehungsweise führt einen
solchen selber. Wer Radio macht, ist multimedial tätig, wer Print
macht, ist an den Schnittstellen mit anderen Mediengattungen selber Anbieter oder Konkurrent im Markt.

WW: Inwiefern
ist die Ausbildung auch ein Tool, um der schleichenden Veränderung der
Medien durch branchenfremdes Management, das ohne Branchenfokus auf
maximalen Gewinn zielt, Einhalt zu gebieten?
Haas: Zentral
ist, dass für den Medienmanager und die Medienmanagerin publizistische
Produkte im Zentrum stehen, also Zeitungen, Internetplattformen, Radio-
oder Fernsehprodukte. Sie müssen zwingend den redaktionellen und
journalistischen Ansprüchen genügen. Diese publizistischen Produkte
werden im Werbe- und im Nutzermarkt vermarktet, deshalb macht es einen
grossen Unterschied, ob jemand über eine reine Werbe- oder
PR-Ausbildung verfügt und Medien als eines von vielen Instrumenten
betrachtet. Bei der Ausbildung zum Medienmanager und zur
Medienmanagerin stehen publizistische Produkte im Zentrum. Der Fokus
ist damit ein anderer.

WW: Die eidgenössische Anerkennung der Ausbildung ist noch nicht unter Dach und Fach?
Haas: Derzeit
ist das Verfahren beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie
(BBT) noch im Gang. Bis Ende August sollte es dann so weit sein. Es
spricht nichts gegen die Anerkennung.

WW: Welche Bedeutung hat die Ausbildung im internationalen, beziehungsweise europäischen Vergleich?
Haas: Die
Positionierung der Medienmanagement-Ausbildung entspricht den
Entwicklungen, wie man sie zum Beispiel in Deutschland kennt. Auch dort
fand eine Entwicklung vom Verlagskaufmann zum Medienkaufmann statt,
weil die Orientierung nach reinen Mediengattungen im Medienmarkt heute
nicht mehr genügt. Die Schlüsselargumente sind also dieselben. Es sind
ebenso berufsbegleitende prozessorientierte Ausbildungen, wo man mit
einer grossen Systematik das Geschäft von A bis Z kennen lernt.

WW: Der Kurs ist mit 46 Kurstagen von relativ kurzer Dauer. Warum?
Haas: Die
Ausbildung geschieht berufsbegleitend. Für den Kurs ist eine der
Voraussetzungen, dass man bereits in der Medienbranche tätig ist.
Zukünftige Medienmanagerinnen und Medienmanager sind also Personen, die
in ihrem konkreten Job zum Teil bereits Expertenstatus erreicht haben.
An der Abschlussprüfung wird das gesamte Wissen getestet, also nicht
nur die Lernerfahrung, sondern auch die Berufserfahrung. Hier gehts um
eine Verschmelzung von beruflicher Praxis und Berufsausbildung. Das ist
der grosse Unterschied zu den Fachhochschulen, die stark nach rein
schulischer Wissensvermittlung orientiert sind.

WW: Wie viele Studierende können den Kurs besuchen?
Haas: Im
letzten Kurs waren es 25 Personen, das war etwas viel. Diesmal rechne
ich mit zwischen acht bis vierzehn Teilnehmenden – eine kleine,
kompakte Klasse, wobei die Mitglieder stark voneinander profitieren
werden.

WW: Die Ausbildung findet in den Räumlichkeiten des MAZ in Luzern statt. Welche Rolle spielt das MAZ?
Haas: Keine. Beim MAZ sind wir lediglich eingemietet.

Einzige Ausbildung in der Schweiz
Der Diplomkurs für Medienmanager wird vom Medieninstitut des Verbandes
Schweizer Presse organisiert und durchgeführt. Der Kurs ist die zweite
Stufe der einzigen umfassenden und praxisnahen Berufsausbildung für
Medienmanagement in der Schweiz. Im Zentrum steht die vernetzte
Anwendung von gefestigtem Branchenwissen, Markenführung,
Führungskompetenz, Controlling, Planung, Kommunikation, Recht und
Multimedia. Der Kurs richtet sich an Führungskräfte im Medienbereich
und verschafft Kenntnisse der Mechanismen und der Entwicklungen des
Medienmarktes. Die Prüfungsordnung wird an die aktuellen Entwicklungen
der europäischen Bildungspolitik angepasst.

Informationen unter
www.medieninstitut.ch

Interview: René Worni

Die wahren Stars

Versicherungen Catsky & Partner zeigt für die Suva auf, wie Versicherte Kosten einsparen können.

Versicherungen Catsky & Partner zeigt für die Suva auf, wie Versicherte Kosten einsparen können.Mit ihrem New Case Management bei SuvaCare
konnte die Suva in den letzten drei Jahren über 200 Millionen Franken
einsparen – ohne Leistungseinbussen, sondern allein dank dem
intelligenten Betreuungskonzept. Für dieses Rehabilitations- und
Reintegrationskonzept hat die Suva den Schweizer Innovationspreis der
Privatassekuranz erhalten und rund 65 neue Arbeitsplätze geschaffen.

«Die Suva machts der IV vor, wie man weniger Neurenten generiert und
die Menschen nach einem schweren Unfall wieder richtig und auch im
eigenen Interesse zurück ins Berufsleben integriert, damit die
Lebensqualität erhalten bleibt», meint Claude Catsky.

Der Zürcher Werber ist stolz darauf, dass er mit mehreren Kampagnen in
den letzten drei Jahren sicher auch «einen gewissen Anteil am Erfolg
der Suva hat.» Catskys neue gross angelegte Kampagne behandelt jetzt
das Thema SuvaCare: Rehabilitation und Reintegration der
Unfallversicherung.

Im Mittelpunkt steht die Aussage, dass die Suva all jene Normalbürger
und Versicherten zu wahren Stars unserer Zeit erklärt, welche sich die
schweren Zeiten einer Rehabilitation durchgekämpft und den Weg zurück
ins Leben geschafft haben. Denen will die Suva danken und gleichzeitig
darauf hinweisen, dass sie schwer verunfallte Menschen auch weiterhin
vermehrt unterstützt und ihnen bei der Reha hilft. Denn bei der
Reintegration sind am Schluss alle Sieger: der Verunfallte, die
Unfallversicherung, die ihm geholfen hat, und das ganze System.

Die Inseratesujets hat wiederum der holländische Starfotograf Arthur
Mebius realisiert, mit dem Catsky 2004 einen Cannes-Löwen gewonnen hat.
Die Sujets spielen mit den Figuren «James Bond», «Terminator» und «Lara
Croft». Für den TV-Spot war Markenfilm Schweiz zuständig.

Ironie des Schicksals: Genau in der Zeit der Realisation der Kampagne
hat Claude Catsky «alles selber am eigenen Leib erfahren». Der Kreative
musste nach einem schweren Autounfall eine komplizierte Lungenoperation
über sich ergehen lassen und weilte mehrere Wochen in der Reha-Klinik
Mammern. Catsky wurde am Ende seines Leidenswegs von den
Verantwortlichen der Suva «wie im Spot» mit einer Limousine abgeholt
und wieder in die Berufswelt zurückgebracht.

Andreas Panzeri

Europäischer Dachverband der Inkassofirmen für Rundfunkgebühren gegründet

Inkassofirmen für Rundfunkgebühren aus Europa und Israel haben einen eigenen Dachverband, die Broadcasting Fee Association BFA, gegründet. Die Schweiz ist mit der Billag im Vorstand der BFA vertreten.

Inkassofirmen für Rundfunkgebühren aus Europa und Israel haben einen eigenen Dachverband, die Broadcasting Fee Association BFA, gegründet. Die Schweiz ist mit der Billag im Vorstand der BFA vertreten. Im Rahmen der BFA soll das Gebührenmanagement verbessert werden. Ausserdem sollen technologische, rechtliche, finanzielle und strategische Fragen des Gebührenmanagements aber auch der Gebührenkommunikation behandelt werden, wie die Billag in einer Medienmitteilung schreibt.Derzeit sind Inkassofirmen für Rundfunkgebühren aus Dänemark, Deutschland, Grossbritannien, Irland, Israel, Norwegen, Österreich, Schweden, der Tschechischen Republik sowie der Schweiz vertreten. Weitere Länder überlegen sich den Beitritt. Gemessen an der Gebührenpflicht, befindet sich die Schweiz im europäischen Vergleich in einer Spitzenposition: 96 Prozent der Fernseh- und 92 Prozent der Radiokonsumenten sind ordnungsgemäss bei der Billag angemeldet, wie die Billag weiter schreibt.

Rote Karte

Merchandising In einer Online-Umfrage ermittelte die Berliner Agentur Kamps die schlimmsten Marketing-Sünder zur Fussball-WM.

Merchandising Im Mai hatte die Berliner
Agentur Kamps eine Online-Umfrage über Bullshit-Marketing zur
Fussball-WM gestartet. Eine kreative Antwort auf die Sünden, «die in
Marketingabteilungen zur WM verbrochen worden sind», erklärt Inhaber
Christoph Kamps die Motivation zur Verleihung der «Roten Karte». Von
den gut 100 WM-Geschmacklosigkeiten der  selbst ernannten
Marketingfachleute ging die Rote Karte für den schlechtesten Geschmack
an die Fussballurne eines Düsseldorfer Bestattungsunternehmens. Die
Gelbe Karte für ein Foul in der Magenregion erhielt die «Schwarz Rot
Gold Land Bockwurst». Mit einer Abmahnung und damit Platz drei kam das
«Fifa World Cup Eau de Toilette» davon. Gespannt warten wir auf
Merchandising-Ideen hiesiger Kreativen für die EM 2008.

Erster Schritt zur Forschungsstiftung

Radio- und TV-Forschung Die SRG hat ihren Forschungsdienst fit für die Integration gemacht.

Radio- und TV-Forschung Die SRG hat ihren Forschungsdienst fit für die Integration gemacht.Was die SRG vor drei Monaten ankündigte,
hat sie nun umgesetzt: Am 30. Juni gründete sie die Firma Mediapulse AG
für Medienforschung. Diese übernimmt ab sofort sämtliche Aktivitäten
des SRG-Forschungsdienstes, der bisher von der SRG als Abteilung
geführt wurde. Mit der Gründung von Mediapulse macht die SRG den ersten
Schritt, der notwendig ist, um die Radio- und TV-Forschung dereinst in
eine unabhängige Stiftung zu integrieren. Dies wird so vom neuen RTVG
verlangt. Entsprechend wird Mediapulse demnächst die Panel von
Radiocontrol und Telecontrol sowie den dazugehörigen Establishment
Survey (Grundlagenforschung) übernehmen – zu einem Wert von 4,2
Millionen Franken.

Die konkreten Auswirkungen der Firmengründung: Ab sofort heisst der
SRG-Forschungsdienst Mediapulse, er ist neu eine AG mit zwei Millionen
Franken Aktienkapital und eigenem Verwaltungsrat. Und die Firma
disloziert schon bald an die Thunstrasse 16 in Bern – womit sie auch
physisch von der SRG getrennt wird. Personell ändert sich nichts: Wer
heute beim Forschungsdienst arbeitet, der bleibt dabei.
Forschungsdienstleiter Manuel Dähler wird Geschäftsführer von
Mediapulse. Unklar ist noch, ob und wann jene Personen, die für die
Internetforschung zuständig sind, von Mediapulse zur Firma Net Metrix
wechseln. Die Internetforschungsfirma Net Metrix wird demnächst separat
und von SRG und Wemf gemeinsam gegründet – die SRG bringt dort ihr
neues Internetpanel (Net-Tracking) ein.

Zurück zu Mediapulse: Ihr Verwaltungsrat wird von DRS-Radio-Direktor
Walter Rüegg präsidiert, weitere Mitglieder sind TSR-Direktor Gilles
Marchand, Publisuisse-Direktor Martin Schneider und Silvio Studer,
Leiter des Media Service Centers der SRG. Wie Rüegg erklärte, setzt
sich das Betriebsbudget von Mediapulse aus den Einnahmen zusammen, die
sich aus dem Verkauf der Radio- und TV-Daten an SRG und Private
generieren lassen. Letztere haben die Zusicherung, dass die Preise für
die Daten in den nächsten Jahren nicht erhöht werden. Nicht nur das:
Rüegg glaubt gar, sie vielleicht noch günstiger als heute anbieten zu
können.

Als nächster Schritt steht nun die Gründung einer Forschungsstiftung
an. Gemäss Rüegg wird das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) schon
bald «alle interessierten Kreise» zu einer Sitzung einladen. SRG, Bakom
sowie die Verbände der Privat-TVs und -Radios haben bereits Vorschläge
ausgearbeitet, die zur Diskussion gestellt werden. Die Stiftung werde
voraussichtlich Anfang 2007 gegründet, sagt Rüegg.

Offen ist noch, was mit der Publica Data AG (PDAG) geschieht. Diese
100-prozentige SRG-Tochter war bis anhin für den Verkauf der
Forschungsdaten an Private zuständig. Damit sollten Kommerz und
Forschung getrennt bleiben. Diese Trennung wollen die Verbände der
Privat-TVs und -Radios im Prinzip auch in Zukunft beibehalten. Gemäss
Rüegg hatten sie deshalb die Möglichkeit, die PDAG zu übernehmen, doch
seien keine Offerten eingegangen.

Markus Knöpfli

Financial Times baut integrierten Multimedia Newsroom

Die britische Wirtschaftszeitung Financial Times ist dabei, ihre Online- und Printaktivitäten in einem Multimedia Newsroom zusammenzulegen. Dadurch droht 50 Mitarbeitern die Arbeitslosigkeit.

Die britische Wirtschaftszeitung Financial Times ist dabei, ihre Online- und Printaktivitäten in einem Multimedia Newsroom zusammenzulegen. Dadurch droht 50 Mitarbeitern die Arbeitslosigkeit, man will den Stellenabbau aber möglichst gering halten. Die Gewerkschaft National Union of Journalists (NUJ) sorgt sich angesichts des bevorstehenden Stellenabbaus, dass die Qualität der Berichterstattung Schaden nehmen könne.
Durch eine sehr enge Verknüpfung von Online, Print, Berichterstattung und Produktion soll die Financial Times laut dem Verlagshaus Pearson zu einem der bestintegrierten Multimedia Newsrooms der Welt werden. In Zukunft soll es weniger Unterschiede unter den verschiedenen Ausgaben für Europa, Amerika und Asien geben. Die Redakteure werden ein neues System verwenden, um Web- und Printseiten von einer einzigen Plattform aus zu veröffentlichen.
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