Studie: McKinsey sieht für TV-Werbung schwarz

Im Jahr 2010 wird traditionelle Fernsehwerbung nur noch ein Drittel so effektiv sein wie 1990. Mit solchen Aussagen schockt die Studie des Beratungsunternehmens McKinsey.


Im Jahr 2010 wird traditionelle Fernsehwerbung nur noch ein Drittel so effektiv sein wie 1990. Mit solchen Aussagen schockt eine Studie des Beratungsunternehmens McKinsey die Kunden, berichtet das amerikanische Branchenmagazins Advertising Age. Diese Studie, die die Entwicklung des Medienwachstums im Auge hat, prognostiziert eine 15-prozentige Abnahme der Kaufkraft bei steter Zunahme des Tausender-Kontaktpreises, beziehungsweise der Kosten pro Kundenkontakt.
Fernsehwerbung werde laut Studie im Jahr 2010 23 Prozent weniger angeschaut. Die Aufmerksamkeit gegenüber TV-Werbung sinke um 9 Prozent, da das Multitasking steige. Die Aufnahmefähigkeit einer Botschaft sinke gar um 37 Prozent wegen der massiven Übersättigung.

McKinsey geht von einem sich stark verändernden Konsumentenverhalten aus, und die Werbeausgaben entwickelten sich dazu umgekehrt proportional. So seien die Ausgaben für Werbung in der Hauptsendezeit in den letzten zehn Jahren um rund 40 Prozent gestiegen, obwohl die Zuschauer fast 50 Prozent der Werbung nicht beachteten. Der Trend, immer mehr zu investieren, um mit dem Kunden in Kontakt zu kommen und im Markt der Aufmerksamkeit dafür immer schlechter abzuschneiden, setzt sich auch in Radio und Print fort.

Besonders die Jugendlichen würden ein stark verändertes Medienverhalten aufweisen. So sollen Jugendlich verglichen mit Erwachsenen weniger als die Hälfte der Zeit für TV aufwenden. Ausserdem würden Jugendliche zwischen 18 und 26 mehr Zeit im Internet als vor dem Fernseher verbringen. Der Grund: Sie eigneten sich neue Technologien viel schneller an als alle anderen Generationen. Daher würde gerade diese Altersgruppe Werbung in Blogs, Podcasts und Mobile-Werbung besser aufnehmen.

Ein bisschen Trost weiss aber auch die Studie von McKinsey noch zu spenden: Da das Angebot für Online-Werbung immer noch mangelhaft und die Natur des Internets generell fragmentiert sei, werde die TV-Werbung noch für die nächsten paar Jahre eine effektive Werbeform bleiben.

SFLB wirbt mit Pistolen und Gewehren für «Annabelle»-Petition

Die Zürcher Agentur Spillmann/Felser/Leo Burnett SFLB hat für die «Annabelle»-Petition «Keine Schusswaffen zu Hause» eine Kampagne entwickelt, die auf die Verschärfung des Waffengesetzes zielt.

Die Zürcher Agentur Spillmann/Felser/Leo Burnett SFLB hat für die «Annabelle»-Petition «Keine Schusswaffen zu Hause» eine Kampagne entwickelt, die auf die Verschärfung des Waffengesetzes zielt. In Zusammenarbeit mit einem Fotografen, der normalerweise Familienporträts und Passfotos für Privatpersonen macht, wurden Kleinplakate, Inserate und Plakate F200 realisiert, welche Porträts von ganz normalen und scheinbar glücklichen Schweizer Familien zeigen. Doch die Idylle wird gestört. Denn auf jedem Foto zielt ein Familienmitglied mit einer Schusswaffe auf ein anderes. Die Kampagne soll der Frauenzeitschrift aus dem Hause Tamedia helfen, erschreckende Fakten zum Thema Schusswaffen in der Schweiz publik zu machen. Die «Annabelle»-Petition verlangt, dass Wehrpflichtige ihre Armeewaffe nicht mehr zu Hause aufbewahren dürfen, sondern diese nach der Ausmusterung abgeben müssen. Die Petition richtet sich ans Parlament sowie an den Gesamtbundesrat.

PubliQuiz: Nächste Spielrunde im September

Die Sommerspielrunde von «PubliQuiz», dem Ratespiel rund um die Fernsehwerbung in den Programmen der SRG, ist abgeschlossen. Das nächste Spiel startet im September.


Die Sommerspielrunde von «PubliQuiz», dem Ratespiel rund um die Fernsehwerbung in den Programmen der SRG, ist abgeschlossen. Das nächste «PubliQuiz» läuft im September. Als Rätsel wird in den Werbeblöcken von SF, TSR und TSI ein Ausschnitt aus einem bekannten TV-Spot ausgestrahlt. Die Zuschauer müssen aus drei vorgegebenen Antwortmöglichkeiten Produkt oder Marke bestimmen. Seit dem Start von «PubliQuiz» im März 2005 haben rund 500 000 Zuschauer mitgespielt, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Ratespiel von Publisuisse soll auch Werbeauftraggebern attraktive Möglichkeiten bieten. So können sie entweder die Plattform durch ein Engagement als Preissponsor nutzen oder einen aktuellen Spot als Wettbewerbsfrage einreichen und bei der Wahl ihres Spots als Monatsquizfrage von kostenlosen Zusatzausstrahlungen mit einer durchschnittlichen Medialeistung von über 5 Millionen Kontakten pro Quizrunde profitieren.

Michael Seiler neu bei der Basler Zeitung

Michael Seiler wechselt als Cross Media Manager zur Basler Zeitung.


Michael Seiler wechselt als Cross Media Manager zur Basler Zeitung. Bis anhin hat Seiler als Anzeigenleiter für die Berner Zeitung BZ gearbeitet. Zuvor war er bei der Publicitas tätig unter anderem als Anzeigenleiter Berner Zeitungspool sowie als Mitglied der Geschäftsleitung der Publicitas Biel. Seine neue Stelle bei der Basler Zeitung wird Seiler im September 2006 antreten.

Sparen gefällig? Aktionen-Website ist gestartet

Seit dem 1. August bietet eine neue Internetplattform einen Überblick über die aktuellen Aktionen des Detailhandels. Die neue Goldgrube für Sparwütige ist ein Dienst am Konsumenten.


Seit dem 1. August bietet eine neue Internetplattform einen Überblick über die aktuellen Aktionen des Detailhandels. Auf www.aktionis.ch werden alle national erhältlichen Aktionen von Migros, Coop, Denner, Volg und Spar gesammelt. Der User der Website kann Kriterien für Aktionen eingeben. Sobald diese erfüllt sind, wird er über E-Mail von der Aktion in Kenntnis gesetzt.
Hinter dieser längst fälligen Wohltat für die sparende Menschheit stehen die drei Aargauer Studenten Stephan Fretz, David Frey und Dominique Stucki. Die Plattform soll demnächst durch regionale Anbieter ergänzt werden. Die drei Aargauer verdienen nach eigenen Angaben kein Geld mit ihrer Eigenkreation. Sie verstehen die Website als Dienst am Konsumenten. In Zukunft sollen allerdings die Selbstkosten durch Werbung gedeckt werden können.

Auch Basel Stadt ist gegen Verschärfung des UWG

Nachdem der Revisionsentwurf des Bundesgesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) im Baselland schlecht ankam, hat auch der Kanton Basel Stadt negativ reagiert. Auch hier lehnt die Regierung die Schaffung eines Sondertatbestandes Ambush Marketing ab.


Nachdem der Revisionsentwurf des Bundesgesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) im Baselland schlecht ankam, hat auch der Kanton Basel Stadt negativ reagiert. Auch hier lehnt die Regierung die Schaffung eines Sondertatbestandes Ambush Marketing (Trittberettfahrer-Marketing) ab. Markenrecht und heutiges UWG reichten, der geforderte neue Straftatbestand sei überflüssig, teilte die Baselstädtische Exekutive in ihrer Vernehmlassungsantwort mit.
Die Vernehmlassung läuft noch bis Mitte August. Vor dem Kanton Basel Stadt haben sich bereits die Regierungen von Baselland, Thurgau und Solothurn gegen die Revision ausgesprochen. Auch der Dachverband Schweizer Werbung äusserte sich negativ zur geplanten Revision.

Studie: SMS-Werbung und Popups fallen durch

Sportschuhhersteller und grosse internationale Automarken sind die besten TV-Werbespotproduzenten. SMS-Werbung und Popups nerven.


Sportschuhhersteller und grosse internationale Automarken sind die besten TV-Werbespotproduzenten. SMS-Werbung und Popups nerven. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Juni 2006 im Rahmen der Jugend-Werbe-Tests der Trendagentur Tfactory durchgeführt wurde.Interessantes Ergebnis der Studie ist zudem, dass Werbung per Produktprobe mit Abstand als beliebteste Werbeform bezeichnet wurde. Werbung in Printprodukten, vor allem Gratispostkarten und Zeitschriften, erfreut sich weiterhin grosser Beliebtheit.
Skeptisch verhalten sich die Befragten gegenüber Werbeformen per SMS und Popups im Internet. So bezeichnen 80 Prozent der Jugendlichen Werbe-SMS als penetrant und 90 Prozent sind von Popups genervt. Laut der Studie sind 60 Prozent der Befragten durch den negativen Effekt von Popups gar so beeinflusst, dass sie das Produkt dadurch absichtlich nicht kaufen. Bei den im Juni 2006 durchgeführten Jugend-Werbe-Tests wurden 900 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 11 und 29 Jahren zu ihren persönlichen Präferenzen hinsichtlich TV-Spots befragt.

Davoser Zeitung wird bunt

Die Schwesterprodukte Davoser Zeitung und Klosterser Zeitung, die von der Buchdruckerei Davos herausgegeben werden, erscheinen künftig farbig. Jedoch werden sie ausser Haus gedruckt.


Pünktlich zum 125.-jährigen Jubiläum soll das Lokalblatt Davoser Zeitung, die von der Buchdruckerei Davos (Budag) herausgegeben wird, farbig erscheinen. Ebenfalls in einem bunten Kleid kommt künftig das Schwesterprodukt, die Klosterser Zeitung, heraus. Wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet, werden die Blätter in Folge der optischen Auffrischung ausser Haus gedruckt werden – da die Rotationsmaschinen der Budag dies nicht können. Ein externes Unternehmen für den Druckauftrag sei noch nicht gefunden worden, bestätigte Hans-Peter Stiffler von Budag auf Anfrage der Werbewoche. Auch seien noch keine Termine bekannt. Für den Auswärtsdruck habe man sich entschieden, da diese Variante kostengünstiger sei, als der Kauf einer neuen Maschine. Für die Beschäftigten soll der Entscheid keine Folgen haben. Die Davoser Zeitung erscheint dienstags und freitags in einer Auflage von 5500 Exemplaren, die Grossauflage während der Saison zählt 10’000 Stück. Jeweils am Donnerstag kommt die Klosterser Zeitung in einer Auflage von knapp 3000 respektive 5000 heraus. 

Ringier will per Web Crossmedia-Kompetenz zeigen

Crossmedia ist für den Zürcher Verlag Ringier kein neues Thema, seit Anfang 2004 wurden einige Projekte erfolgreich realisiert. Nun beweist der Verlag seine Kompetenz auch per Website.


Crossmedia ist für den Zürcher Verlag Ringier kein neues Thema, seit Anfang 2004 wurden einige Projekte erfolgreich realisiert. Dass auch frühzeitig die erforderlichen Strukturen geschaffen wurden, um dem ansteigenden Druck auf dem Werbemarkt zu genügen, darauf ist man bei Ringier stolz.
Nun zeigt der Verlag von der Dufourstrasse auf einer neu gestalteten Website
www.cross-media-center.ch animierte Fallbeispiele der erfolgreich umgesetzten Kommunikationskonzepte. «Anhand vieler Beispiel zeigt Ringier, wie man Crossmedia seit 2004 innovativ und erfolgreich umsetzt», heisst es in der Mitteilung. Die Abteilung Crossmedia Solutions ist beispielsweise als zentrale Anlaufstelle definiert, die sich mit massgeschneiderten und hausüberdachenden Konzepten für Webeauftraggeber und Marketingtreibende beschäftigt.
Neben der Definition und Erklärungen zu Crossmedia findet man auf der Ringier-Kompetenzwebsite Fakten und Zahlen, aber lediglich vier ausführliche Fallbeispiele. Unter News ist noch kein Eintrag vorhanden, obwohl doch gerade die Neuigkeiten aus dem Medienhaus beispielsweise in Sachen Cash daily interessant wären. Unter Events sind jedenfalls mal die Ringier Crossmedia Days 2006 angekündigt – noch ohne Datum.

Planet kommuniziert für Blue Lemon

Der Schweizer Bekleidungshersteller Blue Lemon hat die Luzerner Agentur Planet beauftragt, diverse Kommunikationsmassnahmen zu erarbeiten.

Der Schweizer Bekleidungshersteller Blue Lemon
hat die Luzerner Agentur Planet beauftragt, diverse Kommunikationsmassnahmen zu
erarbeiten. Erste Umsetzungen sollen noch diesen Sommer zu sehen sein, heisst
es in einer Mitteilung. Blue Lemon produziert Unterwäsche und Homeware für
Damen.

Neue Designs und Studios für «Schweiz aktuell», «Rundschau» und «Glanz und Gloria»

Wie im Mai berichtet, stellt das Schweizer Fernsehen verschiedene Programmteile auf Breitbild um (siehe ).


Wie im Mai berichtet, stellt das Schweizer Fernsehen verschiedene Programmteile auf Breitbild um (siehe Schweizer Fernsehen wechselt zu Breitbild). Den Auftakt macht «Schweiz aktuell». Ab Montag 14. August werden die Inland-News aus dem neuen Studio, sowie als erste tagesaktuelle Informationssendung, im 16:9 Breitbildformat ausgestrahlt. Rund eine Woche später folgen auch die «Rundschau» und das Unterhaltungsmagazin «Glanz & Gloria». Alle drei Sendungen erhalten eine ganze Reihe Neuerungen. Im Falle von «Schweiz aktuell» sind dies ein neues Signet, eine Grossleinwand für Aussenschaltungen und die drei Monitore, auf welchen die Zuschauer «Einblicke in die sehr persönlichen Wohnsituationen des Fernsehpublikums» erhalten, wie die SRG schreibt. Derweil wird bei «Glanz & Gloria» das virtuelle Dekor durch ein echtes ersetzt, so sind neu auch Live-Gespräche möglich. Die «Rundschau» setzt auch in Zukunft auf aktuelle Reportagen, Analysen und Recherchen, soll aber ab dem 23. August lebendiger werden und mehr optische Tiefe bekommen. Dies soll durch ein Dekor mit dem Charakter eines öffentlichen Platzes erreicht werden, das die Gespräche auf dem heissen Stuhl besser in die Gesamtsendung einbettet.      

Ringier lanciert Star-Magazin Hot in Ungarn

Der Medienkonzern Ringier hat am Donnerstag 3. August seine Produktpalette in Ungarn mit dem Star-Magazin Hot ergänzt.


Der Medienkonzern Ringier hat seine Produktpalette in Ungarn mit einer weitere Frauenzeitschrift ergänzt: Seit Donnerstag 3. August erscheint in Ungarn einmal wöchentlich das Star-Magazin Hot. Auf 68 Seiten bringt die neue Ringier-Zeitschrift Stories und aktuellen Klatsch über Stars und Interviews mit ungarischen sowie weltweit bekannten Prominenten. Zudem umfasst das Blatt Horoskope, Diäten und weitere spielerische Elemente, sowie eine TV-Beilage. Hot richtet sich laut Medienmitteilung in erste Linie an moderne junge Frauen zwischen 18 und 39, die sich für Mode, Liebe, Beziehungen und TV-Serien interessieren. Csaba Illés, Chefredaktor des ungarischen Teen Networks, wird in der Einführungsphase als Chefredaktor fungieren. Gestartet wird mit einer Auflage von 600’000 Exemplaren. Ringier produziert in Ungarn bereits zehn Zeitschriften und vier Zeitungen.

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