Tilllate.com lanciert Online-Radio

Das Nightlife-Portal Tilllate.com ruft eine neue Online-Radiostation ins Leben. Auf Tilllate.com Nightlife Radio sollen Clubbesucher auch zuhause mit DJ-Sets aus den verschiedensten musikalischen Bereichen versorgt werden.

 Das Nightlife-Portal Tilllate.com ruft eine neue Online-Radiostation ins Leben. Auf Tilllate.com Nightlife Radio sollen Clubbesucher auch zuhause mit DJ-Sets aus den verschiedensten musikalischen Bereichen versorgt werden. «Die Musik ist vermutlich der wichtigste Bestandteil der Clubbing-Kultur. Wir haben nun einen Weg gefunden, dieses Element in unser Angebot zu integrieren», sagte Tilllate- Geschäftsleitungsmitglied André Schraner am Donnerstag in einer Medienmitteilung.Das Radio baut auf dem vom Portal gepflegten Netzwerk von Veranstaltern und DJ’s auf. Neben bekannten Grössen der internationalen Nightlife-Szene, sollen vor allem sie mit ihren Mixes das Programm gestalten.
Zunächst stehen die drei Musik-Channels Urban, Trance/Progressive und House/Electro zur Auswahl.

Euro RSCG fährt mit Peugeot in den Winter

Peugeot hat Euro RSCG Zürich mit der Konzeption und Realisierung einer Lancierungskampagne für den neuen Peugeot 4007 4x4 beauftragt. Das Kampagnensujet stellt das Design des Wagens in den Vordergrund.

Euro RSCG Zürich wurde von Peugeot (Suisse) mit der Konzeption und Realisierung einer Lancierungskampagne für den neuen Peugeot 4007 4×4 beauftragt. Nun ist die Kampagne in der ganzen Schweiz angelaufen. Das Kampagnensujet stellt das Peugeot-Design in den Vordergrund. Es stelle alle anderen vergleichbaren Fahrzeuge in den Schatten und lasse sie schwerfällig aussehen, heisst es in einer Mitteilung. Die Anzeigen sind in der Sonntagspresse, in Tageszeitungen, Magazinen und ausgewählten Special-Interest-Titeln zu sehen. Im Oktober wird die Kampagne durch Megaposter und E-Boards ergänzt. Dazu sind auch eine Internetkampagne sowie flankierende Massnahmen am POS, Direct Mails und Händleranzeigen im Einsatz. Erklärtes Ziel von Peugeot (Suisse) ist laut Mitteilung der schnelle Aufbau der Bekanntheit des neuen Modells. Verantwortlich bei Peugeot (Suisse):
Nicolas Perrin, Direktor Marketing; Maya Hitz, Leiterin Werbung & Promotion; Philipp Marquard, Werbechef. Verantwortlich bei Euro RSCG Zürich: Jürg Aemmer (CD), Claude Catsky (CD/Konzept), Regine Cavicchioli (Grafik), Maya Iseli (Art Buying), Eveline Fasser, Niklaus Huwyler, Fiona Gottwald (Beratung), Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Hannes Kutzler (Foto, Bildbearbeitung).

Sunrise ab sofort mit neuem Markenauftritt

Neue Farben, eine frische Website und eine vereinfachte Preisstruktur stehen am Anfang des neuen Markenauftritts von Sunrise. Im Zuge der Neuausrichtung des Unternehmens – weg vom blau-gelben Billig-Image zur Qualitätsmarke – wurde nun auch die Website Sunrise.ch neu gestaltet.

Neue Farben, eine frische Website und eine vereinfachte Preisstruktur stehen am Anfang des neuen Markenauftritts von Sunrise. Im Zuge der Neuausrichtung des Unternehmens – weg vom blau-gelben Billig-Image zur Qualitätsmarke – wurde nun auch die Website Sunrise.ch neu gestaltet. Verantwortlich dafür zeichnete die Zürcher Agentur Rosa. Die Stossrichtung hiess dabei: Konzentration auf das Wesentliche und Unterstützung durch einen starken Kundendienst. Rosa entwickelte die komplette Online-CI und implementierte diese auf das Sunrise Web- und Handy-Portal. Wichtigste Merkmale sind laut einer Medienmitteilung das neue Erscheinungsbild, die verbesserte Benutzerführung, Skalierbarkeit, Modularität sowie Entwicklungsfähigkeit.Auch sonst ändert sich einiges beim Kommunikationsriesen: Nach der Gestaltung der neuen Corporate Identity (siehe
), eröffnete das Unternehmen am Donnerstag am Flughafen Zürich das erste neu gestaltete Sunrise Center. Bis Mitte nächsten Jahres sollen alle eigenen Läden neu gestaltet werden.

Zu guter Letzt: Cavelty vs. Esteriore

Kaum von der Weltwoche zum Blick gewechselt, muss Gesellschaftsreporter Gion Mathias Cavelty schon um seine Männlichkeit fürchten: Ein vor Wut kochender Ex-Music Star Piero Esteriore fühlt sich vom Journalist in seiner Ehre beleidigt.

Kaum von der Weltwoche zum Blick gewechselt, muss Gesellschaftsreporter Gion Mathias Cavelty schon um seine Männlichkeit fürchten: Ein vor Wut kochender Piero Esteriore lenkte am Donnerstagmittag seinen schwarzen Mercedes mit aller Wucht in den Eingangsbereich der Ringier-Glasfront. Laut Medienberichten soll er dann mit der aktuellen Ausgabe des Blick herumgefuchtelt und geschrieen haben: «Dem, der das geschrieben hat, reisse ich die Eier ab!» – Kein Zweifel, damit war Cavelty gemeint.Dieser hatte in einem für Cavelty-Verhältnisse eher mässig lustigen Text über Esteriores runden Geburtstag berichtet. «Fast alle Eingeladenen tragen schwarz. Doch was wirkt wie eine Mafia-Beerdigung, ist in Wirklichkeit die Geburtstagsfeier von Piero Esteriore (30)», begann der Text. Anscheinend ist dem Sänger besonders der Vergleich mit der Mafia sauer aufgestossen. «Pieros Geburtstag war ein schönes Fest im Kreise seiner Familie und mit vielen Promis. Das kann man nicht mit der Mafia in Verbindung bringen. Was Herr Cavelty geschrieben hat, geht schon etwas weit», erklärte Claude Bravi von Esteriores Plattenfirma Musikvertrieb. Gleichzeitig dementierte er Gerüchte, wonach der tätliche Übergriff auf Ringier-Eigentum inszeniert gewesen sei.
Schnell reagierte die Blick-Onlineredaktion: Sofort war ein Blick-Mitarbeiter mit Kamera zur Stelle. Bereits kurze Zeit später landete das Filmchen auf der Website. Allerdings waren die Ringier-Server dem grossen Ansturm vorerst kaum gewachsen. Durch die Zuschaltung eines Notservers konnte das einminütige Filmchen im Laufe des Nachmittags dann wieder gezeigt werden.
Die übrigen Medien reagierten erst sehr misstrauisch und abwartend auf die Meldung. Wahrscheinlich vermuteten viele dahinter eine raffiniert eingefädelte Werbeaktion. Absurd war die ganze Sache allemal: Nachdem Esteriore die gläserne Eingangstüre zu Schrott gefahren hatte, schimpfte er angeblich erst wie ein Rohrspatz, unterhielt sich dann mit Vertretern des Blick und öffnete dann den Kofferaum seines nur leicht ramponierten Fahrzeugs, um Dutzende Exemplare seiner CD «Io vivo» vor den Eingangsbereich zu kippen. Dann liess er sich ohne Gegenwehr von der Polizei festnehmen. «Lui vive» – er lebt – aber was für ein tragisches Leben.
Verschiedene Blick-Online-User zweifelten die Authentizität der Aktion allerdings an: «Also ich arbeite gleich gegenüber und habe die ganze Sache beobachtet. Das ist alles gespielt», schrieb beispielsweise Danny aus Zürich. Bei Redaktionsschluss befand sich Esteriore immer noch in Haft.

«Blick Online macht mit einem Werbeelement pro Seite genug Umsatz»

Seit dieser Woche zeigt sich Blick Online in neuem Kleid. Thomas Huwiler, Leiter Online Zeitungen bei Ringier, gibt Auskunft darüber, warum sich die Website nur noch mit einem Werbeelement pro Seite zeigt und welche Angebote den Werbekunden gemacht werden. Die Konkurrenz durch 20minuten.ch mache ihm keine Sorgen, erkärt Huwiler im Interview.

Seit dieser Woche zeigt sich Blick Online in neuem Kleid. Thomas Huwiler, Leiter Online Zeitungen bei Ringier, gibt Auskunft darüber, warum sich die Website nur noch mit einem Werbeelement pro Seite zeigt und welche Angebote den Werbekunden gemacht werden. Die Konkurrenz durch 20minuten.ch mache ihm keine Sorgen, erkärt Huwiler im Interview. Ringier ist schon mit dem nächsten Projekt beschäftigt: Die Websites von Sonntagsblick und Blick werden an diesem Sonntag zusammengeführt.  
Werbewoche: Seit dieser Woche zeigt sich Blick.ch in neuem Kleid. Auffällig ist, dass auf der Frontseite kaum mehr Werbung zu sehen ist – warum? Huwiler: Durch die Reduktion von vier auf ein einziges Werbemittel kann der subjektive Eindruck entstanden sein, dass weniger Werbung geschaltet wurde. Zudem haben wir im Gegensatz zu vor dem Relaunch keine wochenweisen Fixplatzierungen mehr, sondern offerieren dem Werbekunden stundenweise Platzierungen und normale TKP-Abrechnung.
Sie haben eine bessere Deckung der Bedürfnisse der Werbeauftraggeber, Agenturen und Direktkunden angekündigt. Was ist damit konkret gemeint? Der bessere und ausgewogene Mix von Inhalten und Werbung. Wir haben uns entschieden, nur noch EIN Werbeelement pro Seite zu schalten. Dies befriedigt gleichzeitig die Anforderungen der Leser nach weniger Werbung, die Anforderung des Werbemarktes nach optimierter Werbemittel-Effektivität und den Anforderungen der Agenturen nach Verfügbarkeit von standardisierten Werbemitteln.
Können Sie denn mit einem Werbeelement pro Seite genügend Umsatz generieren? Ja, wir sind in der komfortablen Lage, auf Blick.ch sehr viel Page Impressions und somit ein hohes Werbeinventar zu haben, das auf der Seite genutzt werden kann.
Sie berücksichtigen nun werbeseitig vor allem die IAB-Standards. Weshalb? Wir wollen neben den Sonderwerbeformen, die natürlich nach wie vor möglich sind, bei den Standardwerbeformen die IAB Standards einhalten. Viele Auftraggeber und Agenturen produzieren Ihre Werbemittel nach diesem Standard, was ein einfaches und problemloses Buchen von Werbeplatz auch bei kleineren Budgets auf blick.ch ermöglicht.
Welche Werbe-Standards sind dabei für Blick Online wichtig? Wir gehen davon aus, dass vor allem Skyscraper, Rectangle, Leaderboard, Roadblock/Wallpaper gebucht werden und sind überzeugt, dass viele Auftraggeber/Agenturen neben den speziell produzierten Werbeformen (Publireportagen, Sponsoring, DHTM etc., die natürlich auch noch möglich sind) immer auch einen Standardsatz an IAB Werbeformen produzieren, um auch auf verschiedenen Plattformen, welche nur diese anbieten können, präsent zu sein.
Ist der Blick-Relaunch ein Zeichen einer stärker digitalen Ausrichtung des Hauses Ringier? Ja, wir wollen im multimedialen Bereich offensiver werden.
Ihre Konkurrentin 20minuten.ch hat das Web-TV-Angebot gleichzeitig ausgebaut. Bereitet Ihnen das Sorgen? Nein, die User werden sich ihr Format aussuchen. Die beiden Angebote sind nicht vergleichbar – es wird sich zeigen, wie die Nutzer und der Markt darauf reagieren.
20 Minuten hat online eine etwa 50-köpfige Mannschaft zur Verfügung und das Angebot sehr ausgebaut. Fühlen Sie sich von dieser Konkurrenz bedrängt? Nein, Blick.ch ist das absolut führende Medienportal und ist sehr gut positioniert. In den letzten drei Monaten sind unsere Page Impressions sogar nochmals deutlich und stärker gestiegen als die der Konkurrenz. Grund zur Freunde und nicht zur Sorge.
Sollen auch die Online-Auftritte von Sonntagsblick und Heute verstärkt werden? Die Websites von Sonntagsblick und Blick werden an diesem Sonntag zusammengeführt. Wer www.sonntagsblick.ch aufruft, wird also auf der Blick-Seite landen, die Themen werden aber am Sonntag den Schwerpunkten des Sonntagsblicks angepasst.Das gibt nochmals zusätzliche Kraft und für den User wird’s einfacher. Sieben Tage – ein Link. Bei der Abendzeitung Heute haben wir zwei Webauftritte: www.heute-online.ch und www.heute-abend.ch. Die beiden werden wir ebenfalls zusammenführen. Wie der Webauftritt von Heute weiterentwickelt wird, ist aber noch nicht entschieden. Die Zusammenarbeit zwischen www.blick.ch und www.heute-online.ch wird ausserdem laufend ausgebaut, steht aber in keinem Zusammenhang mit dem Relaunch von blick.ch.
Haben Sie die Redaktion von Blick.ch personell aufgestockt? Ja, für das Webcenter und die Redaktion sind fünf neue Leute eingestellt worden. Insgesamt umfasst die Redaktion nun etwa 25 Personen. Auf Blick.ch ist auch ein inhaltlicher Ausbau geplant: Wir wollen die Themen noch stärker vertiefen, beispielsweise beim Sport. Mehr Interaktion mit den Usern und mehr Multimedia-Elemente werden ebenfalls dazukommen.

Blick.ch hat sich visuell von der Printausgabe entfernt hin zu einem flächigeren Layout.
Blick.ch ist heute nicht weiter vom Print Blick entfernt als die vorherige Variante. Die alte Version hatte ein anderes Navigations-, Design- und Farbenkonzept. Die Inhalte von Print und Online werden wie bis anhin koordiniert, in Zukunft aber noch besser aufeinander abgestimmt. Das Layout eines Online-Auftritts und eines Printprodukts sind nicht 100 Prozent abstimmbar, da sie verschiedene Funktionen erfüllen. Der neue Online-Auftritt wurde für Online-Bedürfnisse optimiert. Allerdings werden die Ressorts (z.B. «Unterhaltung») bei Bedarf von der Namensgebung mit dem Print Blick aufeinander angepasst werden.
 Welche Gründe waren entscheidend für die Lancierung eines Web-TV-Magazins? Wir wollten unser reines Text/Bild Angebot zu einem multimedialen Angebot für unsere Leser ausbauen. Bewegtbild-Inhalte setzen sich dank der hohen Breitbandpenetration mehr und mehr durch und erlauben dem Konsumenten in kurzer Zeit viel Informationen und Unterhaltsames zu konsumieren, ohne dass er dazu ein TV-Gerät braucht. Die Idee war, dem Leser in 5-10 Minuten jederzeit verschiedenste Infotainment-Inhalte moderiert nahe zu bringen.
Ist bezüglich der Web-TV-Sendung «BlickPunkt» ein weiterer Ausbau geplant? Ob die Frequenz von «BlickPunkt» bereits demnächst erhöht werden wird, ist noch nicht entschieden.
Warum wird in allen Beiträgen schweizerdeutsch gesprochen? Wir wollen als Boulevard-Medium nahe am Menschen sein. Dazu gehört unter anderem, den Zuschauer in seiner Muttersprache anzusprechen, was in der Schweiz Schweizerdeutsch ist.
Gibt es bald noch mehr Web-TV-Sendungen? Wir schauen nun zuerst einmal, wie «BlickPunkt» bei den Leuten ankommt. Ich gehe einmal davon aus, dass der Appetit beim Essen kommt.
 
Interview: Michael Koller und Carole Scheidegger
 

Ringier baut im Zeitungsdruck 40 Stellen ab

Ringier Print Adligenswil streicht im Zeitungsdruck 40 von heute 300 Vollzeitstellen. Der Abbau erfolgt gestaffelt bis Ende 2009 und soll sozialverträglich gestaltet werden.

 Ringier Print Adligenswil streicht im Zeitungsdruck 40 von heute 300 Vollzeitstellen. Der Abbau erfolgt gestaffelt bis Ende 2009 und soll sozialverträglich gestaltet werden. 32 Personen erhalten die Kündigung oder werden vorzeitig in Rente geschickt, wie Ringier Print am Donnerstag mitteilte. Die restlichen acht Stellen werden über die natürliche Fluktuation abgebaut.
Gleichzeitig investiert Ringier Print 65 Millionen Franken in neue Produktionsanlagen, wie bereits seit Ende Juni bekannt. Dies sei «ein Bekenntnis zum Medium Zeitung und zum Standort Adligenswil
», heisst es in der Mitteilung.

Freie Fernsehkanäle dürfen nicht verschlüsselt werden

Der Ständerat pfeift den Kabelnetzbetreiber Cablecom zurück. Wie er am Donnerstag mit 24 zu 9 Stimmen beschlossen hat, soll die Cablecom in Zukunft nicht mehr mit Fernsehkanälen Geld verdienen, die sie umsonst aus dem Äther bezieht.

 Der Ständerat pfeift den Kabelnetzbetreiber Cablecom zurück. Wie er am Donnerstag mit 24 zu 9 Stimmen beschlossen hat, soll die Cablecom in Zukunft nicht mehr mit Fernsehkanälen Geld verdienen, die sie umsonst aus dem Äther bezieht. Damit heisst der kleine Rat eine Motion von Konsumentenschützerin Simonette Sommaruga (SP/BE) gut. Die Verschlüsselung von freien Fernsehkanälen aus dem In- und Ausland sei wirtschaftlich skandalös und medienpolitisch unseriös, wurde Sommaruga in einer SDA-Meldung zitiert. Sie zwinge die Kundschaft, die Set-Top-Box bei Cablecom zu beziehen, und das sei unstatthafte Kundenbindung, sagte sie weiter.

Frau Holles neue Reifen

Winterreifen Wirz Werbung zeigt mit Frau Holle, dass für Pneu Egger schon bald der Winter anbricht.

 
Winterreifen Wirz Werbung zeigt mit Frau Holle, dass für Pneu Egger schon bald der Winter anbricht. 
Alle Jahre wieder kommt nicht nur die schöne Weihnachtszeit, sondern auch der Winter. Wie aber ist es bloss zu verhindern, dass die Schweizer Autofahrer alle am gleichen Tag – nämlich erst am Tag des ersten Schneefalls – für ihre Winterreifen zu Pneu Egger kommen? Ganz einfach: Indem man ihnen mit Witz und Charme beibringt, dass die Adventszeit auf Werberdeutsch Pneu-Egger-Zeit heisst. Es ist eine schöne Tradition bei Egger, dass man in dieser Werbung aber nicht über Reifen redet, sondern nur über die Zeit des Wechselns. Wirz hat das im letzten Spot mit zwei Gebissen gezeigt. Diese lagern in einem Zahnglas auf dem Nachttisch und jucken dann – schwupps – zueinander ins Glas. Die Zähne spürten den Frühling: Zeit für einen Pneuwechsel.Nach dem Pitch-Gewinn 2004 gibt es jetzt den vierten Film dieser Reihe. Wirz und CD Hanspeter Schweizer setzen diesmal auf Frau Holle. Diese versetzt einen jungen Mann auf der Strasse in romantische Stimmung mit einem poetisch wirkenden Schneefall. Böse dann die Auflösung: Frau Holle bürstet sich nur die Haare – womit auch dem Autofahrer die Schuppen von den Augen fallen müssten. Der Spot wurde realisiert von Markenfilm Schweiz unter der Regie von Andreas Hoffmann.
Andreas Panzeri

Darf Wasser zur Marke werden?

Kolumne Abseits von politischen Entwicklungen vollzieht sich im Konsumentenalltag ein Prozess, der den Zugang zu Wasser exklusiver zu machen droht: Das Grundelement Wasser wird mehr und mehr zum Markenartikel.

 
Kolumne Abseits von politischen Entwicklungen vollzieht sich im Konsumentenalltag ein Prozess, der den Zugang zu Wasser exklusiver zu machen droht: Das Grundelement Wasser wird mehr und mehr zum Markenartikel. 
Unsere Welt besteht grösstenteils aus Wasser. Auch wir Menschen bestehen bekanntlich zu zwei Dritteln aus Wasser. Wasser ist also in fundamentaler Hinsicht überlebenswichtig. Wasser ist Leben. Wasserknappheit dagegen führt zu Katastrophen. Für Peter Brabeck «ist die Wasserkrise weitaus bedrohlicher» als der Klimawandel. Der freie Zugang zu Wasser muss damit sicherlich zu den uneinschränkbaren Menschenrechten zählen.Natürlich gibt es schon heute im globalen Kontext eine erschreckende Ungleichheit in der Verteilung von Wasser, zuletzt thematisiert auf der jährlichen Weltwasserwoche in Stockholm. Was spricht für eine weitere Verschärfung dieses Missstandes? Am offensichtlichsten geopolitische Gegebenheiten. Die globalen Wasserreserven sind regional höchst ungleich verteilt. In einigen der besitzenden Regionen spekuliert man bereits über die rosigen Zeiten des blauen Goldes. Da ist es dann auch nur logisch, dass Unternehmen, die sich mit der Verwertung des blauen Goldes entlang der gesamten «Wertschöpfungskette des Wassers» (so die Investment-Gesellschaft SAM) beschäftigen, zu attraktiven Anlageobjekten werden: «US-Investoren auf Wassersuche» titelt die NZZ. Auch entsteht hier ein beeindruckendes oder besser beängstigendes geopolitisches Machtpotenzial. Befürchtet werden weltweit Kriege ums Wasser.
Auf den ersten Blick sehr weit weg von diesen hochpolitischen Entwicklungen vollzieht sich im Konsumentenalltag eher unscheinbar ein weiterer Prozess, der den Zugang zu Wasser exklusiver zu machen droht. Das Grundelement Wasser wird mehr und mehr zum Markenartikel. Offensichtliche Perversionen dieser Entwicklung lassen aufhorchen: Mit Kristallen von Swarovsky veredelte Flaschen beinhalten Mineralwasser, das mit einem Preis von fast 50 US-Dollar pro Liter nicht mehr für jeden erschwinglich sein dürfte. Nicht ganz so pervers, aber nichtsdestoweniger zumindest ökologischer Unsinn ist es, dass internationale Markenmineralwasser auch in Märkten zunehmend erfolgreich sind, die jeweils heimische Mineralwasser (oder gar gesundheitlich völlig unbedenkliches Leitungswasser) sicher auch bedienen könnten.
In solchen offensichtlich irrationalen Konsumentenentscheidungen zeigen Marken ihre Macht, die in emotional begründetem Kaufverhalten ihre Basis hat. «Zeige mir, welches Wasser du trinkst, und ich sage dir, wer du bist.» Die Wassermarke als Identifikationsanker und soziales Differenzierungsmerkmal. Madonna trinkt Voss, Whoopi Goldberg und Janet Jackson trinken Fiji. Volvic kündigt die Wassermarke an, «die ganz den Männern gewidmet ist». Genau auf diese kaufsteigernde und nachfragesichernde Wirkung von Marken auch bei Wasser setzen längst die global führenden Nahrungsmittelkonzerne, investieren grosse Summen in die Entwicklung dieses Marktes und sichern sich grösstmögliche Marktanteile für ihr Portfolio an Wassermarken. Bei Nestlé, mit rund 20 Milliarden abgefüllten Litern Weltmarktführer, sind dies inzwischen beispielsweise 75 Marken in 36 Ländern dieser Welt.
Erinnern muss man dabei daran, dass die Marke eines der wenigen in unserer Wirtschaftswelt legitimen Monopole darstellt. Zeitlich und räumlich unbegrenzt, kann die effizient und effektiv geführte Marke andere Hersteller wirksam behindern, ein vergleichbares Produkt wettbewerbsfähig anzubieten. Starke Marken stellen sehr wirkungsvolle Eintrittsbarrieren für mögliche Wettbewerber dar. Wassermarken können so perspektivisch den Zugang zu Wasser beschränken. Anknüpfend an die eingangs erwähnten Überlegungen stellt sich damit die Frage, ob Marken legitimerweise beim so lebenswichtigen Element Wasser diese beschränkende Wirkung wirklich entfalten sollten. Prinzipiell sicher nicht. Dagegen dürfte auch sehr schnell entsprechender politischer Widerstand entstehen. Und dieser Widerstand möge zumindest allzu groteske Entwicklungen der Vermarktung von Wasser verhindern oder zumindest beschränken.
Jürgen Häusler ist CEO der Gruppe Interbrand, Zintzmeyer und Lux sowie Honorarprofessor an der Universität Leipzig.

Mit AXA on the road

Versicherungen Krieg Schlupp Bürge/Springer & Jacoby hat für AXA den «Asphalt Cowboy» neu inszeniert.

 
Versicherungen Krieg Schlupp Bürge/Springer & Jacoby hat für AXA den «Asphalt Cowboy» neu inszeniert. 
Der Spot weckt Erinnerungen und bringt deshalb schnell «viel Wärme in alle Wohnzimmer», wie KSB/SJ meint. In ihrem Werbefilm für Motorfahrzeug-Versicherungen werden im Stil eines Road Movies mehrere Geschichten von ganz unterschiedlichen Menschen erzählt. Verpackt sind diese in unterhaltsame filmische Vignetten-Leckerbissen.
Die übergeordnete Idee gibt die neue und bereits nach kurzer Laufzeit überaus populäre Markenbotschaft vor: «Sie lieben es. Wir versichern es.» Regisseur Christian Aeby fokussiert dabei eine Beziehung der besonderen Art: der Menschen und sein Auto. Natürlich. So unterschiedlich die Menschen, so sind auch die Situationen und Autos, die aus Liebe umarmt werden.
Der beschwingte Film wird musikalisch untermalt vom Ohrwurm «Everybody’s talkin’» von Fred Neil, bekannt aus dem Film «Asphalt Cowboy». Zudem ist eine nationale Plakat- und Printkampagne mit denselben Inhalten zu sehen. Dazu erscheinen Online-Sujets, und auch in allen Schaufenstern der Schweizer AXA-Winterthur-Agenturen wird «umarmt».
Andreas Panzeri

Event beim Zofinger Tagblatt

Druck Die im vergangenen Jahr bei der Zofinger Tagblatt AG installierte MAN Roland Cromoman bereitet dem Verlag grosse Freude. Die hochmoderne Maschine ist exakt auf die Bedürfnisse des regionalen Hauses zugeschnitten.

 
Druck Die im vergangenen Jahr bei der Zofinger Tagblatt AG installierte MAN Roland Cromoman bereitet dem Verlag grosse Freude. Die hochmoderne Maschine ist exakt auf die Bedürfnisse des regionalen Hauses zugeschnitten. Die Installation in Zofingen war der Hintergrund für einen von der MAN Roland Swiss AG organisierten Event, bei dem das Medium Zeitung im Mittelpunkt stand.

Menschenrechte und Marketing als seltsame Bettgenossen

Werbeindustrie Die New Yorker Advertising Week widmete sich in diesem Jahr ganz der guten Sache. Der diesjährige Schwerpunkt liegt beim Cause Marketing.

 
Werbeindustrie Die New Yorker Advertising Week widmete sich in diesem Jahr ganz der guten Sache. 
Bescheidenheit ist nicht gerade eine Stärke unter den amerikanischen Werbeprofis. Verkehrschaos in Manhattan? Verstopfte Gehsteige, überfüllte Restaurants, rempelnde Fussgänger – keineswegs ein Auswuchs der jährlichen Eröffnung der UN-Vollversammlung oder etwa des Besuchs des iranischen Staatspräsidenten. Nein, Manhattan ist nach Ansicht der Branche deshalb so überfüllt, weil in der letzten Septemberwoche hier gleichzeitig auch die «Advertising Week» stattfand.Ein Stück Wahrheit ist in dem Grössenwahn dennoch enthalten, besuchten doch nach Angaben der Veranstalter 60’000 Menschen den einwöchigen Industrie-Event, der 2004 mit der Absicht gegründet wurde, der damals von der beginnenden Rezession geplagten Branche wieder Auftrieb zu verleihen. Die Stadt New York nimmt durch das Spektakel jährlich über 50 Millionen Dollar ein. Die Besucherinnen  und Besucher im Umfeld der rund 80 Veranstaltungen und Networking-Events geben gern und viel Geld aus.
Der diesjährige Schwerpunkt der Advertising Week widmete sich dem Cause Marketing, jenen Kampagnen und Bemühungen also, die der Umwelt und sozialen Zwecken zu Gute kommen. «Cause Marketing spielt heute eine enorm wichtige Rolle, schon allein deshalb, weil die Konsumenten den gesellschaftlichen Institutionen und Unternehmen nicht trauen», sagt Samantha Taylor, eine der Besucherinnnen und Gründerin der Kommunikationsagentur Reputation Dynamics. «Die Unternehmen können gar nicht anders, als sich dem zu beugen, und die Werbung zieht mit.»
Die Advertising Week versuchte denn auch, die Besucher und sich selbst davon zu überzeugen, dass man mit Hilfe von Werbung durchaus auch Gutes tun kann. Dies wurde am eingängigsten auf einem Panel demonstriert, das die Kampagne «Save Darfur» vorstellte. Der Menschenrechtsaktivist John Prendergast drückte wohl die Gefühle einiger der anwesenden Vertreter von Hilfsorganisationen wie der UN und Amnesty International aus, als er die Kombination von Marketing und Menschenrechten «seltsame Bettgenossen» nannte. Dennoch sei «Werbung jenes Element in unserer Arbeit, das am meisten fehlt», sagte er und wies darauf hin, dass erst das Engagement von Hollywood-Stars wie George Clooney oder Don Cheadle die Öffentlichkeit wachrütteln könne.
Die Kampagne wurde von der Non-Profit-Organisation «Save Darfur» in Auftrag gegeben, mit dem Ziel, «sich selbst obsolet zu machen», sagte David Tobey, Kreativdirektor der zuständigen Agentur GMMB. «Nicht gerade ein guter Kunde». Die Kampagne bestand aus Print- und Internetanzeigen, TV- und Radiospots sowie einer Plakatkomponente und einer Guerilla-Aktion und zeigte vor allem die Betroffenen in den Flüchtlingslagern. «Genozid ist nicht einfach zu kommunizieren,» fasste GMMB-Partner David Mitchell zusammen. Das grösste Erfolgserlebnis für ihn sei gewesen, als die sudanesische Regierung beklagte, die Kampagne habe «die Welt gegen uns aufgebracht».
Bestandteil der Initiative der Advertising Week war ausserdem die Ausstellung «Act Responsible», wo Motive verschiedenster internationaler Cause-Marketing-Aktivitäten  zusammengestellt wurden, darunter auch die «Brot für alle»-Kampagne von Young & Rubicam in Zürich. «Gemeinsam kann die Werbeindustrie wirklich etwas verändern», sagt Hervé de Clerck, Initiator der Ausstellung und Gründer des Adforums. Der typische Zyklus sei zum ersten Mal bei der Dynamik hinsichtlich der globalen Erderwärmung sichtbar geworden: «Es fing an mit den Wissenschaftlern, dann kamen die NGOs, dann die Medien, die Öffentlichkeit, die Regierungen und schliesslich auch die Markenunternehmen, und die holten die Werbung ins Boot.»
Eine der ältesten Kampagnen für einen guten Zweck in den USA ist der «Pink Ribbon», die rosa Schleife als Symbol für den Kampf gegen Brustkrebs. Vorreiter ist hier das Kosmetikunternehmen Avon, das sich seit 17 Jahren für die Sache einsetzt und als Dinosaurier unter den Marketing-Philantropen gilt. Für Avon gilt, mit der Aktion im zunehmenden Wust des guten Tatendrangs relevant zu bleiben. «Ich kann den Verantwortlichen anderer Unternehmen nur raten, sich auf einen Zweck zu konzentrieren, statt mit einer Vielzahl von Initiativen im allgemeinen Getöse unterzugehen», sagt Carol Kurzig, Direktorin der Avon Foundation. «Das Beste ist, sich einer Sache vollständig zu verschreiben.»
Gerti Schön, New York
 
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