«Wir sind nie gut genug»

Agenturen Mit wegweisenden Crossmedia-Kampagnen ist Crispin Porter + Bogusky zu einer der herausragendsten Agenturen geworden. Dominik Imseng traf Kreativchef Alex Bogusky.

Agenturen Mit wegweisenden Crossmedia-Kampagnen ist Crispin Porter + Bogusky zu einer der herausragendsten Agenturen geworden. Dominik Imseng traf Kreativchef Alex Bogusky.  
WW: Als jemand, der gerade Jury-Präsident in Cannes war, wird Sie diese erste Frage vielleicht überraschen. Mister Bogusky, kann es sein, dass Ihre Agentur so kreativ ist, weil Sie sich wenig für Awards interessieren? Alex Bogusky: Da ist tatsächlich etwas dran. Wer wirklich Neues schaffen will, darf sich nicht so sehr um Kreativwettbewerbe kümmern, da die nicht unbedingt innovative Arbeiten fördern. Das sehen Sie sogar schon in der jungen Titanium-&-Integrated-Kategorie, die ich dieses Jahr in Cannes leitete, wo viele der eingereichten Kampagnen nach demselben Muster funktionierten. Was auch ganz normal ist: Kreative orientieren sich nun einmal an Arbeiten, die bereits Preise gewonnen haben. Und dasselbe gilt für Juroren.
Wie setzen sich die Teams zusammen, die bei Ihnen die Crossmedia-Konzepte entwickeln?In der Regel ist es auch bei uns Aufgabe der Texter und Art Directors, die Ideen zu haben. Aber tatsächlich kommen Ideen aus den verschiedensten Abteilungen, da bei uns alle, die an einer Kampagne beteiligt sind, also nicht nur die Kreativen, zu hundert Prozent für ihre Qualität verantwortlich sind. Es gibt bei uns also nie dieses: «Hier sind Briefing und Strategie. Macht was draus.» Deshalb haben bei uns auch Berater oder Strategen Ideen. Und Strategien können auch von Kreativen kommen. Ein Grossteil der strategischen Planung für «Truth» (siehe Kasten) stammte zum Beispiel von einem Art Director und einem Agency-Producer.
Apropos strategische Planung: Jemand sagte mal, Planning sei «richtig betriebene Marktforschung». Wenn man nun aber die Häufigkeit sieht, mit der Ihre Kampagnen auf relevanten Insights basieren, hat man das Gefühl, dass Planning bei Crispin Porter + Bogusky «richtig betriebene strategische Planung» ist.Tatsächlich haben wir viel über Planning und die Art, wie wir es so wirkungsvoll wie möglich machen können, nachgedacht und festgestellt, dass die übliche strategische Planung eine extrem werbezentrierte Angelegenheit ist. Also haben wir angefangen, Leute mit einem akademischen Hintergrund wie etwa Soziologen oder Anthropologen einzubeziehen, die manchmal solche Genies sind, dass wir sie unmöglich zu Kunden schicken können.
Sie meinen, sie sind Nerds?Nun – nennen wir sie Wissenschaftler, die uns helfen, die Wurzeln der aktuellen Popkultur zu verstehen, damit wir sie zugunsten unserer Kunden beeinflussen können. Und dann haben wir noch eine weitere Gruppe von Leuten in unserer strategischen Planung, die die Methoden des Recherchierjournalismus nutzen, um auf relevante Insights zu stossen. Diese gegenseitige Befruchtung von traditionellen Strategen, Wissenschaftlern und Journalisten funktioniert ganz gut.
Wie gehen Sie an Konkurrenzpräsentationen heran? Zeigen Sie nur die Strategie oder auch schon ihre Umsetzung?Das ist unterschiedlich, aber ich ziehe es vor, auch schon die kreative Umsetzung zu präsentieren. Wir hatten eine Phase, wo wir nicht oft pitchen mussten, weil wir New Business direkt bekamen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das so gut war, weil wir dadurch vielleicht nicht immer in diese Art von Energierausch gerieten, den es für gute Werbung einfach braucht.
Und wenn Sie Kampagnen zeigen: Wie viele sind das?Wir gehen am liebsten nur mit einer einzigen Idee. Die, in die wir uns wirklich verliebt haben, weil sie sich am mühelosesten deklinieren lässt. Aber Sie müssen dieser einen Idee gegenüber immer objektiv bleiben. Erst wenn Sie sie auf Herz und Nieren geprüft haben, können Sie sicher sein, dass es wirklich Liebe ist und nicht nur ein mentaler Orgasmus. (Lacht.)
Wenn Sie mit einem einzigen Wort beschreiben müssten, wodurch sich grossartige Werbung auszeichnet, wäre dieses Wort wie bei Marcello Serpa «Simplicity»?Mmh … schwierige Frage.
Wenn man sich Ihre eigenen Arbeiten ansieht, könnte dieses Wort «Connection» sein.Das ist tatsächlich ein gutes Wort. Die Basis guter Werbung muss immer das sein, was wir in der Agentur eine «essenzielle Wahrheit» nennen. Also etwas, in dem jeder sich selbst und unsere Gesellschaft wiedererkennt. Erst dadurch wird man von Werbung wirklich berührt.
Miami, Boulder in den Rocky Mountains … Können Sie sich vorstellen, auch in einer traditionellen Werbestadt wie New York oder London eine Filiale zu eröffnen?Wenn ich an all die Leute denke, die uns kritisieren, weil sie uns ganz einfach nicht persönlich kennen, wäre das keine schlechte Idee. Wir sind ja tatsächlich sehr isoliert in Miami und erst recht in Boulder, was es für Aussenstehende schwierig macht, in die Agentur hineinzusehen. Was ich aber auf keinen Fall sein möchte, ist der Worldwide Creative Director, der von Niederlassung zu Niederlassung fliegt und trotzdem nicht wirklich helfen kann.
In einem Gespräch, das Sie mit Lee Clow, Ihrem grossen Vorbild, führten, spricht dieser von der Werbung als einer der widerlichsten Branchen auf diesem Planeten und davon, dass die Energie, die er braucht, um herausragende Werbung zu machen, von seinem Versuch kommt, wenigstens fünf Prozent der Werbung intelligent zu machen. Sie sahen sehr berührt aus, als er das sagte. Sind Sie seiner Ansicht?Nun – es ist nicht so, dass ich mich schäme, Werber zu sein.
Aber Sie schämen sich für die Arbeit so vieler Ihrer Kollegen.Um ehrlich zu sein, schäme ich mich häufig für meine eigene Arbeit.
Sie machen Witze.Im Ernst. Wenn bei mir zu Hause einer unserer Spots kommt, wechsle ich den Sender. Vor allem wenn Verwandte da sind.
Warum?Weil ich nie finde, dass unsere Arbeit gut genug ist. Und davon abgesehen interessiert mich auch mehr, was unsere Arbeit bewirkt, als unsere Arbeit selbst. Aber um auf Ihre Frage zurückzukommen: Ich schäme mich nicht, Werber zu sein. Aber ich denke, dass ich keinen Respekt für die traditionelle Form von Werbung habe. Das heisst nicht, dass ich die Leute verachte, die diese Art von Werbung machen. Aber ich bin einfach wütend darüber, wie aufdringlich und dümmlich Werbung in der Regel ist. Deshalb liebe ich es, mit Werbung herumzuspielen. Und das macht viele Leute in der Branche richtig wütend. Aber ich habe damit aufgehört, mich öffentlich über schlechte Werbung aufzuregen. Ich bezahlte einen ziemlichen Preis dafür, als Galionsfigur der «neuen Werbeschule» zu gelten. Es gibt eine ganze Menge Crispin-Porter-+-Bogusky-Hasser da draussen. Das ist eine eigene Blogger-Community geworden, die ein Problem damit hat, dass ich keine Werbung mag, die die Leute für dumm verkauft.
Vielleicht haben Sie deshalb noch keine Filiale in New York. Dort sitzen die Bosse der grossen Netzwerke, denen Sie regelmässig die besten Kunden abjagen.Sie haben mich durchschaut: Ich bin nicht in Miami und in Boulder, um surfen und snowboarden zu können – ich halte mich dort nur versteckt, um nicht die ganze Zeit verdrescht zu werden. (Lacht.) Es gibt aber noch einen weiteren Vorteil, Filialen in Miami und in Boulder zu haben. Und das ist der, dass ich dort nicht wirklich mitkriege, was in der Werbebranche läuft.
Im Ernst?Im Ernst. Das klingt jetzt vielleicht seltsam und wahrscheinlich sollte ich das auch gar nicht sagen, aber ich beschäftige mich wirklich möglichst wenig mit Werbung. Natürlich lebe ich in ihr. Ich schaue fern oder surfe im Internet. Aber ich lese keine Fachzeitschriften oder gehe an Werberanlässe.
Haben Sie noch einen anderen Makel – sofern das überhaupt einer ist? Mein grösster Makel? (Denkt lange nach.) Ich mag keine Sitzungen.
Interne oder mit Kunden?Vor allem solche mit Kunden. Wenn ich mehr Beratergene hätte, wäre ich wahrscheinlich viel erfolgreicher! (Lacht.)
Stichwort «Erfolg»: Können Sie Ihre Karriere auf eine bestimmte Entscheidung zurückführen, ohne die Sie jetzt nicht dort wären, wo Sie sind?Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass Entscheidungen so wichtig sind. Was zählt, ist, dass Sie zwischen Ihren Entscheidungen Ihr Bestes geben. Und da gibt es noch etwas anderes, woran ich stark glaube: Finden Sie das, was Sie wirklich erfüllt. Diese eine Sache, die Sie wirklich gern machen, und Sie werden sehen, dass sich die richtigen Entscheidungen ganz von selbst ergeben.
Alex BoguskyGeburtsdatum: 31. Juli 1963
Zivilstand: verheiratet (zwei Kinder, 10 und 7)
Wohnort: Miami und Boulder, Bolorado
Ausbildung: Grafiker
Erste Karriere: Profi-Windsurfer
Letzte Auszeichnung: Interactive Agency of the Year in Cannes
Alex Bogusky
stieg Ende der Achtziger bei einer Agentur in Miami in die Werbung ein, die 16 Angestellte hatte. Mittlerweile heisst diese Agentur Crispin Porter + Bogusky und beschäftigt neben 400 Leuten in Miami 250 weitere in Boulder, Colorado. Jedes Projekt fängt mit der immer gleichen Frage an: «Wie würden wir dieses Produkt oder dieses Unternehmen bewerben, wenn es keine TV-Spots, Plakate oder Anzeigen gäbe, ja wenn wir noch nicht einmal Geld für Werbung hätten?»Die wohl bekannteste Antwort
auf diese Frage war die Website Subservientchicken.com für Burger King, die als die wahrscheinlich effizienteste Marketingaktion aller Zeiten gilt. Abermillionen Internetuser aus über 100 Ländern besuchten die Website – Medienberichte darüber generierten kostenlose Werbung in Millionenhöhe.»Das gelang Bogusky auch
mit der Antiraucherkampagne «Truth». Bisheriger Höhepunkt: Vor dem Gebäude einer Zigarettenfirma in New York wurden 1200 Leichensäcke deponiert («1200 people die each day from cigarettes. Did you ever think of taking a day off?»). Der Web-Film über die Aktion löste ein gewaltiges Medienecho aus.   
Interview: Dominik Imseng, Konzepter Matter & Gretener

TeleTicino wegen Werbebanner im Visier der Justiz

Die Tessiner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Sender TeleTicino wegen des Verdachts auf illegale Werbung. Grund ist ein Banner der von Malta aus operierenden Glücksspielfirma Interwetten.com auf der Homepage des Senders.

 Die Tessiner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Sender TeleTicino wegen des Verdachts auf illegale Werbung. Grund ist ein Banner der von Malta aus operierenden Glücksspielfirma Interwetten.com auf der Homepage des Senders. Die Werbung wurde mittlerweile vom Netz genommen, wie TeleTicino am Mittwoch in einem Communiqué mitteilte. Der Sender reagierte damit auf einen Blick-Artikel vom gleichen Tag. Darin heisst es, dass Werbung für ausländische Wettanbieter verboten ist. Davon will man beim Sender nichts gewusst haben: Weder von der Aufsichtsbehörde noch vom Magistrat habe TeleTicino eine Mitteilung zur eventuellen Illegalität der Banner erhalten, heisst es in der Mitteilung. Der Banner, der dem Sender tausend Franken pro Monat einbrachte, war am 16. Juli aufgeschaltet worden.
Der TV-Sender hat nun aus freien Stücken eine Anfrage an die Tessiner Staatsanwaltschaft und an die eidgenössische Spielbankenkommission weitergeleitet, schreibt Verwaltungsratspräsident Alberto Ménasche.
Unklar ist, weshalb die Tessiner Behörden nicht von sich aus aktiv geworden sind. Denn das Bundesamt für Justiz (BJ) hatte bereits am 18. Juli bei der Tessiner Kantonspolizei eine Strafanzeige gegen TeleTicino eingereicht.
Man habe aufgrund eines Hinweises einer Drittperson so gehandelt, sagte BJ-Sprecher Folco Galli am Mittwoch auf Anfrage der SDA. TeleTicino sei kein Einzelfall. Fälle von illegaler Werbung gebe es immer wieder.
Juristischer Ärger droht beispielsweise auch dem Motorradfahrer Thomas Lüthi, der auf seiner Homepage ebenfalls für Interwetten.com Werbung mache, wie TeleTicino weiter schreibt. Auch auf einer von Fans des HC Davos betriebenen Seite findet man das Banner des Glücksspielunternehmens.

Eurobest Awards öffnen die virtuellen Türen

Die Jagd auf die Eurobest Awards 2007 ist ab Donnerstag, 30. August, eröffnet: Ab diesem Tag können Arbeiten für den Wettbewerb online eingereicht werden.

 Die Jagd auf die Eurobest Awards 2007 ist ab Donnerstag, 30. August, eröffnet: Ab diesem Tag können Arbeiten für den Wettbewerb online eingereicht werden. Zur Verfügung steht dieses Jahr die neue Kategorie Media. Sie orientiert sich an den Kriterien Strategie, Planung und Ausführung. Die neu geschaffene Kategorie ergänzt die bestehenden Sparten Radio, TV/Cinema, Print, Outdoor, Interactive, Direct & Sales Promotion und Integrated Advertising. Die Jurierung der eingereichten Arbeiten findet Ende November in London statt. Die Shortlist-Platzierungen werden am 28. November bekannt gegeben, die Gewinner am 30. November.

Medienproduktion der Zukunft am Publishing-Forum 07

Das diesjährige Publishing-Form dreht sich um die Themen Farben, Standardisierung und Automatisation. Die Referenten geben Antworten auf die Fragen der Branche und zeigen Trends zur Medienproduktion der Zukunft auf, daneben stellen Hersteller und Lieferanten ihre Produkte vor.

 Das diesjährige Publishing-Form dreht sich um die Themen Farben, Standardisierung und Automatisation. Die Referenten geben Antworten auf die Fragen der Branche und zeigen Trends zur Medienproduktion der Zukunft auf, daneben stellen Hersteller und Lieferanten ihre Produkte vor. Das Publishing-Forum wird dieses Jahr zum zweiten Mal von der Fachgruppe Prepress Schweiz des Verbandes der Schweizer Druckindustrie(VSD) durchgeführt. Es findet am Dienstag, 27. November 2007, im Kongresshaus Biel zu den Schwerpunktthemen Farbmanagement und Automatisation statt. Im Foyer des Kongresshauses zeigen Hersteller- und Lieferantenformen im Rahmen von Produktpräsentationen, mit welchen Werkzeugen die Medienproduktion ihre Prozesse kontrolliert, Daten optimiert und Prozesse steuert.
Zu den Themen Farbmanagement und Standardisierung nach ISO 12647 werden am Morgen Erwin Widmer, Florian Süssl, Eddy Senn und Stephan Jaeggi Fakten im Bereich der Bewertung von Proofs, den aktuellen Normen, der richtigen Einstellung von Daten sowie dem PDF-Workflow mit medienneutralen Daten aufzeigen. Am Nachmittag gibt Bernd Zipper, Technologie- und Strategieberater aus Deutschland, in seinem Vortrag einen Überblick über die neuen Möglichkeiten im Publishing, die durch «Web-to-Print» erschlossen werden. Hierbei geht er nicht nur auf aktuelle Lösungen ein, sondern wagt auch einen Blick «über den Tellerrand» und stellt seine Vision des künftigen Publizierens vor. Stefan Jaeggi zeigt an einem praxisbezogenen Beispiel die gegenwärtigen Möglichkeiten der Automatisation auf.
Der Zugang zu den Produktpräsentation der Hersteller- und Lieferantenformen ist frei, der Eintritt zu den Fachreferaten ist kostenpflichtig. Der Seminarpass kostet 280 Franken, für VSD-Mitglieder 180 Franken (Preise zuzüglich MWSt.). Er beinhaltet auch den Zutritt zur Produktpräsentation im Foyer des Kongresshauses.

Abenteuer unter Wasser

Farbfernsehen Mit Panasonics Plasma-Technologie sehen sie nun endlich richtig schwarz. Geworben dafür hat Jung von Matt/Limmat mit farbigen Kreaturen aus dem Dunkel der Tiefsee.

Farbfernsehen Schwarz ist nicht gleich schwarz. Dank der Plasma-Technologie erreichen die Flachbildfernseher von Panasonic ein tieferes Schwarz. Die grössere Bandbreite zwischen Schwarz- und Weisstönen ist denn auch der Grund für die sprichwörtliche Bildtiefe, wodurch die Farben dank dem Real Black Drive System besser zur Geltung kommen. Die Werbung für die neuen Bildschirme hat Jung von Matt/Limmat mit Tiefseefischen umgesetzt. Fische auf Korallenriffen sind ohnehin ein Motiv, das sich hervorragend eignet, um die Brillanz der Bilder zu demonstrieren. Daher ist es «nur konsequent, für die Umsetzung der Bildtiefe den Weg in die Tiefsee zu suchen und die unbekannten Wesen der Dunkelheit abzubilden», meint CD Alexander Jaggy.

Ursi sucht ihre Enkel

Jungfilmer Wirz und Topic-Film helfen Talent Screen bei der Filmförderung.

Jungfilmer Wirz und Topic-Film helfen Talent Screen bei der Filmförderung. 
Talent Screen sucht auch diesen Herbst wieder die Schweizer Film-talente mit Zukunft. Der Wettbewerb geht ganz neue Wege in der Nachwuchsförderung. Beim Movie- Marathon muss innert 48 Stunden ein Kurzfilm gedreht werden. Beim Pitch Battle sollen Drehbuchautoren vor Publikum ihre Ideen präsentieren. Austragungsort der beiden Wettbewerbe ist das Theater Gessnerallee in Zürich. Kommuniziert wird die Ausschreibung mit einem Werbespot, der natürlich ebenfalls preisverdächtig wirken muss. Unter der Regie von Andres Brütsch hat Wirz Werbung zusammen mit Topic-Film 45 Jahre nach der Premiere die weltberühmte Bondszene mit Ursi Andress nochmals nachgedreht. Das Ursi-Double ist allerdings in die Jahre gekommen. «Genug von alten Schinken?», fragt deshalb der Spot und will damit nach Leuten suchen, die in der Lage sind, neue grosse Klassiker zu schaffen. Deadline für die Anmeldung ist am 31. August. Kreative aus der Werbung sind «sehr erwünscht».
   
Andreas Panzeri

Nachwuchstalente erhalten mehr Zeit

Hier bietet sich für einmal den Letzten die Chance, die Ersten zu sein: Der Art Directors Club Deutschland verlängert die Einsendefrist für den diesjährigen Kreativ-Nachwuchswettbewerb um eine Woche bis zum 10. September.

 Hier bietet sich für einmal den Letzten die Chance, die Ersten zu sein: Der Art Directors Club Deutschland verlängert die Einsendefrist für den diesjährigen Kreativ-Nachwuchswettbewerb um eine Woche bis zum 10. September. Bis dahin können Studenten und Junioren der Werbe- und Kommunikationsbranche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Arbeiten einreichen. Die Besten werden bei den ADC Junior Days vom 26. bis 28. Oktober in München gekürt: zum ADC Talent, ADC Junior oder ADC/Focus Student des Jahres.

Fishwishion schickt Hase und Igel an den Start

Die Zürcher Werbeagentur Fishwishion hat den Etat des Frauenfelder Gründungszentrums Start gewonnen. Mit einer Analogie auf den Hasen und den Igel aus dem Märchen und dem Claim «Für clevere Igel und schnelle Hasen» präsentiert das Gründungszentrum seine Angebotspalette.

Die Zürcher Werbeagentur Fishwishion hat den Etat des Frauenfelder Gründungszentrums Start gewonnen. Ausschlaggeben war laut Mitteilung der Agentur das Konzept einer ergänzenden Produktekampagne. Mit einer Analogie auf den Hasen und den Igel aus dem Märchen und dem Claim «Für clevere Igel und schnelle Hasen» präsentiert das Gründungszentrum seine Angebotspalette für junge und junggebliebene Unternehmen in einer emotionalen Version. Drei Kleininserate-Sujets laufen ab anfangs September 2007 bis Februar 2008; begleitet von einer Internetseite und ersten Bildern im Empfangsbereich. Weitere Auftritte von Hase und Igel sind nach dem Prinzip «weniger ist mehr» geplant, heisst es im Communiqué weiter.
Verantwortlich beim Start! Gründungszentrum: Peter Britschgi. Verantwortlich bei Fishwishion Werbeagentur: Maurice Codourey (Konzept, Text), Marco Moro (Media); Illustration und Grafik: Res Zinniker/illustres.

U1 vorläufig weiterhin im Analognetz

Der Privatfernsehsender U1 aus Schlieren ZH darf vorläufig weiter senden. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat dies mit einer vorsorglichen Massnahme entschieden.

 Der Privatfernsehsender U1 aus Schlieren ZH darf vorläufig weiter senden. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat dies mit einer vorsorglichen Massnahme entschieden. Cablecom wollte U1 ursprünglich Ende August aus dem Analognetz nehmen. Deshalb habe die vorsorgliche Massnahme relativ schnell getroffen werden müssen, bestätigte Bakom-Sprecher Bernhard Bürki am Montag auf Anfrage der SDA.
Gegen den Entscheid könne Cablecom innert dreissig Tagen beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einreichen. «Die vorsorgliche Massnahme sagt nichts darüber aus, wie der definitive Entscheid lauten wird», sagte Bürki weiter.
Wann definitiv entschieden werde, sei noch offen, sagte Bürki weiter. Denn es sei das erste Mal, dass die Aufsichtsbehörde einen solchen Entscheid aufgrund des neuen Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen (RTVG) fällen müsse.
Ein Interesse daran, dass U1 vom Bakom zum «Must carry»-Programm erklärt wird, haben die Initianten des geplanten neuen Sportsenders Schweizer Sport Fernsehen. Sie wollen auf U1 ab September Breitensportarten abdecken, die vom Schweizer Fernsehen nicht berücksichtigt werden.

Image-Schaden der Schweiz wegen SVP-Plakaten befürchtet

Das Plakat der SVP mit dem schwarzen Schaf sorgt bei Handelskammern und ausländischen Geschäftsleuten für Ärger. Die Britisch-Schweizerische Handelskammer findet, dass das Plakat dem Image der Schweiz schade.

 Das Plakat der SVP mit dem schwarzen Schaf sorgt bei Handelskammern und ausländischen Geschäftsleuten für Ärger. Die Britisch-Schweizerische Handelskammer findet, dass das Plakat dem Image der Schweiz schade. Sie hat negative Reaktionen von britischen Touristen und Angestellten in der Schweiz vernommen, wie Cashdaily berichtet. Laut Vorstandsmitglied Tim Whiteman fragen Briten, ob die Schweiz mit Deutschland vor dem letzten Krieg vergleichbar sei. Er fordert, dass die Behörden etwas gegen das SVP-Plakat tun müssten, damit das wirtschaftliche Umfeld nicht Schaden leide.
Swissmem-Präsident Johann Schneider-Ammann sagte gegenüber Cashdaily: «Ich hoffe nicht, dass die SVP-Plakate dauerhaft dem Wirtschaftsstandort Schweiz schaden.» Zur Ruhe mahnt hingegen Eric Sarasin, Präsident der Handelskammer Deutschland-Schweiz. Man dürfe jetzt nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen.
Auch der Zürcher SVP-Nationalrat Hans Kaufmann und Parteipräsident Ueli Maurer wiegeln ab: Die Plakate seien keine Gefahr für die Schweizer Wirtschaft. Es seien nur kriminelle Ausländer im Visier. Mehr Sicherheit und Frieden würden den Wirtschaftsstandort stärken.

Nike startet Spasskampagne à la Jackass

Für den neuen Fussballschuh Total 90 Laser lässt Nike in Werbespots vier Weltklassespieler von einer Dödeltruppe zu einem Präzisionsschiessen herausfordern. Die Bestrafung für die Herausforderer ist hart, Aufmerksamkeit für Nike sicher und Unterhaltung garantiert.

Im Rahmen der Präsentation des neuen Nike-Fussballschuhs Total 90 Laser hat Nike eine Kampagne mit einer Reihe von Internet-Spots lanciert, auf welchen verschiedene europäische Weltklassespieler bei einem eher skurrilen Präzisionsschiessen zu sehen sind; so werden Wayne Rooney, Torsten Frings, Gennaro Gattuso und Florent Malouda von einer Jackass-ähnlichen Vierertruppe, den «Sanchez-Boys», heimgesucht, die ihre Treffsicherheit herausfordern und – der Schusspräzision des neuen Nike-Wunderschuhs sei Dank – von den Fussballgöttern nach Noten zusammengeschossen werden.Nikes Genau-dahin-wo-Du-willst-Tour will Fussballbegeisterte dazu animieren, es den Sanchez-Boys gleichzutun, ihre präzisesten und spektakulärsten Schüsse zu filmen und auf die Nike-Webseite hochzuladen. Damit sollen sie sich virtuell mit anderen messen können. Auf der Nike-Webseite momentan die offiziellen Clips mit Rooney und Frings zu sehen, alle weiteren folgen später. Gute Unterhaltung ist garantiert.

PKZ-Gruppe hat neue Kommunikationsleiterin

Simone Schäfer wird neue Kommunikationsleiterin der PKZ-Gruppe. Damit löst sie die bereits seit 10 Jahren im Unternehmen arbeitende Caroline Röösli ab, die zu Cm Dialog in St. Gallen wechselt.

 Die bereits seit Anfang Juni im Unternehmen tätige Simone Schäfer wird neue Kommunikationsleiterin des Modehauses PKZ-Gruppe. Die eidg. dipl. Kommunikationsleiterin war früher in der Agenturgruppe DDB und Cr Basel tätig und für die Brand Communication von Cablecom zuständig, wie es in der Medienmitteilung vom Dienstag heisst. Die bisherige Leiterin Caroline Röösli verlässt das Unternehmen nach 10 Jahren und wechselt per 1. November zu Cm Dialog in St. Gallen; in der Full-Service-Agentur im Dialog-Marketing wird sie als Beratungsleiterin zuständig sein.
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