Jacqueline Krause-Blouin wird stellvertretende Chefredaktorin der Annabelle

Jacqueline Krause-Blouin wird per sofort stellvertretende Chefredaktorin der Annabelle. Krause-Blouin ist seit Anfang 2015 als Autorin und Lifestyle-Redakteurin der Frauenzeitschrift tätig.

Annabelle-Leserinnen kennen ihren Blog Krause kraust die Mode-Braue. Davor arbeitete die 28-Jährige mit kanadischen Wurzeln als Redaktorin und Chefin vom Dienst unter anderem für Spex – Magazin für Popkultur, die Berliner Morgenpost und für Rolling Stone, Berlin. Jacqueline Krause-Blouin, die in Pfäffikon Schwyz aufwuchs und zur Schule ging, wollte ursprünglich Schauspielerin werden und studierte unter anderem am Lee Strasberg Institute in Los Angeles. Sie folgt auf Martina Monti, die nach rund zwei Jahrzehnten Annabelle den Sprung in die Selbstständigkeit wagt.

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Silvia Binggeli, Chefredaktorin: «Wir freuen uns sehr, dass wir mit Jacqueline Krause-Blouin eine weltoffene vielseitige Journalistin und Blattmacherin mit fundierten Kenntnissen der Lifestyle-Branche gewinnen konnten. Jacqueline wird weiterhin schreiben, aber als stellvertretende Chefredaktorin kommen ihre vielen anderen Talente ebenfalls zum Einsatz.»

Neues Qualitätslabel für Schweizer Familienhotels

Not macht auch im Tourismus erfinderisch. Einige Schweizer Hotelbetriebe lancieren sich im Kampf gegen günstigere Ferienangebote im Euroraum darum als Ferienorte speziell für Familien. Sie kennzeichnen sich mit dem neuen Qualitätslabel «Premium Family Hotels».

Die sieben Schweizer Hotels, darunter das Märchenhotel Bellevue Braunwald GL oder das Rocksresort in Laax GR, positionierten sich zwar bereits ohne Label als speziell familienfreundlich. Doch als Mitglied der «Premium Family Hotels» auferlegen sie sich nun nochmals strengere Qualitätskriterien. 50 Stunden professionelle Kinderbetreuung, verteilt auf sieben Tage in der Woche, müssen beispielsweise gewährleistet sein. Zudem müssen die Hotels mindestens zwei eigene Indoor- oder Outdoor-Attraktionen für Sport und Spiel zur Verfügung stellen. Zugleich müssen die Angebote für Erwachsene attraktiv sein – etwa dank Sauna und Wellness-Bereiche.

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Mit dabei: Das Märchenhotel in Braunwald (Screenshots: Maerchenhotel.ch)

«Unter einem Familienangebot verstand man früher, dass es den Kindern gefallen muss. Heute versteht man Familien als Cluster von Erwachsenen und Kindern», erläutert Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus an einer Medienkonferenz in Zürich. Dank des neuen Labels könnten die Hotels stärker am Markt auftreten, weil sie ihre Marketingaktivitäten bündeln, sagte Schmid weiter. Zielkunden sind vor allem Familien im Inland. Sie sollen davon überzeugt werden, in den Ferien in der Schweiz zu bleiben statt ins grenznahe Ausland zu fahren. Angesprochen werden zudem Familien in den Nachbarländern, vor allem in Deutschland oder auch Frankreich. «Wir positionieren uns im Familiensegment im Ausland als natürlichster Spielplatz der Welt», sagte Schmid.

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42,4 Prozent aller Bergtouristen in der Schweiz sind Familien. Auf ihr Konto gehen 5,8 Millionen Übernachtungen in Hotels und Ferienhäusern (Hotellerie & Parahotellerie, Quelle Schweiz Tourismus 2013). Wie viele neue Gäste durch das neue Label in die Schweiz gelockt werden respektive vom Abreisen gehindert werden lässt sich nicht quantifizieren. «Es geht bei dieser Art Label immer auch um den gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Die Hotels teilen ihr wissen und werden dadurch besser», sagte Schmid am Rande der Medienkonferenz der Nachrichtenagentur SDA. In der Schweiz sind insgesamt etwa 30 Label-Gruppierungen aktiv, beispielsweise die Swiss Deluxe Hotels (41 Schweizer Luxushotels) oder auch die Leading Hotels of the World (weltweite Allianz von Luxushotels). Hinzu kommen Qualitäts- und Nachhaltigkeits-Siegel. Das Label «Premium Familiy Hotels» steht allen Hotels offen, welche sich das Angebot im Kriterienkatalog leisten können. Gemäss den Tourismusexperten ist dies auch für Drei-Sterne-Häuser möglich.

Die Hotels bezahlen für das Label einen jährlichen Sockelbeitrag von 10'000 Franken plus individuelle Zuschläge. Bis in drei Jahren rechnen die Tourismusexperten mit etwa 15 Hotels, welche das Label tragen. Familienhotels gibt es aber weit mehr – momentan etwa 90. Auch der Dachverband Hotelleriesuisse vergibt die Spezialisierung «Familienfreundliches Hotel»,
allerdings mit weniger starken Auflagen als «Premium Swiss Family Hotels». (SDA)

Advico Y&R: Der Mix macht‘s aus

Secrets Chips-Mix mit getrockneten Tomaten oder Randen in Kombination mit Kartoffeln sind Geschmacks-Symbiosen aus dem Hause Zweifel. Advico Y&R hat eine gesamtschweizerische Plakatkampagne kreiert.

Um diesen interessanten Mix aufs Plakat zu transportieren, hat die Agentur beim Fotoshooting ein nicht ganz alltägliches Gartenbeet gesät.

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Verantwortlich bei Zweifel Pomy-Chips: Roger Harlacher (Direktor Marketing & Verkauf), Christoph Ernst (Leiter Marketing), Reto Anderwert (Group Product Manager). Verantwortlich bei Advico Y&R (Member of Y&R Group Switzerland): Markus Gut (CCO), Michael Gallmann (AD), Kerstin Schnyder (Beratung), Felix Streuli (Fotograf), Felix Schregenberger (Bildbearbeitung).
 

«Wir generieren keine Klicks oder Anrufe, sondern Umsatz»

AZ Regiohelden: Die Werbewoche sprach mit Peter Neumann, Chief Digital Officer AZ Medien, und Markus Fröhlich, Leiter Sales AZ Regiohelden, über neue Marketingoptionen für Bäcker und Coiffeur, für Werbeagentur und Zahnarzt.

Der Aarauer Medienkonzern AZ Medien hat eine Agentur für digitale Vermarktung lanciert, die sich die Umsatzsteigerung bei KMU in der Deutschschweiz auf die Fahnen geschrieben hat: AZ Regiohelden (Werbewoche.ch berichtete).

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WW: Was macht AZ Regiohelden, Herr Fröhlich?
Markus Fröhlich: Wir bieten den KMU in unserem Einzugsgebiet für sie passende Werbeformen an. Denn das Banner, das zur Werbekampagne von Renault passt, passt nicht für den Coiffeur aus Baden, der neue Kunden frisieren will. Zentral geht es um Auffindbarkeit im Internet. Eine wichtige Werbeform für KMU sind natürlich Google AdWords. Die könnte jedes KMU auch selbst für sich einrichten, aber Coiffeur, Dachdecker und Bäcker sind den ganzen Tag mit Haare schneiden, Dachdecken und Backen befasst – und haben in der Regel keine Zeit und nur wenig Kompetenz, ihre Website zu optimieren; wenn sie denn überhaupt eine haben. Es gibt mehr KMU ohne Website als solche mit. Und es geht bei KMU auch nicht um Branding, sondern um Return on Investment. Deshalb bauen wir für unsere Kunden so genannte Marketingwebsites: Diese speziell auf AdWords ausgerichteten Websiten sind mobil optimiert und beinhalten alle Informationen, die gebraucht werden, damit unser Kunde im Internet auffindbar ist – nicht weniger aber auch nicht mehr. Darüber hinaus helfen wir unseren Kunden bei ihrer Google-Werbung, sorgen für die richtige regionale Aussteuerung, buchen die richtigen Keywords und liefern das Reporting: Wir hinterlegen die Marketingwebsites mit Messrufnummern mit einer lokalen Vorwahl. Unsere Kunden hören dann im vorgeschalteten Jingle, aufgrund welcher Kampagne sie den aktuellen Anruf erhalten. Ausserdem bekommt unser Kunde monatlich eine genaue Aufstellung, welche Anzeige wie viele Klicks generiert hat – hier kommt Geld ins Spiel, denn für jeden Klick wird gezahlt – und wie viele Anrufe generiert wurden. In der Auswertung sieht unser Kunde auch, welche Telefonnummern angerufen haben und sieht dadurch aus welchem Kontakt ein Kunde wurde. So stehen Ausgaben und Einnahmen einander gegenüber. Selten sieht man bei Marketingmassnahmen so klar, was etwas bringt und was nichts.

Und was kostet das alles?
Fröhlich: Wir fokussieren auf die Zielgruppe KMU, bieten also professionellen Service für kleine und mittlere Budgets. KMU wollen ein vernünftiges Budget einsetzen und schnell sehen, wie die Massnahmen wirken. Auf diese Bedürfnisse sind unsere Leistungen zugeschnitten. Wir können einschätzen, welches Budget wir benötigen, um die Erwartungen unseres Kunden zu erfüllen – auch wenn wir keine Garantie geben können, dass das Erwartete eintrifft. Dennoch sind die Wahrscheinlichkeiten dafür hoch.

Wie gelingt es Ihnen, in kleinen, regional schon gut besetzten Marktsegmenten zusätzliche Gewinnchancen zu eruieren?
Fröhlich: Wir stecken bei jedem Kunden die Rahmenbedingungen genau ab. Besonders wichtig ist uns eine realistische Erwartungshaltung, denn viele unserer Kunden haben gar kein Gefühl dafür, was sie erwarten können, wenn sie eine bestimmte Summe einsetzen. Dann bauen wir die kontaktoptimierte Marketingwebsite. Wer sein Handy reparieren lassen muss, sucht keine Firmengeschichte; der will einfach Preise und Leistungen sehen und wissen, wo die Shops sind. Anders beim Zahnarzt: Da ist es auch relevant, zu erfahren, wo der Arzt studiert hat, seit wann er seine Praxis führt und wie er aussieht. Wir wählen genau aus, welche Information ein potenzieller Kunde benötigt und welche nicht. Regiohelden Deutschland betreut inzwischen über 1000 Kunden und weiss, was für welche Zielgruppe und Branche besonders gut funktioniert. So stellen sich schnell Erfolge ein.

Sie schauen also jeden Ihrer Kunden einzeln an und machen ihm ein massgeschneidertes Angebot?
Fröhlich: Genau. Wenn beispielsweise ein Zahnarzt zu uns kommt, bietet er meist sehr viele Dienstleistungen an. Dann fragen wir als erstes, wo er noch Kapazitäten hat, wo sein Fokus liegt, wie sein aktueller Kundenstamm aussieht und welche Kunden er sich wünscht. Dann schauen wir, wo welches Suchvolumen besteht, wie hoch die Klickpreise sind und rechnen auf der Basis von Kontaktquoten und Klickraten durch, was für welche Dienstleistung wie realistisch umsetzbar ist. Dann können wir sagen: Für die Summe X können wir durchschnittlich mit zehn bis fünfzehn Anrufen rechnen. Dann muss uns der Kunde sagen, ob – falls zehn Kunden mehr zum Bleaching kommen –, der Mehrumsatz in Relation zum Aufwand und zu den Ausgaben steht. Eine ganz einfache Return-on-Investment-Rechnung. Oft bestehen bei unseren Kunden sehr illusorische Erwartungshaltungen. Unser Modell funktioniert aber nur, wenn wir langfristig mit unseren Kunden zusammenarbeiten. Deshalb klären wir am Anfang, welche Erwartungshaltung bei einer durchschnittlichen Kampagnenperformance realistisch ist und was wir zu erreichen gedenken. Wir haben kurze Vertragslaufzeiten und weisen messbare Ergebnisse vor. Unser Kunde sieht also schnell, welche Massnahme etwas bringt und welche nichts. Gute Voraussetzungen, damit beide Seiten glücklich sind und langfristig zusammenarbeiten wollen. Wir erzeugen keine Klicks oder Anrufe, sondern generieren mehr Umsatz. Wir verlangen von unserem Kunden auch Feedback, wir müssen wissen, wie die Rückmeldungen aussehen. Nur so können wir die Kampagne weiter optimieren und unseren Kunden letztlich zufriedenstellen.

Schliesst Ihr Angebot auch eine Art Konkurrenzbeobachtung ein? Um beim Beispiel Zahnarzt zu bleiben: Wenn Sie beurteilen, wie das Leistungsspektrum eines Arztes ankommt und wie man die Nachfrage optimieren könnte, beurteilen Sie dann auch, wie sinnvoll es ist, zusätzlich Bleaching anzubieten – wie der Zahnarzt nebenan?
Fröhlich: Natürlich, das gehört zum Geschäft. Denn wenn unser Kunde in einer bestimmten Region eine gewisse Dienstleistung anbieten will, müssen wir natürlich auch wissen, was ein Suchender ansonsten findet: welche Dienstleistungen, welche Locations, welches Pricing. Denn hat einer unserer Kunden Konkurrenz, die die gleiche Dienstleistung sehr viel günstiger anbietet, können wir ihn zwar bei Google ganz nach oben bringen, Anrufe generieren und unsere Arbeit wäre damit theoretisch erledigt. Doch dann wird unser Kunde irgendwann kündigen, denn er bekommt zwar Anrufe, macht aber kein Geschäft. Deswegen schauen wir uns Pricing und Zielgruppe sehr genau an. So bauen wir auch die Kampagnen auf: Wenn ein Kunde sagt, er will sich über Qualität definieren, schliessen wir Suchbegriffe wie „günstigster“ oder „billigster“ von vornherein aus. Ein grundlegender Denkfehler bei AdWords ist: Es geht nicht darum, dass man so oft wie möglich angezeigt wird, sondern darum, dass man auftaucht, wenn die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass der Suchende wirklich zum Kunden wird. Je gezielter, je weniger Streuverlust, desto besser. Wenn eines der Suchkriterien eines Suchenden auf unseren Kunden nicht zutrifft, ist es besser, nicht angezeigt zu werden. Denn sonst klickt der Suchende vielleicht, verwirft das Angebot, aber unser Kunde zahlt trotzdem – denn jeder Klick kostet.

Welche Strategie verfolgen Sie mit der Beteiligung an AZ Regiohelden, Herr Neumann?
Peter Neumann: Wir adressieren vor allem den regionalen und lokalen digitalen Markt. Wir sind auf das Gebiet zwischen Basel, Bern und Zürich fokussiert. In diesem Raum sind wir mit Zeitungen, Anzeigern, Radio und regionalem Fernsehen sehr gut vertreten – aber haben bislang kein erstzunehmendes regionales Digitalgeschäft, obwohl das unserer Meinung nach sehr lukrativ ist. Die grossen nationalen Advertiser brauchen AZ Medien vor allem in der Nordwestschweiz, um ihre Kommunikationsbedürfnisse zu erfüllen, genau wie unsere bisherigen Kunden, die KMU in unserem Gebiet, die mittelgrossen bis zu den ganz kleinen. Sie kennen uns schon lange, machen mit uns Print- und zum Teil auch Radio- und Fernsehwerbung, aber bisher haben wir ihnen kein vernünftiges Digitalangebot gemacht. Diese Lücke füllt AZ Regiohelden nun.

Regiohelden ist in Deutschland schon erfolgreich im Geschäft.
Neumann: Richtig, Regiohelden ist schon seit fünf Jahren tätig. Wir haben einen Partner gesucht, der in diesem spezialisierten Geschäft bereits Erfahrung hat, damit wir nicht ganz von vorn anfangen müssen. In der Schweiz gibt es niemanden, der das wirklich schon gut kann, deshalb sind wir in Deutschland auf die Suche gegangen. Insgesamt hat Regiohelden schon fünf Büros und über 120 Mitarbeiter. Markus Fröhlich hat bereits das Münchner Büro aufgebaut und baut nun auch das Zürcher Büro auf.

«Neukunden durch lokale Internetwerbung» lautet Ihr Schlachtruf, regional ist Ihr Fokus. Regional heisst Aargau?
Neumann: Nein. Wir fokussieren uns im Moment auf die Bereiche Aargau und Zürich, weil uns dort die Kunden gut kennen, als Medienhaus und als ihr Partner für Werbung in unseren Medien. Aber unser Einzugsbereich ist die gesamte Deutschschweiz, darum eröffnen wir das erste Büro von AZ Regiohelden auch in Zürich und nicht hier in Aarau, obwohl wir hier Platz dafür hätten. Aber auch Basel, das viele KMU hat, könnte ein interessanter Standort sein. Vielleicht wird es dort in Zukunft auch ein Verkaufsbüro geben. Aber jetzt schauen wir erstmal, wie das Geschäft anläuft.

Auf Ihrer Website heisst es: «Der Zahnarzt, über den man in Berlin Kreuzberg spricht. Der Rechtsanwalt, der in Stuttgart Ost zum Thema Arbeitsrecht berät. Der Handwerker, dessen Kunden ihm in München Pasing vertrauen …» Das klingt nicht nach Deutschschweiz … – passt das zur Strategie?
Neumann: Unsere Verkäufer sind alle Schweizer und auch die Kollegen, mit denen unsere Kunden Kontakt haben, wenn es um die Anpassung von Kampagnen geht, sind Schweizer. Das muss auch so sein, weil die erfolgreichen Keywords zwischen Deutschland, Österreich und der Deutschschweiz recht unterschiedlich sein können. Da muss man im Wording drinstecken.
Fröhlich: Natürlich ist es nicht ideal, mit deutschen Beispielen zu operieren – aber es ist die Wahrheit: Unser Know-how haben wir in Deutschland erworben. Wir wollen den Schweizer Markt nicht mit Fake-Beispielen erobern, sondern lieber in einem Jahr mit den ersten Schweizer Success-Storys kommen. Der Grund für dieses Joint Venture mit AZ Medien ist ja, dass es das Know-how in der Schweiz in dieser Form noch nicht gibt. Und das erzählen wir unseren Kunden auch.

Regiohelden klingt ziemlich nach Start-up, handgeschnitzt. Passt das zu Ihrem Vorhaben, der zentrale Player für Digitalwerbung in der Deutschschweiz zu werden?
Fröhlich: Stimmt, so war das vor fünf Jahren. Unser Gründer Feliks Eyser war sehr internetaffin und hat für einen Freund eine Adwords-Kampagne aufgesetzt. Daraus wurden zwei und drei und vier Kunden – und Eyser dachte sich: Da muss was dran sein, ich baue ein Unternehmen auf. Ein klassisches Start-up: Start mit drei Leuten im Wohnzimmer, heute fünf Büros mit 120 Mitarbeitern und über 1000 Kunden. Gleich geblieben ist unsere Mission, hochwertiges Onlinemarketing zum vernünftigen Preis für die Zielgruppe KMU anzubieten.
Neumann: Wir haben viel über den Namen nachgedacht. Einerseits ist er bereits eingeführt und funktioniert, andererseits: Ist es der richtige Name für die Schweiz? Wir wollten auf jeden Fall einen deutschen Namen, keinen Anglizismus wie Winlocal, Reachlocal, Telegate oder was auch immer. Denn das lokale Geschäft läuft einfach auf Deutsch. «Regiohelden» kann man sich gut merken und es verbindet sich auch mit AZ gut – wir wollten diese Kombination um klarzumachen, dass AZ Medien dahintersteht. Ich glaube fest daran, dass AZ Regiohelden eine Marke werden kann, die im B2B-Bereich überzeugt.

Über welches Budget muss ich verfügen, um AZ Regiohelden einen Auftrag erteilen zu können?
Fröhlich: Das Mindestbudget im Monat sind 500 Franken, nach oben ist das Budget natürlich grundsätzlich offen, wobei diese Obergrenze der Markt vorgibt. Denn bei AdWords wird ja für jeden Klick bezahlt und der Klickpreis ist sehr unterschiedlich; er hängt davon ab, wie viel der Mitbewerber und ich bereit sind, zu bezahlen, welchen Qualitätsfaktor die Kampagne selbst aufweist und wie die Kampagne gestaltet sein soll. Je höher der einzelne Klickpreis, desto höher muss auch das Budget sein. Wir können die Erwartungshaltung unseres Kunden nur erfüllen und auch nur gewisse Durchschnittswerte erreichen, wenn wir auf mindestens 200 bis 300 Klicks pro Monat kommen.
Neumann: Für uns macht das alles nur Sinn, wenn unsere Kunden auch Erfolge verzeichnen können. Es gibt inzwischen einige Unternehmen, die Geld einsammeln, ein Keyword buchen, aber für ihre Kunden letztlich nichts erreichen. «Take the money and run» ist aber nicht das, was wir wollen. Wir adressieren mit diesem Angebot ja unsere Kernkunden und möchten mit diesen auch noch in zwanzig Jahren Geschäfte machen. Wir können es uns deshalb gar nicht leisten, sie zu verprellen. Deshalb hat uns Regiohelden ja auch überzeugt. Die haben so viel Fachwissen auf der ausführenden Seite wie in der Sales-Abteilung – was dort im «Maschinenraum» läuft, ist sehr schlau und sehr intensiv gemonitored: Was läuft gut, in welchen Branchen, warum, was wird geklickt, wie muss eine Website aussehen? Von einem solchen guten Angebot hängt der Erfolg des Kunden ab, nicht von einer guten Sales-Truppe, auch wenn es ohne die natürlich nicht geht.

Mit welcher Gewinnsteigerung können denn der Zahnarzt oder die kleine Werbeagentur rechnen?
Fröhlich: Mit plakativen Zahlen halte ich mich zurück, denn das ist sehr individuell. Es hängt davon ab, was je nach Branche der einzelne Klick kostet, wie viele Leute klicken und wie viele anrufen. Und wenn zehn Leute anrufen, die genau das suchen, was mein Kunde anbietet, wie viele werden davon im Durchschnitt zu Käufern? Wenn beispielsweise ein Zahnarzt direkt an einer Strassenbahnhaltestelle seine Praxis hat, kommen wahrscheinlich mehr Patienten zu ihm, als wenn seine Praxis schwer erreichbar ist. Der Geschäftserfolg hängt von etlichen Faktoren ab. Darum können wir keine auf alle unsere Kunden bezogenen Durchschnittswerte nennen. Das wäre nicht sinnvoll. Wir können auch keine Erfolgsgarantien geben. Wir arbeiten mit Erfahrungswerten, welche Gewinnsteigerungen in einem Bereich von-bis in einer Branche mit einem gewissen Budget realistisch sind. Wir haben umfassendes Branchenwissen, das einzelne Unternehmen en detail müssen wir aber jeweils erst kennenlernen.

Wie ist AZ Regiohelden im Portfolio der AZ Medien positioniert?
Neumann: Wir setzen auf Reichweite, wir setzen auf Werbeerlöse und wir setzen auf KMU. Insofern haben AZ Medien und AZ Regiohelden den gleichen Fokus, die gleiche Strategie und passen bestens zusammen. Wir grasen mit AZ Regiohelden aber nicht einfach bestehende Kunden von AZ Medien ab, sondern schauen gezielt, zu welchen potenziellen Kunden unser Angebot am besten passt und sprechen diese an. Im Organigramm ist AZ Regiohelden im Bereich Digital angesiedelt und verbindet alle Bereiche unseres Unternehmens, Print, Fernsehen und Online, miteinander.

Interview: Anne-Friederike Heinrich

In Kürze

Peter Neumann, 47
– Studium Informationswissenschaft, Politologie und Marketing, Universität des Saarlandes in Saarbrücken
– ab 2002 diverse Positionen im Digitalgeschäft der Holtzbrinck Gruppe
– 2012-2014 Geschäftsführer der Styria Digital Holding GmbH in Österreich
– seit Juni 2014 Chief Digital Officer AZ Medien und Mitglied der Unternehmensleitung

Markus Fröhlich, 32
– Studium Rechtswissenschaften, MBA General Management
– 2011-2013 Senior Sales Manager Google, Daily Deal
– 2013/14 Standortleiter München Regiohelden
– seit November 2014 Leiter Sales AZ Medien, AZ Regiohelden

 

Parking Luzern: Webportal glänzt mit Weltneuheit

Das Parkingportal Parking-luzern.ch erfreut sich seit über zehn Jahren grosser Beliebtheit. In den letzten zwei Jahren wurde es durch Bucher DTP einem kompletten Redesign unterzogen; der Relaunch erfolgte Ende Juni.

Die neue Web-Technologie besticht unter anderem mit einer weltweit einzigartigen Innovation. Wer die Website Parking-luzern.ch besucht, stellt fest: Es gibt keine gewöhnliche Navigation mehr. Vielmehr führen Klicks auf übersichtliche Kästen zu weiterführenden Informationen über jedes Thema.

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Das Portal wartet zudem mit einer weltweit einzigartigen Innovation auf: dem Bestellen und Aufladen des Tagmaster-Chips. Diesen bringt der Parkingbesucher auf der Windschutzscheibe seines Fahrzeuges an. Damit öffnet sich die Schranke dank RFID-Funktechnologie automatisch, sobald das Fahrzeug ins Parkhaus oder wieder hinausfährt. Die Parkgebühr wird direkt vom Tagmaster-Chip abgebucht; dieser lässt sich jederzeit im Portal mit einem beliebigen Geldbetrag aufladen. Inhaber des Tagmaster-Chips, seien dies Privatpersonen oder Firmen, können für Events Parkplätze über die Website reservieren. Darüber hinaus findet man auf dem Portal eine Vielzahl von Informationen, etwa zum Dauerparking-Angebot der acht Parkhäuser Luzerns (Altstadt, Am Gütsch, Bahnhofparking P1 und P2 sowie P3, Frohburg, Casino-Palace, City und Kesselturm).

Die Website ist durchgängig im Responsive Design gestaltet. So sind sämtliche Inhalte nicht nur Google-gerecht, sondern auch von unterwegs via Smartphone bequem abrufbar. Parking Luzern will für die Parkhaus-Benutzer mit Hilfe der neuen Website das Parkieren so unkompliziert wie möglich gestalten. Und laufend kommen laut Mitteilung weitere Tools hinzu, die das Parkieren noch bequemer, ohne Suchverkehr und ohne Wartezeiten möglich machen.

Verantwortlich bei Tiefgarage Bahnhofplatz, Luzern: Etienne Bucher (Geschäftsführer). Verantwortlich bei Bucherdtp.ch: Pascal Bucher (Inhaber / Art Director); Janine Totz (Head of Design); Janik Tschanz, Kaleb Tschabold (Programmierung, Contrexx CMS)

Externe Links:
www.parking-luzern.ch
www.bucherdtp.ch
 

FCB Zürich/IPG: Zurich überrascht Eltern mit «Kinderviews»

FCB Zürich entwickelte für die Zurich Versicherung ein Projekt namens «The Kinderviews». Der Titel verrät es: 15 Kinder wurden interviewt und sollten Fragen über ihre Eltern und zu den Themen Liebe und Schutz beantworten.

Die Idee hat den Ursprung in dem tiefen Wunsch aller Eltern, mal in die Köpfe ihrer Kinder hineinsehen zu können. Das hat diese Idee ermöglicht. Denn das Besondere an den Kinderviews war, dass die Eltern im Nebenraum sassen und dort das Interview live auf einem Monitor mitverfolgen konnten. Die Kinder, die von Nannys auf spielerische Art und Weise befragt wurden, gaben lustige, überraschende und teilweise sehr emotionale Antworten. Das Resultat aller Kinderviews ist dieser Kurzfilm, der online eingesetzt wird und innerhalb der ersten 24 Stunden schon über 100'000 Views erreichen konnte.

https://www.youtube.com/watch?v=aXW-YRY7ZqY

Das Video selbst hat eine Teaser-Funktion und soll den Weg für die kommende Familien-Kampagne der Zurich Versicherung ebnen. Priska Kaspar, Head Kampagnen & Werbemittel bei der Zurich Versicherung und selbst Mutter von drei Kindern, zu dem Projekt: «Familie ist ein Thema, das uns alle bei der Zurich bewegt. Fast alle, die in dieses Projekt involviert waren, sind selbst Eltern. Deshalb wollten wir etwas erschaffen, was uns Eltern aus der Seele spricht. Wir alle wollen wissen, was unsere Kinder fühlen und denken.»

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Das Ziel dieser Idee ist, Zurich bei Eltern und werdenden Eltern als Experten rund um das Thema Familie zu platzieren, denn im Anschluss an die Kinderviews folgt eine breit angelegte Familien-Kampagne mit Print, TV und Digital Banner Einsatz. Erst dort wird auf Produkte der Zurich eingegangen. Der Launch der Kampagne ist auf Juli terminiert.

Verantwortlich bei Zurich Versicherung: Marie-Sophie Teyssier; Tania Moghrabi Cook; Gian Gartmann; Priska Kaspar; Philipp von Schulthess. Verantwortlich bei IPG / FCB Zürich: Dennis Lück (Creative Direction); Hanja Baruschke, Flavio Meroni (Art Direction); Carmen Köll, Annika Hofmeester (Beratung). Verantwortlich bei WirzFraefelPaal: Stefan Fraefel (Producer); Gabi Benz (Produktionsleitung); Adrian Wisard (Regie). Verantwortlich bei UM Media: Cici Steinmetz (Client Service Director); Martin Osen (Head of Online).
 

Ruf Lanz: Haltestellen-Tafeln als Lebens-Stationen

Die VBZ begleiten viele Zürcherinnen und Zürcher durch ihr ganzes Leben. Dies zeigt das neuste Sujet der populären VBZ-Kampagne von Ruf Lanz.

Die Kreativen brauchten dafür keine aufwändige Inszenierung, sondern lediglich acht Haltestellen-Tafeln, die chronologisch geordnet ein ganzes Leben abdecken.

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Die Aussage dürfte auch für kommende Generationen Gültigkeit haben. Denn wo immer in Zürich neue Lebens- und Arbeitsräume entstanden sind, wurde der öffentliche Verkehr ausgebaut. Zuletzt hat das Stimmvolk die Tramverbindung Hardbrücke bewilligt und damit die Weichen gestellt für die Verlängerung der Linie 8 ins aufstrebende Quartier Zürich-West. Das Sujet kommt laut Mitteilung auf doppelseitigen Inseraten, auf Plakaten, in sämtlichen Fahrzeugen der VBZ sowie online zum Einsatz.

Verantwortlich bei den Verkehrsbetrieben der Stadt Zürich VBZ: Heinz Vögeli (Leiter Unternehmenskommunikation). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (Creative Direction), Marcel Schläfle (Art Direction), Markus Ruf (Text), Dave Schellenberg (Grafik), Pascal Trütsch (Beratung), Rico Rosenberger (Fotografie).

Ein Sommerfest, das den Namen verdient

Am Donnerstabend fand das alljährliche Sommerfest des Film-Netzwerks von Shining Pictures, Seed und Absolutturnus statt. Zur Freude der 500 Gäste war es vom Wetterglück verfolgt.

Gekühlte leicht alkoholhaltige Getränke und ein grossartiger Caterer (inklusive Zuckerwatte) sorgten fürs leibliche Wohl. Der nahe See diente als Ersatz für die Klima-Anlage. Die Stimmung war geprägt von vielen Wiedersehen. Grund genug um bis zwei Uhr morgens durch zu feiern. Kunden, Mitarbeitende, Freelancers, Freunde und Mitbewerber genossen einen wunderschönen Sommerabend.

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Tobias Geiser ist Leiter Zusatzgeschäft bei den NZZ-Regionalmedien

Tobias Geiser hat bei den NZZ-Regionalmedien die neu geschaffene Stelle des Leiters Zusatzgeschäft angetreten. Er ist beim St. Galler Tagblatt und bei der Neuen Luzerner Zeitung für die Entwicklung des Zusatzgeschäfts verantwortlich.

Sein Schwerpunkt liegt laut Mitteilung in der Erschliessung von neuen Geschäftsfeldern und Partnerschaften. Der 40-Jährige verfügt über mehrjährige Erfahrung in Marketing, Customer Relationship Management, Projekt- und Product-Management und hat sich zum Spezialisten für Kundenbeziehungsmanagement weitergebildet. Der diplomierte Marketing Manager war zuletzt bei der Accarda im Product-Management tätig. Beim Migros-Genossenschafts-Bund in Zürich war er mitverantwortlich für die Einführung der Cumulus-Mastercard.

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TBD: Fiktion entlarvt Realität

Die Agentur TBD hat für den Schweizerischen Versicherungsverband SVV eine Content Kampagne mit renommierten Autoren lanciert.

Arbeit und Freizeit vermischen sich zunehmend. Immer und überall werden Mails gecheckt, SMS verschickt, Akten studiert, Präsentationen erstellt, telefoniert. Das hinterlässt Spuren. Viele Arbeitnehmende fühlen sich ausgelaugt und können sich in ihrer Freizeit nicht mehr richtig erholen. Mit negativen Folgen für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und damit auch Wettbewerbsfähigkeit der Firma. Der Schweizerische Versicherungsverband SVV hat sich zum Ziel gesetzt, die Sensibilität für das Thema Arbeit & Freizeit insbesondere bei Führungskräften zu schärfen. Mit einer Kampagne möchte man zum Nachdenken anregen und in der Folge die Diskussion in den Führungsetagen anstossen.

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Die grosse Herausforderung bei der Konzeption einer solchen Kampagne ist, dass die Vermischung zwischen Arbeit und Freizeit höchst individuell, zeitabhängig und dazu auch noch branchenspezifisch ist. Allgemeingültige Aussagen lassen sich darum nicht machen. Die Agentur TBD hat darum auf einen klassischen Ansatz verzichtet und stattdessen eine Content Strategie und Kampagne entwickelt, die Führungskräften weder Tipps gibt, noch sie belehrt. Sondern mit amüsanten Geschichten den modernen Arbeitsalltag aufdeckt, die always-on Kultur entlarvt und karikiert.

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Für die Geschichten greifen renommierte Autoren und Autorinnen in die Tasten: Linus Reichlin, Milena Moser, Bänz Friedli, Peter Schnei-der, Michèle Roten und Thomas Meyer. Neue Texte erscheinen vierzehntäglich auf der Website Ausschalten-auftanken.ch, wo man neben den Kolumnen auch Fachartikel, Studien, Links und Hintergrund-Infos zum Thema findet. Die Kolumnen werden als Primeur via gratis Newsletter versandt und zudem als Kolumnen-Anzeige exklusiv in der Handelszeitung publiziert.

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Verantwortlich beim Schweizerischen Versicherungsverband: Heinz Roth (Leiter Prävention und Gesundheitsförderung SVV). Verantwortlich bei TBD: Tom Seinige, Sandro Nicotera, Pascal Baumann (Kreation), Susan Bosshard, Sarah Gianesi (Beratung), Remo Brunner (Online), Christophe Vorlet (Ilustration), Filmerei (Bewegtbild). Verantwortlich für fachlichen Content: Ursi Sydler (Autorin und Redaktorin)-
 

Agentur am Flughafen rüstet Milchkästli in Werkzeugkästen um

Vor etwas mehr als einem Jahr eröffnete in Arbon ein neuer Coop Bau+Hobby, der mit einem Coop Supermarkt kombiniert ist. Eine «Milchkästli-Streuwurfaktion» der Agentur am Flughafen setzt die Märkte in Szene.

In Arbon kann man sich also neben Gartenutensilien und Werkzeug auch gleich mit Glacé und Bratwurst eindecken. Um den Sommer einzuläuten und dabei die Kundenfrequenz zu erhöhen, kreierte die Agentur am Flughafen eine «Milchkästli-Streuwurfaktion». Dazu wurde in die Milchkästlis ein Pop-up-Werkzeugschrank «montiert» in welchem neben Handwerksutensilien auch Gartenbedarf und Lebensmittel hängen.

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Verantwortlich bei Coop Bau+Hobby, Basel: Christoph Theler (Leiter Coop Bau+Hobby), Stefan Schwär (Leiter Kommunikation/Werbung), Cécile Sprenger (Projektleiterin Werbung). Verantwortlich bei Agentur am Flughafen, Altenrhein: René Eugstair (Creative Direction), Dominique Rutishauser (Art Direction), Valeria Hörler (Grafik), Miriam Egli (Beratung/Text), Patricia Eugster (Assistenz/Media)
 

Zu guter Letzt: Meer Schuh, weniger Netze

Der Schutz der Weltmeere wird sexy: Adidas stellt aus illegalen Fischernetzen und aus dem Meer gefischtem Abfall Sneakers her.

Dass es um die Meere nicht sonderlich gut steht, ist nichts Neues. Einerseits werden sie hoffnungslos überfischt, andererseits hoffnungslos zugemüllt: 300'000 Tonnen Abfall schwimmen in den Weltmeeren – hauptsächlich Verschlüsse von Plastikflaschen, Verpackungsmaterial und alte Fischernetze – und stellen eine ständige Gefahr für die ohnehin bedrängten Meeresbewohner dar.

Der Sportartikelhersteller Adidas hat sich mit der Umweltschutzinitiative Parley for the Oceans zusammgengetan und präsentierte jüngst ein Konzept, wie aktiv gegen die Missstände vorgegangen werden soll: Mit Turnschuhen, hergestellt aus illegalen Hochsee-Netzen, die nicht nur die «gewünschte» Fischart, sondern sämtliche Lebewesen fangen und töten. «Eingesammelt» werden solche Netze von den Umweltaktivisten der Organisation Sea Sheperd vor der Küste Westafrikas. Zum Beispiel, als diese im April nach einer 110-tägigen Verfolgungsjagd die in Seenot geratenen Wilderer aus dem Wasser fischte und ihre illegalen Netze beschlagnahmte. Teile dieser Netze, sowie anderer verwendbarer Meeresmüll, wurden für den in New York vorgestellten Prototypen verwendet.

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Dass mit Turnschuhen die Welt verbessert werden soll, ist neu. Bisher wurden sie eher mit Themen wie Kinderarbeit oder sonstigen inakzeptablen Produktionsbedingungen in Verbindung gebracht. In Zukunft soll der Meeresmüll auch in anderen Adidas-Produkten Verwendung finden. T-Shirts, Kleidung, Hosen. Also ungefähr das, was Pharell Williams und G-Star mit «Raw for the oceans» schon länger machen. Aber keine Angst: Es ist genug Müll für alle da – leider. Sensibilisieren kann man aber zweifelsohne nie genug. (hae)  

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