Sexistische Werbung: Aargau setzt auf Selbstregulierung
Die Regierung des Kantons Aargau lehnt es ab, sexistische Werbung per Gesetz aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. Ein solches Gesetz war vom Grossen Rat und insbesondere per Motion von EVP-Grossrätin Lilian Studer gefordert worden.
Aargauer Regierung plädiert für Selbstregulierung
Auch wenn die Aargauer Regierung Lilian Studer zugute hält, dass das heutige Umfeld stark sexualisiert ist, mache die Werbung doch nur einen Teil desselben aus. Im gesellschaftlichen Diskurs müssten Eltern, Schulen, Unternehmen und die Medien Stellung beziehen und Verantwortung übernehmen. Die Aargauer Regierung hält zudem fest, dass die Werbebranche über eine Lauterkeitskommission und damit ein Organ zur Selbstregulierung verfügt. Wenn Werbung pornografische Züge annehme, werde sie strafrechtlich verfolgt. Die Kommission hatte im Oktober die Plakatkampagne des Grand Casinos Baden als sexistisch befunden und gerügt. Nach dem Entscheid hatte das Grand Casino die Werbekampagne gestoppt und im Rahmen einer Aktion das Plakat verschenkt.
