So kauft die Jugend von morgen ein

Zukunftsdeutungen In New York ist in diesen Tagen eine Ausstellung über den Handel der Zukunft eröffnet worden.

Zukunftsdeutungen In New York ist in diesen Tagen eine Ausstellung über den Handel der Zukunft eröffnet worden.Nichts Geringeres als das Thema, wie der Handel der Zukunft aussehen soll, stellte sich die amerikanische Handelsgesellschaft, die National Retail Federation (NRF), bei ihrer jährlichen Expo Mitte Januar in New York. Vor allem, wie man die schwer erreichbare Zielgruppe der Jugendlichen zwischen 17 und 24 Jahren ansprechen soll, war dabei die Hauptsorge der Aussteller. Die Kernpräsentation war dabei die so genannte Pop-up-Boutique, eine eigene Fläche mit einer Reihe von Pavillons, in denen diverse futuristische Trends und Technologien vorgestellt wurden. Am meisten Aufsehen erregte das Konzept des «Social Retailing», das vom New Yorker Design-Unternehmen IconNicholson umgesetzt wird und sich an das viel diskutierte Phänomen des «Social Networking» anlehnt: MySpace im Bekleidungshaus also, oder, wie es IconNicholson selbst nennt, «Facebook meets the Mall».
Präsentiert wurde das Schaubeispiel eines noch fiktiven Ankleidebereichs, bestehend aus Spiegel, Computer und Kamera. Dabei steht man vor einem überdimensionalen Spiegel, dem «Magic Mirror», auf dessen Fläche je nach Auswahl Röcke, T-Shirts und Gürtel erscheinen, in denen man sich per Spiegelbild schon mal ungefähr vorstellen kann, ohne sich erst umständlich umziehen zu müssen. «Jugendliche sind soziale Shopper», sagt Rachael McBreartry, Vice President für kreative Strategie bei IconNicholson. «Sie schicken gern Fotos per Handy an ihre Freunde, um sich Feedback zu holen, ob ihnen das gefällt.»
Ähnlich, nur viel bequemer entfaltet sich anschliessend auch das Szenario des Social Retailing: Die beigestellte Kamera filmt die Kundin dabei, wie sie in verschiedenen, per Computer auf den Spiegel projizierten Kombinationen aussieht, wobei ihre Freunde zu Hause sie per Internet beobachten können. Diese wiederum schicken ihre Kommentare per Handy an die Adressatin. Die Kundin muss jedoch nicht jedes mal mühsam ihre Messages lesen, sondern das elektronische Feedback wird leicht lesbar ebenfalls auf den Spiegel projiziert.
Digitaler WarenkatalogDoch die Freunde müssen nicht unbedingt zu Hause bleiben, um am elektronischen Ankleide-Erlebnis teilhaben zu können. Sie können sich auch in der Lounge des entsprechenden Bekleidungshauses niederlassen, wo sie auch selbst im Katalog der vorhandenen Waren surfen können. Auf diesen Computern werden ausserdem Informationen abrufbar sein, ob und welche Grössen bzw. Farben eines Modells der Laden vorrätig hat. Das Konzept des Social Retailing soll noch in diesem Frühling im Rahmen einer Kooperation mit einem «bedeutenden Bekleidungshändler», so IconNicholson-Manager Joseph Olewitz, in den USA Fuss fassen.
Auf einem ähnlichen Versprechen, wenn auch weitaus ausgedehnter basiert auch eine neue Software von IBM, die so genannte «IBM Store Solutions». Im Rahmen eines fiktiven Setups des britischen Bekleidungshauses Ben Sherman wird hier vorgeführt, wie Kaitlin, eine 22-Jährige aus der Zukunft, am liebsten shoppen geht: Sie sieht ein Kleid an einer Businessfrau auf der Strasse und schiesst mit ihrem Handy schnell und unaufdringlich ein Foto. Sie schickt das Bild an das Shopping Blog ihres Vertrauens, wo das Modell nicht nur umgehend identifiziert wird, sondern sie auch darüber informiert wird, in welchem benachbarten Geschäft sie es kaufen kann. Flugs geht sie mit ihrem Handy auf die entsprechende Website und lässt sich das Kleid in ihrer Grösse zurücklegen, wo es bereit liegt, als sie 20 Minuten später eintrifft. Einmal anprobiert, bekommt Kaitlin von ihrem Handy, das inzwischen mit dem elektronischen Preisschild des Kleides kommuniziert hat, einige Vorschläge, welche Accessoires dazu passen könnten. Kaitlin sucht sich eine Kette aus, und weil sie sich das gute Stück selbst nicht leisten kann, setzt sie es auf die Wunschliste des Ladens, der ihrer Tante umgehend ein dezentes E-Mail schickt, mit dem Hinweis, diese Kette hätte die Nichte gern zu ihren baldigem Geburtstag.
Thomas Heckel, IBM-Präsentator, glaubt, dass ein solches Szenario in der nahen Zukunft gar nicht abwegig sein wird: Immerhin benutzen schon heute 85 Prozent der US-Teenager laut einer IBM-Untersuchung ihr Handy, während sie einkaufen. «Es hängt alles davon ab, ob die Ladenketten selbst Interesse daran haben, ihre Filialen mit der entsprechenden Technologie auszurüsten», sagt Heckel. «Für die meisten wird es noch eine Weile dauern, bis sie auf den Zug aufspringen.»
Weitaus weniger High-Tech-betont, aber dennoch auf ihre Art futuristisch stellte sich im Rahmen der Pop-up-Boutique auch Donna von Hoesslin und ihre Firma Betty Belts vor. Sie entwirft Schmuck und Accessoires, die zu 100 Prozent aus natürlichen und rezyklierten Materialien hergestellt sind, wie etwa Treibholz oder Zuchtmuscheln. «Immer mehr Menschen möchten umweltfreundliche Produkte kaufen», sagt von Hoesslin. «Der Laden der Zukunft kann ohne das gar nicht auskommen.»
Richard RussoInterview
mit Richard Russo, Hybridia-CEO, dem Erfinder der Pop-up-Boutique.WW: Was ist das Motto der Pop-up-Boutique?Richard Russo: Es dreht sich alles um Technologie, darum, wie digitaler Content am einfachsten und effektivsten vom Kunden und zum Kunden transportiert werden kann. Es geht um das Erlebnis Einkaufen, um mehr Emotionen. Die meisten Händler wissen bis heute nicht, wie sie sich der Zielgruppe der 17- bis 24-Jährigen annähern sollen, dabei leisten wie ihnen Hilfestellung. WW: Und das geschah mit dem Konzept des Social Retailing?Richard Russo: Ja, die Idee ist von mir, und IconNicholson setzte sie um. Ich habe mich gefragt, wenn MySpace so populär ist, wie kann man das für den Handel ausschöpfen? Ich dachte, warum soll man diese interaktiven Komponenten nicht auch in einem Laden haben können? Warum muss man sich zu Hause verstecken, um die Idee zu verwirklichen? Im Laden können die Kids sich präsentieren wie bei «American Idol», dem populären TV-Gesangswettbewerb. Sie haben Spass dabei und kommen eher in die Geschäfte. WW: Was symbolisieren die anderen Stände der Boutique?Richard Russo: Die Überschrift lautet «Grün mit Enthusiasmus», deshalb haben wir ein Hybrid-Auto ausgestellt und Betty Belts integriert. Jugendlichen ist es ausgesprochen wichtig, Umweltschutz und progressive Ethik tatsächlich umzusetzen, wer da nicht mitzieht, hat als Business in der Zukunft keine Chance.  Gerti Schön

Filmreife Performance

Sponsoring Die herausragenden Sponsoringprojekte des letzten Jahres wurden vom Fachverband für Sponsoring, Faspo, in Hamburg mit dem 14. Internationalen Sponsoring Award ausgezeichnet.

Sponsoring Die herausragenden Sponsoringprojekte des letzten Jahres wurden vom Fachverband für Sponsoring, Faspo, in Hamburg mit dem 14. Internationalen Sponsoring Award ausgezeichnet. Eine Jury mit Fachleuten aus Wirtschaft und Wissenschaft bewertete Sponsoringkonzepte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach ihrer kreativen Umsetzung, Planung und Realisation. Dabei ist aufgefallen, dass auch mehrere Projekte aus der Schweiz prämiert werden konnten. In der Kategorie Medien-Sponsoring gewann den Internationalen Sponsoring Award die Orange Communications S.A. mit dem Projekt «Orange Cinema». Eine Auszeichnung erhielt in dieser Kategorie auch Die Mobiliar und ihre betreuende Agentur, Kultur Engagement Hans und Marlene Tschanz, für ihr Sponsoring im Film «Mein Name ist Eugen». In der Kategorie Kultur wurde die UBS AG für ihr Projekt «UBS Verbier Festival Orchestra» ausgezeichnet. (pan)

Die Zuvo setzt auf Powerplay

Zeitungsvertrieb Die Zustellfirma von NZZ und Tamedia, Zuvo, setzt andere Organisationen unter massiven Druck, denn ihr selbst geht es keineswegs anders.

Zeitungsvertrieb Die Zustellfirma von NZZ und Tamedia, Zuvo, setzt andere Organisationen unter massiven Druck, denn ihr selbst geht es keineswegs anders.Ob in Aarau, Basel, Bern, Chur, Luzern, Schaffhausen, Solothurn, St. Gallen oder Zürich – grössere Verlage haben je einen eigenen Frühzustelldienst für ihre Tageszeitungen. In den meisten Fällen arbeiten diese auch gut zusammen. So verträgt beispielsweise die Prevag, die Frühzustellfirma der Basler Zeitung Medien, in der Nordwestschweiz sowohl NZZ-, Tamedia- und Ringier-Titel wie auch die direkte Konkurrentin Mittelland Zeitung.Um solche gebietsübergreifende Distributionsaufträge besser koordinieren zu können, kaufte sich die Zuvo – grösste Schweizer Zustellfirma und Joint Venture von Tamedia und NZZ – bei andern Verteilorganisationen ein. Heute ist die Zuvo zu 50 Prozent an der Luzerner Pressevertriebs GmbH, zu 35 Prozent an der Südostschweiz Pressevertrieb AG sowie zu 25 Prozent an der AZ Vertriebs AG beteiligt. Ferner bestehen Beteiligungen über die Zuvo-Mutterhäuser: So ist Tamedia direkt an der Post-Tochter Bevo in Bern und die NZZ-Gruppe indirekt an der DZO, der Organisation der Züriland-Zeitungen, beteiligt.
Aggressive Politik der ZuvoÜber mehrere Jahre ging alles gut, doch seit einem Jahr verfolgt die Zuvo eine neue, zunehmend aggressive Politik. Diese begann mit dem Einstieg von Tamedia beim Landboten und als die Zürcher später auch noch die Thurgauer Zeitung übernahmen. So konnte sich die Zuvo die Zustellorganisationen der beiden Verlage sichern. Doch das brachte die NZZ unter Zugzwang: Um gleichberechtigte Zuvo-Partnerin bleiben zu können, musste sie ein ähnlich grosses Gebiet einbringen. Sie tat dies, indem sie einfach vom zur NZZ-Gruppe zählenden St. Galler Tagblatt die Frühzustellung ausgliederte und ab Oktober 2006 der Zuvo übergab. Damit hatte die Zahl der von der Zuvo versorgten Haushalte innert eines Jahres um rund 50 Prozent zugenommen. Die ganze Ostschweiz war nun in ihrer Hand.
Die ganze Ostschweiz? Nein, in der Munotstadt leistet noch ein kleiner Verlag Widerstand: Norbert Neininger, Verleger der Schaffhauser Nachrichten (SN), lehnte es ab, der Zuvo die eigene Zustellorganisation abzutreten. Die Folge: Die Zuvo kündigte den SN kurzerhand den Verteilauftrag für rund 5000 NZZ- und Tagi-Exemplare im Wirtschaftsgebiet 42 und lässt diese seit dem 1. Januar 2007 von eigenen Verträgern verteilen.
Die Zuvo trat auch andernorts forsch auf. Im Mai 2006 versuchte sie vergeblich, der Partnerin Südostschweiz Pressevertrieb AG das Ausliefern der ersten Südostschweiz-Sonntagsausgabe gerichtlich zu verbieten – weil intern die Kostenverteilung nicht geregelt war.
Im Sommer wurde die Zuvo zudem in Basel vorstellig, wo sie sich offenbar eine Beteiligung an der Prevag, der Frühzustellfirma der Basler Zeitung Medien (BZM), erzwingen wollte. BZM-CEO Beat Meyer bestätigt: «Vor vier Monaten kam die Zuvo auf uns zu. Sie übte auch einen gewissen Druck aus. Aber die Prevag ist eine 100-prozentige BZM-Tochter, und sie wird es auch bleiben.» Mehr will Meyer dazu nicht sagen.
Eine weitere Zuvo-Aktion richtet sich gegen den SonntagsBlick aus dem Hause Ringier: Die Zuvo kündigte dem Blatt die Frühzustellung per Ende 2007 – gemäss Ringier-Vertriebsleiter Walter Lütolf «ohne ersichtlichen Grund». Er vermutet jedoch, dass es die Zuvo, die neuerdings auch Zeitschriften vertreibt, auf die Distribution von Ringier-Periodika abgesehen habe und nun auf diesem Weg Druck auszuüben versuche.
Diese forschen Einzelaktionen der Zuvo mögen auf den ersten Blick zusammenhanglos erscheinen. Doch sie passen ganz gut in die neue Unternehmensstrategie. Über diese gibt Jürg Brauchli, VR-Präsident der Zuvo und Mitglied der Tamedia-Konzernleitung, zwar bereitwillig Auskunft, von aggressiverem Auftreten und von Druckversuchen will er freilich nichts wissen. «Die Zuvo und andere Zustellfirmen stehen vor dem Problem, dass die Auflagen der Tageszeitungen tendenziell sinken, was die Frühverteilung zusehends verteuert», sagt Brauchli. Dem trete die Zuvo entgegen, indem sie neue Kunden akquiriere und so die Auslastung erhöhe. Ferner mache sie die Organisationsstruktur effizienter und fasse auch eine Tageszustellung als zweites Standbein ins Auge.
Seit Anfang Jahr macht die Zuvo schrittweise mit der höheren Auslastung ernst. So nimmt sie neben den Tageszeitungen neu auch Zeitschriften mit, die bisher per Post verschickt wurden. Den Auftakt macht Tamedia mit dem hauseigenen Wirtschaftstitel Finanz und Wirtschaft (FuW). Die zweimal wöchentlich erscheinende Zeitung wird derzeit einzig von der Zuvo frühverteilt, ab Februar dann auch von der Bevo. «Es besteht ein genauer Fahrplan, wann welche Tamedia-Zeitschift wo in die Frühverteilung geht», sagt Brauchli. Ziel sei es, die Auflage, die per Post versandt wird, nach und nach zu senken und gleichzeitig auszuloten, was den Frühverträgern an zusätzlichen Volumina zugemutet werden kann, ohne dass die Zustellqualität leidet.
Sollten die Volumina dereinst den Rahmen der Frühzustellung sprengen, könnte der Aufbau einer Tageszustellung durchaus lohnend werden, meint Brauchli. Doch dies setze voraus, dass die Zuvo neben den Tamedia-Zeitschriften auch grossauflagige Drittkunden wie etwa die Mitgliederpresse von Migros, Coop oder des TCS finde. Das wiederum hänge stark von der konkreten Ausgestaltung des neuen Presseförderungsgesetzes, des neuen Posttarifsystems sowie der Postmarktliberalisierung ab.
Auffallend am Zuvo-Konzept ist, dass es aufs Haar jenem der früheren AZO gleicht: NZZ, Tamedia, Ringier, Südostschweiz und Valora hatten 2004 einem Ausschuss den Auftrag erteilt, in Konkurrenz zur Post eine alternative Zustellorganisation für Zeitschriften auf die Beine zu stellen. Ende 2005 war AZO startbereit, wurde dann aber auf Eis gelegt, um der Post tarifliche Zugeständnisse abzuringen. «Dass das Projekt nun bei der Zuvo und anderen Zustellorganisationen wieder auftaucht, finde ich etwas sonderbar, da doch verschiedene Beteiligte die Ausarbeitung der AZO-Machbarkeitsstudie finanziert haben», sagt Walter Lütolf, der damals beim AZO-Projekt federführend mitwirkte. «Die AZO wurde zudem primär auf Betreiben von Tamedia-CEO Martin Kall stillgelegt», fügt er an.
Jürg Brauchli, auf die AZO-Parallelen angesprochen, dementiert nicht. «Die AZO war ein Konstrukt mit schwerfälligen Strukturen und zu vielen Ansprechpartnern», meint er. «Um zusätzliche Aufträge zu bewerkstelligen, braucht es eine effiziente Organisation über alle involvierten Zustellfirmen hinweg – und diese ist nur mittels Übernahmen und Beteiligungen zu erreichen», ist Brauchli überzeugt.
Freundliche Zuvo – zumindest, wenn sie im Internet auftrittAuf www.zuvo.ch
sind keine aggressiven Töne zu hören. Hier ein paar Zitate:«Unser Denken und Handeln soll geprägt sein durch ein hohes Verantwortungsbewusstsein – gegenüber Kunden, Partnerorganisationen, Mitarbeiter/innen und der Umwelt.»
«Im Sinne einer typischen Win-Win-Situation profitieren alle mit der Zuvo AG zusammenarbeitenden Partner: Tamedia und NZZ stellen ihr Verteilnetz und ihr Zustell-Know-how allen Partnerverlagen zur Verfügung und profitieren im Gegenzug selbst vom dichteren Verteilnetz.»
«Die stetig anwachsende Zusammenarbeit mit vielen grossen und kleineren Verlagen macht den Zeitungsvertrieb nicht nur wirtschaftlicher, sondern durch Autokilometer-Einsparungen auch umweltfreundlicher.»
«Die Zuvo AG will in der deutschsprachigen Schweiz das führende Unternehmen für die Werktag- und Sonntagsfrühzustellung von Zeitungen und Periodikas sein.»
Markus Knöpfli

TBS Identity für das Filmpodium Zürich

Kultur Die Design- und Kommunikationsagentur TBS Identity hat für das Zürcher Filmpodium ein handliches und übersichtliches Programmheft gestaltet.

Kultur Das Filmpodium der Stadt Zürich bietet ein attraktives Programmangebot, das aus Zürichs Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken ist. Um den Zuschauern einen guten kommunikativen Zugang zu den gezeigten Zyklen und Retrospektiven zu bieten, unterzog man die in die Jahre gekommene Programmzeitung einem Redesign und beauftragte dazu die Zürcher Design- und Kommunikationsagentur TBS Identity. Das handliche und übersichtliche Programmheft bringt zwei verschiedene Ansprüche auf den Punkt: Es präsentiert sich als gehaltvolles Leseheft mit kulturellem Anspruch. Und es erlaubt einen wohltuend direkten, klaren und übersichtlichen Zugang zum dichten und komplex strukturierten Programm.

Karussell um Buchungsrabatte rotiert

Werbung Mit einer Entschädigung wollen NZZ und Publicitas die Agenturen locken.

Werbung Mit einer Entschädigung wollen NZZ und Publicitas die Agenturen locken.Nun ist klar, wie NZZ, Publicitas und Publimedia darauf reagieren, dass Eigenregieverlage reihenweise Direktbucher entschädigen: Den Agenturen wie auch selbst buchenden Werbekunden gewähren die drei Partner rückwirkend ab Anfang Jahr eine so genannte «Handlingsentschädigung» (HE) von einem Prozent auf kommerzielle Inserate und Beilagen, die in den Titeln NZZ, NZZ am Sonntag und im neuen Magazin Z gebucht werden. Voraussetzung ist, dass das jährliche Volumen mindestens 0,5 Millionen Franken beträgt, die Rechnungen fristgerecht bezahlt werden und die Anzeigen über den digitalen Datenkurier PrintOnline angeliefert werden. Mit der HE sollen Agenturen und selbst buchende Kunden «für ihre Volumen sowie für ihre Vorleistungen im Planungs- und Abwicklungsbereich» honoriert werden, erklärt Markus Ehrle, Leiter Werbemarkt bei der NZZ.Doch bei genauerer Betrachtung wird klar: Anders als bei der Direktbuchungsentschädigung (DBE) wird mit der HE kein Mehraufwand honoriert, denn die Buchung kann über jede P-Filiale erfolgen. Somit handelt es sich bei der HE um einen reinen Preisnachlass. Oder um ei-nen von Publipresse-Direktor Otto Meier kritisierten «Marktanteilsrabatt», über den lediglich Marktanteile zurückgeholt werden sollen. Wer die HE am Ende bezahlt, die NZZ oder die P, das will Ehrle übrigens nicht preisgeben.
Doch genau das ist entscheidend. Denn von der Art der Lösung wird es abhängen, ob nun weitere Verleger mit P-Regie auf den HE-Zug aufspringen wollen. Geheimniskrämerei untergräbt dagegen das Vertrauen in die P noch mehr und sät Misstrauen unter den Verlegern.
Ohnehin wird es spannend zu beobachten sein, wie der Markt reagiert. Möglich ist, dass einzelne Eigenregieverlage nun ihre DBE erhöhen, um gegenüber der NZZ erneut an Attraktivität zu gewinnen. Wahrscheinlich ist ferner, dass viele Werbeauftraggeber die HE wie die DBE als zusätzlichen Rabatt taxieren und einfordern. Dann würde die HE den Agenturen zwar genauso wenig nützen wie die DBE, doch die NZZ wäre aus dem Schneider: Sie liefe nicht mehr Gefahr, bei der Mediaplanung bloss wegen der DBE durch ähnlich gelagerte Titel ersetzt zu werden.
Was aber, falls die Auftraggeber ihre Politik ändern, den DBE neu als echte Mehrleistung beurteilen und den Agenturen überlassen, die HE jedoch einfordern? Dann liefe die HE auf ein Eigentor von P und NZZ hinaus.   
Markus Knöpfli

Ringier startet TV-Sender in Rumänien

Das Medienhaus Ringier lanciert zusammen mit der türkischen Mediengruppe DYH in Rumänien einen neuen TV-Sender. Ab dem 18. Februar wird Kanal D Romania über den Kanal gehen. Ringier steht kurz vor der Unterzeichnung des Aktienkaufsvertrags.

Das Medienhaus Ringier lanciert zusammen mit der türkischen Mediengruppe DYH in Rumänien einen neuen TV-Sender. Ab dem 18. Februar wird Kanal D Romania über den Kanal gehen. Ringier steht kurz vor der Unterzeichnung des Aktienkaufsvertrags, durch den der Medienverlag 25 Prozent an Kanal D Romania übernimmt. Zusammen mit Dogan Yayin Holding (DYH) möchte Ringier ein «modernes TV-Unterhaltungsprogramm» bieten, das «lokal produzierte Programme in den Vordergrund stellen wird», heisst es in der Mitteilung von Ringier.
Ringier vergrössert durch die Unterzeichnung den Marktanteil in Rumänien. Die Mediengruppe ist bereits mit mehr als 15 nationalen Titeln im rumänischen Markt vertreten. Nebst Libertatea, der grössten Tageszeitung Rumäniens, seien die meisten Zeitschriften und Zeitungen Marktführer in ihrem Bereich.
Die türkische Mediengruppe DYH ist mit einem Anteil von 42 Prozent am Werbemarkt und einem Ertrag von mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar die grösste Medien- und Unterhaltungsgruppe in der Türkei.

Provokation vor Information

Gesundheit Jung von Matt/Limmat will der Schweiz an den Speck. Das löst auch Diskussionen aus.

Gesundheit Jung von Matt/Limmat will der Schweiz an den Speck. Das löst auch Diskussionen aus.Für Unternehmen in den USA gehört es mittlerweile zur Normalität, Spezialanfertigungen für Übergewichtige im Angebot zu haben. Wenn die Schweiz weiter so zunimmt wie bisher, wird diese Entwicklung auch vor unserer jungen Bevölkerung nicht Halt machen. Hier zählt man bereits einen Drittel der erwachsenen und einen Fünftel der jungen Bevölkerung zu den Übergewichtigen. Jung von Matt/Limmat wurde deshalb von der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz beauftragt, über das Thema Übergewicht mit einer Sensibilisierungskampagne via Plakat, Anzeige und TV-Spot aufzuklären. Im Zentrum steht die Botschaft: «Es braucht wenig, um viel zu verändern.» Dazu machen die Sujets konkret auf die Website www.gesundheitsfoerderung.ch aufmerksam. Dort gibt es verschiedene Tipps rund um diese Präventionskampagne.
In einem TV-Spot kämpft ein Vater auf einer Wippschaukel mit dem Übergewicht seines Kindes. Das Kind ist schwerer als er selbst, so dass gar kein Schaukeln möglich ist. Dabei würde es wenig brauchen, damit das Kind wieder Spass haben könnte. «Es braucht wenig, um viel zu verändern», ist denn auch hier die Aufforderung mit dem Verweis auf die Website.
Nicht nur Freude hat dieser Slogan bei Fachärzten für Fettleibige ausgelöst. Es brauche nicht «wenig», sondern «sehr viel» zum Abnehmen, monieren sie. Zudem seien sie von der Stiftung für Gesundheitsförderung nicht in die Planung mit einbezogen worden. Die Fachärzte glauben, die Sujets würden sich über Dicke lustig machen und seien «diskriminierend». Auch das Bundesamt für Gesundheit ist unglücklich, weil man das Thema Ernährung und Bewegung selber in petto hat und später lieber umfassend angehen wollte. Aber für Gefährdete ist es ja nie zu früh…
 
Bei der Gesundheitsförderung kontert man, dass die Plakate in einer ersten Phase nur Aufmerksamkeit erregen wollen und weiterführende Infos auf der Website zu finden sind. Die vierjährige Kampagne wird insgesamt 35 Millionen Franken kosten und über eine Zwangsabgabe der Krankenkassen finanziert.    
Andreas Panzeri

NZZ gewährt Handlingsentschädigung

Als Antwort auf die von mehreren Verlagshäusern eingeführte Direktbuchungsentschädigung honoriert auch die NZZ Agenturen und Direktkunden für ihre Volumen sowie für ihre umfangreichen Vorleistungen im Planungs- und Abwicklungsbereich.

Als Antwort auf die von mehreren Verlagshäusern eingeführte Direktbuchungsentschädigung honoriert auch die NZZ Agenturen und Direktkunden für ihre Volumen sowie für ihre umfangreichen Vorleistungen im Planungs- und Abwicklungsbereich. Die Gewährung nennt sich NZZ-Handlingsentschädigung, beträgt 1 Prozent auf den kommerziellen Anzeigenumsatz und ist – wie bei der Direktbuchungsentschädigung – an verschiedene Bedingungen geknüpft. So muss zum Beispiel ein Jahresumsatz von mindestens 500’000 Franken erreicht werden. Im Gegensatz zu allen anderen Modellen wird die NZZ-Handlingsentschädigung aber nicht nur bei Buchungen über die NZZ Media, sondern auch bei der Abwicklung über das gesamte PubliPresse-Netz, inklusive Publimedia, gewährt. Branchenkenner bezeichnen den Rabatt auch als reinen Preisnachlass.

Mixer implementiert CI für UEFA Cup Final 2007

Die Mixer Kommunikationskommune aus Luzern realisiert für den UEFA Cup Final 2007 sämtliche Design Applikationen im Bereich Print, TV und Stadion Signaletik. Der Auftrag umfasst auch ein Brand Identity Beratungsmandat.

Die Mixer Kommunikationskommune aus Luzern realisiert für den UEFA Cup Final 2007 sämtliche Design Applikationen im Bereich Print, TV und Stadion Signaletik. Der Auftrag umfasst neben der Implementierung von über 150 Anwendungen auch ein Brand Identity Beratungsmandat. Die Kommunikationskommune Mixer besteht seit 2003, ist in Luzern beheimatet und setzt sich zusammen aus vier Personen in den Bereichen Grafik Display, Fotografie und Konzept.

Lettra Design zeigt Grösse

Grossformatdruck Das in Liebefeld bei Bern ansässige Unternehmen Lettra Design stellte am 18. Januar seine neueste Anschaffung vor.

Grossformatdruck Am Innovations-Event vom 18. Januar stellte das im Bereich Produktion und Montage von Beschriftungs- und grossformatigen Digitaldrucklösungen tätige Unternehmen Lettra Design an ihrem Firmensitz in Liebfeld bei Bern seine neuste Anschaffung vor: einen Flachbettdrucker samt Cutter. Damit ist nun auch das Schwesterunternehmen von Christinger Partner, Schlieren, mit einer Print-&-Cut-Lösung ausgestattet. Im Zuge der Investition wurde auch das Personal aufgestockt. Lettra Design beschäftigt mittlerweile 19 Mitarbeitende.

Stefan Hackh kommuniziert für Scout24 und Xmedia

Scout24 Schweiz und Xmedia Group haben Stefan Hackh zu ihrem neuen Communication Manager ernannt. Er ist ab sofort für die gesamte Medienarbeit der beiden Gruppen-Aktiengesellschaften sowie deren Geschäftsbereiche zuständig.

Der Onlinemarktplatz Scout24 Schweiz und die Anbieterin von Crossmedia-Lösungen Xmedia Group haben Stefan Hackh zu ihrem neuen Communication Manager ernannt. Er ist ab sofort für die gesamte Medienarbeit der beiden Gruppen-Aktiengesellschaften sowie deren Geschäftsbereiche Xmedia Annoncen, Basis 06, Scout24, Autoscout24, MotoScout24, Autodom, ImmoScout24, JobScout24, Topjobs sowie FriendScout24 zuständig. Der ehemalige Pressesprecher des Schweizer Kabelnetzbetreibers Cablecom ersetzt Reto M. Zurflüh, der ins Ausland geht. Scout24 und Xmedia wünschen eine Kommunikation, die konsequent auf die Bedürfnisse sämtlicher internen und externen Ansprechgruppen ausgerichtete ist, wie die Unternehmen mitteilten. Somit soll die Führung im Schweizer Markt ausgebaut werden.

Euro RSCG wirbt für die blitzschnellen Velokuriere von Flash

Die Zürcher Werbeagentur Euro RSCG liess sich durch die Tatsache, dass sich die Velokuriere von Flash des Öfteren von den Blitzkästen der Zürcher Stadtpolizei fotografieren lassen, zu einem Geistesblitz inspirieren.

Die Zürcher Werbeagentur Euro RSCG liess sich durch die Tatsache, dass sich die Velokuriere von Flash des Öfteren von den Blitzkästen der Zürcher Stadtpolizei fotografieren lassen, zu einem Geistesblitz inspirieren. Deshalb wurden Kleber mit der Schlagzeile «Offizieller Fotograf unserer Velokuriere» auf die Blitzkästen in Zürich angebracht, welche die Geschwindigkeit messen. Die witzige Aktion soll mit einem Augenzwinkern darauf aufmerksam machen, wie schnell die Velokuriere von Flash unterwegs sind.
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