Das Gewissen ist grün

VW Krieg, Schlupp, Bürge/Springer & Jacoby kommunizieren umweltfreundlichen Fahrspass. Typisch Volkswagen, werden die Antworten auf die zunehmenden Anforderungen an die Umweltverträglichkeit dabei nicht marktschreierisch verkündet.

 
VW Krieg, Schlupp, Bürge/Springer & Jacoby kommunizieren umweltfreundlichen Fahrspass. 
Gut, wenn ein Auto umweltfreundlich ist. Besser, wenn ein Auto gleichzeitig auch noch maximal komfortabel, sicher und günstig ist und einem den Fahrspass nicht vergällt.Es ist typisch für Volkswagen, dass die Antwort auf die zunehmenden Anforderungen an die umweltschonenden Eigenschaften von Fahrzeugen «nicht marktschreierisch laut erfolgt, sondern alltagstauglich und für jedermann bezahlbar», wie Dani Krieg bei KSB/SJ meint. Das Zauberwort in diesem Fall heisst BlueMotion und ist die neue modellübergreifende Produktlinie von VW, die vorerst für den Passat und den Polo erhältlich ist, bald aber auch für den Golf, den Touran und weitere Modelle.
BlueMotion bündelt viele Massnahmen, die Fahrzeuge auch ohne Komfort-, Sicherheits- oder Kraftverzicht sparsamer machen. So zum Beispiel mit effizienteren Motoren, verbesserter Aerodynamik, Leichtlaufreifen, langer Getriebeübersetzung und vielem mehr. Ein konkretes Beispiel: Der neue Passat Variant BlueMotion mit seinem 105 PS starken TDI-Motor und Dieselpartikelfilter verursacht Emissionen von bloss 137g/km CO2 bei einem Verbrauch von lediglich 5,2 Litern auf 100 Kilometer. Und dabei bleibt er trotzdem ein vollwertiges Auto mit allem, was richtig Spass macht.
Genau das will die Botschaft von KSB/SJ visualisieren. Die BlueMotion-Kampagne umfasst vier Sujets und erscheint hauptsächlich in der Sonntagspresse. Das erste Sujet für den Passat Bluemotion ist gleichzeitig das mit der kürzestmöglichen Schlagzeile, wird doch einfach und überraschend der grüne Pfeil mit dem A gezeigt, den man von der energieEtikette des BFE (Bundesamt für Energie) bestens kennt und der einer Höchstnote gleichkommt.
Die weiteren zwei Schlagzeilen für den Passat Bluemotion: «Wenn wir ein Erfolgsmodell weiterentwickeln, kommt wenig dabei raus. Der Passat Variant Bluemotion.» und «Nicht nur Ihre Kinder freuen sich über den neuen Passat BlueMotion. Sondern auch Ihre Enkel.» Last but not least die Schlagzeile für den Polo Bluemotion: «Kommen Sie zur Vernunft. Sie steht bei Ihrem VW-Partner. Der Polo BlueMotion.» Die Kampagne wird im Frühjahr 2008 fortgesetzt.
Andreas Panzeri

«Wir brauchen mehr Infos»

Interview Lukas Kircher, kreativer Kopf der Medienagentur Kircher Burkhardt, über den Nutzen von Leseranalysen für die Praxis. Trotz allem habe die gedruckte Marke hervorragende Chancen, sagt er.

 
Lukas Kircher, kreativer Kopf der Medienagentur Kircher Burkhardt, über den Nutzen von Leseranalysen für die Praxis. 
WW: Wie wichtig ist es für die Arbeit als Mediendesigner, Lesegewohnheiten objektiv betrachten zu können?Lukas Kircher: Sehr wichtig. Die starken Veränderungen bei den Lesegewohnheiten erfordern neue Antworten im Editorial Design. Ohne harte Fakten geht das nicht.
Wo bekommen Sie Ihre Daten her, um Lesegewohnheiten einzuschätzen?Unsere Kunden machen umfangreiche Marktforschung und wir selbst sitzen auf einem riesigen Fundus an Ergebnissen, die wir auswerten und pflegen.
Welche Vor- und welche Nachteile bieten Studien wie Eyetracking- und Readerscan-Tests?Derartige Studien können die soften Aspekte eines Mediums nicht bewerten. Read Scanning zum Beispiel zeigt ausschliesslich auf, was wie lange gelesen wurde. Nicht warum jemand ein Heft kauft, eine Zeitung gut findet. Sehr hilfreich für handwerkliche Entscheidungen in den Redaktionen, gefährlich für strategische.
Sind die Resultate in der gestalterischen Praxis eindeutig umsetzbar?Durchaus. Publikationen müssen beispielsweise die ersten und die letzten Seiten der einzelnen Ressorts viel aktiver zum Hinweis auf journalistische Gustostücke nutzen. Wir müssen für Leser designen, die unterschiedliche Zeitbudgets haben: die Publikation für unterschiedliche Lesegeschwindigkeiten.
Nutzen Sie die Ergebnisse von Studien zum Thema Nachrichtenrezeption bei Online-Inhalten? Auch hier gilt: Die reine Messung der Zugriffe sagt uns noch nicht wirklich, was das perfekte Medium für Online-Leser und -Leserinnen ist. Wir brauchen mehr Information über die Motive unserer User. Die interessanteste Studie dazu ist wahrscheinlich die ARD-Nutzertypologie.
Wie reagieren Sie auf den sich ständig ändernden Nachrichtenkonsum?Wir suchen stärker eine künstliche, eine sinnvolle Eingrenzung dessen, was wir unbedingt wissen müssen. Zu Premium-Inhalten kommt Premium-Auswahl: Wem können wir den Prozess der Vorselektion anvertrauen?
Worin besteht die grösste Herausforderung für die Zeitung der Zukunft?Die gedruckte Marke hat hervorragende Chancen in der digitalen Welt: IPTV, Mobile, die Website, Services. Dafür brauchen wir aber auch wirklich crossmedial geführte Marken und Markenfamilien. Das betrifft vor allem die Weiterentwicklung des Journalismus und der Redaktionskultur, erst in zweiter Linie das klassische Marketing.
Interview: Doris Oberneder (per E-Mail)
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«Die Kamera liest beim Lesen mit»

Ein Hirn, das auf vier Rädern daherkommt

Smart Jung von Matt/Limmat hat für den kleinen Umweltfreundlichen eine neue Herbstkampagne gestaltet. Dabei wird die Form des Wagens mit dem menschlichen Gehirn verglichen.

 
Smart Jung von Matt/Limmat hat für den kleinen Umweltfreundlichen eine neue Herbstkampagne gestaltet. 
Der neue Smart ist nach wie vor die intelligenteste Art, automobil zu sein. Er verbraucht am wenigsten Treibstoff, hat die geringsten CO2-Werte und verstopft durch seine Dimensionen die Strassen weniger. «Leider fahren aber noch immer viel zu viele Verkehrsteilnehmer mit anderen Körperteilen als mit den Kopf herum», meinen Alexander Jaggy und Michael Rottmann. Die beiden CD bei Jung von Matt sehen in ihrem Ansatz für die Smart-Werbung, dass hier die Zeit gekommen ist, etwas zu ändern. Zeit, mehr Hirn in den Verkehr zu bringen. «Open Your Mind», heisst es in einem Claim unter dem Logo des intelligenten Autos.Die Herbstkampagne setzt genau diesen Gedanken um. Ein Smart hat nicht nur ziemlich genau die Form eines menschlichen Gehirns, sondern kann zudem mit seinen konkurrenzlosen Werten als einziges Auto das intelligenteste Körperteil für sich reklamieren.
Im Hauptmedium TV wird in einem virtuellen Raum ein Hirnmodell beschrieben und zusammengesetzt. Zum Schluss wird es dadurch komplett, dass es auf vier Räder gesetzt wird. Der TV-Auftritt wird durch Print ergänzt, wo in den Sujets nach dem gleichen Grundschema kommuniziert wird. AD ist David Hanselmann. Das 3-D-Design stammt von Sebastzian Harms und Luca Tomasi. Ein wichtiges Element beim Spot bildet die Musik von Great Garbo. Dieser Sound ist bei Jingle-Jungle realisiert worden.
Andreas Panzeri

Migros-Magazin wird Medienpartner des Arosa Humorfestivals

Das Migros-Magazin ersetzt das eingestellte Magazin Facts als Printmedienpartner des Arosa Humorfestivals. Es ergänzt somit die bestehenden Partnerschaften mit dem Schweizer Fernsehen und DRS3.

Das Arosa Humorfestival startet mit einem neuen Medienpartner in die 16. Ausgabe: Das Migros-Magazin ersetzt das eingestellte Magazin Facts als Printmedienpartner und ergänzt somit die bestehenden Partnerschaften mit dem Schweizer Fernsehen und DRS3.Das Migros-Magazin wird das im Dezember stattfindende Festival im Vorfeld der Durchführung mit redaktionellen und kommerziellen Leistungen unterstützen. Zudem können die über 2’300’000 Leserinnen und Leser von einem Leserangebot direkt profitieren. In Planung ist auch eine Sondervorstellung am ersten Festivalsonntag, dem 9. Dezember 2007.

Was ist Digitalisierung?

Screen-up Am 17. Oktober 2007 treffen sich Spezialisten für TV-Werbung und Fernsehmarketing in Zürich zum jährlichen Schweizer Branchenanlass Screen-up & Congress. Diesmal stehen die Chancen und die Risiken der Digitalisierung im Mittelpunkt.

 
Screen-up Am diesjährigen Branchenanlass Screen-up & Congress stehen die Chancen und die Risiken der Digitalisierung im Mittelpunkt. 
Am 17. Oktober 2007 treffen sich Spezialisten für TV-Werbung und Fernsehmarketing in Zürich zum jährlichen Schweizer Branchenanlass, der Screen-up & Congress. Neben den traditionellen Senderpräsenta- tionen referieren und diskutieren im Kongressteil prominente Fachleute aus dem In- und dem Ausland über ihre Visionen zum TV-Markt Schweiz und die aktuellen Trends der internationalen elektronischen Medienwelt. Im Mittelpunkt steht die Digitalisierung als mediale Herausforderung der Zukunft. Aus Sicht der Werbeauftraggeber präsentiert Hans-Peter Ketterl, verantwortlich für Marketingkommunikation der BMW Group, Chancen für Unternehmen durch die Digitalisierung. Raimo Malila, Head of Mobile TV and Video von Nokia Europe, wird zeigen, mit welchen Geräten der führende Handy-Produzent den Durchbruch von Mobile-TV unterstützen will.
Ein unterhaltsamer Einschub stellt vier grundverschiedene Typen und ihre individuelle Mediennutzung vor. Die sogenannten KommTech-Typen erklären Mediennutzung im Zeitalter der Digitalisierung.
Die Senderchefs Matthias Alberti (Sat 1), Ingrid Deltenre (SF), Dominik Kaiser (3+), Catherine Mühlemann (MTV Networks Germany) und Anke Schäferkordt (RTL Television) diskutieren anschliessend im IGEM-Talk unter der Leitung von Hannes Britschgi den Prozess der Digitalisierung und benennen Folgen für ihr eigenes Programm.
Die Veranstaltung findet dieses Jahr in der Arena Filmcity im neuen Zürcher Stadtteil Sihlcity statt, der im März 2007 eröffnet wurde. In diesem neuen Komplex ist auch das neueste Kino von Zürich eingebettet. Die Arena Filmcity, mit neun Sälen und rund 2100 Sitzplätzen eines der grössten und modernsten Zürcher Kinos, bietet für den Anlass den optimalen Rahmen. (zvg/rw)

Publicis lässt für Emmentaler den Käse jodeln

Die Agentur Publicis hat eine plausible Erklärung gefunden, wieso der Emmentaler Löcher hat: Er braucht sie zum Jodeln.

Echt schweizerische Zutaten und ein kreatives Rezept: Damit stellt man nicht nur einen weltberühmten Käse her, sondern auch gleich die Werbung dafür. Der Käse heisst Emmentaler und alle wissen, dass er Löcher hat. Aber warum er Löcher hat, weiss man nicht so ganz genau.
Publicis hat nicht nur eine plausible Erklärung gefunden, sondern beweist sie auch: Der Emmentaler braucht seine Löcher zum Jodeln. Das wird in einem Spot gezeigt, der auf 3+ und weltweit auf YouTube zu sehen ist. Eine Kurzversion wird bei den Spielen des SC Bern als Stadionwerbung eingesetzt.

Verantwortlich bei Emmentaler:
Guido Nydegger (Marketing Kommunikation). Verantwortlich bei Publicis: Markus Gut (CCO), Daniel Kobi (AD), Tanja Caduff (Grafik), Albert Matzinger (Text), Christian Siegrist (Leiter Beratung), Stephan Lanz und Myriam Mojon (Beratung), Ines Bossart (Art Buying), Patrick Karpiczenko (Regie und Animation), Condorfilms (Produktion).

Sportfernsehen auf U1 still und leise gestartet

Am Samstag hat das Schweizer Sport Fernsehen mit einer Live-Übertragung der Handball-Champions-League erstmals in einem Programmfenster auf U1 gesendet. Verzögert wurde der ursprünglich auf September angekündigte Beginn vor allem durch die Auseinandersetzung mit der Cablecom und dem noch ausstehenden Konzessions-Entscheid des Bakom.

 Am Samstag hat das Schweizer Sport Fernsehen mit einer Live-Übertragung der Handball-Champions-League erstmals in einem Programmfenster auf U1 übertragen. Am Mittwoch folgt mit dem nationalen Handballspiel Kadetten SH GCZ gegen BSV Bern Muri die erste regelmässige Live-Übertragung des neuen Spartensenders. Gegenüber der Werbewoche sagt Geschäftsführer Pascal Jenny, der Sender wolle seine volle Grösse bis am 1. Januar 2008 mit sechs bis sieben Stunden Sendezeit pro Tag erreichen. Entgegen früheren Ankündigungen (Siehe:
) startete das Schweizer Sportfernsehen nicht bereits im September. «Verzögert wurde das vor allem durch die Auseinandersetzung mit der Cablecom und dem noch ausstehenden Konzessions-Entscheid des Bakom», sagt Jenny. «Das erschwerte auch die Verhandlungen mit den verschiedenen Sportverbänden, obwohl das Interesse grundsätzlich riesig ist». Die Cablecom wollte den Trägersender U1 aus dem Angebot kippen, muss ihn aber aufgrund einer superprovisorischen Verfügung vorerst weiterführen. Die Zusammenarbeit mit U1 beschreibt Jenny als sehr gewinnbringend; «für U1 entsteht mit dem Sport Fernsehen ein neuer Geschäftszweig.» Mit steigendem Sportinhalt müssten jedoch bisherige U1-Inhalte weichen. Weniger Erotik und weniger Mike Shiva. Bezüglich Sport wird es voraussichtlich drei Bereiche geben: Live-Übertragungen am Vorabend, Quiz- und Nachrichtensendungen während des Tages sowie Wiederholungen am Vormittag.
Mit SF laufen Gespräche über eventuelle Abstimmungen des Programms. «Mit den Rand- und Breitensportarten ergänzen wir das Angebot von SF. Falls SF aber doch einmal Sendungen aus diesem Bereich bringen sollte, stehen wir zurück», sagt Jenny. Via SF ist das Schweizer Sport Fernsehen auch mit TSR und TSI im Gespräch, für den Fall von überregionalen Matchbegegnungen und den entsprechenden Programmaustausch.
Für den Bakom-Entscheid in den nächsten ein bis zwei Monaten rechnet sich Jenny gute Chancen aus. Der sukzessive Ausbau des Programms wird deshalb mit Hochdruck vorangetrieben – auch um gegenüber dem Bakom zu signalisieren, dass es der Sender ernst meint. «Wir sind im Moment mit x Verbänden im Gespräch. Beispielsweise bei Unihockey, Volleyball und mit Swiss Ski hoffen wir nächstens auf eine Übereinkunft. Ich erwarte fast täglich Einigungen.»
 
Michael Koller 

Swisslos entscheidet sich für Blue Spirit Communications

Swisslos beauftragt Blue Spirit Communications aus Zürich mit der Umsetzung einer umfassenden Kampagne für das Benissimo-Los. In einer Wettbewerbspräsentation setzte sich die Agentur gegen zwei Mitbewerber durch.

 
Swisslos beauftragt Blue Spirit Communications aus Zürich mit der Umsetzung einer umfassenden Kampagne für das Benissimo-Los. In einer Wettbewerbspräsentation setzte sich die Agentur gegen zwei Mitbewerber durch. Die Kampagne für eines der bekanntesten Lose in der Schweiz startet gemäss Mitteilung Anfang nächstes Jahr. Mit dem Swisslos kann seit 1992 maximal eine Million Franken in der gleichnamigen TV-Show mit Beni Thurnheer gewonnen werden.

Google startet Videowerbung auf YouTube

In den USA erweitert Google sein Werbesystem AdSense um Videowerbung. Mit dem neuen Modell namens «Video Units» wird es Werbenden nun ermöglicht, Konsumenten mit bewegten Bildern von Produkten und Diensten zu überzeugen.

 In den USA erweitert Google sein Werbesystem AdSense um Videowerbung. Mit dem neuen Modell namens «Video Units» wird es Werbenden nun ermöglicht, Konsumenten mit bewegten Bildern von Produkten und Diensten zu überzeugen. Die Betreiber von AdSense-Seiten können selbst bestimmen, welche Art von Videos sie auf ihren Seiten gezeigt haben möchten. So kann etwa der Betreiber einer Fussball-Webseite vorgeben, dass nur YouTube-Filme zu diesem Thema auf seine Seiten gelangen. Ob das Modell auch in Europa eingeführt wird, hängt vom Erfolg in den USA ab, wie eine Google-Sprecherin gegenüber Pressetext sagte. Bei der neuen Werbeform erscheinen wenige Sekunden nach Beginn des Videoclips im unteren Bereich des Fensters halbtransparente Animationselemente. Erst ein Klick des Nutzers startet die Wiedergabe des Videos. Der Werbetreibende bezahlt die Video-Units nach Klicks oder nach der Häufigkeit der Einblendung.

Roger Schawinski wird Aktionär des Verlags Kein & Aber

Roger Schawinski beteiligt sich an einem weiteren Unternehmen und wird Aktionär des Zürcher Verlags Kein & Aber. Gleichzeitig übernimmt er das Präsidium des Verwaltungsrats.

 Vergangene Woche gab Roger Schawinski bekannt, dass er das Zürcher Radio Tropic übernimmt. Nun beteiligt er sich an einem weiteren Unternehmen und wird Aktionär des Zürcher Verlags Kein & Aber. Er stösst zu den bisherigen Aktionären Peter Haag und Volkart Holding. Mit der Erhöhung des Aktienkapitals will der Verlag seine Expansionstätigkeit weiter ausbauen. Gleichzeitig übernimmt Schawinski das Präsidium des Verwaltungsrats, wie der Verlag am Dienstag mitteilte. Peter Haag signiert als Delegierter des VR und Verleger. Der seit zehn Jahren bestehende Verlag Kein & Aber veröffentlicht vor allem Belletristik, ausserdem hat sich der Verlag im Bereich Hörbücher etabliert. Zu den Autoren des Verlags gehören u.a. Gerhard Polt, Woody Allen, Truman Capote, Steve Tesich, Harry Rowohlt. Auch Roger Schawinskis jüngstes Buch «Die TV-Falle» erschien in diesem Verlag.

Handy-TV für die Euro 08 in Nöten

Die IG Gigaherz, eine Interessengemeinschaft von Elektrosmog-Betroffenen, wehrt sich gegen die zusätzlichen Antennen, welche für das Handy-TV-Netz gebaut werden sollen. Notfalls will sie bis vor Bundesgericht gehen.

 
Die Swisscom hat die Konzession noch keine zwei Wochen (Siehe: ), und schon ist das geplante Handy-Fernsehen zur Übertragung der Euro-08-Fussballspiele in Bedrängnis geraten. Die IG Gigaherz, eine Interessengemeinschaft von Elektrosmog-Betroffenen, wehrt sich gegen die zusätzlichen Antennen, welche für das Handy-TV-Netz gebaut werden sollen. Sie erhebt diese Woche Einsprache gegen den Bau einer Antenne in Köniz. Die Swisscom will 26 solcher Antennen rund um Bern, Genf, Basel und Zürich bauen. IG-Sprecher Hans-Ueli Jakob gibt sich rebellisch: Er werde bis vor Bundesgericht gehen, um die Antenne zu verhindern. «Die Strahlung führt zu unnötiger Mehrbelastung des Luftraums», sagt er gegenüber Cash daily. Auch gegen Antennen in Zürich will er vorgehen. Gelingt das, hat die Swisscom ein Problem. «Unser Projekt würde das sicher gefährden», sagt Sprecher Christian Neuhaus. Ungemach droht noch von anderer Seite: Die Bieler Mobile TV, die sich bei der Konzessionsvergabe für das Handy-TV-Netz der Swisscom geschlagen geben musste, prüft eine Beschwerde bei der Wettbewerbskommission. Ob es dazu kommt, will CEO Bruno Bucher Ende Oktober bekannt geben.

Leo Kirch wieder im Geschäft mit deutscher Bundesliga

Vor fünf Jahren brach das Medienimperium von Leo Kirch zusammen. Nun ist er wieder da: Der 80-Jährige wird für die Deutsche Fussball Liga (DFL) sechs Jahre lang die Fernsehrechte der Fussball-Bundesliga vermarkten.

 Vor fünf Jahren brach das Medienimperium von Leo Kirch zusammen. Nun ist er wieder da: Der 80-Jährige wird für die Deutsche Fussball Liga (DFL) sechs Jahre lang die Fernsehrechte der Fussball-Bundesliga vermarkten. Die Tochterfirma Sirius von Kirchs Agentur KF 15 werde als Vermarkter der Rechte ab der Saison 2009/2010 auftreten, teilte die DFL am Dienstagabend laut SDA mit.
Zuvor hatten 36 Profiklubs in einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main stundenlang über den Handel beraten. Der Deal war umstritten, weil die Pleite von KirchMedia vor fünf Jahren die Bundesliga in ihre bisher schwerste Finanzkrise gestürzt hatte.
Durch den neuen Vertrag erhält die Bundesliga in den sechs Jahren seiner Laufzeit für die Inlandsvermarktung von Kirch mindestens 3 Milliarden Euro. Hinzu kommen die Einnahmen aus der Auslandsvermarktung der Fernsehrechte. Daraus erwartet die DFL nach eigenen Angaben im betroffenen Zeitraum Einnahmen von 460 Milliarden Euro.
Damit lägen die Gesamteinnahmen zwischen 2009 und 2015 bei 3,46 Milliarden Euro. Dies ist deutlich mehr als derzeit. Damit die Klubs Sicherheit haben, stellt Sirius eine Bankbürgschaft in Höhe von 100 Prozent der jeweils fälligen Mindestzahlung pro Saison.
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