Zu guter Letzt: Gerichtshof verbietet Bilder

Die Fotos der Freundin von Herbert Grönemeyer dürfen nach einem Urteil des deutschen Bundesgerichtshofs nicht mehr veröffentlicht werden.

 Die Fotos der Freundin von Herbert Grönemeyer dürfen nach einem Urteil des deutschen Bundesgerichtshofs nicht mehr veröffentlicht werden. Wie die Nachrichtenagentur SDA in einer Meldung schreibt, habe das Gericht der Illustrierten Bunte verboten, Bilder der Zürcherin zu veröffentlichen. Sie müsse eine Berichterstattung über ihre Privatsphäre nicht hinnehmen. Die Bunte veröffentlichte Bilder, die das Paar in Rom in einem Café und beim Bummeln in einer Fussgängerzone zeigte. Für den Bundesgerichtshof war dies eine erkennbar private Situation, die in keinem Zusammenhang mit einem zeitgeschichtlichen Ereignis stehe. Da die Bilder keinen Beitrag von allgemeinem Interesse oder eine Information über ein zeitgeschichtliches Ereignis seien, dürften sie nicht in der Bunte erscheinen. Die Frage stellt sich dabei nur, ob dieses Urteil eine Auswirkung auf Fotos von Prominenten und ihren Anhängsel im Generellen hat? Denn die Fotos von Kinder und Freundinnen von Stars sind ja nicht wirklich im allgemeinen Interesse und Stars selbst sind ja auch nicht wirklich zeitgeschichtliche Ereignisse.

Sony ändert die Perspektive

Grey hat die nationale Kampagne für die neue Sony Cyber-shot lanciert. Mit dem Kommunikationspaket möchte Sony die Marktführerschaft weiter ausbauen.

Grey hat die nationale Kampagne für die neue Sony Cyber-shot lanciert. Mit dem Kommunikationspaket möchte Sony die Marktführerschaft weiter ausbauen. Basierend auf einer für Europa geltenden Strategie habe Grey eine neue und eigenständige Kampagne entwickelt, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Diese sei der besonderen Marktsituation in der Schweiz angepasst – grösserer Anteil teurer Geräte, mehr design- und lifestyle-orientiertes Zielpublikum. Anders als die übliche Werbung für Fotoapparate, welche sich auf das Motiv konzentriere, ändert die Sony Cyber-shot Plakatkampagne die Perspektive um 180 Grad. Nicht das abgelichtete Objekt steht im Mittelpunkt, sondern vom Motiv aus betrachtet man den Fotografen. Die Schlagzeile «Für die Bilder deines Lebens» soll dabei Qualitätsversprechen und Kampagnenmotto zugleich sein.

Deutsche Vermarkter von RTL und Pro7Sat1 durchsucht

Das deutsche Kartellamt vermutet wettbewerbswidrige Absprache zwischen Pro7Sat1 und RTL. Die Werbevermarkter der beiden Unternehmen werden untersucht.

 Das deutsche Kartellamt vermutet wettbewerbswidrige Absprache zwischen Pro7Sat1 und RTL. Die Werbevermarkter der beiden Unternehmen werden untersucht.Wie die Nachrichtenagentur SDA meldet, hat das deutsche Kartellamt die für die Vermarktung zuständigen Töchter von RTL und Pro7Sat1 durchsuchen lassen. Grund ist der Verdacht auf wettbewerbsrechtlich unerlaubte Absprachen zwischen den Unternehmen. Das Kartellamt vermutet, dass die Sevenonemedia und der zu RTL gehörende Vermarkter IP ihren Kunden so hohe Rabatte einräumten, dass kleinere Anbieter nicht mehr zum Zuge kämen. Den gemeinsamen Marktanteil von IP und Sevenonemedia schätzt das Kartellamt auf 80 Prozent.

Die Apotheke gibt Ratschläge

Für die Rathaus Apotheke in Wettingen gestaltet die Agentur Startbahnwest zum zweiten Mal eine Plakatserie.

Für die Rathaus Apotheke in Wettingen gestaltet die Agentur Startbahnwest zum zweiten Mal eine Plakatserie. Wie der Mitteilung zu entnehmen ist, habe die Serie der Apotheke zu Bekanntheit über die Dorfgrenze hinaus verholfen. Im Jahr 2006 entwickelte Startbahnwest eine erste Plakatserie für die Rathaus Apotheke in Wettingen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit habe sich bezahlt gemacht, weshalb die Apotheke die Agentur für eine weitere Serie angefragt habe. Die Motive greifen zur Jahreszeit passende Probleme auf. Dazu werden immer drei Lösungen angeboten – zwei der Alternativen sind eher absurd, die dritte und beste kommt natürlich aus der Rathaus Apotheke.

Chefsesselrücken bei Yahoo

Yahoo hinkt Google seit längerer Zeit hinterher, ein neuer Chef soll das nun ändern. Der Mitbegründer Jerry Yang übernimmt den Sitz von Terry Semel.

 Yahoo hinkt Google seit längerer Zeit hinterher, ein neuer Chef soll das nun ändern. Der Mitbegründer Jerry Yang übernimmt den Sitz von Terry Semel.1994 gründete Jerry Yang zusammen mit David Filo das Unternehmen Yahoo. Jahrelang war Yahoo die führende Suchmaschine im Netz, doch dann kam, sah und siegte Google. Für die Aktionäre agierte der CEO Terry Semel falsch und sie warfen ihm vor, kein Rezept gegen Google gefunden zu haben. Wie die Nachrichtenagentur SDA in einer Meldung schreibt, hat Google in den USA bei den Internet-Suchanfragen einen Marktanteil von 49,7 Prozent, Yahoo liegt mit 26,8 Prozent abgeschlagen auf Platz zwei. Auch wenn es eine gewaltige Herausforderung sei, sei er bereit, gab der neue Chef Yang bekannt. Yang spielte seit der Gründung immer wieder eine Schlüsselrolle im Unternehmen. Seiner Ansicht nach gebe es keine Pläne für einen Verkauf von Yahoo.

Cannes: Hinter den Kulissen der Direct-Jury

Andreas Widmer, CEO bei Wunderman und CEO Futurecom interactive, amtete in Cannes als Jurymitglied in der Kategorie «Direct». Er verrät, was für die Jury match-entscheidend ist, warum die Präsentation so gut sein muss wie die Kampagne und wie sich die Kategorie DM entwickelt hat.

Andreas Widmer, CEO bei Wunderman und CEO Futurecom interactive, amtete in Cannes als Jurymitglied in der Kategorie «Direct». Er verrät, was für die Jury match-entscheidend ist, warum die Präsentation so gut sein muss wie die Kampagne und wie sich die Kategorie DM entwickelt hat. Ich hatte heuer die Ehre, als Schweizer bereits zum zweiten mal über die Gewinner der Cannes Direct Lions mit zu entscheiden: Als eines von 30 Jury-Mitgliedern aus aller Welt konnte ich während 5 Tagen (und teilweise auch Nächten) den Marathon durch 1689 Einreichungen aus 80 Ländern bestreiten. Mein persönliches Fazit:
Auch wenn es eigentlich klar sein sollte, aber zu den Besten in Cannes zu gehören, bedeutet nicht in erster Linie, eine besonders effektive Arbeit eingereicht zu haben. Primär zählt bei der Preisvergabe die Kreativität – die notabene meist automatisch dazu beitrug, dass eine Arbeit auch punkto Impact erfolgreich war. Aber eben, der Fokus liegt in erster Linie auf der kreativen Idee und nicht auf dem generierten Response.
Die besten Arbeiten hatten alle eines gemeinsam: Sie erkauften sich nicht die Gunst der Zielgruppe, sondern gewannen sie sich durch attraktiven und relevanten Inhalt. Sie waren dermassen unwiderstehlich, dass der Betrachter die kommerzielle Kommunikationsform sehen wollte. Vive la Creativité.
Kreativität war aber noch ein zweites Mal match-entscheidend: Denn um im weltweiten Vergleich der Arbeiten überhaupt zu bestehen, ist die Art und Weise der Einreichung nochmals wichtiger geworden. Das mussten wir selbst schmerzhaft feststellen. Oder anders gesagt: Eine gute Arbeit auf dem bekannten Presentation Board einzureichen, reicht heute in Cannes längst nicht mehr. Eine Kampagne für die Kampagne hilft, und ein Einreichungs-Movie hat das Potential, über Weiterkommen und Rausfliegen zu entscheiden.
Eine weitere erwähnenswerte Entwicklung betrifft die Disziplin Direct selbst: Sie hat sich in Cannes nochmals massiv verändert; man könnte hier mittlerweile schon fast von einer Disziplinen-Konvergenz sprechen. Auf der einen Seite ist diese Entwicklung für Agenturen enorm spannend: Alles ist DM. Andrerseits dürfte die Vermischung zu einer Verwässerung der Kategorie führen, die man genau im Auge behalten sollte.
Den vollständigen Artikel finden Sie in der kommenden Ausgabe der Werbewoche. Andreas Widmer verrät darin, was man als Einreicher unbedingt wissen muss, um Erfolg zu haben. Ab Donnerstag am Kiosk oder in Ihrem Briefkasten.

USA: Murdoch bekommt Konkurrenz

Nicht nur Murdoch möchte den amerikanischen Verlag Dow Jones übernehmen. Die Chefin von Pearson Marjorie Scardino funkt dem Australier nun dazwischen und schaut nicht mehr länger nur zu.

 Das Gerangel um den amerikanischen Dow Jones Verlag geht weiter (siehe: ). Nun versucht die Vorstandschefin Scardino des Pearson Verlags mit einem Gegenangebot Murdoch um das Wall Street Journal zu überbieten. Als Teil von Murdochs Medienkonzern News Corp. könnte die Wirtschaftszeitung zu einem starken Konkurrenten für die zum britischen Medienkonzern Pearson gehörende Financial Times werden. Wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu entnehmen ist, weilte Scardino vergangene Woche in New York, um Partner für die Übernahme zu finden. Anscheinend sei sie mit General Electric und dessen Mediensparte NBC Universal im Gespräch. Neben der Financial Times gehören zum Zeitungsgeschäft von Pearson eine Beteiligung am Economist sowie das französische Wirtschaftsblatt Les Echos, dessen Verkauf der britische Verlag nach einer Meldung der Nachrichtenagentur SDA erwägt. Das grösste Geschäft macht die Verlagsgruppe mit Schul- und Fachbüchern, dazu kommt der Penguin Verlag.

Cannes: Schweizer gehen für Promo ohne Löwen heim

Bei der Lions-Verleihung in der Kategorie «Promo» am Montagabend waren die helvetischen Teilnehmer glücklos. Der Grand Prix ging nach Neuseeland.

 Bei der Lions-Verleihung in der Kategorie «Promo» am Montagabend waren die helvetischen Teilnehmer glücklos. Nominiert waren Draftfcb/Lowe und Ruf Lanz. Der Grand Prix ging an die neuseeländische Agentur TBWA/WHYBIN Auckland für Adidas mit der Kampagne «Bonded by Blood».

Cannes: 22 Shortlist-Plätze für Outdoor gehen in die Schweiz

Die bisher erfolgreichste Kategorie am diesjährigen Werbefestival in Cannes war für die Schweizer die Sparte Outdoor: Die Jury verteilte 22 Nominationen. Die Hälfte davon geht an Walker.

 Die bisher erfolgreichste Kategorie am diesjährigen Werbefestival in Cannes war für die Schweizer die Sparte Outdoor: Die Jury verteilte 22 Nominationen. Die Zürcher Agentur Walker holte gleich elf Shortlist-Plätze für Amnesty International. Publicis ist dreimal nominiert für Stalder&Moser und einmal für Sportplausch Wider. Zwei Plätze gehen an McCann Erickson Genf für den Blumenladen Fantasia. Je eine Nomination holten sich Jung von Matt/Limmat für Mini, Ruf Lanz für das Airport Outlet Zürich, Hochspannung für Lotos, Advico Young & Rubicam für Head Snowboards und Draftfcb/Lowe für Greenpeace Schweiz.

Festland entwickelt neue PWC-Markenkampagne

Die neue nationale Kampagne von PWC stellt die Fragekultur des Unternehmens in den Mittelpunkt. Die Werbeagentur Festland zeichnet für die «Good People – Good Questions»-Kampagne verantwortlich.

Die neue nationale Kampagne von PWC stellt die Fragekultur des Unternehmens in den Mittelpunkt. Die Werbeagentur Festland zeichnet für die «Good People – Good Questions»-Kampagne verantwortlich.Mitte Juni wurde die neue Markenkampagne von PWC lanciert. Unter dem Motto «Good People – Good Questions» soll sie laut Communiqué zeigen, dass die Menschen bei PWC nicht nur professionell denken und handeln, sondern auch über die grundsätzlichen Aspekte ihrer Dienstleistungen nachdenken und Themenbereiche ganzheitlich hinterfragen würden.
Die Markenkampagne erscheint in der nationalen Wirtschafts- und Sonntagspresse und zeigt Mitarbeitende von PWC in einem Augenblick, in dem sie sich mit einer nicht alltäglichen Frage befassen. Die Themen dieser Fragen sind vielseitig und umfassen die Aufgabestellungen von der Wirtschaftsprüfung, der Steuer- und Rechtsberatung bis zur Wirtschaftsberatung. Den Auftakt der Kampagne bilden sechs Inseratensujets, weitere folgen nach den Sommerferien.

Cannes: Zwei Schweizer Agenturen auf der Direct-Shortlist

Die Juroren am 54. Werbefestival in Cannes gaben erste Shortlist-Platzierungen bekannt. In der Kategorie «Direct» schafften es zwei Schweizer Agenturen.

 Die Juroren am 54. Werbefestival in Cannes gaben erste Shortlist-Platzierungen bekannt. In der Kategorie «Direct» schafften es zwei Schweizer Agenturen: Lowe/Draftfcb ist für Artesanos Camiseros nominiert, Spillmann/Felser/Leo Burnett für Schweiz Tourismus.

Cannes: Drei Direct-Löwen für die Schweiz

Am Montagabend wurden in Cannes die Lions in der Kategorie «Direct» verliehen. Draftfcb/Lowe und Spillmann/Felser/Leo Burnett dürfen sich über Awards freuen.

 Am Montagabend wurden in Cannes die Lions in der Kategorie «Direct» verliehen. Zwei Schweizer Agenturen dürfen sich über insgesamt drei Awards freuen. Draftfcb/Lowe räumte mit Arbeiten für Artesanos Camiseros ab: Die Agentur holte einen silbernen Löwen in der Unterkategorie «Clothing Footwear & Accessories» und einen bronzen Preis in der Unterkategorie «Alternative Media». Spillmann/Felser/Leo Burnett darf einen Bronze-Lion für Schweiz Tourismus in der Unterkategorie «Traffic Building» mit nach Hause nehmen.
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