Neue Ideen mit neuem Redaktionsleiter und Anzeigenleiter

Marco Caprez, Redaktionsleiter und Co-Moderator der Fernsehsendung Konsum TV, verstärkt die Redaktion von Neue Ideen. Caprez wird zur Hauptaufgabe die Redaktion leiten sowie für den Aufbau der Website verantwortlich sein. Für den Ve...

Marco Caprez, Redaktionsleiter und Co-Moderator der Fernsehsendung Konsum TV, verstärkt die Redaktion von Neue Ideen. Caprez wird zur Hauptaufgabe die Redaktion leiten sowie für den Aufbau der Website verantwortlich sein. Für den Verlagsleiter Filipo Leutenegger stehe Caprez für einen hochstehenden und konsumentennahen Journalismus, ist der Mitteilung zu entnehmen. Caprez kehrt damit zum Printjournalismus zurück, vor seinem Wechsel zu RingierTV arbeitet er beim Beobachter Beratungscenter. Er war beim Beobachter als Projektleiter verantwortlich für Konzeption und Aufbau der Beratungswebsite Help Online des Beobachters. Zusätzlich zum neuen Chefredaktor bekommt die ab Juni 2007 erscheinende Zeitschrift Neue Idee einen neuen Anzeigenleiter. Moritz Weibel verstärkt das Verlagsteam des Mediaarena Verlags. Weibel war die letzten vier Jahre Verkaufsleiter bei der Publikation des Schweizerischen Hauseigentümerverbandes.

Anmeldefrist für Cannes 2007 läuft

Ab sofort steht Aspiranten auf die begehrten Cannes-Löwen die Tür zur Anmeldung für die Cannes Lions 2007 offen.

Ab sofort steht Aspiranten auf die begehrten Cannes-Löwen die Tür zur Anmeldung für die Cannes Lions 2007 offen. Arbeiten in allen Kategorien können auf der Website www.canneslions.com eingereicht werden. In den Kategorien Press, Outdoor und Film läuft die Deadline bis 9. März 2007, für Radio, Direct, Promo und Media bis 16. März. Einreicher in den Kategorien Cyber sowie Titanium and Integrated können sich bis 23. März 2007 Zeit lassen.

Adlink Group setzt auf Behavioral Targeting

Die Werbevermarkterin Adlink Group lanciert eine europäische Behavioral-Targeting-Strategie. Damit sollen Online-Kampagnen möglich werden, die auf dem tatsächlichen Verhalten der Internetnutzer basieren.

Die Werbevermarkterin Adlink Group lanciert eine europäische Behavioral-Targeting-Strategie. Damit sollen Online-Kampagnen möglich werden, die nicht auf allgemeinen soziodemografischen Erkenntnissen basieren, sondern auf dem tatsächlichen Verhalten der Internetnutzer. Durch Behavioral Targeting könnten Zielgruppen genau identifiziert und exakt mit Online-Werbung angesprochen werden, heisst es in einem Communiqué. Es steigere die Wirkung von Kampagnen um einen Faktor von bis zu vier, wird Adlink Group-CEO Stéphane Cordier in der Mitteilung zitiert. Sein Unternehmen wolle als erster Anbieter den Media-Agenturen und werbetreibenden Unternehmen eine pan-europäische Plattform für entsprechende Online-Kampagnen zur Verfügung stellen. Adlink werde den Kunden individuelle Kampagnen in mehr als 20 Märkten ermöglichen.Über die rund 3’000 Websites, welche die Vermakterin betreut, können im optimalen Falle 84 Millionen Internetnutzer in ganz Europa erreicht werden.

Felix Ziegler wird neuer Verkaufsleiter bei JCM

Nach zwölf Jahren im Verkauf bei JCM Offsetdruck in Schlieren wird Felix Ziegler (42) per 1. Februar 2007 zum Verkaufsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung ernannt. Ziegler wird für das Key Account Management verantwortlich zeichnen.

Nach zwölf Jahren im Verkauf bei JCM Offsetdruck in Schlieren wird Felix Ziegler (42) per 1. Februar 2007 zum Verkaufsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung ernannt. Ziegler wird für das Key Account Management verantwortlich zeichnen. JCM ist mit einem Anteil von insgesamt 18 Druckwerken die grösste Plakatdruckerei der Schweiz und die Einzige, welche im Format 150×205 druckt, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist.

Web-TV ruft Billag auf Plan

Zattoo bringt TV-Sender gratis via Internet ins Wohnzimmer. In der letzten Woche konnte Zattoo ihr Angebot um 13 auf mehr als 40 Kanäle ausbauen. Das Zürcher Unternehmen verfügt bereits über 100'000 registrierte User.

Zattoo bringt TV-Sender gratis via Internet ins Wohnzimmer. In der letzten Woche konnte Zattoo ihr Angebot um 13 auf mehr als 40 Kanäle ausbauen. Neu dazugekommen sind je sechs französische und italienische, sowie ein österreichischer Sender. Das Zürcher Unternehmen verfügt bereits über 100’000 registrierte User, wie Marketingleiter Francesco Vass gegenüber 20 Minuten mitteilte. Die hohe Userzahl rief nun aber die Billag auf den Plan. Deren Sprecher Jonny Kopp ist der Meinung, dass Zattoo Gebühren verlangen müsste. «Da man sich bei Zattoo registrieren muss, um Programme zu empfangen, dürfte dies einem Abonnement gleichkommen.» Vass kontert, dass ihm das Bundesamt für Kommunikation bereits mitgeteilt habe, dass die Nutzung gebührenfrei sei. Zurzeit unternimmt die Billag noch nichts und wartet ab bis das revidierte Radio- und Fernsehgesetz in Kraft tritt.

Web2com: Index schliesst auf 147,1 Punkten

Der Online-Werbe-Index von Web2com hat auch im Dezember beachtlich zugelegt. Er ist um 3,8 Punkte auf 147,1 Punkte gestiegen. 2006 machte die Internetwerbung 1,4 Prozent des gesamten Schweizer Werbekuchens aus.

Der Online-Werbe-Index von Web2com hat auch im Dezember beachtlich zugelegt. Er ist um 3,8 Punkte auf 147,1 Punkte gestiegen. Laut Media Focus machte 2006 die Internetwerbung 1,4 Prozent des gesamten Schweizer Werbekuchens aus. Dies entspricht einer Zunahme von 44 Prozent im Vergleich zu 2005, wie die Publigroupe-Tochter Web2com am Mittwoch mitteilte. Die Zukunftsprognose der Online-Werbung kann ebenfalls als sehr positiv gewertet werden. Die Media-Agenturgruppe Zenith Optimedia prognostiziert in ihrer Publikation Advertising Expenditure Forecasts, dass die weltweiten Ausgaben für Online-Werbung 2007 um 28,2 Prozent steigen werden. Demnach wird sich der Anteil der Online-Spendings an den gesamten Werbeausgaben bis 2009 von derzeit 5,8 Prozent auf 8,6 Prozent erhöhen.
Der Web2com-Index basiert auf monatlichen Erhebungen der Investitionen für kommerzielle Werbung nationaler und internationaler Online-Plattformen. Er soll somit aufzeigen, wie sich die Internetwerbung in der Schweiz entwickelt.

Verdiente Blumen für Walker

ADC Mit 5 von 7 Goldwürfeln sowie 3 von 4 Spezialpreisen hat die Agentur Walker bei der diesjährigen Preisverleihung des ADC eine neue kreative Latte gesetzt.

ADC Mit 5 von 7 Goldwürfeln sowie 3 von 4 Spezialpreisen hat die Agentur Walker bei der diesjährigen Preisverleihung des ADC eine neue kreative Latte gesetzt.«Es geschieht hier und jetzt», musste Pius Walker wohl denken und hat es deshalb sicher nicht als Folter empfunden, dass er am Sonntag im Kaufleuten mehr Zeit beim Würfeln auf der Bühne als beim Bechern im Saal verbringen musste. Vor allem Walkers Arbeiten für Fleurop wurden von der Jury am diesjährigen Wettbewerb des ADC als «herausragend» beurteilt. «Wenn es für den Film zum Hochzeitstag Platin gegeben hätte, er wäre von der Jury verliehen worden», kommentiert der ADC die kreative Leistung der «kleinsten Agentur der Welt». Denn dies sei nicht einfach Werbung, sondern Emotion, die, klug gedacht, das Herz berühre. Der Club zählt denn auch Fleurops «Hochzeitstag» zu einem der Schweizer Favoriten an den internationalen Festivals und verlieh dem Kinospot Gold. Für die Jury Standards gesetzt haben auch die Muttertagskampagne «Zeit, ihr zu vergeben». Hier gabs Gold in den Kategorien Film und Anzeigen. Das vierte Gold folgte für die Illustrationen im Fleurop-Geschäftsbericht, das fünfte für Walkers «Es geschieht nicht hier, aber jetzt», die Folterplakate für Amnesty International. Mit Gold belohnt wurde auch Mary Woodbridge für ihren steilen Aufstieg in die hohe Kunst der Gesamtwirkung dank einer Seilschaft mit Spillmann Felser Leo Burnett. Das siebte Gold ging an den Fotografen von Wirz Werbung, der zum Glück bei Der Mobiliar versichert ist.
Bestätigt wurden diese Wertungen auch von einer Spezialjury. Im Zuge der neuen Öffnungsstrategie hat der ADC die namhaftesten Kollegen aus den Bereichen Strategie, Media, Direct und Realisation zu einer Bewertung eingeladen. Diese Spezialwürfel gingen in schöner Übereinstimmung an Fleurop-Muttertag (Creative Strategy), Amnesty- Plakate (Creative Media), Mammut Mary Woodbridge (Creative Campaigning) und Fleurop-Muttertag (Creative Production).
Unter dem Patronat des Sponsors Publicitas tagte ebnfalls wieder eine Fachjury aus fünf Chefredaktoren. Diese vergab den «Pressepreis» an die Print-Kampagne von Ruf Lanz für Hyundai. In der von Cinecom gesponserten Wertung «Agentur des Jahres» wurde Publicis als die Agentur mit den meisten Würfelpunkten ausgezeichnet. 175 Einsendungen haben es auf die Shortlist geschafft. Davon wurden 49 mit Bronze ausgezeichnet, 9 mit Silber und 7 mit Gold. Als erfolgreichste Agentur geht Walker Werbung mit 5-mal Gold, einmal Silber und 3-mal Bronze aus dem Wettbewerb hervor. SFLB wurden Zweite, drittbeste Agentur ist Wirz.
Bei den silbernen Anzeigen heissen die Prämierten: «Zahnreihe» für Suva von Ruf Lanz, «Pommes frites» für Hakle von SFLB sowie «Holzklötze» für Pastorini für Publicis. Silber Aussenwerbung gab es für: «Holzklötze» von Publicis und «MS Unterbrechung der Nervenbahnen» von Advico Young & Rubicam. Silber Film ging an «10 Köpfe» fürs Schauspielhaus Zürich von Publicis. Silber Direktwerbung gewannen: «Starbewerbungen» für Energy Zürich (Ruf Lanz) sowie «Ente Waschprogramm» für M-Electronics von Euro RSCG. Silber Design gab es zudem für den Fleurop-Geschäftsbericht von Walker.   
 
 
 
Das Publikum denkt wie der ADCDie Publisuisse hat im Vorfeld der Würfelverleihung im Rahmen der 1. ADC-Prediction bereits am 15. Januar im Kaufleuten auch eine «Publikumsjury» wirken lassen. Diese sollte alle eingereichten Arbeiten auf ihre Tauglichkeit für Shortlist oder Edelmetall prüfen. Für einen später richtigen Shortlist-Tipp gab es einen Punkt, für Bronze 2, Silber 3 und Gold 5 Punkte. Nach erfolgter Jurierung des ADC wären insgesamt 32 Punkte möglich gewesen.
Diesem Resultat ist ADC-Präsident Jean Etienne Aebi mit 24 Punkten am nächsten gekommen. Ebenso treffsicher mit 24 Punkten haben auch Monika Luck von der Schweizer Werbung und Barbara Häni, Marketingleiterin bei den SBB in Bern sowie Fabienne Brunner von der Agentur SFLB die prämierten Arbeiten richtig vorausgesehen. Christoph Benz von Jingle Jungle hat 23 Punkte erreicht. Insgesamt haben 146 Personen die Tippliste ausgefüllt. Barbara Häni hat nach einem Losentscheid jetzt das von der Publisuisse gesponserte Wellness-Weekend im Bellevue in Gstaad gewonnen.
Andreas Panzeri

Mediensatellit übernimmt Anzeigenwerbung bei Watch International 

Die Zürcher Verlagsagentur Mediensatellit von Martina Anderegg betreut neu sämtliche Bereiche des Anzeigenverkaufs und –verwaltung des Kundenmagazins von IWC Schaffhausen.

Die Zürcher Verlagsagentur Mediensatellit von Martina Anderegg betreut neu sämtliche Bereiche des Anzeigenverkaufs und –verwaltung des Kundenmagazins von IWC Schaffhausen. Die Publikation der traditionsreichen Schweizer Uhrenmanufaktur feierte im September 2006 ihr 15jähriges Jubiläum, wie einer Mitteilung des Unternehmens zu entnehmen ist. Seit zwei Jahren wird das Heft vom ehemaligen Bilanzchefredaktor Medard Meier geleitet. Das Magazin erscheint vier Mal im Jahr mit einer Auflage von 60’000 Exemplaren in Deutsch und Englisch. Es informiert vertieft über die Uhren von IWC, publiziert Interviews mit verschieden Persönlichkeiten und befasst sich in Artikel über die Lebensart mit edlem Handwerk.

Die Macht der Marken

Kolumne Das Spannungsfeld von hehren Versprechen und profanen Profitinteressen lässt fragen: Halten Unternehmen ihre Markenversprechen?

Kolumne Das Spannungsfeld von hehren Versprechen und profanen Profitinteressen lässt fragen: Halten Unternehmen ihre Markenversprechen?Steve Jobs hat es in diesen Tagen wieder zelebriert: Marken verändern die Welt. Wenn er Recht behält, werden wir uns ein neues Verständnis von telefonieren und unterhalten werden, von miteinander kommunizieren und sich selbst organisieren aneignen müssen. Mit dem Computer für dich und mich, den man auch noch überallhin mitnehmen kann, hat er Ähnliches schon einmal geschafft. Eher vereinzelt erinnerten penetrante Kritiker gleichzeitig mit erhobenem Zeigefinger, dass dieser moderne Held unter Umständen gegen weit verbreitete Vorstellungen von Moral und Sitte verstossen hat. Wenn sie Recht behielten, müsste sich Steve Jobs daran gewöhnen, dass seine individuelle Bewegungsfreiheit zukünftig drastisch eingeschränkt werden könnte. Im Trubel des Medientheaters rund um das iPhone sind die Kritiker der Entlöhnungspolitik von Unternehmensführern bei Apple erst einmal untergegangen. Corporate Governance klang vielleicht gut, Markenglanz tat ganz offensichtlich besser.Dieses spannungsreiche Neben- oder Gegeneinander von hehren Markenversprechen und profanen organisatorischen oder individualistischen Profitinteressen erleben wir allerorten. Eher regional, wenn jetzt die einst Verantwortlichen für eine der Ikonen in der Geschichte der Reiseindustrie in der Schweiz vor Gericht stehen. Mit geopolitischen Dimensionen, wenn die Besitzer der Ikonen des freien globalen Internets am Pranger stehen, weil sie Menschenrechte in China mit Füssen treten und Expansionsgelüsten opfern. Ist also das Markenversprechen doch nur Schall und Rauch, weil das Profitinteresse doch die letztlich handlungsleitende Maxime formuliert? Dieses nachvollziehbare Verdikt übersähe die gesellschaftlichen Dimensionen von Marken.
Wir alle wissen inzwischen: Marken tragen entscheidend zum Unternehmenserfolg bei. Im Wettbewerb differenzieren sie. Bei Konsumenten sorgen sie für Orientierung. Unternehmensintern und -extern schaffen sie Identifikation. Sie sind wertvoll, weil sie wesentlich zur Steigerung des Unternehmenswertes beitragen, indem sie für Erkennbarkeit, Unterscheidbarkeit und Loyalität beim Kunden sorgen. Aber ihre Bedeutung geht über diese unternehmensbezogene Perspektive hinaus. Die Wirkung von Marken entfaltet sich weit jenseits der Dimensionen des Marketings. Marken beeinflussen den Alltag von Menschen. Sie sind vermehrt Vorbilder für Haltungen und das Verhalten von Menschen. Sie sagen uns vielfach, was wir richtig und falsch, gut und schlecht, gesund oder ungesund finden. Und sie sagen uns oft, wie wir uns ernähren, informieren, kommunizieren, wie wir unsere Freizeit verbringen, wo wir unsere Wohltätigkeit platzieren. Marken prägen uns.
Marken sind elementare Bestandteile geografischer Identität. Sie profitieren nicht nur von ihrer regionalen Herkunft durch das auszeichnende «made in . . .». Sie prägen umgekehrt das Bild ganzer Regionen bis hin zu Nationen. Premium-Marken im Fahrzeugbau sind globale Ikonen für den nördlichen Nachbarn. Die Schweiz wird für viele bildhaft konkret durch seine exklusiven Uhrenmarken. Marken werden zu regionalen Identifikationsankern.
Marken geben Innovation erst die Kraft, sich im Wettbewerb durchzusetzen. Es war die bereits erwähnte Marke, die der mobilen digitalen Musik richtig zum Durchbruch verholfen hat. Marken definieren so gesellschaftlichen Fortschritt mit. Zusammengefasst entfalten Marken gesellschaftsgestaltende und -verändernde Wirkungen. Die Gesellschaften seit Mitte des 20. Jahrhunderts sind ohne Marken kaum noch denkbar. Damit sind Marken, im wahrsten Sinne des Wortes, mächtig. Da stellt sich auch gleich die Frage, ob sich Besitzer, Entwickler und Manager mächtiger Marken dieser Verantwortung auch stets bewusst sind.
Jürgen Häusler ist CEO der Gruppe Interbrand, Zintzmeier und Lux in
Zürich sowie Honorarprofessor an der Universität Leibzig.

Der Garant

Thomas Bolliger ist CD bei Grendene, Ogilvy & Mather geworden und will hier die richtige Mischung von Kontinuität und Generationswechsel anstreben.

Thomas Bolliger ist CD bei Grendene, Ogilvy & Mather geworden und will hier die richtige Mischung von Kontinuität und Generationswechsel anstreben.Luigi Grendene und Thomas Bolliger kennen sich bestens. Schon in den frühen Achtzigerjahren hat Bolliger bei Grendene & Lanz mit seinem heutigen Chairman für rund zwei Jahre zusammengearbeitet. Luigi Grendene, der sich 1996 entschlossen hatte, seine über viele Jahre erfolgreiche Agentur ins Ogilvy-Netz einzubinden, will als Chairman und CD mit 62 Jahren kürzer treten. Er verlässt die Agentur wunschgemäss Ende April. Als neuer Creative Director von Grendene, Ogilvy & Mather wirkt bereits seit dem 3. Januar Thomas Bolliger.Der neue Kreativchef an der Zürcher Bergstrasse arbeitet mit Begeisterung in der Werbung, weil er sich in dieser Branche mit immer wieder neuen Themen auseinander setzen kann: «Man lernt Kommunikationsprobleme aus den unterschiedlichsten Bereichen kennen und findet Wege, die richtigen Botschaften an ihr Publikum zu bringen.»
An Ogilvy sei besonders reizvoll, gleichzeitig Hirz Joghurt, Allianz Versicherungen und Fahrzeuge von  Jaguar, Land Rover oder Ford verkaufen zu dürfen und parallel dazu Brands wie SAP, Mattel, IBM und Dove zu betreuen. «Das ist eine tolle Herausforderung und sehr aussergewöhnlich für eine Agentur mit 30 Leuten», freut sich Bolliger.
Erstmals geschnuppert in dieser Welt der Kommunikation und Ideen hat er mit einer Grafikerlehre bei zwei kleinen Agenturen in Zürich. «Mich faszinierte damals die Aussage, wonach man in der Werbung den Eskimos Kühlschränke verkaufen kann», erinnert er sich eines Bonmots, welches damals in der Phase seiner Berufswahl kursierte. Schon bald entdeckte er dann, dass Werbung mehr als nur das von ihm gelernte Design ist. So wollte der junge Grafiker unbedingt zur GGK. «Das war die damals führende Agentur, bei der man einfach sein musste.»
Von den «coolen Arbeiten» aus der Zeit an der Seestrasse erinnert sich Bolliger besonders an einen «riesigen Leporello», den sie damals für IWC machten. Die Uhr war für eine Tauchfähigkeit bis 5000 Meter konzipiert. Das zeigten die Werber mit einem faltbaren Prospekt, der quer durch das ganze Büro reichte und sich bildlich durch alle Schichten des Meeres bewegte. Bestätigt in seiner Berufswahl fand sich der junge Grafiker auch mit der Kampagne für die Swissair, wo Menschen rund um den Globus mit ihren Tickets fotografiert wurden. «Von der Schweiz aus in der ganzen Welt Werbung für Produkte aus der Schweiz zu machen, das war für mich damals logisch und ganz selbstverständlich», meint Bolliger.
Während seiner vier Jahre in dieser Umgebung hat sich der Grafiker auch in den Bereichen Film und Foto umgesehen und viel gelernt. Schliesslich sagte er sich: «Was andere können, das kann ich auch.» Bolliger sah seine Chance bei Grendene & Lanz, einer kleineren Agentur, bei der jeder Einzelne viel mehr seiner Talente ins Team einbringen konnte, weil es dort wesentlich flachere Hierarchien gab. Bolliger war bei G&L auch erstmals ganz direkt für Kunden wie zum Beispiel Xerox verantwortlich.
Schon bald merkte Bolliger, dass es «noch viel zu lernen gab», und wechselte wieder zu einer Grossagentur. Bei Wirz arbeitete er «mit vielen Cracks» der Branche zusammen und war bei allen Phasen der  Konzeption mit dabei. So lernte er «die ganze Facette der Werbung kennen».
Bolliger fühlte sich schliesslich herausgefordert, seine Kompetenzen auch in leitender Funktion einbringen zu können. Er wechselte als AD zu BBWH. In dieser wieder kleineren Agentur wirkte er fünf Jahre. Man betreute die Kommunikation rund um die Fusion BBC mit Asea zu ABB. Spannende Aufgaben in diesen politisch gefärbten Achtzigerjahren waren auch eine Image-Kampagne der Alusuisse für das Alurecycling. Bolliger visualisierte mit einer Fliege auf einer Milchpackung, dass es Sinn machte, eine ganz dünne Schicht Alu in eine Verpackung zu integrieren, damit die Milch keimfrei bleibt. Und noch heute freut er sich beim Einkaufen am blauen Enzian auf der Butterpackung, die er damals für Floralp konzipiert hatte.
In dieser Zeit war es auch ein Thema, dass Bolliger als Partner bei BBWH einsteigen sollte. Er fühlte sich aber noch zu jung und reiste lieber mit seiner Frau – damals AD bei Advico – ein halbes Jahr quer durch Amerika.
Zurück in der Schweiz stieg er kurz bei Jean Etienne Aebis eben fusionierter Agentur mit dem langen Namen ein. Bolliger merkte aber, dass hier nicht nur viele Buchstaben im Logo, sondern auch «zu viele Agenturen in einer» steckten. Es wohlte ihm wieder bei Wirz, wo er ein zweites Mal anheuerte und jetzt die letzten 16 Jahre wirkte. In dieser Zeit hat Wirz auch den Markteintritt von Sunrise betreut. Bolliger durfte dieses Budget als CD-Art leiten. Daneben wirkte er weiterhin als AD auch für andere Kunden. Als Sunrise verloren ging, betrachtete Bolliger dies als den idealen Zeitpunkt, sich wieder einmal Gedanken über seine Zukunft zu machen.
Eine eigene Agentur war für Bolliger keine Option, obwohl man sich mit Kollegen über solche Ideen Gedanken gemacht hat. Bolliger hat auch in eigener Regie immer wieder Kulturplakate gestaltet wie zum Beispiel für den Tanznovember oder anlässlich eines gewonnenen Wettbewerbs für die Schweizerischen Frauenturntage. Aber nur noch selbstständig tätig zu sein, als grafisches Atelier, wäre für Bolliger nicht das Wahre gewesen. Seine Faszination ist «ganz eindeutig die Grossagentur».
Sein Ziel bei Ogilvy ist jetzt, das internationale Netzwerk zu nutzen und in Kombination mit seinem Know-how diese Beziehungen für bestehende und neue Kunden einbringen zu können. Sein Traum: «Vermehrt für Schweizer Konzerne von hier aus international erfolgreiche Werbung machen zu können.»
Andreas Panzeri

Head in allen Köpfen

Sportartikel Die Zürcher Agentur Department hat für die internationale Sportmarke Head ein neues CI kreiert.

Sportartikel Die Zürcher Agentur Department hat für die internationale Sportmarke Head ein neues CI kreiert.Bereits zum zweiten Mal betraute das «Head»quarter in Österreich die Zürcher Agentur Department mit der Gesamtkommunikation für Head-Ski. In einem Pitch um das neue Corporate Design von Head konnte sich die Branding- und Werbeagentur 2004 gegen namhafte internationale Konkurrenz durchsetzen. Department hat in den vergangenen zwei Jahren den Auftritt von Head über alle Divisionen Ski, Racquetsports, Snowboard und Lizenzen vereinheitlicht. Neben dem Redesign des klassischen Icons, der neuen, progressiven Farbe Orange und einem umfassenden Gestaltungs- und Kommunikationsprogramm hat Department die Positionierung der Sportmarke neu definiert: «Head is an athlete» lautet das Credo, welches das Umdenken von einem produktzentrierten zu einem markenzentriertenWeltbild einleiten soll. So stellt auch die weltweit selektiv eingesetzte Brand-Kampagne jene Head-Helden in den Mittelpunkt, deren Arbeitsplatz garantiert nicht am Schreibtisch ist.Mit Sieger Bode Miller, dem Zweitplatzierten Didier Cuche und dem vierten Rang von Ambrosi Hoffmann fuhren gleich drei der besten fünf in der diesjährigen Lauberhorn-Abfahrt mit Material von Head.   
Andreas Panzeri

My Space für die Region

René Worni über Existenzfragen von Printmedien.

René Worni über Existenzfragen von PrintmedienIrgendwie scheinen die Verleger in Deutschland mit ihren Innovationen den Schweizer Kollegen stets um Nasenlängen voraus. Regionale Printmedien verbiegen sich dort nach allen Seiten und treiben crossmediale Verknüpfungen mitunter auf Spitzen, von denen man hier zu Lande (mit Ausnahmen) noch ein gutes Stück entfernt ist. Virtuelle Zirkel mit gemeinsamen Interessen, sogenannte Communitys, werden dabei mehr und mehr zur Existenzfrage.Dass sich Zeitungen neu legitimieren müssen, wie es jüngst am 15. Forum Lokaljournalismus im niedersächsischen Osnabrück hiess, ist bestimmt nichts Neues und überall in der Branche angekommen. Da überrascht wenig, dass sich etwa die Westfälische Allgemeine Zeitung (WAZ) die 34-jährige Bloggerin und Newcomerin des Jahres, Katharina Borchert, zur Leiterin der Online-Redaktion geholt hat (und laut Welt am Sonntag nicht den üblichen «Zampano aus der Printredaktion»). Doch die Berufung der Einzelkämpferin, die mit ihrem Lyssa-Blog in der Blogosphäre Massstäbe gesetzt hat, taugt als prominentes Beispiel dafür, wie sich die Branche verändert. Borchert werkelt im Auftrag von Geschäftsführer Bodo Hombach an einem ausgeklügelten Online-Portal für die vier Regionalblätter der WAZ-Gruppe. Medial weniger prominent ins Licht Gerückte sind derweil schon deutlich weiter. So zum Beispiel die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine (HNA), die zum Imperium des Münchner Zeitungskönigs Dirk Ippen zählt. Deutschlands fünftgrösster Verleger verficht – obwohl er die Presse als erstes Opfer der Digitalisierung betrachtet – ein quasi umgekehrtes Credo: Die Lokalzeitung ortet er im Zentrum, als Schnittstelle und Portal zur digitalen Welt. Bei der HNA macht man das eindrücklich vor: Da gibt es Mundart-Podcasts in den Idiomen der Verbreitungsgebiete, regionale Online-Videos, Feedbackforen und ein aufsehenerregendes lokales Wikipedia, ein Web-Archiv, an dem bereits 400 Laienautoren arbeiten. Die Region soll zur Community, einer Art regionalem My Space zusammenwachsen. – Aus helvetischer Perspektive mag man sich da fragen, ob es bloss am mangelnden Leidensdruck der hiesigen Branche liegt, warum hier zu Lande kaum von solchen Bestrebungen zu merken ist? Immerhin figuriert etwa an der Dufourstrasse massiver Online-Ausbau (vorab beim Blick) auf der Prioritätenliste.
René Worni, Redaktor

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