Feststimmung bei der linken Wochenzeitung WOZ. Man darf anstossen: Auf 25 Jahre seriösen und unabhängigen Journalismus. Auf ein Vierteljahrhundert Selbstverwaltung. Auf eine bewegte Vergangenheit und eine erfolgreiche Zukunft. Am 5. Oktober erscheint die Jubiläumsausgabe, begleitet von verschiedenen Aktionen.
Wenn die Sonderausgabe am Donnerstag 5. Oktober aus der Druckerei kommt, werden sich 21 Persönlichkeiten aufmachen, um diese als Strassenverkäufer in Basel, Bern, Chur, Flims, Winterthur und Zürich unters Volk zu bringen. So wird Georg Kreis von der Antirassismuskommission bereits um Halbacht am Basler Hauptbahnhof sein Glück versuchen. Später aufstehen müssen Beat Schlatter und Patrick Frey, die von 10 bis 11 Uhr im Zürcher Niederdorf unterwegs sind, oder Franz Hohler, der ab 15 Uhr auf der Bahnhofstrasse für eine Stunde die Jubiläums-WOZ verkauft.
Mit dieser und anderen Aktionen begeht eine bemerkenswerte Zeitung ein erstaunliches Jubiläum. So manches Mal stand die Zukunft der WOZ auf der Kippe oder nur noch in den Sternen (siehe
). Inhaltlich begibt sich die WOZ in ihrer Jubiläumsnummer denn auch auf Spurensuche. Sie wird gestaltet von ehemaligen Mitarbeitenden, die heute in anderen Medien, Verlagen oder bürgerlichen Unternehmen arbeiten. Marianne Fehr (Weltwoche), Res Strehle (Das Magazin) oder Alex Grass (Radio DRS) gehen der Frage nach, was aus einzelnen Exponenten der Schweizer Linken geworden ist. Mehr will die WOZ noch nicht verraten, aber alle sind zur grossen Geburtstagsparty eingeladen, die am Samstag 7. Oktober in der Roten Fabrik stattfindet. Schtärneföifi, Namusoke, die Allschwil Posse und viele andere spielen zu Ehren der WOZ auf.