Deutschland: Unterschicht sieht mehr fern

Arme und weniger gebildete Menschen verbringen deutlich mehr Zeit vor dem Fernseher als reiche und gut gebildete. Dies geht aus einer vom Nachrichtenmagazin Focus in Auftrag gegebenen Studie hervor.

Arme und weniger gebildete Menschen verbringen deutlich mehr Zeit vor dem Fernseher als reiche und gut gebildete. Dies geht aus einer vom Nachrichtenmagazin Focus in Auftrag gegebenen Studie hervor. Die in Focus veröffentlichten Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) weisen für das Jahr 2005 für den durchschnittlichen Zuschauer eine TV-Sehdauer von täglich rund 211 Minuten aus. Bei Menschen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von maximal 1000 Euro sind es jedoch 316 Minuten. Wer mit 1000 bis 2000 Euro auskommen muss, schaltet im Mittel jeden Tag für 248 Minuten den Fernseher ein, wer zwischen 3000 und 4000 Euro zur Verfügung hat, 166 Minuten. Zuschauer mit mehr als 4000 Euro sehen nur 140 Minuten fern.Laut der Studie ist der Fernsehkonsum insgesamt gegenüber dem Jahr 1995 gestiegen, nur in der Gruppe der unter 20-Jährigen stagniert die TV-Nutzung. Zuschauer mit Hauptschulbildung verbringen täglich 246 Minuten vor dem Fernseher. Jene mit Abitur sehen 165 Minuten fern und diejenigen, die ein Studium absolviert haben, 169 Minuten.

Saisonküche lanciert Lifestyle-Magazin

Nächste Woche werden die deutschschweizer Abonnentinnen und Abonnenten der Saisonküche in den Genuss eines neuen Lifestyle-Magazins kommen: Die 52-seitige Saisonelle widmet sich den Themen Beauty, Mode und Wellness.

Nächste Woche werden die deutschschweizer Abonnentinnen und Abonnenten der Saisonküche in den Genuss eines neuen Lifestyle-Magazins kommen: Die 52-seitige Saisonelle widmet sich den Themen Beauty, Mode und Wellness. «Der Schwerpunkt liegt bei Wellness», führt die Chefredaktorin der Saisonküche und der neuen Saisonelle, Christine Kunovits, gegenüber der Werbewoche aus. Konkret heisst das: «Corinne Denzler, Spa-Direktorin der Tschuggen Hotel Group sagt, welche Topressorts im In- und Ausland sie für Entspannung speziell schätzt, die deutsche Starfotografin Gabo verrät ihre Liftstyle-Hotspots in Hamburg, wir berichten über einen neuen Fitnesstrend namens T-Bow und vieles mehr. Kurzmeldungen aus den Bereichen Schönheitspflege, Sport und Mode runden das Heft ab. Zudem können Verwöhntage in Arosa gewonnen werden.» Vorderhand ist das neue Magazin aus der Limmatdruck AG den Abonnentinnen und Abonnenten der Saisonküche vorbehalten und gelangt nicht an den Kiosk. «Wir sind am Ausprobieren und möchten erst die Akzeptanz bei unseren Abonnentinnen und Abonnenten testen, bevor wir weitere Schritte in Betracht ziehen», so Kunovits. Saisonelle wird darum zwei Mal jährlich und nur in deutscher Sprache im Huckepack erscheinen. Doch seien Weiterentwicklungen denkbar. Bereits in Planung ist ein weiteres Special aus dem Lifestylebereich. Genaueres will Kunovits aber noch nicht verraten.

ADC begrüsst vier neue Mitglieder

Zwölf Interessenten habe sich dieses Jahr um die Mitgliedschaft des Art Directors Club (ADC) beworben. Vier der eingereichten Arbeiten wurden von der Aufnahmekommission als hervorragend beurteilt.

Zwölf Interessenten habe sich dieses Jahr um die Mitgliedschaft des Art Directors Club (ADC) beworben. Vier der eingereichten Arbeiten wurden von der Aufnahmekommission als hervorragend beurteilt. Neu wurden in den ADC aufgenommen: 
– David Handelmann von Jung von Matt/Limmat
– Andreas Mädler von Krieg Schlupp Bürge Springer & Jacoby
– Felix Schregenberger von Fotobild
– Patrick Suter von Euro RSCG Zürich
 
Der ADC nimmt als Neumitglied auf, wer «einen substantiellen kreativen Beitrag zu mehreren vom ADC Schweiz ausgezeichneten Arbeiten geleistet hat oder in anderer Weise im Umfeld der Werbung oder Gestaltung Hervorragendes geleistet hat».
 
Vier Bewerbungen wurden auf die Watchlist gesetzt. Das sind Bewerbungen, die der ADC in vielen Punkten als überdurchschnittlich einstuft, die aber das eine oder andere Kriterium für eine Augnahme noch nicht oder nicht ganz erfüllten. 

Die Aufnahmekommission besteht aus Frank Bodin, Markus Gut, Alexander Jaggy, Daniel Krieg, Martin Lötscher, Daniel Matter, Pierre Rebetez, Markus ruf, Urs Schrepfer, Hanspeter Schweizer und Patrick Senn.

Ruweba.klein kommuniziert für Basler St. Jakob-Areal

Ruweba.klein Kommunikation, die Fullservice-Agentur mit Sitz in Basel, hat den Pitch um die Gesamtkommunikation des Städtebau-Projekts «Neubau Wohn- und Geschäftshaus St. Jakob Park Turm» gewonnen.

Ruweba.klein Kommunikation, die Fullservice-Agentur mit Sitz in Basel, hat den Pitch um den St. Jakob-Park Turm gewonnen. So zeichnet Ruweba.klein im Auftrag der UBS Fund Management Switzerland (UBS FMCH) für die Gesamtkommunikation des Städtebau-Projekts «Neubau Wohn- und Geschäftshaus St. Jakob Park Turm» verantwortlich. Das Mandat umfasst primär die PR- und Pressearbeit, einen neuen Internetauftritt und die Kommunikation rund um die Events bis zur Vollendung des Projektes. Das St. Jakob-Areal in Basel soll sich mit diesem Grossprojekt, das vom Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron geplant wurde, zur modernsten Begegnungsstätte für Sport und Kultur in der Schweiz entwickeln. Bis zur Fussball-EM im Sommer 2008 soll der gesamte Bau fertig gestellt sein.
Die UBS FMCH ist mit einem verwalteten Vermögen von rund 100 Milliarden Franken und 120 Mitarbeitern der grösste Dienstleistungsanbieter für Anlagefonds in der Schweiz.

Studie: Was wünscht man sich von IPTV?

Fernsehen über Internet-Protokoll steckt noch in den Kinderschuhen. Doch eine erste in Deutschland durchgeführte Umfrage zeigt, dass das Interesse in Sachen Programmangebot nicht nur auf Unterhaltung fokussiert.

In der Schweiz befindet sich Fernsehen über Internet Protokoll (IPTV) noch in der Testphase, der Start von Bluewin TV wird in der ersten Novemberwoche erwartet (siehe ). Eine Umfrage des deutschen Branchenmagazins Werben und Verkaufen hat nun in Erfahrung gebracht, was sich Onliner vom Internet-Fernsehen wünschen. Vor allem Spielfilme und lokale Nachrichten. Bei der von TNS Emnid durchgeführten Online-Umfrage interessierten sich die meisten der Befragten Webnutzer für Spielfilme (53,3 Prozent), gefolgt von lokalen Nachrichten (49,7 Prozent) und Wissenschaftssendungen (38,7 Prozent). Bei den 40- bis 49-jährigen Webnutzern stehen die lokalen News sogar an erster Stelle. Auch bei IPTV ist demanch das Bedürfnis nach Information stark.
 
Musik/Videoclips und Comedy folgen in der Rangliste erst an vierter und fünfter Stelle. Für die sechstplatzierten Sportsendungen interessieren sich die Männer doppelt so stark wie die Frauen. Bei den siebtplatzierten Business- und Wirtschaftsnachrichten ist das Interesse paritätisch.
 
TNS Emnid befragte repräsentativ 1000 Onliner zwischen 14 und 49 Jahren via Internet-Panel – diese Zielgruppe repräsentiert etwa 28 Millionen Deutsche.
 

2,9 Prozent weniger Inseratevolumen im September

Nach der Zunahme während der Sommermonate ist das Inseratevolumen in der Schweizer Tages- und regionalen Wochenpresse im September wieder rückläufig.

Nach der Zunahme während der Sommermonate ist das Inseratevolumen in der Schweizer Tages- und regionalen Wochenpresse im September wieder rückläufig. Insgesamt ging das Volumen gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,9 Prozent zurück. Wie aus den am Dienstag publizierten Daten der Wemf AG für Werbemedienforschung hervorgeht, waren die Stelleninserate weiter stark und legten dank der anhaltend guten Konjunktur um 35,6 Prozent zu. Dagegen haben die Zeitungen aus den Werbeinseraten 10,5 Prozent deutlich weniger eingenommen.
Ebenfalls verloren hat die Sonntagspresse. Hier ging das Inseratevolumen um 8,7 Prozent zurück. Bei der Finanz- und Wirtschaftspresse ergab sich eine Abnahme um 4,3 Prozent. Bei der Publikumspresse lag das Gesamtvolumen dagegen um 2,2 Prozent höher als im September 2005.
Bei der Spezialpresse beziehen sich die Zahlen auf Seitenvolumen. Im Monat September ging dieses um 1,6 Prozent zurück, während sich das Inseratevolumen der Fachpresse um 2,7 Prozent verringerte.

Sulzer Sutter sprechen Saint heilig

Die Zürcher Agentur Sulzer Sutter wirbt mit heiligen Mitteln für «Saint», Schweizer Hersteller und Online-Seller von custom-made Snow-, Skate- und Surfboards.

Die Zürcher Agentur Sulzer Sutter wirbt mit heiligen Mitteln für «Saint», Schweizer Hersteller und Online-Seller von custom-made Snow-, Skate- und Surfboards. Saint will seine Marke stärker am Markt profilieren und qualifizierte Interessenten gewinnen. Mit einem Promotionskonzept von Sulzer Sutter, in dessen Mittelpunkt das «Heilige Buch» steht, soll dieses Ziel erreicht werden. Wer sich nämlich darin einträgt, macht sich selbst zum Hot Prospect und soll fortan als bevorzugter Kunde behandelt werden. Mit Holy Cards und Incentives in Form von Rosenkränzen und Fingerboards werden bei Events Interessenten zum Saint-Stand geführt, wo sie ihre Eintragung machen können.

Weltwoche wird wirtschaftlicher

Seit Roger Köppel Anfang Oktober wieder bei der Weltwoche das Zepter führt, ist die Wochenzeitung einer massiven Umstrukturierung ausgesetzt. Dabei gehe es darum, die wirtschaftliche Seite des Blattes mehr nach vorne zu bringen.

Seit Roger Köppel Anfang Oktober wieder bei der Weltwoche das Zepter führt, ist die Wochenzeitung einer massiven Umstrukturierung ausgesetzt. Bei dieser Umstrukturierung gehe es darum, «die wirtschaftliche Seite mehr nach vorne zu bringen», so Köppel. Ist mehr Werbung und weniger Inhalt das Patent-Rezept? So fällt beispielsweise auf, dass in der neuen Weltwoche viel mehr Werbung platziert ist als bis anhin. Und auch die Personalstruktur wurde verschlankt (siehe ).Aufgrund der Umstrukturierungen und Sparmassnahmen musste Köppel nun auch die Stelle von Textchef Ingolf Gillmann streichen. Dies täte ihm sehr leid, erklärte Köppel gegenüber dem KleinReport. Der Zuständige für Titel und Leads sei mit sofortiger Wirkung freigestellt, damit ihm Zeit für die Neuorientierung zur Verfügung stehe. Des Weiteren hat die Schweizer Wochenzeitung ihren New-York-Korrespondenten Alain Zucker verloren. Zucker habe jedoch selbst gekündigt, wie der Kleinreport berichtet.
Ausserdem hat sich Köppel die exklusiven Abdruckrechte der Memoiren des deutschen Ex-Bundeskanzlers Gerhard Schröder für die Schweiz gesichert. So veröffentlicht das Blatt in ihrer nächsten Ausgabe die Auszüge aus den Memoiren. Schröders Buch «Entscheidungen. Mein Leben in der Politik» erscheint Ende Oktober im Verlag Hoffmann und Campe.

Radio 105 und Radio Monte Carlo Swiss verzichten auf DAB

Das Bundesamt für Kommunikation hat für drei weitere sprachregionale DAB-Konzessionen für Privatradios eine zweite Ausschreibung gestartet. Die beiden Radiosender Radio 105 und Radio Monte Carlo Swiss verzichten zunächst auf eine Teilnahme.

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat für drei weitere sprachregionale DAB-Konzessionen für Privatradios eine zweite Ausschreibung gestartet (siehe ). Die beiden Radiosender Radio 105 und Radio Monte Carlo Swiss verzichten vorerst auf eine Teilnahme. 
Es sei zum heutigen Zeitpunkt sehr fraglich, ob DAB überhaupt zum Durchbruch kommen wird, da es für diese neue digitale Radiotechnologie neue Empfangsgeräte brauche, erklärt Giuseppe Scaglione, Geschäftsführer von Radio 105 und RMC Swiss. In Europa sei der erwünschte Erfolg mit DAB bisher ausgeblieben und im wichtigen Radiomarkt USA sei DAB überhaupt kein Thema. Sollte sich DAB in der Schweiz erfolgreich entwickeln, würde Radio 105 eventuell beim dritten oder vierten DAB-Ensemble mitmachen, so Scaglione. In der Zwischenzeit würden Radio 105 und Radio Monte Carlo Swiss ihre Aktivitäten im Bereich des IP-basierten Radios weiter ausbauen.
Die Zürcher Agentur Spillmann/Felser/Leo Burnett SFLB wirbt derzeit für die SRG mit einer Kampagne für DAB-Radioprogramme, damit DAB künftig den erwarteten Durchbruch schafft (siehe
).

Rose d’Or: alter Standort, neues Konzept

Die Organisation Rose d’ Or hat im Rahmen einer Pressekonferenz das Neukonzept des internationalen Wettbewerbs für die Fernsehunterhaltung vorgestellt. Das Festival bleibt Luzern treu.

Die Organisation Rose d’ Or hat im Rahmen einer Pressekonferenz das Neukonzept des internationalen Wettbewerbs für die Fernsehunterhaltung vorgestellt. Sowohl der neue Besitzer der Markenrechte, Unterhaltungs- und Gastrounternehmer Freddy Burger, als auch der designierte Festivaldirektor Urban Frye wollen am Standort Luzern festhalten. Mit einer Neupositionierung soll zugleich eine Rückbesinnung auf das Kerngeschäft herbeiführt werden. Somit soll die Rose d’Or wieder zum weltweit bedeutendsten Wettbewerb für Fernsehunterhaltung werden, wie es in einer Mitteilung heisst.In den drei Hauptbereichen Variety, Drama und Arts werden neu nur noch 7 Goldene Rosen vergeben: für Show inkl. Gameshows, Reality, Comedy, Sitcom, Soap. Neu werden auch Beiträge in den Kategorien Performing Arts und Arts Documentaries juriert. Aus Anlass des 400-jährigen Geburtstages der Oper wird in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Musikzentrum Wien IMZ ein Opera-Spezialpreis für die beste Opernaufzeichnung, die beste Opernverfilmung oder die beste Dokumentation über ein Opernthema ausgeschrieben. Als weitere Neuerung wird zusätzlich ein Sonderpreis für das beste Programm aller eingereichten Beiträge verliehen.
Laut den Organisatoren konnten wieder wichtige in der Schweiz tätige Unternehmen für die Entwicklung, Produktion und Distribution von Fernsehprogrammen als Partner gewonnen werden. So beispielsweise die SRG mit dem Schweizer Fernsehen SF und dem TV Productioncenter Zürich TPC. Die SRG gehörte 1961 zu den Gründungsmitgliedern der Rose d’Or. Die Verhandlungen über den Umfang der Mitwirkung sind derzeit im Gange. Neues Festivalzentrum wird das Grand Casino in Luzern. Der Ceremony-Award wird aber wie bis anhin im KKL durchgeführt. Die nächste Rose d’ Or findet vom 5. – 9. Mai 2007 statt.

Baumgartner setzt aufs Verpackungsgeschäft

Die Waadtländer Gruppe Baumgartner Holding, die Elco-Papier verarbeitet und mit der Compagnie Franco Suisse (CFS) Verpackungen herstellt, will sich im Bereich der flexiblen Verpackungen stark weiterentwickeln.

Die Waadtländer Gruppe Baumgartner Holding, die Elco-Papier verarbeitet und mit der Compagnie Franco Suisse (CFS) Verpackungen herstellt, will sich im Bereich der flexiblen Verpackungen stark weiterentwickeln. Die Gruppe mit Sitz in Crissier plant, mehrere branchenspezifische und ergänzende europäische Unternehmungen zu erwerben. Ziel der Baumgartner Gruppe ist es, durch internes sowie externes Wachstum in fünf Jahren einen jährlichen Umsatz von rund 150 Millionen Franken zu erreichen. Dazu werden in Westeuropa etablierte Partnerfirmen gesucht, die jährlich über 15 Millionen Franken Umsatz erzielen und eine regelmässige Rentabilität ausweisen. 
Die Waadtländer Gruppe Baumgartner Papiers Holding zog sich 2004 aus seinem früheren Kern-Metier, dem Papiergeschäft, zurück und legte diese Aktivitäten mit dem portugiesischen Unternehmen Inapa zusammen. Baumgartner besitzt weiterhin 32,5 Prozent an der Schweizer Inapa-Filiale. Das Verpackungssegment, das seit mehreren Jahren schwarzen Zahlen schreibt, wurde somit zum Zugpferd der Waadtländer Gruppe.

Zu guter Letzt: Irak rächt sich mit Fake-News

Auf Bagdads Strassen gibt es seit kurzem wieder etwas zu lachen. Eine neue irakische Comedy-Show namens «Hurry Up, He’s Dead» rächt sich mit einer unkonventionellen Waffe an der US-Besatzung: Mit Satire und falsch verstandenen Nachrichten.

Auf Bagdads Strassen gibt es seit kurzem wieder etwas zu lachen. Eine neue irakische Comedy-Show namens «Hurry Up, He’s Dead» rächt sich mit einer unkonventionellen Waffe an der US-Besatzung: Mit Satire und falsch verstandenen Nachrichten. Moderator Saad Khalifa, der mit einer riesigen Afro-Perücke, einer sternenförmigen Sonnenbrille und unzähligen Goldketten an Ali G. oder amerikanische Gangsta-Rapper erinnert, versucht aus düsteren Meldungen das letzte bisschen Komik herauszuholen. So kündigte er in einer Sendung an, «Rums bin Feld» habe den Abzug der amerikanischen Truppen angekündigt. Klar, falsch verstanden: Sie würden vielmehr «einer nach dem anderen» gehen. Deshalb würde es wohl noch mehr als 600 Jahre dauern.Trotz aller Komik habe die Sendung eine ernsthafte Absicht, erklärte Moderator Khalifa gegenüber der New York Times: «Wir wollen den Irak wieder in Ordnung bringen – die öffentlichen Dienste, die Regierungsmitarbeiter, die Beziehungen zwischen den Menschen». Kahlifa gestand der Zeitung aber, er habe alle Hoffnung in den Irak verloren: Die Regierenden seien unfähig, das amerikanische Experiment der Einführung von Demokratie eine Totgeburt. Aber immerhin hat das irakische Volk nun wieder eine starke Waffe: Den Humor.

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