Zu guter Letzt: Millionen von Wixern

Wix.com bringt für den deutschen Markt einen denkbar ungünstigen Namen mit. Jetzt dreht das Unternehmen den Spiess um und macht aus der Not eine Tugend.

Wix.com ist ein Website-Baukastensystem mit Hauptsitz in Tel Aviv und Büros in New York, San Francisco, Wilna und Dnepropetrovsk. Die User können kostenlos Webauftritte zusammenstellen und diese durch kostenpflichtige Premiumupdates mit erweiterten Funktionen ausstatten. Als das Unternehmen vor drei Jahren begann, das Produkt für den deutschen Markt zu übersetzen, wurde es bald mit der entsprechenden Übersetzung des Namens konfrontiert. Vom debattierten Namenswechsel wurde schlussendlich abgesehen. «Ein paar Monate später war klar: Wir haben ein Branding Problem.» so die Wix-Marketingabteilung gegenüber Werbewoche.ch. «Schon damals kam die Idee auf, dem Namen etwas Lustiges abzugewinnen; diesen mit Hilfe von Humor in etwas Positives, Unterhaltsames umzuwandeln.»

Gesagt, getan. Im Juni wurden die Spots in Berlin gedreht, basierend auf einer Idee von Eitan Helman, der das Skript zusammen mit Mitgliedern der Marketingabteilung geschrieben hat. Produziert wurden die Spots von der Produktionsfirma True Motion Pictures. Die Kampagne wurde am 9. Juli lanciert. Film ab und Bühne frei für die zufriedenen Wixer. (hae)

https://www.youtube.com/watch?v=VLH7YWGn8Mo

https://www.youtube.com/watch?v=NkAQLw5w1U4

Zur Sache: Fremd-sprech gleich Hals-brech

Meine Nachbarin war mal in Innstanbul (> Istanbul). Es hat ihr ganz gut gefallen. Aber trotzdem war’s nicht so schön wie auf Madaiara (> Madeira) letztes Jahr, denn auf Madaiara gabs so viele Bogan-Villen.

Nein, keine Nobelhäuschen für türkische Feriengäste. Sie meinte die farbenfrohen Ranken mit dem botanischen Namen Bougainvillea. Ausserdem schmeckten die Apfrikosen (> Aprikosen) herrlich sapftig … Nächstens geht’s dann nach Mallorza (> Mallorca, sprich: Majorka). Ob sie eine Caipiranha (> bissiges Getränk) für mich mittrinkt? Schnapp!

Die Bätscherätt ist nicht das Musikinstrument der Tschäggättä-Masken-Träger im Lötschental, sondern unser aller Frieda Hodel (> Bachelorette, sprich: Bätschelerätt). Ex-Bachelor Rafael Beutl (> Säckli), höchstpersönlicher Liebesberater der ersten Schweizer Bachelorette und neuerdings 3+-Moderator, kann nicht so gut Englisch (> what?) – allerdings immer noch besser, als Frieda Hodel Deutsch kann (> hä?). Aber es reicht eigentlich, wenn eine Hodel einfach schön ist, auch dafür kann man geliebt werden – wenn nicht fürs ganze Leben, so doch für eine Staffel. Manche Leute finden auch einen Hodler schön. Alles Geschmackssache.

Schliesslich «sind wir viele verschiedene Charakterienne » (> haben Charaktere, Femininum? Plural?). Schön gesagt, Frieda! Und haben alle verschiedene Gehirninnen mit unterschiedlichen Kapazintätinnen. Ich Tarzan, du Jane. Der eine hat Grips, die andere gute Gene. So ist alles gerecht verteilt, mehr oder weniger. Dieses «grosse Geheimnis» haben Beutl und Hodel nach der ersten Bachelorette-Staffel gemeinsam «entlüftet». Es geht doch nichts über einen gepflegten Austausch – wovon auch immer. Heisse Luft gehört zum Sommer. Darum reicht es in dieser Jahreszeit auch, wenn man «als Kappel (> Couple) megaschön aussieht». Mehr als Sepp Blatter derzeit vorweisen kann. Lerne: Der Weg zwischen Kloster (> Kappel), Knutschen (> Frieda) und Knast (> FIFA) kann ganz kurz sein.

Gegen das Lacherpotenzial der Bätscherätt kann Klassiker Heinz-Günther aus Grevenbroich (> Grevenbräuch), der bei «Chez da Giovanni» Knotschis (> Gnocci, sprich: Njokki), Schiabatta (> Ciabatta, sprich: Tschabatta), Prösäkkö (> Prosecco, sprich: Prosekko), Pissa Proschuuto mit nen bissken Schinken (> Pizza Prosciutto) und Ekspressö (> Espresso) bestellt, in den eigens von Vujo Gavric bestellten Sonnenuntergang reiten.

Ok, mein älterer Sohn wünscht sich einen Caprolee (> Cabriolet) und mag keinen Siloot (> Salat). Aber er ist auch erst drei Jahre alt. Auch ich hatte neulich «ein fürchterliches Knutscht» – was besser klingt, als es war. Denn ich meinte Gnusch, Korrekturprogramm und mangelhafte Schweizerdeutschkenntnisse wollten etwas anderes. Und unversehens wird man zum Clown, in diesem Fall nur der Redaktion, nicht der Nation. Noch mal Glück gehabt!

Manche Zeitungszeile unterscheidet sich wenig von Blindtext. «Oxy moxy oaxy moxy», schrieb die Berliner Zeitung Ende Juni nach einem Stromausfall. Und man dachte: Das ist fein beobachtet und geschliffen formuliert. Selten trifft eine Headline so den Kern der Sache wie diese. Die Redaktion nahm’s mit Humor – in solchen Fällen die einzige Rettung. «You don’t see the wood before the trees», meinte mal ein Gimmi-Gschpänli in hitziger Diskussion – und wir haben alle furchtbar altklug gelacht. Dabei stimmt es: Auch bei den Briten sind es die Bäume, die den klaren Blick verstellen. Doch Vorsicht in Italien: Italiener sind Genussmenschen und haben, wenn sie mal wieder nichts kapieren, ihre Augen in Schinken gewickelt (> ho gli occhi foderati di prosciutto) oder eine Scheibe Salami auf den Augen (> ho le fette di salame sugli occhi). Und die Briten fangen nicht zwei Fliegen mit einer Klappe, sondern – etwas brachialer – töten zwei Vögel mit einem Stein (> kill two birds with one stone). Nur falls Sie Sprichwörter lieben und in Cornwall urlauben.

Was lernen wir: Wer eine fremde oder neue Sprache zu sprechen versucht, bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen Anerkennung und Lächerlichkeit. Darauf zu setzen, dass die Hörer die Sprach- Sprech-Bemühungen wohlwollend entgegennehmen, ist müssig. Wenn einem also – à la Rafi Beutl – Worte auf den Lippen brennen (> auf den Nägeln brennen, > auf der Zunge liegen), die nicht der Muttersprache entspringen, will überlegt sein: Bin ich in den Ferien?

Wende ich meine Kenntnisse aus dem Migros-Clubschul-Kurs an und zahle dabei für alles, was ich tue? Sehe ich die Leute, denen ich meine Verbalübungen zumute, nach dem Urlaub wieder? Bin ich der Chef? Oder werden sich meine Hörer eher nicht mit Hohn zurückhalten? Das könnte für die Ferienstimmung entscheidend sein.

In diesem Sinne: Schöne Hollidays! Wir lesen uns am 21. August wieder.

Anne-Friederike Heinrich, Chefredaktorin
[email protected]

Sommerpause: Die Printausgabe geht mit der Ausgabe 12/13 in die Sommerpause und erscheint am 21. August wieder. Der tägliche Newsletter erscheint bis am 20. Juli und pausiert danach bis am 7. August.
 

20 Minuten lanciert Friday Online in der Westschweiz

Unter 20minutes-friday.ch lanciert 20 Minuten die People- und Lifestyle-Plattform Friday auch in der Westschweiz. Ab Freitag, 28. August 2015, inspiriert das Blogzine täglich mit neuen Storys zu Mode, Beauty, Lifestyle und Gesellschaft.

Wie in der Deutschschweiz ergänzen grossformatige Bilder und tagesaktuelle Inhalte das Angebot. Das Blogzine ist auch als App für iOS und Android erhältlich. Eine französische Printausgabe des Wochenmagazins 20 Minuten Friday ist laut Mitteilung nicht geplant. Das Design und die einfache Navigation der neuen Plattform in der Westschweiz entspricht demjenigen der Deutschschweiz. Das Produkt ist responsiv. Das gesamte Werbeangebot bei Friday Online ist ab Ende August sprachregional oder als Kombination in der Deutsch- und Westschweiz verfügbar und kann per sofort gebucht werden. Redaktionell wird 20 minutes Friday Online von der vergrösserten Lifestyle-Redaktion von 20 minutes betreut. Das Team arbeitet mit Friday in der Deutschschweiz eng zusammen und Inhalte zu überregionalen Themen werden ausgetauscht. Das Blogzine 20 minutes Friday ergänzt die Online-Themenwelt von 20 minutes mit seinem Fokus auf Lifestyle und junge Gesellschaftsthemen.
 

Colt: Neue Leiterin Unternehmenskommunikation

Margit Wehning leitet seit Kurzem bei Colt Technology Services das regionale Marketing und die Unternehmenskommunikation für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Bislang war sie in dieser Region für PR und Social Media verantwortlich.

Margit Wehning ist seit 2013 für Colt tätig. Zuvor hatte sie verschiedene PR-Positionen in Agenturen mit dem Schwerpunkt Technologie/IT sowie in Unternehmen in Deutschland und der Schweiz inne. Colt bietet Netzwerk-, Rechenzentrums- und Sprachservices für Unternehmen weltweit an und operiert in Europa, Asien und Nordamerika. Mit 29 eigenen Rechenzentren und einem umfassenden eigenen Glasfasernetzwerk verfügt Colt über eine hochleistungsfähige Infrastruktur. Strukturell hat sich das Unternehmen neu aufgestellt und operiert in den drei Geschäftsbereichen Network, Voice und Data Centre.

Auch der Bereich Regional Marketing & Communication wurde Anfang dieses Jahres neu organisiert. In Europa unterstützen drei Teams in den Regionen Northern, Southern und Central (Deutschland, Österreich, Schweiz) die drei Geschäftsbereiche in ihren Marketing- und Kommunikationsmassnahmen.

Neben der strukturellen Neuaufstellung präsentiert Colt auch ein neues Branding. Die Vision, Kunden und ihre Bedürfnisse noch stärker in den Vordergrund aller Unternehmenstätigkeiten zu rücken, drückt sich im neuen Claim «When it matters» aus: auf Colt und die Infrastruktur kann sich der Kunde verlassen, wenn es darauf ankommt. Das neue Look-and-Feel ist auf der Colt Website zu sehen.
 

Wanda übernimmt Schweizer Sportrechte-Vermarkter Infront endgültig

Die chinesische Wanda-Gruppe hat endgültig die Mehrheit am Schweizer Sportrechte-Vermarkters Infront erworben. Das Unternehmen übernimmt nach eigenen Angaben vom Dienstag für rund 1,05 Milliarden Euro die Anteile des Finanzinvestors Bridgepoint.

Wanda stelle künftig mit Topmanager Lincoln Zhang auch den Verwaltungsratspräsidenten. Die Chinesen hatten sich im Februar in einem Bieterwettbewerb durchgesetzt und erhalten mit dem Deal 68,2 Prozent der Anteile (Werbewoche.ch berichtete). Geschäftsführer des Sportrechtehändlers und Vermarktungspartners mehrerer Fussball-Bundesligisten ist der deutsche Weltmeister Günther Netzer. Infront-Chef Philippe Blatter ist der Neffe des Präsidenten des Fussball-Weltverbands FIFA, Sepp Blatter.

Den neuen Vorstoss in das Sportgeschäft will Wanda unter anderem dazu nutzen, Chinas Bewerbungen für grosse, internationale Sportereignisse zu unterstützen. Peking sowie Almaty in Kasachstan sind die letzten Bewerber für die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022. Wanda gilt als Chinas grösster Immobilienkonzern und hält ausserdem die grösste Kino-Kette des Landes. Firmenchef Wang Jianlin ist einer der reichsten Chinesen. Zu dem Konzern gehören unter anderem Hotels, Einkaufszentren und der britische Yacht-Produzent Sunseeker.

Infront war 2002 aus dem zerfallenden Imperium von Leo Kirch herausgekauft worden. Vor der Übernahme durch Bridgepoint hatte der Kaffee-Erbe Andreas Jacobs die Mehrheit der Anteile gehalten. Infront hatte anfangs vor allem vom Verkauf der Rechte an grossen Turnieren des Welt-Fussballverbandes FIFA an Fernsehsender gelebt. Das Unternehmen hat sein Spektrum aber inzwischen verbreitert, etwa auf die Weltcup-Wettbewerbe in sechs Wintersportarten und Motorsport-Rennserien. (SDA)

Coop-Marke Naturaline soll Exportschlager werden

Coop-Marketingchef Philipp Wyss hat grosse Pläne. Er will das Geschäft mit der Eigenmarke «Naturaline» massiv ausbauen und das Label auch im Ausland etablieren, wie er gegenüber der Handelszeitung sagt.

Einen ersten Erfolg kann Wyss bereits vorweisen: Seit Sommer ist «Naturaline»-Kosmetik in rund 1000 Filialen der italienischen Supermarkt-Kette Conad erhältlich. Wyss schwebt vor, mittelfristig rund 30 Prozent des Naturaline-Geschäfts im Export zu machen. Insgesamt will er den Umsatz mit dem Label von aktuell rund 60 Millionen Franken auf 100 Millionen ankurbeln. Weiter stellt Wyss in Aussicht, dass Coop trotz Minusteuerung im laufenden Jahr einen Umsatz in Vorjahreshöhe erreichen wird. Letztes Jahr setzte Coop im Detailhandel 18,1 Milliarden Franken um.

TBS & Partner: Geschäftsbericht für Rehaclinic

Der Geschäftsbericht 2014 von Rehaclinic ist soeben im neuen Corporate Design der Unternehmensgruppe erschienen. TBS & Partner verantwortete Konzept, Redaktion und Umsetzung und entlastete die Auftraggeberin weitestgehend.

Der Geschäftsbericht blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück und porträtiert eine Unternehmensgruppe mit einer dynamischen Wachstumsstrategie. Rehaclinic betreibt stationäre Rehabilitationskliniken, ambulante Rehabilitations- und Trainingszentren, Kliniken für Schlafmedizin sowie auf die berufliche und soziale Reintegration spezialisierte Einrichtungen und koordiniert diese Angebote zu einer integrierten Versorgungskette.

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Geschäftsbericht sind arbeitsintensiv und binden in einem Unternehmen viele Ressourcen Rehaclinic wählte ein Vorgehen, das die eigene Kommunikationsabteilung, deren Kapazitäten durch einen Markenrelaunch gebunden waren, weitgehend entlastete.

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TBS & Partner agierte gewissermassen als Generalunternehmer: Nach einer intensiven Konzeptphase mit der CEO und der Leitung strategisches Controlling, in der Thema, Inhalte, Botschaften und die strategische Ausrichtung gemeinsam erarbeitet wurden, entwarf TBS & Partner das Gestaltungs- und Bildkonzept und interviewte die vom Kunden genannten Autoren. Daraus entstand ein strukturierter Tätigkeitsbericht. Anlässlich der Interviews wurden gleich auch die Fotoshoots der verantwortlichen Autoren durch den Agenturfotografen durchgeführt. Mit der Unternehmensleitung führte die Agentur, welche durch den strategischen fundierten Markenrelaunch mit der Unternehmensstrategie bereits vertraut war, ein sogenanntes «Strategiegespräch», das den Auftakt des Geschäftsberichts bildet. Die Arbeit des Kunden beschränkte sich daher auf die initiale Definition der strategischen Grundausrichtung, das Erteilen von benötigten Auskünften und auf das Kontrollieren der Inhalte.

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Verantwortlich bei Rehaclinic: Judith Meier (CEO), Stephan Fischer (Strategisches Controlling / Politik / Recht). Verantwortlich bei TBS & Partner: Michael Schädelin (Konzeption), Beat Aeschlimann (Beratung), Eva Friedli (Projektmanagement), Claudio Caravina (Gestaltung Print), Maja Kälin und Katrin Ambühl (Text), Heini Fümm (Fotografie/Bildbearbeitung), Andreas Gloor (Polygrafie).

 

Scotti: Effizienz auf dem Mond

Kalköfen von Maerz liefern in jedem Klima extreme Effizienz. Extreme Hitze, Feuchtigkeit, Höhe, Kälte oder dünne Luft: Alles no Problem. Sogar ohne Bedienungsmannschaft. Für diese Botschaft hat Scotti einen Kalkofen auf den Mond gestellt.

Die Printkampagne für die Maerz Ofenbau erreicht damit ihr Motiv Nummer fünf. Die Kampagne erscheint weltweit. In Fachzeitschriften für die Stahl- und Zement-Industrie. Maerz ist ein Tochterunternehmen der ThyssenKrupp Industrial Solutions.

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Verantwortlich bei Maerz: Stephan Lechner, Managing Director. Verantwortlich bei Scotti Werbeagentur: Patricia Meneghin (Beratung); Peter Rettinghausen (CD und Text); Simon Staub (AD); Jeannine Jones und Selina Muth (Grafik). Bildbearbeitung: Patrik Rohner, Rohnerretouche und Linus Schneider, Pixelprinz.

 

Safer Selfie

Selfies wollen gelernt sein. Weil immer wieder Unfälle passieren, zeigt das russische Innenministerium nun, wie's geht und veröffentlicht eine Broschüre für sichere Selfies.

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«Ein cooles Selfie kann Dich das Leben kosten» heisst es etwa in der am Dienstag veröffentlichten Borschüre. Und das ist scheinbar bei weitem nicht übertrieben: Im Mai zum Beispiel schoss sich laut SDA eine 21-Jährige Moskauerin versehentlich in den Kopf, weil sie ein Pistolen-Selfie machen wollte. Sie überlebte. Das können die zwei jungen Männer, die im Januar mit entsicherten Handgranaten posierten, tragischerweise nicht von sich behaupten. Im Mai starb ein Jugendlicher in der Region Rjasan, der für ein Selfie auf eine Eisenbahnbrücke geklettert war und dort ein Stromkabel berührte. Keine Einzelfälle: Rund hundert Menschen haben sich in Russland dieses Jahr schon beim Selfie-Versuch verletzt, zwölf sogar tödlich.

Vielleicht bringt ja das Informationsblatt Besserung. In der Broschüre wird zum Beispiel gezeigt, dass die Dachbesteigung aus Selfie-Gründen keine gute Idee ist…

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…ebenso wenig wie Posieren vor gefährlichen Tieren.

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Das sollte eigentlich Einleuchten. Falls Sie selbst Selfie-begeistert, dem Nervenkitzel nicht abgeneigt und des Russischen mächtig sind: Unten finden Sie den Link zur grösseren Darstellung. (hae)

P.S.: Selfies mit Schmetterlingen sind erlaubt!

Help Media hat einen neuen Verkaufsleiter

Der Onlineverlag Help Media verstärkt den Bereich Verkauf und Kundenbetreuung. Matthias Stöckli ist zum neuen Verkaufsleiter ernannt worden.

Der 39-jährige Matthias Stöckli leitet neu beim Onlineverlag HELP Media das Verkaufsteam und ist für die Weiterentwicklung der Produktpalette verantwortlich. Er verfügt über zwölf Jahre Erfahrung in der Planung und Durchführung von Verkaufsaktivitäten, vornehmlich im E-Business. Zuvor wirkte Stöckli als selbständiger Unternehmensberater bei verschiedenen KMUs. Den Bereich E- und M-Commerce kennt der Betriebsökonom aus seiner Tätigkeit bei der Helsana Versicherungen, wo er die Abteilung rund sieben Jahre leitete.

 

Facebook investiert halbe Milliarde Dollar in neues Rechenzentrum

Das weltgrösste Online-Netzwerk Facebook wächst und wächst. Jetzt muss ein neues Rechenzentrum her. Konzernchef Mark Zuckerberg nimmt dafür eine halbe Milliarde Dollar in die Hand.

Das mittlerweile fünfte Rechenzentrum wird in Fort Worth im Bundesstaat Texas angesiedelt, wie Facebook am späten Dienstag mitteilte. Dank neuer Windkraft-Anlagen soll es mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Insgesamt habe ein Jahr Facebook-Nutzung den Umwelt-Effekt eines mittleren Latte-Kaffees, versicherte das Unternehmen in einem Blogeintrag. Von Facebooks vier bisherigen Rechenzentren stehen drei in den USA und eines in Schweden, wo die niedrigen Aussentemperaturen zur Kühlung beitragen sollen. Die Eindämmung der Wärme, die die Computer produzieren, verschlingt traditionell besonders viel Strom in Rechenzentren. Nach jüngsten Zahlen werden von den über 1,4 Milliarden Facebook-Mitgliedern täglich allein vier Milliarden Videos abgerufen. Und Konzernchef Mark Zuckerberg rechnet damit, dass Videos in Zukunft noch wichtiger für die Kommunikation bei Facebook werden. Der Konzern entwickelt eigene Server, um von Hardware-Herstellern unabhängiger zu sein. (SDA)

Ex Libris will in Videostreaming einsteigen

Die Migros-Tochter Ex Libris soll sich auf dem stark wachsenden Markt für Videostreaming etablieren – und Giganten wie Apple, Netflix und Swisscom Konkurrenz machen.

Das bestätigt Ex-­Libris-Chef Daniel Röthlin in der Handelszeitung vom Donnerstag: «Wir müssen neue Sortimente haben, denn die anderen sterben uns weg.» Zurzeit arbeitet die IT-Abteilung am Sitz in Dietikon bei Zürich zusammen mit einem externen Partner, der für die technische Umsetzung zuständig ist, an einer Filmplattform. Das Angebot soll über eine spezielle App auf allen Geräten inklusive Smart-TVs laufen und den Kauf oder die Miete von Inhalten ermöglichen. Die Idee ist, Filme anzubieten, die es auf DVD noch gar nicht gibt, die aber digital schon verfügbar sind.

Die Streaming-Pläne sind Teil eines grossen Umbaus bei der Migros-Tochter, mit dem Röthlin gegen die kontinuierlich sinkenden Umsätze ankämpft. Die Verkaufserlöse des Discounters sanken von 193 Millionen Franken im Rekordjahr 2008 auf noch 126 ­Millionen im letzten Jahr.

 

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