Deutschland: Unterschicht sieht mehr fern
Arme und weniger gebildete Menschen verbringen deutlich mehr Zeit vor dem Fernseher als reiche und gut gebildete. Dies geht aus einer vom Nachrichtenmagazin Focus in Auftrag gegebenen Studie hervor.
Arme und weniger gebildete Menschen verbringen deutlich mehr Zeit vor dem Fernseher als reiche und gut gebildete. Dies geht aus einer vom Nachrichtenmagazin Focus in Auftrag gegebenen Studie hervor. Die in Focus veröffentlichten Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) weisen für das Jahr 2005 für den durchschnittlichen Zuschauer eine TV-Sehdauer von täglich rund 211 Minuten aus. Bei Menschen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von maximal 1000 Euro sind es jedoch 316 Minuten. Wer mit 1000 bis 2000 Euro auskommen muss, schaltet im Mittel jeden Tag für 248 Minuten den Fernseher ein, wer zwischen 3000 und 4000 Euro zur Verfügung hat, 166 Minuten. Zuschauer mit mehr als 4000 Euro sehen nur 140 Minuten fern.Laut der Studie ist der Fernsehkonsum insgesamt gegenüber dem Jahr 1995 gestiegen, nur in der Gruppe der unter 20-Jährigen stagniert die TV-Nutzung. Zuschauer mit Hauptschulbildung verbringen täglich 246 Minuten vor dem Fernseher. Jene mit Abitur sehen 165 Minuten fern und diejenigen, die ein Studium absolviert haben, 169 Minuten.
