Radiocontrol Kaum Veränderungen bei den Hörgewohnheiten – die Marktanteile der Radios sind weitgehend stabil. Da das Radioforschungsinstitut Publicadata die aktuellen Semesterzahlen mit leichter Verspätung publiziert hat, bringt die Werbewoche die Ergebnisse erst in der aktuellen Ausgabe. Danach horchten in der zweiten Jahreshälfte 2006 in der Deutschschweiz knapp über 4 Millionen Menschen in den Äther (Romandie 1,253 Mio; Tessin 283 000), während es in der Vorjahresperiode noch 3,9 Millionen waren (Romandie 1,289 Mio; Tessin 244 000) dies bei gesunkener Netto-Hördauer von 116,1 auf 111,9 Minuten täglich (Romandie von 110,8 auf 109,1; Tessin von 112,4 auf 110,6). Privatsender halten ein ViertelIn der zweiten Hälfte 2006 hat Radio DRS gegenüber der Vergleichsperiode 2005 seinen Marktanteil von 63,1 auf 64,8 Prozent verbessern können und erreichte rund 2,76 Mio. Hörerinnen und Hörer. Signifikant eingebüsst (-0,3%) hat DRS 1, während DRS 2 um 0,5 und DRS 3 um 1 Prozent signifikant zugelegt haben. Radio Suisse Romande verbessert seinen Marktanteil signifikant um 1,1 auf 57,5 Prozent und erreicht knapp 900 000 Hörerinnen und Hörer. La Première büsste 0,6 Prozent ein, während Couleur 3 um 0,8 Prozent zulegte. Auch Option Musique gewann 0,9 Prozent. Radio della Svizzera Italiana legte um 0,3 auf 71,3 Prozent zu, wobei das erste Programm 1,2 Prozent einbüsste, das zweite und das dritte hingegen zulegten (+0,5% und +0,9%).
Die Deutschschweizer Privatsender halten unverändert einen Marktanteil von 25,5 Prozent, während die ausländischen Anteile um 1,4 auf 6 Prozent zurückgingen.
Bei den Privaten bleibt Radio 24 mit unveränderten 2,7 Prozent Marktanteil Leader, gefolgt von Argovia und Pilatus (je 1,9%), Radio Top und Zürisee (je 1,8%) sowie Energy Zürich (1,7%) und Radio 32 (1,6%). Top und Pilatus legten zu, während die anderen minim Marktanteile verloren.
Die Statistik weist auch die privaten Kabelradios aus. Radio 32 Goldies löst gemäss Radiocontrol Radio 105 ab. Ersteres hat 6400 Hörerinnen und Hörer gewonnen (neu 31 900) während Letzteres signifikante 5200 verlor (neu 24 300). Beide Sender weisen einen Marktanteil von 0,2 Prozent aus. Anlässlich der Publikation der Radiocontrolzahlen bekräftigt Radio-105-Chef Giuseppe Scaglione erneut seine Kritik an der Erhebung, das Streaming von Webradios werde nicht in der Messung berücksichtigt und mache die Studie deshalb unglaubwürdig. Radio Live Channel schliesslich erreicht 10 300 Hörerinnen und Hörer und hat einen Marktanteil von 0,1 Prozent.
In der Romandie ging der Marktanteil der Privées um 0,4 auf 22,9 Prozent zurück. Anteile verloren auch die ausländischen Sender (-0,6%) mit neu 12,7 Prozent.
Stärkster Privatsender in der Romandie ist Lausanne FM mit 3,1 Prozent (-0,2%), dicht gefolgt von One FM mit 3,0 Prozent (+0,6%) und RTN2001 mit 2,9 Prozent (+0,1%). An vierter Stelle figuriert Nostalgie Léman mit 2,5 Prozent
(-0,2%) gefolgt von Rouge FM mit 2,4 Prozent (-0,5%).
Im Tessin hält der private Sender 3iii 4,2 Prozent Marktanteil, den er um signifikante 0,9 Prozent steigerte.
René Worni