«Erlebe Emotionen» heisst der Euro 2008-Slogan

500 Tage vor dem Eröffnungsspiel am 7. Juni 2008 in Basel hat die UEFA am Mittwoch den offiziellen Slogan der Euro 2008 präsentiert. Uefa-Generaldirektor Lars-Christer Olsson glaubt, dass dieser Slogan alles zusammenfasst, was das Turnier repräsentiert.

500 Tage vor dem Eröffnungsspiel am 7. Juni 2008 in Basel hat die UEFA am Mittwoch den offiziellen Slogan der Euro 2008 präsentiert. Uefa-Generaldirektor Lars-Christer Olsson glaubt, dass dieser Slogan alles zusammenfasst, was das Turnier repräsentiert. In einer Ansprache an alle Beteiligten sagte er: «Ein Slogan, der auf den Punkt bringt, was die UEFA-Europameisterschaft 2008 zu offerieren vermag: Emotionen aller Art, Freude oder Enttäuschung, Erholung oder Hochspannung bis zum Schlusspfiff.» Mehr als eine Million Zuschauer werden an den insgesamt 31 Spielen in den Stadien erwartet, an kumulierten Fernsehzuschauern gar acht Milliarden. Zuvor stehen noch zwölf Qualifikationsspieltage an, um die 14 Nationen zu ermitteln, die neben den beiden Gastgeberländern Schweiz und Österreich bei der Auslosung der Endrunde am 2. Dezember 2007 im Lostopf sein werden. Der Ticketverkauf startet am 1. März.

Sensus PR übernimmt neues Mandat

Die Zürcher Agentur Sensus PR hat das Mandat für die Investor Relations und Public Relations-Aktivitäten der Medisize Gruppe erhalten.

Die Zürcher Agentur Sensus PR hat das Mandat für die Investor Relations und Public Relations-Aktivitäten der Medisize Gruppe erhalten. Medisize ist ein führender Entwickler und Hersteller von medizinischen und dentalen Healthcare-Produkten. Sensus PR unterstützt und begleitet seit 2006 das Börsenkotierte Unternehmen und ist seit neustem auch für den Geschäftsbericht, weitere Drucksachen, die Regel- und Ad-hoc-Kommunikation von Events, den Webauftritt wie auch die nationale und internationale Medienarbeit verantwortlich.

Laienwerbung am Superbowl

CGC Consumer Generated Content, kurz CGC, ist der letzte Schrei in der US-Werbeszene. Der Superbowl 2007, Amerikas populärster SportEvent, steht ganz im Zeichen des neuesten Werbetrends.

CGC Consumer Generated Content, kurz CGC, ist der letzte Schrei in der US-Werbeszene. Der Superbowl 2007, Amerikas populärster SportEvent, steht ganz im Zeichen des neuesten Werbetrends.Gemeint ist damit, dass Otto Normalverbraucher, ausgerüstet mit digitaler Videokamera und einer guten Idee, in die obersten Etagen der Medien- und Werbekonzerne vorstossen kann, sofern er einen professionell umsetzbaren Vorschlag für ein Stück Content liefert. Das heisst konsequenterweise, dass nach der Videomanie auf YouTube und MySpace nun auch Werbung von den Konsumenten selber gemacht wird. Die grosse Frage ist dabei, wie man den Kunden so in den Schaffungsprozess einbinden kann, dass sowohl das Unternehmen wie auch die Konsumenten profitieren können.Eines der ersten Unternehmen, die diese Strategie erfolgreich umgesetzt hat, ist Nike mit seinem Schuhmodell Converse. Auch American Apparel hat bereits vor zwei Jahren Fotografien für Werbezwecke verwendet, die einige ihrer künstlerisch talentierten Fans gemacht hatten. Und der Jugendsender Current TV, der vom früheren Vizepräsidenten Al Gore aufgebaut wurde, schrieb einen Wettbewerb unter den Zuschauern aus, Spots für Unternehmen wie Sony, L´Oréal und Toyota einzureichen. «Der Konsument muss zu einem Bestandteil des kreativen Prozesses werden», sagt Paul Bennett, Chief Creative Officer der Design-Agentur Ideo in Palo Alto. «Die leisten bessere Arbeit als wir.»
Kein Wunder also, dass auch der Superbowl 2007, das jährliche Endspiel der National Football League (NFL) und Amerikas populärster Sport-Event, ganz im Zeichen des neuesten Werbetrends steht. Gleich drei Unternehmen schrieben im Vorfeld des Superbowl Wettbewerbe aus, bei denen die Teilnehmer Vorschläge für die Kreation eines Werbeclips machen konnten: Frito Lays Chipsmarke Doritos, Chevrolet von General Motors und die Veranstalter der NFL selbst. Jedes der Unternehmen hatte gewisse Vorgaben kreiert, um sicher zu stellen, dass die Clips trotz einer potenziell amateurhaften Aufmachung dennoch professionell aussehen, ohne dabei vulgär oder obszön zu wirken.
Kontrolle bei WerbetreibendenChevrolet und die NFL wollten lediglich Vorschläge, die dann von ihren Agenturprofis produziert wurden. Nur Doritos erlaubte es den Konsumenten, einen fertigen Film einzureichen. Kein Wunder, denn die Platzierung eines einzigen 30-Sekunden-Spots in diesem Jahr kostet nie dagewesene 2,6 Millionen Dollar. «Die Werbetreibenden hatten am Ende doch die Kontrolle über alles, es ist also nicht sehr riskant», sagt Chris Allen, Vice President für National Broadcasting bei der Agentur GSD&M. «Und CBS ist sowieso sehr vorsichtig, was über den Äther geht.» CBS, das den heurigen Superbowl ausstrahlt, war vor drei Jahren in die Schlagzeilen geraten, als Janet Jackson in der Pausenshow eine Brust enthüllte, was mit dem Titel Nipplegate Mediengeschichte schrieb.
Dass die Gewinner des Wettbewerbs ihr Machwerk im Rahmen des Superbowl zu sehen bekommen, ist der Hauptpreis für die Teilnehmer. Doritos setzte jedoch noch 10’000 Dollar oben drauf. Denn der Superbowl ist mitnichten ein gewöhnlicher Event für die Werbung. Immerhin schalten sich in der Regel 80 bis 90 Millionen Zuschauer ein, eine Rekordzahl im Zeitalter der Publikumsfragmentierung. «Die Zuschauer verfolgen die Werbeclips genauso aufmerksam wie das Spiel», sagt John Condon, Chief Creative Officer bei Leo Burnett. «Es ist eine beispiellose Gelegenheit für jeden Werbetreibenden.» Für die Agenturen ist die Kreation eine besondere Herausforderung, denn man will für sein Produkt mit einem memorablen Spot beim Publikum für Gesprächsstoff sorgen.
Dies gelingt besonders im Internetzeitalter immer besser, denn die Spots werden wochenlang vor und nach der Ausstrahlung breit in Blogs, Fachzeitschriften und Online-Communities diskutiert. Vor allem der Bierkonzern Anheuser-Bush, der gemeinsam mit PepsiCo in diesem Jahr zum 21. Mal im Rahmen des Superbowl wirbt, sucht das vorwiegend junge, männliche Publikum mit witzigen Stories vor den Bildschirm zu holen. «Humor ist ein Trend, der jedes Jahr wiederkehrt, genauso wie der immense Produktionsaufwand, der geleistet wird», sagt Condon. «Man will sicher stellen, dass sich die Clips im Gedächtnis der Kunden festsetzen.» Das gilt im Zeitalter der Konsumenten-generierten Inhalte auch weiterhin.
Durchbruch ins Big BusinessDoch die Endauswahl zeigt, dass der CGC durchaus professionell gestaltet sein kann. Es zeigt sich immer wieder, dass viele der Teilnehmer Filmemacher oder Marketingprofis sind, die so den Durchbruch in das Big Business schaffen wollen. Dennoch werden die Filme mit weitaus geringerem Aufwand produziert als herkömmliche Werbeclips. Ein Dorito-Spot mit dem Titel «Live the Flavor», bei dem ein Lenker, der beim Autofahren Chips isst, beinahe eine ebenfalls Chips kauende Passantin und Sexbombe platt macht, hat 15 Dollar gekostet. Angesichts von 380’000 Dollar, welche die Produktion eines durchschnittlichen TV-Spots kostet – ganz zu schweigen von den Extras, die Hollywoodstars in der Regel für die Mitwirkung bei Superbowlclips verlangen –, ist das ein niedliches Sümmchen.
Für die Initiatoren der Wettbewerbe hat sich die Idee schon jetzt gelohnt, denn es gab bereits im Vorfeld zahllose Zeitungs- und Zeitschriftenartikel zu lesen, für General Motors die optimale Gelegenheit, die schwer erreichbaren Jugendlichen anzusprechen. Man beschloss, den Wettbewerb nicht für die Allgemeinheit zu öffnen, sondern ausschliesslich für College-Studenten. «Chevrolet hatte schon immer Interesse an einer Verbindung zum Bildungssektor», sagt Kelly O´Neill, Werbemanager bei Chevrolet. «Es war für uns daher sowohl eine Kommunikationsstrategie als auch eine Business-Strategie.»
Allerdings trifft die Idee nicht auf die uneingeschränkte Unterstützung der Werbebranche. «Der Umstand, dass Agenturen und grosse Konzerne sich an die Kunden wenden, ist der Tod der traditionellen Verkaufs- und Marketingstrategien», seufzt etwa Mark Stevens, CEO des Marketingunternehmens MSCO. «Als Nächstes kommt wohl, dass GM die Kunden fragt, ihre Autos selbst zu schweissen.»
Gerti Schön

Axel-Christoph Hinze neu bei BT Schweiz

BT Schweiz verstärkt sein Team mit dem Sales- und Marketingstrategen Axel-Christoph Hinze. Er übernimmt die Position des Direktor Marketing und Business Development für die Schweiz, Österreich und Griechenland.

BT Schweiz verstärkt sein Team mit dem Sales- und Marketingstrategen Axel-Christoph Hinze. Das seit 15 Jahren in der Schweiz ansässige britische Unternehmen unterstützt global agierende Firmen bei der Umsetzung kostenoptimierter Lösungen in der gesamten ICT Infrastruktur. Axel-Christoph Hinze (40) übernimmt die Position des Direktor Marketing und Business Development für die Schweiz, Österreich und Griechenland. Zudem wird er Mitglied der Geschäftsleitung von BT Schweiz.
Hinze hat ein Studium in Internationaler Betriebswirtschaft abgeschlossen und verfügt über eine langjährige internationale Management Erfahrung in den Bereichen Sales, Marketing und Public Relations für weltweit führende IT-Lösungsanbieter. Zuvor war Hinze Mitglied des Managements Teams von CA Schweiz, wo er sich für das Sales Management verantwortlich zeichnete.

Merkbar lanciert Beauty-Kundenmagazin

Die in Windisch domizilierte Agentur Merkbar startet neu mit einem Beauty- Kundenmagazin. Mit More than Beauty soll die Kundschaft von Hairstudios, Cosmeticstudios, Nailstudios, Fitnesscentern, Wellness-Hotels und dem Detailhandel direkt angesprochen werden.

Die in Windisch domizilierte Agentur Merkbar startet neu mit einem Beauty- Kundenmagazin. Mit More than Beauty soll die Kundschaft von Hairstudios, Cosmeticstudios, Nailstudios, Fitnesscentern, Wellness-Hotels und dem Detailhandel direkt angesprochen werden, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. Inhaltlich stellt das Heft neue Produkte vor und präsentiert in Fotostrecken die neusten Schönheitstrends. Doch auch der Celebrity-Faktor soll die Zielgruppe ansprechen und somit für mehr Inserate sorgen. Mit Interviews wird ein Einblick in das Leben von Persönlichkeiten und deren Kleiderschrank geboten. Erscheinen soll das Magazin vier Mal jährlich in einem Umfang von rund 20 Seiten.

AZ Medien Gruppe stärkt multimedialen Verkauf

Die AZ Medien Gruppe hat im Unternehmensbereich Crossmedia/Key Account die neue Stelle der Verkaufsleitung geschaffen.

Die AZ Medien Gruppe hat im Unternehmensbereich Crossmedia/Key Account die neue Stelle der Verkaufsleitung geschaffen. Die neue Funktion übernimmt ab dem 1. März 2007 Evi Bosshard. Seit 2001 war die Betriebsökonomin beim Regionalfernseher Tele M1 als Gebietsverkaufsleiterin tätig. Mit dieser neuen Stelle möchte die AZ Medien Gruppe ihre multimediale Strategie der Vernetzung der verschiedenen Medien und Dienstleistungen weiterverfolgen, ist einer Medienmitteilung zu entnehmen.   

Tschutten am Rheinknie

René Worni über geteilte Sonntagsfreuden.

René Worni über geteilte Sonntagsfreuden.Nein, entschieden ist noch nichts, aber die Sache ist so gut wie geritzt: AZ-Verleger Peter Wanner wird die siebte Ausgabe seiner Mittelland Zeitung lancieren. Im medialen Ausgleichsbecken zwischen Basel, Bern und Zürich muss man bald vom Aargauer Medienherbst reden. Man möchte meinen, im Hause Wanner beliebe man, parallel zu den Herbstmodekollektionen zu launchen. Die Zeit ist jedenfalls schon länger reif. Nachdem es von der Sonntagspresse zwischenzeitlich hiess, sie habe ihren Zenit bereits erreicht, liegen deren Inserategewinne (2006) um sechs Prozent über Vorjahresniveau. Allein der letzte Dezember, wissen Wemf- Statistiker, sei für die Sonntagspresse um über siebzehn Prozent fetter ausgefallen als der vorherige. Das wird sich wohl auch für die Mittelland Zeitung, das drittgrösste Blatt im Lande, rechnen.
Doch so bewährt das Sonntagsgeschäft auch ist, ganz ohne ist es nicht. Bewährt hat es sich bisher nur national, mit Inhalten eigenständiger Redaktionen und unter eigenem Brand. Man merkt es schon bei der siebten Ausgabe der Südostschweiz, dass der Zeitungssonntag in der Region Themen absaugt und das Montagsblatt dünn aussehen lässt. Unter der Woche produziert die Redaktion bereits Storys, um den Sonntag zu alimentieren.
Irritierend wirken hier die Überlegungen von der Falkenstrasse, mit der NZZ am Sonntag in die Regionen vordringen zu wollen. Theoretisch müsste die NZZaS das Korrespondentennetz der NZZ stark in die Pflicht nehmen und aus dem samstäglichen News-Loch in den Sonntag retten, was es regional zu retten gibt. Tschutten zum Beispiel. Das schaut nach komplizierten Verrenkungen  aus, die nicht so recht zur renommierten NZZaS passen wollen.
Die jüngsten Absichtsbekräftigungen aus Aarau werden hingegen mit Sicherheit die Tonalität zwischen Basler Zeitung und Basellandschaftlicher Zeitung (Matthias vs. Mathis) weiter verschärfen. Denn schon im Herbst wird sich bz-Verleger Mathis Lüdin, der unerschrockene Wanner-Verbündete, mit der Sonntagsausgabe der Mittelland Zeitung vor den Toren Basels gebärden. Wenn jemand kämpfen muss, dann nicht die NZZaS, sondern BaZ-Verleger Matthias Hagemann, idealiter mit einer BaZ am Sonntag.
René Worni, Redaktor

Journalistenlöhne entwickeln sich bedenklich

Einer Studie der Journalistenverbände zeigt eine bedenkliche Entwicklung der Journalistenlöhne auf. Die Mehrheit der Löhne stagnierten auf dem Niveau von 2004, währenddem sich die Medienkonjunktur erfreulich entwickelt hat.

Journalisten in der Schweiz verdienen im Monat durchschnittlich 7200 Franken brutto. In den Kantonen Zürich 7640 Franken und Basel (7430 Franken) sind die Löhne am höchsten, im Kanton Tessin mit 6190 Franken am tiefsten. Die Zahlen sind einer Studie der Journalistenverbände zu entnehmen.Zusammen mit dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund führten die Journalistenverbände comedia, impressum, Verband Schweizer Fachjournalisten (SFJ) und Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) eine Online-Erhebung durch. Die Ergebnisse der Studie wurden am Mittwoch veröffentlicht.
Die Erhebung zeigt auf, dass die Journalistenlöhne in den letzten zwei Jahren nicht mit der erfreulichen Medienkonjunktur Schritt gehalten haben. Durch die Befragung wurde ersichtlich, dass seit 2004 die Löhne bei 35 Prozent der Journalisten stagnierten, «gar acht Prozent mussten einen Lohnrückgang verkraften», ist der Studie zu entnehmen. Besonders schlecht habe sich die Lage für freischaffende Journalisten entwickelt. Diese «besorgnisserregende Entwicklung“ hänge eng mit der 2004 erfolgten Kündigung des Presse-Gesamtarbeitsvertrags zusammen.
Zusätzlich wird aus der Studie ersichtlich, dass im Journalismus Berufserfahrung noch immer stärker gewichtet wird als eine formelle Ausbildung. Demnach verdienen Medienschaffende mit zehn Jahren Berufserfahrung ein Drittel mehr als Journalisten mit nur zwei Jahren. Hingegen sei der Lohnunterschied von acht Prozent zwischen Journalisten mit Universitätsabschluss und solchen ohne als gering einzustufen.

Showtime in San Francisco

Event An der Macworld stellte Apple erstmals keine(n) neuen Rechner vor – statt dessen das von vielen erwartete iPhone.

Event An der Macworld stellte Apple erstmals keine(n) neuen Rechner vor – statt dessen das von vielen erwartete iPhone. Bislang war die traditionell im Januar stattfindende Keynote der Macworld, an der Apple-CEO Steven P. Jobs gern Rosinen aus dem jeweils vergangenen Jahr herauspickt, hauptsächlich eine Plattform für Ankündigungen von neuer Hard- und Software. An der diesjährigen Macworld-Eröffnungsrede war es anders: Kein neuer Mac mini, iMac oder MacPro, kein schnelleres MacBook oder MacBook Pro wurden präsentiert; auch wurde kein Software-Produkt vorgestellt oder angekündigt. Jobs machte lediglich deutlich, dass 2007 «zu einem wichtigen Jahr für den Mac» werden würde. Den einzigen «Rechner», den Jobs an der rund zweistündigen Keynote hervorzauberte, war eine mit einem Pentium-Prozessor und einer 40-GB-Harddisk ausgestattete Set-Top-Box. iTunes-Player fürs WohnzimmerDieses Apple TV genannte Gerät hat es zumindest vom Konzept her in sich und soll Apple-Produkte neben der Computerecke wohl auch ins Wohnzimmer bringen. Die im Design dem Mac mini nachempfundene Empfangsstation leitet digitale Inhalte aus der auf PCs oder Macs lauffähigen Software iTunes an ein angeschlossenes Breitbild-TV weiter. Bis zu fünf Rechner können ihre Videos, Fotos oder Musikstücke drahtlos via Apple TV an ein angeschlossenes Fernsehgerät oder eine Stereoanlage übertragen und sorgen so für digitale Unterhaltung; einer der fünf Rechner kann die digitalen Inhalte mit Apple TV synchronisieren. Die Bedienung erfolgt mit der bekannten weissen Fernbedienung und einer verbesserten Bedienerführung, die der bisherigen FrontRow-Technik entlehnt ist, mit der sämtliche neueren Macs ausgestattet sind.
Als Erfolg proklamierte Jobs, dass sich so nun neben Filmen von Disney oder TV-Serien nun auch Movies des Filmstudios Paramount kaufen und drahtlos via Apple TV auf den Bildschirm streamen lassen. Die Filme sind wie auch die bisherigen Angebote kostenpflichtig, Trailer der Filme lassen sich gratis abspielen. Den Deal mit Paramount kann Apple jedoch nur als Teilerfolg verbuchen, da das Unternehmen in der Vergangenheit höchstwahrscheinlich versucht hat, weitere Studios für diesen dem Video-on-Demand ähnlichen Service zu gewinnen.
Technisch interessant an Apple TV ist, dass die TV-Box zusätzlich zu den aktuellen Drahtlos- bzw. WiFi-Standards IEEE 802.11b und 802.11g auch 802.11n unterstützt. Dieser wurde erst im Januar 2007 veröffentlicht und soll im April abgesegnet werden. Damit positioniert sich Apple einmal mehr als Early Adopter neuster Technologien. Wie Apple inzwischen bestätigt, unterstützen bereits sämtliche mit Intel-Chips ausgestatteten Apple-Rechner – mit Ausnahme des Mac mini – den neuen Übertragungsstandard, womit sich gestreamte Videos vermutlich ruckelfrei an den TV-Geräten abspielen lassen.
iPhone = Phone 2.0Mit der ausführlichen Vorstellung des iPhone liess Jobs eine lange erwartete Katze aus dem Sack. Das neue Gerät ist ein mit Hightech vollgestopfter Handheld …, mit dem sich auch telefonieren lässt. Denn Telefongespräche führen ist wirklich nicht das einzige, was damit erledigt werden kann. Einen neuen Massstab setzt das iPhone im Bereich «digitale Kommunikation» – sowohl in der Bedienung als auch in der Ausstattung. Dazu gehört der Versand von Short-Messages (SMS), E-Mails (IMAP und POP3) sowie von entweder gespeicherten, empfangenen oder vermutlich auch mit der integrierten Kamera aufgenommenen Fotos (die Aufnahme von Fotos ist eine Funktion, die Jobs nicht gezeigt hat). Dank einer einblendbaren Tastatur können die Mail- und SMS-Nachrichten erfasst und verschickt werden. Weiter kann das Gerät dank einer reduzierten Version von Mac OS X und einer Safari-Variante als vollwertiger Browser verwendet werden. Ob und welche Internetstandards beim Produkt-Launch integriert sind, lässt sich noch nicht sagen; die Anzeigen von PDF und Rich HTML sollen auf jeden Fall unterstützt werden. Es ist zu erwarten, dass bei der Auslieferung oder nicht viel später auch Java- und Flash-Inhalte abspielbar sein werden. 
Wenn man sich die Bedienung und das Design ansieht, dann muss man Jobs Recht geben, mit dem iPhone das Telefonieren «neu erfunden» zu haben. Die genannten zweieinhalb Jahre Entwicklungszeit haben Früchte getragen, und Apple hat an vieles gedacht, womit sich das Telefonieren vereinfachen lässt. So zählen der schnelle Zugriff auf Adressen, das «umgekehrte» Verlinken von Webseiten auf Telefonnummern, das Zusammenführen von Anrufen, der «visuelle Anrufbeantworter» (damit können aus mehreren aufgezeichneten Voice-Mail-Anrufen diese einzeln abgehört werden) zu den Highlights des Telefonteils. Vor allem spart sich der Anwender dank einer durchdachten Bedienerführung unnötige Zwischenschritte. So rücken etwa bei einem Anruf automatisch dann nicht benötigte, aktive Funktionen in den Hintergrund – oder der Bildschirm schaltet sich ab sobald mit dem iPhone telefoniert wird, um Energie zu sparen.
Damit ist das beste Feature des iPhone, der Touchscreen, noch gar nicht erwähnt. Dieser (Apple spricht treffender vom Multi-Touch-Display) lässt nicht nur wie bei einem üblichen Touchpanel simple Eingaben/Bestätigungen zu, sondern ermöglicht auch das Scrollen mittels Ziehen des Fingers auf dem Display. Durch den Einsatz zweier gegenläufig eingesetzter Finger lassen sich zudem Ausschnittvergrösserungen und -verkleinerungen von Bildern vornehmen oder Ausschnitte von Webseiten wählen. Integrierte Sensoren erkennen zudem, in welcher Lage das iPhone gehalten wird, oder rotieren das Bild oder Video gegenläufig, wenn das Gerät gedreht wird. Sofort wird dann das normalerweise hochformatige Display zum Breitbildschirm (Seitenverhältnis 3:2) – womit sich das iPhone dann auch zum Abspielen von Videos empfiehlt.
Google und Yahoo! an Bord Dass Apple alles unternimmt, um dem iPhone einen erfolgreichen Start zu bescheren, unterstreichen strategische Partnerschaften mit Google wie auch Yahoo!. So offeriert Yahoo! den Gratisversand von Push-E-Mails, Google steuert eine spezielle Version von Google Earth bei.
Wenn Apple, wie anzunehmen ist, beim iPhone die gleiche Strategie wie beim iPod fährt und zuerst ein Premiumprodukt und nach und nach auch weniger leistungsfähige und dafür kostengünstigere Phones nachlegt, dann könnte sich der Konzern innerhalb weniger Jahre zum mächtigen Telefonanbieter entwickeln. Doch vorerst gibt sich Apple bescheiden: Vom gemäss Apple-Angaben knapp eine Milliarde Geräte umfassenden Handy-Markt will der Konzern im Jahr 2008 «lediglich» ein Prozent für sich gewinnen: Das wären rund zehn Millionen Geräte – was eine «gesunde Ergänzung» zu den zig Millionen iPods darstellt, die Apple bislang absetzte und bei denen der Konzern wohl irgendwann mit einem Nachfragerückgang rechnen muss.
Dann, und nur dann, stimmt auch Jobs’ eingangs der Keynote gemachte Erklärung, dass nach dem Mac 1984 und dem iPod 2001 das iPhone den dritten wichtigen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte von Apple markiert. Wann das «iPhone Mini» kommt, mit dem man vielleicht «nur» telefonieren kann, dürfte damit eine Frage der Zeit sein.
Ein Manko des iPhone ist die angegebene Akkulaufzeit. 5 Stunden soll der Akku des iPhone im Normalbetrieb halten, 16 Stunden im Audioplayback bzw. iPod-Modus. Für den Einsatz als reiner iPod (mit der von iTunes bekannten Coverflow-Technik, die die CD-Covers zur Auswahl darstellt) ist das neue Mobile Phone nur bedingt geeignet, weil die 4- bzw. 8-GB-Flashspeicher (abzüglich Betriebssystem) zwar nicht wirklich wenig Speicherplatz bieten, aber in keinem Vergleich zu den mit teilweise deutlich grösseren Festplatten ausgestatteten iPods stehen – und wäre dafür mit Preisen von 499 bzw. 599 Dollar (Apple Schweiz hat derzeit noch keine Frankenpreise) wohl auch zu teuer.
AirPort rüstet aufExtrem schnell ist AirPort Extreme – Apples ebenfalls anlässlich der Macworld, aber nicht an der Keynote vorgestellte drahtlose Empfangsstation. Die neue Netzwerk-Basisstation profitiert wie Apple TV vom neuen Drahtlosstandard 802.n, ist damit bei der Datenübertragung rund 2,5-mal schneller als das Vorgängermodell und verfügt über eine grössere Reichweite. Besonders praktisch ist die neue Funktion «AirPort Laufwerk», mit der sich angeschlossene USB-Festplatten zu Netzwerklaufwerken umfunktionieren lassen. Diese Funktion eröffnet damit eine interessante Möglichkeit für die zentrale Datenhaltung in kleineren Firmen oder zu Hause. AirPort Extreme soll wie Apple TV bereits im Februar erhältlich sein.
Die ersten 30 Jahre waren nur der Anfang …Nach der Macworld ist Apple definitiv nicht mehr das Unternehmen, das es vor der Keynote war: Jobs vollzog gleich noch den Namen von Apple Computer Inc. in Apple Inc.. Dies macht Sinn, vor allem wenn man sich die aktuellen Quartalsergebnisse anschaut. Von den 7,1 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet Apple mit 57 Prozent Anteil bereits den grössten Brocken mit dem Musikgeschäft (Stand: Januar 2007).
Von Apple ist in diesem Jahr noch mehr zu erwarten: «Die ersten 30 Jahre waren nur der Anfang … Willkommen in 2007» stand für kurze Zeit im Vorfeld der Macworld auf der Apple-Website und prangte auch als Banner über dem Eingang der Macworld. Zu rechnen ist mit klassischen Hard- und Software-Produkten – Jobs selbst hat dies bereits angedeutet. Und das patentierte Touchpanel lässt weitere Fantasien zu.   
Macworld ExpoDie jährlich von IDG
im Januar in San Francisco veranstaltete Macworld Expo richtet sich in erster Linie an Apple-Anwender. Produkte und Lösungen rund um Apple-Hardware sowie um den Apple-iPod werden dort vorgestellt und verkauft. Ein Highlight der Macworld ist die Keynote, die in der Regel von Apple-CEO Steven P. Jobs abgehalten wird und die im Vorfeld jeweils von Gerüchten über mögliche neue Produkte angeheizt wird. Apple iPhoneiPhone ist ein von Apple entwickeltes All-in-one-Gerät,
das ein Handy (GSM), eine Digitalkamera (Auflösung: 2 Megapixel), einen PDA (Kalender, Notizen, Uhr) und einen Multimedia-Player (Musik-, Videoplayback) vereint. Das Mobile Phone versteht sich mit Wi-Fi-Netzen (802.11b/g) und Bluetooth-Geräten. Mit dem iPhone können Push-E-Mails empfangen (Abmachung mit Yahoo!), Telefonate geführt (in den USA exklusiv mit dem TelCo-Anbieter Cingular), Text- bzw. SMS-Nachrichten verschickt, Internetseiten aufgerufen (abgewandelter Safari-Browser) und Internet-Dienste (Google Maps) genutzt werden. Gemäss CEO Jobs hat Apple das Gerät mit mehr als 200 Patenten vor allzu schneller Nachahmung geschützt. Verkaufsstart in den USA ist Juni 2007. Erste Geräte in Europa sind im vierten Quartal zu erwarten. Das iPhone ist 115×61 mm gross, 11,6 mm dick und nur 135 Gramm schwer. Es wird zwei Versionen geben, ein 4- und ein 8-GB-Modell. Der 3,5 Zoll grosse Bildschirm verfügt über eine Auflösung von 160 ppi.    
Jürgen Franck

Bundesrat wählt Jean-Pierre Hubaux in die ComCom

Der Bundesrat hat Professor Jean-Pierre Hubaux zum neuen Mitglied der Eidgenössischen Kommunikationskommission ernannt. Er tritt die Nachfolge von Professor Pierre-Gérard Fontolliet an, der altershalber aus der Kommission ausgeschieden ist.

Der Bundesrat hat Professor Jean-Pierre Hubaux zum neuen Mitglied der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) ernannt. Er tritt die Nachfolge von Professor Pierre-Gérard Fontolliet an, der Ende 2006 altershalber aus der Kommission ausgeschieden ist. Der 49-jährige Hubaux ist Professor an der Fakultät für Informatik und Kommunikationssysteme der ETH in Lausanne, wie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am Mittwoch mitteilte. Die ComCom besteht nun neu wieder aus sieben Mitgliedern. Sie trifft wesentliche Regulierungsentscheide im liberalisierten Telekommunikationsmarkt wie etwa über Ausschreibungen von Mobilfunkkonzessionen, über Interkonnektionsstreitigkeiten zwischen den Anbietern oder zur Vergabe der Grundversorgungskonzession.

Spots gesucht

Wettbewerbe Der Einsendeschluss für die 10. Ausgabe des Internationalen Werbefilmfestivals Spotlight ist bis zum 2. Februar verlängert worden.

Wettbewerbe Am 30. und 31. März findet die 10. Ausgabe des Internationalen Werbefilmfestivals Spotlight statt. Die Show hat sich zum grössten Werbefilmfestival im deutschsprachigen Raum entwickelt. Es gibt je einen Wettbewerb für Studenten und Profis. Die Fachjury für Werber wird von Sebastian Turner geleitet. Im Jubiläumsjahr findet Spotlight zum ersten Mal zeitgleich mit der Messe Creative Industries für Unternehmen der Kreativwirtschaft statt (www.creative-industries.tv). Der Einsendeschluss für den Wettbewerb ist bis zum 2. Februar verlängert worden. Mehr Infos sind unter www.spotlight-festival.de zu finden.

AVD vergrössert Druckkapazität

Zeitschriftendruck Die AVD in Goldach investiert in Druckmaschinen und verfügt damit über mehr Kapazität.

Zeitschriftendruck Die AVD in Goldach ersetzt noch in diesem Jahr eine 19-jährige Rollenoffsetmaschine Rotoman C von MAN Roland durch eine neue Rotoman mit Printnet-Vernetzung. Eine zweite, intern Goldiman genannte Maschine wird im Zuge der Ersatzinvestition mit der gleichen Farbsteuerung wie die neue Rotoman ausgestattet. Durch die Investition verfügt AVD über bedeutend mehr Druckkapazität und ist flexibler. Inhaber und Geschäftsführer Kai Hebel sieht den Markt für Printmedien ungebrochen positiv. Dieser Optimismus sei mit Auslöser für die Neuanschaffung gewesen. Die AVD Goldach zählt mit rund 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern heute zu den grössten Druckereien der Schweiz. An der Anzahl der Titel gemessen steht die AVD sogar an der Spitze der Rangliste. Die gut 28 Millionen Zeitschriften jährlich werden alle in Goldach produziert und von dort ins In- und Ausland versandt.
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