Presserat: Keine Pflicht zu objektiver Berichterstattung 

Ein Leser hatte die Beschwerde erhoben, dass die Schweizer Medien seit Jahren fälschlicherweise behaupten würden, mit Mass genossene alkoholische Getränke seien gesünder als der gänzliche Verzicht auf Alkohol.

Der Presserat hält in einer Stellungnahme fest, dass aus den Rechten und Pflichten von Journalisten keine berufsethische Pflicht zu „objektiver Berichterstattung“ abgeleitet werden könne. Redaktionen sind ausserdem nicht verpflichtet, über ein bestimmtes Thema, eine Gruppe oder eine Person zu berichten. Im konkreten Fall hatte ein Leser die Beschwerde erhoben, dass die Schweizer Medien seit Jahren fälschlicherweise behaupten würden, mit Mass genossene alkoholische Getränke seien gesünder als der gänzliche Verzicht auf Alkohol. Er äusserte ausserdem den Verdacht, dass beispielsweise der Tages-Anzeiger nicht frei über die Alkoholproblematik berichten würde, weil er Mitglied der Allianz gegen Werbeverbote ist und weil er werbemässig von der Alkoholindustrie abhängig sei. Der Presserat wies den Beschwerdeführer darauf hin, dass es sich gemäss seiner Praxis – wenn überhaupt – nur ganz ausnahmsweise rechtfertigen dürfte, aus der unterlassenen Berichterstattung eines Mediums über ein bestimmtes Thema eine Verletzung berufsethischer Normen abzuleiten. Zudem sei dem Presserat die Beurteilung der Rüge der Verbreitung von angeblichen Falschinformationen nur dann möglich, wenn sich eine Beschwerde gegen konkrete, überprüfbare Medienberichte namentlich bezeichneter Medien richte. Es sei nicht Aufgabe des Presserates, zu unterschiedlichen Positionen Stellung zu nehmen.
Darüber hinaus würden die Schweizer Medien durchaus ausgewogen über die Gefahren eines übermässigen Alkoholkonsums berichten. Ebenso sei in den Zeitungen davor gewarnt worden, einzelne Forschungsergebnisse als Anlass zu einer Kampagne für mässigen Alkoholgenuss zu nehmen. Aus diesen Gründen wies der Presserat die Beschwerde ab.

In Flagranti wird neues Mitglied bei BSW

Der Verband der Werbe- und Kommunikationsagenturen BSW Leading Swiss Agencies nimmt die Agentur In Flagranti in Lyss als neues Mitglied in der Kategorie Werbeagenturen auf.

Der Verband der Werbe- und Kommunikationsagenturen BSW Leading Swiss Agencies nimmt die Agentur In Flagranti als neues Mitglied in der Kategorie Werbeagenturen auf. In Flagranti wurde 1990 gegründet. Die Agentur beschäftigt zurzeit 20 Personen und hat ihren Sitz an der Hauptstrasse 3 in Lyss. Michael Haehlen, Lorenz Schmid und Marcel Wälti sind die Inhaber. Wichtige Kunden der Agentur sind neben anderen die Gebäudeversicherung Kanton Bern, PostAuto, PostFinance, PostLogistics, SBB, Spitalzentrum Biel, Vifor.

RTL lanciert neue Daily Soap

RTL will ab Herbst mit der neuen Serie "Alles was zählt" gegen die Konkurrenz der erfolgreichen Sat.1-Telenovela "Verliebt in Berlin" kämpfen.

RTL gestaltet auf den Herbst das Vorabendprogramm um, schneidet alte Zöpfe ab und will mit einer neuen Serie gegen die Konkurrenz der erfolgreichen Sat.1-Telenovela „Verliebt in Berlin“ kämpfen. Gestrichen werden „Balko“ und „Die Wache“, wie laut Welt.de an der RTL-Prorammkonferenz bekannt gegeben wurde. Die neue Sendung heisst „Alles was zählt“. Sie nennt sich zwar nicht Telenovela, bringe aber alle entsprechenden Zutaten mit: Die Hauptdarstellerin Tanja Szewczenko soll eine junge Frau mit Zielen und Träumen verkörpern, die sich noch nicht ganz gefunden hat. RTL glaubt damit anscheinend noch an den Telenovela-Boom, dessen Ende auf anderen Sendern bereits eingeläutet wird. „Alles was zählt“ läuft täglich ab 19.05 Uhr und damit zehn Minuten früher als „Verliebt in Berlin“. Der Vorabend erfährt bei RTL ausserdem einige Umstellungen: Um 18.00 Uhr beginnt künftig ein Informationsblock mit dem Magazin „Explosiv“ (bisher 19.05 Uhr), dem Boulevardmagazin „Exklusiv“, das seinen Sendeplatz 18.30 Uhr behält, sowie der Nachrichtensendung „RTL Aktuell“ um 18.45 Uhr.

SFLB schickt Peikert Contract in Rente

Peikert Contract AG aus Zug gibt sich einen neuen Namen und tritt künftig als p-4 auf. Mit der Entwicklung der Umbenennungs-Kampagne wurde die Agentur Spillmann/Felser/Leo Burnett beauftragt.

Peikert Contract AG aus Zug gibt sich einen neuen Namen und tritt künftig als p-4 auf. Das über 100-jährige Unternehmen habe sich in den letzten Jahren immer mehr vom Generalunternehmen zum Immobilien-Gesamtleister entwickelt, der seinen Kunden ein umfassendes Dienstleistungsangebot in den Bereichen Marketing, Projektentwicklung, Projektumsetzung, Finanzen und Controlling biete, heisst es in einer Mitteilung. Um diese Neuausrichtung zu bestärken, hat sich die Firma zum Namenswechsel entschieden. Damit einher geht auch ein neuer Claim: Plant und baut. Für Sie.Mit der Entwicklung der Umbenennungs-Kampagne wurde die Agentur Spillmann/Felser/Leo Burnett beauftragt. In einer überregionalen Print- und Webkampagne mit lokaler Kino- und Plakatpräsenz schickt die Agentur den alten Namen in den Ruhestand, nämlich auf den Liegestuhl an den Strand. Der Auftakt der Kampagne erfolgte durch ein Panoramainserat am 20. Juni. Neben der Umbenennungs-Kampagne ist SFLB zudem für das neue CI/CD und die Neugestaltung sämtlicher Publikationen verantwortlich. Die Website p-4.ch wurde in Zusammenarbeit mit der Firma .nemos entwickelt.

Schweizer Cannes Day mit neuem Konzept 

Am Mittwoch, 6. September 2006 lädt die Vermarkterin Cinecom gemeinsam mit ihren Partnern zum „Cannes Day 2006“, der sich dieses Jahr in neuer Form präsentiert.

Am Mittwoch, 6. September 2006 lädt die Vermarkterin Cinecom gemeinsam mit ihren Partnern zum „Cannes Day 2006“. Die Cannes-Premiere in der Schweiz präsentiert sich dieses Jahr in neuer Form und beginnt bereits am Nachmittag. Ab 13.30 Uhr können die diesjährigen Siegerarbeiten des 53. Internationalen Werbefestival in Cannes (IAF) in den verschiedenen Kategorien Film, Media, Press, Outdoor, Direct, Cyber und Radio begutachtet werden. Als Präsentationen, Ausstellungen und Führungen werden diese alternierend in Foyer, Werft, Härterei und S-Lounge der Maag Music- & EventHall gezeigt. Um 18.00 Uhr erfolgen im Auditorium die offiziellen Ehrungen der diesjährigen Shortlist-Platzierungen sowie der Cannes Lions Gewinner aus der Schweiz. Danach wird die Cannes Rolle 2006 der Gold Lions in der Kategorie Film präsentiert, anschliessend lädt Cinecom zum Get Together und zur Party am Abend. Cannes-Partner der Vermarkterin sind Publimedia, Clear Channel Outdoor Plakanda, Alex Schmid Direct, web2com, radiopower.ch, Swissfilm Association und bsw leading swiss agencies.

SF engagiert Dominik Stroppel

Dominik Stroppel, Projektleiter bei B&B Endemol, wechselt nach der Sommerpause zu «SF Spezial».

Dominik Stroppel, Projektleiter bei B&B Endemol, wechselt nach der Sommerpause zu «SF Spezial». Dies berichtet Presseverein.ch unter Berufung auf die SF-Chefredaktion. Stroppel trug bei Endemol unter anderem die Verantwortung für Formate wie «Big Brother 2» oder zuletzt «Der Match». Angefangen hatte er seine Karriere bei Radio Z, wo er während neun Jahren als Redaktor und Moderator tätig war. 1999 stieg Stroppel ins TV-Metier ein und baute gemeinsam mit einem kleinen Team den Musiksender «Swizz Music Television» (heute Viva Schweiz) auf.

Beschwerden an SRG-Ombudsstelle wegen Sprachverwilderung 

Die Ombudsstelle der SRG erreichten in den letzten Monaten mehrere Beschwerden über die Verwendung mutmasslich falscher Worte oder Begriffe.

Die Ombudsstelle der SRG erreichten in den letzten Monaten mehrere Beschwerden über die Verwendung mutmasslich falscher Worte oder Begriffe. Das berichtet die SRG-Zeitschrift Link. Wie bereits bekannt ist, haben sich etliche Personen darüber beschwert, dass nun die Wettersendung „Meteo“ im Dialekt moderiert wird. Diesen Vorwurf konnte die Ombudsstelle aus rechtlichen Gründen nicht schützen, wie Link weiter schreibt. Mit diesem Thema wird sich nun die Unabhängige Beschwerdeinstanz (UBI) befassen. Ein einzelner Beschwerdeführer störte sich am Ausdruck „es stinkt mir“ in einem Bericht von Radio DRS zum 1.-Mai-Krawall. Der Ombudsmann Achille Casanova sieht diese Formulierung aber im Einklang mit der zuständigen Redaktion nicht als sprachlichen Ausrutscher an. Das Verb „stinken“ werde eben oft auch bildlich benutzt.
Eine weitere Beschwerde betraf den Ausdruck „braune Brut“ für rechtsextreme Schläger. Hier gibt Casanova dem Kritiker Recht: Der Begriff erinnere zu sehr an den Sprachgebrauch der Nazis und gehöre nicht in eine Informationssendung von SR DRS. Eine Entschuldigung dafür kommt für die Ombudsstelle aber nicht in Frage, da diese – vor allem, wenn sie aus dem Zusammenhang gerissen werde – indirekt als Billigung der Taten von Rechtsextremen aufgefasst werden könnte. Casanova legt Wert auf eine sorgfältige Pflege der Sprache und zitiert die UBI: Entscheidend sei, ob die Meinungsbildung durch einen Begriff beeinträchtigt werden könnte.

Geneva Classics wählt Scotti für Kommunikation 

Die Zürcher Scotti Werbeagentur wurde von Geneva Palexpo mit der nationalen und internationalen Gesamtkommunikation für die Autoklassiker-Ausstellung Geneva Classics betraut.

Die Zürcher Scotti Werbeagentur wurde von Geneva Palexpo mit der nationalen und internationalen Gesamtkommunikation für die Autoklassiker-Ausstellung Geneva Classics betraut. Die Ausstellung findet dieses Jahr die zum ersten Mal vom 6. bis 8. Oktober im Genfer Palexpo statt. Gegenüber der etablierten Konkurrenz im Ausland soll Geneva Classics mit umfassenden und internationalen Kommunikationsmassnahmen als eine Ausstellung mit hohem Qualitätsstandard positioniert werden. Scotti Werbeagentur habe das Mandat aufgrund langjähriger Erfahrung in der Automobilbranche gewonnen, heisst es in einem Communiqué. Erste Anzeigen in Fachzeitschriften sind bereits zu sehen. Einige der Werbemittel werden auch in Frankreich, Italien und England eingesetzt.

SRG verlängert Eishockey-Vertrag

Die SRG kann auch in der kommenden Saison 2006/07 weiterhin exklusiv über die Spiele der Eishockey-Nationalmannschaft sowie über die Spiele des Spengler Cup Davos berichten.

Die SRG kann auch in der kommenden Saison 2006/07 weiterhin exklusiv über die Spiele der Eishockey-Nationalmannschaft sowie über die Spiele des Spengler Cup Davos im Fernsehen und Radio berichten. Der Schweizerische Eishockeyverband SEHV, die Schweizerische Eishockey Nationalliga GmbH und die HC Davos Management AG (für das OK Spengler Cup) haben sich mit der SRG über die mediale Verwertung der Länderspiele der Nationalmannschaften, der Spiele der NL-Meisterschaften und der Spiele des Spengler Cup Davos geeinigt, wie es in einer Mitteilung heisst. Vereinbart ist eine fixe Laufzeit von drei Jahren mit Option auf einer Verlängerung um weitere drei Jahre. Die SRG wird wie bisher exklusiv alle Spiele der Schweizer A-Nationalmannschaft in der Schweiz sowie alle Spiele des Spengler Cup Davos übertragen.Dennoch wird die bestehende Partnerschaft zwischen der SRG und der Schweizerischen Eishockey-Nationalliga neu definiert. Sie werde den heutigen Verhältnissen im Markt Schweiz und dem Nebeneinander von Pay- und Free-Verwertern angepasst, schreibt die SRG weiter. Neben der Highlight-Berichterstattung über alle Spiele der NLA-Meisterschaft werden acht Live-Spiele in der NLA-Qualifikation und ein Spiel ab der 3. Runde im Viertel-, Halb- und Final NLA-Playoff live übertragen. Daneben kann die SRG SSR ihre Sendungen weiterhin im Internet verwerten. Beibehalten wird die ihre bisherige Berichterstattung über die NLB-Meisterschaft sowie über die Playout-/Ligaqualifikations-Phase.

Oscar Battegay komplettiert Baz-Verwaltungsrat

Oscar Battegay ist neuer Verwaltungsrat der National Zeitung und Basler Nachrichten AG, wie die Basler Zeitung Medien im Handelsregister offiziell heissen. Er ersetzt Gaudenz Staehelin.

Oscar Battegay ist neuer Verwaltungsrat der National Zeitung und Basler Nachrichten AG, wie die Basler Zeitung Medien im Handelsregister offiziell heissen. Das berichtet die Basler Zeitung in ihrer Ausgabe vom Freitag. Der 43-jährige Battegay  ist Advokat und Notar, Partner der Basler Kanzlei Holzach Partner und war u.a. auch FDP-Grossrat. Er ersetzt Gaudenz Staehelin, der seit 1987 Mitglied des VR war. Bereits im November 2005 war die Wahl von Otto Meier (54), Generaldirektor der PubliPresse (Publicitas), bekannt gegeben worden. Meier ersetzt Fritz Schuhmacher.

FCB Leutenegger Krüll gewinnt Kampagne für Dosen-Recycling

Die Walliseller Agentur FCB Leutenegger Krüll konnte eine Konkurrenzpräsentation um die Öffentlichkeitskampagne von Ferro Recycling für sich entscheiden.

Die Walliseller Agentur FCB Leutenegger Krüll hat im Rahmen einer Konkurrenzpräsentation die Öffentlichkeitskampagne von Ferro Recycling gewonnen. Ferro Recycling ist ein Verein zur Förderung des Recyclings von Konservendosen und wird von Schweizer Unternehmen aus Handel, Herstellung und Entsorgung getragen. Die Schweizer Recycling-Quote von 79 Prozent ist ein im internationalen Vergleich hervorragender Wert, wie es in einer Mitteilung heisst. Diese Quote soll auch in Zukunft mindestens gehalten werden. Erste Arbeiten der Agentur sind im nächsten Jahr zu sehen.

Christoph Neuhaus kommuniziert für Euro 08

Christoph Neuhaus wird Kommunikationsverantwortlicher der Gesamtprojektkoordination öffentliche Hand Uefa Euro 2008, welche die Arbeiten in der Schweiz für die Fussball-EM koordiniert.

Christoph Neuhaus wird Kommunikationsverantwortlicher der Gesamtprojektkoordination öffentliche Hand Uefa Euro 2008, welche sämtliche Vorbereitungs- und Umsetzungsarbeiten von Bund, Kantonen und Austragungsorten für die Fussball-EM in der Schweiz koordiniert. Neuhaus wird die Planung und operative Umsetzung aller Kommunikationsaktivitäten übernehmen. Zu seinen Aufgaben gehören ebenfalls die Koordination der Kommunikationsaktivitäten mit den Projektpartnern sowie die Ausarbeitung von Vorgaben im Bereich Kommunikation für die vier Teilprojekte «Sicherheit», «Infrastruktur und Verkehr», «Landeswerbung und Standortmarketing» sowie «Projekte und Massnahmen in der Schweiz».Neuhaus tritt den Posten im Laufe des Spätsommers 2006 an, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport am Freitag mitteilte. Der Ökonom ist derzeit Geschäftsführer der SVP des Kantons Bern. Zuvor leitete er unter anderem die Abteilung Wirtschaft und Kommunikation der Berner Volkswirtschaftsdirektion und war Expo.02-Beauftragter des Kantons Bern.
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